DE3823734C2 - Absperrvorrichtung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine für Rohrleitungen bestimmte
Absperrvorrichtung in Form einer Jalousieklappenanord
nung, entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Aus dem DE-GM 88 00 255 ist eine Absperrvorrichtung mit
einem einfachen Klappenflügel bekannt; diese Absperr
vorrichtung wird anhand der Fig. 1 und 2 noch im einzel
nen erläutert. Dort verlaufen Schenkel eines U-förmigen
Dichtungselementes parallel und mit Abstand voneinan
der, wobei der in der Schließstellung des Klappenflü
gels mit der Gegenfläche (nämlich dem Klappenumfang) in
Berührung kommende Teil des Dichtungselementes in der
Ebene liegt, die durch die Welle des Klappenflügels und
den in der Schließstellung befindlichen Klappenflügel
verläuft. Bei dieser bekannten Ausführung muß infolge
dessen das Dichtungselement im Bereich der Welle ge
teilt werden. Notwendig ist ferner, daß der Klappenflü
gel beim Schließen in Richtung der eingespannten Längs
kanten des Dichtungselementes schwenkt. Wie anhand der
Fig. 1 und 2 noch näher erläutert wird, ergeben sich bei
dieser bekannten Ausführung aus mehrfachen Gründen Un
dichtigkeiten.
Bei einer anderen aus der US-PS 45 27 773 bekannten Ausführung einer
Absperrvorrichtung ist entweder eine einzige quer zur
Rohrleitung verschiebbare Schieberplatte oder ein ein
ziger Klappenflügel vorgesehen, der mittels einer dreh
bar gelagerten Welle zwischen einer Schließstellung und
einer Öffnungsstellung schwenkbar ist, wobei in der
Schließstellung des Klappenflügels ein Dichtungselement
in federnder Berührung mit einer Gegenfläche steht und
hierdurch eine Abdichtung zwischen dem Klappenflügel
und dem Gehäuse der Rohrleitung bewirkt. Ferner liegt
in diesem Falle der in der Schließstellung des Klappen
flügels mit der Gegenfläche in Berührung stehende Teil
des Dichtungselements außerhalb einer Ebene, die durch
die Welle des Klappenflügels und parallel zu dem in der
Schließstellung befindlichen Klappenflügel verläuft.
Die Dichtungselemente können hierbei beispielsweise
durch einen nach innen offenen Aufnahmekanal mit zwei
gegeneinander gebogenen Schenkeln sowie durch einen im
Querschnitt bogenförmig gekrümmten Federstahl streifen
gebildet sein, dessen Längsränder frei gleitbeweglich
hinter den beiden Schenkeln des Aufnahmekanales lose
gehaltert sind, d. h. sie sind nicht eingespannt.
Auch aus der DE-OS 25 02 240 ist eine Absperrvorrich
tung für Rohrleitungen bekannt, bei der ein einziges
Absperrorgan entweder in Form einer quer zur Rohrlei
tung verschiebbaren Schieberplatte oder durch eine
schwenkbare Absperrklappe gebildet wird. In den dort
beschriebenen Ausführungsbeispielen in Form einer
Schieberplatte sind entweder an den in Strömungsrich
tung der Rohrleitung weisenden Seiten der Schieberplat
tenränder oder an den entsprechenden gegenüberliegenden
Seiten des Gehäuses Dichtungselemente angebracht, die
jeweils durch einen an beiden Längsrändern eingespann
ten, im Querschnitt U-förmig gebogenen Federstahlstrei
fen gebildet werden, der etwa im mittleren Bereich zwi
schen den beiden Einspannstellen mit einer Gegenfläche
zusammenwirkt. Möglichkeiten für ein zuverlässiges Ab
dichten von zusammenwirkenden Jalousieklappen einer Ja
lousieklappenanordnung lassen sich dieser Druckschrift
nicht entnehmen.
Aus der US-PS 30 84 715 ist eine Absperrvorrichtung in
Form einer Jalousieklappenanordnung bekannt, bei der
jede Jalousieklappe aus einem einzigen Klappenflügel
besteht und in der Schließstellung alle Jalousieklappen
bzw. Klappenflügel mit ihren Wellen und Dichtungsein
richtungen in einer einzigen Ebene liegen, die quer zur
Rohrleitung verläuft. Alle zusammenwirkenden Dichtungs
elemente an den Rändern der Klappenflügel und im Ge
häuse sollen in diesem Falle in einem Extrusionsprozeß
aus Gummi oder anderem geeigneten gummiähnlichem Mate
rial und dabei schlauchförmig hergestellt werden. Be
reits aus diesem Grunde kann diese bekannte Jalousie
klappenanordnung nur sehr begrenzt eingesetzt werden,
wo beispielsweise nur weniger aggressive Luft oder Gase
durch die zugehörigen Rohrleitungen hindurchströmen.
Auch bei der aus US-PS 40 77 432 bekannten Absperrvor
richtung in Form einer Jalousieklappenanordnung besteht
jede schwenkbare Jalousieklappe aus nur einem einzigen
Klappenflügel, der um eine zentrale Welle verschwenkbar
ist, wobei in der Schließstellung der Jalousieklappen
zusammenwirkende Dichtflächen an den Klappenrändern und
im Rohrleitungsgehäuse in einer gemeinsamen Ebene lie
gen, die durch die Schwenkwellen und quer zur Rohrlei
tung verläuft (vgl. Fig. 2). Bei dieser bekannten Aus
führung ist jede Jalousieklappe bzw. jeder Klappenflü
gel doppelwandig und somit hohl ausgebildet, wobei der
innere Hohlraum durch einander gegenüberliegende, ge
geneinander gebogene zuströmseitige und abströmseitige
Flächen bzw. Deckplatten sowie die Ränder dieser Deck
platten fest miteinander verbindende L-förmige Rand
teile begrenzt ist. Jeder L-förmige Randteil weist eine
radial verlaufende Sitz- bzw. Dichtfläche auf, wobei
die in der Schließstellung der Jalousieklappen zusam
menwirkenden Dichtflächen von einander benachbarten
Klappenränder flächig aneinander anliegen. Zusätzlich
können dabei noch äußere Blattfedern so an jedem L-för
migen Randteil angebracht sein, daß sie - in der
Schließstellung der Jalousieklappen - gegen eine äußere
Sitzfläche am benachbarten L-förmigen Randteil anlie
gen.
Eine Absperrvorrichtung der im Oberbegriff des Anspru
ches 1 vorausgesetzten Art läßt sich der DE-OS 28 21 708
entnehmen. Betrachtet man dort insbesondere das
Beispiel gemäß Fig. 3 und 6 mit zugehöriger Beschrei
bung, dann ist dort zwar ebenfalls eine Jalousieklap
penanordnung offenbart, in der jede einzelne Jalousie
klappe zwei mit Abstand voneinander angeordnete Klap
penflügel mit dazwischen angeordneter gemeinsamer Welle
aufweist. Dabei sind die jeweils parallel zur gemeinsa
men Welle verlaufenden Kanten beider Klappenflügel
senkrecht zur Welle soweit gegeneinander versetzt, daß
zum Beispiel ein an der unteren Längskante des einen
Klappenflügels angeordnetes leistenförmiges Dichtungs
element bei der Drehbewegung der Jalousieklappe das mit
dem anderen Klappenflügel zusammenwirkende Dichtungs
element des Gehäuses passieren kann. Von den einander
benachbarten Jalousieklappen weisen jedoch die Klappen
flügel der einen Jalousieklappe freie Längskanten auf,
die keinerlei Dichtungselemente tragen und gegen die
sich in einem Fläche-an-Fläche-Kontakt leistenförmige
Dichtungselemente anlegen, die an den benachbarten
Längskanten der darüberliegenden Klappenflügel ange
schraubt sind, wobei auch hier die zusammenwirkenden
Längskanten der entsprechenden Klappenflügel bei der
Drehbewegung der Jalousieklappe einander passieren kön
nen. In der Beschreibung dieser Druckschrift wird ge
rade die Verwendung von festen Metall-Abdichtteilen,
d. h. den zuvor erwähnten leistenförmigen Dichtungsele
menten, insofern als besonders vorteilhaft hervorgeho
ben, als dadurch kleinere Abweichungen bei der Größe
des Rahmens weitgehend vermieden werden sollen. Es wird
sich bei dieser bekannten Absperrvorrichtung in der
Praxis jedoch nicht vermeiden lassen, daß die leisten
förmigen Dichtungselemente einerseits und die mit ihnen
zusammenwirkenden Gegenflächen benachbarter Längskanten
andererseits einem mehr oder weniger großem Abrieb
unterworfen sind, so daß mit entsprechendem Wartungs
aufwand die leistenförmigen Dichtungselemente aufgrund
ihrer Langlochverbindungen mit den Klappenflügeln
nachjustiert werden müssen. Darüber hinaus sind keiner
lei Maßnahmen zur Entfernung von Anbackungen oder
dergleichen für Rohrleitungen vorgesehen, die Gase mit
zu Anbackungen neigenden staubförmigen Bestandteilen
führen, so daß auch hier ein unerwünschter zusätzlicher
Wartungsaufwand zum Entfernen solcher Anbackungen
erforderlich werden kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Absperrvorrichtung der im Oberbegriff des Anspruches l
vorausgesetzten Art zu schaffen, die sich bei einer
einfachen und kostengünstig herstellbaren sowie leicht
montierbaren Ausführung durch eine wesentlich verbes
serte Abdichtung auszeichnet, die auch bei verschie
denen Arten der in der Gasleitung strömenden Gase dau
erhaft zuverlässig ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kenn
zeichen des Anspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegen
stand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einiger in der
Zeichnung veranschaulichter Ausführungsbeispiele näher
erläutert. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 einen Schnitt durch eine bekannte Absperrvor
richtung;
Fig. 2 eine weitere Schnittansicht der bekannten Ab
sperrvorrichtung gemäß Fig. 1, die die Verhält
nisse im Bereich der Teilung des Dichtungsele
mentes zeigt;
Fig. 3 bis 8 schematische Schnitte der verschiedenen
Ausführungsbeispiele der Erfindung.
Die Fig. 1 und 2 zeigen die bekannte Absperrvorrichtung
entsprechend dem DE-GM 88 00 255.
Der einzige Klappenflügel 1 ist hierbei mittels einer
drehbar gelagerten Welle 2 in einem Gehäuse 3 einer
Rohrleitung zwischen einer (in Fig. 1 veranschaulichten)
Schließstellung und einer Öffnungsstellung schwenkbar
(Pfeil 4).
Ein Dichtungselement 5 besteht aus einem schlaufenför
mig gebogenen Federstahlstreifen, der an seinen beiden
freien Längskanten mittels Befestigungselementen 6, Ab
standelementen 7 und Spannelementen 8 eingespannt und
am Gehäuse 3 fixiert ist.
Die beiden Schenkel des U-förmigen Dichtungselementes 5
verlaufen hierbei parallel und mit Abstand voneinander.
Wie Fig. 2 erkennen läßt, muß das Dichtungselement 5 im
Bereich der Welle 2 geteilt werden (Teile 5′, 5′′). Die
Teile 5′, 5′′ des Dichtungselementes 5 müssen ferner so
angeordnet werden, daß der Klappenflügel 1 beim Schlie
ßen (Bewegungsrichtung entgegengesetzt zum Pfeil 4) in
Richtung auf die eingespannten Längskanten des Dich
tungselementes schwenkt. Hierbei verformen sich die
Teile 5′, 5′′ des Dichtungselementes 5 spiegelbildlich,
so daß es an der Stoßstelle 9 zu einer Spaltbildung und
einer hierdurch bedingten Undichtigkeit kommt.
Das verhältnismäßig breite Dichtungselement 5 dieser
bekannten Ausführung bietet ferner dem in der Rohrlei
tung herrschenden Gasdruck eine große Angriffsfläche,
so daß es leicht zum Abheben des Dichtungselementes 5
vom Klappenflügel 1 und zu einer dadurch bedingten Un
dichtigkeit kommt.
Die Fig. 3 bis 8 zeigen demgegenüber Ausführungsbei
spiele der erfindungsgemäßen Lösung, die die vorstehend
genannten Nachteile der bekannten Ausführung vermeidet.
Die Gesamtausbildung der erfindungsgemäßen Absperrvor
richtung in Form einer Jalousieklappenanordnung ist in
Fig. 8 veranschaulicht. Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind jeweils zwei Klappenflügel (z. B. 41a und 41b bzw.
41c und 41d) auf unterschiedlichen Seiten einer die
beiden Klappenflügel tragenden gemeinsamen Welle 42a
bzw. 42b angeordnet, wobei sie einen in der Schließ
stellung der Klappenflügel nach außen hin abgedichteten
Zwischenraum 43 freilassen. Dieser nach außen abgedich
tete Zwischenraum 43 kann beispielsweise ein Sperrgas
aufnehmen. Die hierbei durch je zwei Klappenflügel (41a
und 41b bzw. 41c und 41d) gebildeten Jalousieklappen
sind in einem ortsfesten Gehäuse der Rohrleitung zwi
schen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung
schwenkbar, wobei der genannte Zwischenraum 43 in der
Schließstellung der Jalousieklappen nach außen hin ab
gedichtet ist.
Für diese Abdichtung zwischen den Klappenflügeln 41a,
41b, 41c, 41d und dem Gehäuse 13 sind Dichtungseinrich
tungen mit in gegenseitige Berührung bringbaren Dich
tungselementen 15a, 15b vorgesehen, wie sie später im
einzelnen noch anhand der einzelnen Figuren, z. B. Fig. 6
und 7, erläutert werden. Über diese Dichtungselemente
stehen in der Schließstellung der Jalousieklappen die
Klappenflügel miteinander sowie die Klappenflügel der
äußeren Jalousieklappen zum Gehäuse 13 in abdichtender
Berührung.
Die parallel zur Welle 42a bzw. 42b verlaufenden Kanten
der beiden Klappenflügel 41a, 41b bzw. 41c, 41d sind
senkrecht zur Welle 42a, 42b (d. h. in der Zeichenebene
der Fig. 8 von oben nach unten) soweit gegeneinander
versetzt, daß das am Umfang jedes Klappenflügels ange
ordnete Dichtungselement 15b bei der Drehbewegung des
Klappenflügels die zum jeweils anderen Klappenflügel
gehörende ortsfeste Gegenfläche, d. h. das Dichtungsele
ment 15a, passieren kann. Senkrecht zur Zeichenebene
der Fig. 8 besitzen die Klappenflügel gleiche Abmessun
gen.
Die Klappenflügel 41a, 41b bzw. 41c, 41d sind zusammen
mit der sie tragenden Nabe 44a bzw. 44b in Wellenrich
tung verschiebbar verbunden, so daß unterschiedliche
Wärmedehnungen der beiden Klappenflügel nicht zu Span
nungen oder Verzug führen können.
Es ist ferner zu erkennen, daß in der Schließstellung
der Jalousieklappen (Fig. 8) die miteinander zusammen
wirkenden Dichtungselemente 15a und 15b der Dichtungs
einrichtungen außerhalb einer Ebene (vgl. Ebene 20 in
Fig. 3 und 4) liegen, die durch die Wellen 42a, 42b der
Klappenflügel und parallel zu den in der Schließstel
lung befindlichen Klappenflügeln verläuft.
Wie anhand der verschiedenen Ausführungsbeispiele in
den Fig. 3 bis 7 noch im einzelnen erläutert wird, be
stehen von den am Umfang der Klappenflügel 41a, 41b,
41c, 41d sowie am Gehäuse 13 vorgesehenen, zusammenwir
kenden Dichtungselementen wenigstens die einen Dich
tungselemente jeweils aus einem schlaufenförmig geboge
nen, an seinen freien Längskanten eingespannten Feder
stahlstreifen. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 sei
angenommen, daß die bzw. alle am Umfang der Klappenflü
gel 41a, 41b, 41c, 41d sowie am Gehäuse 13 vorgese
henen, zusammenwirkenden Dichtungselemente 15a, 15b je
aus einem solchen schlaufenförmig gebogenen Federstahl
streifen bestehen und in der Schließstellung der Klap
penflügel miteinander in federnder Berührung stehen.
Anhand der schematischen Schnitte in den Fig. 3 bis 7
seien nachfolgend verschiedene Ausführungsbeispiele der
Erfindung in bezug auf ihre Dichtungseinrichtungen er
läutert.
Gemäß Fig. 3 ist ein Klappenflügel 11 exzentrisch
zu der ihn lagernden Welle 12 angeordnet. Die
Welle 12 ist im Gehäuse 13 der Rohrleitung um
ihre Achse drehbar (Pfeil 14).
Ein Dichtungselement 15 besteht aus einem schlau
fenförmig gebogenen Federstahlstreifen, der
mittels Befestigungselementen 16, Abstandselementen
17 und Spannelementen 18 an seinen freien Längs
kanten eingespannt und am Gehäuse 13 befestigt
ist.
Der in der Schließstellung des Klappenflügels 11
mit einer Gegenfläche am Umfang des Klappenflügels
11 in Berührung stehende gekrümmte Bereich des
Dichtungselementes 15 befindet sich außerhalb
einer Ebene 20, die durch die Welle 12 des
Klappenflügels 11 verläuft und parallel zu dem in
der Schließstellung befindlichen Klappenflügel
11 liegt. Das Dichtungselement 15 ist somit eben
so wie der Klappenflügel 11 exzentrisch zur Welle
12 angeordnet.
Die Höhe des Dichtungselementes 15 in seinem mit
der Gegenfläche am Umfang des Klappenflügels 11
in federnder Berührung stehenden gekrümmten Be
reich ist größer als die Höhe des Dichtungselemen
tes im Bereich seiner eingespannten Längskanten.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist das
Dichtungselement 15 etwa haarnadelförmig gebogen,
wobei der doppelte Biegungsradius größer als der
Abstand der eingespannten Längskanten des Dich
tungselementes ist.
Durch diese Dimensionierung des Dichtungselementes
15 und die exzentrische Anordnung von Klappen
flügel 11 und Dichtungselement 15 wird erreicht,
daß das neben der Welle 12 angeordnete Dichtungs
element 15 durchgehend, d. h. über den gesamten
Umfang des Klappenflügels 11 nicht geteilt, aus
gebildet werden kann, so daß die anhand von Fig. 2
erläuterten Undichtigkeiten im Bereich einer Stoß
stelle vermieden werden.
Aufgrund der Art des Zusammenwirkens des Dich
tungselementes 15 mit der Gegenfläche am Umfang
des Klappenflügels 11 kann das Dichtungselement
15 verhältnismäßig schmal gehalten werden, was
eine Verringerung der vom Gasdruck auf das Dich
tungselement 15 ausgeübten Kräfte mit sich bringt,
womit die Gefahr eines Abhebens des Dichtungs
elementes von der Gegenfläche weitgehend vermieden
ist.
Bei dem in Fig. 4 veranschaulichten Ausführungs
beispiel (bei dem für gleiche Teile dieselben Be
zugszeichen wie in Fig. 3 verwendet sind) weist
der Querschnitt des Dichtungselementes 15a
zwischen den eingespannten, unmittelbar überein
anderliegenden Längskanten und dem gekrümmten Be
reich zwei Abwinklungen von je etwa 90° auf. Ein
derartiges Dichtungselement 15a besitzt eine
größere Federsteifigkeit als das haarnadelförmig
gebogene Dichtungselement 15 gemäß Fig. 3.
Im übrigen ist auch bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 4 (wie bei allen im folgenden beschrie
benen weiteren Ausführungsbeispielen) das Dich
tungselement exzentrisch bzw. seitlich versetzt
zur Welle 12 angeordnet.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellten Varianten
eignen sich vor allem für Rohrleitungen, die Gase
führen, die entweder keinen Staub oder nicht zu
Anbackungen neigenden Staub enthalten. In Fällen,
in denen aufgrund der Art der Gase mit stärkeren
Anbackungen an den Dichtungselementen und den
Gegenflächen zu rechnen ist, sind dagegen Aus
führungen zu bevorzugen, wie sie in den Fig. 5 und
6 veranschaulicht sind.
In beiden Fällen wird die mit dem ortsfesten
Dichtungselement 15 bzw. 15a zusammenwirkende,
vom Klappenflügel 11 getragene Gegenfläche gleich
falls durch einen schlaufenförmig gebogenen, an
seinen freien Längskanten eingespannten Feder
stahlstreifen 21 gebildet. Durch die Formände
rungen, die das Dichtungselement 15 bzw. 15a
und die den Dichtsitz bildende Gegenfläche, d. h.
der Federstahlstreifen 21, beim Schließen und
Öffnen des Klappenflügels 11 erfahren, werden An
backungen an beiden Elementen mit Sicherheit ab
gesprengt.
Fig. 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem ein
Dichtungselement 15b, bestehend aus einem schlau
fenförmig gebogenen, an seinen freien Längskanten
eingespannten Federstahlstreifen (entsprechend
dem Dichtungselement 15a gemäß Fig. 4 und 6), am
Klappenflügel 11 angeordnet ist, während die mit
dem Dichtungselement 15b zusammenwirkende Gegen
fläche 22 ortsfest am Gehäuse 13 der Rohrleitung
angebracht ist. Auch bei diesem Ausführungsbei
spiel sind das Dichtungselement 15b sowie die Ge
genfläche 22 neben der Welle 12 des Klappenflügels
11 angeordnet. Es kann somit auch hier (wie auch
bei allen anderen Ausführungsbeispielen der Er
findung) ein über den ganzen Umfang durchgehendes
Dichtungselement Verwendung finden.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 6 (und den ent
sprechenden Varianten, bei denen zwei Federstahl
streifen miteinander in Dichtberührung kommen)
werden zweckmäßig zwei Federstahlstreifen mit
etwa gleicher Federsteifigkeit eingesetzt.
Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß das
Dichtungselement und/oder die mit dem Dichtungs
element in Berührung kommende Gegenfläche zweck
mäßig in Richtung aufeinander einstellbar sind,
um den optimalen Dichtdruck einjustieren zu
können. In diesem Sinne kann es auch vorteilhaft
sein, beispielsweise den ganzen Klappenflügel 11
in Richtung auf das Dichtungselement 15 einstell
bar zu machen (vgl. etwa Fig. 3).
Claims (12)
1. Für Rohrleitungen bestimmte Absperrvorrichtung in
Form einer Jalousieklappenanordnung, enthaltend
- a) wenigstens zwei mittels gesonderter Wellen (42a, 42b) in einem Gehäuse (13) der Rohrleitung zwi schen einer Schließstellung und einer Öffnungs stellung schwenkbare Jalousieklappen mit je zwei Klappenflügeln (z. B. 41a, 41b; 41c, 41d), die jeweils auf zwei unterschiedlichen Seiten der gemeinsamen, drehbar im Gehäuse (13) gelagerten Welle unter Freilassung eines in der Schließ stellung der Jalousieklappen nach außen hin ab gedichteten Zwischenraumes (43) angeordnet sind,
- b) zur Abdichtung zwischen den Klappenflügeln und dem Gehäuse vorgesehene Dichtungseinrichtungen mit in gegenseitige Berührung bringbaren Dich tungselementen, über die in der Schließstellung der Jalousieklappen die Klappenflügel miteinan der sowie die Klappenflügel der äußeren Jalou sieklappen zum Gehäuse in abdichtender Berührung stehen,
- c) wobei in der Schließstellung der Jalousieklappen die miteinander zusammenwirkenden Dichtungsele mente (z. B. 15a, 15b) der Dichtungseinrichtungen außerhalb einer Ebene (20) liegen, die durch die Wellen (42a, 42b) der Klappenflügel und parallel zu den in der Schließstellung befindlichen Klap penflügeln verläuft, und
- d) wobei ferner die parallel zu der gemeinsamen Welle (z. B. 42a) verlaufenden Kanten der beiden Klappenflügel (z. B. 41a, 41b) einer Jalousie klappe senkrecht zur Welle soweit gegeneinander versetzt sind, daß das an dem einen Klappenflü gel (z. B. 41b) angeordnete Dichtungselement (z. B. 15b) bei der Drehbewegung der Jalousie klappe das mit dem anderen Klappenflügel (z. B. 41a) zusammenwirkende Dichtungselement (z. B. 15a) passiert,
dadurch gekennzeichnet, daß
- e) die am Umfang der Klappenflügel (41a, 41b, 41c, 41d) sowie am Gehäuse (13) vorgesehenen, zusam menwirkenden Dichtungselemente (z. B. 15a, 15b) je aus einem schlaufenförmig gebogenen, an sei nen beiden freien Längskanten eingespannten Fe derstahlstreifen bestehen und in der Schließ stellung der Klappenflügel miteinander in fe dernder Berührung stehen.
2. Für Rohrleitungen bestimmte Absperrvorrichtung in
Form einer Jalousieklappenanordnung, enthaltend
- a) wenigstens zwei mittels gesonderter Wellen (42a, 42b) in einem Gehäuse (13) der Rohrleitung zwi schen einer Schließstellung und einer Öffnungs stellung schwenkbare Jalousieklappen mit je zwei Klappenflügeln (z. B. 41a, 41b; 41c, 41d), die jeweils auf zwei unterschiedlichen Seiten der gemeinsamen, drehbar im Gehäuse (13) gelagerten Welle unter Freilassung eines in der Schließ stellung der Jalousieklappen nach außen hin ab gedichteten Zwischenraumes (43) angeordnet sind,
- b) zur Abdichtung zwischen den Klappenflügeln und dem Gehäuse vorgesehene Dichtungseinrichtungen mit in gegenseitige Berührung bringbaren Dich tungselementen, über die in der Schließstellung der Jalousieklappen die Klappenflügel miteinan der sowie die Klappenflügel der äußeren Jalou sieklappen zum Gehäuse in abdichtender Berührung stehen,
- c) wobei in der Schließstellung der Jalousieklappen die miteinander zusammenwirkenden Dichtungsele mente (z. B. 15a, 15b) der Dichtungseinrichtungen außerhalb einer Ebene (20) liegen, die durch die Wellen (42a, 42b) der Klappenflügel und parallel zu den in der Schließstellung befindlichen Klap penflügeln verläuft, und
- d) wobei ferner die parallel zu der gemeinsamen Welle (z. B. 42a) verlaufenden Kanten der beiden Klappenflügel (z. B. 41a, 41b) einer Jalousie klappe senkrecht zur Welle soweit gegeneinander versetzt sind, daß das an dem einen Klappenflü gel (z. B. 41b) angeordnete Dichtungselement (z. B. 15b) bei der Drehbewegung der Jalousie klappe das mit dem anderen Klappenflügel (z. B. 41a) zusammenwirkende Dichtungselement (z. B. 15a) passiert,
dadurch gekennzeichnet, daß
- e) von den am Umfang der Klappenflügel (41a, 41b, 41c, 41d) sowie am Gehäuse (13) vorgesehenen, zusammenwirkenden Dichtungselementen wenigstens die einen Dichtungselemente (z. B. 15a, 15b) je weils aus einem schlaufenförmig gebogenen, an seinen freien Längskanten eingespannten Feder stahlstreifen bestehen, wobei jeweils der Quer schnitt des einen Dichtungselements (z. B. 15a) zwischen wenigstens einer der eingespannten Längskanten des Federstahlstreifens und seinem bogenförmig gekrümmten Bereich eine Abwinklung von etwa 90° aufweist und in der Schließstellung der Absperrvorrichtung die einen Dichtungsele mente (z. B. 15a) mit ihrem bogenförmig gekrümm ten Bereich jeweils mit dem anderen Dichtungs element der Dichtungseinrichtung in federnder Berührung stehen.
3. Absperrvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß jeweils die elastischen Dichtungsele
mente (z. B. 15) ortsfest am Gehäuse (13) der Rohr
leitung und die mit diesen elastischen Dichtungsele
menten zusammenwirkenden anderen Elemente der Dich
tungseinrichtungen an den Klappenflügeln vorgesehen
sind.
4. Absperrvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die elastischen Dichtungselemente
(z. B. 15b) jeweils an den Klappenflügeln und die mit
diesen elastischen Dichtungselementen zusam
menwirkenden anderen Elemente der Dichtungseinrich
tungen ortsfest am Gehäuse (13) der Rohrleitung vor
gesehen sind.
5. Absperrvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, da
durch gekennzeichnet, daß die Höhe jedes elastischen
Dichtungselementes (z. B. 15) in seinem mit dem ande
ren Element der Dichtungseinrichtung in federnder
Berührung stehenden gekrümmten Bereich größer als
die Höhe des Dichtungselementes im Bereich seiner
eingespannten Längskanten ist.
6. Absperrvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das elastische Dichtungselement (z. B.
15) etwa haarnadelförmig gebogen ist, wobei der dop
pelte Biegungsradius des Dichtungselementes größer
als der Abstand der eingespannten Längskanten des
Dichtungselementes ist.
7. Absperrvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Querschnitt des elastischen Dich
tungselementes (z. B. 15a) zwischen den eingespannten
Längskanten und dem gekrümmten Bereich zwei Abwink
lungen von je etwa 90° aufweist.
8. Absperrvorrichtung nach Anspruch 2, insbesondere für
Rohrleitungen, die Gase mit zu Anbackungen neigenden
staubförmigen Bestandteilen führen, dadurch gekenn
zeichnet, daß alle miteinander zusammenwirkenden
Dichtungselemente (15a, 15b) jeweils durch einen
schlaufenförmig gebogenen, an seinen freien Längs
kanten eingespannten Federstahlstreifen (21) gebil
det werden.
9. Absperrvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß das elastische Dichtungselement (15)
und der das andere Element der Dichtungseinrichtung
bildende Federstahlstreifen (21) etwa gleiche Feder
steifigkeit aufweisen.
10. Absperrvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, da
durch gekennzeichnet, daß jeweils das eine elasti
sche Dichtungselement und/oder das mit diesem ela
stischen Dichtungselement zusammenwirkende andere
Element jeder Dichtungseinrichtung in Richtung auf
einander einstellbar sind.
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|---|---|---|---|
| DE8817267U DE8817267U1 (de) | 1988-07-13 | 1988-07-13 | Absperrvorrichtung für Rohrleitungen |
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1988
- 1988-07-13 DE DE8817267U patent/DE8817267U1/de not_active Expired - Lifetime
- 1988-07-13 DE DE19883823734 patent/DE3823734C2/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|---|---|
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MANNESMANN AG, 4000 DUESSELDORF, DE |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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