DE3740083C2 - Hydraulischer Kraftschrauber - Google Patents

Hydraulischer Kraftschrauber

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DE3740083C2
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    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25BTOOLS OR BENCH DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, FOR FASTENING, CONNECTING, DISENGAGING OR HOLDING
    • B25B21/00Portable power-driven screw or nut setting or loosening tools; Attachments for drilling apparatus serving the same purpose
    • B25B21/004Portable power-driven screw or nut setting or loosening tools; Attachments for drilling apparatus serving the same purpose of the ratchet type
    • B25B21/005Portable power-driven screw or nut setting or loosening tools; Attachments for drilling apparatus serving the same purpose of the ratchet type driven by a radially acting hydraulic or pneumatic piston

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen hydraulischen Kraftschrauber mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
Man kann mit hydraulischen Kraftschraubern dieser Art Muttern und Schrauben mit hydraulischen Kräften lösen oder festziehen. Der besondere Vorteil bei hydraulischen Kraftschraubern dieser Art liegt in der Tatsache, daß die den Schraubenkopf bzw. die Mutter aufnehmende Büchse bei Einwirkung der hydraulischen Kraft nicht verkantet wird, da die Kraft in der gleichen Ebene wirksam wird.
Ein Kraftschrauber der oberbegrifflichen Art ist in der deutschen Offenlegungsschrift 31 43 510 beschrieben. Bei diesem Kraftschraubern wird die Buchse mittels einer komplizierten, verschiebbaren, in Rollen geführten Keileinrichtung betätigt, die eine Kraftübersetzung zwischen der sie betätigenden Hydraulik-Kolben-Zylinder-Einheit und der Buchse bewirken soll. Des weiteren ist die zur Betätigung erforderliche Hydraulik-Kolben-Zylinder-Einheit zwischen den parallelen, seitlichen Platten angeordnet, wodurch dieser bekannte Kraftschrauber mindestens so breit sein muß, wie die Summe des Durchmessers der Hydraulik-Kolben-Zylinder-Einheit und der seitlichen Platten. Schließlich baut dieser bekannte Kraftschraubern auch verhältnismäßig lang, da die eigenartige Betätigung eine erhebliche Längenausdehnung hat und auch die Anlenkung der Hydraulik-Kolben-Zylinder-Einheit an der Widerlagerplatte einen zusätzlichen Platzbedarf erfordert.
Bei einem weiteren, aus der US-Patentschrift 4 336 727 bekannten Kraftschrauber sind seitliche, parallele Wangen nur im Bereich der Buchse vorhanden und dienen zur Führung eines von der Buchse getrennten Ratschensystems. Die Hydraulik-Kolben-Zylinder-Einheit liegt völlig frei und ist an einer Gabel angelenkt, die über ein unterhalb der Hydraulik-Kolben-Zylinder-Einheit geführtes Verbindungselement mit der Lagerung für die Buchse verbunden ist. Beim Betätigen des bekannten Kraftschraubers treten erhebliche Biegemomente auf, die entweder zu einem schnellen Versagen dieses bekannten Kraftschraubers führen oder durch eine besonders massive Bauweise aufgenommen werden müssen, wodurch dieser bekannte Kraftschrauber ein großes Gewicht erhält.
Bei einem aus der deutschen Offenlegungsschrift 34 16 879 bekannten Kraftschrauber greift die Kolben-Zylinder-Einheit zwar unmittelbar an einem Hebelarm an der Buchse an, jedoch sind Einzelheiten der Lagerung der Buchse und der Anordnung der Hydraulik-Kolben-Zylinder-Einheit nicht erkennbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen einfach aufgebauten und aus wenigen Teilen bestehenden Kraftschrauber zu schaffen, der die bei der Betätigung auftretenden Kräfte problemlos aufnimmt und dabei dennoch leicht gebaut ist und einen geringen Platzbedarf aufweist. Des weiteren soll der Kraftschrauber ohne Aufwand zerlegbar sein, um besonderer Abnutzung unterliegende Teile bequem auswechseln zu können.
Diese Aufgabe wird durch einen Kraftschrauber mit den Merkmalen nach dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs gelöst.
Dabei werden die Funktionsteile des Kraftschraubers, nämlich das hydraulische Zylinderkolbenaggregat, die Scheibe und die Büchse mit Mehrkantausnehmung im wesentlichen durch zwei seitliche Platten in Verbindung mit einer querliegenden Widerlagerlatte verbunden. Dabei ist die Widerlagerplatte, da sie in die seitlichen Platten eingenutet ist, in der Lage, die Reaktionskräfte des hydraulischen Zylinders aufzunehmen und auf die seitlichen Platten zu übertragen. Eine besondere drehbare Lagerung für die Scheibe ist nicht erforderlich, da die drehbar in der Scheibe gelagerte Büchse ihrerseits in den seitlichen Platten drehbar gelagert ist. Die Platten können besonders wirtschaftlich hergestellt werden, ohne daß Formen erforderlich sind. Da der lichte Abstand der beiden seitlichen Platten geringer ist als der Zylinderdurchmesser, sind Ausnehmungen in den Platten vorgesehen, welche jeweils Segmente des Zylinders auf nehmen. Insgesamt gesehen ist die Breite des Gerätes im wesentlichen nicht größer als der Zylinderdurchmesser.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf einen hydraulischen Kraftschrauber nach der Erfindung in betriebsfertigem Zustand;
Fig. 2 ist eine entsprechende Ansicht dieses Kraftschraubers von innen (eine Platte abgenommen);
Fig. 3 ist ein Querschnitt nach III-III von Fig. 1.
Die wesentlichen Funktionselemente des Kraftschraubers sind ein hydraulisches Aggregat, bestehend aus einem Zylinder 1a und einem Kolben 1b, eine Scheibe 2 mit angeformtem Hebelarm 2a und einer eingebauten Ratsche (nicht dargestellt) und eine Büchse 3, die innen eine Mehrkantausnehmung 3a hat, zur Aufnahme der Mutter bzw. des Schraubenkopfes. Diese Teile sind kraftschlüssig durch zwei Platten 10 gleicher Ausführung zusammengefaßt.
Diese beiden Platten 10 sind im Abstand miteinander verbunden, wobei der Abstand durch die Distanzbolzen 16 hergestellt ist. Die Verbindung zwischen den Platten und den Distanzbolzen 16 erfolgt durch Verbindungsschrauben 16a mit Innensechskant, die durch entsprechende Bohrungen in den Platten gesteckt werden und in Gewindebohrungen in den Distanzbolzen eingeschraubt werden.
Der Querabstand der Platten 10, außen gemessen, entspricht im wesentlichen dem Durchmesser des hydraulischen Zylinders 1a. Der lichte Abstand der Platten ist somit kleiner als der Zylinderdurchmesser. Daher ist in jeder Platte eine im wesentlichen rechteckige Durchbrechung 11 gebildet, wo jeweils ein Segment des Zylinders aufgenommen ist.
Zur Abstützung des Zylinders dient eine Widerlagerplatte 17. Zu ihrer Aufnahme ist in jeder Platte 10 eine Nut 15 gebildet. Im übrigen wird die Verbindung zwischen den seitlichen Platten 10 und der Widerlagerplatte 17 durch Verbindungsschrauben 17a hergestellt, für die in den seitlichen Platten 10 Bohrungen vorgesehen sind und in der Widerlagerplatte 17 entsprechende Gewindebohrungen.
Das hydraulische Aggregat ist über den Kolben 1b und mittels eines Achsbolzens 4 an einen angeformten Hebelarm 2a einer Scheibe 2 angeschlossen. Die Scheibe 2 liegt drehbar zwischen den Seitenplatten 10. Die Scheibe 2 nimmt, ebenfalls drehbar, eine Büchse 3 auf mit einer Sechskantausnehmung 3a, die ihrerseits zur Aufnahme der festzuziehenden Mutter bzw. des Schraubenkopfes dienen. Die Büchse 3 ist ihrerseits auch in an den Platten 10 gebildeten Lagern 12 gelagert.
In seiner Funktion, wenn also der Kolben 1b hydraulisch ausfährt, dann wird der Hebelarm 2a ein Stück verschoben, beispielsweise in die gestrichelt gezeichnete Stellung, wobei sich die Scheibe 2 ein entsprechendes Stück dreht. Durch eine in der Scheibe eingebaute Ratsche, die nicht dargestellt ist, wird dabei die Büchse 3 und damit auch die aufgenommene Mutter bzw. die aufgenommene Schraube mitgenommen, wobei auch das Drehmoment übertragen wird. Die Rückführung des Kolbens 1b und somit die Drehung der Scheibe 2 entgegen dem Uhrzeigersinn erfolgt aufgrund der Ratschenwirkung ohne Mitnahme der Büchse 3. Die bei der Momentenübertragung entstehenden Reaktionskräfte werden vom Zylinder 1a über die Widerlagerplatte 17 auf die seitlichen Platten 10 übertragen.
Auf Fig. 1 erkennt man im übrigen eine Montagebohrung 13 in den seitlichen Platten sowie die an den Zylinder 1a angeschlossenen hydraulischen Anschlußelemente 5. Des weiteren ist der Zylinder 1a durch einen Ring 6 auch zugfest an der Widerlagerplatte 17 gehalten.

Claims (1)

1. Hydraulischer Kraftschrauber, umfassend ein, aus zwei parallelen, etwa gleichen seitlichen Platten (10), die über Distanzbolzen (16) und eine mittels Schrauben (17a) an den Platten (16) befestigte Widerlagerplatte (17) miteinander verbunden sind, gebildetes Gehäuse, mit einem an den Platten (10) gebildeten Lager (12) zur drehbaren Aufnahme einer mit einer Mehrkantausnehmung (3a) zum Umfassen einer Mutter oder eines Schraubenkopfs versehenen Buchse (3), einem konzentrisch zur Buchse (3) zwischen den Platten (10) drehbar geführten, ein auf die Buchse (3) einwirkendes Ratschensystem aufnehmenden Hebelglied (2) zur Übertragung eines Drehmoments von einer sich an der Widerlagerplatte (17) abstützenden, am Hebelglied (2) angreifenden Hydraulik-Kolben-Zylinder-Einheit (1), dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlagerplatte (17) in Nuten (15) in den Platten (10) eingreift und sich die Hydraulik-Kolben-Zylinder-Einheit (1) mit ihrem Zylinder (1a) unmittelbar an der Widerlagerplatte (11) abstützt, die Hydraulik-Kolben-Zylinder-Einheit (1a) mit ihrem Kolben (1b) mittels eines Achsbolzens (4) mittelbar an einem Hebelarm (2a) des Hebelglieds (2) angelenkt ist und die Platten (2) zur Aufnahme von seitlichen, den Innenabstand der Platten (2) überschreitenden Bereichen des Zylinders (1a) Durchbrechungen (11) aufweisen.
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