DE3786328T2 - Härtbare Zusammensetzung auf der Basis eines silikonfunktionellen organischen Polymers. - Google Patents
Härtbare Zusammensetzung auf der Basis eines silikonfunktionellen organischen Polymers.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue härtbare Zusammensetzung, die mittels Feuchtigkeit zu einer gummiartigen Substanz gehärtet werden kann, die verbesserte Zugeigenschaften und geringe Restklebrigkeit sowie eine ausgezeichnete Lagerstabilität aufweist. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine härtbare Zusammensetzung, die ein organisches Polymer umfaßt, das eine reaktive siliciumfunktionelle Gruppe in seinem Molekül aufweist, und eine spezifische organische Siliciumverbindung, die in der Lage ist, eine gummiartige Substanz mit verbesserten Zugeigenschaften und niedriger Restklebrigkeit sowie ausgezeichneter Lagerstabilität zu ergeben.
- Als ein Polymer, das eine viskose Flüssigkeit vor der Härtung ist und das selbst bei Raumtemperatur zu einer gummiartigen Substanz gehärtet werden kann, ist ein bei Raumtemperatur vulkanisierbares Silikongummi vielfach bekannt (im folgenden als "RTV-Polysiloxan" bezeichnet). Das RTV-Polysiloxan ist zum Gebrauch z. B. in Dichtungsmitteln für Gebäude und Formmassen geeignet. Das RTV-Polysiloxan ist jedoch teuer, da seine Hauptkette ein Polysiloxan ist, und es ist schlecht in einigen physikalischen Eigenschaften.
- Es ist ein elastomeres organisches Polymer vorgeschlagen worden, das bei Raumtemperatur härtbar ist, ähnlich dem RTV-Polysiloxan, und dessen Hauptkette kein Polysiloxan sondern ein elastomeres organisches Polymer ist, wie z. B. gezeigt in dem Patent US-A-3 971 751. Das elastomere organische Polymer hat eine reaktive siliciumfunktionelle Gruppe, die durch die Bildung einer Siloxanbindung durch eine Silanolkondensationsreaktion vernetzbar ist, und es härtet sogar bei Raumtemperatur unter Bildung einer gummiartigen Substanz aus, wie in dem folgenden Reaktionsschema gezeigt:
- in der X' eine hydrolysierbare Gruppe ist. Dieses elastomere organische Polymer ist preiswert verglichen mit dem RTV-Polysiloxan und hat einige Charakteristika, die in dem Polysiloxan nicht vorliegen.
- Im allgemeinen müssen Gummis ein niedriges Elastizitätsmodul und eine hohe Dehnung als Zugeigenschaften haben. Was die feuchtigkeitshärtenden Polymere angeht, so ist, je höher die Dehnung des gehärteten Produkts, die Klebrigkeit der Oberfläche des gehärteten Produkts umso höher. Solch ein gehärtetes Produkt ist schlecht anzufassen oder Staub haftet leicht an seiner Oberfläche. Wenn das gehärtete Produkt weich ist, ist daher die Oberfläche klebrig, obwohl die Dehnung hoch ist. Andererseits, wenn das gehärtete Produkte hart ist, ist die Dehnung niedrig, obwohl die Oberfläche nicht klebrig ist. Weitere wichtige Eigenschaften, die für ein bei Raumtemperatur härtendes Polymer gefordert werden, sind, in einem solchen Ausmaß zu härten, daß die Oberfläche des gehärteten Produkts nicht klebrig ist (geringe Restklebrigkeit) und haltbar während der Lagerung vor der Härtung zu sein (Lagerstabilität).
- Um das Elastizitätsmodul oder die Dehnung des gehärteten Produkts des elastomeren organischen Polymers mit reaktiven Siliciumgruppen zu verbessern, ist ein Verfahren vorgeschlagen worden, das eine Zusammensetzung verwendet, die das elastomere organische Polymer und eine monovalente Silanolverbindung oder deren Derivate umfaßt, wie gezeigt in JP-A-34066/1986 und 34067/1986. Dieses Verfahren ist sehr einfach und nützlich für die Kontrolle der Zugeigenschaften. Die in den obigen Veröffentlichungen offenbarte Zusammensetzung hat jedoch den folgenden Nachteil. Wenn das Elastizitäts- und Dehnungsmodul des gehärteten Produkts ausreichend verbessert sind, verschlechtern sich die Restklebrigkeit des gehärteten Produkts oder die Lagerstabilität der Zusammensetzung, und wenn die Restklebrigkeit und die Lagerstabilität ausreichend sind, ist die Verbesserung des Elastizitäts- und Dehnungsmoduls unzureichend.
- In der EP-A-0 109 979 und der FR-A-2 413 441 sind härtbare Zusammensetzungen eines Polymers beschrieben, das Silicium enthaltende, hydrolysierbare Gruppen und eine hydrolysierbare Siliciumverbindung der allgemeinen Formel Rn-SiX4-n. enthält, in der R ein Kohlenwasserstoffrest ist, der Methyl sein kann, und X eine hydrolysierbare funktionelle Gruppe ist, die Alkoxy oder Acyloxy sein kann, und n eine ganze Zahl von O bis 3 ist, wobei insbesondere die hydrolysierbare Siliciumverbindung ein Monomethyltrialkoxysilan oder ein Dimethyldialkoxysilan ist. Die Härtungsprodukte eines Polymers mit einer vernetzbaren Silicium enthaltenden hydrolysierbaren Gruppe haben jedoch schwerlich sowohl eine hohe Dehnung als auch eine niedrige Klebrigkeit.
- Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine härtbare Zusammensetzung anzugeben, die ein verbessertes Elastizitäts- und Dehnungsmodul des gehärteten Produkts und eine geringe Restklebrigkeit des gehärteten Produkts hat.
- Erfindungsgemäß wird eine härtbare Zusammensetzung angegeben, die umfaßt
- (A) ein organisches Polymer mit durchschnittlich 1,1 bis 5,0 reaktiven siliciumfunktionellen Gruppen, vernetzbar unter Bildung eines Elastomeren durch die Bildung einer Siloxanbindung in seinem Molekül und
- (B) eine organische Siliciumverbindung mit einem Molekulargewicht von nicht weniger als 140 und dargestellt durch die allgemeine Formel
- in der R¹ ein Rest eines Alkohols oder einer schwachen Säure mit einem pKa- Wert von nicht weniger als 1 ist, der eine Valenz von n hat, wobei n eine positive ganze Zahl ist.
- Die erfindungsgemäße härtbare Zusammensetzung kann ein gehärtetes Produkt ergeben, das eine geringe Restklebrigkeit und ein verbessertes Elastizitäts- und Dehnungsmodul hat und weiterhin eine ausgezeichnete Lagerstabilität aufweist.
- Bevorzugte Ausführungsformen der obigen härtbaren Zusammensetzung sind in den Unteransprüchen 2 bis 10 beschrieben.
- Das elastomere organische Polymer, das die beanspruchten spezifischen reaktiven siliciumfunktionellen Gruppen in seinem Molekül aufweist, und das bei der vorliegenden Erfindung verwendet wird (im folgenden als "organisches Polymer (A)" bezeichnet), kann nach den Verfahren hergestellt werden, die beispielsweise in U.S.-A-3 971 751, JP-B-36319/1970, 12154/1971 und 32678/1974 und JP-A-156599/1975, 73561/1976, 6096/1979, 13767/1980, 13768/1980, 82123/1980, 123620/1980, 125121/1980, 131021/1980, 131022/1980, 135135/1980 und 137129/1980 offenbart sind.
- Als organisches Polymer (A) kann ein Polymer mit gummiartigen Eigenschaften verwendet werden, in das die beanspruchte Zahl von reaktiven siliciumfunktionellen Gruppen eingeführt worden ist. Beispiele des Polymeren mit gummiartigen Eigenschaften sind Polyether, Polyester, Ether-Ester- Blockcopolymere, Polybutadiene, Styrolbutadiencopolymere, Acrylnitril- Butadiencopolymere, Acrylsäureester-Butadiencopolymere, Ethylen- Butadiencopolymere, Vinylpyridin-Butadiencopolymere, Ethylenpropylencopolymere, Ethylenvinylacetatcopolymere, Ethylenacrylsäureestercopolymere, Polyisopren, Styrolisobutylencopolymere, Styrolisoprencopolymere, Isobutylenisoprencopolymere, Polychloroprene, Styrolchloroprencopolymere, Acrylnitrilchloroprencopolymere, Polyisobutylene, Polyacrylsäureester und Polymethacrylsäureester.
- Als organisches Polymer (A) wird vorzugsweise ein Polymer benutzt, dessen Hauptkette im wesentlichen zusammengesetzt ist aus einem Polyether, einem Polyester oder einem Ether-Ester-Blockcopolymer, besonders bevorzugt ein Polymer, dessen Hauptkette im wesentlichen aus einem Polyether zusammengesetzt ist.
- Das organische Polymer (A) hat ein zahlenmittleres Molekulargewicht von 300 bis 30.000, vorzugsweise von 500 bis 15.000, und besonders bevorzugt von 5.000 bis 15.000. Wenn das zahlenmittlere Molekulargewicht des Polymers (A) niedriger als 300 ist, wird das Elastizitätsmodul des gehärteten Produkts groß und die Dehnung wird klein. Andererseits, wenn das Molekulargewicht mehr als 30.000 beträgt, wird die Viskosität des organischen Polymers (A) zu groß, um gehandhabt zu werden.
- Der Begriff "reaktive siliciumfunktionelle Gruppe", der in der vorliegenden Beschreibung gebraucht wird, bedeutet eine Gruppe, die unter Bildung einer Siloxanbindung (Si-O-Si) vernetzt werden kann durch eine Silanolkondensationsreaktion. Als reaktive siliciumfunktionelle Gruppe wird beispielsweise eine Gruppe angegeben, in der eine hydrolysierbare Gruppe oder eine Hydroxylgruppe an ein Siliciumatom gebunden ist.
- Ein bevorzugtes Beispiel der reaktiven siliciumfunktionellen Gruppe ist eine Gruppe, die durch die allgemeine Formel
- dargestellt wird, in der R³ eine monovalente Kohlenwasserstoffgruppe mit einem bis zwanzig Kohlenstoffatomen ist, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Alkylgruppe, Arylgruppe und Aralkylgruppe oder Triorganosiloxygruppe dargestellt durch die Formel (3):
- (R&sup4;)&sub3;SiO- (3)
- in der jedes R&sup4; eine monovalente Kohlenwasserstoffgruppe mit ein bis zwanzig Kohlenstoffatomen ist, und wenn mehr als eine R³-Gruppe vorliegt, die Gruppen R³ gleich oder unterschiedlich sind; X eine Hydroxylgruppe oder eine hydrolysierbare Gruppe ist und wenn mehr als eine Gruppe X vorliegt, die Gruppen X gleich oder unterschiedlich sind; a 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 3 und b 0, 1 oder 2 ist, unter der Voraussetzung, daß wenigstens eine Gruppe X vorliegt in der siliciumfunktionellen Gruppe; und m 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 18 ist.
- Wie vorstehend erwähnt, sind die Gruppen R³ gleich oder unterschiedlich und jede ist eine monovalente Kohlenwasserstoffgruppe mit einem bis zwanzig Kohlenstoffatomen ausgewählt aus Alkylgruppe, Arylgruppe und Aralkylgruppe oder eine Triorganosiloxygruppe.
- Beispiele der Kohlenwasserstoffgruppen sind eine Alkylgruppe wie z. B. Methylgruppe oder Ethylgruppe, eine Cycloalkylgruppe wie z. B. Cyclohexylgruppe, eine Arylgruppe wie eine Phenylgruppe, und eine Aralkylgruppe wie z. B. eine Benzylgruppe.
- Die Triorganosiloxygruppe hat die allgemeine Formel
- (R&sup4;)&sub3;SiO- (3)
- in der R&sup4; eine monovalente Kohlenwasserstoffgruppe mit einem bis zwanzig Kohlenstoffatomen wie z. B. Methylgruppe oder Phenylgruppe ist. Die Gruppe X ist eine Hydroxylgruppe oder eine hydrolysierbare Gruppe.
- Beispiele der hydrolysierbaren Gruppen sind ein Halogenatom, ein Wasserstoffatom, eine Alkoxygruppe, eine Acyloxygruppe, eine Ketoxymatgruppe, eine Aminogruppe, eine Amidogruppe, eine Aminoxygruppe, eine Mercaptogruppe und eine Alkenyloxygruppe. Unter diesen wird die Alkoxygruppe, insbesondere die Methoxygruppe bevorzugt, weil die Gruppe günstig hydrolysiert wird.
- Unter den obigen reaktiven siliciumfunktionellen Gruppen wird eine Gruppe bevorzugt, die durch die allgemeine Formel dargestellt wird:
- in der R³, X und a der obigen Definition entsprechen unter der Voraussetzung, daß a 0, 1 oder 2 ist.
- Die Zahl der reaktiven siliciumfunktionellen Gruppen in dem organischen Polymer (A), das bei der vorliegenden Erfindung verwendet wird, beträgt im Durchschnitt 1,1 bis 5,0, vorzugsweise 1,9 bis 4,0, pro Molekül des Polymeren (A). Wenn die Zahl der reaktiven siliciumfunktionellen Gruppen kleiner als 1,1 ist, härtet das Polymer unzufriedenstellend. Andererseits, wenn die Zahl größer als 5 ist, ist das gehärtete Produkt nicht gummiartig. Wenn die Zahl von 1,9 bis 4,0 beträgt, ist das gehärtete Produkt geeignet in bezug auf die Restklebrigkeit für den Fall, daß das Produkt als Dichtungsmasse verwendet wird, und hat ausgezeichnete Eigenschaften als Gummi. Die reaktiven siliciumfunktionellen Gruppen können an jeder beliebigen Position innerhalb des organischen Polymeren (A) stehen. Es wird bevorzugt, daß die reaktiven Siliciumgruppen an den Enden des Moleküls angeordnet sind unter dem Gesichtspunkt, daß es einfach ist, ein gummiartiges gehärtetes Produkt zu bekommen.
- Das Verfahren zur Herstellung des organischen Polymeren (A) wird an einem Polyether als Beispiel im folgenden erklärt:
- Eine hydrogenierte Siliciumverbindung dargestellt durch die allgemeine Formel:
- in der R³, X, a, b und m der obigen Definition entsprechen, wird mit einem Alkylenoxidpolymer umgesetzt, das eine olefinische Gruppe entsprechend der allgemeinen Formel
- hat, in der Z eine bivalente organische Gruppe mit 1 bis 40 Kohlenstoffatomen ist, wie z. B. -R&sup5;-, -R&sup5;OR&sup5;-,
- in R&sup5; eine bivalente Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen ist und, wenn 2 R&sup5;-Gruppen vorliegen, die Gruppen R&sup5; gleich oder verschieden sind; R&sup5; ein Wasserstoffatom oder eine substituierte oder unsubstituierte monovalente organische Gruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen ist; und c 0 oder 1 ist, in Gegenwart eines Platinkatalysators wie z. B. Chlorplatinsäure gemäß einer sogenannten Hydrosilylierung, um ein organisches Polymer (A) zu erhalten.
- Zusätzlich zu der obigen Methode werden beispielhaft Methoden (I) bis (III) zur Herstellung der Alkylenoxidpolymeren mit reaktiven siliciumfunktionellen Gruppen angegeben.
- (I): Ein Verfahren, bei dem eine Polyisocyanatverbindung wie z. B. Toluylendiisocyanat mit einem Alkylenoxidpolymer umgesetzt wird, das Hydroxylgruppen an den Enden des Moleküls hat, um ein Alkylenoxidpolymer zu erhalten, das Isocyanatgruppen an den Enden des Moleküls aufweist, und dann die Isocyanatgruppen in dem Alkylenoxidpolymer mit Gruppen W in einer Siliciumverbindung umgesetzt werden, wie durch die allgemeine Formel dargestellt wird:
- in der W eine aktiven Wasserstoff enthaltende Gruppe ist, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer Hydroxylgruppe, einer Carboxylgruppe, einer Mercaptogruppe und einer primären und sekundären Aminogruppe; und R³, R&sup6;, X und a der obigen Definition entsprechen unter der Voraussetzung, daß a 0, 1 oder 2 ist.
- (II): Ein Verfahren, bei dem eine Mercaptogruppe in der Siliciumverbindung, die durch die Formel (7) dargestellt wird, in der W eine Mercaptogruppe ist, umgesetzt wird mit den Olefingruppen in dem Alkylenoxidpolymer, das eine Gruppe hat, die dargestellt wird durch die Formel (6).
- (III): Ein Verfahren, in dem Hydroxylgruppen in dem Alkylenoxidpolymer, das an den Molekülenden Hydroxylgruppen hat, umgesetzt werden mit einer Verbindung, die dargestellt wird durch die allgemeine Formel
- in der R³, R&sup6;, X und a der obigen Definition entsprechen unter der Voraussetzung, daß a 0, 1 oder 2 ist. Die Verfahren zur Herstellung des organischen Alkylenpolymers (A) sind nicht hierauf beschränkt.
- Beispiele der hydrogenierten Siliciumverbindung, die dargestellt wird durch die Formel (5), sind halogenierte Silane wie z. B. Trichlorsilan, Methyldichlorsilan, Dimethylchlorsilan und Trimethylsiloxydichlorsilan; Alkoxysilane wie z. B. Trimethoxysilan, Triethoxysilan, Methyldimethoxysilan, Phenyldimethoxysilan und 1,3,3,5,5,7,7-heptamethyl-1,1-dimethoxytetrasiloxan; Acyloxysilane wie z. B. Methyldiacetoxysilan und Trimethylsiloxymethylacetoxysilan; Ketoxymatsilane wie z. B. Bis(dimethylketoxymat)methylsilan, Bis(cyclohexylketoxymat)methylsilan und Bis(diethylketoxymat)trimethylsilan; Hydrosilane wie z. B. Dimethylsilan, Trimethylsiloxymethylsilan und 1,1-dimethyl-2,2-dimethyldisiloxan; und Alkenyloxysilane wie z. B. Methyldi(isopropenyloxy)silan.
- Bei der Reaktion der durch die Formel (5) dargestellten hydrogenierten Siliciumverbindung mit dem Alkylenoxidpolymer, das olefinische Gruppen hat, die durch die Formel (6) dargestellt werden, können, nach dem vollständigen Ablauf der Reaktion, ein Teil oder alle der Gruppen X in andere hydrolysierbare Gruppen oder Hydroxylgruppen umgewandelt werden. Wenn die Gruppe X z. B. in der Formel (5) ein Halogenatom oder ein Wasserstoffatom ist, ist es ziemlich vorteilhaft, daß die Gruppe X in eine Alkoxygruppe, eine Acyloxygruppe, eine Aminoxygruppe, eine Alkenyloxygruppe oder eine Hydroxylgruppe umgewandelt wird.
- In der Formel (6) ist R&sup5; ein Wasserstoffatom oder eine substituierte oder unsubstituierte monovalente organische Gruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen. Es wird bevorzugt, daß die Gruppe R&sup5; ein Wasserstoffatom oder eine Kohlenwasserstoffgruppe, besonders bevorzugt ein Wasserstoffatom, ist. Z ist eine bivalente organische Gruppe mit 1 bis 40 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 1 bis 20 Kohlenstoffatomen. Es wird bevorzugt, daß die Gruppe Z R&sup6;-, -R&sup6;OR&sup6;-,
- in der R&sup6; der obigen Definition entspricht. Die Methylengruppe wird als Gruppe Z besonders bevorzugt.
- Das Alkylenoxidpolymer mit der olefinischen Gruppe, die durch die Formel (6) dargestellt wird, kann nach verschiedenen Methoden hergestellt werden, z. B. nach einer Methode, die in JP-A-6097/1979 offenbart ist, oder einer Methode, bei der eine Epoxyverbindung wie z. B. Ethylenoxid oder Propylenoxid mit einer olefinische Gruppen enthaltenden Epoxyverbindung wie z. B. einem Allylglycidylether copolymerisiert wird, zur Herstellung des Alkylenoxidpolymers, das olefinische Gruppen in seinen Seitenketten aufweist.
- Bei dem Alkylenoxidpolymer, das in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, wird es bevorzugt, daß die Hauptkette im wesentlichen wiederkehrende Einheiten der Formel (9) aufweist:
- -R²-O- (9)
- in der R² eine bivalente Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen ist. Es wird am meisten bevorzugt, daß die wiederkehrenden Einheiten meistens zusammengesetzt sind aus wiederkehrenden Einheiten, die durch die Formel (9) dargestellt werden, in denen R² eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist.
- Der Begriff "im wesentlichen" wie oben verwendet, bedeutet, daß die Hauptkette andere Monomereinheiten und/oder Polymereinheiten als -R²-O enthalten kann. Das organische Polymer (A) hat mehr als 50 Gew.-%, vorzugsweise mehr als 70 Gew.-%, besonders bevorzugt mehr als 90 Gew.-% der obengenannten wiederkehrenden Einheiten. Beispiele der bivalenten Kohlenwasserstoffgruppen R² sind
- und -CH&sub2;CH&sub2;CH&sub2;CH&sub2;-, 3'
- Die Hauptkette des Alkylenoxydpolymers ist zusammengesetzt aus wiederkehrenden Einheiten von einer, zwei oder mehreren Arten. Insbesondere wird es bevorzugt, daß R²
- ist.
- Es wird bevorzugt, daß das zahlenmittlere Molekulargewicht des Alkylenoxidpolymers 300 bis 30.000, vorzugsweise 500 bis 15.000, insbesondere 5.000 bis 15.000 beträgt.
- Das organische Polymer (A) kann alleine oder in Mischung verwendet werden.
- Es kann ein Polymer verwendet werden, daß durch die Polymerisation verschiedener Vinylmonomere in der Gegenwart des organischen Polymers (A) erhalten worden ist. In einem solchen Fall wird es bevorzugt, daß das Alkylenoxidpolymer mit den reaktiven siliciumfunktionellen Gruppen als das organische Polymer (A) verwendet wird.
- Das organische Polymer, das durch die Polymerisation verschiedener Vinylmonomere in Gegenwart des organischen Polymers (A) erhalten wird, kann nach verschiedenen Methoden hergestellt werden, beispielsweise offenbart in JP-A-78223/1984, 228516/1985 und 228517/1985.
- Bei der vorliegenden Erfindung wird eine organische Siliciumverbindung (im folgenden als "organische Siliciumverbindung (B)" bezeichnet) entsprechend der allgemeinen Formel
- [(CH&sub3;)&sub3;SiO]nR¹ (1)
- in der R¹ ein Rest eines Alkohols oder einer schwachen Säure mit einem pKa- Wert von nicht weniger als 1 und einer Valenz von n mit einem Molekulargewicht von nicht weniger als 140 ist, wobei n eine positive ganze Zahl ist, zusammen mit dem organischen Polymer (A) verwendet.
- In der Formel (1) ist n vorzugsweise 1, 2 oder 3.
- Beispiele des Restes R¹ in der Formel (1) sind ein Rest eines substituierten oder unsubstituierten aliphatischen Alkohols mit 2 bis 30 Kohlenstoffatomen wie z. B. n-C&sub4;H&sub9;OH, Iso-C&sub4;H&sub9;OH, n-C&sub5;H&sub1;&sub1;H, iso-C&sub5;H&sub1;&sub1;OH, ClCH&sub2;CH&sub2;OH, C&sub6;H&sub5;CH&sub2;OH, ClCH&sub2;CH&sub2;CH&sub2;OH, HOCH&sub2;CH&sub2;OH, HOCH&sub2;CH&sub2;CH&sub2;OH, HOCH&sub2;CH(CH&sub3;)OH, HOCH&sub2;CH&sub2;CH&sub2;CH&sub2;OH, HOCH&sub2;CH(OH)CH&sub2;OH oder Acetylaceton; ein Rest einer substituierten oder unsubstituierten aromatischen Hydroxylverbindung mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen wie z. B. Phenol, Cresol, Chlorphenol, Bisphenol, Naphthol, Hydrochinon oder Hydronaphthochinon; ein Rest einer substituierten oder unsubstituierten aliphatischen oder aromatischen Carbonsäure mit 2 bis 30 - Kohlenstoffatomen wie z. B. Propionsäure, Buttersäure, Valeriansäure, Caprinsäure, Capronsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Heptacosansäure, Behensäure, Melissinsäure, Acrylsäure, Undecylsäure, Sorbinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Arachidonsäure, Propiolsäure, Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Itaconsäure, Benzoesäure, Phthalsäure, Terephthalsäure, Trimellitsäure, Toluylsäure, Chlorbenzolsäure oder Hydroxypropionsäure; ein Rest einer polymeren Verbindung mit Hydroxyl- oder Carboxylgruppen wie z. B. Diethylenglycol, Triethylenglycol, Polyethylenglycol, Polypropylenglycol, Polybutadien mit terminalen Hydroxyl- oder Carboxylgruppen, hydrogeniertes Polybutadien mit terminalen Hydroxyl- oder Carboxylgruppen oder Polyethylenterephthalat mit endständigen Hydroxyl- und/oder Carboxylgruppen; und ein Rest einer anorganischen Säure wie Borsäure oder Kohlensäure.
- Es wird bevorzugt, als R¹ ein Mitglied zu verwenden, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einer Gruppe zusammengesetzt aus einem Kohlenstoffatom und einem Wasserstoffatom, einer Gruppe, die zusammengesetzt ist aus einem Kohlenstoffatom und einem Sauerstoffatom, einer Gruppe, die zusammengesetzt ist aus einem Kohlenstoffatom, einem Wasserstoffatom und einem Sauerstoffatom, einer Gruppe, die zusammengesetzt ist aus einem Kohlenstoffatom, einem Wasserstoffatom und einem Halogenatom und einer Gruppe, die zusammengesetzt ist aus einem Kohlenstoffatom, einem Wasserstoffatom, einem Sauerstoffatom und einem Halogenatom. Unter den vorgenannten Beispielen für R¹ wird es besonders bevorzugt, daß R¹ eine substituierte oder unsubstituierte Phenylgruppe (ein Rest eines substituierten oder unsubstituierten Phenols) ist, unter dem Gesichtspunkt, daß die organische Siliziumverbindung mit der substituierten oder unsubstituierten Phenylgruppe leicht erhältlich ist.
- Der Begriff "eine schwache Säure" bedeutet in der vorliegenden Beschreibung eine Säure, deren pKa-Wert nicht kleiner als 1 ist, vorzugsweise nicht kleiner als 2, insbesondere bevorzugt nicht kleiner als 3 in gelöstem Zustand.
- Das Molekulargewicht der organischen Siliciumverbindung (B) ist nicht kleiner als 140, vorzugsweise nicht kleiner als 150. Wenn das Molekulargewicht kleiner als 140 ist, ist die Verbesserung des Elastizitäts- und Dehnungsmoduls des gehärteten Produkts unzureichend. Ebenso ist das Molekulargewicht der organischen Siliciumverbindung (B) vorzugsweise nicht größer als 5.000, insbesondere nicht größer als 2.000. Wenn der Rest R¹ ein Rest einer polymeren Verbindung ist, bedeutet das Molekulargewicht das zahlenmittlere Molekulargewicht.
- Bevorzugte Beispiele der organischen Siliciumverbindung (B) sind z. B.
- (CH&sub3;)&sub3;SiO(CH&sub2;CH&sub2;O)&sub2;Si(CH&sub3;)&sub3;,
- (CH&sub3;)&sub3;SiO(CH(CH&sub3;)CH&sub2;O)&sub2;Si(CH&sub3;)&sub2;, (CH&sub3;)&sub3;SiOCOCH&sub2;CH&sub2;CH&sub2;CH&sub2;COOSi(CH&sub3;)&sub3;, (CH&sub3;)&sub3;SiO-CO-C&sub6;H&sub5;, (CH&sub3;)&sub3;SiO(CH&sub3;)C=CHCOCH&sub3;, [(CH&sub3;)&sub3;SiO]&sub3;B und [(CH&sub3;)&sub3;SiO]&sub2;CO.
- Als Verbindung (B) ist die Verbindung mit der Formel
- besonders bevorzugt unter dem Gesichtspunkt, daß sie leicht erhältlich ist.
- Der Gehalt der organischen Siliciumverbindung (B) wird in geeigneter Weise in Abhängigkeit von den gewünschten Eigenschaften des gehärteten Produkts bestimmt. Üblicherweise beträgt der Gehalt der organischen Siliciumverbindung (B) 0,1 bis 10 Gewichtsteile, vorzugsweise 0,5 bis 5 Gewichtsteile bezogen auf 100 Gewichtsteile des organischen Polymers (A).
- Wenn die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung hergestellt wird, wird die organische Siliciumverbindung (B) gleichmäßig gelöst oder dispergiert in dem organischen Polymer (A), unter Rühren und, wenn notwendig, unter Erhitzen. Es ist nicht notwendig, die Mischung des organischen Polymers (A) und der organischen Siliciumverbindung (B) vollständig einheitlich zu machen, und das Ziel der Erfindung kann zufriedenstellend erreicht werden, wenn die organische Siliciumverbindung (B) nahezu gleichmäßig in dem organischen Polymer (A) dispergiert ist, selbst wenn die Mischung nicht transparent ist. Falls notwendig, kann ein Mittel zur Verbesserung der Dispergierbarkeit wie z. B. ein oberflächenaktives Mittel verwendet werden.
- Die härtbare Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann in geeigneter Weise als ein Klebstoff, ein druckempfindlicher Klebstoff, ein Lack, ein Dichtungsmaterial, ein wasserdichtmachendes Material, als Spray, als Formmasse, als Gummiformmaterial und dergleichen unter Zusatz verschiedener Additive angewendet werden, wenn die Gelegenheit es verlangt. Beispiele der Additive sind z. B. verstärkende oder nicht verstärkende Füller wie z. B. Quarzpulver, Ruß, Calciumcarbonat, Titanoxid, Talkum, Asbest oder Glasfasern, Weichmacher, Antioxidantien, Ultraviolettabsorber, Pigmente und Flammhemmer. Die härtbare Zusammensetzung der Erfindung ist insbesondere geeignet zur Verwendung in Dichtungsmassen.
- Wenn die erfindungsgemäße härtbare Zusammensetzung als Dichtungsmasse verwendet wird, kann die Zusammensetzung Weichmacher, Füller, Verstärkungsmittel, Antiablaufmittel, Färbemittel, Antioxidantien, Haftverbesserer, Härtungskatalysatoren, Modifiziermittel und andere Additive enthalten, wenn es die Gelegenheit verlangt.
- Zur Kontrolle der Eigenschaften der Zusammensetzung oder des gehärteten Produkts kann ein Weichmacher in der Zusammensetzung enthalten sein. Beispiele für den Weichmacher sind Phthalsäureester wie z. B. Dibutylphthalat, Diheptylphthalat, Di(2-ethylhexyl)phthalat, Butylbenzylphthalat oder Butylphthalylbutylglycolat; ein nicht aromatischer dibasischer Säureester wie z. B. Dioctyladipat oder Dioctylsebazat; ein Ester eines Polyalkylenglycols wie z. B. Diethylenglycoldibenzoat oder Triethylenglycoldibenzoat; ein Phosphorsäureester wie z. B. Trikresylphosphat oder Tributylphosphat; ein chloriertes Paraffin; ein Kohlenwasserstofföl wie z. B. ein Alkyldiphenol oder ein teilweise hydrogeniertes Terphenol. Die Weichmacher werden allein oder in Mischung verwendet. Es ist möglich, die Weichmacher gleichzeitig mit der Herstellung des organischen Polymers (A) zuzumischen. Als Füller oder Verstärker werden konventionelle verwendet.
- Beispiele der Füller und Verstärker sind schweres oder leichtes Calciumcarbonat; Calciumcarbonat, dessen Oberfläche mit einer Fettsäure, einer Harzsäure, einem kationischen Tensid oder einem anionischen Tensid behandelt worden ist; Magnesiumcarbonat, Talkum, Titanoxid, Bariumsulfat, Aluminiumoxid, Metallpulver wie z. B. Aluminiumpulver, Zinkpulver oder Eisenpulver, Bentonit, Kaolin-Ton, Quarzstaub, Quarzpulver und Ruß. Die Füller oder Verstärker werden allein oder in Mischung eingesetzt. Wenn Füller oder Verstärker verwendet werden, die der Zusammensetzung Transparenz vermitteln, wie z. B. Quarzstaub, können Dichtungsmassen mit ausgezeichneter Transparenz erhalten werden.
- Beispiele für das Antiablaufmittel sind ein Derivat von hydrogeniertem Castoröl, Metallseifen wie z. B. Calciumstearat, Aluminiumstearat oder Bariumstearat.
- Als farbgebende Mittel können ein übliches anorganisches Pigment, ein organisches Pigment oder lösliche Farbstoffe verwendet werden, wie es die Gelegenheit verlangt.
- Als Modifizierungsmittel werden verschiedene Silankupplungsmittel eingesetzt, wie es die Gelegenheit verlangt. Beispiele der Silankupplungsmittel sind Alkylalkoxysilane wie z. B. Methyltrimethoxysilan, Dimethyldimethoxysilan und n-Propyltrimethoxysilan; Alkylisopropenoxysilane wie z. B. Dimethyldiisopropenoxysilan, Methyltriisopropenoxysilan und γ- Glycidoxypropylmethyldiisopropenoxysilan; Alkoxysilane mit funktionellen Gruppen wie z. B. γ-Glycidoxypropylmethyldimethoxysilan, γ- Glycidoxypropyltrimethoxysilan, Vinyltrimethoxysilan, Vinyldimethylmethoxysilan, γ-Aminopropyltrimethoxysilan, N-(β- Aminoethyl)aminopropylmethyldimethoxysilan, γ-Mercaptopropyltrimethoxysilan und γ-Mercaptopropylmethyldimethoxysilan; Silikonlack und Polysiloxane.
- Durch Anwendung der obengenannten Modifizierungsmittel ist es möglich, die Härte des gehärteten Produkts zu erhöhen oder zu erniedrigen, um bessere Dehnungseigenschaften zu erzielen. Obwohl die härtbare Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung selbst gute Haftung zu Glas, Keramik oder Metall aufweist, kann die Zusammensetzung der Erfindung in großem Umfang unter Verwendung von Grundierungen auf verschiedenen Materialien haften. Die Haftungseigenschaft der härtbaren Zusammensetzung auf verschiedenen Materialien kann weiter verbessert werden durch die Einarbeitung eines Haftungsvermittlers wie z. B. eines Epoxyharzes, eines Phenolharzes, verschiedener Silankupplungsmittel, von Alkyltitanaten oder aromatischen Polyisocyanaten. Die Vermittler können alleine oder in Mischungen verwendet werden.
- Beispiele für den Härtungskatalysator sind Titanate wie z. B. Tetrabutyltitanat oder Tetrapropyltitanat; Organozinnverbindungen wie z. B. Dibutylzinndilaurat, Dibutylzinnmaleat, Dibutylzinndiacetat, Zinnoctylat oder Zinnaphthenat; Bleioctylat; eine Aminverbindung wie z. B. Butylamin, Octylamin, Dibutylamin, Monoethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin, Diethylentriamin, Triethylentetramin, Oleylamin, Cyclohexylamin, Benzylamin, Diethylaminopropylamin, Xylylendiamin, Triethylendiamin, Guanidin, Diphenylguanidin, 2,4,6-Tris(dimethylaminomethyl)phenol, Morpholin, N- Methylmorpholin oder 1,3-Diazobicyclo(5,4,6)undecen-7(DBU), und ihre Salze einer Carboxylsäure; ein Polyamid mit einem niedrigen Molekulargewicht, erhalten durch die Reaktion eines Überschusses Polyamin mit einer polybasischen Säure; ein Reaktionsprodukt eines Überschusses Polyamin mit einer Epoxyverbindung; und ein Silankupplungsmittel mit einer Aminogruppe, z. B. ein Silanolkondensationskatalysator wie z. B. γ-Aminopropyltrimethoxysilan oder N-(β-aminoethyl)aminopropylmethyldimethoxysilan Der Härtungskatalysator kann allein oder in Mischung eingesetzt werden.
- Ein Lösemittel kann in die härtbare Zusammensetzung der Erfindung eingebracht werden, um die Verarbeitbarkeit zu verbessern oder die Viskosität der Zusammensetzung zu erniedrigen. Beispiele für das Lösemittel sind ein aromatisches Kohlenwasserstofflösemittel wie z. B. Toluol oder Xylol; ein Esterlösemittel wie z. B. Ethylacetat, Butylacetat, Amylacetat oder Cellosolveacetat; ein Ketonlösemittel wie z. B. Methylethylketon, Methylisobutylketon oder Diisobutylketon. Die obigen Lösemittel können nach der Herstellung des organischen Polymers (A) verwendet werden.
- Obwohl es nicht notwendig ist, Antioxidantien oder Ultraviolettabsorber zu verwenden, kann ein konventionelles Antioxidans oder ein Ultraviolettabsorber verwendet werden, wenn die Gelegenheit es verlangt.
- Wenn die härtbare Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung als Dichtungsmaterial verwendet wird, kann das Dichtungsmaterial in der Form eines 2-Komponentenmaterials verwendet werden, wobei alle Bestandteile des Dichtungsmaterials vorher gemischt werden und die Mischung in einem luftdichten Behälter aufbewahrt wird. Das Material wird, wenn es angewendet worden ist, durch die atmosphärische Feuchtigkeit gehärtet. Das Dichtungsmaterial kann als 2-Komponentenmaterial bereitgestellt werden, wobei die Härtungsmittelkomponente, die z. B. einen Härtungskatalysator, einen Füller, einen Weichmacher, Wasser und die Hauptkomponente umfassend das organische Polymer (A) und die organische Siliciumverbindung (B) getrennt hergestellt werden und die Härtungsmittelkomponente und die Hauptkomponente unmittelbar vor der Benutzung gemischt werden.
- Wenn die härtbare Zusammensetzung der Erfindung als 1-Komponentenmaterial verwendet wird, wird es bevorzugt, daß die Bestandteile, die Feuchtigkeit enthalten, vorher entwässert und getrocknet werden oder die Entwässerung unter reduziertem Druck während des Mischens und Knetens aller Bestandteile durchgeführt wird.
- Wenn die härtbare Zusammensetzung der Erfindung als 2-Komponentenmaterial benutzt wird, wird es bevorzugt, obwohl eine Gelierung kaum passiert, selbst wenn ein wenig Feuchtigkeit in den Komponenten vorliegt, da der Härtungskatalysator und das organische Polymer (A) getrennt gelagert werden, zu entwässern und zu trocknen, wenn es notwendig ist, um die ausgezeichnete Lagerstabilität zu erhalten.
- Als Entwässerungs- und Trocknungsverfahren wird eine Trocknungsmethode unter Erhitzung in geeigneter Weise angewendet, wenn die Bestandteile Feststoffe sind, und wenn die Bestandteile flüssig sind, wird ein Entwässerungsverfahren unter reduziertem Druck oder ein Entwässerungsverfahren unter Verwendung eines synthetischen Zeoliths, von aktivem Aluminiumoxid oder Silicagel bevorzugt. Die Entwässerung kann auch durch Einführung einer kleinen Menge einer Isocyanatverbindung zu den Bestandteilen durchgeführt werden; eventuell anwesendes Wasser wird mit den Isocyanatgruppen reagieren.
- Zusätzlich zu der Entwässerung und Trocknung kann die Lagerstabilität weiter verbessert werden durch Zusatz niederer Alkohole wie z. B. Methanol und Ethanol oder von Alkoxysilanen wie z. B. n-Propyltrimethoxysilan, Vinylmethyldimethoxysilan, γ-Mercaptopropylmethyldimethoxysilan, γ- Mercaptopropylmethyldiethoxysilan und γ-Glycidoxypropyltrimethoxysilan.
- Die vorliegende Erfindung wird genauer beschrieben und erklärt durch die folgenden Beispiele und Vergleichsbeispiele, in denen alle Prozentangaben und Teile nach Gewicht angegeben sind, wenn nichts anderes angegeben ist.
- Zu 100 g eines Propylenoxidpolymers mit einem mittleren Molekulargewicht von 9.600 und durchschnittlich drei Dimethoxysilylgruppen der Formel:
- pro Molekül wurden 1,75 g einer Organosiliciumverbindung: (CH&sub3;)&sub3;SiOC&sub6;H&sub5; zugegeben und die Mischung wurde bei 80ºC 2 Stunden gerührt. Zu der Reaktionsmischung wurden 150 g eines klebrigen Calciumcarbonats, behandelt mit einer Fettsäure (kommerziell erhältlich unter dem Handelsnamen "CCR", hergestellt von Shiraishi Kogyo Kabushiki Kaisha), 65 g Dioctylphthalat, 1 g eines gehinderten Phenolantioxidans (kommerziell erhältlich unter dem Handelsnamen "Nocrac NS-6" hergestellt von Ouchi Shinko Kagaku Kabushiki Kaisha), 3 g Zinnoctylat und 1 g Laurylamin, und die Mischung wurde gründlich geknetet durch mehrmaliges Passieren einer 3- Walzenmühle, um eine härtbare Zusammensetzung zu erhalten.
- Die Zusammensetzung wurde gehärtet und die Eigenschaften des resultierenden Elastomers wurden gemessen, wie unten angegeben. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.
- Nach dem japanischen Industriestandard (JIS) A 5758 wurde die H-förmige Probe des Typs 2 aus der erhaltenen Zusammensetzung hergestellt (Substrat: anodisch oxidiertes Aluminium, Grundierung: Siliciumverbindung, kommerziell erhältlich unter dem Handelsnamen "APZ-730", hergestellt von Nippon Unica Kabushiki Kaisha). Nach Alterung der Probe unter den vorgegebenen Testbedingungen wurden ihre Dehnungseigenschaften gemessen.
- In der Tabelle 1 ist M&sub1;&sub5;&sub0; das Elastizitätsmodul bei 150 % Dehnung, TB das Elastizitätsmodul bei Bruch und EB die Dehnung bei Bruch.
- Die Klebrigkeit wurde durch Berühren der obigen Probe mit den Fingern bewertet.
- Die Lagerstabilität wurde bestimmt anhand des Verhältnisses der Viskosität der Zusammensetzung nach Lagerung bei 50ºC über eine Woche zur Viskosität der Zusammensetzung vor der Lagerung. Die Viskosität wurde bei 23ºC mit einem Brook-field-Viskosimeter gemessen.
- Je kleiner das Verhältnis ist, umso besser ist die Lagerstabilität.
- Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß die Verbindung C&sub6;H&sub5;OSi(CH&sub3;)&sub3; nicht zugegeben wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.
- Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß eine Verbindung (CH&sub3;)&sub3;SiOH (Vergleichsbeispiel 2) oder eine Verbindung (C&sub6;H&sub5;)&sub3;SiOH (Vergleichsbeispiel 3) anstelle der Verbindung C&sub6;H&sub5;OSi(CH&sub3;)&sub3; verwendet wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt. Tabelle 1 Beispiel Nr. organische Silicium-Verbindung (B) H-Typ Dehnungseigenschaft Klebrigkeit (Berührung mit den Fingern) Lagerstabilität Beispiel 1 Vergleichsbeispiel 1 (Bemerkungen) *¹: Die Zusammensetzung ist so klebrig wie eine Zusammensetzung ohne organische Siliciumverbindung (B) (erhalten im Vergleichsbeispiel 1). *²: Die Zusammensetzung ist klebriger als eine Zusammensetzung ohne organische Siliciumverbindung (B) (erhalten im Vergleichsbeispiel 1).
- Durch die Ergebnisse in Tabelle 1 wird bestätigt, daß, wenn die Verbindung (CH&sub3;)&sub3;SiOH verwendet wird, die Klebrigkeit ausgezeichnet ist, aber das Elastizitätsmodul und die Dehnung unzufriedenstellend sind. Ebenso werden, wenn die Verbindung (C&sub6;H&sub5;)&sub3;SiOH verwendet wird, das Elastizitätsmodul und die Dehnung verbessert, aber die Klebrigkeit ist schlecht. Andererseits, wenn die Verbindung (CH&sub3;)&sub3;SiOHC&sub6;H&sub5; verwendet wird, werden das Elastizitätsmodul und die Dehnung verbessert und die Klebrigkeit ist ausgezeichnet.
- Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß eine organische Siliciumverbindung wie in Tabelle 2 eingesetzt wurde anstelle der Verbindung C&sub6;H&sub5;OSi(CH&sub3;)&sub3;.
- Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt. Tabelle 2 Beispiel Nr. Organische Siliciumverbindung (B) Klebrigkeit Lagerstabilität Beispiel Vergleichsbeispiel
- Durch die Ergebnisse in Tabelle 2 wird bestätigt, daß die härtbare Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung hinsichtlich des Elastizitätsmoduls, der Klebrigkeit und der Lagerstabilität ausgezeichnet ist. Andererseits wird die Lagerstabilität schlecht, wenn als die organische Siliciumverbindung (B) die organische Siliciumverbindung benutzt wird, die eine Verbindung erzeugt, die ein Silanolkondensationskatalysator ist, wie z. B. Ammonium oder Amine.
- Zu 100 g Propylenoxidpolymer mit einem mittleren Molekulargewicht von 10.000 und durchschnittlich 2,7 Methyldimethoxysilylgruppen pro Molekül wurden 3 g einer Verbindung C&sub6;H&sub5;OSi(CH&sub3;)&sub3; zugegeben und die Mischung wurde bei 80ºC 2 Stunden gerührt, um eine härtbare Zusammensetzung zu ergeben (Beispiel 6).
- Die Dehnungseigenschaft der erhaltenen Zusammensetzung wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 gemessen.
- Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 dargestellt.
- Das Verfahren des Beispiels 6 wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß die organische Siliciumverbindung nicht hinzugegeben wurde (Vergleichsbeispiel 7). Tabelle 3 H-Typ Dehnungseigenschaft Beispiel Nr. Beispiel 7 Vergleichsbeispiel 7 (Bemerkung) *1: M&sub5;&sub0; ist das Elastizitätsmodul bei 50% Dehnung.
- Wie sich aus obigen Beispielen ergibt, ist die Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung ausgezeichnet in bezug auf die Lagerstabilität und ergibt ein Elastomer mit verbesserter Zugfestigkeit und niedriger Restklebrigkeit.
- Zusätzlich zu den Bestandteilen, die in den Beispielen benutzt werden, können andere Bestandteile in den Beispielen benutzt werden, die in der Beschreibung angegeben sind, um im wesentlichen die gleichen Ergebnisse zu erhalten.
Claims (10)
1. Eine härtbare Zusammensetzung umfassend (A) ein organisches Polymer
mit durchschnittlich 1,1 bis 5,0 reaktiven siliciumfunktionelle
Gruppen, die vernetzbar sind, um ein Elastomer durch die Bildung
einer Siloxanbindung in seinem Molekül herzustellen und
(B) eine organische Siliciumverbindung mit einem Molekulargewicht
von nicht weniger als 140 und dargestellt durch die Formel (1):
in der R¹ ein Rest eines Alkohols oder einer schwachen Säure mit
einem pKa-Wert von nicht weniger als 1 und einer Valenz von n ist,
wobei n eine positive ganze Zahl ist.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei der das Gewichtsverhältnis des
organischen Polymers (A) zu der organischen Siliciumverbindung (B)
100/0,1 bis 100/10 beträgt.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, bei der das organische
Polymer (A) ein Alkylenoxidpolymer ist, dessen Hauptkette im
wesentlichen aus wiederkehrenden Einheiten besteht, die durch die
Formel -R²-O- dargestellt werden, wobei R² eine bivalente
Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen ist.
4. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der das
zahlenmittlere Molekulargewicht des organischen Polymers (A) 300 bis
30.000 beträgt.
5. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der das
organische Polymer (A) ein Polymer ist, dessen Hauptkette zu mehr
als 50 Gew.-% aus einem Propylenoxid besteht und das ein
Molekulargewicht von 500 bis 15.000 hat.
6. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die
reaktive siliciumfunktionelle Gruppe eine Gruppe ist, die durch die
Formel (2) dargestellt wird:
in der R³ eine monovalente Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20
Kohlenstoffatomen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
Alkylgruppe, Arylgruppe, und Aralkylgruppe oder eine
Triorganosiloxygruppe ist dargestellt durch die Formel (3):
(R&sup4;)&sub3;SiO- (3)
in der jedes R&sup4; eine monovalente Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20
Kohlenstoffatomen ist und, wenn mehr als ein R³ vorliegt, die Gruppen
R³ gleich oder verschieden sind; X eine Hydroxylgruppe oder eine
hydrolisierbare Gruppe ist und wenn mehr als ein X anwesend ist, die
Gruppen X gleich oder verschieden sind; a 0 oder eine ganze Zahl von
1 bis 3 und b 0, 1 oder 2 ist unter der Voraussetzung, daß
wenigstens ein X vorliegt in der siliciumfunktionellen Gruppe; und m
0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 18 ist.
7. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, in der die
reaktive siliciumfunktionelle Gruppe eine Gruppe ist, die
dargestellt wird durch die Formel (4)
in der R³ eine Gruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen ist, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Alkylgruppe, Arylgruppe und
Aralkylgruppe oder eine Triorganosiloxygruppe dargestellt durch die
Formel (3):
(R&sup4;)&sub3;SiO- (3),
in der jedes R&sup4; eine monovalente Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 20
Kohlenstoffatomen ist, und wenn mehr als ein R³ vorliegt, die Gruppen
R³ gleich oder verschieden sind; X eine Hydroxylgruppe oder eine
hydrolisierbare Gruppe ist und, wenn mehr als ein X vorliegt, die
Gruppen X gleich oder verschieden sind und a 0, 1 oder 2 ist.
8. Zusammensetzung nach Anspruch 6 oder 7, in der die Gruppe X eine
Methoxygruppe ist.
9. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, in der das
Molekulargewicht der organischen Siliciumverbindung (B) nicht
weniger als 150 beträgt.
10. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, in der die
organische Siliciumverbindung (B) eine Verbindung ist, die durch die
Formel
dargestellt wird.
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