DE3876709T2 - Verfahren zur herstellung eines selbstheilenden schutzgegenstandes gegen ueberstrom durch ent-methode. - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines selbstheilenden schutzgegenstandes gegen ueberstrom durch ent-methode.

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines selbstheilenden Schutzgegenstandes gegen Überstrom, indem sich beim Durchfluß eines Überstroms zur Vergrößerung des Widerstands davon ein Hitzeaufbau vollzieht, um damit den Strom zu begrenzen, und bei dem sich der ursprüngliche Zustand reversibel und stabil selbst wiederherstellt, indem ein Stromkreis in seinen Normalzustand durch Anwenden des Phänomens zurückversetzt wird, das dasselbe ist wie bei einem Thermistor mit einem positiven Temperaturkoeffizienten (im folgenden kurz als "PTC" bezeichnet).
  • Herkömmliche Verfahren zur Herstellung eines Widerstandes oder eines Gegenstandes, der die PTC-Eigenschaften davon verwendet, schließen die folgenden ein:
  • (i) ein Verfahren zur Herstellung eines Widerstandes mit PTC- Eigenschaften, welches umfaßt das Sintern eines Halbleiters vom Bariumtitanattyp bei einer hohen Temperatur, um einen Gegenstand zu bilden;
  • (ii) ein Verfahren zur Herstellung eines PTC-Gegenstandes mit einem relativ niedrigen Widerstand, welcher eine Polymersubstanz und Ruß umfaßt, die darin eingearbeitet sind, für das ein Verfahren zur Herstellung eines Gegenstandes beispielhaft ist, der die PTC-Eigenschaften aufweist, wie beschrieben in der US-Patentschrift Nr. 4 237 441, welche umfaßt das Formen eines Gemisches aus einem kristallinen Polymeren und Ruß mit einem Extruder zu einer vorbestimmten Form und das Bestrahlen der resultierenden Form mit einer Strahlung, wie beispielweise Elektronenstrahlen, um das kristalline Polymere unter Bildung einer Netzwerkstruktur zwischen den Molekülen davon zu vernetzen, wodurch die Form in ihrer thermischen Deformation verbessert wird;
  • (iii) ein Verfahren zur Herstellung eines Widerstandes mit PTC-Eigenschaften, wie beispielweise in der japanischen Patentschrift mit der Offenlegungsnummer 8 443/1981 beschrieben, die umfaßt das Formen eines Gemisches aus einer kautschukartigen Substanz, Ruß, Graphit und einem organischen Peroxid und dergleichen zu einer vorbestimmten Form und Erhitzen der resultierenden Form, um zunächst das organische Peroxid zu zersetzen, wobei der kautschukartigen Substanz eine Netzwerkstruktur verliehen wird, um die Form in ihrer thermischen Deformation zu verbessern; und
  • (iv) ein Verfahren zur Herstellung eines Widerstandes mit PTC-Eigenschaften, wie beispielsweise beschrieben in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 36 876/1976, die umfaßt Pfropfpolymerisieren eines Vinylmonomeren auf Ruß in einem Lösungsmittel, Zugeben eines Vernetzungsmittels zu der resultierenden, verkneteten Masse und Erhitzen des resultierenden Gemisches, um ihm eine Netzwerkstruktur zu verleihen, um eine Verbesserung hinsichtlich des thermischen Widerstandes davon zu erreichen.
  • Das oben erwähnte herkömmliche Verfahren (i), welches umfaßt das Sintern eines Halbleiters vom Bariumtitanattyp bei einer hohen Temperatur, bringt die Probleme mit sich, daß, da der resultierende Gegenstand einen hohen spezifischen Durchgangswiderstand aufweist, der Spannungsabfall eines Stromkreises bei einem stationären Strom groß ist, so daß, wenn die Temperatur des Gegenstandes weiter erhöht wird, nachdem sich die PTC-Eigenschaften gezeigt haben, sich der Gegenstand in einen Thermistor mit negativem Temperaturkoeffizienten umwandelt (im folgenden kurz als "NTC" bezeichnet), so daß dessen strombegrenzende Funktion drastisch verringert wird und daß leicht eine Streuung der Widerstandswerte auftritt aufgrund der Deformation des Gegenstandes, die verursacht wird durch das Sinterformen bei einer hohen Temperatur.
  • Die oben erwähnten herkömmlichen Verfahren (ii) und (iii), die umfassen Quervernetzen einer kristallinen Polymersubstanz, die vermischt ist mit Ruß oder einer kautschukartigen Substanz in einer Mischung mit Ruß und Graphit, liefern ein thermisch stabiles PTC-Material als Heizgegenstand, der als Schutzgegenstand gegen Überstrom fungiert, jedoch das Problem mit sich bringt, daß ein Teil der Rußteilchen oder ein Teil der Ruß- und Graphitteilchen sich aufgrund der Segmentausdehnung und -kontraktion im Verlauf der wiederholten Strombegrenzungsvorgänge des PTC- Gegenstandes als Schutzgegenstand gegen Überstrom in einer vernetzten Netzwerkstruktur bewegt, um die Reproduzierbarkeit der PTC-Eigenschaften und des Widerstandswertes zwischen den wiederholten Vorgängen zu verringern und insbesondere, um den Widerstandswert dazwischen in einem breiten Bereich zu verändern.
  • Das oben erwähnte herkömmliche Verfahren (iv), welches umfaßt das Pfropf-Polymerisieren eines Vinylmonomeren auf Ruß in einem Lösungsmittel, bringt das Problem mit sich, daß die Verträglichkeit der resultierenden kristallinen Polymersubstanz mit dem Lösungsmittel während der Propf- Copolymerisation aufgrund der Verwendung des Lösungsmittels bei der Propf-Copolymerisation so problembehaftet ist, daß Polyethylen und Polypropylen, die kristalline Polymersubstanzen darstellen, die wirksam sind für das Deutlichwerden der PTC-Eigenschaften, nicht eingesetzt werden können.
  • Bekanntlich wird ein organisches Peroxid, wie Dicumylperoxid, als Netzwerk-bildendes Mittel für einen Ethylen-Propylen- Kautschuk und dergleichen verwendet. Wo ein solches organisches Peroxid zu einem Kautschuk hinzugegeben wird und sie mit einer Walze gemahlen werden, wird das Mahlen mit der Walze bei vergleichsweise niedriger Temperatur, beispielsweise um 50 ºC, durchgeführt, um ein Gelieren (Netzwerkbildung) während des Mahlens zu verhindern. In einem unvermeidbaren Fall, insbesondere im Falle der Verwendung einer kristallinen Substanz, wie Polyethylen, wird ein Verfahren eingesetzt, wie beispielsweise eines, bei dem die Zugabe des organischen Peroxid in vergleichsweise kurzer Zeit beendet wird, wobei ein Zeichen für die thermische Zersetzungsgeschwindigkeit des organischen Peroxid, nämlich dessen Halbwertszeit, berücksichtigt wird. Dies wird durchgeführt, um die Zersetzung des organischen Peroxid während des Mahlens soweit wie möglich zu unterdrücken.
  • Demgemäß ist bisher soweit wie möglich das Mahlen einer Polymersubstanz mit einem organischen Peroxid bei oder über dessen thermischer Zersetzungstemperatur vermieden worden, um während des Mahlens beiden Komponenten eine Reaktion miteinander zu ermöglichen.
  • Inzwischen haben die Erfinder der Erfindung eine interessante Tatsache gefunden, daß, wenn eine passende Menge organisches Peroxid während des Mahlens einer kristallinen Polymersubstanz in Gegenwart von Graphit und Ruß zugegeben wird, das organische Peroxid nicht als Vernetzungsmittel für das Polymere dient, sondern stattdessen als Pfropfmittel fungiert, um zu ermöglichen, daß das Polymere auf die Oberflächen der Graphit- und Rußteilchen aufgepfropft wird, sogar während des Mahlens bei oder über der thermischen Zersetzungstemperatur des organischen Peroxid.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren bereitzustellen zur Herstellung eines selbstheilenden Schutzgegenstandes gegen Überstrom, der einen niedrigen Widerstandswert und PTC- Eigenschaften aufweist, insbesondere gemäß dem Pfropfverfahren mit einer guten Reproduzierbarkeit der PTC- Eigenschaften und des Widerstandswertes während der wiederholten Strombegrenzungsvorgänge.
  • Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens zur Herstellung eines selbstheilenden Schutzgegenstandes gegen Überstrom durch das erfindungsgemäße Pfropfverfahren wird in der ersten Stufe davon ein organisches Peroxid zu kolloidalem Graphit, mindestens einer Sorte Ruß, ausgewählt aus Acetylenruß, Ketjenblack und hochstrukturiertem Ofenruß, und mindestens einer Sorte einer kristallinen Polymersubstanz gegeben, während die letzteren drei Komponenten erhitzt und gemahlen werden und das hochviskose erhitzte Gemisch fein gemahlen wird, wodurch das organische Peroxid mit der Polymersubstanz umgesetzt wird, um der Polymersubstanz ungepaarte Elektronen zu verleihen, um so Polymerradikale zu bilden. Anschließend werden die gebildeten Polymerradikale vorzugsweise auf den oben erwähnten Graphit und Ruß aufgepfropft, um eine gemahlene Masse zu bilden, worin die Pfropfprodukte in der oben erwähnten Polymersubstanz homogen dispergiert sind. Die gemahlene Masse wird in eine zuvor bestimmte Form gebracht, während sie noch ihre Thermoplastizität beibehält. Anschließend, in der zweiten Stufe, wird das oben erwähnte organische Peroxid, das nicht an der Bildung der oben erwähnten Polymerradikale beteiligt ist, thermisch zersetzt, um die oben erwähnten Pfropfprodukte und die Polymersubstanz zu vernetzen, wobei eine Form erhalten wird, die eine dreidimensionale Netzwerkstruktur aufweist.
  • Gemäß einer weitren Ausführungsform der Erfindung werden ein erstes organisches Peroxid zum Pfropfen einer Polymersubstanz auf Graphit und Ruß und ein zweites organisches Peroxid zum Vernetzen in den entsprechenden verschiedenen Stufen der oben erwähnten Ausführungsform zugegeben.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird nach dem Formen der gemahlenen Masse die geformte Masse mit radikalischen Strahlen bestrahlt, um die Pfropfprodukte und die Polymersubstanz zu vernetzen, wobei gemäß der ersten Ausführungsform eine Form erhalten wird, die eine dreidimensionale Netzwerkstruktur aufweist.
  • Erfindungsgemäß wird eine Lösung ausgearbeitet für das Problem, daß das Pfropfen der Polymersubstanz auf Graphitoder Rußteilchen allein den Widerstandswert des resultierenden Gegenstandes vergrößert, obwohl es die Dispergierbarkeit der Teilchen in der Polymersubstanz verbessert und ein stabiler PTC-Gegenstand erhalten wird, der einen niedrigen Widerstand aufweist und wiederholten Strombegrenzungsvorgängen Widerstand leisten kann, da kolloidaler Graphit und Ruß zu einer kristallinen Polymersubstanz zugegeben werden und ein Teil der kristallinen Polymersubstanz in Gegenwart eines anorganischen Peroxid auf die Oberflächen der Graphit- und Rußteilchen gepfropft wird, während sie erhitzt und mit einer Mischwalzenmühle oder dergleichen gemahlen werden.
  • Weitere Aufgaben und Eigenschaften der Erfindung werden deutlich, wenn die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert wird.
  • Figur 1 ist ein Modelldiagramm für ein Pfropfpolymeres, welches Polymermolelküle umfaßt, die auf Graphit- und Rußteilchen aufgepfropft sind, in einem Gegenstand, der durch das erfindungsgemäße Verfahren erhalten worden ist.
  • Figur 2 ist eine perspektivische Ansicht eines Gegenstandes, die durch das erfindungsgemäße Verfahren erhalten wird.
  • Figur 3 ist ein Diagramm, welches eine Kurve für den Widerstandswert zeigt, bei der die Temperatur gegen die Änderungsrate für den oben erwähnten Gegenstand aufgetragen ist.
  • Figur 4 ist ein Diagramm eines Stromkreises, wobei der oben erwähnte Gegenstand verwendet wird.
  • Figur 5 ist ein Diagramm, welches eine Strom-Spannungskurve für den oben erwähnten Gegenstand zeigt; und
  • Figur 6 ist ein Diagramm, welches eine Strom-Zeitkurve für den oben erwähnten Gegenstand zeigt.
  • Vor der Beschreibung der Beispiele für die Erfindung wird eine Beschreibung gegeben für (i) collodialen Graphit, hochstrukturierten Ruß, eine kristalline Polymersubstanz, ein organisches Peroxid und dergleichen; (ii) den Mechanismus einer Pfropfreaktion und den Mechanismus der Netzwerkbildung; (iii) ein zur Bestätigung durchgeführtes Experiment, daß eine Polymersubstanz auf Graphitteilchen gepfropft wird und (iv) ein Experiment, welches durchgeführt wird zur Bestätigung der geeigneten Menge eines organischen Peroxid, welches als Pfropfmittel verbraucht wird.
  • (i) Es werden beschrieben kolloidaler Graphit, hochstrukturierter Ruß, eine kristalline Polymersubstanz und ein organisches Peroxid.
  • Kolloidaler Graphit ist ein Pulver, welches hergestellt wird durch Pulverisieren von Graphit zu feinen Teilchen mit einem mechanische Mittel, der sauerstoffhaltige Gruppen auf den Oberflächen seiner Teilchen aufweist.
  • Hochstrukturierter Ofenruß besteht aus Aggregaten, bestehend aus einer großen Zahl feiner Teilchen, die miteinander kettenförmig verbunden sind. Es wird gewünscht, daß als Zeichen für die Struktur eine Ölabsorption von 1 ml/g oder mehr vorliegt.
  • Ruß wird mit Graphit gemischt, da das Gemisch dem resultierenden Gegenstand einen niederigeren Widerstandswert als Graphit allein verleihen kann. Das Mischungsverhältnis von Graphit zu Ruß liegt zweckmäßigerweise im Bereich von 1:9 bis 8:2, bezogen auf das Gewicht. Eine oder mehr Sorten Ruß werden ausgewählt aus Ofenruß, Acetylenruß und Ketjenblack, je nach dem Widerstandswert, der für den resultierenden Gegenstand erforderlich ist. Der Widerstandswert des Gegenstandes kann verringert werden in der Reihenfolge Ofenruß, Acetylenruß und Ketjenblack. Obwohl das Mischungsverhältnis der Menge von Graphit- und Rußteilchen zu dem einer kristallinen Polymersubstanz verändert werden kann, je nach gewünschtein Widerstandswert des resultierenden Gegenstandes, kann ein Gegenstand mit den wünschenswerten, physikalischen Stärken und mit einem niedrigem Widerstandswert erhalten werden, wenn das oben erwähnte Mischungsverhältnis, bezogen auf das Gewicht, im Bereich von 6:4 bis 7:3 liegt.
  • Die kristalline Polymersubstanz ist ein Polymeres mit einem Schmelzpunkt von beispielsweise 90 bis 180 ºC, und enthält zweckmäßigerweise Wasserstoffatome oder Methylengruppen, die an die tertiären Kohlenstoffatome in seiner Struktur gebunden sind, wofür Beispiele Polyethylen mit niedriger Dichte, Polyethylen mit mittlerer Dichte, Polyethylen mit hoher Dichte, Poylpropylen und Polyester einschließen. Die kristalline Polymersubstanz wird verwendet, um die PTC- Eigenschaften des resultierenden Gegenstandes in der Nähe des Schmelzpunktes der Polymersubstanz deutlichzumachen.
  • Das organische Peroxid ist ein Peroxid, welches keine Explosionsgefahr mit sich bringt, während es mit den Graphitteilchen und der kristallinen Polymersubstanz bei einer Temperatur im Bereich von 90 ºC bis 200 ºC gemahlen wird, wodurch ermöglicht wird, daß der Mahlvorgang vergleichsweise leicht durchgeführt wird, und das die Fähigkeit besitzt, mit der kristallinen Polymersubstanz zu reagieren, um der Polymersubstanz ungepaarte Elektronen zu verleihen. Beispiele dafür schließen ein Bis(α,α'-dimethyl-benzyl)-peroxid (Dicumylperoxid, im folgenden kurz als "Di-Cup" bezeichnet) und 2,5-Dimethyl-2,5-di(t-butylperoxy)-hexyn-3 (im folgenden kurz als "TBPH-3" bezeichnet). Darüberhinaus können verwendet werden 2,5-Dimethyl-2,5-di(t-butylperoxy)-hexan, 1,1-Di(t- butylperoxy)-3,3,5-trimethylcyclohexan oder dergleichen.
  • Die Bezeichnung "geeignete Menge organisches Peroxid" bedeutet eine Menge davon, die nicht die Gefahr der Gelierung aufgrund einer Netzwerkbildung mit sich bringt, während sie mit den Graphitteilchen, den Rußteilchen und der kristallinen Polymersubstanz gemahlen wird und die noch ausreicht, um zu ermöglichen, daß ein Teil der Polymersubstanz auf die Oberflächen der Graphit- und Rußteilchen aufgepfropft wird. Diese Menge wird bestimmt, je nach Menge der zu bildenden Polymerradikalen, die vorzugsweise während des Mahlens auf der Oberfläche der Graphitteilchen und der Rußteilchen eingefangen werden sollen. Die geeignete Menge kann bestimmt werden durch grobe Berechnung aus der Anzahl der Radikalfängerstellen auf den Oberflächen dieser Teilchen, die zu 10²&sup0;/g angenommen werden, und aus dem Molekulargewicht des organischen Peroxid, das verwendet wird. Beispielsweise beträgt im Falle von Di-Cup, da dessen Molekulargewicht 270 beträgt, eine geeignete Menge davon etwa 5g pro 100 g Teilchen (Graphit und Ruß), unter der Annahme, daß der Anteil an Di- Cup für eine effektive Wirkung auf die kristalline Polymersubstanz etwa 80 % beträgt, wobei die zweite Zersetzung davon unter Bildung von Acetophenon und dergleichen berücksichtigt wird. Des weiteren dient das organische Peroxid, das in der Mühle verbleibt, da die Halbwertszeit von Di-Cup bekanntlich bei 171 ºC 1 Minute beträgt, zur Bildung eines Netzwerkes in dem resultierenden Gegenstand. Darüber hinaus ist es bei der Netzwerkbildung wünschenswert, ein organisches Peroxid zuzugeben, welches sich bei einer Temperatur zersetzt, die höher ist als die Zersetzungstemperatur von Di-Cup. Ein Beispiel für ein solches organisches Peroxid ist TBPH-3, das bekanntlich bei 193 ºC eine Halbwertszeit von 1 Minute besitzt. Die Zugabe von TBPH- 3 zu einer gemahlenen Masse, wie hier zuvor erwähnt, ist wünschenswert, da sie aufgrund ihrer niedrigen thermischen Zersetzungsgeschwindigkeit eine geringe Funktion und Wirkung von TBPH-3 als Netzwerk-bildendes Mittel liefert, sogar wenn das resultierende Gemisch weiter bei einer Temperatur um 140 ºC gemahlen wird. Mit anderen Worten kann ein Gelieren der oben erwähnten gemahlenen Masse vollständig unterdrückt werden.
  • Obwohl die Bedingungen zur Bildung einer dreidimensionalen Netzwerkstruktur, die einem Gegenstand verliehen werden soll, von der thermischen Stabilität des zu verwendenden organischen Peroxid, das verwendet wird, abhängen, ist es im allgemeinen wünschenswert, daß sie eine Hitzebehandlungstemperatur von 160 bis 200 ºC und eine Hitzebehandlungszeit von 5 bis 60 Minuten einschließen.
  • Im Falle einer Achsenstrahl-Bestrahlung ist es wünschenswert, γ-Strahlen von 5-40 Mrad zu verwenden.
  • (ii) Es wird der Mechanismus der Pfropfreaktion und der Netzwerkbildung beschrieben, indem ein Fall als Beispiel herangezogen wird, bei dem Polyethylen als kristallines Polymeres verwendet wird, während Di-Cup als organisches Peroxid verwendet wird.
  • Zuerst zersetzte sich Di-Cup in der Heiz- und Mahlstufe gemäß der folgenden Formel:
  • Anschließend wird ein Teil der Wasserstoffatome, die in der Hauptkette eines Polyethylenmoleküls vorhanden sind, durch RO abstrahiert, um Polyethylenradikale (P ) zu bilden:
  • (Anmerkung) Diese Reaktionsgleichung zeigt die Abstraktion eines Wasserstoffatoms, die an einer verzweigten Stelle eines Polyethylenmoleküls auftritt.
  • Wenn RO an ein Phenoxyradikal oder dergleichen gebunden ist, welches auf der Oberfläche eines Graphitteilchens oder eines Rußteilchens vorhanden ist, wird ein Peroxid gebildet. Da dieses Peroxid jedoch instabil ist, verläuft eine Pfropfreaktion, die eine Bindung von RO an P einschließt und durch die folgende Formel dargestellt ist, bevorzugt ab:
  • In der Formel bedeutet CB ein Graphit- oder Rußteilchen.
  • Unter anderem verläuft das Pfropfen in Gegenwart von Graphit- und Rußteilchen vor einer Vernetzungsreaktion von P mit weiterem P . Somit kann es vorzugsweise ermöglicht werden, daß das Pfropfen abläuft, während die Netzwerkbildung durch die Reaktion zwischen den Molekülen der Polymersubstanz unterdrückt wird, wenn die Menge an organischem Peroxid, die in der Lage ist, P zu bilden, welches zum Pfropfen nötig ist, im voraus auf der Grundlage des Molekulargewichts des organischen Peroxid bestimmt wird und indem die Anzahl der auf den Oberflächen der Graphit- und Rußteilchen vorhandenen reaktiven Stellen berücksichtigt wird (etwa 10²&sup0;/g), siehe Kumakazu Okita, "Carbon Black no Graft-ka (Grafting onto Black)", veröffentlicht von K.K. Rubber Digest) und die Mahltemperatur kontrolliert wird, indem die Halbwertszeit des aus der thermischen Zersetzung davon resultierende Peroxid berücksichtigt wird. Auf diese Weise können die Graphit- und Rußteilchen unter Fortschreiten der Pfropfreaktion homogen in der Polymersubstanz dispergiert werden, während die Thermoplastizität, die der Polymersubstanz eigen ist, beibehalten wird. Dies liefert die Eigenschaft, daß der Widerstandswert des resultierenden Gegenstandes überall darin einheitlich ist.
  • Nach dem Pfropfen wird die gemahlenen Masse zu einem geeigneten Gegenstand geformt und dann einer Temperaturbedingung ausgesetzt, die in der Lage ist, das gesamte organische Peroxid zu zersetzen, um eine dreidimensionale Netzwerkstruktur in dem resultierenden Gegenstand zu liefern. Alternativ wird weiterhin dasselbe organische Peroxid wie das erste zugegeben oder es wird weiterhin ein zweites neues organisches Peroxid einer anderen Sorte in einer Menge zugegeben, die notwendig ist, um eine dichtere Netzwerkstruktur der kristallinen Polymersubstanz in der gemahlenen Masse zu liefern, und das resultierende Gemisch gemahlen, zu eines Gegenstandes geformt und dann erhitzt, während die oben erwähnte Form unter Vervollständigung der Vernetzungsreaktion beibehalten wird. Das zweite organische Peroxid, das neu hinzugegeben wird, ist zweckmäßigerweise eine Verbindung mit einer relativ hohen Zersetzungstemperatur, wofür ein geeignetes Beispiel TBPH-3 ist.
  • Figur 1 ist ein Modelldiagramm eines Pfropfpolymeren, welches Polymermoleküle umfaßt, die auf den Graphit und Ruß in dem erhaltenen Gegenstand gepfropft sind, worin die Pfropfpolymermoleküle 3 sich in einer kettenartigen Form von den Graphitteilchen 1 und den Rußteilchen 2 erstrecken und an den Vernetzungsstellen 4 unter Bildung einer Netzwerkstruktur miteinander verbunden werden.
  • (iii) Es wird ein Experiment beschrieben, welches ausgeführt wurde, um zu bestätigen, daß eine Polymersubstanz auf die Graphitteilchen gepfropft wird.
  • Wenn die Isolierung eines Pfropfproduktes möglich ist, kann durch Prüfen der thermisch zersetzten Polymersubstanz, die mit den Oberflächen der Teilchen davon eine Kombination bildet, gaschromatographisch bestätigt werden, daß eine kristalline Polymersubstanz, wie Polyethylen oder Polypropylen, auf die Oberflächen der Graphitteilchen gepfropft werden, indem ein organisches Peroxid, wie Di-Cup, während des Mahlens mit einer geheizten Walzenmühle verwendet wird. Da jedoch kein geeignetes Lösungsmittel vorhanden war, wurde das Pfropfen indirekt bestätigt, indem ein Homopolymeres von 2- Ethylhexylmethacrylat (im folgenden kurz als "P-OMA" bezeichnet) verwendet wurde, welches Wasserstoffatome, die an eine Methylenkette gebunden sind, und tertiäre Kohlenstoffatome in seiner Struktur als Polymersubstanz aufwies, die eine Struktur aufwies, die jenen von Polyethylen, Polypropylen und dergleichen analog war. Die Bestätigung wurde ferner vorgenommen auf der Grundlage der Erscheinung, daß Polymerradikale auf die Oberfläche von Graphitteilchen gepfropft wurden, und der Tatsache, daß die Pfropfstellen der Graphitteilchen die Struktur eines Phenoxyradikal aufwiesen.
  • Die Bestätigung der Pfropfung von P-OMA wurde gemäß dem folgenden Verfahren durchgeführt.
  • P-OMA, welches durch ein anderes Verfahren hergestellt worden war, wurde zusammen mit Graphit mit einer geheizten Walzenmühle in einem Mischungsverhältnis, wie in Tabelle 1 gezeigt, gemahlen. Tabelle 1 Mengen der Materialien in der gemahlenen Masse [g] Probe Graphit
  • Anschließend wurde die gemahlene Masse in Methylisobutylketon (im folgenden kurz als "MIBK" bezeichnet) dispergiert. Die resultierende Dispersion wurde einer Trennung durch einstündiges Zentrifugieren bei 4 000 Upm unterworfen, worauf sich eine Beobachtung des Zustandes der überstehenden Flüssigkeit anschloß. Probe A allein ergab eine schwarze überstehende Flüssigkeit, während die Proben B und C klare überstehende Flüssigkeiten ergaben. Die schwarze Überstandsflüssigkeit ergab sich aus der Pfropfung von P-OMA auf die Oberflächen der Graphitteilchen. Insbesondere abstrahiert ein Radikal (RO ), welches durch thermische Zersetzung von Di-Cup gebildet worden ist, ein Wasserstoffatom, welches an ein tertiäres Kohlenstoffatom von P-OMA gebunden ist, um ein Polymerradikal (P ) zu bilden, welches dann mit einem auf der Oberfläche eines Graphitteilchens vorhandenen Phenoxyradikal unter Pfropfung darauf reagiert.
  • Die Graphitteilchen, auf die P-OMA auf die oben erwähnte Weise gepfropft wird, werden hinsichtlich der Dispergierbarkeit in MIBK verbessert, so daß sie weniger leicht bei der Trennung durch Zentrifugieren ausfallen. Dies beweist, daß, wenn Graphit und P-OMA mit einer beheizten Walzenmühle zusammen mit Di-Cup zermahlen werden, P-OMA auf die Oberflächen der Graphitteilchen gepfropft wird.
  • Durch Isolieren eines Pfropfproduktes aus der gemahlenen Masse und Prüfen der thermisch zersetzten Substanz davon mit Gaschromatographie wurde bestätigt, daß das Pfropfprodukt P-OMA war.
  • Es wird ein weiteres Experiment beschrieben, um das Pfropfen der Polymerradikale auf die Oberflächen der Graphitteilchen zu beweisen.
  • Es wurde bereits zuvor erwähnt, daß die Oberflächen der Graphitteilchen inaktiv sind. Jedoch haben die Erfinder der Erfindung gefunden, daß aktive freie Radikale, nämlich ungepaarte Elektronen auf den Oberflächen der Graphitteilchen vorhanden sind und daß diese ungepaarten Elektronen leicht mit den Polymerradikalen reagieren, um die Pfropfung zustandezubringen. Beispielsweise wurden 1 g Graphitteilchen und 20 cc Styrol bei 90 ºC 20 Stunden lang gut gerührt, um eine Reaktion durchzuführen. Das Reaktionsprodukt wurde in 60 cc Toluol dispergiert. Zum Vergleich wurden 20 cc Styrol allein bei 90 ºC 20 Stunden lang polymerisiert. Das Polymerisationsprodukt wurde mit 1 g Graphitteilchen und 60 cc Toluol vermischt, um eine Dispersion herzustellen.
  • Die zwei Dispersionen wurden 2 Tage lang stehengelassen und beobachtet. Alle Graphitteilchen fielen in der Dispersion aus, die durch bloßes Vermischen der Materialien hergestellt worden war, während die überstehende Flüssigkeit der Dispersion, die durch Umsetzen von Graphitteilchen mit Styrol hergestellt worden war, die Farbe von Graphit annahm, obwohl ein Niederschlag vorhanden war.
  • Die Tatsache, daß die überstehende Flüssigkeit die Farbe von Graphit annahm, beweist, daß Polystyrolradikale mit ungepaarten, auf den Oberflächen der Graphitteilchen vorhandenen Elektronen reagierten, um eine Pfropfung zustandezubringen.
  • Aus den obigen Ergebnissen kann leicht geschlossen werden, daß, wenn die Graphitteilchen und eine kristalline Polymersubstanz, wie Polyethylen oder Polypropylen, in Gegenwart eines organischen Peroxid mit einer beheizten Walzenmühle gemahlen werden, Polymerradikale auf die Oberflächen der Graphitteilchen gepfropft werden.
  • Es wurde ein Experiment durchgeführt, um zu bestätigen, daß die sauerstoffhaltigen Hauptgruppen, die auf den Oberflächen der Graphitteilchen vorhanden waren, Phenoxyradikale waren.
  • Es wurde der Unterschied in der Reaktivität zwischen Benzoylperoxid (im folgenden kurz als "Bz&sub2;O&sub2;" bezeichnet) und α,α'-Azobisisobutyronitril (im folgenden kurz als "AIBN" bezeichnet) als Polymerisationsstarter zur Durchführung einer Reaktion von Graphit mit Polystyrol verwendet. Wenn auf den Oberflächen der Graphitteilchen Phenoxyradikale vorhanden sind, müssen zwei Sorten von Reaktionen miteinander in einem Reaktionssystein, welches AIBN verwendet, konkurrieren, nämlich das Binden von Phenoxyradikalen an 2-Cyano-2-propylradikale, die durch thermische Zersetzung von AIBN gebildet worden sind, und das Binden von Phenoxyradikalen an Polystyrolradikale. In diesem Fall, wenn die Phenoxyradikale an 2-Cyano-2-propylradikale gebunden sind, ist die Dispergierbarkeit des Reaktionsproduktes in den Lösungsmitteln schlecht. Im Gegensatz dazu läuft bei Verwendung von Bz&sub2;O&sub2; nur das Pfropfen von Polystyrol ab, so daß eine kolloidale Dispersion des Reaktionsproduktes stabiler ist. In diesem Experiment wurden zwei Reaktionssystem, nämlich eines, bestehend aus l g Graphitteilchen, 20 cc Styrol und 0,3 g Bz&sub2;O&sub2; und eines, bestehend aus 1 g Graphitteilchen, 20 cc Styrol und 0,2 g AIBN, bei 80 ºC jeweils 1 Stunde lang gerührt, um die entsprechenden Vergleichsreaktionen durchzuführen. Bz&sub2;O&sub2; und AIBN wurden im wesentlichen in derselben molaren Menge verwendet. Die zwei ReaktionsProdukte wurden jeweils in 40 cc Toluol dispergiert und bei Raumtemperatur 5 Tage lang stehengelassen. Die kolloidalen Teilchen in der Dispersion des Reaktionsproduktes, das unter Verwendung von Bz&sub2;O&sub2; hergestellt worden war, waren stabiler als die in der Dispersion des Reaktionsproduktes, das unter Verwendung von AIBN hergestellt worden war. Die obigen Ergebnisse können verstanden werden, um damit das Vorliegen von Phenoxyradikalen auf den Oberflächen der Graphitteilchen zu beweisen.
  • Referenzmaterialien, die für die obigen Experimente wichtig waren, schließen ein:
  • (1) "Amimekozo o motsu Carbon Black Graft Polymer (Carbon Black Graft Polymer Having Network Structure)" (Okita et al., Journal of the Society of Rubber Industry, Japan, Bd. 44, Nr. 1, S. 63 bis 68, 1971);
  • (2) "Carbon Black Graft Polymer no Denkiteki Seishitsu (Electrical Properties of Carbon Black Graft Polymer)" (Tsubuta et al., Niigata-daigaku Kogaku-bu Kenkyu Hokoku, Nr. 15, S. 71 bis 81, 1966);
  • (3) "Carbon Black Graft Polymer (2)" (Okita, Polymer no Tomo, Bd. 2, (10), S. 10 bis 17, 1965) und
  • (4) "Carbon Black Graft Polymer (3)" (Okita, Polymer no Tomo, Bd. 2, (11), S. 8 bis 17, 1965).
  • (iv) Es wird ein Experiment beschrieben, welches durchgeführt wurde, um die geeignete Menge eines organischen Peroxid zu bestätigen, welches als Pfropfmittel verbraucht wurde. Das organische Peroxid hatte die Rolle eines Pfropf- und eines Vernetzungsmittels für eine kristalline Polymersubstanz. Jedoch wird das organische Peroxid als Pfropfmittel in Gegenwart von Graphit- und Rußteilchen wegen einer bevorzugt ablaufenden Pfropfreaktion von Polymerradikalen auf die Oberflächen der oben erwähnten Teilchen verbraucht, während das Polymere mit irgendeinem Überschuß an organischem Peroxid vernetzt wird. Demgemäß kann die geeignete Menge an organischem Peroxid als Pfropfmittel durch Prüfen der Ausmaße der Gelierung bzw. aufgrund der Netzwerkbildung der gemahlenen Massen gefunden werden, die während des Mahlens passend veränderte Mengen an organischem Peroxid enthalten. Des weiteren kann durch den Formzustand der gemahlenen Masse bestätigt werden, ob oder ob nicht irgendeine Menge an organischem Peroxid in einer gemahlenen Masse zurückbleibt.
  • Die Materialien und Mengen der Mischung davon, die in dem Experiment verwendet wurden, sind in den Tabellen 2 bzw. 3 gezeigt. Tabelle 2 Materialien Funktion und Name (Abkürzung) Hersteller (Bezeichnung) Bemerkungen leitende Teilchen kristallines Polymeres Pfropf- und Vernetzungsmittel natürliches Graphitpulver (Graphit) Ofenruß (CB) Polyethylen (PE) Dicumylperoxid (Di-Cup) Nippon Kokuen Kogyo K.K. (ACP-1000) Cabot U.S.A (Vulcan XC-72) Mitsui Pertrochemical Industries, Ltd. (Hi-Zex 1300J) Nippon Oil and Fats Co., Ltd. (Percumyl D) Teilchengröße: 6 um Ölabsorption: 1,78 ml/g Halbwertszeit: 1 min. (171 ºC) Tabelle 3 Mischen von Materialien (g) Probe Graphit
  • Eine Mischwalzenmühle zum Testen wurde als Mahlvorrichtung verwendet.
  • Größe der Walzen: 150 mm ∅ X 300 mm L
  • Drehung der Walzen: vordere Walze: 20 Upm
  • hintere Walze: 25 Upm
  • Heizsystem: Dowtherm Öldampf
  • Walzenabstand während des Mahlens: etwa 0,5 mm
  • Das Mahlverfahren ist wie folgt.
  • (1) Die Temperatur der Walzenoberflächen wird auf etwa 140 ºC eingestellt.
  • (2) Eine zuvor bestimmte Menge hochdichtes Polyethylen wird auf die Walzen aufgegeben. Es wird zu einer klebrigen Substanz verschmolzen und um die Walzen gewickelt.
  • (3) Eine zuvor bestimmte Menge Graphitteilchen wird auf die Walzen aufgegeben. Ein Wendevorgang mit einem Metallspatel wird 5 Minuten lang durchgeführt.
  • (4) Eine zuvor bestimmte Menge Ruß wird auf die Walzen aufgegeben. Der Wendevorgang mit dem Metallspatel wird etwa 15 Minuten lang fortgesetzt.
  • (5) Eine zuvor bestimmte Menge Di-Cup wird im Verlauf von etwa 1 Minute in eine gemahlene Masse eingearbeitet, während der Wendevorgang mit dem Metallspatel fortgesetzt wird.
  • (6) Der Zustand der gemahlenen Masse wird beobachtet, während der Wendevorgang mit dem Metallspatel fortgesetzt wird.
  • Da die gemahlene Masse nach dem Aufgeben einer zuvor bestimmten Menge CB auf die Walzen und dem Fortsetzen des Wendevorgangs mit dem Metallspatel etwa 15 Minuten lang in Stufe 4 des Mahlverfahrens eine ausreichende Thermoplastizität aufweist, und einen leicht klebrigen Zustand annimmt, passiert es manchmal, daß sie auf den Oberflächen der Walzen festklebt, so daß der Wendevorgang nicht richtig durchgeführt werden kann. Mit diesem Zustand der gemahlenen Masse als Standard wird die Veränderung im Zustand der gemahlenen Masse beobachtet, während der Wendevorgang fortgesetzt wird. Die erhaltenen Ergebnisse werden unten gezeigt. Das Mahlen wurde nach 30 Minuten von dessen Beginn an beendet, außer in Falle von Probe Nr.V, bei der das Mahlen nach 10 Minuten beendet wurde, da sie nach 10 Minuten lederartig wurde.
  • Probe Nr. I (Di-Cup: 0 g): ohne Einarbeiten von Di-Cup, das Mahlen wurde 30 Minuten lang fortgesetzt. Der Zustand der gemahlenen Masse änderte sich überhaupt nicht.
  • Probe Nr. II (Di-Cup: 2 g): etwa 5 Minuten nach Einarbeiten der zuvor bestimmten Menge Di-Cup begann die gemahlene Masse leicht hart zu werden, so daß der Wendevorgang leicht wurde. Danach wurde keine Veränderung im Zustand der gemahlenen Masse erkannt.
  • Probe Nr. III (Di-Cup: 4 g): etwa 5 Minuten nach Einarbeiten der zuvor bestimmten Menge Di-Cup begann die gemahlene Masse leicht hart zu werden, so daß der Wendevorgang leicht wurde. 9 Minuten danach begann die gemahlene Masse lederartig zu werden. Das Mahlen wurde fortgesetzt.
  • Probe Nr. IV (Di-Cup: 6 g): etwa 4 Minuten nach Einarbeiten der zuvor bestimmten Menge Di-Cup begann die gemahlene Masse leicht hart zu werden, so daß der Wendevorgang leicht wurde. 8 Minuten danach begann die gemahlene Masse lederartig zu werden. Das Mahlen wurde fortgesetzt. Die gemahlene Masse wurde lederartiger als die aus Beispiel Nr. III.
  • Probe Nr. V (Di-Cup: 8 g): etwa 4 Minuten nach Einarbeiten der zuvor bestimmten Menge Di-Cup begann die gemahlene Masse lederartig zu werden. 6 Minuten danach war die gemahlene Masse gehärtet, um völlig lederartig zu werden, so daß das Mahlen beendet wurde.
  • Aus den obigen Ergebnissen geht hervor, daß, wenn bis zu 4 g Di-Cup verwendet werden, die gemahlene Masse nicht lederartig wird. Dies legt nahe, daß die Reaktion der Polyemerradikalen auf den Oberflächen der elektrisch leitenden Teilchen gegenüber der Reaktion der Netzwerkbildung des Polymeren bevorzugt wird. Wenn die Vernetzungsreaktion des Polymeren gleichzeitig abläuft, muß sich die gemahlene Masse aufgrund der Netzwerkbildung in eine lederartige Masse umgewandelt haben. Wenn die Menge an Di-Cup 4 g oder mehr beträgt, wird die gemahlene Masse während des Mahlens lederartig. Dies legt nahe, daß, wenn einmal die bevorzugte Reaktion der Polymerradikalen auf den Oberflächen der elektrisch leitenden Teilchen beendet ist, ein Überschuß an Di-Cup als Vernetzungsmittel für das Polymere dient, um die Netzwerkbildung in der gemahlenen Masse zu fördern.
  • Aus dem oben Gesagten kann vermutet werden, daß die notwendige Menge Di-Cup als Pfropfmittel etwa 4 g pro 100 g elektrisch leitende Teilchen beträgt. Dieser Wert liegt nahe bei dem theoretisch berechneten, zuvor erwähnten Wert.
  • Es werden der Formzustand der gemahlenen Masse und der organische Peroxidrest beschrieben. Die gemahlene Masse, welche als Formmaterial verwendet wurde, wurde mit einem Stößel zu Splittern einer Größe von etwa 1 bis 5 mm zerkleinert. Das Formen wurde durchgeführt mit einer 26 t-Kompressionsformmaschine, die mit einer Form ausgestattet war. Das Formverfahren umfaßt die folgenden Stufen (1) bis (5).
  • (1) Etwa 5 g Formmaterial werden abgewogen.
  • (2) Die Formmaschine ist mit einer Form versehen, welche dann auf eine Temperatur von 180 ºC aufgeheizt wird.
  • (3) Das Formmaterial wird auf der Form verteilt, mit der Formmaschine gepreßt (50 kg/cm²) und verbleibt 5 Minuten in der Form,
  • (4) unmittelbar danach wird die Form aus der Formmaschine genommen und geöffnet und
  • (5) der Formzustand beobachtet.
  • Die Ergebnisse der Beobachtung des Formzustandes waren folgende. In den Fällen der Proben Nr. I und II waren die Formen nicht erhärtet, somit erwies sich das Formen als unmöglich. Im Falle von Probe Nr. III war die Form leicht erhärtet, jedoch waren die Umrisse der Form nicht wünschenswert. In den Fällen der Proben Nr. IV und V waren die Formen erhärtet, wodurch sich das Formen als möglich erwies.
  • Aus den obigen Ergebnissen kann geschossen werden, daß die gemahlenen Massen der Proben Nr. IV und V den organischen Peroxidrest enthielten, welcher zur Vernetzung des Polymeren unter Bildung einer dreidimensionalen Netzwerkstruktur während des Mahlens beitrug.
  • Es werden nun die Beispiele beschrieben.
  • Beispiel 1
  • Ein erstes und zweites organisches Peroxid wurden getrennt als Pfropfmittel bzw. Vernetzungsmittel während des Mahlens mit einer beheizten Walzenmühle zugegeben, um Polyethylen auf die Oberflächen von Ruß- und Graphitteilchen zu pfropfen und um weiterhin das gepfropfte Polyethylen und ungepfropftes Polyethylen zwischen den Molekülen davon zu vernetzen, um so ein Netzwerk zu bilden.
  • 40 g Ofenruß (Vulcan XC 72) und 60 g Graphit (natürlicher Graphit ACP-1000) wurden zu 100 g Polyethylen (Schmelzpunkt 131 ºC) gegeben, wozu dann außerdem 3 g Di-Cup (Percumyl D) als Pfropfmittel (erstes organisches Peroxid) gegeben wurden. Sie wurden erhitzt und mit der beheizten Walzenmühle (Pfropfung) gemahlen. Anschließend wurden 5 g TBPH-3 (Perhexin 25B-40, Konzentration 40%) als Vernetzungsmittel (zweites organisches Peroxid) zu der resultierenden gemahlenen Masse gegeben, gefolgt von weiterem Mahlen. Die gemahlene Masse wurde zu einem Gegenstand von zuvor bestimmter Form geformt und bei 200 ºC 15 Minuten lang (Quervernetzung) hitzebehandelt, um einen Gegenstand zu erhalten.
  • Auf der Stufe des anfänglichen Vermahlens ist es möglich, eine geeignete Menge eines ersten organischen Peroxid, wie Di-Cup (Percumyl D), und eine geeignete Menge eines zweiten organischen Peroxid, wie TBPH-3 (perhexyne 25B-40), gleichzeitig zuzugeben.
  • Der anfängliche spezifische Durchgangswiderstand des Gegenstandes, der in Beispiel 1 erhalten worden war, der mit den Anschlüssen 6, wie in Figur 2 gezeigt, versehen war, wurde gemessen und mit 2,84 Ωcm bestimmt. Um die Stabilität des elektrischen Widerstandswertes des Gegenstandes zu prüfen, wurde ein Temperaturdurchlauftest (ein Durchlauf: 150 ºC 15 Minuten lang und 25 ºC 15 Minuten lang) durchgeführt. Die Änderungsrate des elektrischen Widerstandswertes relativ zum Anfangswert betrug -4,6 % nach dem 5. Durchlauf und -3,6 % nach dem 10. Durchlauf, wodurch bewiesen wurde, daß der Gegenstand einen stabilen elektrischen Widerstand besaß.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • Es wurde im wesentlichen auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 ein Gegenstand hergestellt, außer daß 3 g Di-Cup allein als Pfropfmittel zugegeben wurden, ohne daß irgendein Vernetzungsmittel zugegeben wurde. Der anfängliche spezifische Durchgangswiderstand des erhaltenen Gegenstandes betrug 1,93 Ωcm. Die Änderungsrate des elektrischen Widerstandswertes, wie gemessen gemäß demelben Temperaturdurchlauftest wie in Beispiel 1, betrug 7,6 % nach dem 5. Durchlauf und 12,9 % nach dem 10. Durchlauf.
  • Vergleichsbeispiel 2
  • Ein Gegenstand wurde im wesentlichen auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, außer daß weder ein Pfropfmittel noch ein Vernetzungsmittel zugegeben wurden, und daß die Hitzebehandlung bei 200 ºC 15 Minuten lang ausgesetzt wurde, um ein Verformen des Gegenstandes zu verhindern. Der anfängliche spezifische Durchgangswiderstand des erhaltenen Gegenstandes betrug 0,30 Ωcm. Die Änderungsrate des elektrischen Widerstandswertes, wie gemessen gemäß demselben Temperaturdurchlauftest wie in Beispiel 1, betrug 43,2 % nach dem 5. Zyklus und 61,2 % nach dem 10. Zyklus.
  • Vergleichsbeispiel 3
  • Eine Gegenstand wurde im wesentlichen auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, außer daß Graphit allein verwendet wurde, ohne Verwendung von Ruß und daß 4 g Di-Cup (Percumyl D) allein als organisches Peroxid in der Stufe des anfänglichen Vermahlens zugegeben wurden. Der anfängliche spezifische Durchgangswiderstand des erhaltenen Gegenstandes betrug 3,10 x 10³ Ωcm. Die Änderungsrate des elektrischen Widerstandswertes, wie gemessen mit demselben Temperaturdurchlauftest wie in Beispiel 1, betrug -67,3 % nach dem 5. Durchgang und -84,8 % nach dein 10. Durchlauf.
  • Figur 3 zeigt die charakteristischen Kurven von Temperatur gegen Änderungsrate des Widerstandswertes, der in Beispiel 1 und Vergleichsbeispielen 1 und 2 erhaltenen Gegenstände. Aus diesen charakteristischen Kurven geht hervor, daß nach dem Deutlichwerden der PTC-Eigenschaften der Gegenstand aus Vergleichsbeispiel 2 deutliche NTC-Eigenschaften zeigte und daß Vergleichsbeispiel 1 leicht unterdrückte NTC- Eigenschaften zeigte, während jener aus Beispiel 1 stark unterdrückte NTC-Eigenschaften zeigte.
  • Figur 5 zeigt die charakteristische Kurve der statischen Spannung gegen den Strom für den Gegenstand aus Beispiel 1, wie sie gemessen wurde durch eine Serienschaltung des Gegenstandes 5 mit einer Last 7 und Anlegen einer Spannung V aus einer Spannungsquelle 8 zu dem Gegenstand 5, wie in Figur 4 gezeigt. In Kurve A aus Figur 5 pendelt sich der Betriebspunkt bei einem Punkt A ein, bei dem ohne Strombegrenzung ein statischer Zustand erreicht wird. Dieser Zustand entspricht jenem, der erreicht wird, wenn ein gemessener Strom durch eine metallische Sicherung fließt. Wenn die Spannung der Spannungsquelle von V&sub1; auf V&sub2; verändert wird, wird die Lastlinie B ersetzt durch Lastlinie C, wodurch sich der Betriebspunkt von Punkt a zu Punkt b verschiebt. Ein Strom I&sub2; fließt durch den Gegenstand 5, und die Temperatur des Gegenstandes 5 wird erhöht, indem sich darin aufgrund der Joule'schen Wärme Hitze aufbaut, mit dem Ergebnis, daß sich der Betriebspunkt mit einiger Zeitverzögerung von einem Punkt b zu einem Punkt d verlagert und daß der Strom schließlich auf I'2 begrenzt wird. Wo die Spannung der Spannungsquelle konstant ist und die Last sich ändert, wird Lastlinie B ersetzt durch Lastlinie D, und der Betriebspunkt verschiebt sich von Punkt a zu Punkt b. Als Ergebnis des Wärmeaufbaus des Gegenstandes 5 verschiebt sich der Betriebspunkt mit einiger Zeitverzögerung von Punkt b zu Punkt e, und der Strom wird auf I"&sub2; begrenzt.
  • Somit kann der Stromwert auf einen eingestellten Strom oder darunter begrenzt werden, wenn ein Überstrom als Ergebnis irgendeiner Änderung in der Spannungsquelle oder in der Last durch einen Stromkreis fließt, obwohl sich der begrenzte Stromwert je nach Bedingungen verändert. Wenn der Strom zu dem eingestellten Zustand zurückkehrt, geht der Betriebspunkt wieder auf Punkt a zurück. Somit kann der Gegenstand wiederholt als Schutzgegenstand gegen Überstrom verwendet werden. Demgemäß ermöglicht die Anwendung dieser Eigenschaften die Verwendung des Gegenstandes als selbstheilender Schutzgegenstand gegen Überstrom.
  • Figur 6 zeigt die dynamische, charakteristische Kurve des Gegenstandes 5 der Zeit gegen den Strom, die eine Veränderung des Stroms mit der Zeit zeigt, während des Verlaufs der Begrenzung des Stroms von I&sub2; auf I"&sub2; mit der Verschiebung des Betriebspunktes von Punkt b zu Punkt e in Figur 5. Die Zeit tL, die während der Begrenzung des Stroms von I&sub2; auf I"&sub2; vergeht ist die Strombegrenzungszeit.
  • Beispiel 2
  • Dies ist ein Beispiel, bei dem zwei Sorten Ruße verwendet werden.
  • 20 g Ofenruß (Vulcan XC 72), 20 g Acetylenruß (Denka Black) und 60 g Graphit (ACP-l000) wurden zu 100 g Polyethylen (1300J) gegeben, wozu 3 g Di-Cup (Percumyl D) und 5 g TBPH-3 (Perhexyne 25 B-40) außerdem als Pfropfmittel zur wirksamen Pfropfung auf die Oberflächen der oben genannten Teilchen bzw. als Vernetzungsmittel hinzugegeben werden. Es wurde im wesentlichen auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 ein Gegenstand hergestellt, mit Ausnahme der oben erwähnten Materialien. Der anfängliche spezifischer Durchgangswiderstand des erhaltenen Gegenstandes betrug 1,68 Ωcm. Die Änderungsrate des elektrischen Widerstandswertes, wie gemessen mit demselben Temperaturdurchlauftest wie in Beispiel 1, betrug nach dem 5. Durchlauf 4,5 % und 5,0 % nach dem 10. Durchlauf.
  • Beispiel 3
  • Dies ist ein Beispiel, bei dem künstlicher Graphit verwendet wurde.
  • 60 g Ofenruß (Vulcan XC 72) und 40 g Graphit (künstlicher Graphit GA-5) wurden zu 150 g Polyethylen (1300J) gegeben, wozu 3 g Di-Cup (Percumyl D) und 5 g TBPH-3 (Perhexyne 25B- 40) außerdem dann als Pfropfmittel zur Durchführung der Pfropfung auf die Oberflächen der oben erwähnten Teilchen bzw. als Vernetzungsmittel zugegeben wurden. Ein Gegenstand wurde im wesentlichen auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, mit Ausnahme der oben erwähnten Materialien. Der anfängliche spezifische Durchgangswiderstand des erhaltenen Gegenstandes betrug 3,78 Ωcm. Die Änderungsrate im elektrischen Widerstandswert, gemessen gemäß demselben Temperaturdurchlauftest wie in Beispiel 1, betrug 8,9 % nach dem 5. Durchlauf und 14,2 % nach dem 10. Durchlauf.
  • Beispiel 4
  • Dies ist ein Beispiel, bei dem zwei Sorten Polymere miteinander vermischt wurden.
  • 50 g Ofenruß (Vulcan XC 72) und 50 g Graphit (ACP-1000) wurden zu 80 g Polyethylen (1300J) und 40 g Polypropylen (J9OOP, Schmelzpunkt etwa 160 ºC) gegeben, wozu dann weiterhin 3 g Di-Cup (Percumyl D) und 5 g TBPH-3 (Perhexyne 25B-40) als Pfropfmittel zur Durchführung der Pfropfung auf den Oberflächen der oben erwähnten Teilchen bzw. als Vernetzungsmittel hinzugegeben wurden. Ein Gegenstand wurde im wesentlichen auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, mit Ausnahme der oben erwähnten Materialien. Der anfängliche spezifische Durchgangswiderstand des erhaltenen Gegenstandes betrug 4,06 Ωcm. Die Änderungsrate im elektrischen Widerstandswert, wie gemessen mit demselben Temperaturdurchlauftest wie in Beispiel 1, betrug -13,4 % nach dem 5. Durchlauf und -18,7 % nach dem 10. Durchlauf.
  • Beispiel 5
  • Dies ist ein Beispiel, bei dem Ketjenblack als Ruß verwendet wurde.
  • 20 g Ketjenblack (EC) und 80 g Graphit (ACP-1000) wurden zu 100 g Polyethylen (1300J) gegeben, wozu dann weiterhin 3 g Di-Cup (Percumyl D) und 5 g TBPH-3 (Perhexin 25B-40) als Pfropfmittel zur Durchführung der Pfropfung auf die Oberflächen der oben erwähnten Teilchen bzw. als Vernetzungsmittel hinzugegeben wurden. Es wurde ein Gegenstand im wesentlichen auf dieselbe Weise wie die von Beispiel 1 hergestellt, mit Ausnahme der oben erwähnten Materialien. Der anfängliche spezifische Durchgangswiderstand des erhaltenen Gegenstandes betrug 1,60 Ωcm. Die Änderungsrate im elektrischen Widerstandswert, gemessen mit demselben Temperaturdurchlauftest wie in Beispiel 1, betrug 14,2 % nach dem 5. Durchlauf und 18,6 % nach dem 10. Durchlauf.
  • Beispiel 6
  • Dies ist ein Beispiel, bei dem Polyester als kristalline Polymersubstanz verwendet wurde.
  • 40 g 0 g Ketjenblack (EC) und 80 g Graphit (ACP-1000) wurden zu 100 g Polyethylen (1300J) gegeben, wozu dann weiterhin 3 g Di-Cup (Percumyl D) und 5 g TBPH-3 (Perhexyne 25B-40) als Pfropfmittel zur Durchführung der Pfropfung auf die Oberflächen der oben erwähnten Teilchen bzw. als Vernetzungsmittel hinzugegeben wurden. Es wurde ein Gegenstand im wesentlichen auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, mit Ausnahme der oben erwähnten Materialien. Der anfängliche spezifische Durchgangswiderstand des erhaltenen Gegenstandes betrug 2,44 Ωcm. Die Änderungsrate im elektrischen Widerstandswert, gemessen mit demselben Temperaturdurchlauftest wie in Beispiel 1, betrug 9,1 % nach dem 5. Durchlauf und 5,4 % nach dem 10. Durchlauf.
  • Beispiel 7
  • Dies ist ein Beispiel, bei dem ein organisches Peroxid zunächst sowohl als Pfropfmittel als auch als Vernetzungsmittel ohne spätere Zugabe von irgendeinem organischen Peroxid hinzugegeben wurde.
  • 40 g Ofenruß (Vulcan XC 72) und 60 g Graphit (ACP-1000) wurden zu 100 g Polyethylen (1300J) gegeben, wozu dann weiterhin 6 g Di-Cup (Percumyl D) als Pfropfmittel zur Durchführung der Pfropfreaktion auf den Oberflächen der oben erwähnten Teilchen und als Vernetzungsmittel für das Polymere hinzugegeben wurden. Sie wurden erhitzt und mit einer beheizten Walzenmühle gemahlen, ohne weitere Zugabe von irgendeinem Vernetzungsmittel, dann zu einer gegenständlichen Form geformt und anschließend bei 200 ºC 15 Minuten lang hitzebehandelt, um einen Gegenstand herzustellen. Der anfängliche spezifische Durchgangswiderstand des erhaltenen Gegenstandes betrug 5,24 Ωcm. Die Änderungsrate im elektrischen Widerstandswert, gemessen mit demselben Temperaturdurchlauftest wie in Beispiel 1, betrug 12,2 % nach dem 5. Durchlauf und 19,8 % nach dem 10. Durchlauf.
  • Beispiel 8
  • Die ist ein Beispiel, bei dem zwei Sorten Ruße und zwei Sorten Polymere miteinander vermischt wurden.
  • 60 g Graphit (natürlicher Graphit ACP-100), 20 g Ofenruß (Vulcan XC 72) und 20 g Ketjenblack (EC) wurden zu 120 g Polyethylen (1300J) und 30 g Polypropylen (J900P) gegeben, wozu dann weiterhin 3 g Di-Cup (Percumyl D) und 5 g TBPH-3 (Perhexyne 25B-40) als Pfropfmittel zur Durchführung der Pfropfung auf den Oberflächen der oben erwähnten Teilchen bzw. als Vernetzungsmittel hinzugegeben wurden.
  • Es wurde eine Gegenstand im wesentlichen auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, mit Ausnahme der oben erwähnten Materialien. Der anfängliche spezifische Durchgangswiderstand des erhaltenen Gegenstandes betrug 5,78 Ωcm. Die Änderungsrate in dem elektrischen Widerstandswert, gemessen gemäß demselben Temperaturdurchlauftest wie in Beispiel 1, betrug 7,4 % nach dem 5. Zyklus und 8,3 % nach dem 10. Zyklus.
  • Beispiel 9
  • Dies ist ein Beispiel, bei dem drei Sorten Ruße und zwei Sorten Polymere miteinander vermischt wurden.
  • 10 g Ofenruß (Vulcan XC 72), 10 g Acetylenruß (Denka Black), 20 g Ketjenblack (EC) und 60 g Graphit (natürlicher Graphit ACP-1000) wurden zu 120 g Polyethylen (1300J) und 30 g Polypropylen (J900P) gegeben, wozu dann weiterhin 3 g Di-Cup (Percumyl D) und 5 g TBPH-3 (Perhexyne 25B-40) als Pfropfmittel zur Durchführung der Pfropfreaktion auf die Oberflächen der oben erwähnten Teilchen und als Vernetzungsmittel hinzugegeben wurden. Es wurde ein Gegenstand im wesentlichen auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, mit Ausnahme der oben erwähnten Materialien. Der anfängliche spezifische Durchgangswiderstand des erhaltenen Gegenstandes betrug 2,99 Ωcm. Die Änderungsrate im elektrischen Widerstandswert, gemessen mit demselben Temperaturdurchlauftest wie in Beispiel 1, betrug 8,9 % nach dem 5. Durchlauf und 9,0 % nach dem 10. Durchlauf.
  • Die Mischungsverhältnisse, die Ergebnisse der Messung der anfänglichen spezifischen Durchlaufwiderstände, die Änderungsraten im Widerstandswert und dergleichen und die Eigenschaften und dergleichen der in den Beispielen 1 bis 9 und den Vergleichsbeispielen 1 bis 3 verwendeten Materialien sind in den Tabellen 4 bis 6 zusammengefaßt. Tabelle 4 Mengen der Materialen [g] die Qualitätsbezeichnung ist in ( ) angegeben Graphit Ruß kristallines Polymeres organisches Peroxid natürlicher Graphit künstl. Graphit (GA-5) Ofenruß Acetylenruß (Deka Ruß) Ketjenblack (EC) Polyethylen (1300J) Polypropylen (J900P) Polyester Di-Cup (Percumyl D) [Propfmittel] TBPH (Perhexyne 25B-40) [Vernetzungsmittel) (Percumyl) Tabelle 5 Ergebnisse der Beispiele und Vergleichsbeispiele anfänglicher spezifischer Durchgangswiderstand [Ωcm] Änderungsrate d. Widerstandes im Temperatur-Durchlauftest nach dem 5. Durchlauf [%] PTC-Eigenschaften Bemerkungen Dieses Beisp. sollte in den Eingenschaften verglichen werden mit Vergl. Bsp. 1 und 2. Bsp., bei dem Ofenruß mit Acetylenruß vermischt wurde. Bsp., bei dem künstl. Graphit verwendet wurde. Bsp., bei dem zwei Sorten Polymere, Polyrthylen und Polypropylen, verwendet wurden. Bsp., bei dem Ketjenblack verwendet wurde. Bsp., bei dem Polyester verwendet wurde. Bsp., bei dem Propfmittel und ein Vernetzungsmittel am Anfang gleichzeitig zugeben wurden. Bsp., bei dem 2 Sorten Polymere, Polyethylen und Polypropylen, in Kombination in einem System verwendet wurden, in dem Ofenruß mit Ketjenblack vermischt war. Bsp., bei dem 2 Sorten Polymere, Polyethylen und Polypropylen, in Kombination in einem System verwendet wurden, in dem Ketjenblack mit Acetylenruß vermischt war. diese Beispiel sollte verglichen werden mit bsp. 1. Vergl.Bsp., bei dem graphit allein ohne Verwendung von Ruß verwendet wurde. Tabelle 6: Materialen Einteilung Sorte Qualitätsbezeichnung (chemischer Name) Hersteller Eigenschaften Graphit Ruß kristallines Polymeres organisches Peroxid natürlicher Graphit künstlicher Graphit Ofenruß Acetylenruß Ketjenblack Polyethylen Polypropylen Polyester Vulcan XC 72 Denka Black (Polyhexamethylenterephthalat) Percumyl D Perhexyne 25B-40 Nippon Kokuen Kogyo K.K. Nippon Carbon Co., Ltd Ronza, Switzerland Cabot, U.S.A. Asahi Kagaku Kogyo K.K. Denki Kagaku Kogyo K.K. Nippon EC K.K. Mitusi Petrochemical Industries, Ltd. Nippon Oil and Fats Co., Ltd. Teilchengröße Ölabsorption Halbwertszeit TBPH-3-Gehalt
  • In Tabelle 5 ist die Änderungsrate im Widerstandswert des Gegenstandes aus Vergleichsbeispiel 1 besser als die der Gegenstände einiger Beispiele. Wie in Figur 3 jedoch gezeigt, zeigt der Gegenstand aus Vergleichsbeispiel 1 das NTC- Phänomen, wenn die Temperatur davon nach dem Deutlichwerden des PTC-Phänomens weiter erhöht wird. Dies führt zu einer drastischen Verringerung der Strombegrenzungseigenschaften des Gegenstandes als Schutzgegenstand gegen Überstrom. Der Gegenstand aus Vergleichsbeispiel 2 zeigt ebenfalls dasselbe Phänomen.
  • Der niedrige anfängliche spezifische Durchgangswiderstand des Gegenstandes aus Vergleichsbeispiel 2, wie in Tabelle 5 gezeigt, ist auf das Vorliegen von Aggregaten aus Teilchen in der kristallinen Polymersubstanz zurückzuführen, was von der schlechten Dispergierbarkeit von Graphit und Ruß herrührt, die der Tatsache zugeschrieben werden kann, daß kein organisches Peroxid verwendet wurde, so daß die Polymersubstanz nicht auf den Graphit und den Ruß gepfropft wurde. Dies wird bewiesen durch die Änderungsrate des anfänglichen Widerstandswertes, wie mit dem Temperaturdurchlauftest gemessen.
  • In Tabelle 5 besitzt der Gegenstand aus Vergleichsbeispeil 3 einen sehr hohen anfänglichen spezifischen Durchgangswiderstand, der auf die Tatsache zurückzuführen ist, daß kein Ruß hinzugemischt wurde. Darüber hinaus zeigt der Gegenstand aus Vergleichsbeispiel 3 eine sehr hohe Änderungsrate des Widerstandswertes.
  • [Auswirkungen der Erfindung]
  • Wenn eine kristalline Polymersubstanz in Gegenwart von Graphit- und Rußteilchen unter Verwendung eines organischen Peroxid als Reaktionskatalysator gemahlen wird, wird die Mahldauer verkürzt, um die thermische Zersetzung des organischen Peroxid zu unterdrücken, um gemäß dem herkömmlichen Verfahren die Quervernetzung der Polymersubstanz durch die Zersetzung des organischen Peroxid zu verhindern, wohingegen gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren eine geeignete Menge organisches Peroxid bestimmt und zusammen mit weiteren Materialien erhitzt wird bei der thermischen Zersetzungstemperatur davon oder darüber, während sie ausreichend gemahlen werden, um ein Teil der Polymersubstanz auf die Oberflächen der Teilchen zu pfropfen, wobei die Kompatibilität der Teilchen mit der Polymersubstanz verbessert werden kann. Im letzteren Falle wird darum der Ruß in Primärteilchen gebrochen und homogen in der Polymersubstanz dispergiert. Demgemäß kann ein Gegenstand, der eine deutlich verringerte Streuung des Widerstandswertes aufweist, als Schutzgegenstand gegen Überstrom erhalten werden. Des weiteren wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Polymersubstanz zwischen den Molekülen davon nach Beendigung des Mahlens vernetzt, um eine dreidimensionale Netzwerkstruktur zu bilden, die Graphit- und Rußteilchen darin einschließt, die die Ordnung der elektrisch leitenden Teilchen befähigt, sogar nach wiederholtem Deutlichwerden des PTC-Phänomens (Strombegrenzungsvorgänge), in den Originalzustand zurückzukehren, um die Wirkung zu liefern, den Widerstandswert im Originalwert stabil wiederherzustellen. Darüber hinaus dient die Netzwerkstruktur dazu, die Form des Gegenstandes, sogar in einem Temperaturbereich, in dem das kristalline Polymer schmilzt, zu erhalten und um die Wirkung auf das Unterdrücken des NTC-Phänomens nach dem Deutlichwerden des PTC-Phänomens bereitzustellen.

Claims (5)

1. Verfahren zur Herstellung eines selbstheilenden Schutzgegenstandes gegen Überstrom mit einer Propfmethode, mit folgenden Schritten: Hinzufügen einer geigneten Menge von organischem Peroxid als Reaktionskatalysator zu einer Mischung, die aus kolloidalem Grafit, mindestens einer Sorte Ruß, ausgewählt aus Acetylenruß, Ketjenblack und hochstrukturiertem Ofenruß und einer oder mehreren Sorten von kristallinen Polymersubstanzen besteht, Aufheizen der Mischung auf eine Temperatur, die höher als die thermische Zersetzungstemperatur des organischen Peroxids ist, um eine hohe Viskosität zu erhalten, kräftiges Mahlen der Mischung, wobei das organische Peroxid mit der Polymersubstanz reagiert, um unpaarige Elektronen der Polymersubstanz hinzuzufügen und damit Polymerradikale zu bilden, Propfen der gebildeten Polymerradikale auf den Grafit und den Ruß, um eine gemahlene Masse zu bilden, deren Propfprodukte eine solche Struktur haben, daß die Polymersubstanz mit dem Graf it verbunden wird und der Ruß homogen in Form von Primärpartikeln in der Polymersubstanz dispergiert ist, Formen der gemahlenen und thermoplastischen Masse in eine vorbestimmte Form und thermisches Zersetzen des organischen Peroxids, das nicht bei der Bildung der Polymerradikale beteiligt war, um eine vernetzende Struktur zwischen den Pfropfprodukten und der Polymersubstanz einzufügen.
2. Verfahren zur Herstellung eines selbstheilenden Schutzgegenstandes gegen Überstrom mit einer Propfmethode, mit folgenden Schritten: Hinzufügen einer geigneten Menge eines ersten organischen Peroxids als Reaktionskatalysator zu einer Mischung, die aus kolloidalem Grafit, mindestens einer Sorte Ruß, ausgewählt aus Acetylenruß, Ketjenblack und hochstrukturiertem Ofenruß und einer oder mehreren Sorten von kristallinen Polymersubstanzen besteht, Aufheizen der Mischung auf eine Temperatur, die höher als die thermische Zersetzungstemperatur des organischen Peroxids ist, um eine hohe Viskosität zu erhalten, kräftiges Mahlen der Mischung, wobei das organische Peroxid mit der Polymersubstanz reagiert, um unpaarige Elektronen der Polymersubstanz hinzuzufügen und damit Polymerradikale zu bilden, Propfen der gebildeten Polymerradikale auf den Grafit und den Ruß, um eine gemahlene Masse zu bilden, deren Propfprodukte eine solche Struktur haben, daß die Polymersubstanz mit dem Grafit verbunden wird und der Ruß homogen in Form von Primärpartikeln in der Polymersubstanz dispergiert ist, Hinzufügen eines zweiten organischen Peroxids zu der gemahlenen Masse, Formen der gemahlenen und thermoplastischen Masse in eine vorbestimmte Form und thermisches Zersetzen des zweiten organischen Peroxids, um eine vernetzende Struktur zwischen den Pfropfprodukten und der Polymersubstanz einzufügen.
3. Verfahren zur Herstellung eines selbstheilenden Schutzgegenstandes gegen Überstrom mit der Pfropfmethode nach Anspruch 2, wobei das zweite organische Peroxid der gleiche Stoff wie das erste organische Peroxid ist.
4. Verfahren zur Herstellung eines selbstheilenden Schutzgegenstandes gegen Überstrom mit der Pfropfmethode nach Anspruch 2, wobei das zweite organische Peroxid ein bei hoher Temperatur stabilerer Stoff als das erste organische Peroxid ist.
5. Verfahren zur Herstellung eines selbstheilenden Schutzgegenstandes gegen Überstrom mit einer Propfmethode, mit folgenden Schritten: Hinzufügen einer geigneten Menge eines organischen Peroxids als Reaktionskatalysator zu einer Mischung, die aus kolloidalem Grafit, mindestens einer Sorte Ruß, ausgewählt aus Acetylenruß, Ketjenblack und hochstrukturiertem Ofenruß und einer oder mehreren Sorten von kristallinen Polymersubstanzen besteht, Aufheizen der Mischung auf eine Temperatur, die höher als die thermische Zersetzungstemperatur des ersten organischen Peroxids ist, um eine hohe Viskosität zu erhalten, kräftiges Mahlen der Mischung, wobei das organische Peroxid mit der Polymersubstanz reagiert, um unpaarige Elektronen der Polymersubstanz hinzuzufügen und damit Polymerradikale zu bilden, Propfen der gebildeten Polymerradikale auf den Grafit und den Ruß, um eine gemahlene Masse zu bilden, deren Propfprodukte eine solche Struktur haben, daß die Polymersubstanz mit dem Grafit verbunden wird und der Ruß homogen in Form von Primärpartikeln in der Polymersubstanz dispergiert ist, Formen der gemahlenen und thermoplastischen Masse in eine vorbestimmte Form und Bestrahlen der geformten Masse, um eine vernetzende Struktur zwischen den Pfropfprodukten und der Polymersubstanz einzufügen.
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