DE3781498T2 - Optische vorrichtung. - Google Patents

Optische vorrichtung.

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DE3781498T2 DE8787308107T DE3781498T DE3781498T2 DE 3781498 T2 DE3781498 T2 DE 3781498T2 DE 8787308107 T DE8787308107 T DE 8787308107T DE 3781498 T DE3781498 T DE 3781498T DE 3781498 T2 DE3781498 T2 DE 3781498T2
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine optische Vorrichtung zum Beispiel zur Verwendung als ein optischer Verstärker oder optischer Schalter.
  • Es ist ein zunehmendes Erfordernis auf dem Gebiet der optischen Kommunikation und optischen Logikschaltkreisen, einfache optische Komponenten zu entwickeln, um Funktionen zu erzielen, wie z.B. Schalten, logische Operationen, Verstärkung und dergleichen.
  • Eine Art, dies zu erzielen, besteht darin, eine optische Vorrichtung bereitzustellen, die einen optischen Wellenleiter aufweist, der aus einer Anordnung optisch leitender Medien mit unterschiedlichen Brechungsindizes gebildet ist, von denen zumindest einer, wie im weiteren definiert, nichtlinear ist, wobei ein optisches Signal mit einer einzelnen Mode entlang des Wellenleiters geleitet oder nicht geleitet wird in Übereinstimmung mit der Intensität des Signals. Eine Anordnung nach dem Stand der Technik ist in dem Patent US 4 515 429 enthalten.
  • Die vorliegende Erfindung stellt eine optische Vorrichtung zur Verfügung, welche aufweist:
  • einen optischen Wellenleiter, der aus einer Anordnung optisch leitender Medien mit unterschiedlichen Brechungsindizes gebildet ist, von denen zumindest einer nichtlinear ist in dem Sinne, daß sein Brechungsindex mit der Intensität des eingegebenen Lichts variiert, wobei ein optisches Signal mit einer einzelnen Mode entlang dem Wellenleiter geleitet wird oder nicht geleitet wird in Übereinstimmung mit der Intensität des optischen Signals;
  • eine Kopplungseinrichtung einschließlich einer Eingabeeinrichtung zum Koppeln des optischen Signals in ein Eingabeende des Wellenleiters;
  • und eine Trennungseinrichtung, die einem Ausgabeende des Wellenleiters zugeordnet ist, zum Trennen der geleiteten Anteile des optischen Signals von den nicht geleiteten Anteilen des Signals;
  • wobei die optische Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß
  • die optische Eingabeeinrichtung eine erste und eine zweite Eingabeeinrichtung beinhaltet zum Koppeln eines ersten und zweiten optischen Signals in den Wellenleiter; wobei die kombinierte Intensität der angelegten optischen Signale bestimmt, ob Signalmodenleitung stattfindet oder nicht.
  • Die Erfindung stellt auch ein Verfahren bereit zum Betreiben solcher optischer Vorrichtungen, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
  • Injizieren eines ersten optischen Signals in den Wellenleiter, wobei die Intensität des ersten Signals derart ist, daß das Signal im wesentlichen abgeschnitten wird; und injizieren eines zweiten optischen Signals in den zweiten Wellenleiter mit einer derartigen Intensität, daß die Resultierende des ersten und zweiten Signals eine ausreichende Intensität hat, um durch den Wellenleiter geleitet zu werden.
  • Diese Erfindung bedient sich der Eigenschaften inhomogener Medien mit seinem derartigen nichtlinearen Brechungsindex, daß der Wellenleiter von einem leitenden zu einem nicht leitenden Zustand umschaltet je nach der Intensität des gesamten einfallenden Lichts. Diese selbstleitende Eigenschaft kann in einer Anzahl unterschiedlicher Anwendungen verwendet werden.
  • Vorzugsweise weist der Wellenleiter zumindest drei ineinander verschachtelte Medien auf, wobei die beiden inneren Medien Brechungsindizes in dem leitenden Zustand haben, und zwar jeweils größer und kleiner als der Brechungsindex des äußeren Mediums, wobei der Brechungsindex von zumindest einem der inneren Medien nichtlinear ist.
  • Typischerweise weist der Wellenleiter einen Kern, eine den Kern umgebende innere Plattierung und eine die innere Plattierung umgebende äußere Plattierung auf.
  • Zum Beispiel hat eine typische optische Faser einen Kern mit einem Brechungsindex, der höher ist als der der äußeren Plattierung, und eine innere Plattierung mit einem Brechungsindex, der niedriger ist als der der äußeren Plattierung.
  • Ein Beispiel einer passenden optischen Faser ist eine Faser mit einem W-Profil, die eine Grenzwellenlänge für die fundamentale Mode hat, die zu der gewünschten Wellenlänge durch passenden Entwurf geschoben werden kann. Siliziumdioxid hat einen selbstfokussierenden Kerr-Koeffizienten, der Leistungen von ungefähr 100 kW benötigen würde. Andere Materialien, die verwendet werden könnten, beinhalten dotiertes Siliziumdioxid und Siliziumdioxid-W-Kapillaren, welche stark nichtlineare organische Materialien enthalten.
  • Unter "nichtlinear" verstehen wir, daß der Brechungsindex des Mediums (n&sub1;) mit der Intensität variiert. Typischerweise geschieht dies gemäß der Formel:
  • n&sub1; = n&sub0; + n&sub2; E ²
  • wobei n&sub0; der lineare Brechungsindex des Mediums ist, n&sub2; der Kerr- Koeffizient ist, und E ² die Intensität des einfallenden Lichtes ist.
  • Typischerweise ist E ² n&sub2; viel kleiner als n&sub0;, und daher erscheint der nichtlineare Effekt nur bei hohen Intensitäten. Die Erfindung befaßt sich mit Wellenleitern, bei denen die Intensität des einfallenden Lichts und der Kerr-Koeffizient derart sind, daß n&sub0; vorzugsweise nicht mehr als zwei oder drei Größenordnungen größer ist als n&sub2; E ².
  • Es sollte klar sein, daß der Brechungsindex n&sub2; mit der Intensität zunehmen oder abnehmen kann.
  • In einem homogenen Medium verursacht der nichtlineare Brechungsindex des Wellenleiters, daß ein transversales optisches Feld bei niedrigen Intensitäten dispergiert, jedoch bei hohen Intensitäten zu einer selbstfokussierenden Singularität zusammenfällt. In anderen Medien tritt eine selbstdefokussierende Nichtlinearität auf, bei der der Brechungsindex mit der Intensität abnimmt. Die Art der Nichtlinearität hängt von dem Vorzeichen des Kerr-Koeffizienten ab. In einem inhomogenen Medium ist es möglich, daß ein Leiten auftritt bevor katastrophales Selbstfokussieren auftritt.
  • Die Vorrichtung wird auf die folgende Art für einen Wellenleiter mit einer selbstfokussierenden Nichtlinearität betrieben; falls ein Wellenleiter mit einer selbst-defokussierenden Nichtlinearität verwendet wird, gelten die Wörter in Klammern. Bei einer Frequenz nahe der Grenzfrequenz bzw. Grenzwellenlänge der fundamentalen Mode wird das optische Feld nicht gut geleitet. Bei niedrigen (hohen) Leistungen wird ein Großteil der eingespeisten Leistung in die Plattierung hinaus gebeugt. Wenn die Intensität erhöht wird, verursacht der von der Nichtlinearität abgeleitete Brechungsindex, daß sich die Grenzfrequenz zu niedrigeren (höheren) Frequenzen hin verschiebt. Dies bedeutet, daß das optische Feld bei der Betriebsfrequenz mehr (weniger) geleitet wird als zuvor und daß daher weniger (mehr) Leistung in die Plattierung gebeugt wird. Wenn die in einem zentralen Gebiet enthaltene Leistung als die Ausgabeleistung definiert wird, haben wir eine Vorrichtung, deren Ausgabeleistung eine nichtlineare Funktion der Eingabeleistung ist.
  • Mit anderen Worten hängt die leitende/nicht leitende Eigenschaft von dem resultierenden Brechungsindex ab, den das optische Feld empfindet.
  • Vorzugsweise sind alle Medien nichtlinear.
  • Vorzugsweise weist die Vorrichtung weiterhin eine Trennungseinrichtung auf, die einem Ausgabeende des Wellenleiters zugeordnet ist, wobei Abschnitte von optischen Signalen, die einen Kernbereich des Ausgabeendes verlassen, von anderen Abschnitten der Signale getrennt werden. Durch die Bereitstellung der Trennungseinrichtung kann die gerade beschriebene Variierung der Ausgabeleistung mit der Eingabeleistung verwendet weden. Typischerweise kann die Trennungseinrichtung eine optische Monomoden-Faser aufweisen, die in dem Fall, wo der optische Wellenleiter eine optische Faser aufweist, an den optischen Wellenleiter gespleißt werden. Auf diese Art wird nur der Anteil des optischen Signals, der durch den Kern des optischen Wellenleiters hindurchtritt, in die optische Monomoden-Faser als das Ausgabesignal gekoppelt. Es ist geeignet, wenn die Vorrichtung weiterhin eine Vorspannungssignal-Erzeugungseinrichtung aufweist, wie z.B. einen Laser zum Injizieren eines optischen Vorspannungssignals in das Eingabeende des Wellenleiters, wobei die Intensität des Vorspannungssignals derart ist, daß der Wellenleiter in seinem nichtlinearen gebiet arbeitet und das Vorspannungssignal abgeschnitten wird. Dies gestattet es, die Vorrichtung in einer Vielzahl von Anwendungen zu verwenden. Zum beispiel, wenn sie als ein Schalter verwendet wird, kann verursacht werden, daß die Vorrichtung, wenn sie in ihr Grenzfrequenzgebiet vorgespannt wird, ein- und ausschaltet durch Anlegen eines passenden Schaltsignals zusätzlich zu dem Vorspannungssignal, wodurch verursacht wird, daß die optische Strahlung jeweils geleitet wird oder nicht. Die Vorspannung und das Signal müssen in der Phase ausgerichtet sein.
  • Die Vorrichtung kann auch verwendet werden als die Basis eines logischen Elements, wie z.B. ein UND-Gatter, in dem eine Anzahl von Eingaben (zwei oder mehr) an ein Eingabeende des optischen Wellenleiters angelegt werden, und optische Strahlung wird nur an einem Ausgabeende des Wellenleiters empfangen, falls die gesamte einfallende Intensität ausreichend ist, um zu verursachen, daß Selbstleitung auftritt. In diesen Anwendungen muß der optische Wellenleiter eine passende Länge haben. Eine Vorrichtung mit einer selbst-defokussierenden Nichtlinearität könnte als die Basis eines NAND-Gatters dienen.
  • Es ist geeignet, daß die Vorrichtung weiterhin eine Kopplungseinrichtung, wie einen Y-Koppler aufweist, wobei ein Eingabearm des Kopplers mit der Vorspannungssignal-Erzeugungseinrichtung, der andere Eingabearm des Kopplers mit einem Eingabesignal und der Ausgabearm des Kopplers mit dem Wellenleiter gekoppelt ist.
  • Ein Beispiel einer optischen Vorrichtung und ein Verfahren zum Betreiben der Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die begleitende Zeichnung beschrieben:
  • Fig 1 zeigt die Variation des Brechungsindexes über den Durchmesser einer optischen Faser mit einem W-Profil;
  • Fig 2 zeigt die Variation des effektiven Brechungsindexes mit der transversalen Wellenlänge der einfallenden optischen Strahlung;
  • Fig. 3a bis 3c zeigen die Variationen der Intensität eines übertragenen optischen Signals mit jeweils drei unterschiedlichen Anfangsintensitäten;
  • Fig. 4 zeigt graphisch, wie die Ausgabeleistung eines optischen Ausgabesignals mit der Eingabeleistung variiert für drei unterschiedliche optische Faserlängen; und
  • Fig. 5 zeigt schematisch ein Beispiel der Anordnung.
  • Eine typische optische W-Profil-Faser hat eine äußere Plattierung, einen dotierten Siliziumdioxid-Kern mit einem Brechungsindex, der höher ist als der der äußeren Plattierung, und eine innere Plattierung mit einem Brechungsindex, der niedriger ist als die äußere Plattierung. Ein Beispiel der Variierung des Brechungsindexes über eine typische optische W- Profil-Faser ist durch eine Linie 1 in Fig. 1 gezeigt. Man betrachte das Beispiel zweier transversaler optischer Felder mit unterschiedlichen Wellenlängen. Unterschiedliche Anteile dieser optischen Felder breiten sich durch das Kerngebiet 4 und den inneren Plattierungsbereich 5 und den äußeren Plattierungsbereich 2 der optischen Faser aus, so daß der effektive (oder durchschnittliche) Brechungsindex, den jedes Feld wahrnimmt, unterschiedlich ist. Daher ist der effektive Brechungsindex (neff), den ein Feld wahrnimmt, so, wie es in der gestrichelten Linie 6 in Fig. 1 gezeigt ist während der effektive Brechungsindex, den ein anderes Feld wahrnimmt, so ist, wie es durch die gestrichelte Linie 7 angedeutet ist. Daher ist der effektive Index der durchschnittliche Index, den das Feld sieht, welches sich dem äußeren Plattierungsindex nähert, wenn die Wellenlänge vergrößert wird.
  • Fig. 2 zeigt die gesamte Variierung des effektiven Brechungsindexes mit der Wellenlänge, wie durch eine Linie 8 angedeutet. Zum Vergleich zeigt eine Linie 9 die gleiche Variierung, aber für eine optische Faser, die keine Grenzwellenlänge für eine fundamentale Mode hat. Man sieht in Fig. 2, daß es eine besondere Wellenlänge λC gibt, bei der der effektive Brechungsindex gleich dem äußeren Plattierungsindex ist, ein Punkt, an dem die Fortpflanzung durch die Faser aufhört.
  • Es ist schon oben erwähnt worden, daß die ausgewählte optische Faser einen nichtlinearen Brechungsindex hat. Das bedeutet, daß das in Fig. 1 gezeigte Profil variiert werden kann, indem man die Intensität des einfallenden optischen Signals variiert. Dies führt zu dem Ergebnis, daß die in Fig. 2 gezeigte Kurve 8 verschoben werden kann, indem man in dem Fall einer selbstfokussierenden Faser die Intensität der injizierten optischen Strahlung erhöht, so daß sich eine neue Kurve 10 mit einer höheren Grenzwellenlänge λ'C entwickelt. Wenn daher optische Strahlung mit einer Wellenlänge λC anfänglich in die optische Faser injiziert wird, und zwar bei einer Intensität, die derjenigen entspricht, die von der Linie 8 in Fig. 2 gefolgt wird, wird keine Übertragung stattfinden. Eine kleine Erhöhung der Intensität modifiziert jedoch den Brechungsindex und daher den effektiven Brechungsindex der optischen Faser von ihrem vorhergehenden Wert der äußeren Plattierung zu einem Wert (n'), der größer ist, als der Wert der äußeren Plattierung, wodurch es dem Signal gestattet wird, entlang der Faser geleitet zu werden. Auf diesem Prinzip basiert die Erfindung.
  • Wir haben eine theoretische Analyse über die Fortpflanzung entlang einer W-Profil-Faser durchgeführt. Um dies zu tun, haben wir die skalare Wellengleichung gelöst:
  • ²E(xyz) + (k²n²(r)-β²) = 0
  • k = 2π/λ
  • und zwar für das kontinuierliche (c-w) elektrische Wellenfeld, E(z, x, y), wobei z die Fortpflanzungsentfernung entlang der Faser ist, x und y die beiden tranversalen Richtungen und λ die Wellenlänge, wobei das Strahlenfortpflanzungsverfahren für die sich nach vorne ausbreitende Welle verwendet wurde. Der Brechungsindex n(r E ²) ist gegeben durch
  • n(r E ²) = n&sub0; + n&sub2; x E(r) ²
  • wobei n&sub0;(r) das Brechungsindexprofil der Faser und n&sub2; der Kerr-Koeffizient ist.
  • Bei diesen Berechnungen haben wir rechteckförmige Symmetrie auferlegt, um Fast-Fourier-Kosinustransformationen zu verwenden, um die Brechungseffizienz zu verbessern. Experimente wurden über die Zahl der benötigten Fourier-Moden und den Integrationsschritt durchgeführt; die ausgewählten Werte waren zutreffend, um eine Genauigkeit von mehreren Stellen für die hier beschriebenen Berechnungen zu liefern. Wir haben auch überprüft, daß ausreichend viele Punkte einbezogen wurden, um gebundene Moden von zylindrischer Symmetrie genau darzustellen. Die Berechnungen wurden über eine Entfernung von 30mm durchgeführt unter Verwendung von (192)² Fourier-Moden in einem periodischen Kasten mit 300um Seitenlänge und einem Integrationsschritt von 1,5um. Bei der Eingabe der Faser speisten wir ein Strahlenprofil ein, welches durch die gebundene Mode einer W-Faser mit einer ähnlichen Form gegeben ist, aber mit einem ausreichend hohen Kernbrechungsindex, um die Mode zu binden.
  • Fig. 3a zeigt, wie das Strahlenintensitätsprofil über dem Faserdurchmesser langsam aus dem Kern bei der Fortpflanzung entlang der Faser herausgebeugt wird, und zwar für den linearen Fall, wo n&sub2; = 0; die Fig. 3b und 3c zeigen die Profile für höhere eingespeiste Leistung. Da wir bei dieser Aufgabe Verluste vernachlässigt haben, muß die Gesamtenergie erhalten bleiben. Dennoch nimmt der Betrag innerhalb eines endlichen Radius von dem Zentrum ab, da Energie in die Plattierung gebeugt wird. Die innerhalb eines Radius von 10um enthaltene Energie nimmt viel langsamer ab als für eine Faser ohne Struktur in dem Brechungsindex (der Strahl würde in einer Entfernung von ungefähr einem Millimeter in einer homogenen Faser dispergieren).
  • Dann studierten wir die Auswirkung eines nichtlinearen Brechungsindexes auf diese Fortpflanzung. Fig. 4 zeigt den Bruchteil der eingespeisten Energie, die noch innerhalb eines Radius von 10um enthalten ist, für Fasern mit einer Länge von 7,5mm, 15mm und 30mm als eine Funktion von n&sub2; x E(0) ². An dieser Figur können wir sehen, daß die Faser als eine Schwellenvorrichtung verwendet werden kann. Wenn der zentrale Teil des Strahls in( sagen wir) eine zweite standardmäßige Monomoden- Faser gekoppelt würde, so würde der Bruchteil der gesamten in die sich fortpflanzende Mode gespeisten Energie von der Eingabeleistung abhängen.
  • Ein Beispiel einer Anordnung, die eine W-Profil-Faser enthält, ist in Fig. 5 gezeigt. In diesem Beispiel ist eine optische W-Profil-Faser F mit einem Y-Koppler 12 verbunden. Einer der Eingabearme 13 des Y- Kopplers 12 wird mit einem Laser 14 gekoppelt, während der Ausgabearm des Kopplers 12 mit der Faser 11 verbunden ist. Eine optische Monomoden-Faser 15 wird an den zentralen Kern der Faser 11 gespleißt.
  • Wenn die in Fig. 5 gezeigte Anordnung als ein optischer Schalter oder Verstärker verwendet werden soll, wird ein optisches Vorspannungssignal von dem Laser 14 der optischen Faser 11 zugeführt. Die Intensität des Vorspanungssignals wird so ausgewählt, daß sie auf dem Abschnitt des Übertragungsleistungsprofils (Fig. 4) liegt, der nahe dem Stufenteil des Profils ist. Zum Beispiel wird für eine optische Faser von 30mm die Vorspannungsintensität so ausgewählt, daß sie ungefähr bei der Position 16 liegt. Durch Vorspannen der Faser an diese Position verursacht ein kleines Steuersignal, das man entlang des anderen Eingabearms 17 des Y-Kopplers 12 anlegt, daß die gesamte einfallende Intensität bei einer Position gegen die Spitze des in Fig. 4 gezeigten Graphen liegt, was zu einer verhältnismäßig hohen Ausgabeleistung führt.
  • Typischerweise wird die transversale Form des Vorspannungssignals allein ähnlich der von Fig. 3a sein. Dadurch wird an dem Ausgabeende der optischen Faser 11 die Energie über ein großes Gebiet ausgebreitet, wobei ein sehr kleiner Anteil innerhalb des zentralen Kerngebiets liegt, so daß nur ein sehr kleiner Betrag des Signals in die optische Faser 15 gekoppelt wird. Wenn ein Signal entlang des Arms 17 bereitgestellt wird, kommt dies zu der Intensität des Vorspannungssignals hinzu, und zwar mit einem Ausmaß, daß die gesamte Intensität z.B. in die Position 18 in Fig. 4 überwechselt. Dies verursacht, daß die optische Faser 11 in ihrem Selbstleitungsmodus umschaltet, indem ein großer Anteil der anfänglichen Gesamtintensität innerhalb des Kerns an das Ausgabeende der Faser geleitet wird, wie in Fig. 3c gezeigt. Dadurch wird ein großes Intensitätssignal in die optische Faser 15 gekoppelt.
  • In einer anderen (nicht gezeigten) Anordnung könnte die optische Faser 11 als ein UND-Schaltkreis verwendet werden, wobei zwei Eingabesignale entlang der Arme 13, 17 (Laser 14 ausgelassen) eingespeist werden, so daß nur, wenn Signale ausreichender Intensität entlang der beiden Arme 13, 17 eingespeist werden, ausreichende Intensität von dem resultierenden Signal vorliegt, damit die Selbstleitung eine große Ausgabeleistung innerhalb des zentralen Kerns der optischen Faser 11 erzeugt.

Claims (11)

1. Optische Vorrichtung mit
einem optischen Wellenleiter (11), der gebildet ist aus einer Anordnung von optisch leitenden Medien mit unterschiedlichen Brechungsindizes, von denen mindestens einer nichtlinear ist in dem Sinn, daß sein Brechungsindex mit der Intensität des eingegebenen Lichts variiert, wobei ein optisches Signal mit einer einzigen Mode entlang dem Wellenleiter geleitet wird oder nicht in Übereinstimmung mit der Intensität des optischen Signals;
einer Kopplungseinrichtung (12) einschließlich Eingabeeinrichtungen (13, 17) zum Koppeln des optischen Signals in ein Eingabeende des Wellenleiters;
und einer Trennungseinrichtung (15), die einem Ausgabeende des Wellenleiters zugeordnet ist zum Trennen der geleiteten Anteile des optischen Signals von den nicht geleiteten Anteilen des Signals;
wobei die optische Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß
die optische Eingabeeinrichtung eine erste (13) und eine zweite (17) Eingabeeinrichtung enthält zum Koppeln eines ersten und zweiten optischen Signals in den Wellenleiter, wobei die kombinierte Intensität der angelegten optischen Signale bestimmt, ob eine Signalmoden- Leitung stattfindet oder nicht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Trennungseinrichtung eine optische Monomoden-Faser (15) aufweist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Wellenleiter (11) zumindest drei ineinander verschachtelte Medien aufweist, wobei die beiden inneren Medien Brechungsindizes in dem leitenden Zustand haben, und zwar jeweils größer bzw. kleiner als der Brechungsindex des äußeren Mediums, wobei der Brechungsindex von zumindest einem der inneren Medien nichtlinear ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei der Wellenleiter (11) einen Kern, eine innere den Kern umgebende Plattierung und eine äußere die innere Plattierung umgebende Plattierung aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Wellenleiter (11) eine optische Faser aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wenn sie von Anspruch 4 abhängt, wobei die den Wellenleiter aufweisende optische Faser einen W- Profil-Brechungsindex hat.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei alle Medien nichtlinear sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welche weiterhin eine Vorspannungssignal-Erzeugungseinrichtung aufweist, die im Betrieb mit der Kopplungseinrichtung zum Injizieren eines optischen Vorspannungssignals in das Eingabeende des Wellenleiters verbunden ist, wobei die Intensität des Vorspannungssignals derart ist, daß der Wellenleiter in seinem nichtlinearen Bereich arbeitet und das Vorspannungssignal abgeschnitten wird.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kopplungseinrichtung einen Y-Koppler (12) aufweist, wobei ein Eingabearm des Kopplers mit der Vorspannungssignal-Erzeugungseinrichtung (13), der andere Eingabearm des Kopplers (17) mit einem Eingabesignal und der Ausgabearm des Kopplers (12) mit dem Wellenleiter (11) gekoppelt ist.
10. Optischer Schalter einschließlich einer optischen Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
11. Verfahren zum Betreiben einer optischen Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß es die folgenden Schritte aufweist: Injizieren eines ersten optischen Signals in den Wellenleiter, wobei die Intensität des ersten Signals derart ist, daß das Signal im wesentlichen abgeschnitten wird; und Injizieren eines zweiten optischen Signals in den Wellenleiter mit einer derartigen Intensität daß die Resultierende des ersten und zweiten Signals eine ausreichende Intensität hat um durch den Wellenleiter geleitet zu werden.
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