DE3879285T2 - Hydraulisches kontrollverfahren fuer werkzeuge. - Google Patents

Hydraulisches kontrollverfahren fuer werkzeuge.

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DE3879285T2
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Kousuke Kikuchi
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Honda Motor Co Ltd
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22—CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D17/00—Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
    • B22D17/20—Accessories: Details
    • B22D17/32—Controlling equipment

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Injection Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein hydraulisches Regelungsverfahren für ein Gerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Beispielsweise wird das obengenannte hydraulische Regelungsverfahren bei einem Sekundärdruckgießverfahren angewendet, bei welchem eine Sekundärdruckkraft auf unter Druck in den Hohlraum einer Metallform gefülltes schmelzflüssige Metall aufgebracht wird.
  • Ein Druckgießverfahren, bei dem schmelzflüssiges Metall in einen Hohlraum einer Metallform unter hohem Druck eingegossen wird, ist weitverbreitet und wird als äußerst geeignetes Verfahren bei der Massenproduktion auf dem Gebiet des Gießens von Aluminiumlegierungen praktiziert. Bei diesem Druckgießverfahren kommt es leicht zur Bildung von Blaslöchern in einem dickwandigen Abschnitt eines Produkts, eine kristalline Struktur wird grob, und das Ergebnis ist eine geringere Festigkeit im dickwandigen Abschnitt. Zur Lösung dieses Problems wurde ein Sekundärdruckgießverfahren vorgeschlagen, bei dem eine zusätzliche Druckkraft (Sekundärdruckkraft) auf das unter Druck in den Hohlraum einer Metallform eingefüllte schmelzflüssige Metall vor dessen Erstarrung ausgeübt wird (siehe z.B. JP-Veröffentlichung No. 48-7570 (1973), JP-Veröffentlichung Nr. 49-36093 (1974), US-PS 3,106,002, US-PS 4,446,907, US-PS 4,497,359 und UK- Patentanmeldung GB 2055316A).
  • Die deutsche Patentbeschreibung DE-A-3347845 (auf der die Oberbegriffe der Ansprüche 1 und 4 beruhen) offenbart eine Druckgieß-Einspritzvorrichtung unter Anwendung eines Hydraulikkreisregelungsverfahrens, welche Vorrichtung von einem ersten und einem zweiten Hydraulikkreis gesteuert wird, wobei der erste Kreis mit einem Hydraulikfluidakkumulator versehen ist und der erste und zweite Hydraulikkreis zur Regelung der Vorrichtung sequentiell angesteuert werden. Bei dem diese Vorrichtung verwendenden Formgießprozeß wird, wenn schmelzflüssiges Metall durch eine Einspritzdüse unter Druck in einen Hohlraum einer Metallform mittels einer Einspritzramme eingefüllt wird, die Einspritzramme zuerst mit geringer Vorschubgeschwindigkeit bewegt, und dann wird die Einspritzramme durch Einleiten eines Arbeitsdrucks eines Akkumulators in einen hydraulischen Einspritzzylinder zum Antreiben der Einspritzramme mit hoher Vorschubgeschwindigkeit bewegt. Die Beschreibung sagt nichts darüber aus, wie die Ansteuerung des sekundären Hydraulikkreises für den Beginn der Sekundärdruckbeaufschlagung zeitmäßig festgelegt wird.
  • Typisch für das Druckgießverfahren ist, daß bei der Einleitung von schmelzflüssigem Metall durch eine Einspritzdüse in einen extrem schmalen Einspritzkanal und bei der anschließenden Erstarrung die Zeit vor der Durcherstarrung sehr kurz ist. Daher ist der Spielraum zum zeitlichen Festlegen der Sekundärdruckbeaufschlagung klein, und es ist schwierig, den Zeitpunkt für den Beginn der Druckbeaufschlagung festzusetzen. Ist dieser Zeitpunkt falsch, kann nicht nur keine Druckwirkung erzielt werden, sondern es kann dort, wo der Sekundärdruck nach der beginnenden Erstarrung ausgeübt wurde, zu Rissen am druckbeaufschlagten Abschnitt kommen.
  • Im Stand der Technik wurden verschiedene Verfahrensweisen vorgeschlagen, bei denen eine Position einer Einspritzramme zum Druckbeaufschlagen von schmelzflüssigem Metall innerhalb einer Einspritzdüse mit einem Positionsfühler od. dgl. ermittelt und der Zeitpunkt für die Sekundärbeaufschlagung unter Ausnutzung des Detektionssignals als Triggersignal festgelegt wird. Gemäß diesen vorgeschlagenen Verfahrensweisen ist jedoch die Abweichung bei der Detektionsgenauigkeit aufgrund von Leistungsveränderungen eines Positionsfühlers, Änderungen in der Geschwindigkeit einer Einspritzramme, Änderungen am Volumen des schmelzflüssigen Metalls und dgl. groß, und es war unmöglich, die Sekundärdruckbeaufschlag mit hoher Verläßlichkeit durchzuführen.
  • Es war auch noch ein anderes Verfahren bekannt, bei dem die Sekundärdruckbeaufschlagung erfolgt, nachdem das in einen Hohlraum eingespritze schmelzflüssige Metall mit erhöhtem Druck beaufschlagt worden ist, u.zw. unter gleichzeitiger Verwendung eines Einspritzzylinders und eines Druckverstärkerzylinders, wobei der Druck im Einspritzzylinder detektiert und der Zeitpunkt der Sekundärdruckbeaufschlagung unter Verwendung des Detektionssignals als Triggersignal festgelegt wird. Gemäß dem letztgenannten Verfahren ist jedoch das Detekionstiming veränderlich, da der Druck innerhalb des Einspritzzylinders, der nach Beendigung des Einfüllens von schmelzflüssigem Metall abrupt steigt, ermittelt wird, und so konnte der Zeitpunkt für den Beginn der Sekundärdruckbeaufschlagung nicht präzise festgelegt werden.
  • Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung strebt die Schaffung eines Verfahrens zur Steuerung von Geräten unter Verwendung eines Akkumulators in einem Hydraulikkreis zur Ansteuerung eines weiteren Hydraulikkreises in einem eigenen System mit hoher Präzision auf Basis eines Arbeitsdrucks des Akkumulators an.
  • Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein hydraulisches Regelungsverfahren für ein Gerät vorgesehen, bei welchem das Gerät durch einen ersten und einen zweiten Hydraulikkreis geregelt wird, wobei der erste Kreis mit einem Hydraulikfluidakkumulator versehen ist und der erste und zweite Hydraulikkreis zur Regelung des Geräts sequentiell angesteuert werden, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß nach dem Ansteuern des ersten Kreises und infolgedessen Absinken des Betriebsdrucks des Akkumulators das Auftreten eines vorbestimmten Arbeitsdrucks oder einer Veränderung des Arbeitsdrucks im Zuge der Wiederherstellung des Akkumulatordrucks auf einen anfänglichen Solldruck detektiert und der zweite Hydraulikkreis auf Basis des Detektionssignals angesteuert wird.
  • Wenn der im ersten Hydraulikkreis vorgesehene Akkumulator zu arbeiten beginnt, wird der Arbeitsdruck des Akkumulators entsprechend der Bewegung des zu beeinflußenden Gegenstandes gesenkt, und nachdem der zu beeinflußende Gegenstand einen gewünschten Zustand erreicht hat, beginnt sich der Arbeitsdruck wiederherzustellen und kehrt auf den anfänglichen Solldruck zurück. Dementsprechend kann man durch Abfühlen des Zeitpunktes des Beginns der Wiederherstellung des Arbeitsdrucks erkennen, daß der zu beeinflußende Gegenstand den gewünschten Zustand erreicht hat.
  • Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird, nachdem sich ein Arbeitsdruck eines Akkumulators wiederherzustellen begonnen hat, durch Abfühlen des Arbeitsdrucks (kleiner als der anfängliche Solldruck) vor Beendigung der Wiederherstellung der zweite Hydraulikkreis auf Basis des Arbeitsdrucks, der als Index für das Timing dient, angesteuert. Während der Wiederherstellung des Arbeitsdrucks des Akkumulators hat der mit Hilfe des ersten Hydraulikkreises zu beeinflußende Gegenstand einen gewünschten Zustand erreicht, und für den Fall, daß es notwendig ist, einen zu beeinflußenden Gegenstand mit Hilfe des zweiten Hydraulikkreises in Gang zu setzen, nachdem der gewünschte Zustand erreicht worden ist, kann der Zeitpunkt des Betriebsbeginns (der Auslösepunkt) des zu beeinflußenden Gegenstandes mittels des zweiten Hydraulikkreises immer genau festgelegt werden, indem der Wiederherstellungsarbeitsdruck des Akkumulators detektiert wird.
  • Wird schmelzflüssiges Metall in einer Einspritzdüse unter Druck in einen Hohlraum einer Gießkokille mit Hilfe einer durch einen Arbeitsdruck eines Akkumulators vorangetriebenen Einspritzramme gefüllt, wird die Einspritzramme zuerst mit geringer Geschwindigkeit und dann mit hohrer Geschwindigkeit fortbewegt, und während die Einleitung des Akkumulatorarbeitsdrucks in einen Hydraulikzylinder zum Vorantreiben der Einspritzramme aufrechtgehalten wird, wird eine Druckstange nach Beendigung des Einfüllens von schmelzflüssigem Metall betätigt, damit eine Sekundärdruckkraft auf das schmelzflüssige Metall ausgeübt wird.
  • Alternativ kann die Einspritzramme zuerst mit irgendeinem anderen Mittel als dem Akkumulator mit niedriger Geschwindigkeit und dann durch Einleiten des Arbeitsdrucks des Akkumulators in einen hydraulischen Einspritzzylinder zum Antreiben der Einspritzramme mit hoher Geschwindigkeit fortbewegt werden.
  • Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Metallformgießprozeß vorgesehen, bei welchem während des Einfüllens von schmelzflüssigem Metall durch eine Einspritzdüse unter Druck in einen Hohlraum einer Metallform mittels einer Einspritzramme die Einspritzramme zuerst mit geringer Vorschubgeschwindigkeit bewegt wird und die Einspritzramme danach durch Einleiten eines Arbeitsdrucks eines Akkumulators in einen hydraulischen Einspritzzylinder zum Antreiben der Einspritzramme mit hoher Vorschubgeschwindigkeit bewegt wird; dadurch gekennzeichnet, daß während der anhaltenden Einleitung des Akkumulatorarbeitsdrucks in den hydraulischen Einspritzzylinder nach Beendigung des Einfüllens von schmelzflüssigem Metall eine Druckstange in Betrieb gesetzt wird, damit eine Sekundärdruckkraft auf das schmelzflüssige Metall ausgeübt wird, und daß nach dem Absenken des Arbeitsdrucks des Akkumulators durch Antrieb der Einspritzramme das Auftreten eines vorbestimmten Arbeitsdrucks oder einer Veränderung des Arbeitsdrucks im Zuge der Wiederherstellung des Akkumulatordrucks auf einen anfänglichen Solldruck detektiert wird und die Druckstange auf Basis des Detektionssignals in Betrieb gesetzt wird, um eine Sekundärdruckkraft auf das schmelzflüssige Metall innerhalb des Hohlraums der Metallform auszuüben.
  • Der Arbeitsdruck des Akkumulators sinkt weiter während des Vorrückens der Einspritzramme, und nach Beendigung des Einfüllens von schmelzflüssigem Metall in den Hohlraum der Gießform beginnt er, sich wiederherzustellen. Es wird jeder beliebige Arbeitsdruck oder jede Veränderung eines Arbeitsdrucks im Verlauf der Wiederherstellung des Arbeitsdrucks detektiert, dann wird auf Basis des Detektionssignals der Hydraulikkreis zur Betätigung einer Druckstange angesteuert, und dadurch wird die Druckstange in den Hohlraum der Gießform vorgeschoben, um eine Sekundärdruckkraft auf das schmelzflüssige Metall auszuüben.
  • Gemäß dem obigen Verfahren, bei dem eine Veränderung eines Arbeitsdrucks eines Akkumulators abgefühlt und die Sekundärdruckbeaufschlagung eingeleitet wird, indem diese Veränderung als Index zur Zeitfestlegung herangezogen wird, kann die Druckbeaufschlagung mit höherer zeitmäßiger Präzision ausgeführt werden, als wenn der Zeitpunkt der Beendigung des Einfüllens von schmelzflüssigem Metall indirekt über einen Positionsgeber od. dgl. abgefühlt würde.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Fig. 1 ist eine teilweise geschnittene schematische Ansicht und zeigt ein Beispiel einer Sekundärdruck-Gießvorrichtung, die für die Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens günstig ist;
  • Fig. 2 ist eine schematische Darstellung und zeigt einen Teil der Vorrichtung der Fig. 1 in vergrößertem Maßstab zusammen mit einem Arbeitshydraulikkreis;
  • Fig. 3 ist eine perspektivische Darstellung eines in Fig. 2 gezeigten Absperrventils;
  • Fig. 4 und 5 sind schematische Darstellungen ähnlich der Fig. 2, die aber verschiedene Betriebsstadien ein- und derselben Sekundärdruck-Gießvorrichtung zeigen;
  • Fig. 6 ist ein Diagramm, das die Veränderung eines Hydraulikdrucks innerhalb eines hydraulischen Einspritzzylinders in derselben Sekundärdruck-Gießvorrichtung sowie die Veränderung eines Arbeitsdrucks eines Akkumulators in derselben Vorrichtung zeigt;
  • Fig. 7 ist eine schematische Ansicht und zeigt ein hydraulisches Steuersystem, das eine teilweise Modifikation des hydraulischen Steuerstystems der oben beschriebenen Sekundärdruck-Gießvorrichtung ist; und
  • Fig. 8 ist eine schematische Darstellung ähnlich der Fig. 2, die aber eine Modifikation des oben beschriebenen Arbeitshydraulikkreises ist.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN:
  • Im folgenden ist die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf ihre bevorzugten Ausführungsformen, angewendet bei einem Sekundärdruckgießverfahren, genauer beschrieben.
  • Fig. 1 zeigt eine Formgießvorrichtung 10 mit der Möglichkeit der Ausübung einer Sekundärdruckkraft sowie ein hydraulisches Steuersystem 106 für die Sekundärdruckbeaufschlagung. Auf einem Fundament 12 der Formgießvorrichtung 10 ragen fixe Träger 14 und 16 unbeweglich auf, die über eine Mehrzahl von Verbindungsstäben 18 miteinander verbunden und in einem Abstand einander gegenüberliegend angeordnet sind. Weiters ist ein beweglicher Träger 20 vorgesehen, der zwischen den fixen Trägern 14 und 16 angeordnet ist und entlang dem Fundament 12 unter Führung der Verbindungsstäbe 18 hin- und herverschoben werden kann.
  • Weiters ist eine feststehende Metallkokille 22 am fixen Träger 16 befestigt, während eine bewegliche Metallkokille 24 mittels Halterungen 26 am beweglichen Träger 20 befestigt ist. Ein Paar Ausdrückstifte 32, die durch die bewegliche Metallkokille 24 ragen und in einen Hohlraum A zum Entfernen eines Produkts aus der beweglichen Metallkokille nach beendigtem Gießen münden, sind mit einem Paar Rückstellstiften 30 an einer Ausdrückplatte 28 befestigt, die gleit- und relativbeweglich durch die bewegliche Metallkokille 24 dringen, und diese Ausdrückplatte 28 kann gegenüber der beweglichen Kokille 24 in Richtung des Entfernens eines Produkts mittels Ausdrückstiften 36 relativverschoben werden, welche mit einer Basisplatte eines hydraulischen Ausdrückzylinders 34 verbunden sind, der gegenüber dem beweglichen Träger 20 verschiebbar ist, wobei das Fußende seiner Kolbenstange 35 am beweglichen Träger 20 fixiert ist.
  • Außerdem ist am feststehenden Träger 14 ein Hydraulikzylinder 38 zur Betätigung des beweglichen Trägers angebracht, und der bewegliche Träger 20 kann mit Hilfe einer Druckstange 40 bewegt werden, deren eines Ende am Kolben des Hydraulikzylinders 38 und deren anderes Ende an einem Querelement 41 befestigt ist.
  • Weiters ist ein hydraulischer Einspritzzylinder 52 über Stützstangen 90 am ortsfesten Träger 16 befestigt, eine mit dem Einspritzkolben 58 des Zylinders 52 verbundene Einspritzramme 88 ist gleit- und verschiebebeweglich in eine Einspritzdüse 42 eingepaßt, die durch den fixen Träger 16 geht und über eine Bahn für schmelzflüssiges Metall mit der ortsfesten Metallkokille kommuniziert, und die Anordnung ist derart, daß nach dem Zuführen von schmelzflüssigem Metall in die Einspritzdüse 42 durch eine Ausgießöffnung 44 für schmelzflüssiges Metall das schmelzflüssige Metall innerhalb der Einspritzdüse 42 durch die Bahn für schmelzflüssiges Metall in den Hohlraum A gedrückt werden kann, wenn die Einspritzramme 88 durch Betätigung des Einspritzkolbens 58 in der Vorschubrichtung bewegt wird.
  • Anderseits ist, von der beweglichen Metallkokille 24 weggehend, ein hydraulischer Sekundärdruckzylinder 48 über ein Paar Haltestäbe 46 abgestützt, wobei die Anordnung derart ist, daß eine mit einem Kolben des hydraulischen Sekundärdruckzylinders 48 verbundene Druckstange 50 gleit- und verschiebebeweglich durch die Ausdrückplatte 28 und die bewegliche Metallkokille 24 geht, um in den Hohlraum A dringen zu können.
  • Der hydraulische Einspritzzylinder 52 hat eine Kammer 54 von kleinerem Durchmesser, in die ein Einspritzkolben 58 eingepaßt ist, und eine Kammer 56 größeren Durchmessers, in die ein Druckverstärkerkolben 62 eingesetzt ist. Der Druckverstärkerkolben 62 ist einstückig mit einer Stange 68 ausgebildet, welche in die Kammer 54 mit kleinerem Durchmesser paßt, und in diesem Kolben 62 sind eine Ventilkammer 64 zur Aufnahme eines Absperrventils 72 und ein Ölkanal 70 vorgesehen, die mit der Ventilkammer 64 kommuniziert und durch den Stab 68 verläuft (Fig. 2). Das Absperrventil 72 ist ein schirmförmiges Element, bestehend aus einem Kopfteil 74 mit konischer Oberfläche und einem Schaftteil 76 (Fig. 3), und es steht zur gegenüberliegenden Seite hin zum Einspritzkolben 58 (nach rechts wie in Fig. 2 zu sehen) unter Vorspannung mittels einer Schraubenfeder 80, die ebenfalls in derselben Ventilkammer 64 untergebracht ist. Eine Öffnung 66 der Ventilkammer 64 ist versperrt, wenn der Kopfteil 74 des Absperrventils 72 an den Umfangsteil der Öffnung 66 gedrückt ist. Im Schaftteil 76 des Absperrventils 72 ist ein Ölkanal 78 ausgebildet, die sich von dessem äußeren Umfangsflächenteil nahe dem Kopfteil zu seinem Fußendeteil erstreckt, sodaß ein Druckölstrom über die Strecke, bestehend aus der Öffnung 66 der Ventilkammer 64 T dem Ölkanal 78 T dem Ölkanal 70, erwirkt werden kann.
  • Für die nachfolgenden Ausführungen ist es zweckmäßig, verschiedene Abschnitte der inneren Kammer (der Kammer 54 mit kleinerem Durchmesser und der Kammer 56 mit größerem Durchmesser) des hydraulischen Einspritzzylinders 52 als Kammer B, die die Öffnung 66 der Ventilkammer 64 umgibt, als Kammer C, die rund um den Basisteil der Stange 68 vorgesehen und vom Druckverstärkerkolben 62 und der Zylinderwand begrenzt ist, und als Kammer D, die entsteht, wenn die Stange 68 und der Einspritzkolben 58 voneinander getrennt sind, zu definieren. An der Wand des hydraulischen Einspritzzylinders 52 ist ein Auslaßventil 86 vorgesehen, das mit der Kammer C kommuniziert, und dieses Auslaßventil 86 ist so konzipiert, daß es sich als Reaktion auf ein von einem Drucksensor 84 zur Detektion des Drucks in der Kammer B gegebenes Signal öffnet.
  • Außerdem ist ein Positionsaufnehmer 82 zur Ermittlung des Verschiebeausmaßes einer mit dem Einspritzkolben 58 einstückig ausgebildeten Stange 60 an einer vorbestimmten Stelle angeordnet. Von den Ölkanälen 94 und 98, die einen Akkumulator 92 mit der Kammer B leitungsmäßig verbinden, ist im Ölkanal 94 ein Niedriggeschwindigkeitsventil 100 zwischengeschaltet, und in einem weiteren Ölkanal 96, der zum Ölkanal 94 parallelgeschaltet ist, ist ein Hochgeschwindigkeitsventil 102 vorgesehen, das sich als Reaktion auf ein vom obenbeschriebenen Positionsgeber 82 gegebenes Positionssignal öffnet.
  • Ein hydraulisches Steuersystem 106 für den hydraulischen Sekundärdruckzylinder 48 entnimmt dem hydraulischen Einspritzzylinder 52 durch einen Ölkanal 104 einen Arbeitsdruck und wirkt auf Basis dieses Arbeitsdrucks. Genauergesagt ist ein Hauptteil des hydraulischen Steuersystems 106 derart konstruiert, daß ein Zuschaltventil 110, dessen Ansteuerdruck unter Anwendung einer Vorspannungsfederkraft einstellbar ist, durch den Arbeitsdruck des zum Zuschaltventil 110 führenden hydraulischen Einspritzzylinders 52 betätigt wird, wodurch unter Druck stehendes Öl aus einer Hydraulikpumpe 108 zum hydraulischen Sekundärdruckzylinder 48 durch einen Ölkanal 112, ein Schaltventil 114, ein Durchflußregelventil 116 und ein Druckstangenantriebsölkanal 118 geführt wird, und eine Druckstange 50 ragt in den Hohlraum A. Es sei erwähnt, daß das Schaltventil 114 unter Zuführung von Drucköl in die Kammer B des hydraulischen Einspritzzylinders 52 durch einen Ölzuführungskanal 98 aus dem dargestellten Zustand geschaltet wird.
  • Bei der oben beschriebenen Konstruktion wird, nachdem schmelzflüssiges Metall (z.B. eine Aluminiumlegierung) durch die Ausgießöffnung 44 für schmelzflüssiges Metall in die Einspritzdüse 42 gegossen worden ist und die Einspritzramme 88 durch Betätigung des hydraulischen Einspritzzylinders 52 vorgeschoben wurde, das schmelzflüssige Metall innerhalb der Einspritzdüse 42 unter Druck in den Hohlraum A geleitet, um diesen zu füllen. Nachdem der Hohlraum A vollständig gefüllt worden ist, wird die Druckstange 50 zu einem vorbestimmten Zeitpunkt in das schmelzflüssige Metall innerhalb des Hohlraums gedrückt, und dadurch wird eine Sekundärdruckkraft auf das schmelzflüssige Metall aufgebracht.
  • Im folgenden werden die Verfahrensschritte des hydraulischen Einspritzzylinders 52 und des hydraulischen Steuersystems 106 beschrieben:
  • 1. Vor Beginn der Einspritzung: Der Zustand des hydraulischen Einspritzzylinders 52 vor Beginn des Einspritzens ist in Fig. 2 veranschaulicht. Das Niedriggeschwindigkeitsventil 100 und das Hochgeschwindigkeitsventil 102 sind in diesem Zustand beide geschlossen. Der Einspritzkolben 58 und der Druckverstärkerkolben 62 befinden sich in der eingezogenen Endposition, und das Absperrventil 72 des Druckverstärkerkolbens 62 versperrt die Öffnung 66 der Ventilkammer 64 entsprechend der Vorspannung durch die Schraubenfeder 80.
  • 2. Beginn des Einspritzens (Niedriggeschwindigkeitseinspritzen): Das Niedriggeschwindigkeitsventil 100 wird geöffnet. Dann wird Öl aus dem bereits in einer Wartestellung befindlichen Akkumulator 92 durch die Ölkanäle 94 und 98 der Kammer B zugeführt, damit steigt der Öldruck innerhalb der Kammer B, sodaß das Absperrventil 72 gegen die Vorspannungskraft der Schraubenfeder 80 bewegt wird, wodurch die Strecke, bestehend aus der Kammer B dem im Schaftteil 76 des Absperrventils 72 gebildeten Ölkanal 78 dem in der Stange 68 des Druckverstärkerkolbens 62 gebildeten Ölkanal 70, in einen leitenden Zustand versetzt wird, und unter Druck (einem Druck P11) stehendes Öl wird zwischen den Einspritzkolben 58 und die Stange 68 gespeist. Der Einspritzkolben 58 wird mit einer geringen Geschwindigkeit (einer geringen Geschwindigkeit im Vergleich zum Hochgeschwindigkeitsvorschub des nächsten Schritts: Siehe Kurve I&sub1; in Fig. 6) vorwärtsgeschoben, und dadurch entsteht die Kammer D zwischen der Einspritzstange 58 und der Stange 68 (Fig. 4). In der Zwischenzeit sinkt der Speisearbeitsdruck des Akkumulators 92 aufgrund der Verlustleistung (siehe Kurve IA in FIg. 6) allmählich von seinem ursprünglichen Solldruck PA1.
  • 3. Hochgeschwindigkeitseinspritzung: Ist der Einspritzkolben 58 um eine vorbestimmte Länge vorgerückt (und somit die Einspritzramme 88 um eine vorbestimmte Länge vorgerückt), wird der Positionsgeber 82 aufgrund eines Kontakts mit der mit dem Einspritzkolben 58 einstückig ausgebildeten Stange 60 betätigt, wird das Hochgeschwindigkeitsventil 102 durch das vom Positionsgeber 82 gelieferte Signal geöffnet, wird dadurch die Zuführgeschwindigkeit des Betriebsöls des Akkumulators 92 zur Kammer B und zur Kammer D erhöht, sodaß der Druck innerhalb der Kammer B und der Kammer D abrupt ansteigt (Kurve I2, Druck&sub1;&sub2; und Zeitpunkt T&sub1;), und rückt der Einspritzkolben 58 mit hoher Geschwindigkeit vor. Während dieses Zeitraums wird der Arbeitsdruck des Akkumulators 92 mit einem breiten Gefälle (Kurve IIA) im Vergleicn zur Kurve IA gesenkt, der Arbeitsdruck (PA2) zum Zeitpunkt (T&sub2;) der Beendigung des Einfüllens von schmelzflüssigem Metall erreicht den niedrigsten Wert, und danach beginnt der Arbeitsdruck zu steigen (Beginn der Wiederherstellung des Arbeitsdrucks).
  • 4. Druckverstärkungsschritt: Nach der Beendigung des Einfüllens von schmelzflüssigem Metall steigt der Öldruck in der Kammer B und in der Kammer D, obzwar sie schnell ansteigen müssen, anfänglich nur langsam (Kurve I&sub3;, Druck P&sub1;&sub2;), weil das schmelzflüssige Metall innerhalb der Bahn des schmelzflüssigen Metalls und der Einspritzdüse 42 zu erstarren und zu schrumpfen beginnt, infolgedessen rücken die Einspritzramme 88 und der Einspritzkolben 58 immer noch vor (wenn auch nur geringfügig), und auch hier gibt es eine Verzögerung beim Anstieg des Öldrucks. Ist der Druck innerhalb der Kammer B (P&sub1;&sub2;: gleich dem Druck innerhalb der Kammer D) auf Px (Zeitpunkt T&sub3;) angestiegen, wird dieser Druck (Px) als Solldruck mit dem Druckfühler 84 detektiert, und das Auslaßventil 86 öffnet sich als Reaktion auf das Detektionssignal.
  • Das Drucköl innerhalb der Kammer C wird durch das Auslaßventil 86 nach außen abgeführt, und der Druckverstärkerkolben 62 beginnt vorzurücken. Infolgedessen wird der Druck innerhalb der Kammer D höher als der Druck in der Kammer B, und somit wird das Absperrventil 72 zum Öffnungsteil 66 der Ventilkammer 64 gestoßen, um diese Öffnung 66 zu versperren, wodurch der Druckverstärkerkolben 62 unter der Bedingung, daß die Verbindung zwischen der Kammer B und der Kammer D abgeschnitten ist (Fig. 5), vorrückt, und der Druck innerhalb der Kammer D steigt rasch an (Kurve I&sub4;, Druck P&sub1;&sub3;).
  • Die Anstiegsgeschwindigkeit des Drucks (P&sub1;&sub3;) innerhalb der Kammer D nach dem Zeitpunkt T&sub3; ist ausreichend groß im Vergleich zur Anstiegsgeschwindigkeit des Drucks (P&sub2;&sub3;) innerhalb der Kammer B (siehe Kurven I&sub4; und I&sub5;), und sogar während dieses Zeitraums rücken der Einspritzkolben 58 sowie der Druckverstärkerkolben etwas vor.
  • Der Druck (P&sub2;&sub3;) in der Kammer B fällt mit dem Arbeitsdruck des Akkumulators 92 zusammen, der zum Zeitpunkt (T&sub4;) im Begriff der Wiederherstellung ist, und danach ist der Druck (P&sub2;&sub3;) in der Kammer B gleich dem Arbeitsdruck des Akkumulators 92 (Kurve I&sub6;), und der Arbeitsdruck des Akkumulators 92 stellt sich zum Zeitpunkt (T&sub5;) auf den ursprünglichen Solldruck (PA1) ein.
  • Zuvor war beschrieben, daß sich der Arbeitsdruck des Akkumulators 92 wieder einstellt, nachdem er vom Druck (PA1) auf den Druck (PA2) gesunken ist. Durch Detektieren eines vorgewählten Drucks (PY) während des Zeitraums vom Zeitpunkt (T&sub4;), wenn sich die Veränderung des Drucks (P&sub2;&sub3;) in der Kammer B, der gleich dem Arbeitsdruck des Akkumulators 92 ist, stabilisiert, bis zum Zeitpunkt (T&sub5;) (siehe Kurve I&sub6;) kann man den Zeitpunkt für ein rasches Einsetzen der Sekundärdruckbeaufschlagung nach Beendigung des Füllens des Hohlraums A mit schmelzflüssigem Metall erfahren.
  • 5. Beginn der Sekundärdruckbeaufschlagung: Der Druck innerhalb der Kammer B (der Arbeitsdruck des Akkumulators 92) wird durch den Ölkanal 104 zum Zuschaltventil 110 im hydraulischen Steuersystem 106 geleitet, und bei Erreichen des zuvor zitierten vorbestimmten Drucks PY (PA2 &le; Py < PA1) innerhalb der Kammer B öffnet sich das Zuschaltventil 110. In der Folge wird unter der Bedingung, daß das Schaltventil 114 aus dem in Fig 1 gezeigten Zustand verschoben worden ist, Betriebsöl der Hydraulikpumpe 108 durch das Zuschaltventil 110, den Ölkanal 112, das Schaltventil 114, das Durchflußregelventil 116 und der Druckstangenantriebsölkanal 118 zu einer Hochdruckkammer des hydraulischen Sekundärdruckzylinders 48 gespeist, worauf die Druckstange 50 vorgeschoben und in das den Hohlraum A füllende schmelzflüssige Metall geschoben wird, und dadurch wird eine Sekundärdruckkraft auf das oben erwähnte schmelzflüssige Metall, das noch nicht ganz durcherstarrt ist, aufgebracht wird.
  • Die Sekundärdruckkraft wird aufgebracht, bis das schmelzflüssige Metall innerhalb des Hohlraums A zu erstarren aufgehört hat, danach wird durch Betätigung des Schaltventils 114 Drucköl durch den anderen Ölkanal 120 zum hydraulischen Sekundärdruckzylinder 48 zwecks Zurückziehens der Druckstange gespeist, und dadurch wird die Druckstange 50 zurückgezogen.
  • Bei den oben beschriebenen Verfahrensschritten wird bevorzugterweise ein Druck (PY) gewählt, der die folgende Formel erfüllt:
  • O < Py - PA2 &le; 0,8 (PA1 - PA2)
  • Ein Bereich von Py - PA2 > 0,8 (PA1 - PA2) tritt unmittelbar vor der vollständigen Wiederherstellung des Arbeitsdrucks des Akkumulators ein, wenn die Wiederherstellungsgeschwindigkeit sehr gering ist, sodaß die Detektionsgenauigkeit des Zeitpunktes (TY) abnimmt.
  • Außerdem ist der Zeitintervall zwischen dem Zeitpunkt (T&sub2;) und (TY) vorzugsweise mit TY - T&sub2; > 0,2 s festgesetzt. Ist der Zeitintervall mit TY - T&sub2; < 0,2 s festgesetzt, ist es zu früh, um mit der Sekundärdruckbeaufschlagung zu beginnen, u.zw. aufgrund eines vorhandenen Rückflusses des schmelzflüssigen Metalls. Erfolgt die Sekundärdruckbeaufschlagung sehr bald, nachdem der Hohlraum A mit schmelzflüssigem Metall gefüllt worden ist, besteht die Möglichkeit, daß das schmelzflüssige Metall in der Bahn des schmelzflüssigen Metalls zwischen dem Hohlraum A und der Einspritzdüse 42 noch nicht durcherstarrt ist, und es kommt zu einem Rückfluß des schmelzflüssigen Metalls aufgrund der Sekundärdruckkraft, die größer als der Fülldruck des schmelzflüssigen Metalls ist.
  • Daher ist es wünschenswert, daß das schmelzflüssige Metall innerhalb der Einspritzdüse 42 weiterhin einem größeren Druck als dem Druck bei Beendigung des Füllvorgangs ausgesetzt ist, bevor die Sekundärdruckbeaufschlagung stattfindet. Durch eine derartige anhaltende Druckbeaufschlagung nach Beendigung des Füllens kann die Wirkung der Sekundärdruckbeaufschlagung gesichert werden, und es kann ein Gießprodukt mit einem feinen Gefüge erhalten werden.
  • Im folgenden werden nun die Merkmale der oben beschriebenen Ausführungsform aufgezählt:
  • 1. Die oben beschriebene Ausführungsform macht sich das Phänomen zunutze, daß der Arbeitsdruck des Akkumlators 92 zur Betätigung des Einspritzkolbens 58 allmählich abnimmt, nachdem das Niedriggeschwindigkeitsventil 100 geöffnet worden ist, er nimmt mit einer höheren Geschwindigkeit weiter ab, nachdem das Hochgeschwindigkeitsventil 102 geöffnet worden ist, und er beginnt mit der Wiederherstellung zum Zeitpunkt (T&sub2;), wenn das Einfüllen von schmelzflüssigem Metall beendet ist, und durch Abfühlen des Arbeitsdrucks (PY: eines Drucks, der in der Kammer B detektiert werden kann) des Akkumulators 92 während des Zeitraums vom Zeitpunkt (T&sub2;), wenn sich der Arbeitsdruck des Akkumulators wiederherzustellen beginnt, bis zum Zeitpunkt (T&sub5;), wenn die Wiederherstellung beendet ist, insbesondere während des Zeitraums vom Zeitpunkt (T&sub4;), wenn der Druck (P&sub2;&sub3;) innerhalb der Kammer B und der Arbeitsdruck des Akkumulators 92 zusammenfallen, bis zum Zeitpunkt (T&sub5;), kann das Zuschaltventil 110 geöffnet werden, um die Sekundärdruckbeaufschlagung zu einem ganz genauen Zeitpunkt mit geringer Abweichung einzuleiten.
  • 2. Wird der Arbeitsdruck des Akkumulators 92 während des Zeitraums vom Zeitpunkt (T&sub2;), wenn das Einfüllen von schmelzflüssigem Metall beendet ist, bis zum Zeitpunkt (T&sub4;), wenn der Druck (P&sub2;&sub3;) innerhalb der Kammer B und der Arbeitsdruck des Akkumulators 92 zusammenfallen, im Akkumulator 92 und nicht in der Kammer B detektiert, dann kann der Auslösepunkt für den Beginn der Sekundärdruckbeaufschlagung zu einem früheren Zeitpunkt nach der Beendigung des Einfüllens von schmelzflüssigem Metall abgefühlt werden als im Vergleich zu dem Fall, bei dem der Arbeitsdruck (PY) des Akkumulators 92 während des Zeitraums vom Zeitpunkt (T&sub4;) bis zum Zeitpunkt (T&sub5;) detektiert wird. Daher ist es auch möglich, den Arbeitsdruck des Akkumulators 92 während des Zeitraums vom Zeitpunkt (T&sub2;) bis zum Zeitpunkt (T&sub4;) als Auslösedruck zum Einleiten der Sekundärdruckbeaufschlagung zu verwenden. In diesem Fall ist es jedoch unmöglich, die Veränderung des Arbeitsdrucks des Akkumulators 92 an der Kammer B abzufühlen, wo die Veränderung des Drucks des schmelzflüssigen Metalls direkt abfühlbar ist.
  • 3. Da sich der Arbeitsdruck des Akkumulators 92 relativ langsam wiederherstellt, ist die Veränderung des Auslösezeitpunktes für das Zuschaltventil 110, das so eingestellt ist, daß es beim Druck (PY) angetriggert wird, klein, und somit kann die Sekundärdruckbeaufschlagung nach Beendigung des Einfüllens des schmelzflüssigen Metalls immer zum richtigen vorbestimmten Zeitpunkt erfolgen.
  • 4. Da das Antriggern des Zuschaltventils 110 durch unmittelbare Führung des Öldruck in der Kammer B erfolgt, ist die zeitliche Verzögerung gering im Vergleich zu jenem Fall, wo der Druck in der Kammer B von einem Druckfühler detektiert wird, und es wird ein Magnetventil auf der Basis dieses Detektionssignals betätigt, um einen hydraulischen Sekundärdruckzylinder in Betrieb zu setzen, und so kann der Zeitpunkt der Sekundärdruckbeaufschlagung richtig festgesetzt werden.
  • 5. Durch vorheriges Einstellen eines Öffnungsgrades eines Druckölspeiseventils für den Akkumulator 92 ist es möglich, die Wiederherstellungsgeschwindigkeit des Arbeitsdrucks des Akkumulators 92 zu regulieren und zu verändern, nachdem er einmal gesunken ist, und somit kann der Zeitpunkt zur Detektion des Arbeitsdrucks (PY) einfach durch Regulierung des Druckölspeiseventils verändert und der Zeitpunkt der Sekundärdruckbeaufschlagung einfach eingestellt werden.
  • 6. Die Druckölspeisegeschwindigkeit zum hydraulischen Sekundärdruckzylinder 48 kann durch Regulieren eines Öffnungsgrades des Durchflußregelventils 116 gewählt oder verändert werden, und daher kann die richtige Sekundärdruckbeaufschlagung erzielt werden, indem die Druckstange 50 mit einer an Material, Form, Größe, etc. eines Gießprodukts angepaßten Geschwindigkeit vorgeschoben wird.
  • 7. Zwar wurde bei der oben beschriebenen Ausführungsform der Arbeitsdruck (Py) des Akkumulators 92 im Verlauf der Wiederherstellung abgefühlt und das Zuschaltventil 110 unter Ausnützung des Drucks (PY) als Auslösesignal angetriggert, doch könnte eine Abänderung darin bestehen, daß der Zeitpunkt (T&sub2;) der Beendigung des Einfüllens von schmelzflüssigem Metall (der untere Grenzwert des Arbeitsdrucks (PA2) als Referenz herangezogen und das Zuschaltventil 110 nach einem vorbestimmten Zeitraum ab der Referenzzeit mittels eines Verzögerungszeitschaltwerks od. dgl. geöffnet wird.
  • Es wird nunmehr ein hydraulisches Steuersystem 106A gemäß einer modifizierten Ausführungsform, die in Fig. 7 dargestellt ist, beschrieben. In dieser Figur haben Bestandteile ähnlich den in Fig. 1 gezeigten gleiche Bezugszeichen.
  • Im hydraulischen Steuersystem 106A werden neben dem Zuschaltventil 110, dem Schaltventil 114 und dem Durchflußregelventil der zuvor beschriebenen Ausführungsform ein Sperrventil 122 zwischen einer Hydraulikpumpe 108 und dem hydraulischen Zylinder 48 zur Druckbeaufschlagung verwendet.
  • Gemäß dem hydraulischen Steuersystem 106A wird das Schaltventil 114, sobald das Betriebsöl vom Akkumulator 92 in den hydraulischen Einspritzzylinder 52 geführtist, aus dem dargestellten Zustand geschaltet, wodurch das von der Hydraulikpumpe 108 zugeführte Öl an der Einlaßöffnung des Zuschaltventils 110 eine Wartestellung einnimmt, und wenn das Zuschaltventil 110 geöffnet wird, wird das in Wartestellung befindliche Drucköl rasch durch das Durchflußregelventil 116 und das Druckminderventil 124 zum hydraulischen Sekundärdruckzylinder 48 geführt.
  • Die Vorschubgeschwindigkeit der Druckstange 50 kann durch Verstellen des Durchflußregelventils 116 auf einen geeigneten Wert selektiert oder geändert werden, und die Sekundärdruckkraft kann durch Verstellen des Druckminderventils 124 auf einen geeigneten Wert selektiert oder geändert werden.
  • Fig. 8 ist eine schematische Ansicht ähnlich der Fig. 2, zeigt aber eine Modifikation am hydraulischen Arbeitskreis zur Zuführung von Betriebsöl zum hydraulischen Einspritzzylinder 52, wobei Bestandteile ähnlich jenen der Fig. 2 mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Bei dieser Modifikation ist ein Zuschaltventil 194, das in Reaktion auf ein von einem Positionsgeber 82 abgegebenes Positionssignal geöffnet werden kann, in ein Ölspeisekanal 192 geschaltet, um den Akkumulator 92 mit der Kammer B leitungsmäßig zu verbinden, und eine Hydraulikpumpe 196 ist zwischen dem Zuschaltventil 194 und der Kammer B leitungsmäßig mit dem Ölspeisekanal 192 verbunden. Vor Beginn der Einspritzung wird das Zuschaltventil 194 geschlossen. Unter dieser Bedingung wird, wenn die Hydraulikpumpe 196 in Betrieb gesetzt wird, Betriebsöl von jener Pumpe durch den Ölspeisekanal 192 zur Kammer B geführt, und die Niedriggeschwindigkeiteinspritzung beginnt. Danach wird das Zuschaltventil 194 in Reaktion auf ein vom Positionsgeber 82 gegebenes Signal geöffnet, der Arbeitsdruck des Akkumulators 92 wird in die Kammer B eingeleitet, und die Hochgeschwindigkeitseinspritzung beginnt. Weiters detektiert bei dieser modifizierten Ausführungsform ein Druckfühler 84 den Druck innerhalb der Kammer D, und das Auslaßventil 86 kann mit diesem Detektionssignal geöffnet werden.
  • Als weiteres Beispiel, bei dem die vorliegende Erfindung anwendbar ist, kann außerdem ein Metallschmiedeverfahren genannt werden. Als eine Art Metallschmiedeverfahren ist ein Verfahren bekannt, bei dem eine Hydraulikzylindereinrichtung zur Zuführung von schmelzflüssigem Metall unter Ausnutzung eines Hydraulikkreises mit einem Akkumulator betrieben wird, und nachdem schmelzflüssiges Metall in einen Hohlraum einer Kokille gefüllt worden ist, wird das schmelzflüssige Metall durch Eintreiben eines Schmiedekolbens zu einem vorbestimmten Zeitpunkt unter Druck gesetzt wird; und als weiterer Verfahrenstyp, beispielsweise bei der Schaffung eines Gießproduktes von komplizierter Gestalt, ist ein Verfahren bekannt, bei dem ein Schmiedekolben zum Unterdrucksetzen von in einen Hohlraum gefülltem schmelzflüssigem Metall unter Ausnutzung eines Arbeitsdrucks eines Akkumulators eingetrieben wird und nach dem Unterdrucksetzen des schemlzflüssigen Metalls mit dem obengenannten Schmiedekolben die Druckbeaufschlagung einzelner Abschnitte mit einem anderen Schmiedekolben zu vorbestimmten Zeitpunkten erfolgt. Bei diesen Verfahren kann auch die erfindungsgemäße Verfahrensweise angewendet werden, nämlich nach Absenken des Arbeitsdrucks eines Akkumulators in einem ersten Hydraulikkreis Ansteuern eines zweiten Hydraulikkreises (eines Hydraulikkreises zum Eintreiben eines Schmiedekolbens) zu einem vorbestimmten Zeitpunkt.
  • Wie aus der obigen Beschreibung hervorgeht, wird ein hydraulisches Regelungsverfahren für Geräte vorgeschlagen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß nach dem Ansteuern eines ersten Hydraulikkreises und Absenken des Betriebsdrucks desselben jeder beliebige Arbeitsdruck bzw. jede Änderung des Arbeitsdrucks im Zuge der Wiederherstellung auf einen anfänglichen Solldruck detektiert und ein zweiter Hydraulikkreis auf Basis dieses Detektionssignals angesteuert wird.
  • Gemäß diesem Verfahren kann, da es sich das Phänomen zunutzemacht, daß nach dem Beginn des Betriebes eines in einem ersten Hydraulikkreis geschalteten Akkumulators der Arbeitsdruck aufgrund von Verlustleistung einmal sinkt und sich, nachdem der mit dem ersten Hydraulikkreis zu beeinflußende Gegenstand einen vorbestimmten Zielzustand erreicht hat, derselbe Arbeitsdruck wieder auf den anfänglichen Solldruck einstellt, und daß jeder beliebige Arbeitsdruck bzw. eine Veränderung des Arbeitsdrucks während des Zeitraums vom Zeitpunkt, zu dem sich der Arbeitsdruck des Akkumulators wiederherzustellen beginnt, bis zur vollständigen Wiederherstellung detektiert wird und der zweite Hydraulikkreis auf Basis dieses Detektionssignals angesteuert wird, ein vom zweiten Hydraulikkreis zu beeinflußender Gegenstand zu einem ganz genauen Zeitpunkt mit geringen Schwankungen in Übereinstimmung mit dem Zustand des vom ersten Hydraulikkreis zu beeinflußenden Gegenstandes steuerbar ist.
  • Außerdem ist die Wiederherstellungsgeschwindigkeit des Arbeitsdrucks des Akkumulators relativ gering, und es kann so ein Auslösesignal zum Ansteuern des zweiten Hydraulikkreises mit hoher Präzision und auf einfach Weise abgeleitet werden.

Claims (6)

  1. Hydraulisches Regelungsverfahren für ein Gerät (10), bei welchem das Gerät (10) durch einen ersten (52) und einen zweiten (48) Hydraulikkreis geregelt wird, wobei der erste Kreis (52) mit einem Hydraulikfluidakkumulator (92) versehen ist und der erste (52) und zweite (48) Hydraulikkreis zur Regelung des Geräts (10) sequentiell angesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ansteuern des ersten Kreises (52) und infolgedessen Absenken des Betriebsdrucks des Akkumulators (92) das Auftreten eines vorbestimmten Arbeitsdrucks (Py) oder einer Veränderung des Arbeitsdrucks im Zuge der Wiederherstellung des Akkumulatordrucks auf einen anfänglichen Solldruck (PA1) detektiert und der zweite Hydraulikkreis (48) auf Basis des Detektionssignals angesteuert wird.
  2. 2. Hydraulisches Regelungsverfahren eines Geräts (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein vorbestimmter Arbeitsdruck (Py) oder eine Veränderung des Arbeitsdrucks im Zuge der Wiederherstellung einem Sequenzventil (110) eingegeben wird, welches mit einer Hydraulikdruckquelle (108) lbeitungsmäßig verbunden ist, und das Sequenzventil (110) durch den eingegebenen Arbeitsdruck geöffnet wird, um dadurch den zweiten Hydraulikkreis (48) in Betrieb zu setzen.
  3. 3. Hydraulisches Regelungsverfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kolben(50)- Vorschubgeschwindigkeit in einer durch den zweiten Hydraulikkreis (48) zu regelnden Hydraulikzylindereinrichtung (10) durch Einstellen eines Öffnungsgrades eines Durchflußregelventils (116) zur Regulierung des Durchflußes eines Drucköls für die Hydraulikzylindereinrichtung gewählt und ein Kolbenvorschubdruck in der Hydraulikzylindereinrichtung durch Einstellen eines Öffnungsgrades eines Druckminderventils (124) zur Regulierung des Drucks des Drucköls für die Hydraulikzylindereinrichtung gewählt wird.
  4. 4. Metallformgießprozeß, bei welchem während des Einfüllens von schmelzflüssigem Metall durch eine Einspritzdüse (42) unter Druck in einen Hohlraum (A) einer Metallform (22, 24) mittels einer Einspritzramme (88) die Einspritzramme (88) zuerst mit geringer Vorschubgeschwindigkeit bewegt wird und die Einspritzramme (88) danach durch Einleiten eines Arbeitsdrucks eines Akkumulators (92) in einen hydraulischen Einspritzzylinder (52) zum Antreiben der Einspritzramme (88) mit hoher Vorschubgeschwindigkeit bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß während der anhaltenden Einleitung des Akkumulatorarbeitsdrucks in den hydraulischen Einspritzzylinder (52) nach Beendigung des Einfüllens von schmelzflüssigem Metall eine Druckstange (50) in Betrieb gesetzt wird, damit eine Sekundärdruckkraft auf das schmelzflüssige Metall ausgeübt wird, und daß nach dem Absenken des Arbeitsdrucks des Akkumulators durch Antrieb der Einspritzramme (88) das Auftreten eines vorbestimmten Arbeitsdrucks oder einer Veränderung des Arbeitsdrucks (Py) im Zuge der Wiederherstellung des Akkumulatordrucks auf einen anfänglichen Solldruck (PA1) detektiert wird und die Druckstange (50) auf Basis des Detektionssignals in Betrieb gesetzt wird, um eine Sekundärdruckkraft auf das schmelzflüssige Metall innerhalb des Hohlraums (A) der Metallform (22, 24) auszuüben.
  5. 5. Metallformgießprozeß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Öffnungsgrad eines Druckölspeiseventils für den Akkumulator (92) so eingestellt wird, daß die Wiederherstellungsgeschwindigkeit des Akkumulatorarbeitsdrucks derart ist, daß der Zeitpunkt der Einleitung des Betriebs der Druckstange (50) richtig festgesetzt wird.
  6. 6. Metallformgießprozeß nach Anspruch 4 oder 5, worin der Akkumulatorarbeitsdruck so in den hydraulischen Einspritzzylinder (52) eingeleitet wird, daß die Einspritzramme mit der niedrigen Geschwindigkeit angetrieben wird.
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