DE37694C - Neuerung an Wagen, welche als Untergestell für landwirthschaftliche Maschinen und Geräthe verschiedener Art dienen - Google Patents

Neuerung an Wagen, welche als Untergestell für landwirthschaftliche Maschinen und Geräthe verschiedener Art dienen

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DE37694C
DE37694C DENDAT37694D DE37694DA DE37694C DE 37694 C DE37694 C DE 37694C DE NDAT37694 D DENDAT37694 D DE NDAT37694D DE 37694D A DE37694D A DE 37694DA DE 37694 C DE37694 C DE 37694C
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Application number
DENDAT37694D
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English (en)
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A. E. DE-ROME FILS in Bavay, Nord, Frankreich
Publication of DE37694C publication Critical patent/DE37694C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C7/00Sowing
    • A01C7/08Broadcast seeders; Seeders depositing seeds in rows

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Sowing (AREA)
  • Fertilizing (AREA)
  • Agricultural Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45: Landwirthschaftliche Geräthe.
verschiedener Art dienen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Februar 1886 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wagen von eigenartiger Bauart, welcher mit verschiedenen landwirtschaftlichen Maschinen und Gerä'then in der Weise verbunden werden kann, dafs Dünger in Reihen in jeder Tiefe von ο bis 10 cm, von 10 bis 20 cm und mehr eingelegt und die Entfernung der Reihen den zum Säen von Rübensaat oder Getreide gebräuchlichen Säemaschinen jeder Art angepafst werden kann.
Die Räder des Vordergestelles, die Führungen (wenn das Vordergestell nicht von veränderlicher Breite ist), die Hinterräder des Wagens, sowie die Schare oder andere Geräthe , welche zum Einlegen von Dünger dienen, ferner die Eisen mit verschiedenen Functionen lassen sich den Abständen entsprechend einstellen, welche von der Säemaschine, deren Räder mit unveränderlichem Abstand genau der Spur der Räder des die Furchen ziehenden Wagens folgen müssen, gefordert werden.
Diese Anordnungen ermöglichen, beim Säen von Rübensamen künstlichen Dünger in einer aUfserordentlich ergiebigen Weise anzuwenden.
Die beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen den Wagen, mit auswechselbaren Mittelstücken, Walzen und Säe- oder Düngerstreumaschinen combinirt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen den Wagen im Grundrifs und in Seitenansicht. Er dient: i. als Beförderungsmittel für alle Einrichtungen welche später kurz angeführt werden; 2. als Motor für den Universal-Vertheiler von Dünger, Bodenverbesserungsmitteln und Samen; 3. als Transportwagen und Untergestell für jede Art von Pflügen.
Dieser Wagen besteht aus einem Rahmen a von Flach-, U- oder Winkeleisen, welcher aus zwei am vorderen Ende mit einander vereinigten und nach hinten zu gabelförmig aus einander gehenden Seitenträgern und zwei, die Gabel absteifenden Traversen zusammengesetzt ist. Der Rahmen α steht mit dem Träger des Vordergestelles b in Verbindung, und nimmt hinten eine Achse c auf, die für alle anzuwendenden Walzen benutzt wird. Das Vordergestell kann nach Bedarf von einem einzigen oder von zwei Rädern getragen werden. Die Räder d d des Hintergestelles lassen sich an beliebigen Punkten der Achse c in jeder gewünschten Entfernung von einander, sei es innerhalb oder aufserhalb der Seiten des Rahmens a, befestigen. Die Enden der Achse c ruhen in besonderen Lagern e, Fig. 2, welche so aus an dem Rahmen α sitzenden Klötzen e passend gebogenen Metallbändern e1 und Bolzen e2 hergestellt sind, dafs ein leichtes und schnelles Auswechseln derjenigen Scheiben, Walzen oder Räder möglich ist, welche die hervorzubringende Arbeit verlangt, f ist der Spannnagel, Fig. 5 und 6, an welchem sich die in Fig. 3 und 4 dargestellten Rahmen und jede Art von Pflügen innerhalb des Wagens befestigen lassen, gg sind Stellstützen, Fig. 5, 6 und 8, welche dazu bestimmt sind, die Rahmen, Fig. 3 und 4, in dem gewünschten Abstand von . dem Boden zu erhalten. Die
vier Füfse der Vertheilvorrichtung (,Düngerstreu - Sä'emaschine) werden an vier an dem Rahmen α sitzende Lappen h angebolzt, Fig. ι und 2. i i sind Zahngetriebe, welche dem Dung- oder Saatvertheilungsmechanismus und allgemein jedem Mechanismus, welcher gleichzeitig mit der Bewegung des Wagens function niren soll, durch Pleuelstangen, Vaucansonketten oder andere Mittel die nöthige Bewegung ertheilen.
Der Wagen erhält, entsprechend dem Pflug, welchen man der Düngerstreumaschine hinzufügen will, die gehörige Länge, Breite und Höhe.
Die Fig. 3 und 4 zeigen im Grundrifs zwei Pfluggestelle, welche nur durch die verschiedene Breite, 0,60 m, 1,40 m oder eine andere von einander abweichen. Im Aufrifs, Fig. 3a, zeigen beide dieselbe Gestalt.
Die Rahmen j j bestehen aus zwei, am vorderen und hinteren Ende mit einander vereinigten, in der Mitte gabelartig ausgebogenen Seitenirägern, deren vordere und hintere Enden nach aufwärts gebogen sind. Die aus Band-, U- oder Winkeleisen hergestellten Rahmen j tragen Querbalken k k, deren Abstand veränderlich ist. Die Querbalken k dienen zur dauernden Befestigung der Grabe- und anderen Eisen in geeigneten, an k angebrachten Lagern. Sie werden an dem Rahmen j mit Hülfe von Bolzen, Zwingen oder Nieten befestigt.
Der in Fig. 4 dargestellte Rahmen kann zu weit zahlreicheren Vorrichtungen verwendet werden, als der in Fig. 3 dargestellte, weil er wegen seiner grofsen Breite mit einer grofsen Anzahl von Werkzeugen besetzt werden kann.
Rechts von Fig. 3 ist eine Seitenansicht eines der Querbalken k dargestellt.
Die Fig. 5 und 6 sind Grundrisse des Wagens, welcher in Fig. 5 mit dem schmalen Gestell, Fig. 3, und in Fig. 6 mit demselben Gestell, aber breiteren Querbalken k verbunden ist. In Fig. 6 ist der Grundrifs des breiteren Rahmens, Fig. 4, punktirt gezeichnet, bei dessen Anwendung die Enden der Querbalken k k nicht freitragend sind, wie dies bei der Anwendung des Rahmens von 0,60 m Breite der Fall sein würde.
Fig. 7 zeigt in Seitenansicht den Wagen mit einer Universal-Düngerstreu- und Säemaschine, System Der ο me, verbunden.
Fig. 8 zeigt den Wagen als Träger von Scharen und einer Säe - und Düngerstreumaschine, so dafs man mit diesem Apparat gleichzeitig Furchen ziehen, säen und düngen kann.
Fig. 9 zeigt eine perspectivische Ansicht des neuen, mit der Derome'schen Säe- und Düngerstreumaschine ausgerüsteten Wagens.
Der Wagen kann in vielen Fällen benutzt werden, z. B. zum Säen von Rübensamen, von Getreide, zum Eggen, Walzen etc. Zu diesem Zwecke ist es nur nöthig, die Ausrüstung geeignet zu verändern, und dieselbe mit zweckentsprechenden Werkzeugen zu besetzen.
Der Wagen kann auch zu verschiedenen Transporten, zum Einsammeln von Unkräutern, zum Harken von Heu, Klee etc. verwendet werden, ferner zum Vertheilen von Kuhmist auf Wiesen bei' geeigneter Anwendung eines Bottichs zum Verdünnen des Mistes.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. An Wagen mit ein- oder zweiräderigem Vordergestell und zweiräderigem Hintergestell, welche als Untergestell für landwirthschaftliche Maschinen und Geräthe verschiedener Art dienen, die Anwendung eines Rahmens a, welcher aus zwei am vorderen Ende mit einander vereinigten uhd nach hinten zu gabelförmig aus einander gehenden Seitenträgern und zwei die Gabel absteifenden Traversen zusammengesetzt ist, Fig. ι und 2, in Verbindung mit Lagern e für die Achse c des Hintergestelles, welche Lager so aus an dem Rahmen α sitzenden Klötzen e, passend gebogenen Metallbändern e1 und Bolzen e2 hergestellt sind, dafs ein leichtes Auswechseln der Achse c möglich ist.
2. Die Verbindung von nach Anspruch 1. eingerichteten Wagen mit einem Rahmen j (Fig. 3, 3a und 4), welcher aus zwei am vorderen und hinteren Ende mit einander vereinigten, in der Mitte gabelartig ausgebogenen Seitenirägern besteht und auf seinem gabelartigen Theile mit Bolzen, Nieten oder Zwingen befestigte Querbalken k trägt, deren Abstände von einander veränderlich sind, in der Weise, dafs der Rahmen j am vorderen Theile des Rahmens α mit Hülfe eines Sparinfiagels f und am hinteren Theile des Rahmens a mittelst der Stützen g der hinteren Traverse des Rahmens α verbunden wird (Fig. 5 und 6), wobei die Querbalken k zur Aufnahme von Scharen oder anderen Bodenbearbeitungsgeräthen dienen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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