DE376709C - Aufsetzbare Fangvorrichtung fuer Foerderwagen im Bremsberg - Google Patents

Aufsetzbare Fangvorrichtung fuer Foerderwagen im Bremsberg

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DE376709C
DE376709C DER54108D DER0054108D DE376709C DE 376709 C DE376709 C DE 376709C DE R54108 D DER54108 D DE R54108D DE R0054108 D DER0054108 D DE R0054108D DE 376709 C DE376709 C DE 376709C
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Description

Vorliegende Erfindung verfolgt den Zweck, den aus irgendeinem Grunde, wie z. B. Reißen des Seiles, der Wagenzugschiene, des Zughakens oder Zugöse oder beim Entkuppeln durchgehenden Förderwagen in jeder Stellung und Lage möglichst stoßfrei aufzufangen. Dadurch sollen Beschädigungen der Förderwagen oder der Bremsberge selbst und somit auftretende Reparatur- und Herstellungsarbeiten vermieden
ίο werden.
Gegenüber ähnlichen, bekannten Vorrichtungen hat die nachfolgend beschriebene Anordnung die fortschrittlichen und wesentlichen Vorteile, daß sie:
i. infolge der Kombination von je zwei Fanghebel- und Schienenpratzen in Verbindung mit einem Bremsbänderpaar in jeder Lage, also auch beim entgleisten Förderwagen wirksam ist,
2. im Fangstellungsfalle infolge des sofortigen Eingreifens der Bremsvorrichtung dem Förderwagen keine Beschleunigung erlaubt und deshalb von den Pratzenpaaren stoßfreier aufgefangen wird, weshalb auch die Vorrichtung für Mannschaftsfahrung im Bremsberg geeignet ist,
3. daß die Fangstellung nicht durch Hilfsmittel, wie Sprungfedern, Seile u. dgl, sondern nur durch das Eigengewicht der Pratzenpaare erzielt wird,
4. daß beim Eingreifen einer Fangvorrichtung zwangsläufig die anderen im Fangsinne beeinflußt werden.
Auf den Zeichnungen veranschaulichen:
die Abb. 1 bis 3 die auf den Förderwagen aufgesetzte Fangvorrichtung in Fang- und Betriebsstellung,
die Abb. 4 die aufgesetzte Fangvorrichtung in Fangstellung,
die Abb. 5 die aufgesetzte Fangvorrichtung in Betriebsstellung,
die Abb. 6 die aufgesetzte Fangvorrichtung in Seitenansicht,
die Abb. 7 die Bremseinrichtung in Fangstellung,
die Abb. 8 eine Schienenpratze in Fangstellung,
die Abb. 8 a eine Schienenpratze in Fangstellung in Seitenansicht,
die Abb. 9 eine Fanghebelpratze in Fangstellung,
die Abb. 10 die Ausführung und Befestigung der Zugbügel in Betriebsstellung (punktiert außer Eingriff).
Das Aufsetzen der Fangvorrichtung geschieht wie folgt:
Der die Fangvorrichtung tragende zweiteilige Gestellbügel α und b wird mittels der Hand-
habe c mit seinem klammerartig ausgebildeten oberen Teil nach Überwindung der Kraft der Sprungfedern d gespannt auf die Stirnwand des Förderwagens aufgesetzt. Die Befestigung der Vorrichtung an der Wagenachse geschieht dadurch, daß man mittels der Handhabe e die Zugbügel f so um die Hauptwelle g dreht und zurückzieht, bis man die durch eine Welle miteinander verbundenen Keile h in die in den to Köpfen der Zugbügel befindlichen Keilöffnungen einführen kann und somit mittels der Zugbügel eine Verbindung zwischen der Wagenachse und der Hauptwelle erzielt. Die Hauptwelle ist an ' den Keilangriffsstellen abgeflacht. Die Ausführung der Fangvorrichtung ist ; folgende :
In den an dem unteren Gestellbügel a be- j festigten Lagern i ist die Hauptwelle g ver- ' lagert. Drehbar um diese sind die Fanghebel- j pratzen k und die Schienenpratzen / angeordnet. ! Diese Pratzenpaare sind so ausgebildet, daß sie ; durch ihr Eigengewicht ständig in Fangstellung i herunterfallen. In dieser Stellung finden dann : die Fanghebelpratzen zwischen den Schienen an ; irgendeinem Hindernis, z. B. den Lagerhölzern, j ihren Fangwiderstand. Die sich im unteren Teil nach vorn verjüngenden zweiteiligen Schienenpratzen spreizen sich in Fangstellung auf, wobei die im Inneren derselben angebrachten Widerhaken ein Festfressen dieser Fangeinrichtung an den Schienenköpfen bewirken. In den Köpfen der Pratzenpaare ist die Zugwelle m mit Zugöse η angebracht. Auf den Enden derselben sind die Bremsstangen 0 mit ihren oberen Teilen montiert, während die unteren Teile dieser Bremsstange mit den Bremsbändern p verbunden sind. Diese Bremsbänder sind mit ihren oberen Teilen auf die mit dem Gestellbügel a verbundenen Bremsbügel r fest angeordnet und bestehen aus hölzernen Bremsklötzen s, die auf den Federstahlbogen / befestigt sind. Infolge des kleineren Radius der letzteren gegenüber dem der Radkränze wird ständig ein Bremsdruck auf diesen ausgeübt.
Die Arbeitsweise ist wie folgt:
In die öse der Zugwelle k wird der Zughaken des Zugseiles oder der Zugkette eingehakt. Wird nun das Zugseil gespannt, also im Betriebe, so müssen sich nach Überwindung des Bremsdruckes der Bremsbänder und des Eigengewichts der Pratzenpaare diese so um die Hauptwelle drehen, daß sie in Richtung des Zugangriffspunktes, also in wagerechter Stellung stehen. Die mit einem Ende auf der Zugwelle m befestigten Bremsstangen 0 müssen naturgemäß dieselbe Bewegung machen, was zur Folge hat, daß nun infolge des dadurch bedingten größeren wagerechten Abstandes zwischen Haupt- und Zugwelle die an den anderen Enden der Bremsstangen befestigten Bremsbänder mitgenommen werden, wodurch diese Bremseinrichtung gelüftet wird.
Geht nun aus irgendeinem Grunde der Förderwagen durch, wobei das Zugseil nicht gespannt sein kann, so fallen die Pratzenpaare herunter, während die Bremsbänder aus dem vorerwähnten Grunde sofort ein Abbremsen bewirken. Die Bremsstangen sind nun so bemessen, daß durch sie der Bremsdruck schon bedeutend vergrößert wird, ehe noch eines der Pratzenpaare richtig gefaßt hat. Eine Beschleunigung des durchgehenden Wagens kann also nicht eintreten, und der Eingriff der Pratzenpaare kann ruhig erfolgen. Da nun die Fang- und Bremseinrichtungen mit der Zugwelle m in Verbindung stehen, werden beim Eingreifen einer Vorrichtung zwangsläufig die anderen im günstigen Fangsinne beeinflußt. Beim nichtentgleisten Förderwagen können alle Fangeinrichtungen zusammen arbeiten, beim entgleisten nur Bremsbänder und Fanghebelpratzen. Die Begrenzung des Fanghubes geschieht :
1. durch Anstoßen der Fanghebelpratzen an die vorderen Kanten der Lager i,
2. durch das Aufpressen der Bremsbänder auf die Radkränze mittels der Bremsstangen.

Claims (1)

  1. Patent-An SPRU cn:
    Aufsetzbare Fangvorrichtung für Förderwagen im Bremsberg, die ohne Änderung g0 oder Hilfsmittel an den Förderwagen selbst auf diesen aufgesetzt und abgenommen werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Kombination von sich infolge ihrer Verbindung mit der Zugwelle (m) gegenseitig unterstützenden, an den Schienenköpfen angreifenden Schienenpratzen (/) und zwischen den Schienen den Fangwiderstand findenden Fanghebelpratzen (k), die durch ihr Eigengewicht in Fangstellung herunterfallen und die durch gleichfalls mit der Zugwelle verbundenen Bremsstangen (0) mit den an den Radkränzen in gewöhnlicher Lage ständig bremsenden Bremsbändern (fi) so in Verbindung stehen, daß in Betriebsstellung durch die Zugwelle die Pratzenpaare um die Hauptwelle gedreht werden und nicht in Eingriff kommen können, wobei gleichzeitig die Bremsbänder gelüftet werden, während der durchgehende Förderwagen, n0 der von den Bremsbändern sofort abgebremst wird, durch die herunterfallenden Pratzenpaare in jeder Lage stoßfrei aufgehalten werden muß.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DER54108D 1921-10-02 1921-10-02 Aufsetzbare Fangvorrichtung fuer Foerderwagen im Bremsberg Expired DE376709C (de)

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DE (1) DE376709C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE961544C (de) * 1952-03-16 1957-04-11 Hueser & Weber K G Fangvorrichtung fuer auf geneigter Ebene laufende Foerderwagen, insbesondere in Bremsbergen von Bergwerken

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE961544C (de) * 1952-03-16 1957-04-11 Hueser & Weber K G Fangvorrichtung fuer auf geneigter Ebene laufende Foerderwagen, insbesondere in Bremsbergen von Bergwerken

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