DE3852152T2 - Polymerfestelektrolyt und Batterie mit Polymerfestelektrolyten. - Google Patents

Polymerfestelektrolyt und Batterie mit Polymerfestelektrolyten.

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Description

  • Diese Erfindung betrifft einen polymeren Feststoffelektrolyten, der einen bestimmten vernetzten Polyether umfaßt sowie eine Batterie, die unter Verwendung eines solchen polymeren Feststoffelektrolyten hergestellt wurde.
  • Viel Forschungsarbeit wurde bei der Erforschung der Möglichkeit, polymere Feststoffelektrolyten in Batterien, Displays, etc. zu verwenden, geleistet und ist noch im Gange. Als Beispiel sei auf die Verwendung eines polymeren Feststoffelektrolyten in einer Lithiumbatterie hingewiesen, wo er zwischen einer positiven Elektrode und einer negativen Elektrode angebracht ist. Es wurden eine Vielzahl von Materialtypen für polymere Feststoffelektrolyten vorgeschlagen einschließlich verschiedener Polyethylenoxide, Polyphosphazene und Polyaminosäuren.
  • Feststoffelektrolyt-Batterien haben eine Reihe von Vorteilen. Beispielsweise sind sie auslaufsicher, haben eine hohe Energiedichte, sind preiswert und können leicht zu einer Schichtstruktur geformt werden. Die Materialien, die bisher eingehender als alle anderen getestet wurden, sind bestimmte lineare Polyether. Diese Materialien haben jedoch einen hohen Schmelzpunkt (etwa 60ºC) und können nur bei einer Temperatur oberhalb ihres Schmelzpunkts verwendet werden, weil die geschmolzene Verbindung bei einer Temperatur unterhalb ihres Schmelzpunkts kristallisiert und keine zufriedenstellend hohe Ionenleitfähigkeit zeigt.
  • Verschiedene vernetzte Polyether wurden vorgeschlagen, um die linearen Polyether zu ersetzen. Diese Materialien haben einen niedrigen Schmelzpunkt. Selbst bei Raumtemperatur oder in der Nähe findet in dem geschmolzenen Salz kaum Kristallisation statt und es zeigt eine relativ gute Ionenleitfähigkeit. Trifunktionelle Polyether, die mit Diisocyanaten, wie Toluol-2,4-diisocyanat und Hexamethylendiisocyanat vernetzt sind, sind unter anderem für die Verwendung aufindustrieller Basis geeignet. Sie sind leicht zu produzieren und dünne Filme sind aus ihnen leicht herzustellen. Es wird erwartet, daß sie insbesondere als Elektrolyten für wiederaufladbare Batterien mit Lithiumanoden nützlich sind.
  • Eine Reihe von Problemen treten jedoch bei der Verwendung jedes dieser vernetzten Materialien in einer Batterie vom üblichen Typ, bei der eine Metallverbindung vom Interkalationstyp als Kathode und Lithium als Anode verwendet wird, auf. Das erste Problem besteht in einer Minderung der Leistungsfähigkeit, die während der Lagerung der Batterie auftritt. Der aktive Wasserstoff in dem polymeren Feststoffelektrolyten reagiert während der Lagerung mit Lithium und erhöht dadurch seinen inneren Widerstand, was zu einer Verringerung seiner Kapazität führt. In diesem Kontext steht "aktiver Wasserstoff" für ein Wasserstoffatom einer OH- oder NH-Gruppe, das direkt mit einem Alkali- oder Erdalkalimetall oder deren Ionen reagiert. Wenn ein mit Isocyanat vernetzter Polyether als Elektrolyt verwendet wird, ist der "aktive Wasserstoff" das Wasserstoffatom in der Urethanbindung -(NHCOO).
  • Das zweite Problem besteht in der schlechten Wiederholbarkeit des Ladens und Entladens der Batterie. Dies ist offenbar auf die Tatsache zurückzuführen, daß der polymere Feststoffelektrolyt ein biionischer Leiter ist. Wenn eine Batterie vom oben erwähnten üblichen Typ entladen wird, wandern Anionen (Lithiumionen) von der Anode zu der Kathode und Lithium wird in die Kathode interkaliert. Die Anionen im polymeren Elektrolyten (z. B. Perchlorsäure-Ionen in einer Batterie, die geschmolzenes Lithiumperchlorat enthält) wandern zur Anode. Die Anode nimmt jedoch die Anionen nicht auf, die deshalb eine Polarisierung in der Elektrolytschicht in der Umgebung der Anode verursachen. Wenn dann die Batterie geladen wird, können die Kationen, die in die Kathode interkaliert waren, reversibel durch den Elektrolyten zu der Anode wandern, aber die Anionen, die die Umgebung der Anode polarisiert hatten, können nur sehr langsam zu ihrem ursprünglichen Platz zurückkehren. Folglich weisen die Ionen in dem Polymer nur in geringem Maß Reversibilität auf, was zu einer starken Verminderung der Batteriekapazität bei wiederholtem Laden und Entladen führt. Deswegen wurden Versuche gemacht, einen monoionisch mobilen polymeren Feststoffelektrolyten zu synthetisieren, in dem nur die Kationen mobil sind, während die Anionen an der Polymerkette fixiert sind. Sie waren jedoch aufgrund einer starken Verminderung der Ionenleitfähigkeit oder aus anderen Gründen nicht erfolgreich.
  • Es ist Aufgabe dieser Erfindung einen polymeren Feststoffelektrolyten bereitzustellen, der lange Zeit gelagert werden kann- ohne daß sich seine Qualität vermindert und eine Batterie, die einen polymeren Feststoffelektrolyten einschließt und ihre angemessene Leistungsfähigkeit über einen langen Zeitraum aufrechterhalten kann.
  • Es ist weiterhin Aufgabe dieser Erfindung eine Batterie mit einem polymeren Feststoffelektrolyten bereitzustellen, die wiederholtes Laden und Entladen erlaubt, ohne eine wesentliche Verminderung der Kapazität zu erleiden.
  • Entsprechend der Erfindung stellen wir daher einen polymeren Feststoffelektrolyten bereit, der einen vernetzten Polyether umfaßt, wobei der Polyether eine Struktureinheit der Formel
  • besitzt, worin R eine inerte Gruppe, ausgenommen ein Wasserstoffatom, bedeutet und M ein Element der Gruppe I des periodischen Systems, ausgenommen ein Wasserstoffatom, bedeutet.
  • Zusätzlich stellen wir eine Batterie bereit, die einen solchen Elektrolyten umfaßt.
  • Der Polyether kann über eine Urethanbindung vernetzt sein.
  • Eine Ausführungsform der Erfindung wird nun lediglich als Beispiel und mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in denen:
  • Fig. 1 ein Teilquerschnitt einer Testzelle für das Testen eines erfindungsgemäßen polymeren Feststoffelektrolyten ist;
  • Fig. 2 ein Diagramm, in dem erfindungsgemäße und auf dem Fachgebiet bekannte Batterien hinsichtlich der Veränderung ihrer Kapazität während der Lagerung verglichen werden, ist; und
  • Fig. 3 ein Diagramm ist, das die Ergebnisse der mit den erfindungsgemäßen und den auf dem Fachgebiet bekannten Batterien durchgeführten Lebensdauertests der Ladungs- und Entladungszyklen vergleicht;
  • In Fig. 1 ist 1 eine 0,1 mm dicke Lithiumschicht, 2 ist ein Teflonring, 3 ist eine Batterietestschicht, die einen unteren Polymerteil und einen oberen Teil aufweist, der aus einer aktiven eine Anode definierenden Substanz besteht, 4 ist ein Titan-Stromabnehmer, 5 ist eine Teflon-Unterlegscheibe für die Anpassung der Dicke, 6 ist ein luftdichter Verschluß, 7 ist ein Anoden-Stromabnehmer, 8 ist eine Zelle und 9 ist eine Zellabdeckung.
  • Obwohl der aktive Wasserstoff in einem polymeren Feststoffelektrolyten die Leistungsfähigkeit der Batterie während ihrer Lagerung verringert, ist es möglich, einen polymeren Feststoffelektrolyten mit einer langen Lagerungslebensdauer zu erhalten, wenn der aktive Wasserstoff ersetzt wird. Verschiedene Verfahren können für die Herstellung einer Schicht eines erfindungsgemäßen polymeren Feststoffelektrolyten verwendet werden. Nach einer Methode wird eine Oberfläche einer mit Isocyanat vernetzten Polyetherschicht mit einer Reaktandenlösung beschichtet, so daß die Substitution durch Lithium nur auf einer ihrer Oberflächen erfolgen kann. Nach einer weiteren Methode wird die gesamte Schicht in eine Reaktandenlösung getaucht, so daß die Substitution durch Lithium auf beiden Oberflächen der Schicht stattfinden kann, und das Lithium wird anschließend durch ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe auf einer ihrer Oberflächen ersetzt. Nach noch einer weiteren Methode läßt man die Substitution durch Lithium auf beiden Oberflächen der Schicht stattfinden und ein mit Isocyanat vernetzter Polyether wird dann auf einer ihrer Oberflächen gebildet. Diese Verfahren sollen lediglich die Vielzahl der Verfahren illustrieren, die für die Herstellung einer erfindungsgemäßen Elektrolytschicht eingesetzt werden können, die eine Oberfläche aufweist, auf der die Substitution durch Lithium stattfindet, während auf ihrer anderen Oberfläche keine solche Substitution stattfindet.
  • Die Erfindung wird nun anhand einiger Beispiele dafür genauer beschrieben werden. In den folgenden Beispielen (davon liegen die Beispiele 5 und 6 außerhalb des Bereichs dieser Erfindung) bestand die Arbeitsatmosphäre aus trockener Luft mit einer relativen Feuchtigkeit, die 50% nicht überstieg, und die Polyether waren vom Trioltyp, enthielten eine Ethylenoxidstruktur und eine Propylenoxidstruktur in einem Strukturverhältnis von 8 : 2 und hatten ein Molekulargewicht von etwa 3000, soweit nicht anders angegeben. Vor der Verwendung wurden sie bei einer Temperatur von 100ºC im Vakuum getrocknet, wobei sie mit einem Magnetrührer in einem Dreihalskolben gerührt wurden.
  • Eine Lösung von Lithiumperchlorat und Polyether wurde wie nachfolgend beschrieben hergestellt. Der auf zulösende Polyether wurde zu einer einen Gew.-Teil Lithiumperchlorat pro zehn Gew. -Teile Polyether enthaltenden Acetonlösung gegeben und die Lösung wurde unter Rühren mit einem Magnetrührer in einem Dreihalskolben auf eine Temperatur von 100ºC im Vakuum aufgeheizt, bis sich kein Destillat mehr bildete.
  • Eine Paste eines aktiven Materials, die die Kathode bildet, wurde wie nachfolgend beschrieben hergestellt. Elf Teile einer Lösung von Lithiumperchlorat und Polyether, zwei Teile Dimethylacetamid, eine äquivalente Menge von Hexamethylendiisocyanat und 0,006 Teile Di-n-butylzinndiacetat wurden vollständig gemischt, um ein erstes Gemisch zu bilden. Neun Teile Vanadiumoxidpulver und ein Teil Acetylenruß wurden vollständig gemischt, und ihr Gemisch wurde getrocknet. Das letztere Gemisch wurde zu dem ersten Gemisch gegeben und sie wurden vollständig miteinander verknetet, um eine Paste herzustellen. Die Paste wurde sofort nach ihrer Herstellung verwendet.
  • Beispiel 1
  • 5 Teile trockener Polyether, 1 Teil Dimethylacetamid, eine äquivalente Menge Hexamethylendiisocyanat, 0,003 Teile von Di-n-butylzinndiacetat wurden vollständig miteinander vermischt. Mit dem Gemisch wurde ein 50 um (Mikron) Polypropylen-Vliesstoff beschichtet und er wurde bei einer Temperatur von 80ºC 16 Stunden lang in einer Argongasatmosphäre stehengelassen, um eine Folie zu bilden.
  • Die Folie wurde unter Argon in eine 0,1 mol/l n-Hexanlösung von n-Butyllithium getaucht und wurde drei Stunden lang darin belassen. Dann wurde sie in eine 0,02 gew.-%ige n- Hexanlösung von Methyliodid transferiert und nach einstündigem Eintauchen wurde sie mit n-Hexan gewaschen und das n-Hexan wurde anschließend durch Abdampfen entfernt.
  • Dann wurde die Folie in einem vollständig geschlossenen Behälter in eine 0,04 mol/l Acetonlösung von Lithiumperchlorat getaucht und 20 Minuten darin belassen, wodurch Lithiumperchlorat in der Folie gelöst wurde. Dann wurde die die Kathode bildende Paste des aktiven Materials, die wie oben beschrieben hergestellt worden war, auf die obere Oberfläche der Folie aufgeschichtet. Die Folie wurde bei einer Temperatur von 80ºC 16 Stunden lang in einer Argongasatmosphäre stehengelassen und wurde dann bei derselben Temperatur 48 Stunden lang im Vakuum getrocknet. Dann wurde die Schicht in eine Batterietestzelle eingebracht, die nachfolgend als "Zelle I" bezeichnet wird.
  • Beispiel 2
  • 2 Teile Dimethylacetamid, eine äquivalente Menge Hexamethylendiisocyanat, 0,006 Teile Di-n-butylzinndiacetat und 2 Teile Methyliodid wurden in 11 Teilen einer Lösung von Lithiumperchlorat und Polyether vollständig gemischt. Das Gemisch wurde auf einen 50 um (Mikron) Polypropylen-Vliesstoff aufgeschichtet und es wurde bei einer Temperatur von 80ºC 16 Stunden in einer Argongasatmosphäre stehengelassen, um eine Folie zu bilden. Die oben beschriebene Paste wurde auf die obere Oberfläche der Folie aufgeschichtet. Die Folie wurde 16 Stunden lang bei einer Temperatur von 80ºC in einer Argongasatmosphäre belassen und wurde getrocknet. Dann wurde sie in eine Batterietestzelle eingebracht, die hiernach als "Zelle II" bezeichnet wird.
  • Beispiel 3
  • 5 Teile trockener Polyether, 1 Teil Dimethylacetamid, eine äquivalente Menge Hexamethylendiisocyanat und 0,003 Teile Di-n-butylzinndiacetat wurden vollständig miteinander vermischt. Das Gemisch wurde auf einen 50 um (Mikron) Polypropylen-Vliesstoff aufgeschichtet und es wurde bei einer Temperatur von 80ºC 16 Stunden lang in einer Argongasatmosphäre belassen, um eine Folie zu bilden.
  • Die Folie wurde in eine 0,1 mol/l n-Hexanlösung von n-Butyllithium in einer Argongasatmosphäre getaucht und 3 Stunden lang darin belassen. Dann wurde sie mit n-Hexan gewaschen und das n-Hexan wurde durch Abdampfen entfernt.
  • Dann wurde in einem vollständig geschlossenen Behälter die Folie in eine 0,04 mol/l Acetonlösung von Lithiumperchlorat getaucht und 20 Minuten lang darin belassen, wodurch Lithiumperchlorat in der Folie gelöst wurde. Die Paste wurde wie oben beschrieben auf die obere Oberfläche der Folie aufgeschichtet. Die Folie wurde bei einer Temperatur von 80ºC 16 Stunden lang in einer Argongasatmosphäre stehengelassen und bei derselben Temperatur 48 Stunden lang im Vakuum getrocknet. Sie wurde in eine Batterietestzelle eingebracht, die hiernach als "Zelle 111" bezeichnet wird.
  • Beispiel 4
  • 5 Teile trockener Polyether, 1 Teil Dimethylacetamid, eine äquivalente Menge Hexamethylendiisocyanat und 0,003 Teile Di-n-butylzinndiacetat wurden vollständig miteinander vermischt. Mit dem Gemisch wurde ein 50 um (Mikron) Polypropylen-Vliesstoff beschichtet, und er wurde bei einer Temperatur von 80ºC 16 Stunden lang in einer Argongasatmosphäre stehengelassen, um eine Folie zu bilden. Die Folie wurde in einer Argongasatmosphäre in eine 0,1 mol/l n-Hexanlösung von n-Butyllithium getaucht und wurde 3 Stunden lang darin belassen. Dann wurde sie mit n-Hexan gewaschen und das n- Hexan wurde durch Abdampfen entfernt. Die Schicht wurde anschließend in einem vollständig geschlossenen Behälter in eine 0,04 mol/l Acetonlösung von Lithiumperchlorat getaucht und 20 Minuten lang darin belassen, wodurch sich Lithiumperchlorat in der Folie löste.
  • 2 Teile Dimethylacetamid, eine äquivalente Menge Hexamethylendiisocyanat und 0,006 Teile Di-n-butylzinndiacetat wurden in 11 Teilen einer Lösung von Lithiumperchlorat und Polyether vollständig gemischt. Die Mischung wurde auf die obere Oberfläche der Folie aufgebracht, um darauf eine dünne Schicht zu bilden, und die Folie wurde bei einer Temperatur von 80ºC 16 Stunden lang in einer Argongasatmosphäre stehengelassen.
  • Die Paste wurde wie oben beschrieben auf die obere Oberfläche der Folie aufgeschichtet. Dann wurde die Folie bei einer Temperatur von 80ºC 16 Stunden lang in einer Argongasatmosphäre stehengelassen und wurde bei derselben Temperatur 48 Stunden im Vakuum getrocknet. Sie wurde in eine Batterietestzelle eingebracht, die nachfolgend als "Zelle IV" bezeichnet wird.
  • Beispiel 5
  • In demselben Polyether, der in den vorhergehenden Beispielen verwendet worden war, wurde ein Teil der Hydroxylgruppen verestert und mit Lithiumchlorid neutralisiert, um SO&sub3;Li-Gruppen zu bilden. Die endständigen OH- und SO&sub3;Li- Gruppen in dem Polyether lagen in einem Verhältnis von 9:1 vor.
  • Lithiumperchlorat wurde in dem Polyether nach einer Methode, die in den vorhergehenden Beispielen verwendet worden war, gelöst. 2 Teile Dimethylacetamid, eine äquivalente Menge Hexamethylendiisocyanat und 0,006 Teile Di-n-butylzinndiacetat wurden in 11 Teilen einer Lösung von Lithiumperchlorat und Polyether vollständig gemischt. Die Mischung wurde auf einen 50 um (Mikron) Polypropylen-Vliesstoff aufgeschichtet und sie wurde bei einer Temperatur von 80ºC 16 Stunden lang in einer Argongasatmosphäre stehengelassen, um eine Folie zu bilden. Dann wurde die Paste wie oben beschrieben auf die obere Oberfläche der Folie aufgeschichtet. Die Folie wurde bei einer Temperatur von 80ºC 16 Stunden lang in einer Argongasatmosphäre stehengelassen und wurde bei derselben Temperatur 48 Stunden lang im Vakuum getrocknet. Sie wurde in eine Batterietestzelle eingebracht, die hiernach als "Zelle V" bezeichnet wird.
  • Beispiel 6
  • Eine äquivalente Menge Hexamethylendiisocyanat, 0,006 Teile Di-n-butylzinndiacetat und eine Lösung, die durch Auflösen von 4 Teilen einer Substanz der Formel C&sub1;&sub2;H&sub2;&sub5;(CH&sub2;CH&sub2;O)&sub4;SO&sub3;Li in 4 Teilen Dimethylacetamid hergestellt worden war, wurden in 11 Teilen einer Lösung von Lithiumperchlorat und Polyether vollständig gemischt. Die Mischung wurde auf einen 50 um (Mikron) Polypropylen-Vliesstoff aufgeschichtet und wurde bei einer Temperatur von 80ºC 16 Stunden lang in einer Argongasatmosphäre stehengelassen, um eine Folie zu bilden. Die Paste wurde wie oben beschrieben auf die obere Oberfläche der Folie aufgeschichtet und die Folie wurde bei einer Temperatur von 80ºC 16 Stunden lang in einer Argongasatmosphäre stehengelassen. Dann wurde die Folie bei derselben Temperatur 48 Stunden lang im Vakuum getrocknet und wurde in eine Batterietestzelle eingebracht, die nachfolgend als "Zelle VI" bezeichnet wird.
  • Eine Vergleichszelle wurde gemäß dem Stand der Technik hergestellt. 2 Teile Dimethylacetamid, eine äquivalente Menge Hexamethylendiisocyanat und 0,006 Teile Di-n-butylzinndiacetat wurden in 11 Teilen einer Lösung von Lithiumperchlorat und Polyether vollständig gemischt. Die Mischung wurde auf einen 50 um Polypropylen-Vliesstoff aufgeschichtet und wurde bei einer Temperatur von 80ºC 16 Stunden lang in einer Argongasatmosphäre stehengelassen, um eine Folie zu bilden. Die Paste wurde wie oben beschrieben auf die obere Oberfläche der Folie aufgeschichtet und die Folie wurde bei einer Temperatur von 80ºC 16 Stunden lang in einer Argongasatmosphäre stehengelassen. Dann wurde sie bei derselben Temperatur 48 Stunden lang im Vakuum getrocknet und wurde in eine Batterietestzelle eingebracht, die nachfolgend als "Zelle VII" bezeichnet wird.
  • 30 Zellen von jedem der Typen I bis VII wurden hergestellt und wurden bezüglich der Veränderung ihrer Kapazität während der Lagerung und ihrer Ladungs- und Entladungszyklus- Lebensdauer getestet.
  • 20 Zellen von jedem Typ wurden hinsichtlich der Veränderung ihrer Kapazität während der Lagerung getestet. Sie wurden in einen thermostatisierten Ofen vom Umwälztyp mit einer Temperatur von 80ºC gestellt. Nach 0, 7,5, 15 und 30 Tagen wurden jeweils 5 Zellen aus dem Ofen genommen und einzeln getestet. Der Test wurde mit einem konstanten Entladungsstrom von 13 uA (10 uA/cm²) bei einer Temperatur von 80ºC ausgeführt, bis am Ende eine Entladungsspannung von 2 V erreicht war. Die Ergebnisse sind in Fig. 2 dargestellt.
  • Bei 10 Zellen von jedem Typ wurde ihre Zykluslebensdauer getestet. Sie wurden in einen thermostatisierten Ofen vom Umwälztyp mit einer Temperatur von 80ºC gestellt und man ließ sie mit einem Strom von 52 uA (40 uA/cm²) entladen, während sie mit einem Strom von 26 uA (20 uA/cm²) aufgeladen wurden, bis bei der Entladespannung am Ende 2,0 V und bei der Ladespannung am Ende 4,0 V erreicht waren. Die Ergebnisse sind in Fig. 3 dargestellt.
  • Die in den Fig. 2 und 3 dargestellten Ergebnisse bestätigen, daß die erfindungsgemäßen Batterien einer herkömmlichen überlegen sind.
  • Wie aus der vorhergehenden Beschreibung deutlich wird, stellt diese Erfindung einen polymeren Feststoffelektrolyten, der während einer langen Zeit gelagert werden kann, ohne irgendeine Verminderung der Qualität zu erleiden, und eine Batterie, deren Leistungsfähigkeit sich während einer langen Zeit nicht vermindert, bereit. Weiterhin stellt sie eine Batterie eines polymeren Feststoffelektrolyten bereit, die sehr oft wiederholt geladen und entladen werden kann, ohne eine wesentliche Verringerung ihrer Kapazität zu zeigen.

Claims (2)

1. Polymerer Feststoffelektrolyt, dadurch gekennzeichnet, daß er einen vernetzten Polyether umfaßt, wobei der Polyether eine Struktureinheit der Formel
besitzt, worin R eine inerte Gruppe, ausgenommen eines Wasserstoffatoms, bedeutet und M ein Element der Gruppe I des periodischen Systems, ausgenommen eines Wasserstoffatoms, bedeutet.
2. Batterie, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Elektrolyten nach Anspruch 1 umfaßt.
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