DE3877892T2 - Behaelter fuer geschmolzenes metall. - Google Patents

Behaelter fuer geschmolzenes metall.

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Mitsunori Kabushiki K Kusumoto
Akira Kabushiki Kaisha Murata
Hiroshi Kabushiki Kai Nakamura
Masazumi Kabushiki K Nakashima
Katsumi Kabushiki Kaisha K Ura
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Description

  • Die Erfindung betrifft die Verwendung von Bornitrid(BN)- Keramikmaterialien mit ausgezeichneter Widerstandsfähigkeit gegenüber Beschädigungen durch geschmolzenes Metall oder anderes anorganisches Material.
  • Es ist bekannt, daß BN-Keramikmaterialien ausgezeichnete Anti-Benetzungseigenschaften gegenüber Schmelzen von Metall, Glas und dgl. aufweisen. Obwohl BN-Keramikmaterialien mit ausgezeichneten Anti-Benetzungseigenschaften üblicherweise in Öfen verwendet werden, treten in der Praxis eine Anzahl von Faktoren auf, die gegen ihre Verwendung sprechen. Ein erster Faktor besteht darin, daß ein aus dem bisher bekannten BN-Keramikmaterial geformtes Teil durch Schmelzung sofort beschädigt wird, wenn es mit einer Schmelze aus Metall, Glas und dgl. in Berührung kommt. Ein zweiter Faktor besteht darin, daß deshalb, weil ein durch Sintern der bisher bekannten Keramikmaterialien unter atmosphärischem Druck hergestelltes Teil aufgrund zu geringer Festigkeit im Gebrauch nicht lange hält, es allgemein üblich ist, ein Teil aus BN-Keramikmaterial durch Heißpressen herzustellen und dadurch die Herstellungskosten zu erhöhen.
  • Ferner ist es zwecks kontinuierlicher Messung der Temperatur eines geschmolzenen Metalls in einem Behälter für geschmolzenes Metall allgemein üblich, ein in das geschmolzene Metall eingetauchtes Thermoelement zu verwenden. Das Thermoelement ist in ein Schutzrohr eingesetzt und gemeinsam mit dem Schutzrohr in das geschmolzene Metall eingebracht. Jedoch treten im Zusammenhang mit der Verwendung des Schutzrohrs die folgenden Probleme auf:
  • 1) Da das Schutzrohr im Stand der Technik, das in Kontakt mit geschmolzenem Metall hoher Temperatur, wie etwa geschmolzenem Stahl, gebracht wird, dazu neigt, angefressen zu werden, können kontinuierliche Temperatur-Messungen nur mit Schwierigkeiten gewährleistet werden.
  • 2) Im herkömmlichen Fall wird ein Schutzrohr in geschmolzenes Metall von dessen Oberfläche her eingeführt und mittels eines Halteteils unbeweglich gehalten. Aufgrund dieses Verfahrens im Stand der Technik weist das verwendete Schutzrohr eine große Länge auf und seine Wandstärke muß ausreichend groß bemessen sein, so daß das Schutzrohr durch die Strömung des geschmolzenen Metalls nicht bricht. Infolgedessen wird das Schutzrohr außerordentlich teuer. Außerdem ist die Einrichtung zum Halten und Fixieren des Schutzrohres kompliziert und die Handhabung desselben ist schwierig.
  • Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Behälter für geschmolzenes Metall zu schaffen, in welchem eine Einrichtung zum Einbringen eines Schutzrohrs in geschmolzenes Metall von dessen Oberfläche her und zum Halten desselben, wie es mit dem aus der Stand der Technik bekannten Behälter der Fall ist, nicht erforderlich ist.
  • Die Erfindung schafft einen Behälter für geschmolzenes Metall mit einer zugeordneten Einrichtung zum Bereitstellen eines Thermoelementes innerhalb einer Masse geschmolzenen Metalls im Behälter, dadurch gekennzeichnet, daß ein feuerfester Block auswechselbar in der Wandung des Behälters angeordnet ist, wobei der Block einen Durchgangskanal aufweist, der zur Aufnahme eines Thermoelementes vorgesehen und an dem innerhalb des Behälters befindlichen Ende durch eine Schutzkappe für das Thermoelement verschlossen ist und die Kappe aus BN-Keramikmaterial geformt ist, das 50 Gew.% oder mehr BN und 1 Gew.% oder mehr und weniger als 50 Gew.% AlN enthält.
  • Entsprechend den Ergebnissen von Versuchen, die durch die Erfinder dieser Erfindung durchgeführt wurden, ist die Widerstandsfähigkeit des Keramikmaterials gegenüber Schmelzschäden durch Schmelzen von Metall, Glas und dgl. beträchtlich verbessert, wenn AlN im BN-Keramikmaterial der Schutzkappe innerhalb des Bereichs von 1 ≤ AlN ≤ 50 Gew.% enthalten ist, wobei das Keramikmaterial 50 Gew.% oder mehr BN enthält. Wenn Y&sub2;0&sub3; diesen BN-Keramikmaterialien in einer Menge im Bereich von 1,0-10,0 Gew.% relativ zum AlN hinzugefügt wird, wird die Festigkeit der Keramikmaterialien erheblich erhöht. Ferner zeigt sich diese festigkeitserhöhende Wirkung besonders gut, wenn wenigstens ein Teil des Pulver-Ausgangsmaterials für die im BN-Keramikmaterial enthaltene BN-Komponente als amorphes BN-Pulver oder Pulver eines Materials hergestellt ist, welches beim Sintern amorphes BN erzeugt.
  • Der BN-Anteil in dem für die Herstellung der Schutzkappe verwendeten BN-Keramikmaterial beträgt 50 Gew.% oder mehr. Der Grund dafür ist, daß dann, wenn ein BN-Anteil von weniger als 50 Gew.% gewählt wird, der Anteil der anderen Keramik-Komponenten 50 Gew.% übersteigt und ihre Eigenschaften überwiegen, während die Eigenschaften des BN abgeschwächt werden und Probleme auftauchen, wie beispielsweise eine Neigung des Keramikmaterials zur Rißbildung als Ergebnis von Wärmeschocks.
  • Dies bedeutet weiterhin, daß der obere Grenzwert für den AlN-Anteil auf weniger als 50 Gew.% festgelegt werden sollte. Der Grund für die Festlegung von 1 Gew.% als unterer Grenzwert für den AlN-Anteil ist, daß bei einem Anteil von weniger als 1 Gew.% ein unzureichender Widerstand gegenüber Schmelzschäden durch Schmelzen von Metall, Glas und dgl. besteht. Es ist festzustellen, daß AlN-Pulver oder Al-Pulver, das während des Sinterns zu Al umgewandelt wird, als Rohmaterialpulver für AlN verwendet wird.
  • Der Grund, weshalb die Menge von Y&sub2;0)&sub3;, das dem BN-Keramikmaterial hinzugefügt werden kann, auf 1,0-10,0% im Gewichtsverhältnis zum AlN festgelegt ist, besteht darin, daß bei weniger als 1,0% die festigkeitserhöhende Wirkung gering ist, und daß sich dann, wenn die Menge 10,0% übersteigt, ein Festigkeitsverlust des BN-Keramikmaterials ergibt.
  • Wenn wenigstens ein Teil des gesamten Ausgangsmaterial-Pulvers für die im BN-Keramikmaterial enthaltene BN-Komponente aus amorphem BN-Pulver oder Pulver eines Materials besteht, das während des Sinterns zu amorphem BN umgewandelt wird, können sogar beim Normaldruck-Sintern Keramikmaterialien hoher Festigkeit erhalten werden. Elementares Bor kann als das Material verwendet werden, das während des Sinterns in amorphes BN umgewandelt werden kann. Amorphes BN oder Pulver, das amorphes BN bilden kann, sollte vorzugsweise in einer Menge von wenigstens 20 Gew.% in den gesamten Ausgangsmaterialien vorhanden sein.
  • Es ist festzustellen, daß den erfindungsgemäß verwendeten Keramikmaterialien, obwohl sie bei der Herstellung der Schutzkappe BN und AlN als unentbehrliche Komponenten enthalten, auch andere Oxide, Nitride, Karbide, Silizide, Boride etc. in geeigneter Weise innerhalb von Bereichen hinzugefügt werden können, die nicht den festgelegten Anteilen für die unentbehrlichen Komponenten widersprechen.
  • Um die Erfindung besser zu verstehen und um zu zeigen, wie dieselbe ausgeführt werden kann, wird nachstehend anhand lediglich eines Ausführungsbeispiels Bezug genommen auf die beigefügte Zeichnung, in welcher:
  • Fig. 1 ein Diagramm ist, das die Beziehung zwischen dem AlN-Anteil im gesinterten BN-Keramikmaterial und dem Ausmaß von Schmelzschäden zeigt, die bei Kontakt mit einer Schmelze auftreten,
  • Fig. 2 eine Schnittdarstellung eines Teils eines Behälters für geschmolzenes Metall ist, der erfindungsgemäß eine Schutzkappe über einem Thermoelement zum Messen der Temperatur des geschmolzenen Metalls verwendet, wobei die Kappe aus BN-Keramikmaterial mit einer hier spezifizierten Zusammensetzung besteht,
  • Fig. 3 eine ähnliche Schnittdarstellung einer Abänderung der in Fig. 2 gezeigten Konstruktion ist, und
  • Fig. 4 eine weitere ähnliche Schnittdarstellung einer Abänderung der in Fig. 3 gezeigten Konstruktion ist.
  • Zur Erläuterung der physikalischen Eigenschaften von gesinterten BN-Keramikmaterialien, wie sie hier beschrieben sind, in der Gegenwart von geschmolzenen Metallen wurden die folgenden Versuche durchgeführt:
  • Versuch 1
  • BN-Keramikmaterialien Nr. 1 - Nr. 5 mit der vorgegebenen Form und mit verschiedenen AlN-Anteilen (Tabelle 1) wurden durch Sintern unter einem Normaldruck bei einer Temperatur von 1800ºC hergestellt. Es ist festzustellen, daß die K-Werte des verwendeten BN-Ausgangsmaterials im Bereich von 0≤K≤0,9 lagen.
  • Wenn ein Höchstwertbereich des Index [hkl] für hexagonales kristallines BN in einem Röntgen-Beugungsbild durch S [hkl] dargestellt ist, wird der K-Wert wie folgt definiert:
  • K=s[102]/ (S[100]+S[101])
  • (Cu-K&sub0;C Linie von PW-1710, hergestellt durch PHILIPS) Tabelle 1: Zusammensetzung von geprüften Keramikmaterialien Ausgangsmaterialien für BN (Gewichtsverhältnis) amorphes BN: kristallines BN:
  • Die Proben Nr. 1 - Nr. 5 wurden in geschmolzenen nicht rostenden Stahl (JIS SUS304-Material) mit einer Temperatur von 1600ºC ± 20ºC eingebracht, so daß ihre oberen Bereiche über die Oberfläche des geschmolzenen Metalls hinausragten, und das Ausmaß von Schmelzschäden im Meniskusbereich des geschmolzenen Metalls wurde gemessen. Die Ergebnisse sind in Fig. 1 gezeigt.
  • In Fig. 1 ist zu erkennen, daß das Ausmaß von Schmelzschäden der Proben scharf abfällt, wenn der AlN-Anteil 1 Gew.% oder mehr erreicht.
  • Versuch 2
  • BN-Keramikmaterialien Nr.6 - Nr. 10 vorbestimmter Form mit unterschiedlichen Y&sub2;0&sub3;-Anteilen (Tabelle 2) wurden durch Sintern unter einem Normaldruck bei einer Temperatur von 1800ºC hergestellt. Es ist festzustellen, daß der K-Wert des Ausgangsmaterials BN im Bereich von 0≤K≤0,6 lag. Der K-Wert wurde entsprechend der im Versuch 1 angegebenen Formel bestimmt. Tabelle 2: Zusammensetzung von geprüften Keramikmaterialien BN (Gewichtsverhältnis) Ausgangsmaterial für BN AlN (Gewichtsverhältnis) Y&sub2;0&sub3; Gewichtsverhältnis; in Klammern gesetzte Zahlen stellen das Gewichtsverhältnis zu AlN dar amorphes BN
  • Die Biegefestigkeit der Proben Nr. 6 - Nr. 10 wurde ermittelt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt. Tabelle 3: Prüfergebnisse Biegefestigkeit (KG/MM²)
  • Aus den in Tabelle 3 gezeigten Prüfergebnissen ist zu erkennen, daß die Biegefestigkeit der BN-Keramikmaterialien bei einem Gewichtsverhältnis von Y&sub2;0&sub3; relativ zu AlN im Bereich von 1,0-10,0 % erheblich verbessert wurde.
  • Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung werden nun beschrieben.
  • In Fig. 2 ist ein Teil eines Behälter für geschmolzenes Metall gezeigt, der Gebrauch macht von einer Schutzkappe für ein Thermoelement zum Messen eines geschmolzenes Metalls, wobei die Schutzkappe aus BN-Keramikmaterial mit einer Zusammensetzung hergestellt ist, wie sie hier zur erfindungsgemäßen Verwendung angegeben ist. Das Bezugszeichen 1 bezeichnet einen Teil einer Wandung nahe dem Boden des Behälters für geschmolzenes Metall. Ein feuerfester Block 2 ist in der Wandung 1 angeordnet. Der Block 2 ist ein kegelstumpfförmiger Körper mit einem zentralen Durchgangskanal 3 und ist aus beispielsweise feuerfestem Zirkoniumoxid-Material (Zr0&sub2; SiO&sub2; oder dgl.) hergestellt. Der feuerfeste Block 2 ist so angeordnet, daß er mit seiner Stirnfläche, die den größeren Durchmesser aufweist, dem Inneren des Behälters zugewandt ist, so er daß unter dem Druck des geschmolzenen Metalls gegen die Wandung gepreßt wird, wenn geschmolzenes Metall in den Behälter eingegossen worden ist, wodurch ein strammer Sitz gegenüber der Wandung 1 erzielt wird.
  • Ein Aluminiumoxid-Schutzrohr 4 zur Aufnahme eines Thermoelements 5 ist in den Durchgangskanal 3 im feuerfesten Block 2 so eingesetzt, daß er diesen durchsetzt. Eine das Ausgangsende des Durchgangskanals 3 (dasjenige Ende des Durchgangskanals 3, welches andernfalls in Kontakt mit dem geschmolzenen Metall sein würde) versperrende und den Endabschnitt des Schutzrohrs 4 verschließende Schutzkappe 6 ist innerhalb des Durchgangskanal 3 angeordnet. Diese Schutzkappe ist aus BN-Keramikmaterial geformt, daß beispielsweise aus 70 Gew.% BN, 30 Gew.% AlN und 0,9 Gew.% Y&sub2;0&sub3; (Gewichtsverhältnis relativ zu AlN ist 3 %) besteht. Weiterhin kann gießbares feuerfestes Material als Dichtungsmaterial verwendet werden, wenn ein Spalt zwischen der Schutzkappe 6 und dem feuerfesten Block 2 besteht. Das Schutzrohr 4 und die Schutzkappe 6 stehen in innigem Kontakt miteinander, insbesondere was den Endabschnitt des Schutzrohrs 4 angeht, und das Ende des Thermoelements 5 innerhalb des Endabschnitts des Schutzrohres ist mit der Innenfläche des letzteren in Kontakt gehalten, so daß die Wärme des in den Behälter eingebrachten geschmolzenen Materials durch die Schutzkappe 6 und das Schutzrohr 4 zum Thermoelement 5 übertragen wird.
  • Die aus dem vorgenannten BN-Keramikmaterial geformte Schutzkappe 6 kann einem kontinuierlichen Kontakt mit geschmolzenem Metall für ungefähr 12 Stunden widerstehen, währenddessen Temperaturmessungen zuverlässig durchgeführt werden können.
  • In der in Fig. 2 gezeigten Konstruktion zum Befestigen des Thermoelements 5 in der Wandung 1 eines Behälters für geschmolzenes Metall weist die anstelle des langgestreckten Schutzrohres gemäß dem Stand der Technik verwendete Schutzkappe 6 eine geringe Länge auf. Dies stellt für sich allein eine Einsparung dar. Außerdem ist keine komplizierte Einrichtung erforderlich, wie beispielsweise die im Stand der Technik für das Verschweißen eines Schutzrohres für ein Thermoelement verwendete Einrichtung. Die für die Temperaturmessung erforderliche Arbeit ist außerordentlich einfach, und somit kann als Ergebnis des reduzierten Arbeitsaufwandes eine Kosteneinsparung erwartet werden.
  • Sobald die Schutzkappe 6 verbraucht ist und der weiteren Einwirkung geschmolzenen Metalls nicht mehr widerstehen kann, ist es lediglich erforderlich, bei leerem Behälter den feuerfesten Block 2 aus der Wandung 1 zu entfernen und durch eine neue Kombination aus feuerfestem Block und Schutzkappe zu ersetzen. Eine derartige Wartung des Behälters kann innerhalb eines kurzen Zeitraumes durchgeführt werden.
  • Der hier verwendete Begriff des Behälters für geschmolzenes Metall ist so zu interpretieren, daß er zusätzlich zu Behältern ohne Schmelzfunktion, wie beispielsweise eine Pfanne, Gießwannen etc., auch Behälter mit einer Schmelzfunktion beinhaltet. Die die Erfindung verwirklichende modifizierte Wandungs-Konstruktion für kontinuierliche Temperaturmessung kann für all diese Behälter verwendet werden.
  • Fig. 3 zeigt eine Abänderung der Anordnung nach Fig. 2, in der zusätzlich eine Schutzkonstruktion 7 verwendet wird. Die Schutzkonstruktion 7 ist ein zylindrischer Körper, der an der Wandung 1 befestigt ist und die Schutzkappe 6 umgibt. Wenn geschmolzenes Metall in den Behälter eingegossen wird und fallendes geschmolzenes Material direkt auf die Schutzkappe 6 trifft, besteht die Gefahr, daß die Schutzkappe 6 bricht. Die Schutzkonstruktion 7 dient dazu, die Schutzkappe 6 vor dem Aufprall von eingegossenem geschmolzenen Metall zu schützen. Zusätzlich schützt die Schutzkonstruktion 7 die Schutzkappe 6 vor der Strömung von geschmolzenem Metall und verbessert den Widerstand gegenüber Schmelzschäden der Schutzkappe 6. Es ist festzusstellen, daß die Form der Schutzkonstruktion 7 nicht immer zylindrisch sein muß. Es ist lediglich notwendig, daß sie eine solche Form aufweist, daß sie die Schutzkappe 6 vor dem Aufprall von eingegossenem geschmolzenen Metall oder vor strömendem geschmolzenen Metalls schützt.
  • Fig. 4 zeigt eine weitere, zusätzlich zur Schutzeinrichtung 7 gezeigte Schutzanordnung für die Schutzkappe 6. Die Aussenfläche der Schutzkappe 6 ist mit einer Glasbeschichtung 8 überzogen. Während des Zeitraums, in dem geschmolzenes Metall in den Behälter eingegossen wird, und vor dem Eintauchen der Schutzkappe 6 in das geschmolzene Material ist die Schutzkappe 6 der Strahlungswärme von geschmolzenem Metall ausgesetzt. Da die Oberfläche der Schutzkappe 6 dazu neigt, oxidiert zu werden, wenn die Temperatur des geschmolzenen Metalls hoch ist, ist die Oxidationsreaktion nun unterbunden, weil die Oberfläche der Schutzkappe 6 durch die Glasbeschichtung geschützt ist, und die Haltbarkeit der Schutzkappe 6 ist verbessert. Diese Glasbeschichtung 8 behindert nicht die Temperaturmessung.
  • Es ist festzustellen, daß in den vorbeschriebenen bebilderten Ausführungsbeispielen es möglich ist, das Schutzrohr 4 wegzulassen.
  • Die erfindungsgemäß eingesetzten BN-Keramikmaterialen weisen einen ausgezeichneten Widerstand gegenüber Schmelzschäden auf. Selbst ein unter Normaldruck gesinterter BN-Keramikmaterialkörper weist eine hohe Festigkeit auf, und überdies sind die Herstellungskosten gering. Derartige Materialien können bei der Herstellung von Schutzkappen für in verschiedenen Arten von Öfen verwendeten Thermoelementen eingesetzt werden, wobei sie in Kontakt mit Schmelzen von Metall, Glas und dgl. kommen und eine ausgezeichnete Haltbarkeit in all solchen Fällen aufweisen.

Claims (7)

1, Ein Behälter für geschmolzenes Metall mit einer zugeordneten Einrichtung zum Bereitstellen eines Thermoelementes (5) innerhalb einer Masse geschmolzenen Metalls im Behälter, dadurch gekennzeichnet, daß ein feuerfester Block (2) auswechselbar in der Wandung (1) des Behälters angeordnet ist, wobei der Block (2) einen Durchgangskanal (3) aufweist, der zur Aufnahme eines Thermoelementes (5) vorgesehen und an dem innerhalb des Behälters befindlichen Ende durch eine Schutzkappe (6) für das Thermoelement verschlossen ist und die Kappe aus BN-Keramikmaterial geformt ist, das 50 Gew.% oder mehr BN und 1 Gew.% oder mehr und weniger als 50 Gew.% AlN enthält.
2. Ein Behälter nach Anspruch 1, der zusätzlich ein Aluminiumoxid- Schutzrohr (4) zur Aufnahme des sich in den Durchgangskanal (3) hineinerstreckenden Thermoelements (5) aufweist, wobei das innerhalb des Behälters befindliche Ende des Rohres (4) durch die Schutzkappe (6) verschlossen ist.
3. Ein Behälter nach Anspruch 1 oder 2, in welchem die Schutzkappe (6) eine Glasbeschichtung (8) auf ihrer Außenfläche aufweist.
4. Ein Behälter nach wenigstens einem vorhergehenden Anspruch, in welchem die Schutzkappe (6) durch eine um sie herum angeordnete offene rohrförmige Schutzkonstruktion gegen Stoßbeanspruchungen geschützt ist.
5. Ein Behälter für geschmolzenes Metall nach wenigstens einem vorhergehenden Anspruch, in welchem das BN-Keramikmaterial 50 Gew.% oder mehr BN, 1 Gew.% oder mehr und weniger als 50 Gew.% AlN und Y&sub2;0&sub3; enthält, dessen Gewichtsverhältnis relativ zum AlN-Anteil 1,0 bis 10,0 % ist.
6. Ein Behälter für geschmolzenes Metall nach wenigstens einem vorhergehenden Anspruch, in welchem ein Teil oder die Gesamtmenge des Ausgangsmaterials für die BN-Komponente im Keramikmaterial amorphes BN-Pulver ist.
7. Ein Behälter für geschmolzenes Metall nach einem der Ansprüche 1 bis 5, in welchem ein Teil oder die Gesamtmenge des Ausgangsmaterials für die BN-Komponente im Keramikmaterial Pulvermaterial ist, welches beim Sintern amorphes BN erzeugt.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102011008179A1 (de) * 2011-01-10 2012-07-12 Paul Rüster & Co. GmbH Temperaturfühler
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