-
Maschine zur Herstellung von Wurstketten. Für diese Anmeldung ist
gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni igii die Priorität auf Grund der Anmeldung
in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 16. April 1921 beansprucht. Bekannt ist
eine Wurstmaschine, bei der der Wurststrang an bestimmten Punkten bleichzeitig so
abgeschnürt wird, daß eine Kette von aufeinanderfolgenden Abschnitten entsteht.
Zu diesem Zweck bedient man sich einer Zusammenwirkung von über den Wurststrang
verteilten Quetschmitteln mit Mitteln zur Verdrehung einzelner Abschnitte.
-
Wenig vorteilhaft ist bei der bekannten Maschine die Art, wie die
zur Verdrehung der
Wurstabschnitte bestimmten endlosen Bänder und
ihre Antriebsvorrichtungen gelagert sind. Auf jeden Wurstabschnitt müssen zwei beiderseits
angreifende Bänder einwirken, die gewöhnlich in wagerechter Lage übereinander angeordnet
sind. Die Folge davon ist, daß die Einlegung des Wurststranges nur erfolgen kann,
nachdem die Gesamtheit der oberen Bänder mit ihrer "Pragvorrichtung abgehoben ist.
Hierdurch ist die Arbeit außerordentlich erschwert und besonders bei größeren Würsten
die Wirtschaftlichkeit der Vorrichtung ganz in Frage gestellt; denn selbst nach
dem Abheben des oberen Bandtriebes bleibt das Einlegen des Wurststranges umständlich
und zeitraubend.
-
Ganz anders ist die Einrichtung beim Erfindungsgegenstand getroffen.
Hier ist ein lieb- und senkbarer, in einer wagerechten Ebene verlaufender Rahmen
angeordnet, der sich in angehobener Stellung dem Auflegen des Wurststranges in der
bequemsten Weise darbietet. Er wirkt zusammen mit senkrecht angeordneten, paarweise
gegeneinander -%virkenden 1'erdrehungsriemen, so daß das Einlegen des Wurststranges
zwischen die 1'erdrehungsinittel ohne weiteres durch Niedersenken des Hubrahmens
erfolgt. Auch die besondere Einrichtung der Ouetschinittel erleichtert das Einlegen
der @@'ürste und (las richtige Bemessen der Wurstabschnitte. Sie bestehen aus drei
Teilen, und zwar zunächst aus Formplatten mit V-förinigen Ausschnitten, die senkrecht
auf dein -Maschinengestell befestigt sind. -Mit ihnen zusammen wirken obere und
untere Quetschleisten, von denen die unteren zusammen mit einem äußeren Rahmen den
Hubrahmen bilden. Beine Absenken des Hubrahmens gehen die unteren Quetschleisten
selbsttätig bis unter die V-f#)rmigen Einschnitte der Formplatten herab, so daß
die abzuquetschenden Stellen der Würste in diese Einschnitte einsinken. Es ist dann
ein Leichtes, die als schwenkbares Gatter angeordneten oberen Quetschleisten herunterzuklappen,
um (las Abquetschen zti vollenden.
-
Hiermit wirken zusammen zusätzliche Abschnürungsniittel an den Umkehrungspunkten
des Wurststranges. Diese kippen selbsttätig beim Anheben des Hubrahmens herunter,
so (Maß der Wurststrang leicht über sie gestreift werden kann, heben sich aber beim
Heruntergehen des Rahmens selbsttätig, uni den Wurststrang zu spannen.
-
Ferner sind nach der Erfindung selbsttätige Mittel zum An- und Abstellen
der Verdrehungsriemen vorgesehen, welche ebenfalls das Einlegen des Wurststranges
erleichtern. Hierzu dienen schwenkbare hebelartige Halter, an welchen die oberen
Rollen der Verdrehungsriemen angeordnet sind. In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele
des Erfindungsgegenstandes dargestellt; es zeigen Abb. i die Gesamtanordnung der
ersten Ausführungsform von oben, Abb. 2 eine Ansicht von der einen, Abb.3 eine solche
von der anderen Seite. Abb.4 einen Schnitt nach 4-4 in Abb.6. Abb. 5 einen Teil
eines Schnittes nach 5-@ i n Abb. 6, Abb. 6 einen teilweisen Schnitt nach 6-f in
Abb. i, Abb. 7 und 8 die Quetschvorrichtung in Anfangs- und in Endstellung, Abb.
g eine Einzelheit im Schnitt nach 9-c; in Abb. q., Abb. io in schaubildlicher Darstellung
(las Winkelstück zum Abschnüren der Umkehrpunkte, Abb. i i einen Schnitt entsprechend
Abb. 6 durch eine abgeänderte Ausführungsform, Abb. 12 die gleichen Teile in einer
anderen Stellung, Abb. 13 die zugehörige Quetschvorrichtung, Abb. 14 einen Schnitt
nach i-I-i4 in Abb. 13, Abb. 15 eine weitere Ausführungsforiii in der Abb.
i i entsprechenden Darstellung in Ruhestellung, Abb. 16 die deiche Ausführungsform
in wirksamer Stellung, Abb. 17 -eine Einzelheit des Getriebes gemäß Abb. 15 und
16, Abb. 18 einen Schnitt nach 18-i8 in Abb. i i mit gesenktem Hubrahmen.
-
Abb. i9 die gleiche Anordnung finit angehobenem Hubrahmen, Abb.2o
in schematischer Darstellung eine vierte Ausführungsform.
-
Die neue -Maschine besitzt einen Hauptrahmen mit Längsträgern io und
i i, deren Enden von Querträgern 12 und 13 verbunden sind (Abb. .1.). Zwischen ihnen
sind eine Anzahl Zwischenstege 14 angeordnet. Eine -Mehrzahl von in Abständen angeordneten
Wellen 15 sind in den Trägern und Stegen geiagert; jede trägt außerhalb des Trägers
i o ein Stirnrad 16 (Abb. 3) ; zwischen henachharten Rädern 16 sind auf Achsstummeln
17 t,linde Zahnräder 18 angeordnet.
-
Nahe den Enden der '\Vellen 15 sind untere Rollen ig (Abb.4) befestigt,
um welche endlose Riemen 21 gehen, die gleichzeitig über obere Rollen 2o gelegt
sind. Die oberen Rollen sind drehbar atif Stangen 22 angeordnet, die sich zwischen
einer Anzahl sie tragender Hebel 23 (Abb.6) erstrecken, die auf die Wellen
15 aufgesetzt sind. Die unteren Enden dieser Hebel tragen vorstehende Nocken 2.1.
In gleichen Abständen sind in der Querrichtung der Maschine Formplatten 25 befestigt,
welche
in Abständen bei 26 V-förmig ausgeschnitten sind. Diese V-förmigen Öffnungen sind
in den Zwischenräumen zwischen zusammenwirkenden Riemen 21 symmetrisch angeordnet
(Abb. 2 und 6). Führungsstücke 27 sind an ihren unteren Enden in gleichmäßigen Abständen
auf den .Stegen 14 befestigt und schließen mit den Formplatten 25 Gleitschlitze
28 ein, in welche die Quetschleisten 29 einer schwenkbaren Teilvorrichtung eingreifen
können (Abb. 4, 7 und 8). Die Quetschleisten 29 sind an ihren unteren Enden an eine
Querachse 3o angelenkt, welche an einem Ende der Maschine gelagert ist. Die freien
Enden der Quetschleisten werden verbunden durch eine Stange 31, auf der sie durch
Einsatzmuffen 32 im richtigen Abstand gehalten werden (Abb. i und 2) .
-
Es können in der Querrichtung der Maschine Formplatten 25 und endlose
Riemen in beliebiger Anzahl angeordnet werden; beim gezeigten Ausführungsbeispiel
sind drei Formplatten vorgesehen, -welche die Maschine in vier Abschnitte unterteilen.
Die den Seiten der Maschine benachbarten Abschnitte sind mit den Riemen 21 ausgerüstet,
während der eine von den mittleren Abschnitten eine ähnliche Gruppe von Riemen Zia
besitzt, die an sich in gleicher Weise ausgebildet ist wie die Riemengruppe 21,
jedoch in folgender Weise in entgegengesetzter Richtung gedreht wird.
-
Jede Rolle tga (Abb. 4.) ist so weit ausgebohrt, daß sie eine Muffe
33 aufnehmen kann, auf deren äußerem Ende ein Stirnrad 34 aufgesetzt ist, wobei
die allgemeine Anordnung von Stirnrädern und blinden Zahnrädern in gleicher Weise
getroffen ist. -wie bei der Riemengruppe 2i. Eine längsgerichtete Welle 35 (Abb.
i) erstreckt sich längs der Außenseite des Längsträgers i i und trägt an ihren Enden
Schnecken 36 (Abb. 2); die vorzugsweise mit Linksgewinde ausgerüstet sind und in
Schnekkenrädern 37 eingreifen, die auf Querwellen 38 aufgesetzt sind. Diese erstrecken
sich nach der Mitte der Maschine und tragen Stirnräder 39, welche Antriebsketten
von Rädern 34 und durch diese die Rollen iga und Riemen 2111 antreiben. Benachbart
den Schnecken 36 ist ein zweites Paar Schnecken 4o angeordnet, das vorzugsweise
mit Rechtsgeivinde ausgerüstet ist und mit Schneckenrädern 41 in Eingriff steht,
die auf die vorstehenden Enden zweier Wellen 15 aufgesetzt sind, welche sich nach
der entgegengesetzten Seite der Maschine erstrecken und die bereits erwähnten Zahnräder
16 tragen. Eine Kurbel 42 (Abb. i) dient dazu, die Wellen 35 zu drehen; diese kann
auch durch beliebige andere Antriebsmittel ersetzt werden. Die Drehung der Wellen
35 veranlaßt also. einen Umlauf der Riemen Zia in den Riemen 21 entgegengesetzter
Richtung. Wie in Abb. 6 gezeigt, können die Rollen ig und iga mit Nuten 43 ausgerüstet
sein, in weiche auf den Riemen angeordnete Leisten 4. eingreifen, um die Mitnahme
der Riemen ohne Durchgleiten zu sichern.
-
Die Seitenträger 46 (Abb. 1, 4, 5) des Hubrahmens tragen vorzugsweise
Winkelstücke 45 (Abb. g, io), welche wechselweise auf der Achse der V-förmigen Einschnitte
26 der I# ormplatten angeordnet sind. Die Winkelstücke sind auch an gegenüberstehenden
Trägern 46 gegeneinander versetzt angeordnet. Die Winkelstücke 45 sind vorzugsweise
V-förmige Schneiden; sie sind bei 46a an den Seitenträgern 46 des Hubrahmens angelenkt.
Der Hubrahmen wird vervollständigt durch Verbindungsstangen 47 (Abb. 4).
-
Feststehende Quetschleisten 48 sind an den Stangen 47 befestigt und
erstrecken sich in die Gleitbahnen 28 ; sie werden durch Muffen 49 im richtigen
Abstand gehalten. Die Mittel zum Anheben des Hubrahmens bestehen aus einem Paar
längsverlaufender Wellen 5o, 51 (Abb. i), auf deren Enden Kegelräder 52 befestigt
sind, welche mit Kegelrädern 53 auf einem Paar Querwellen 54 eingreifen, die in
den Trägern 12 und 13 gelagert sind. Jede Welle 5o, 51 besitzt ein Paar Hubkurbeln
55 (Abb. 4), welche unter den Muffen 49 auf den Stangen 47 stehen und mit ihnen
in Eingriff kommen können. Eine Kurbel 56 (Abb. 3, 4), auf einem Ende der Welle
5o dient zu ihrem Antrieb.
-
Aus Abb. 6 ergibt sich, daß die Nocken 24 abwärts gegen die Querstangen
57 geneigt sind, welche durch ;Stege 58 im richtigen Ab= stand gehalten werden (Abb.
3) und sich in von den Seitenträgern io und i i herabhängenden Lappen 61 führen,
welche zu diesem Zwecke mit Langlöchern 62 (Abb. 2) versehen sind. Auf der Länge
der Welle 5o und 51 ist eine Reihe von Nocken 59. verteilt, welche unter
den Stangen 57 stehen, derart, daß durch den Umlauf der Wellen 5o und 51 die Stangen
57 aufwärts in die punktierte Stellung gemäß Abb.6 geführt werden. Hierdurch drücken
die Stangen die Nocken 24 auseinander, wodurch die Hebel 23 nach außen geschwenkt
werden und hierbei die Riemen 2i in die strichpunktierte Stellung mitnehmen. Hierdurch
wird die ungestörte Einführung der Wurstkette ermöglicht. Beliebige Mittel, wie
Federn 6o, können angeordnet sein, um die Riemen elastisch in reibender Berührung
mit der Wurstkette zu halten (Abb. 6).
-
Längs der Seitenträger io und i i in genauer Einstellung auf die Schneiden
45 sind aufwärts gerichtete Dorne 63 zur Führung und zum Antrieb angeordnet, welche
in die
Schneiden :15 (Abb. 9) eingeführt werden können, wenn der
Hubrahmen in die Stellung nach Abb. a. gelangt. Hierdurch halten sie die Schneiden
in aufrechter Stellung. Wenn der Hubra huren in die Stellung nach Abb. angehoben
wird, müssen die Schneiden iia@li innen umklappen, weil sie schwenkbar anre-!enkt
sind. Hierdurch wird das Herausnehinen der Wurstkette erleichtert.
-
Die Wirkungsweise der Ausführungsform nach Abb. i bis to ist folgende:
Angenommen der Arbeiter habe durch Antrieb der Kurbel 56 den Hubrahmen in
die Stellung gemäß Abb.5 bzw. die punktierte Stellung gemäß Abb.6 gebracht, so kann
er durch Antrieb der @@'ellen So und 5 1 die Rieinen 21 und 21" gegen die Wirkung
ihrer Federn 6o in die punktierte Stellung gemäß Abb. 6 auseinanderspreizen. Er
legt dann eine Wurstkette auf den Hubrahmen, dreht die Enden zusammen und befestigt
sie in dein Klemmstück 70 (Abb. 1, 2). Hierauf legt er die Wurstkette um die Schneiden
45 entsprechend Abb. i. Hierauf bedient er die Kurbel Sie, wodurch der Hubrahmen
abwärts geht und die Wurstkette zwischen die gegenüberstehenden Riemen bringt, welche
durch die Federn 6o gegeneinander gedrückt werden. Gleichzeitig bewegen sich die
Schneiden :IS aus der Stellung gemäß Abb. 5 in die Stellung nach Abb. 4 unter Einwirkung
der Dorne 63. Er ergreift nunmehr das freie Ende des schwenkbaren Otietschrahmens
und drückt ihn auf die Wurstkette herab, wobei er gleichzeitig beginnt, die Kurbel
42 zu bedienen, wodurch die Riemen die in die V-förmigen öffnUngen 20 der Formplatten
25 durch die Quetschleisten 29 herabgedrückten Wursthüllen in LTindrehung versetzen.
Nachdem rler Hubrahmen in die in Abb. 6 ausgezogen gezeichnete Stellung gelangt
ist, ist die Abteilung der Wurstabschnitte vollendet: der Arbeiter liebt nunmehr
die Quetschleisten in die Stellung gemäß Abb. 2 an und führt durch Bedientnig der
Kurbel 56 die Hubarme 55 in die punktierte Stellung gemäß Abb. 5. Hierdurch wird
der Hubrahmen angehoben und gleichzeitig durch die Nocken 59 und die Wellen 57 die
Riemen 21 und 20 auseinander, gespreizt. Der Hub der Nocken muß natürlich so eingestellt
sein, daß die Riemen sich ein wenig vor der Aufwärtsbewegung des Hubrahmens öffnen.
Wenn der Hubrahmen .eine oberste Hubgrenze erreicht hat, legen sich die Schneiden
45 tun, so daß die Wurstkette leicht herausgenommen werden kann.
-
Infolge der Drehung der Wurstabschnitte in entgegengesetzter Richtung
wird in Verbindung mit der Quetschvorrichtung die Wurstkette in geeignete Abschnitte
eingeteilt.
-
Ein Räucherholz 71 wird in der Mitte der Maschine auf den Hubrahmen
gelegt, so daß es beine .:Anheben des Hubrahmens unter die mittelsten Abschnürungen
der Wurstkette gelangt. Das Holz trägt eine Leiste 72 aus Metall, in deren zu diesem
Zweck angeordnete Einschnitte die Abschnürungen eingreifen. Das Holz wird dann mit
der Wurstkette herausgenommen und nach der Räucherkammer gebracht; hierauf ein neues
Holz auf den Rahnien gelegt, worauf das Verfahren von neuem beginnen kann.
-
Bei der Ausführungsform gemäß Abb. 11 bis i9 sind der Hauptrahmen
der Maschine sowie die Mittel zum Antreiben der Riemen im wesentlichen die gleichen
wie bei Abb. i bis 5 ; die Riemen sind in drei parallelen Reihen angeordnet, jedoch
mit dem Unterschied, daß nicht für jede Wurstlänge ein besonderes Paar zusammenwirkender
Riemen verwendet wird, von denen nur ein senkrechtes Trumm mit der Wursthülle in
Eingriff kommt. Vielmehr «-erden beide senkrechte Trumme jedes Riemens mit je einer
Wurstlänge in Berührung gebracht, wie in Abb. 12 und 16 gezeigt. Durch diese abgeänderte
Ausführungsform wird ermöglicht, die gleichen Ergebnisse mit einer wesentlich geringeren
Zahl wirksamer 'feile zu erreichen. Wie in Abb. 11, 12, 18 und i9 gezeigt, ist eine
Reihe von Querwellen 8o angeordnet, deren jede eine Rolle für einen der Riemen trägt.
Die äußeren Rollen 81 (Abb. 18, 19) laufen mit den Wellen 8o um, während die innere
Rolle 81a auf eine Muffe 82 aufgesetzt ist, welche über die Welle 8o gestreift ist.
Die Welle 8o und die Muffen 92 besitzen Stirnräder 83 und 8q., welche durch geeignete
Vorgelege die Rollen 81 und 8ia in entgegengesetzter Richtung drehen.
-
L ängs dem Hauptrahmen ist an einer Seite jeder Rolle 8i, 8ia und
in Verlängerung der Welle 8o eine Anzahl von Haltern 85 angeordnet. deren obere
Enden einen Drehzapfen 86 tragen, auf welchem ein Paar scherenförmiger gekreuzter
Spreizhebel 87 angelenkt ist. Um jede der unteren Rollen 81, 8ia ist ein
endloser Riemen 88 gelegt, welcher am oberen Ende um ein Paar oberer Rollen 89 geht,
deren jede drehbar auf dein freien Ende eines der Hebel 87 angeordnet ist. Die unteren
Enden der Hebel 87 sind durch Zugfedern 9o verhunden. Diese sind an einem Zapfen
9i eines Halters 85 angelenkt, um gewöhnlich die Schere 87 in geschlossener Stellung
(Abb. i i) zu halten, so daß die gegenüberliegenden Flächen benachbarter Riemen
voneinander entfernt «-erden, um die Wurstkette leicht einlegen zu können. Der Hubrahmen
92 (Abb. 18, i9) wird von Rollen 93 auf den oberen Enden der Nockenhebel9-l getragen:
die unteren Enden der Nockenliebel sind auf der Welle 95 befestigt, welche sich
in der
Längsrichtung der Maschine erstreckt und eine Antriebskurbel
trägt. Auf dem Hubrahmen 92 sind in Abständen die Formplatten 96 (Abb. 13)
befestigt, die wieder eine Anzahl V-förmiger Aussparungen besitzen, in welche die
Wursthüllen durch Ouetschleisten 97 eingedrückt werden, die an Odem Hubrahmen angelenkt
und an ihren freien Enden durch die Stange g8 verbunden sind. Die Quetschleisten
97 sind in Abb. 18 strichpunktiert dargestellt; sie sind paarweise in solchem Abstand
angeordnet, daß sie in Berührung mit entgegengesetzten Seiten der Formplatten bewegt
werden können. Die Quetschleisten 97 tragen schmale Einschnitte 99 (Abb. 13), welche
mit den V-förmigen Ausschnitten der Formplatten zusammenwirken, um die Wursthülle
an der gewünschten Stelle abzuteilen.
-
Bei der Ausführungsform gemäß Abb. i2 bis 14 sind die Quetschleisten
97 mit vorstehenden Zapfen ioo versehen, welche zwischen die zusammenwirkenden Schenkel
der Scherenhebel 87 eingreifen, wenn die Quetschleisten auf die Wurstkette herabgedrückt
werden. Hierdurch werden die Hebel in die Stellung gemäß Abb. 12 geschwenkt, wodurch
die Riemen in Eingriff mit den Würsten gelangen.
-
Eine abgeänderte Ausführungsform der Quetschvorrichtung an den Umkehrpunkten
ist in Abb. 1ß und ig gezeigt. Sie besteht aus einem Winkelhebel ioi, dessen einer
Arm einen Haken io2. trägt, welcher eine V-förmige Aussparung bildet. In dieser
wird die Wursthülle während des Abteilens zusammengequetscht. Die Winkelhebel ioi
sind frei schwenkbar auf Zapfen 104 und liegen infolge der Gewichtsbelastung des
hakenförmigen Endes gegen Führungen 105 an, die an dem Hauptrahmen befestigt sind,
sobald der Hubrahmen in gesenkter Stellung ist. Sobald der Hubrahmen angehoben wird,
gelangen sie in die ausgesch-,venkte Stellung nach- <Abb. ig.
-
Die Wirkungsweise der abgeänderten Ausführungsform gemäß Abb. i -i
bis 14, 18 und ig ist ähnlich der gemäß Abb. i bis io mit der Ausnahme, daß die
Riemen doppeltwirkend sind, und daß die Formplatten c)6 von dem Hubrahmen getragen
werden. Diese Anordnung besitzt den Vorteil, daß der gesamte Hubrahmen mit den Wurstketten
aus der Maschine herausgenommen und in die Räucherkammer verbracht werden kann,
während ein anderer Rahmen in die Maschine eingesetzt wird. Zu diesem Zweck kann
ein Haken 116 (Abb. 18) an einem Ende des Hubrahmens angeordnet sein.
-
In Abb. 15 bis 17 ist eine weitere Abänderung der Vorrichtung zum
Anlegen und Ausrücken der Riemen gezeigt; sie besitzt einen Antriebsrahmen aus Querstangen
roh an den Enden der Maschine, an welchem eine Längsstange io7 für jede Riemenreihe
befestigt ist. Auf einem Gestell io8 ist ein Rollenrahmen iog angeordnet, welcher
die oberen Rollen iio trägt. Der Riemen 112 ist um die Rollen i io und eine untere
Rolle i i i gelegt. Ein flacher Lenker 113 verbindet je-
den Rollenrahmen
iog mit der zugehörigen Antriebsstange 107. Auf den Wellen 95 sind, unter den Stangen
io6 Nockenhebel 114 angeordnet, welche Druckrollen 115 tragen, die mit den Stangen
io6 in Eingriff kommen, sobald die Wellen 95 gedreht werden, um den Hubrahmen abzusenken.
-
Die Wirkungsweise der Riemenanleäevorrichtung gemäß Abb. 15 bis 17
ist folgende: Angenommen die Teile seien in der Stellung gemäß Abb. 15; die Riemen
sind dann in ausgerückter Stellung, um die Einführung der Wurstkette zu ermöglichen,
wobei die Hebel 94 und 114 die in Abb. 17 voll ausgezogene Stellung einnehmen. Der
Hubrahmen ist angehoben und der Antriebsrahmen io6, 107 in seiner unteren
Stellung. Die relativen Stellungen der Nockenhebe194 und 114 auf der Welle 95 sind
derart, daß, wenn die Welle 95 bedient wird, um die Hebel in die in Abb. 17 strichpunktierte
Stellung zu bringen, der Hubrahmen vollständig abgesenkt ist, bevor die Rollen 115
mit den Stangen io6 in Eingriff kommen: Die Rollen 115 erfassen die Stangen io6
während des letzten Teils der Bewegung der Welle 95; der Antriebsrahmen ioö,
107 wird angehoben und bewegt die Rollenrahmen iog in die Stellung gemäß Abb. 16
und bringt hierdurch die Riemen in Eingriffsstellung. Nach dem Abschnüren der Wurstabschnitte
findet die umgekehrte Bewegung statt, wobei natürlich die Riemen ausgerückt sein
müssen, ehe der Hubrahmen beginnt, die Wurstkette aus dem Eingriff mit den Riemen
anzuheben. Die .erste Drehbewegung der Welle 95 führt den Antriebsrahmen abwärts,
wodurch die Riemen ausgerückt werden, bevor die Nockenhebel94 den Hubrahmen 92 erfassen
(Abb. 18). Die weitere Drehbewegung der Welle 95 bringt dann die Hebel 94 in die
in Abb. 17 ausgezogene Stellung und hebt den Hubrahmen 92 an (vgl. auch Abb. ig).
Während der letzten Bewegung müssen natürlich die Hebel 114 und Rollen i i, außer
Eingriff mit den Stangen io6 sein, und die Riemen bleiben in ausgerückter Stellung.
-
In Abb.2o ist eine weitere Ausführungsform gezeigt, bei welcher ein
einziger fortlaufender endloser Riemen i2o die einzelnen Riemen ersetzt; er ist
um die Antriebsrollen 121 und eine Anzahl Zwischenrollen 122 und 123 gelegt.