DE3819782C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung richtet sich auf eine elektronisch ge
steuerte Schreibmaschine, einen Drucker oder derglei
chen mit einer auswechselbaren Farbbandkassette, wel
che mit Identifizierungs-Kodierungen versehen ist, die mittels einem ein Ausgangssignal erzeugenden
Sensor auswertbar sind, wobei
die Farbbandkassette zwischen einer abgesenkten
Ruhestellung und einer angehobenen Schreib- bzw. Ge
brauchslage um eine Basis verschwenkbar ist, welche dem Druckbereich abgewandt ist.
Eine derartige Schreibmaschine und Farbbandkassette
ist aus der DE-PS 31 53 263 bekannt. Bei dieser Farb
bandkassette ist in einer Wand eines Führungsarmes für
das Farbband ein Fenster ausgebildet, durch das hin
durch das im Kassettengehäuse enthaltene Farbband als
solches sichtbar ist. Gleichzeitig ist an der Außen
wand dieses Führungsarmes eine optische Markierung
oberhalb des Fensters angebracht. Vor der Markierung
bzw. vor dem Fenster ist schreibmaschinenseitig eine
Reflexlichtschranke angeordnet, welche in der abge
senkten Ruheposition die optische Kodierung an der
Außenseite des Führungsarmes und in der angehobenen
Schreibposition durch das Fenster das Band selbst ab
tastet. Auf diese Weise ist es möglich, über die opti
sche Kodierung Informationen über die Art der einge
setzten Kassette und durch die Abtastung des Bandes
über das Erreichen des Bandendes durch ein und densel
ben Sensor abzugreifen. Zu diesem Zweck kann im Be
reich des Bandendes z. B. eine reflektierende Folie
auf das Band aufgebracht sein, wodurch die Intensität
des reflektierten Lichtstrahls sprunghaft erhöht wird.
Wenngleich die vorbekannte Anordnung für die Erkennung
des Bandendes durchaus ausreichend ist, ist es doch
unbefriedigend, daß auf diese Weise lediglich zwei un
terschiedliche Kassettenarten erkannt werden können,
je nachdem nämlich ob die optische Kodierung stark re
flektierend oder schwach reflektierend ausgebildet
ist.
Demgegenüber besteht bei Druckern und Schreibmaschinen
mit Farbbandkassetten durchaus das Bedürfnis, sehr un
terschiedliche Informationen über die Art des Farbban
des vor Beginn des Druckvorganges zu erfassen, um zu
verhindern, daß ein für einen bestimmten Anwendungs
zweck nicht vorgesehenes oder geeignetes Farbband be
nutzt, wird oder daß die Steuerung der Schreibmaschine oder des
Druckers nicht an das verwendete Farbband angepaßt ist.
Beispielsweise kann ein sogenanntes Einmal-Farbband jeweils nur
ein einziges Mal benutzt werden und wird deshalb nach jedem Druckvorgang
um eine bestimmte Schrittweite transportiert, die in etwa
der Breite eines Druckzeichens entspricht. Bei Mehrfachdruck-Farbbändern
entspricht der Transport-Vorschub jeweils nur der Hälfte
oder einem Drittel der Breite des jeweils zu druckenden Zeichens,
so daß also der elektronisch gesteuerte Vorschub von der Art des
Bandes abhängt. Darüber hinaus besteht z. B. im Bankbereich die
Forderung, daß nur dokumentenechte Farbbänder eingesetzt werden
dürfen, so daß auch insoweit eine Abtastung möglich sein sollte,
ob es sich bei dem eingesetzten Band um ein solches handelt.
Trifft dies nicht zu, muß eine Verwendung einer derart ungeeigneten
Farbbandkassette durch die Steuerung der Schreibmaschine unterbunden
werden.
Um bestimmte Druckparameter in einem Drucker auszulösen, ist es
sowohl aus der DE-OS 28 50 378 als auch aus der JP 56-25 458 A bekannt,
auf der Kassette für ein Typenrad maschinenlesbare Codes
anzubringen, die z. B. als magnetische Streifen (Magnetfolie) mit
sich änderndem Magnetfeld ausgeführt sein können und durch einen
Sensor im Drucker, der sich relativ zum Streifen bewegt, abgefragt
werden. Der Nachteil derartiger Anordnungen besteht im wesentlichen
darin, daß für die Abtastung eines Magnetstreifens ein
relativ hoher mechanischer Aufwand zu treiben ist und darüber
hinaus die Gefahr besteht, daß der Magnetstreifen durch Umwelteinflüsse
nicht mehr lesbar ist.
Weiterhin ist es aus dem DE-GM 82 33 198 bekannt, in einer Codekarte,
die z. B. als Zugangskontrolle dienen kann, Wiegand-Drähte
anzuordnen, die mittels eines entsprechend ausgestalteten Lesegerätes
abgetastet werden können.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Codierung der Farbbandkassette, insbesondere hinsichtlich deren
Art, zu schaffen, welche eine Unterscheidung mehrerer unterschiedlicher
Kassettentypen ermöglicht und welche bei hoher Erkennungssicherheit
einfach und kostengünstig realisierbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Sensor
ein Ausgangssignal in Abhängigkeit von einem sich ändernden
Magnetfeld abgibt, mit einem definierten großen radialen
Abstand von der Basis seitlich des Schwenkweges der
Farbbandkassette angeordnet ist, daß der Sensor in
Höhe einer Seitenfläche der Farbbandkassette gelagert
ist, und federbeaufschlagt gegen diese gedrückt wird, und daß
an dieser entsprechenden Seitenfläche dem Sensor gegenüber
wenigstens ein bistabiles magnetisches Element in Form
eines Wiegand-Drahtes an der Farbbandkassette angeordnet
ist, welches die Identifizierungs-Kodierungen beinhaltet.
Durch die Federbeaufschlagung des Sensors in Richtung auf die
Seitenfläche der einzusetzenden Farbbandkassette wird ein guter
und unmittelbarer Kontakt des Sensors mit der dort vorgesehenen
Codierung erreicht, so daß eine zuverlässige Auslösung frei von
Störsignalen möglich ist.
Durch eine Verwendung von einer Mehrzahl unterschiedlicher bistabiler
magnetischer Elemente zur Codierung kann bei der Vorbeibewegung
eine charakteristische Impulsfolge erzielt werden, so daß
in Verbindung mit einer entsprechenden Auswerte- und Speichereinrichtung
in der Schreibmaschine eine Mehrzahl unterschiedlicher
Farbbandkassetten ihrer Art nach erkannt werden kann. Dabei ist
jedem Farbbandkassettentyp eine ganz bestimmte, charakteristische
Impulsfolge zugeordnet, welche in der Schreibmaschine bzw. dem
Drucker abgespeichert ist, und bei einer Übereinstimmung von einer
durch den Sensor erfaßten Impulsfolge mit einer abgespeicherten
Impulsfolge wird eine eingelegte Kassettenart erkannt und je nach
Eignung eine Verwendung derselben ermöglicht oder gesperrt bzw.
die Steuerung der Schreibmaschine wird passend für die jeweilige
Farbbandkassette eingestellt.
Sollte bei einer ersten Schwenkbewegung die Codierung noch nicht
erkannt werden, d. h. die von dem Sensor erfaßte Impulsfolge nicht
einer abgespeicherten Im
pulsfolge zugeordnet werden können, kann auch vorge
sehen sein, daß die Steuerung so ausgelegt wird, daß
nach dem Einlegen eine Mehrzahl von Absenk- und Anheb
bewegungen der Kassette durchgeführt wird bis eine
sichere Erkennung erfolgt ist.
Die Erfindung basiert also auf dem Grundgedanken, daß
die ohnehin vorgesehene Schwenkbewegung der Kassette
für zwei unterschiedliche Betriebszustände dazu ausge
nutzt wird, eine charakteristische Impulsfolge zu ge
nerieren. Der Vorteil einer derart auslesbaren magne
tischen Kodierung besteht zum einen darin, daß mehrere
unterschiedliche Kassettenarten erfaßt werden können,
zum anderen ist eine derartige Kodierung völlig unem
pfindlich gegen Fremdlichteinflüsse und Verschmutzung.
Bei einer in üblicher Weise einen im wesentlichen
rechteckigen Grundkörper aufweisenden Farbbandkassette
ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß das bistabile,
magnetische Element im Bereich der Oberkante des etwa
rechteckigen Grundkörpers an einer Seitenfläche ange
ordnet ist. Hierdurch wird erreicht, daß das magneti
sche Element einerseits ganz außen seitlich an dem
Grundkörper angeordnet ist, andererseits den maximalen
radialen Abstand bei der Schwenkbewegung um die Kas
settenbasis aufweist, welche ja durch eine Längskante
des rechteckigen Grundkörpers gebildet wird. Hierdurch
wird eine einerseits maximal große Bewegungsstrecke
erreicht, was die Auflösung beim Auslesen verbessert,
und gleichzeitig ist die Schwenkbewegung in diesem
Bereich annähernd linear, so daß die Auswertung nicht
durch die Überlagerung einer Drehbewegung beeinträch
tigt wird.
Das bistabile magnetische Element
ist ein sogenannter Wiegand-Draht. Derartige Drähte beste
hen aus ferromagnetischen Legierungen. Sie werden her
stellungstechnisch so behandelt, daß sie eine äußere,
magnetisch harte Zone und eine innere, magnetisch re
lativ weiche Zone aufweisen. Unter dem Einfluß eines
starken magnetischen Feldes richten sich Schale und
Kern in die gleiche Richtung aus. Wird ein Element aus
einem derartigen Draht in ein magnetisches Feld umge
kehrter Polarität aber geringerer Feldstärke gebracht,
wird zunächst der magnetisch weiche Kern ummagneti
siert und erst beim Vorsehen eines höheren Magnetfel
des umgekehrter Richtung erfolgt auch eine Ummagneti
sierung der äußeren Zone. Dementsprechend lassen sich
bei einem derartigen Drahtelement je nach der magneti
schen Vorbehandlung vier unterschiedliche Magnetisie
rungszustähde realisieren, indem äußere und innere Zo
ne in eine erste Richtung gleich magnetisiert sind,
indem innere und äußere Zone unterschiedliche, einan
der entgegengesetzte Magnetisierungsrichtungen aufwei
sen und indem letztlich äußere und innere Zone beide
in einer zweiten Richtung jeweils bezogen auf die
Längsachse des Elements magnetisiert sind. Mittels
einer Spule, die auf ein derartiges Drahtelement auf
gebracht wird oder in dessen Nähe positioniert wird,
lassen sich die entsprechenden Polaritäten nachweisen,
wobei die Spule Spannungsimpulse abgibt. Dementspre
chend kann eine derartige Spule als maschinenseitiger
Sensor zum Auslesen einer Kodierung unter Verwendung
derartiger Wiegand-Drahtelemente dienen. Aus dem Vor
stehenden wird deutlich, daß aufgrund der vier unter
schiedlichen, möglichen Magnetisierungszustände nur
eines einzigen derartigen Elements vier unterschiedli
che Farbbandkassettenarten erkannt werden können.
Durch die Kombination mehrerer Elemente und eine ent
sprechende Signalfolge beim Vorbeibewegen lassen sich
noch erheblich mehr unterschiedliche Kodierungen re
alisieren.
Ein wesentlichter Vorteil dieser Wiegand-Elemente be
steht darin, daß die magnetische Information auf einem
relativ begrenzten Raumbereich unterbringbar ist, wo
bei die Magnetisierung des Drahtes auf diese Weise bei
der Schwenkbewegung eindeutig ausgelesen werden kann.
Solche Wiegand-Elemente sind beispielsweise näher be
schrieben in der Zeitschrift "TM", Jahrgang 51, Heft
4, April 1984.
Die Erfindung wird in
einer
bevorzugten Ausführungsform anhand der Zeichnung beschrieben. Die
se zeigt eine schematische, perspektivische Darstel
lung einer Farbbandkassette, welche
in eine Schreibmaschine eingesetzt
ist.
In der Zeichnung ist eine Farbbandkassette 1 darge
stellt, welche in eine im einzelnen nicht gezeichneten
Schreibmaschine mit einem Schlitten 2 und einer
Schreibwalze 3 eingesetzt ist.
Die Farbbandkassette ist mittels eines im einzelnen
ebenfalls nicht dargestellten Mechanismus zwischen ei
ner durchgehend gezeichneten Ruheposition und einer
strichpunktiert gezeichneten Schreibposition in Rich
tung des Doppelpfeiles 4 hin- und herbewegbar.
Die Kassette weist einen etwa rechteckigen Grundkörper
5 auf, wobei die Schwenkbewegung um die Basis 6, d. h.
die untere Längskante des Grundkörpers 5 der Kassette
1 erfolgt.
Im Bereich der gegenüberliegenden, oberen Längskante 7
des Grundkörpers 5 ist an einer Seitenwand 8 der Kas
sette 1 eine Kodierung 9 angebracht, welche durch meh
rere bistabile magnetische Elemente, im Ausführungs
beispiel 3 Wiegand-Drähte 10, gebildet ist.
Unmittelbar benachbart zu dieser Kodierung 9 etwa in
der Mitte von deren Schwenkweg ist schreibmaschinen
seitig ein als Spule ausgebildeter Sensor 11 befe
stigt, der mit einer im einzelnen nicht dargestellten
Auswerteanordnung über Leitungen 12 verbunden ist. Der
Sensor 11 wird über eine ebenfalls nicht dargestellte
Feder in Richtung auf die Kodierung 9 beaufschlagt, so
daß in jedem Fall gewährleistet ist, daß der Sensor 11
unmittelbar an der Kodierung 9 bei eingesetzter Farb
bandkassette 1 zu liegen kommt.
Bei der Schwenkbewegung der Kassette 1 beim Übergang
vom Ruhezustand in den Schreibzustand wird die Kodie
rung 9, d.h. die dort in Längsrichtung der Seitenflä
che 8 angeordneten Wiegand-Drahtelemente 10, an der
Spule des Sensors 11 vorbeibewegt, wodurch in Abhän
gigkeit von der Orientierung und dem Betrag der Mag
netisierung eine Folge von Impulsen gegebenenfalls
unterschiedlicher Höhe und unterschiedlichen Vorzei
chens in der Spule erzeugt und in der Auswerteein
richtung ausgewertet wird.
Claims (2)
1. Elektronisch gesteuerte Schreibmaschine, Drucker od. dgl. mit
einer auswechselbaren Farbbandkassette, welche mit Identifizierungs-
Kodierungen versehen ist, die mittels einem ein Ausgangssignal
erzeugenden Sensor auswertbar sind, wobei die
Farbbandkassette zwischen einer abgesenkten Ruhestellung und
einer angehobenen Schreib- bzw. Gebrauchslage um eine Basis
verschwenkbar ist, welche dem Druckbereich abgewandt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor
(11) ein Ausgangssignal in Abhängigkeit von einem sich ändernden
Magnetfeld abgibt, mit einem definierten großen radialen
Abstand von der Basis (6) seitlich des Schwenkweges der
Farbbandkassette (1) angeordnet ist, daß der Sensor (11) in
Höhe einer Seitenfläche (8) der Farbbandkassette (1) gelagert
ist, und federbeaufschlagt gegen diese gedrückt wird, und daß
an dieser entsprechenden Seitenfläche (8) dem Sensor (11) gegenüber
wenigstens ein bistabiles magnetisches Element in Form
eines Wiegand-Drahtes (10) an der Farbbandkassette (1) angeordnet
ist, welches die Identifizierungs-Kodierungen beinhaltet.
2. Elektronisch gesteuerte Schreibmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das als
Wiegand-Draht ausgebildete bistabile magnetische Element im
Bereich der oberen Längskante (7) des etwa rechteckigen Grundkörpers
(5) der Farbbandkassette (1) an einer der Seitenflächen
(8) angeordnet ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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