DE3737314C2 - Mantelrohr für einen Rohrheizkörper aus austenitischem, rostfreien Stahl - Google Patents
Mantelrohr für einen Rohrheizkörper aus austenitischem, rostfreien StahlInfo
- Publication number
- DE3737314C2 DE3737314C2 DE3737314A DE3737314A DE3737314C2 DE 3737314 C2 DE3737314 C2 DE 3737314C2 DE 3737314 A DE3737314 A DE 3737314A DE 3737314 A DE3737314 A DE 3737314A DE 3737314 C2 DE3737314 C2 DE 3737314C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- resistance
- content
- rare earth
- chromium
- alloy
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B3/00—Ohmic-resistance heating
- H05B3/40—Heating elements having the shape of rods or tubes
- H05B3/42—Heating elements having the shape of rods or tubes non-flexible
- H05B3/48—Heating elements having the shape of rods or tubes non-flexible heating conductor embedded in insulating material
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C38/00—Ferrous alloys, e.g. steel alloys
- C22C38/18—Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium
- C22C38/40—Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with nickel
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Resistance Heating (AREA)
- Heat Treatment Of Articles (AREA)
- Heat Treatment Of Steel (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft
Mantelrohre von Rohrheiz
körpern aus austenitischem, rostfreien Stahl.
In Rohrheizkörpern mit Mantelrohren ist ein Widerstands
heizelement von einem Mantelrohr, einer röhrenförmigen
Schutzhülle, die mit hitzebeständigem, elektrisch isolieren
dem Material wie Magnesiumoxid gefüllt ist umgeben und das
Mantelrohr ist durch Schweißen hermetisch verschlossen. Da
Materialien für derartige Mantelrohre eine ausgezeichnete Oxy
dationsfestigkeit, eine gute Widerstandsfähigkeit gegen
über Korrosionsrißbildung unter Beanspruchung sowie eine
gute Verschweißbarkeit haben müssen, wurden bisher für
diesen Zweck weitgehend hitzebeständige Legierungen mit
hohem Nickelgehalt, wie beispielsweise NCF 800 und der
gleichen, verwendet.
Hitzebeständige Legierungen dieser Art mit hohem
Nickelgehalt haben sich jedoch als nachteilig in bezug
auf die Verarbeitbarkeit, Verschweißbarkeit und hohen
Herstellungskosten für technische Zwecke erwiesen, ob
wohl sie hinsichtlich ihrer Oxydationsfestigkeit sowie
ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber der Korrrosionsriß
bildung unter Beanspruchung hervorragend waren, wie oben
erwähnt.
Um die erwähnten Nachteile zu umgehen, hat man
bereits verschiedene Änderungen vorgenommen.
Beispielsweise ist aus der JP-PS 55-29146/1980
ein Mantelrohr für elektrische
Rohrheizkörper bekannt, das aus einer Fe/Ni/Cr-
Legierung hergestellt ist, die Chrom, Nickel, Silicium
und Cer in gesteuertem und untereinander abgestimmtem
Verhältnis enthält, wodurch die Legierung dieser Art
hinsichtlich der Oxydationsfestigkeit, Widerstandsfähig
keit gegenüber der Korrosionsrißbildung unter Beanspru
chung sowie Verschweißbarkeit verbessert werden, jedoch
mit geringeren Kosten herstellbar sein sollte.
Aus der JP-OS 48-13213/1973
ist ein stabilisierter, austenitischer
Legierungsstahl bekannt, der beim Verschweißen keine
Risse bildet und zu dessen wirtschaftlicher Herstellung
der Gehalt an Mangan und Titan in einem bestimmten Verhältnis
in Abhängigkeit von der vorhandenen Menge an
Schwefel bzw. Phosphor eingestellt wird.
Auf der anderen Seite ist aus der JP-PS 57-19182/1982
eine Legierung mit
hoher Hitzebeständigkeit sowie guter Oxydationsfestigkeit
bekannt.
Ähnlich ist aus DE-PS 25 48 945 ein Mantelwerkstoff
für Rohrheizkörper aus einer austenitischen Legierung mit
16 bis 25% Chrom, 8 bis 45% Nickel und 1 bis 4% Silicium
bekannt, der gegenüber Verfärbungen durch Überhitzung
sowie gegenüber Rostbildung stabil ist.
Jedoch erwies sich das Mantelrohr für elektri
sche Heizelemente gemäß der genannten JP-PS 55-29146/1980
infolge seines niedrigen
Chromgehaltes als unzureichend hinsichtlich der Oxyda
tionsbeständigkeit.
Bei der austenitischen Stahllegierung gemäß der
erwähnten JP-OS 48-13213/1973
befriedigt die Oxydationsbeständigkeit nicht,
da dieser Stahl nicht mit Seltenerdmetallen, wie Cer
oder dergleichen, versetzt ist, wenngleich über die
Eigenschaften, wie Oxydationsbeständigkeit und Widerstands
fähigkeit gegenüber Korrosionsrißbildung unter Beanspruchung
keine Angaben gemacht sind.
Schließlich besitzen die Legierungen gemäß der erwähnten
JP-PS 57-19182/1982 Nachteile hin
sichtlich der Verschweißbarkeit, da sie einen zu hohen Sili
ciumgehalt aufweisen. Entsprechendes gilt für den Mantelwerk
stoff gemäß DE-PS 25 48 945.
Aus US-PS 25 53 330 ist eine Legierung aus 4 bis 70%
Nickel, 10 bis 30% Chrom, 0 bis 20% Mangan, 0 bis 4% Silicium,
0 bis 2% Titan, 0 bis 0,5% Kohlenstoff, 0 bis 40% Kobalt,
0 bis 5% Aluminium, 0,02 bis 1,1% Seltenerdmetallen, Rest
Eisen, bekannt, wobei zur Stabilisierung der intergranularen
Korrosion der Titan-Gehalt den 5-fachen Wert des Kohlenstoff-
Gehalts beträgt. Die Legierung ist säurefest, korrosionsbestän
dig und besitzt auch bei hohen Temperaturen eine hohe mecha
nische Festigkeit. Sie wird in Anlagen der chemischen Industrie
sowie für Flugzeugdüsen und Verbrennungskraftmaschinen einge
setzt. Für die speziellen Bedürfnisse der Herstellung und des
Einsetzens von Rohrheizkörpern ist den sehr allgemeinen Angaben
über die Zusammensetzung dieser Legierung jedoch kein Hinweis
entnehmbar.
Aufgabe der Erfindung ist daher, ein zur Verwendung für
Mantelrohre von Rohrheizkörpern geeignetes Material aus austeni
tischem, rostfreiem Stahl zu finden, das sowohl eine hohe Oxyda
tionsfestigkeit als auch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen
über der Korrosionsrißbildung unter Belastung sowie eine gute
Verschweißbarkeit aufweist und dennoch mit verhältnismäßig
niedrigen Kosten hergestellt werden kann.
Es wurde nun gefunden, daß die Oxydationsfestigkeit, wie
in Fig. 1 dargestellt, dadurch merklich verbessert werden kann,
daß man den Chromgehalt erhöht und zugleich eine Kombination
aus Aluminium und Seltenerdmetallen zusetzt, daß zweitens eine
geringe Menge an Cobalt dafür sorgt, daß die Legierung der
Korrosionsrißbildung unter Belastung in der Umgebung,
der Rohrheizkörper ausgesetzt sind, besser widersteht, und daß
drittens die Verschweißbarkeit derartiger Elemente verbessert
werden kann, indem man den Gehalt an Silicium und Titan inner
halb des in Fig. 2 dargestellten eingerahmten Bereiches hält.
Somit wird die genannte Aufgabe durch die Verwendung eines auste
nitischen rostfreien Stahls gelöst, bestehend aus, bezogen auf das
Gewicht, 19 bis 25% Nickel, über 23, jedoch höchstens 25%
Chrom, 0,3 bis 1% Mangan, 0,16 bis 0,7% Silicium, 0,11 bis
0,3% Titan, 0,017 bis 0,03% Kohlenstoff, 0,20 bis 2% Cobalt,
0,05 bis 0,3% Aluminium und 0,005 bis 0,03% Seltenerdmetalle,
Rest Eisen und zufällige Verunreinigungen, wobei das Verhält
nis Ti/C 5 oder darüber beträgt.
Erfindungsgemäß wird der Gehalt an Kohlenstoff als
Austenit bildendem Element auf nicht über 0,03 Gew.-%
begrenzt. Wenn der Kohlenstoffgehalt diesen Wert überschrei
tet, verbindet er sich in der Legierung mit Chrom unter
Ausbildung von Chromcarbid oder Chromcarbiden, wodurch
nicht nur die Korrosionsfestigkeit, sondern auch die Bear
beitbarkeit beim Verformen verschlechtert werden.
Wenngleich Silicium ein wichtiges Element für die
Legierung im Hinblick auf ihre Oxydationsfestigkeit ist,
führen übermäßige Gehalte von über 0,7% Si zu nachteili
gen Auswirkungen auf die Verschweißbarkeit der Legierung,
weshalb die Obergrenze vorzugsweise nicht über 0,5% be
trägt, um die Verschweißbarkeit der Legierung zu verbes
sern.
Mangan beeinträchtigt in einer Menge von über 1%
die Oxydationsbeständigkeit, so daß der Mangangehalt auf
nicht mehr als 1% festgelegt wurde.
Titan ist ein Element, das die Hitzebeständigkeit,
Korrosionsfestigkeit und insbesondere die Widerstandsfähig
keit gegenüber intergranularer Korrosion verbessert; wenn
es jedoch über den angegebenen Bereich, wie er der Fig. 2
zu entnehmen ist, hinaus zugesetzt wird, verschlechtert es
die Oxydationsfestigkeit und Verschweißbarkeit, so daß der
Titangehalt auf höchstens 0,3% festgesetzt wird, wobei das
Verhältnis Ti/C nicht niedriger als 5 sein darf.
Nickel wird in einer Menge von nicht unter 19%
benötigt, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber der
Korrosionsrißbildung unter Beanspruchung aufrecht zu
erhalten und die Mikrostruktur der Legierung zu stabilisieren,
damit verhindert wird, daß die σ-Phase ausfällt.
Wenn die Menge an Nickel geringer als der angegebene Wert
ist, wird die Widerstandsfähigkeit gegenüber der Korro
sionsrißbildung unter Beanspruchung stark vermindert. Da
jedoch übermäßige Nickelgehalte die Verschweißbarkeit der
Legierung verschlechtern und zugleich die Herstellungs
kosten erhöhen, wird die Obergrenze für den Nickelzusatz
auf 25% festgesetzt; vorzugsweise ist Nickel in einer
Menge von 19 bis 23% vorhanden.
Da Chrom im Zusammenwirken mit dem zuvor erwähnten
Silicium eine sehr wichtige Funktion für die Eigenschaft
der Oxydationsfestigkeit besitzt und es zufolge der Wir
kung des gemeinsamen Zusatzes von Aluminium und Seltenerd
metallen eine bemerkenswerte Auswirkung hat, wenn der
Chromgehalt außerhalb des in Fig. 1 dargestellten Bereiches
liegt, muß Chrom in einer Menge von über 23% vorhanden
sein; andererseits führt eine übermäßige Chrommenge von
über 25% zu einer Verschlechterung von sowohl der Heiß
bearbeitbarkeit als auch der Zähigkeit der Legierung und
fördert eine weitere Ausfällung der σ-Phase. Demzufolge
muß der Chromgehalt erfindungsgemäß mehr als 23% betragen,
jedoch nicht über 25%.
Cobalt ist ähnlich wie Nickel ein wirksames Element
für die Widerstandsfähigkeit gegenüber der Korrosionsriß
bildung unter Beanspruchung sowie für die Stabilisierung
der Mikrostruktur des Materials, insbesondere aber für
die Widerstandsfähigkeit gegenüber der Korrosionsrißbildung
unter Beanspruchung gegenüber Neutralsalzen, wie sie
für Heizvorrichtungen mit umhülltem Heizelement erforderlich
ist. Da jedoch zu große Cobaltmengen die Herstellungs
kosten erhöhen, ist der Cobaltgehalt auf 2% begrenzt.
Der Zusatz von Aluminium in einer Menge von 0,05%
oder darüber zusammen mit Seltenerdmetallen verbessert
die Eigenschaft der Korrosionsfestigkeit beträchtlich,
solange der Chromgehalt den Wert von 23% übersteigt,
wie in Fig. 1 dargestellt. Wenn jedoch zuviel Aluminium
zugesetzt wird, wird die Heißverarbeitbarkeit, Formbar
keit und Verschweißbarkeit der erhaltenen Stahllegierung
vermindert, so daß die Obergrenze für den Aluminium
gehalt auf 0,3% festgesetzt wurde.
Seltenerdmetalle, wie beispielsweise Cer, die
gemeinsam mit Aluminium zugesetzt werden, erhöhen die
Oxydationsfestigkeit des Stahls, wie oben erwähnt,
wenn die Seltenerdmetalle lediglich in Form von Spuren
elementen vorhanden sind, während übermäßige Mengen an
Seltenerdmetallen die Heißverarbeitbarkeit und Sauberkeit
des erhaltenen Stahls ziemlich beeinträchtigen.
Demzufolge wurde der Gehalt an Seltenerdmetallen auf
höchstens 0,03% festgesetzt.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von
Zeichnungen näher erläutert, worin
Fig. 1 ein Diagramm ist, das die Wirkung des
Zusatzes von Chrom, Aluminium und Seltenerdmetallen
auf die Oxydationsfestigkeit der Legierung im Vergleich
mit anderen Legierungen zeigt, und
Fig. 2 ein Diagramm, das die Auswirkung von
zugesetztem Silicium und Titan auf die Verschweißbarkeit
der Legierung gemäß der Erfindung im Vergleich zu anderen
Legierungen zeigt,
darstellen.
darstellen.
Die Erfindung wird außerdem im folgenden an Hand
von Beispielen näher erläutert, in denen die erfin
dungsgemäßen Legierungen mit mehreren Legierungen
anderer chemischer Zusammensetzung verglichen werden.
In der folgenden Tabelle I ist die Zusammensetzung
von rostfreien Stählen zusammengefaßt, wobei die Symbole
A, B, C, D und E fünf Vergleichsstähle bezeichnen, von
denen jeder eine andere Zusammensetzung aufweist,
während die Symbole F, G, H und I vier Stähle bezeichnen,
deren Zusammensetzung innerhalb der erfindungsgemäßen
Bereiche liegt. Die Stähle A bis D entsprechen
Stählen gemäß der oben erwähnten US-PS 25 53 330.
Jede der Legierungen A bis I wurde in einem Induktionsofen
unter Luftzutritt geschmolzen und zu einer
Bramme von etwa 10 kg Gewicht gegossen. Danach wurden
die Brammen zu Platten heißgeschmiedet, die jeweils eine
Dicke von etwa 10 mm aufwiesen, wonach die Platten heißgewalzt
und anschließend kaltgewalzt und schließlich zu
2 mm dicken Blechen geformt wurden.
Diese Platten bzw. Bleche wurden zu dünnen Probenstücken
zerschnitten, die für einen Oxydationsbeständigkeitstest,
für einen Korrosionstest und für einen Korrosionstest
unter Beanspruchung durch eine U-Biegung verwendet
wurden. Die dünnen Testproben wurden 10 min lang
bei einer Temperatur von 1100°C getempert, bevor sie
für die einzelnen Tests verwendet wurden.
Außerdem wurden Proben zur Beurteilung der Verschweißbarkeit
aus den erwähnten Brammen geschnitten, die eine
Dicke von 10 mm aufwiesen.
Mit den Testproben A bis I wurden jeweils Oxydationsversuche
durchgeführt, deren Ergebnisse bewertet
wurden, nachdem die Proben 500mal alternierend jeweils
30 min unter Luftzutritt auf 1000°C erhitzt und anschließend
10 min lang luftgekühlt wurden.
Versuche zur Korrosionsrißbildung unter Beanspruchung
wurden unter Verwendung der eine U-Biegung aufweisenden
Proben durchgeführt, die man 480 h (20 Tage)
in eine kochende Lösung mit einem Gehalt von 20% Kochsalz
und 1% Natriumdichromat (Na₂Cr₂O₇ · 2 H₂O) tauchte.
Danach wurde jede Probe auf das Vorhandensein von Rissen
untersucht.
Die Verschweißbarkeit verschiedener Proben wurde
bewertet, indem man untersuchte, ob sich Schweißrisse auf
der Probe gebildet hatten, die man einem Lichtbogenschweißverfahren
(TIG arc spot welding) unterworfen
hatte.
Zur Bewertung der intergranularen Korrosion wurden
2 h bei 650°C getemperte Proben 16 h in eine kochende
Lösung aus Schwefelsäure und Kupfersulfat getaucht, wonach
die Proben der Lösung entnommen und einem 180-Grad-
Biegetest unterworfen wurden; danach wurden sie auf das
Vorhandensein von Rissen inspiziert.
Die erhaltenen Versuchsergebnisse sind in
Tabelle II zusammengefaßt.
Fig. 1 zeigt die gegenseitige Beziehung zwischen
Chrom, Aluminium und Seltenerdmetallen im Hinblick auf
ihre Wirkung auf die Oxydationsbeständigkeit jeder
Stahlsorte.
In Fig. 1 sind die Aluminiumgehalte gegen die
Chromgehalte aufgetragen, wobei jeder Punkt mit dem
Symbol für die Proben A bis I bezeichnet ist.
Ein Sternchen bedeutet dabei, daß die Probe keine
Seltenerdmetalle enthielt, während die übrigen Proben
nicht über 0,03% Seltenerdmetalle enthielten.
Schraffiert ist dabei ein Bereich, in dem ein
hohes Ausmaß an Oxydationsbeständigkeit zufolge des
Gehaltes an Seltenerdmetallen erhalten wurde, während
die Proben außerhalb des Bereiches eine geringe
Oxydationsbeständigkeit erkennen ließen.
Wie sich klar aus Fig. 1 und Tabelle I ergibt,
waren die Stahlproben mit schlechterer Oxydations
beständigkeit die Proben des Vergleichsstahls A mit
hohem Chromgehalt, einem Gehalt an Aluminium, jedoch
ohne Seltenerdmetalle, des Vergleichsstahls B mit
niedrigem Chromgehalt, einem Gehalt an Aluminium,
jedoch ohne Seltenerdmetalle, des Vergleichsstahls C
mit einem Gehalt an Aluminium und Seltenerdmetallen,
jedoch einem niedrigen Chromgehalt, und des Vergleichs
stahls D mit hohem Chromgehalt, einem Gehalt an Selten
erdmetallen, jedoch ohne Aluminium.
Andererseits zeigten die rostfreien Stähle F bis
I gemäß der Erfindung mit einem hohen Chromgehalt von
über 23% und einem Gehalt von Aluminium und Seltenerd
metallen eine gute Oxydationsbeständigkeit.
Die Stähle mit schlechter Widerstandsfähigkeit
gegenüber Korrosionsrißbildung unter Beanspruchung waren
die kobaltfreien Vergleichsstähle A, C und D sowie der
Vergleichsstahl E, der Kobalt enthielt, jedoch weniger
als 19% Nickel.
Andererseits wiesen die erfindungsgemäßen Stähle
F bis I mit einem Nickelgehalt von 19% oder darüber zu
sammen mit einem Cobaltgehalt sowie die Vergleichslegie
rung B mit einem hohen Nickelgehalt eine gute Widerstands
fähigkeit gegenüber der Korrosionsrißbildung unter Bean
spruchung auf.
Eine schlechte Verschweißbarkeit zeigten die
Vergleichsstähle B und C, die Titan in einer Menge von
über 0,3% enthielten, sowie die Vergleichsstähle D und E
mit einem Siliciumgehalt von über 0,7%.
Andererseits besaßen sämtliche erfindungsgemäßen
Stähle F bis I eine ausgezeichnete Verschweißbarkeit.
Die Vergleichsstähle A, D und E, bei denen das
Ti/C-Verhältnis 5 oder darunter betrug, wiesen eine
schlechte intergranulare Korrosionsfestigkeit auf, während
sämtliche erfindungsgemäßen Stähle eine gute intergranulare
Korrosionsfestigkeit zeigten.
Wie sich aus den obigen Versuchsergebnissen erkennen
läßt, muß der erfindungsgemäße Stahl mehr als
23%, jedoch nicht über 25% Chrom sowie Aluminium, Titan
und Seltenerdmetalle innerhalb eines bestimmten Bereiches
enthalten und außerdem optimale Mengen an Nickel, Silicium
und Titan. Aus ihm lassen sich Mantelrohre für Rohr
heizkörper mit geringen Kosten herstellen, die eine aus
gezeichnete Oxydationsbeständigkeit, Widerstandsfähigkeit
gegenüber Korrosionsrißbildung unter Beanspruchung sowie
Verschweißbarkeit aufweisen.
Insbesondere ergibt sich, daß die erfindungsgemäßen
Stähle F bis I den Stählen A bis D gemäß der US-PS
25 53 330 in allen untersuchten Bereichen überlegen, hin
sichtlich der Oxydationsbeständigkeit sogar um Größenord
nungen überlegen sind. Zu beachten ist dabei, daß die Zu
sammensetzung der Legierungen gemäß dem Stand der Technik
nicht sehr stark von derjenigen der Stähle gemäß der Er
findung abwich, sondern sich vielfach dicht an den Be
reichsgrenzen für die erfindungsgemäßen Legierungen
hielt, wie Tabelle I zeigt. Dies läßt den Effekt, der
durch die erfinderische Auswahl erzielt wurde, besonders
deutlich hervortreten.
Claims (3)
1. Mantelrohr für einen Rohrheizkörper
aus austenitischem rostfreien Stahl,
bestehend aus,bezogen auf das Gewicht, 19 bis 25% Nickel,
über 23, jedoch höchstens 25% Chrom, 0,3 bis 1% Mangan,
0,16 bis 0,7% Silicium, 0,11 bis 0,3% Titan, 0,017 bis
0,03% Kohlenstoff, 0,20 bis 2% Cobalt, 0,05 bis 0,3%
Aluminium und 0,005 bis 0,03% Seltenerdmetalle, Rest
Eisen und zufällige Verunreinigungen, wobei das Verhältnis
Ti/C 5 oder darüber beträgt.
2. Mantelrohr gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gehalt an Silicium höchstens 0,5% beträgt.
3. Mantelrohr gemäß Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gehalt an Nickel 19 bis 23% beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP61267411A JPS63121641A (ja) | 1986-11-10 | 1986-11-10 | オ−ステナイトステンレス鋼製シ−ズヒ−タ外部被覆 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3737314A1 DE3737314A1 (de) | 1988-05-19 |
| DE3737314C2 true DE3737314C2 (de) | 1994-07-21 |
Family
ID=17444472
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3737314A Expired - Fee Related DE3737314C2 (de) | 1986-11-10 | 1987-11-04 | Mantelrohr für einen Rohrheizkörper aus austenitischem, rostfreien Stahl |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4808371A (de) |
| JP (1) | JPS63121641A (de) |
| AU (1) | AU585465B2 (de) |
| CA (1) | CA1306123C (de) |
| DE (1) | DE3737314C2 (de) |
| ZA (1) | ZA875444B (de) |
Families Citing this family (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPH0642223U (ja) * | 1992-11-10 | 1994-06-03 | 株式会社ワールド | メッセージカード |
| AU6239298A (en) * | 1997-01-07 | 1998-08-03 | Emerson Electric Co. | Improved coatings for electrical, metal sheathed heating elements |
| FR2895206B1 (fr) * | 2005-12-16 | 2008-03-21 | Framatome Anp Sas | Canne chauffante pour pressuriseur de circuit primaire d'un reacteur nucleaire a eau sous pression. |
| JP5888737B2 (ja) | 2012-05-21 | 2016-03-22 | 日本冶金工業株式会社 | オーステナイト系Fe−Ni−Cr合金 |
| JP6611236B2 (ja) | 2015-08-28 | 2019-11-27 | 日本冶金工業株式会社 | Fe−Cr−Ni−Mo合金とその製造方法 |
| JP6186043B1 (ja) | 2016-05-31 | 2017-08-23 | 日本冶金工業株式会社 | Fe−Ni−Cr合金、Fe−Ni−Cr合金帯、シーズヒーター、Fe−Ni−Cr合金の製造方法及びシーズヒーターの製造方法 |
| JP6791711B2 (ja) | 2016-10-04 | 2020-11-25 | 日本冶金工業株式会社 | Fe−Cr−Ni合金およびその製造方法 |
| JPWO2023199902A1 (de) * | 2022-04-11 | 2023-10-19 |
Family Cites Families (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2553330A (en) * | 1950-11-07 | 1951-05-15 | Carpenter Steel Co | Hot workable alloy |
| NL169588C (nl) * | 1971-02-13 | 1982-08-02 | Stamicarbon | Werkwijze voor het bij verhoogde van ammoniumcarbamaat bevattende oplossingen. |
| JPS518732B2 (de) * | 1971-12-31 | 1976-03-19 | ||
| AT332951B (de) * | 1974-11-06 | 1976-10-25 | Bleckmann & Co | Als mantelwerkstoff fur elektrische rohrheizkorper dienender chromnickelstahl |
| JPS5933974B2 (ja) * | 1978-08-24 | 1984-08-20 | 富士通株式会社 | オ−トダイスボンダ |
| JPS5681661A (en) * | 1979-12-06 | 1981-07-03 | Daido Steel Co Ltd | Heat resistant cast alloy |
| JPS5719182A (en) * | 1980-07-08 | 1982-02-01 | Mitsubishi Electric Corp | Pulse arc welding machine |
| JPS60230966A (ja) * | 1984-04-27 | 1985-11-16 | Sumitomo Metal Ind Ltd | 塩化物の存在する高温乾食環境用鋼 |
-
1986
- 1986-11-10 JP JP61267411A patent/JPS63121641A/ja active Granted
-
1987
- 1987-07-22 CA CA000542757A patent/CA1306123C/en not_active Expired - Lifetime
- 1987-07-24 ZA ZA875444A patent/ZA875444B/xx unknown
- 1987-08-10 US US07/083,234 patent/US4808371A/en not_active Expired - Lifetime
- 1987-09-22 AU AU78829/87A patent/AU585465B2/en not_active Ceased
- 1987-11-04 DE DE3737314A patent/DE3737314C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS63121641A (ja) | 1988-05-25 |
| AU7882987A (en) | 1988-05-19 |
| US4808371A (en) | 1989-02-28 |
| ZA875444B (en) | 1988-02-02 |
| JPH0246663B2 (de) | 1990-10-16 |
| DE3737314A1 (de) | 1988-05-19 |
| CA1306123C (en) | 1992-08-11 |
| AU585465B2 (en) | 1989-06-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2265686C2 (de) | Verwendung einer Nickel-Chrom-Legierung | |
| DE69700641T2 (de) | Nickellegierung mit ausgezeichneter Korrosionsbeständigkeit und Bearbeitbarkeit | |
| DE69202965T2 (de) | Gegen hohe Temperatur beständige Ni-Cr-Legierung. | |
| DE3634635C2 (de) | Nickelaluminide und Nickel-Eisenaluminide zur Verwendung in oxidierenden Umgebungen | |
| DE1952877C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von GuOteilen aus einer Nickelgußlegierung | |
| DE3321074C2 (de) | Kesselrohr mit verbesserter Hochtemperaturfestigkeit, verbesserter Hochtemperatur-Korrosionsbeständigkeit und Beständigkeit gegen Versprödung während seines Gebrauchs | |
| DE68905640T2 (de) | Sulfidierungs- und oxidationsbestaendige legierungen auf nickelbasis. | |
| DE69905333T2 (de) | Schweisselektrode aus einer Nickelbasislegierung und diese Legierung | |
| EP0657556A1 (de) | Austenitische Legierungen und deren Verwendung | |
| DE3737314C2 (de) | Mantelrohr für einen Rohrheizkörper aus austenitischem, rostfreien Stahl | |
| DE3020844A1 (de) | Hochwarmfeste, sowohl gegen neutroneninduziertes schwellen, als auch gegen korrosion in fluessigem natrium resistente, austenitische eisen-nickel-chrom-legierungen | |
| DE1558711A1 (de) | Nickel-Chrom-Stahllegierung | |
| DE2456857B2 (de) | Verwendung einer Nickelbasislegierung für unbeschichtete Bauteile im Heißgasteil von Turbinen | |
| DE2317915B2 (de) | Verfahren zum herstellen eines nickel-chrom-eisen-werkstoffs | |
| DE3720055A1 (de) | Korrosionsbestaendiger und verschleissfester stahl | |
| DE1932990A1 (de) | Kupfer-Nickel-Legierung | |
| DE1608180B1 (de) | Verwendung einer nickel-chrom-stahl-legierung | |
| DE69015394T2 (de) | Rostfreier ferritischer Stahl und Verfahren zur Herstellung dieses Stahls. | |
| DE3018117A1 (de) | Legierung mit niedrigem ausdehnungskoeffizienten und ein bimetall, das daraus hergestellt wird | |
| DE2124687C3 (de) | Verwendung ferritischer Eisen-Chrom-Molybdan-Legierungen für die Herstellung von Apparateteilen fur den Chemiebau, Wärmeaustauschern und anderen Behaltern | |
| DE2051609C3 (de) | Verwendung eines austenitischen rostfreien Stahls als Werkstoff für die Herstellung von geschweißten Druckkesseln für den kryogenen Betrieb und die Herstellung von kaltgezogenen drahtförmigen Formkörpern | |
| EP0256429B1 (de) | Spannungsrisskorrosionsbeständiger Baustahl | |
| DE69813156T2 (de) | Austenitischer rostfreier Stahl mit hoher Oxidationsbeständigkeit | |
| DE1943369B2 (de) | Elektrodendraht zum Schweißen mit ungeschütztem Bogen | |
| DE2335270C3 (de) | Zusatzmaterial zum Schweiöen austenitischer rostfreier Stähle |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |