-
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Navigieren
eines Fahrzeugs in Übereinstimmung mit einem vor Fahrtantritt
eingestellten Kurs. Insbesondere betrifft die Erfindung ein
System zum Ausgeben von Kreuzungsinformationen in einer
Navigationsvorrichtung.
-
In den letzten Jahren war eine umfangreiche Entwicklung
von Fahrzeugnavigationssystemen zu verzeichnen, bei denen ein
Kurs vor Fahrtantritt eingestellt wird und der Fahrer
Kursinformationen entsprechend dem voreingestellten Kurs erhält.
-
Ein solches Navigationssystem ist in der DE-A-3429882
beschrieben. Diese Anordnung sieht eine
Navigationsvorrichtung zum Navigieren eines Fahrzeuges auf einem
voreingestellten Kurs vor, die aufweist: eine Einrichtung zum Speichern
von Daten, die mehreren Kreuzungen auf dem voreingestellten
Kurs entsprechen, an denen das Fahrzeug in ausgewählte
Richtungen abbiegen muß, um den Kurs einzuhalten, eine
Speichereinrichtung zum Speichern von aufgezeichneten Sprachangaben
über bereitzustellende Navigationsinformationen, eine
Einrichtung zum Messen der durch das Fahrzeug zurückgelegten
Entfernung, eine auf das Abbiegen des Fahrzeugs reagierende
Einrichtung, um eine Berechnung der Fahrzeugposition auf dem
Kurs zu ermöglichen, und eine Ausgabeeinrichtung für
aufgezeichnete Sprachangaben zum Bereitstellen verbaler
Navigationsinformationen, wenn die berechnete Fahrzeugposition
eingestellte Punkte auf dem Kurs erreicht.
-
Obwohl eine Anordnung gemäß dieser Anmeldung die Ausgabe
von Informationen ermöglicht, die einem Fahrzeugführer eine
Orientierung bei der richtigen Entscheidung über die
Abbiegerichtung an einer Kreuzung geben, indem kurz vor Erreichen
der Kreuzung die Abbiegerichtung angegeben wird, kann sie
keine Situation berücksichtigen, in der eine Kreuzung, an der
abgebogen werden muß, unmittelbar innerhalb sehr kurzer
Entfernung
auf eine andere folgt, so daß ein Fahrer, der einer
bekannten Route folgt, normalerweise beim Abbiegevorgang an
der ersten Kreuzung aufgrund seines Wissens über die an der
nächsten Kreuzung einzuschlagende Richtung einen Entschluß
treffen würde, durch den das Fahrzeug beim Verlassen der
ersten Kurve richtig positioniert (eingeordnet) wird, um an der
nächsten Kreuzung wie erforderlich abzubiegen. Bei der
bekannten Vorrichtung besteht die Möglichkeit, daß sich ein
Fahrer, der an einer ersten Kreuzung abgebogen ist, ohne die
von ihm einzuschlagende Richtung zu kennen, um auf die
nächste Kreuzung vorbereitet zu sein, in einer falschen Position
befindet und nicht wie erforderlich abbiegen kann. Ist eine
Straße z. B. in Spuren eingeteilt, wobei bestimmten Spuren
Verkehrsflüsse in Abbiegerichtungen an einer nächsten
Kreuzung zugeordnet sind, kann sich ein Fahrer ohne Kenntnis der
Route nach der nächsten Kreuzung in einer falschen Spur
befinden, bevor die nächste Richtungsinformation empfangen
wird.
-
Dementsprechend besteht eine Aufgabe der Erfindung
darin, eine Navigationsvorrichtung zu schaffen, bei der ein
Fahrer so orientiert wird, daß er auch dann das Fahrzeug auf
dem optimalen Kurs lenken kann, wenn zwischen Kreuzungen, an
denen abgebogen werden muß, ein sehr kurzer Abstand besteht.
-
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine eingangs
genannte Navigationsvorrichtung gelöst, die dadurch
gekennzeichnet ist, daß die Speichereinrichtung eine aufgezeichnete
Sprachangabe einer Position speichert, in die das Fahrzeug
nach dem Abbiegen an einer Kreuzung und vor dem
erforderlichen Abbiegen an der nächsten Kreuzung gelenkt werden muß,
und die ferner aufweist: eine Einrichtung, die auf eine
Berechnung der Fahrzeugposition an einem Punkt unmittelbar vor
der einen Kreuzung reagiert, um zu bestimmen, ob die
Entfernung zwischen der einen Kreuzung und der nächsten Kreuzung
kleiner als ein vorbestiminter Wert ist, sowie eine
Einrichtung zum Veranlassen der Ausgabe der aufgezeicheneten
Sprachangabe der Position, welche die nach der einen Kreuzung
einzunehmende Position betrifft, wenn die bestimmte Entfernung
kleiner als der vorbestimmte Wert ist.
-
Andere bevorzugte Aufgaben, Merkmale und Vorteile der
Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung und den
Unteransprüchen hervor.
-
In den beigefügten Zeichnungen ist die Erfindung
beispielhaft veranschaulicht. Es zeigen:
-
Fig. 1 ein Ablaufdiagramm zum Beschreiben einer
Ausführungsform eines Verfahrens zum Ausgeben von
Kreuzungsinformationen in der Navigationsvorrichtung der Erfindung;
-
Fig. 2 ein Ablaufdiagramm, das den Verarbeitungsablauf
für eine Ausgaberoutine für Sprachaufzeichnungen
veranschaulicht;
-
Fig. 3 ein Blockschaltbild eines Beispiels für den
Aufbau eines Navigationssystems, auf das das Ausgabeverfahren
für Kreuzungsinformationen der erfindungsgemäßen
Navigationsvorrichtung Anwendung findet;
-
Fig. 4A bis 5D Ansichten eines Beispiels für Grunddaten
zum Erstellen von Navigationsdaten;
-
Fig. 5 eine Ansicht eines Beispiels für Schleifendaten,
die die Navigationsdaten bilden; und
-
Fig. 6 eine Ansicht eines Beispiels für eine
Sprachaufzeichnungsliste.
-
Nachfolgend wird nunmehr eine Ausführungsform der
Erfindung unter Bezug auf die Zeichnungen beschrieben.
-
Wie vorstehend erläutert wurde, erhält ein Fahrer durch
eine Navigationsvorrichtung für Fahrzeuge eine
Kursorientierung entsprechend einem Kurs, der vor Fahrtantritt
eingestellt wird. Ein Merkmal der Erfindung besteht darin, daß
eine solche Navigationsvorrichtung mit einer Einrichtung zum
Ausgeben von Sprachaufzeichnungen versehen ist. Was die
Kursorientierung in Bezug auf Kreuzungen betrifft, so ist die
Anordnung der Erfindung derart, daß Sprachaufzeichnungen mit
solchen Ansagen wiedergegeben werden können wie z. B. "EIN
KILOMETER BIS ZUR KREUZUNG", "300 METER BIS ZUR KREUZUNG",
"AN DER NÄCHSTEN KREUZUNG RECHTS ABBIEGEN", wenn sich das
Fahrzeug einer Kreuzung nähert, an der als nächstes abgebogen
werden soll, wodurch dem Fahrer akustisch die Entfernung bis
zur Kreuzung und die Abbiegerichtung angegeben wird. Ist die
Entfernung zwischen der angefahrenen Kreuzung, an der
abgebogen werden soll, und der Kreuzung, an der als nächstes
abgebogen werden soll, nur kurz, können Sprachaufzeichnungen
mit solchen Ansagen wiedergegeben werden wie z. B. (1) "NACH
DEM ABBIEGEN RECHTS HALTEN", (2) "NACH DEM ABBIEGEN LINKS
HALTEN", (3) "NACH DEM ABBIEGEN IN DIE RECHTE SPUR
EINORDNEN", (4) "NACH DEM ABBIEGEN IN DIE LINKE SPUR EINORDNEN",
wenn sich das Fahrzeug der Kreuzung nähert, an der abgebogen
werden muß. Durch diese Sprachaufzeichnungen erhält der
Fahrer Spurinformationen über die Spur, in die er sich nach dem
ersten Abbiegen einordnen muß. Die Spracheigenschaft wird zum
Unterscheiden zwischen den Sprachaufzeichnungen gewechselt;
z. B. werden die Informationen über die Rechtsrichtung [(1),
(3)] von einer Männerstimme ausgegeben, und die Informationen
über die Linksrichtung [(2), (4)] von einer Frauenstimme.
Sollte der Fahrer also Einzelheiten der Meldung bei der
Ansage überhören, ist er immer noch in der Lage, die
Spurinformationen daraus abzuleiten, ob die Stimme eine Männer- oder
eine Frauenstimme war.
-
Mit der Anordnung der Erfindung erhält man daher
Informationen über eine Spur, in die man sich nach dem Abbiegen an
einer Kreuzung einordnen sollte, bereits vor dem Abbiegen.
Auch wenn der Kurs es erfordert, an einer Kreuzung und
unmittelbar danach an einer weiteren abzubiegen, kann der Fahrer
das Fahrzeug rechtzeitig in die richtige Spur lenken, ohne
übereilt an der zweiten Kreuzung abbiegen zu müssen. Dadurch
ist der Fahrer jederzeit beruhigt und braucht keine
plötzlichen Spurwechsel zu vollziehen oder Verkehrsteilnehmer zu
schneiden.
-
Nachstehend wird ein Ablaufdiagramm der Verarbeitung zum
Ausgeben der vorstehend erwähnten Spurinformationen unter
Bezug auf Fig. 1 beschrieben.
-
(1) Zunächst werden Informationen über die Kreuzung
eingestellt, an der als nächstes abgebogen werden sollte. Zu
diesen Informationen gehören der Name der Kreuzung, die
Entfernung
bis zu dieser Kreuzung und die Richtung, die das
Fahrzeug nach dieser Kreuzung einschlagen soll.
-
(2) Es werden die Sprachaufzeichnungsnummern von zuvor
erstellten Sprachaufzeichnungen eingestellt, und zwar auf der
Grundlage der Entfernung zwischen der aktuellen
Fahrzeugposition und der Kreuzung, an der als nächstes abgebogen werden
muß, sowie der Fahrtrichtung nach dieser Kreuzung.
Eingestellt wird ebenfalls die Entfernung bis zur Kreuzung, an der
anschließend als nächstes abgebogen werden muß, und für die
die entsprechende Sprachaufzeichnung auszugeben ist.
-
(3) Es wird bestimmt, ob die Entfernung bis zur
nächsten Wiedergabe einer Sprachaufzeichnung Null ist.
-
(4) Lautet die im Schritt (3) erhaltene Antwort JA,
wird die Ausgabeverarbeitung für Sprachaufzeichnungen der
Stufen (11) bis (19) durchgeführt, die weiter unten unter
Bezug auf Fig. 2 beschrieben ist.
-
(5) Lautet die im Schritt (3) erhaltene Antwort NEIN,
wird bestimmt, ob die letzte entfernungsbezogene
Sprachaufzeichnung ausgegeben wurde und die Entfernung zwischen den
nächsten beiden Kreuzungen, an denen abgebogen werden muß,
kleiner als a Meter ist.
-
(6) Lautet die im Schritt (5) erhaltene Antwort JA,
d. h., wurde die letzte entfernungsbezogene
Sprachaufzeichnung ausgegeben, und ist die Entfernung zwischen den nächsten
beiden Kreuzungen, an denen abgebogen werden muß, kurz, wird
eine Sprachaufzeichnung ausgegeben, die Spurinformationen
entsprechend der Richtung betrifft, in die das Auto gelenkt
werden sollte, um die zweite Kreuzung zu passieren. Lautet
die im Schritt (5) erhaltene Antwort NEIN, kehrt das Programm
zu Schritt (3) zurück, und es wird die gleiche
Verarbeitungsschleife erneut entsprechend der Fahrzeugbewegung bis zu der
Kreuzung abgearbeitet, an der als nächstes abgebogen werden
soll.
-
Nachstehend wird die Ausgabeverarbeitung der
Sprachaufzeichnungen von Schritt (4) unter Bezug auf das
Ablaufdiagramm von Fig. 2 näher beschrieben.
-
(11) Es wird bestimmt, ob die Fahrzeugannäherung eine
Entfernung von b Metern für eine eingestellte
Sprachaufzeichnung unterschritten hat. Lautet die Antwort NEIN, kehrt das
Programm zur Hauptroutine zurück, d. h. zur Verarbeitung von
Schritt (5). Wird eine Antwort JA empfangen, fährt das
Programm mit einem Schritt (12) fort.
-
(12) Hier wird bestimmt, ob eine Sprachaufzeichnung
gerade ausgegeben wird. Lautet die empfangene Antwort JA, wird
ein Schritt (16) abgearbeitet. Bei Empfang einer Antwort
NEIN, fährt das Programm mit einem Schritt (13) fort.
-
(13) Hier wird die eingestellte Sprachaufzeichnung
ausgegeben.
-
(14) Es wird bestimmt, ob die Entfernung für die
eingestellte Sprachaufzeichnung größer als 1 km ist. Lautet die
Antwort JA, wird in einem Schritt (15) eine 1
km-Sprachaufzeichnungsnummer eingestellt, und das Programm kehrt zurück.
Bei Empfang einer Antwort NEIN wird ein Schritt (17)
abgearbeitet.
-
(17) Hier wird bestimmt, ob die 1 km-Sprachaufzeichnung
ausgegeben wurde und die Entfernung für eine eingestellte
Sprachaufzeichnung größer als 300 m ist. Bei einer Antwort
JA, d. h., wenn die vorstehend genannte Entfernung größer als
300 m ist, wird eine 300 m-Sprachaufzeichnungsnummer in einem
Schritt (18) eingestellt, und das Programm kehrt zurück. Bei
Empfang einer NEIN-Antwort, d. h., wenn die Entfernung unter
300 m liegt, wird der Entfernungswert für die nächste
ausgegebene Sprachaufzeichnung auf Null gestellt, es wird eine
Markierung zur Anzeige der Beendigung der letzten
Sprachausgabe in einem Schritt (19) gesetzt, und anschließend kehrt
das Programm zurück.
-
(16) Bei Empfang einer JA-Antwort in der Verarbeitung
von Schritt (12), d. h. bei gerade erfolgender Ausgabe einer
Sprachaufzeichnung, wird eine Sprachaufzeichnungsnummer für
eine Entfernung eingestellt, die kleiner als die für die
gerade eingestellte Sprachaufzeichnung ist, aber dieser
Entfernung am nächsten liegt; dies erfolgt zusammen mit der
Entfernung
für die Ausgabe der Sprachaufzeichnung. Danach kehrt das
Programm zur Hauptroutine zurück.
-
Wenn also die Entfernung bis zur Kreuzung, an der als
nächstes abgebogen werden soll, größer als 1 km ist, werden
nacheinander Sprachaufzeichnungen mit Ansagen der
Restentfernungen von 1 km und 300 m wiedergegeben, während die
zurückgelegte Entfernung gemessen wird. Liegt die Entfernung bis
zur Kreuzung, an der als nächstes abgebogen werden soll,
unter 1 km, wird die Sprachaufzeichnung für die Entfernung bis
zu dieser Kreuzung wiedergegeben [Schritt (4)]. Wurde die
letzte entfernungsbezogene Sprachaufzeichnung wiedergegeben
und liegt die Entfernung zwischen der vorstehend genannten
Kreuzung und der Kreuzung, an der als nächstes abgebogen
werden muß, unter a Metern [JA im Schritt (5)], werden die
Spurinformationen als Sprachaufzeichnung mit der Ansage "NACH DEM
ABBIEGEN RECHTS HALTEN" [Schritt (6)] ausgegeben.
-
Fig. 3 veranschaulicht ein Beispiel für die
Systemkonfiguration einer Navigationsvorrichtung, mit der die vorstehend
beschriebene Kursorientierung durchgeführt wird.
-
In Fig. 3 weist die Anordnung einen Entfernungsmesser 1,
einen Lenkwinkelsensor 2, eine Eingabeeinheit 3, einen
Eingabedecodierer 4, einen Eingabedecodiertabelle 5, eine
Datenverarbeitungssteuerung 6, eine Bildausgabesteuerung 7, eine
Anzeigeeinheit 8, eine Audioausgabesteuerung 9, einen
Lautsprecher 10 sowie Dateien 11 bis 14 auf.
-
Der Entfernungsmesser 1 mißt die von einem Kraftfahrzeug
zurückgelegte Entfernung. Zu Beispielen für den
Entfernungsmesser 1 gehören eine Einrichtung zum Erfassen und Zählen der
Radumdrehungszahl, eine Einrichtung zum Erfasssen der
Beschleunigung und zum doppelten Integrieren des Ergebnisses
usw. Einsetzbar sind auch andere Meßeinrichtungen. Der
Lenksensor 2 stellt fest, ob das Fahrzeug an einer Kreuzung
abgebogen ist. Beispielsweise verwendet der Lenksensor 2 einen
optischen Drehsensor oder einen veränderlichen
Drehwiderstand, der an einem Drehteil des Lenkrads befestigt ist. Bei
der Eingabeeinheit 3 handelt es sich um einen Joystick, eine
Tastatur oder eine Folientastatur. Alternativ kann die
Eingabeeinheit
3 mit dem Bildschirm einer Anzeigeeinheit 3
gekoppelt sein; auf dem Bildschirm kann eine Tastatur oder ein
Menü dargestellt werden, so daß Eingaben vom Bildschirm aus
erfolgen können. Der Eingabedecodierer 4 dient zum Decodieren
von Eingabedaten von der Eingabeeinheit 3 unter Bezugnahme
auf die Eingabedecodiertabelle 5. Soll ein Kurs eingestellt
werden, wird z. B. der aktuelle Fahrzeugstandort und das Ziel
in Form von Codes eingegeben; anschließend führt der
Eingabedecodierer 4 eine Umwandlung in aktuelle Standortdaten und
Zieldaten auf der Grundlage der Codes durch, indem auf die
Eingabedecodiertabelle 5 Bezug genommen wird. Folglich wird
die Eingabedecodiertabelle 5 gemäß den Daten eingestellt, die
über die Eingabeeinheit 3 eingegeben werden. Die
Datenverarbeitungssteuerung 6 ist das Hirn des Navigationssystems.
Wurde ein Kurs ausgewählt und an der Eingabeeinheit 3
eingestellt, ruft die Steuerung 6 Navigationsdaten für diesen Kurs
aus der die Daten speichernden Datei 11 ab und arbeitet diese
ab.
-
Die jeweiligen Navigationsdaten sind dazu bestimmt, eine
dem Fahrkurs entsprechende Informationskarte auf dem
Bildschirm der Anzeigeeinheit 8 anzuzeigen, charakteristische
Photos an Kreuzungen und Punkten auf dem Kurs darzustellen,
Restentfernungen bis zu Kreuzungen und andere
Orientierungsinformationen anzuzeigen sowie akustische Informationen in
Form von Sprachauf Zeichnungen wiederzugeben, deren Ansage
über den Lautsprecher 10 erfolgt. Diese Bilder, Photos und
Audiodaten sind jeweils in den Dateien 12 bis 14 gespeichert.
Die Bildausgabe zur Anzeigeeinheit 8 wird durch die
Bildausgabesteuerung 7 gesteuert, während die Audioausgabe zum
Lautsprecher 10 durch die Audioausgabesteuerung 9 gesteuert wird.
-
Als Beispiel wird nun angenommen, daß ein Straßennetz
Kreuzungsnummern I - IV und Straßennummern (1) - (8) gemäß
Fig. 4A aufweist. In einem solchen Fall haben die
Kreuzungsdaten die Datenkonfiguration gemäß Fig. 4B, die Straßendaten
die Datenkonfiguration gemäß Fig. 4C und die Knotenfolgedaten
die Datenkonfiguration gemäß Fig. 4D.
-
Gemäß Fig. 4B weisen die Kreuzungsdaten auf: den
Kreuzungsnummern I - IV entsprechende Kreuzungsnamen,
Straßennummern mit der kleinsten Anzahl jener Straßen, die eine
bestimmte Kreuzung als Ausgangspunkt haben, Straßennummern mit
der kleinsten Anzahl jener Straßen, die eine bestimmte
Kreuzung als Endpunkt haben, und Informationen darüber, ob eine
bestimmte Kreuzung ampelgeregelt ist.
-
Gemäß Fig. 4C weisen die Straßendaten auf: Ausgangs- und
Endpunkte der Straßennummern (1) bis (8) in Form von
Kreuzungsnummern, die Nummern von Straßen mit demselben
Ausgangspunkt, die Nummern von Straßen mit demselben Endpunkt,
Straßenbreite, Informationen über Verbote, Informationen über
eine nicht erforderliche Orientierung, Photonummern, die
Nummern von Knoten, die Leitadressen von Knotenfolgedaten,
Länge usw.
-
Gemäß Fig. 4D weisen die Knotenfelddaten Informationen
über die östliche Länge, nördliche Breite, Attribute u. ä.
auf. Die einzelnen Straßennummern weisen mehrere Knoten auf,
wie aus den Straßendaten hervorgeht. Insbesondere sind die
Knotendaten solche Daten, die einen Punkt auf der Straße
betreffen. Beschreibt eine Knoten verbindende Linie einen
Bogen, so wird eine Straße dadurch ausgedrückt, daß mehrere
Knotenfelder jeweils durch Bögen verbunden werden. Bei Straße
Nummer (1) bedeutet dies z. B., daß auf der Grundlage der
Straßendaten die Straße 15 Knoten aufweist und die
Leitadresse der Knotenfelddaten 100 lautet. Daher setzt sich die
Straße Nummer (1) aus Knotendaten mit den Adressen 100 bis
114 zusammen.
-
Als Beispiel soll die Kreuzung Nummer I dienen. Bei
einem Kurs mit dieser Kreuzung als Ausgangspunkt wird zunächst
die Straße Nummer (1) aus den Ausgangspunktinformationen der
Kreuzungsdaten ausgelesen, und anschließend wird die Straße
Nummer (7) aus den die Straße Nummer (1) betreffenden
Straßendaten ausgelesen, d. h. aus der Spalte "NUMMER DER STRASSE
MIT DEMSELBEN AUSGANGSPUNKT". Da dieselbe Information für die
Straße Nummer (7) umgekehrt zum Auslesen der Straße Nummer
(1) führt, läßt sich feststellen, daß keine anderen
Straßennummern
als periphere Straßen vorhanden sind. Gleiches
gilt für die Endpunkte. Da ferner die Straße Nummer (6) für
die Straße Nummer (5) in den Straßendaten verbotsbehaftet
ist, kann das Fahrzeug nicht in die Straße Nummer (6) von der
Straße Nummer (5) aus an der Kreuzung Nummer IV gemäß Fig. 4A
einfahren, weil das Abbiegen an dieser Kreuzung verboten ist.
Es kann lediglich in die Straße Nummer (8) einfahren. Somit
ist eine Orientierung zur Straße Nummer (8) nicht
erforderlich. Indem den Straßendaten Straßennummern für Straßen, in
die aufgrund von Abbiegeverboten nicht eingefahren werden
darf, sowie Straßennummern für Straßen, bei denen keine
Orientierung erforderlich ist, beigefügt werden, läßt sich die
notwendige Informationsspeicherkapazität verringern und das
Auslesen von Straßen erleichtern. Unter Zugrundelegung
solcher Daten werden von einer Kreuzung aus verlaufende
periphere Straßen (mit Ausnahme von Straßen, in die aufgrund von
Abbiegeverboten o. a. nicht eingefahren werden darf)
ausgelesen, es werden die Straßenbreite, die Notwendigkeit oder
Überflüssigkeit einer Orientierung und andere, für die
Berechnung einer Idealroute notwendige Bedigungen eingestellt,
und es wird die Optimalroute vom festgelegten Ausgangspunkt
bis zum Ziel ausgelesen. Entsprechend der ausgelesenen
Idealroute werden Routendaten gemäß Fig. 5 als
Navigationsdaten erzeugt. Die Routendaten weisen die Kreuzungen in der
Reihenfolge ihrer Entfernung vom Ausgangspunkt bis zum Ziel
auf der ausgelesenen Optimalroute auf.
-
Entsprechend dem vorstehend beschriebenen
Navigationssystem wählt der Fahrer einen Kurs durch Eingabe seines
aktuellen Standorts und des gewünschten Ziels über die
Eingabeeinheit 3 vor Fahrtantritt aus. Nachdem dies erfolgt ist, liest
die Datenverarbeitungssteuerung 6 das diesem Kurs
entsprechende Navigationsprogramm in der Datei 1 und arbeitet es ab.
Kursgemäß und auf der Grundlage der Meßinformationen vom
Entfernungsmesser 1 und Lenksensor 2 bestimmt die vorstehend
genannte Abarbeitung der Daten das Fahrzeug, zeigt die
Kursinformationskarte, den aktuellen Standort u. ä. an und
informiert den Fahrer über die Anzeigeeinheit 8 und den
Lautsprecher
10 über charakteristische Merkmale und Kreuzungen auf
der Route. Um dem Fahrer die Gewißheit zu geben, nicht vom
Kurs abgekommen zu sein, wenn die Entfernung zwischen
Kreuzungen groß ist, kann der Fahrer z. B. außerdem akustisch
über typische Merkmale informiert werden, die er passiert;
z. B. durch eine Sprachaufzeichnung mit der Ansage "IN KÜRZE
ÜBERQUEREN SIE EINE BRÜCKE", oder auf dem Anzeigebildschirm
kann ein Photo des typischen Merkmals dargestellt werden, an
dem er vorbeifährt. Angezeigt werden können auch eine
Orientierungskarte und die aktuelle Fahrzeugposition. Nähert sich
das Fahrzeug einer Kreuzung, werden durch den
Anzeigebildschirm und Sprachaufzeichnungen Kreuzungsinformationen
ausgegeben, und es werden andere geeignete Sprachaufzeichnungen
abgespielt, wie zuvor erwähnt. In den Navigationsdaten ist
enthalten, welche Daten unter welchen Bedingungen zu
verwenden sind, wobei diese Daten den Dateien 12 bis 14 entnommen
werden, in denen die Daten für die vorstehend genannten
Eingabeausgaben und die Daten für die Ausgaben der
Sprachaufzeichnungen gespeichert sind. Ein Beispiel für eine
Sprachaufzeichnungsliste zeigt Fig. 6.
-
Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebene
Ausführungsform beschränkt, sondern kann auf verschiedene
Weise abgewandelt werden. Beispielsweise wurde in der
vorstehenden Ausführungsform zwar angegeben, daß
Sprachaufzeichnungen unter Verwendung einer Männer- oder Frauenstimme in
Abhängigkeit davon wiedergegeben werden, welche Spurinformation
das Links- oder Rechtslenken anzeigen; es genügt aber auch,
wenn sich die Eigenschaft der Sprachaufzeichnungen
entsprechend der Spurinformationen unterscheidet.
-
Erfindungsgemäß erhält man daher Informationen über eine
Spur, in die man sich nach dem Abbiegen an einer Kreuzung
einordnen sollte, bereits vor dem Abbiegen. Auch wenn ein
Kurs es erfordert, an einer Kreuzung und unmittelbar danach
an einer weiteren abzubiegen, kann der Fahrer somit das
Fahrzeug rechtzeitig in die richtige Spur lenken, ohne übereilt
an der zweiten Kreuzung abbiegen zu müssen. Dadurch können
plötzliche Spurwechsel und das Schneiden anderer
Verkehrsteilnehmer
vermieden werden, der Fahrer kann das Fahrzeug
unbefangen fahren und hat genügend Zeit für Manöver.
BESCHREIBUNG DES ANHANGS
-
Das beigefügte Material ist ein Beispiel für spezielle,
in der Programmiersprache C geschriebene Navigationsdaten,
auf die die Erfindung angewendet wird.
Beispiele:
-
a zeigt die Verarbeitung für Einstellungsinformationen
einer Kreuzung, an der als nächstes abgebogen werden soll
(siehe Schritt (1) von Fig. 1);
-
b ist der Verarbeitungsschritt für das Einstellen der
Nummer einer Sprachaufzeichnung, die als nächstes
wiedergegeben werden soll (siehe Schritt (2) von Fig. 1);
-
c sind die Schritte (3) und (4) gemäß Fig. 1;
-
d sind die Schritte (5) und (6) gemäß Fig. 1;
-
e ist eine Routine für die vorstehend erwähnte
Verarbeitung b;
-
f ist eine Routine für die Ausgabeverarbeitung von
Sprachaufzeichnungen (siehe Fig. 2).
ANHANG (A)
ANHANG (B)
ANHANG (C)
ANHANG (D)
ANHANG (E)
ANHANG (F)
ANHANG (G)