DE3819087C1 - - Google Patents
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21F—SAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
- E21F13/00—Transport specially adapted to underground conditions
- E21F13/004—Staff transport system
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Geology (AREA)
- Control Of Conveyors (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung der Sicher
heit des transportbandgebundenen Personentransportes in berg
baulichen Untertagebetrieben, wobei die zu transportierenden
Personen an einer Aufsprungstelle auf das unbeladene oder mit
Schüttgut beladene Transportband aufspringen und vor einer
Gefahrenstelle an einer Absprungstelle von dem Transportband
abspringen und wobei mit Hilfe einer berührungslosen elektro
nischen Meßvorrichtung, die einen Rechner aufweist, z. B. mit
Hilfe eines sogenannten Scanners, das Beladungsprofil des
Transportbandes überwacht sowie bei Annäherung einer auf dem
Transportband befindlichen Person an die Gefahrenstelle das
Transportband von der elektronischen Meßeinrichtung abge
schaltet wird.
Der Ausdruck Transportband steht als pars
pro toto für die gesamte Vorrichtung mit Transportbandgestell,
Fördergut sowie Laufwalzen oder Laufrollen und Antrieb, An
triebswalze sowie Umlenkwalze. Schüttgut meint insbesondere
die in einem Untertagebetrieb hereingewonnene Kohle, aber auch
z. B. beim Streckenvortrieb hereingewonnenes Gestein. Das
Transportband mag in einer Förderstrecke angeordnet sein.
Eine Gefahrenstelle ist z. B. eine Übergabestelle, an der das
Schüttgut in einen Bunker, an einen Förderwagen oder an ein
anderes Transportmittel übergeben wird. Es kann sich aber bei
der Gefahrenstelle auch um eine Profilbeschränkung handeln.
Die Absprungstelle ist in ausreichendem Abstand von der Ge
fahrenstelle angeordnet. Annäherung an die Gefahrenstelle
meint, daß eine Person, die auf das Transportband aufgesprun
gen ist, aus welchem Grunde auch immer, die Absprungstelle
passiert und sich bei arbeitendem Transportband im Bereich
zwischen Absprungstelle und Gefahrenstelle befindet. Beladungs
profil meint die Kontur des Schüttgutes, aber auch die Kontur
von Personen, die sich auf dem unbeladenen oder mit Schüttgut
beladenen Transportband befinden.
Bei den aus der Praxis bekannten Maßnahmen, von denen die Er
findung ausgeht, ist lediglich eine Meßstelle vorgesehen, und
zwar im Bereich zwischen Absprungstelle und Gefahrenstelle.
Da die Schüttguthöhe auf dem Transportband statistisch schwankt,
ist das gemessene Beladungsprofil mit einer erheblichen Unge
nauigkeit behaftet. Ist der Unterschied des gemessenen Bela
dungsprofils, bei dem die Abschaltung des Transportbandes er
folgt, von einer im Rechner festgelegten Bezugsgröße zu groß
gewählt, so besteht die Gefahr, daß z. B. eine auf dem Trans
portband liegende Person die Meßstelle passiert, ohne daß ein
Abschalten erfolgt, so daß die Person in Gefahr gerät. Ist
der Unterschied zu klein gewählt, so erfolgen Abschaltungen,
weil beispielsweise Gesteinsbrocken die Meßstelle passieren
und die Abschaltung bewirken. Solche Fehlabschaltungen stören
erheblich den betrieblichen Ablauf in einem Untertagebetrieb.
Im einzelnen ist zum Stand der Technik folgendes zu bemerken:
Es ist konkret ein Verfahren zur Beladungskontrolle von Trans
portbändern bekannt, bei welchem durch berührungslos messende
Geräte mit hoher Taktfrequenz die Oberflächenkontur des Bela
dungsgutes gleichsam als Schnittbild taktweise gemessen wird.
In diesen Zusammenhang gehören die schon erwähnten Scanner.
In Verbindung mit der Laufgeschwindigkeit des Transportbandes
und in Kenntnis seiner Geometrie im unbeladenen Zustand läßt
sich somit von dem Beladungsprofil auf das Beladungsvolumen
schließen. Da im allgemeinen das Schüttgut relativ kleinstückig
ist, lassen sich durch rechnerseitige Vorgabe in der Steue
rung der Meßeinrichtung bestimmte Mindestmaße und Formen von
großstückig zusammenhängenden Körpern erkennen. Das vor der
Gefahrenstelle angeordnete Meßgerät schützt durch automati
sches Abschalten des Transportbandes und akusto-optische Sig
nale die nachgeschalteten Anlagen und Maschinen vor Störun
gen und Beschädigungen durch zu große Brocken im Schüttgut.
Insbesondere dienen diese Maßnahmen jedoch dem Personenschutz,
wenn ein transportbandgebundener Personentransport erfolgt.
Aufgrund der relativ langen Förderstrecken in Untertagebetrie
ben und den damit verbundenen langen Beförderungszeiten von
der Aufsprungstelle zur Absprungstelle besteht, insbesondere
nach einer verfahrenen Schicht, die Möglichkeit, daß eine auf
dem Transportband befindliche Person unaufmerksam wird und
die Absprungstelle verpaßt, woraus erhebliche Gefahren für
Leib und Leben dieser Person resultieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschrie
benen Maßnahmen so zu führen, daß wesentlich sicherer erfaßt
wird, ob sich auf dem Transportband eine Person befindet, die
sich der Gefahrenstelle nähert, so daß rechtzeitig eine Ab
schaltung durchgeführt werden kann, - während andererseits
die vorstehend beschriebenen Fehlabschaltungen vermieden wer
den.
Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß an einer
ersten Meßstelle in Transportrichtung des Transportbandes vor
der Aufsprungstelle sowie an einer zweiten Meßstelle hinter
der Absprungstelle jeweils eine elektronische Meßvorrichtung
angeordnet wird, mit der das Beladungsprofil, zumindest be
reichsweise, gemessen wird, daß die ermittelten elektronischen
Meßwerte mit Hilfe des Rechners verglichen werden, und daß
die Abschaltung des Transportbandes vorgenommen wird, wenn
die Meßwerte sich störend unterscheiden. Nach bevorzugter Aus
führungsform der Erfindung werden die ermittelten elektroni
schen Meßwerte mit Hilfe des Rechners voneinander subtrahiert,
so daß gleichsam der schüttgutbedingte Beladungszustand eli
miniert wird, seine Ungenauigkeiten nicht mehr stören und nur
die Kontur einer auf dem Transportband befindlichen Person
oder eines entsprechend großen Gesteinsbrockens od. dgl. er
mittelt wird. Durch besonders hohe Sicherheit ausgezeichnet
ist eine Verfahrensweise, die dadurch gekennzeichnet ist, daß
die Messungen taktweise durchgeführt werden und daß die erste
Meßstelle sowie die zweite Meßstelle phasenverschoben so be
trieben werden, daß die Beladungsprofile an der gleichen Stel
le des Transportbandes gemessen werden.
Im folgenden werden die Erfindung und die durch die Erfindung
erreichten Vorteile anhand einer lediglich ein Ausführungs
beispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert.
Die einzige Figur zeigt das Schema einer Anlage, die für das
erfindungsgemäße Verfahren eingerichtet ist.
In der Figur erkennt man oben die schematische Darstellung
eines Transportbandes 1 mit zumindest einer Umkehrwalze 2 und
einer Antriebswalze 3. Dieses Transportband 1 dient in der
eingangs beschriebenen Weise zum Transport von Schüttgut, aber
auch zum Personentransport. Die zu transportierenden Personen
springen an einer Aufsprungstelle 4 auf das mit Schüttgut be
ladene oder nicht mit Schüttgut beladene Transportband 1 auf
und an einer Absprungstelle 5 vor einer Gefahrenstelle 6,
z. B. vor einer Übergabestelle, von dem Transportband 1 ab.
Mit Hilfe einer berührungslosen elektronischen Meßeinrichtung,
die einen Rechner aufweist, wird das Beladungsprofil B des
Transportbandes 1 überwacht sowie bei Annäherung einer auf
dem Transportband 1 befindlichen Person an die Gefahrenstelle
6 das Transportband 1 von der elektronischen Meßeinrichtung
abgeschaltet.
Man erkennt in der Figur oben, daß eine erste Meßstelle 7 in
Transportrichtung des Transportbandes 1 vor der Aufsprung
stelle 4 und eine zweite Meßstelle 8 hinter der Absprungstelle
5 angeordnet wird, und zwar mit jeweils einer elektronischen
Meßeinrichtung. Mit diesen elektronischen Meßeinrichtungen
wird das Beladungsprofil B, zumindest bereichsweise, gemessen.
Die ermittelten elektronischen Meßwerte werden mit Hilfe des
Rechners verglichen. Die Abschaltung des Transportbandes 1
wird vorgenommen, wenn sich diese Meßwerte störend unterschei
den. Störend meint, daß der Unterschied größer ist, als einem
vorgegebenen Schwellwert entspricht. Im Ausführungsbeispiel
und nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung werden die
ermittelten elektronischen Meßwerte mit Hilfe des Rechners
voneinander subtrahiert. Im übrigen ist im Ausführungsbei
spiel die Anordnung so getroffen, daß die erste Meßstelle 7
und die zweite Meßstelle 8 phasenverschoben so betrieben wer
den, daß die Beladungsprofile B an der gleichen Stelle des
arbeitenden Transportbandes 1 gemessen werden.
Im mittleren Teil der Figur erkennt man die Beladungsprofile
B, die einerseits an der ersten Meßstelle 7 und andererseits
an der zweiten Meßstelle 8 gemessen werden. Diese beiden Meß
werte B sind rechts im Mittelteil der Figur dargestellt. Links
im Mittelteil der Figur erkennt man die Differenz, nämlich
praktisch das Profil mit fehlender Beladung. Im unteren Teil
der Figur erkennt man rechts das Beladungsprofil B an der Meß
stelle 7. An der Aufsprungstelle 6 mag eine Person aufgesprun
gen sein, die das Beladungsprofil B verändert, wie es rechts
bei dem Pfeil 9 dargestellt ist. Bildet man hier die Diffe
renz, so erhält man Meßverhältnisse, wie sie im unteren Teil
der Figur links angedeutet sind. Es bleibt gleichsam das Pro
fil 10 der Person. Damit wird unmittelbar deutlich, daß auf
diese Weise eine sichere Erfassung einer auf dem Transportband
befindlichen Person möglich ist, die sich der Gefahrenstelle
nähert.
Claims (3)
1. Verfahren zur Erhöhung der Sicherheit des transportbandge
bundenen Personentransportes in bergbaulichen Untertagebetrieben,
wobei die zu transportierenden Personen an einer Aufsprungstelle
auf das unbeladene oder mit Schüttgut beladene Transportband
aufspringen und vor einer Gefahrenstelle an einer Absprungstelle
von dem Transportband abspringen und wobei mit Hilfe einer
berührungslosen elektronischen Meßvorrichtung, die einen Rech
ner aufweist, z. B. mit Hilfe eines sogenannten Scanners, das
Beladungsprofil des Transportbandes überwacht sowie bei An
näherung einer auf dem Transportband befindlichen Person an
die Gefahrenstelle das Transportband von der elektronischen
Meßeinrichtung abgeschaltet wird, dadurch ge
kennzeichnet, daß an einer ersten Meßstelle in
Transportrichtung des Transportbandes vor der Aufsprungstelle
sowie an einer zweiten Meßstelle hinter der Absprungsstelle
jeweils eine elektronische Meßvorrichtung angeordnet wird,
mit der das Beladungsprofil, zumindest bereichsweise, gemes
sen wird, daß die ermittelten elektronischen Meßwerte mit
Hilfe des Rechners verglichen werden, und daß die Abschaltung
des Transportbandes vorgenommen wird, wenn die Meßwerte sich
störend unterscheiden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
ermittelten elektronischen Meßwerte mit Hilfe des Rechners
voneinander subtrahiert werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Messungen taktweise durchgeführt werden
und daß die erste Meßstelle sowie die zweite Meßstelle pha
senverschoben so betrieben werden, daß die Beladungsprofile
an der gleichen Stelle des Transportbandes gemessen werden.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883819087 DE3819087C1 (de) | 1988-06-04 | 1988-06-04 | |
| GB8911725A GB2220904B (en) | 1988-06-04 | 1989-05-22 | Enhancing safety of personnel during transport on a conveyor belt |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883819087 DE3819087C1 (de) | 1988-06-04 | 1988-06-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3819087C1 true DE3819087C1 (de) | 1989-09-21 |
Family
ID=6355886
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883819087 Expired DE3819087C1 (de) | 1988-06-04 | 1988-06-04 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3819087C1 (de) |
| GB (1) | GB2220904B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3934078A1 (de) * | 1989-10-12 | 1991-04-25 | Bergwerksverband Gmbh | Verfahren zur identifikation von personen und maschinen |
| DE19527703A1 (de) * | 1995-07-28 | 1997-01-30 | B & N Bergbautechnik Gmbh | Überfahrtor an einer Personenbeförderungseinrichtung |
| DE102012212331A1 (de) | 2012-07-13 | 2014-05-15 | Siemens Aktiengesellschaft | Transport-Vorrichtung und Transport-Verfahren mit mehreren einzeln überwachten Förderern |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1322126A (en) * | 1970-05-29 | 1973-07-04 | Bergwerksverband Gmbh | Personnel protection systems |
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-
1988
- 1988-06-04 DE DE19883819087 patent/DE3819087C1/de not_active Expired
-
1989
- 1989-05-22 GB GB8911725A patent/GB2220904B/en not_active Expired - Fee Related
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| DE102012212331A1 (de) | 2012-07-13 | 2014-05-15 | Siemens Aktiengesellschaft | Transport-Vorrichtung und Transport-Verfahren mit mehreren einzeln überwachten Förderern |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB8911725D0 (en) | 1989-07-05 |
| GB2220904B (en) | 1992-03-18 |
| GB2220904A (en) | 1990-01-24 |
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