DE3880968T2 - Vorrichtung und verfahren zum herstellen von formsand. - Google Patents

Vorrichtung und verfahren zum herstellen von formsand.

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DE3880968T2 DE8888310577T DE3880968T DE3880968T2 DE 3880968 T2 DE3880968 T2 DE 3880968T2 DE 8888310577 T DE8888310577 T DE 8888310577T DE 3880968 T DE3880968 T DE 3880968T DE 3880968 T2 DE3880968 T2 DE 3880968T2
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C5/00Machines or devices specially designed for dressing or handling the mould material so far as specially adapted for that purpose
    • B22C5/04Machines or devices specially designed for dressing or handling the mould material so far as specially adapted for that purpose by grinding, blending, mixing, kneading, or stirring
    • B22C5/0409Blending, mixing, kneading or stirring; Methods therefor
    • B22C5/0472Parts; Accessories; Controlling; Feeding; Discharging; Proportioning

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

  • Die Erfindung betrifft die Aufbereitung von Sandformen zur Verwendung beim Gießen von Gegenständen aus Metall aus Metallschmelzen. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf das Vermischen von Sand, Binder und Härtemittel zum Erzeugen eines homogenen Gemischs, das für das Aufbereiten von Formen mit einer vorbestimmten Härtezeit geeignet ist.
  • Ein Verfahren zum Aufbereiten von Sandformen zur Verwendung beim Gießen von Gegenständen aus Metall besteht darin, Sand, Binder und Härtemittel in vorbestimmten Mengen so zusammenzumischen, daß ein Gemisch entsteht, das nach einer vorbestimmten Zeit von selbst härtet und dadurch eine benutzbare Form erzeugt.
  • Beispielsweise ist aus US-A-3464677 ein Mischer zum Aufbereiten eines Gemischs zum Herstellen von Formen aus Bestandteilen, die Sand, Binder und Katalysator einschließen, bekannt. Der Mischer umfaßt getrennte Schneckenförder-Mischrohre für Sand/Binder und Sand/Katalysator, die in ein gemeinsames Schneckenförder-Fertigmischrohr für Sand/Binder/Katalysator abgeben. Das Fertigmischrohr gibt das Gemisch in einen Trichter ab, aus dem es je nach Bedarf zum Zwecke der Formenaufbereitung abgegeben wird. Der Trichter umfaßt eine Füllstand- Sensorsteuerung, die das Vermischen in den Mischrohren abhängig von hohen und niedrigen Gemischfüllständen im Trichter zu starten und zu unterbrechen vermag. Der Mischer umfaßt einzeln einstellbare Dosierungsanlagen je für den Binder und den Katalysator. In einer offenbarten solchen Anlage werden die Mengenbeziehungen des dem Gemisch zugeführten Binders und Katalysators vom Bedienungspersonal von Hand eingestellt, um eine zweckdienliche Härtezeit für das Formenaufbereitungsgemisch zu erzielen.
  • Eine Schwierigkeit beim Vorgehen nach dem Stand der Technik bestand darin, das Verhältnis des Härtemittels und des Binders zueinander und/oder ihre Typen so auszuwählen, daß ein Gemisch entsteht, das nach einer exakt voraussagbaren Zeitdauer aushärtet. Die Voraussagbarkeit der Zeit bis zum Härten ist für den richtigen Ablauf und die Leitung eines Gießprogramms wichtig. Falsche Beurteilungen der Mischungsverhältnisse können zum Verlust von Formenmaterial oder Gußstücken führen, die beide unerwünscht sind und die Wirksamkeit des Gießvorgangs beeinträchtigen können.
  • Ein Verfahren zum Steuern der Zeit bis zum Härten bestand darin, Härtemittel in verschiedenen Mischungen je mit einer verschiedenen Härtezeit herzustellen. Ein Bediener wählt dann die Härtemittelmischung, die so ausgelegt ist, daß sich eine Zeit bis zum Härten ergibt, welche er für eine bestimmte Arbeit benötigt. Die Zeit bis zum Härten ändert sich jedoch auch entsprechend der Temperatur des Sandes, des Binders und der Umgebungsluft, und somit wird es schwierig, die Zeit vorauszusagen, die ein bestimmtes Gemisch bis zum Härten benötigt. Dieses Problem wird dadurch erschwert, daß der Sand vor dem Mischen gewöhnlich vorbehandelt wird, beispielsweise durch Waschen und Trocknen, woraus sich ein großer Sandtemperaturen-Bereich ergibt.
  • Ein geübtes Bedienungspersonal, dem eine ausreichende Auswahl Härtemittelmischungen zur Verfügung steht, wird nach einigem Probieren eine Mischung herausfinden, die nach dem gewünschten Zeitraum härtet. Jedoch können Änderungen der Sand- und/oder Lufttemperatur die Härtezeit verändern, und wenn sich die gewünschte Härtezeit ändert, muß wiederum probiert werden, was wiederum zu Verlusten führt.
  • Eine weitere Schwierigkeit tritt bei herkömmlichen Systemen auf, weil Katalysatoren an entgegengesetzten Enden des für eine bestimmte Familie vorgegebenen Härtezeitbereiches verschiedene optimale Beimengungsraten hinsichtlich der im Sand verwendeten Bindermenge haben. Unter Bedingungen des Standes der Technik stünde eine Reihe vorgemischter Katalysatormischungen aus zwei mit verschiedenen Anteilen gemischten Katalysatoren und möglicherweise auch aus jedem dieser Katalysatoren allein zur Verfügung. Eine Gießerei würde eine genügende Zahl dieser Mischungen auf Lager nehmen, um sich, wenngleich ungern, an den Bereich wahrscheinlich zu erwartender Bedingungen anzupassen.
  • Der im Stand der Technik im allgemeinen angewandte Pumpmechanismus kann auf neue Pumpraten nicht einfach und reproduzierbar umgestellt werden. Auch wird durch eine über das Optimum mäßig hinausgehende Katalysator-Beimengungsrate das Härteverhalten des Sandes nicht bedeutend verändert, sondern es ist ein direkter Verlust eines teuren Verbrauchsmaterials. Andererseits führt die Anwendung einer mäßig unter dem Optimum liegenden Beimengungsrate zu einer unzulänglichen Aushärtung, und stellt eine zu vermeidende Bedingung dar. Die "optimale" Beimengungsrate ist selbstverständlich jene Rate, bei welcher der Beginn eines ungeeigneten Härtens kurz bevorsteht.
  • Wegen der in der Werkstatt vorherrschenden Praxis wird daher vom herkömmlichen System gefordert, daß der Katalysator mit der stets höchsten Rate unter den verschiedenen, eventuell erforderlichen Mischungen beigemengt wird; dies ist das einzig sichere Vorgehen. Dabei geht Material unter bestimmten Bedingungen verloren, um nicht Nachteile unter anderen Bedingungen zu bekommen. Dies ist eindeutig nicht wünschenswert.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur exakten und automatischen Aufbereitung eines Formengemischs zu schaffen, das nach einer vorgewählten Zeit härtet.
  • Weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Schaffung einer Einrichtung zum Bestimmen und Zuführen eines optimalen Verhältnisses zwischen einem Katalysatorgemisch und einem Binder, unter der Voraussetzung, daß eine Reihe von Katalysatorgemischen unter verschiedenen Betriebsbedingungen verwendet werden.
  • Gemäß einem Merkmal der Erfindung zeichnet sich eine Vorrichtung zum Aufbereiten eines Bestandteile-Gemischs für die Herstellung von Formen, wobei das Gemisch eine Grundmasse, z.B. Sand, einen Binder und eine Katalysatormischung aus einem ersten und einem zweiten Katalysator aufweist, dadurch aus, daß sie umfaßt: eine Vorrichtung zur Bestimmung der Binder- Fördergeschwindigkeit zum Bestimmen der Geschwindigkeit, mit der wenigstens einer dieser Bestandteile zu einem beliebigen Zeitpunkt zu einer Mischkammer gefördert wird, einen Temperaturfühler, der die Temperatur der Grundmasse kontinuierlich erfaßt, wenn dieses Material zugefördert wird, eine Härtezeit-Steuervorrichtung, die eine Härtezeit für das Gemisch auswählt, eine Fördervorrichtung für den ersten Katalysator und eine Fördervorrichtung für den zweiten Katalysator, die den ersten bzw, den zweiten Katalysator mit verschiedenen Geschwindigkeiten fördern, und eine Katalysatormischsteuer- Vorrichtung, die auf Informationen reagiert, die aus der Vorrichtung zur Bestimmung der Fördergeschwindigkeit, dem Temperaturfühler und der Härtezeit-Steuervorrichtung gewonnen werden, um die relativen Geschwindigkeiten automatisch zu ermitteln und zu steuern, mit denen die Fördervorrichtung für den ersten Katalysator und die Fördervorrichtung für den zweiten Katalysator den ersten bzw. den zweiten Katalysator in der Weise fördern, daß sich ein Mengenverhältnis ergibt, das mit einer Rate aushärtet, die mit der gewählten Härtezeit kompatibel ist.
  • Gemäß einem zweiten Merkmal der Erfindung zeichnet sich ein Verfahren zum Aufbereiten eines Gemischs zum Herstellen von Formen durch die folgenden Arbeitsschritte aus:
  • - getrenntes Fördern je einer Vielzahl von Gemischbestandteilen zu einer Mischkammer, wobei die Bestandteile eine Grundmasse, z.B. Sand, Binder und wenigstens einen ersten und einen zweiten Katalysator umfassen, wobei der erste Katalysator ein relativ rasch wirkender Katalysator und der zweite Katalysator ein relativ langsam wirkender Katalysator ist,
  • - Bestimmen der Geschwindigkeit, mit der wenigstens der Binder oder die Grundmasse zur Mischkammer gefördert wird,
  • - kontinuierliches Bestimmen der Temperatur, bei der die Grundmasse zur Mischkammer gefördert wird,
  • - Wählen einer Härtezeit für das Gemisch für die Formenherstellung durch eine Härtezeit-Steuervorrichtung, und
  • - automatisches Steuern der Geschwindigkeit und des Anteils, mit der und in dem der erste und der zweite Katalysator zur Mischkammer gefördert werden, durch eine Katalysatormischsteuer-Vorrichtung,
  • wobei die Katalysatormischsteuer-Vorrichtung auf die Geschwindigkeits-, Temperatur- und Härtezeit-Informationen automatisch reagiert, damit die sich ergebende Mischung in der Mischkammer mit einer Geschwindigkeit härtet, die mit der gewählten Härtezeit kompatibel ist.
  • In einem nachstehend beschriebenen Beispiel der Erfindung wird auf die beigefügten Zeichnungen verwiesen. Diese Zeichnungen erläutern jedoch lediglich die Art und Weise, wie die Erfindung ausgeführt werden kann, so daß die speziellen Ergebnisse der im Beispiel durchgeführten Versuche nicht als Einschränkung der Erfindung zu betrachten sind.
  • In den Zeichnungen zeigt:
  • Fig. 1 in Form eines Blockschaltbildes die Hauptkomponenten der in eine Formerei-Anlage eingebundenen Vorrichtung gemäß der Erfindung,
  • Fig. 2 in Form eines Blockschaltbildes die Verbindungen zwischen Komponenten für die Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung,
  • Fig. 3 in Form eines Blockschaltbildes einen Teil der Entscheidungs-Einrichtung für die Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung,
  • Fig. 4 ein Diagramm der Härtezeiten für verschiedene Katalysatorgemische bei verschiedenen Temperaturen,
  • Fig. 5 eine Darstellung einer Übertragungsfunktion für die Beziehung zwischen linearen und nichtlinearen Anteilen des Katalysators B,
  • Fig. 6 ein Diagramm der Beziehung zwischen Temperatur und umgekehrter Härtezeit für den Katalysator A, und
  • Fig. 7 ein Diagramm der Beziehung zwischen Temperatur und umgekehrter Härtezeit für den Katalysator B.
  • Es wird zuerst auf Fig. 1 verwiesen, in der die Hauptkomponenten der Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt sind. Diese Komponenten werden nachstehend näher beschrieben, und Fig. 1 soll einfach ein Beispiel für die Verbindung zwischen den Komponenten sein.
  • Formen werden aus Materialien hergestellt, die vermischt und dann über eine Abgabestelle 1 abgegeben werden. Sand wird von einer Sandzuführvorrichtung 2 zugefördert, Binder durch eine Binder-Zuführvorrichtung 3, und Katalysator im wesentlichen in Form einer Mischung durch zwei Katalysator-Zuführvorrichtungen 4 und 5. Die Katalysator-Zuführvorrichtung 4 liefert den Katalysator A, der ein relativ rasch wirkender Katalysator ist, und die Katalysator-Zuführvorrichtung 5 liefert den Katalysator B, der ein relativ langsam wirkender Katalysator ist. Das Gemenge aus Sand, Binder und Katalysator wird in einem Mischer 6 vermischt, und die Geschwindigkeit bzw. Rate, mit der das Gemisch an der Abgabestelle 1 abgegeben wird, wird mittels einer Abgabesteuerung 7 gesteuert.
  • Die Zuführrate für den Binder ist der Rate direkt proportional, mit der Sand zugeführt wird, und folglich besteht eine mit dem Bezugszeichen 8 bezeichnete Querverbindung zwischen der Sand-Zuführvorrichtung 2 und der Binder-Zuführvorrichtung 3. Die Binder-Zuführrate ist somit ermittelbar, und die ermittelte Binder-Zuführrate wird gemäß Fig. 1 in einem Block 9 angezeigt.
  • Die erforderliche Härtezeit für an der Abgabestelle 1 hergestellte Sandformen ist ein Wert, der vom Anlagenbediener bestimmt werden muß. Es ist ein Härtezeit-Einstellschalter vorgesehen, so daß eine erforderliche Härtezeit vom Bediener gewählt werden kann. Die Einstellung der erforderlichen Härtezeit wird gemäß Fig. 1 in Block 10 angezeigt.
  • Die Temperatur des Sandes und möglicherweise die Umgebungstemperatur sind auf einfache Weise durch zweckdienlich angeordnete Sonden meßbar, und die so ermittelten Temperaturen werden gemäß Fig. 1 in Block 11 angezeigt.
  • Die sich auf die Binder-Zuführrate, die erforderliche Härtezeit und die Temperatur beziehenden Informationen werden einer mit 12 bezeichneten Datenverarbeitungseinrichtung zugeleitet. Die Datenverarbeitungseinrichtung 12 wertet die von diesen drei Quellen empfangenen Informationen aus und bestimmt in Übereinstimmung mit einer vorprogrammierten Datenbasis und eines Betriebsalgorithmus die Raten, mit denen die Katalysatoren A und B dem Mischer 6 zuzuleiten sind, damit die Vorrichtung eine Mischung erzeugt, die am Ende der gewünschten Härtezeit aushärtet. Eine Betriebseinrichtung 13 wird von der Datenverarbeitungseinrichtung 12 automatisch angewiesen, die Katalysator-Zuführvorrichtungen 4 und 5 mit der erforderlichen Rate zu betreiben. Daten, die der Datenverarbeitungseinrichtung zugeleitet und von ihr ausgegeben werden, werden nach Erfordernis der Verarbeitungseinrichtung durch zweckdienliche Schnittstellen 14 geleitet. Die Verarbeitungseinrichtung weist auch einen Speicher 15 zum Speichern der vorprogrammierten Datenbasis auf.
  • Somit wird die Datenverarbeitungseinrichtung veranlaßt, die Rate, mit der die Katalysatoren A und B dem Mischer 6 zugefördert werden, als Folge von Änderungen der angeforderten Mischung, der erforderlichen Härtezeit und von Temperaturänderungen zu ändern. Die Art und Weise, wie dies geschieht, wird nachfolgend in größeren Einzelheiten beschrieben.
  • Fig. 2 der Zeichnung zeigt nähere Einzelheiten der Datenverarbeitungseinrichtung 12, der Betriebseinrichtung 13, der Temperatur-Meßvorrichtung 11 und der Vorrichtung zur Bestimmung der Binder-Zuführrate 9.
  • Ein Lufttemperaturfühler 16 und ein Sandtemperaturfühler 17 sind mit einer Vorrichtung 18 zum Berechnen des gewichteten Mittels dieser beiden Temperaturen verbunden. Im allgemeinen ist die Temperatur des Binders oder Härtemittels oder Katalysators (diese Wörter werden hier austauschbar verwendet) der Umgebungstemperatur gleich, weil sie im allgemeinen in dem Bereich gelagert werden, in dem die Formen aufbereitet werden. Die Sandtemperatur kann jedoch von der Umgebungstemperatur beträchtlich verschieden sein. Abhängig von der Art des Binders und von dem in einem Sand/Binder-Mischer verwendeten Sand/Binder-Verhältnis kann die Temperatur des zu mischenden Sandes durch die Temperatur des ihm zugefügten Binders leicht beeinflußt werden. Das tatsächliche Maß, in dem das Gemisch die Sand- oder Bindertemperatur wiedergibt, ist von Anlage zu Anlage verschieden und hängt auch bis zu einem gewissen Grad von der Art des verwendeten Binders ab. Es kann somit wichtig sein, über ein gewichtetes Temperaturmittel der relativen Temperaturen von Sand und Binder zu verfügen. Es hat sich herausgestellt, daß ein gewichtetes Mittel zwischen etwa 90% Sandtemperatur und 10% Umgebungstemperatur und 98% Sandtemperatur und 2% Umgebungstemperatur der Bereich ist, in dem das Zustandekommen optimaler Ergebnisse festgestellt wird. In jeder Anlage werden Werte des gewichteten Mittels der beiden Temperaturen ausgewählt, und danach kann dieses gewichtete Mittel in allen Berechnungen benutzt werden.
  • Von der Elektronik her gesehen besteht eine einfache und genaue Methode der Ableitung einer gewichteten Mitteltemperatur darin, zwischen Leitungen, die den Sand- und Lufttemperaturen proportionale Spannungssignale leiten, ein Potentiometer anzuschließen und die am Potentiometerschieber anliegende Spannung zu puffern. Dieser gepufferte Ausgang ist das gewichtete Mittel. Natürlich sind andere Verfahren der Ermittlung eines gewichteten Mittels möglich. Nachdem ein gewichtetes Mittel für eine bestimmte Anlage bestimmt worden ist, braucht es später nicht verändert werden.
  • Die Vorrichtung zur Berechnung eines gewichteten Mittels ist in Fig. 2 mit 18 bezeichnet. Es leuchtet ein, daß eine weniger genaue Anordnung darin besteht, nur die Sandtemperatur zu messen und diese Temperatur in den Berechnungen zu benutzen; diese Anordnung ist jedoch weniger genau als die Bestimmung der gewichteten Mitteltemperatur in der vorstehend beschriebenen Weise. Die ermittelte Temperatur wird gemäß Fig. 1 in Block 11 angezeigt.
  • Die Steuereinrichtung 10 für die erforderliche Härtezeit kann beliebig gestaltet und als geeichte Wählscheibe für einen Einstellwertebereich ausgebildet sein. Der Wählmechanismus ist so ausgelegt, daß entsprechende Spannungssignale über die Schnittstelle 14 an die Datenverarbeitungseinrichtung 12 geleitet werden.
  • Die Binder-Zuführrate kann auf beliebige zweckdienliche Weise berechnet werden und kann von einer Funktion eines Haupt-Binderzuführrate-Sensors 19, eines Zusatzzuführrate-Sensors 20 und eines Mischersensors 21 zum Ermitteln der genauen Rate, mit der der Binder dem Mischer 6 zugeführt wird, umfassen.
  • Die Verarbeitungseinrichtung 12 ist so ausgelegt, daß sie Informationen vom Binderzuführrate-Sensor 9, der Steuerung für die erforderliche Härtezeit 10 und der Temperaturfühlereinrichtung 11 empfängt. Es leuchtet ein, daß die Art und Weise, in der diese Informationen verknüpft werden, um die Zuführvorrichtungen 4 und 5 für die Katalysatoren A und B so zu betreiben, daß ein Gemisch entsteht, welches nach der vorgewählten Zeit aushärtet, bis zu einem bestimmten Grad durch die Form der Datenverarbeitungseinrichtung 12 bestimmt wird.
  • In dem nachfolgenden Beispiel wird eine Datenverarbeitungseinrichtung beschrieben, die mit einer Speichereinrichtung aufgebaut ist, in der zwei Satz Daten gespeichert sind, wobei jeder Satz sich auf die Zeit bis zum Härten für ein Gemisch bezieht, in dem die Katalysatoren A und B unabhängig voneinander in einem Temperaturbereich verwendet werden. Die beiden Datensätze können durch die Anwendung eines einfachen Algorithmus miteinander in Beziehung gesetzt werden, um den zu benutzenden Anteil jedes Katalysators in einem Gemisch von einer vorbestimmten Härtezeit zu bestimmen. Es versteht sich jedoch, daß die Datenverarbeitungseinrichtung in anderer Weise aufgebaut sein kann und dennoch Ergebnisse für die Bestimmung des Verhältnisses zwischen den Katalysatoren A und B in einem bestimmten Gemisch liefert.
  • Beispiel
  • Dieses Beispiel beschreibt, wie für eine bestimmte Anlage eine Datenbasis aufgebaut wurde, und über das Verständnis der Methodologie dieses Beispiels wird es einfach, das Verfahren für andere Anlagen zu wiederholen. Es leuchtet ein, daß keine Absicht besteht, die Erfindung auf die Methodologie dieses Beispiels zu begrenzen, und es ist offensichtlich, daß für andere Baukomponenten unterschiedliche Datensätze erzielt werden.
  • Beim Beispiel ist der Katalysator A ein Gemisch aus Ethylencarbonat und Propylencarbonat, das von Foseco als Veloset 01 (Handelsname) vertrieben wird. Der Katalysator B ist ein Gemisch aus Propylencarbonat und Ethylenglykoldiacetat, das von Foseco als Veloset 71 (Handelsname) vertrieben wird. Für den Fall, daß die Datenbasis empirisch aufgebaut ist, wird darauf hingewiesen, daß es nicht wichtig ist, die tatsächlichen Komponenten zu kennen. Wichtig ist nur, daß eine Komponente (A) rasch wirkt und die andere Komponente (B) langsam wirkt. Die beiden Katalysatoren A und B werden zu einer Katalysatorenmischung vermengt, die nach Ablauf einer gewünschten Zeit zu einer Härtung führt.
  • Der beim Beispiel benutzte Sand war gewaschener Quarzsand, mit normaler Korngrößenverteilung und einer Feinheit Nr. 55 nach A.F.S. Der Binder, Natriumsilikat, wird dem Sand mit einer Rate von 3,5 Gew.-% und die Katalysatormischung wird mit 15 Gew.-% dem Natriumsilikat-Binder hinzugefügt.
  • Es werden vier Katalysatormischungen verwendet: 100% A, 68,5% A + 31,5% B, 30% A + 70% B, und 100% B. Alle Prozentangaben sind Gew.-Prozente. Die Zeit zwischen der Zumischung und der Aushärtung auf eine zur Entformung vom Modell geeignete Festigkeit wurde für jede Kombination aus Katalysatormischung und Temperatur ermittelt.
  • Es wurden folgende Ergebnisse erzielt: Temperatur Katalysator Zeit (min)
  • Die vierte Spalte ist eine einfache Zeitfunktion, die auf das erhaltene Zeitergebnis angewandt wird, um die grafische Darstellung der Ergebnisse zu vereinfachen. Diese Ergebnisse werden dann zur Erzeugung maschinenlesbarer Daten benutzt, die von der Datenverarbeitungseinrichtung zur Bestimmung der in einem bestimmten Gemisch zu verwendenden prozentualen Anteile an Katalysator A und B benutzt werden können. Ein bevorzugtes Verfahren ist folgendes:
  • 1. Für jede Temperatur werden auf der Ordinate "20/Zeit" und auf der Abszisse "% B" aufgezeichnet. Diese Kurven sind in Fig. 4 dargestellt.
  • 2. Für jede Temperatur werden die Punkte 0% B und 100% B mit einer Geraden verbunden.
  • 3. Auf jeder dieser Geraden werden die Punkte markiert, deren Ordinaten gleich sind mit den Ordinaten der beiden dazwischenliegenden Katalysatorenmischungen. Man berechne dann die mittlere Abszisse für jede Vierer-Punkt- Gruppe. Fig. 4 zeigt, daß für die beiden Gruppen die mittlere Abszisse 51 bzw. 86 ist.
  • 4. Man zeichne eine Übergangsfunktion F auf (Fig. 5). Die Ordinaten sind die Werte der mittleren Abszissen für jede der in Fig. 4 aufgezeichneten Punktegruppen, und die Abszissen sind die Werte der mittleren Abszissen, die im vorstehenden Schritt 3 berechnet wurden. Die aufzuzeichnenden Punkte sind also (0, 0) (51, 31,5), (86, 70) und (100, 100). Die Eintragung dieser Werte ergibt die in Fig. 5 dargestellte flache Kurve. Die Übergangsfunktion ist völlig temperaturunabhängig und ergibt bei Anwendung auf eine angenommene Kurve "lineares %B (k) über 20/Zeit" (siehe gerade Linien in Fig. 4) die richtige nichtlineare Funktion (b), die das Verhältnis %B in einer Katalysatormischung zu 20/Härtezeit für Sand angibt, der mit dieser Katalysatormischung aufbereitet wurde.
  • 5.Man zeichne vier Punkte einer neuen Funktion [A] auf (sh. Fig. 6). Die Abszissen sind die anfänglichen Testtemperaturen, die Ordinaten die Werte für 20/Zeit bei 0% B, die aus Fig., 4 entnommen werden können. Die Punkte werden zu einer flachen Kurve verbunden. Diese stellt [A], der Wert 20/Härtezeit des Katalysators A, als Funktion der Temperatur dar.
  • 6. Man wiederhole Schritt 6 und erhalte eine flache Kurve für eine Funktion [B], die den Wert 20/Härtezeit für den Katalysator B als Funktion der Temperatur darstellte. Fig. 7 zeigt die vollständige Kurve.
  • Jede der in Fig. 5, 6 und 7 dargestellten Kurven kann auf einfache Weise im Speicher 15 der Datenverarbeitungseinrichtung 12 gespeichert werden.
  • Wenn wir annehmen, daß das Verhältnis zwischen Härtezeit und Katalysatormischungsanteile linear ist (wie durch die geradlinigen Kurven in Fig. 4 dargestellt), kann durch einfache analytische Geometrie gezeigt werden, daß [K] = k[B] + (1 -k) [A] ist oder, durch Umschreiben,
  • worin [A[ der Wert von 20/Härtezeit bei Verwendung des Katalysators A ist, [B] der Wert von 20/Härtezeit bei Verwendung des Katalysators B ist, k der prozentuale Anteil von B in einer beliebigen Mischung aus A und B ist,
  • und [K] der Wert von 20/Härtezeit bei Verwendung eines Katalysators der Mischung k ist.
  • Werden die Werte für [A] und [B] durch Temperaturmessung und [K] durch Wählen einer gewünschten Härtezeit bestimmt, kann k nach der Formel (1) berechnet werden.
  • Es ist uns jedoch bewußt, daß die Beziehung zwischen Härtezeit und Katalysatormischung tatsächlich nicht linear, sondern nichtlinear ist. Daher muß der Wert für k durch die in Fig. 5 dargestellte Übergangsfunktion so modifiziert werden, daß sich dadurch ein exakter Anteil für den Katalysator B in einer Mischung ergibt, die eine gewünschte Härtezeit erzielen soll.
  • Es leuchtet dann ein, daß die Datenverarbeitungseinrichtung über entsprechende Schnittstellen Informationen über Temperatur, Binderrate und gewünschte Härtezeit empfängt und unter Benutzung der Datenbasis und des vorgenannten Algorithmus (1) den prozentualen Anteil des Katalysators B für die dem Mischer 6 zugeführte Katalysatormischung berechnet. Dies kann kontinuierlich geschehen, und die Mischung wird automatisch verändert, wenn sich Temperatur, Zuführrate und gewählte Härtezeit ändern.
  • Es ist offensichtlich, daß unter den Eingangsdaten einige Daten auf natürliche Weise analoge Größen sind, z.B. die Temperatur, und andere auf natürliche Weise diskontinuierlich sind, z.B. digitale Schaltereinstellungen für Zuführraten und Härtezeit. Die Datenverarbeitungseinrichtung kann digitale oder analoge Form haben. Es wird bevorzugt, daß digitale Daten in analoge Signalform umgewandelt und dann mit anderen, auf natürliche Weise analogen Daten in Schaltungsanordnungen verarbeitet werden, die einen analogen Rechner bilden, mit Ausgängen in analoger Form zur Verwendung bei der Steuerung von Pumpenraten. Es ist jedoch möglich, Analog-Digital-Umsetzer zu benutzen und digitale Rechnerschaltungen zu verwenden, um digitale Ausgänge abzugeben. Es wird bevorzugt, aus Gründen z.B. der Übereinstimmung, Einfachheit des Betriebes und ähnlicher Überlegungen, Analogierechnung anzuwenden.
  • Eine weitere Beschreibung der Datenverarbeitungseinrichtung oder anderer elektronischer Einrichtungen wird nicht als notwendig erachtet, weil die Implementierung der Erfindung ausgehend von den weiter oben angegebenen Daten vom Fachmann relativ einfach durchgeführt werden kann. Die funktionalen Verbindungen der Komponenten sind in Fig. 3 dargestellt.
  • Wie in der Einleitung dieser Beschreibung angegeben wurde, ist es wünschenswert, die Gesamtzuführrate der Katalysatormischung bei einem beliebigen Gemisch abhängig von den relativen prozentualen Anteilen der Katalysatoren A und B in dieser Mischung einzustellen.
  • Die Vorrichtung umfaßt vorzugsweise zwei getrennte Wählscheiben oder geeichte Schalter, die für jede der beiden Katalysatorkomponenten A und B des Rohmaterials die Rate vorgeben, mit der die Komponente A oder B dem Sand hinzugefügt werden sollte, wenn sie tatsächlich die einzige Komponente wäre, die hinzugefügt werden muß. Beispielsweise könnte die Mischung am besten sein, wenn der Katalysator A mit 16 Gew.-% des verwendeten Binders und Katalysator B am besten mit 13 Gew.-% des verwendeten Binders hinzugefügt wird. Es ist wünschenswert, wenn die elektronische Berechnungsschaltung diese beiden Zuführratenwerte entsprechend den zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigten Komponentenanteilen im voraus festlegt. Diese im voraus festgelegte Zuführrate ist das, was als die erforderliche Katalysator-Gesamtzuführrate benutzt wird, wenn dieser Parameter in den Berechnungen benötigt wird. Wenn, bei Verwendung der Werte aus dem obigen Beispiel, zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Mischung aus 36% A + 64% B erforderlich ist, um bei der vorherrschenden Temperatur die erforderliche Härtezeit einzuhalten, dann würde diese Mischung zugeführt mit einer Rate von 36% von 16% plus 64% von 13%, d.h. 14,08%. Das dem Mischer zugeführte Produkt würde aus A und B im Verhältnis 36:64 bestehen, und diese Mischung würde mit einer Rate zugeführt werden, die 14,08% der Rate beträgt, mit der das Bindemittel hinzugefügt wird.
  • Auf diese Weise ermöglicht die Erfindung in jedem Augenblick die Verwendung der optimalen Menge Katalysator, wobei die wirtschaftlich kostspielige übermäßige Verwendung vermieden wird, die im Stand der Technik gelegentlich vorkommt.
  • In Fig. 2 der Zeichnungen ist die Art und Weise, in der die Zuführrate der Katalysatoren A und B entsprechend sich ändernder Umstände geändert wird, näher erläutert. Die Datenverarbeitungseinrichtung 12 empfängt Informationen über die Binder-Zuführrate vom Fühler 9, über die Härtezeit von der Steuereinheit 10, und über die Temperatur vom Fühler 11. Ausgehend vom Binder-Zuführrate-Fühler 9 ist die Berechnung der Katalysatormischung-Zuführrate möglich. Diese beträgt gewöhnlich etwa 15% der Binder-Zuführrate, und es ist möglich, Katalysatormischung mit einer Rate zuzuführen, die ein fester Prozentsatz des Bindemittels ist. Es wird jedoch bevorzugt, die Zuführrate abhängig von den zugeführten Anteilen der Katalysatoren A und B zu ändern. Somit kann die Datenverarbeitungseinrichtung Berechnungseinrichtungen zum Verändern des gesamten Prozentanteils der zugeführten Katalysatormischung aufweisen. Die Berechnungseinrichtung kann eine mit den Bezugszeichen 22 und 23 bezeichnete Datenbasis umfassen, welche sich auf die Zuführraten der Katalysatoren A bzw. B bezieht, wenn diese Katalysatoren getrennt verwendet würden. Die Datenbasis würde ebenfalls mit 24 bzw. 25 bezeichnete Daten umfassen für die volumenbezogenen Massen der Katalysatoren A und B. Somit kann die Datenverarbeitungseinrichtung für jede spezielle zugeführte Binderrate die Katalysator-Zuführraten (d.h. Pumpenraten) berechnen, so als wenn die Katalysatoren A und B getrennt zugeführt würden. Diese Berechnungen sind bei 26 bzw. 27 angegeben.
  • Die Datenverarbeitungseinrichtung berechnet dann die prozentualen Anteile der Katalysatoren A und B, die in der zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigten Katalysatormischung benötigt werden. Die Gesamtdurchsatz kann dann auf einer voreingestellten Basis eingestellt werden, abhängig vom prozentualen Anteil jedes Katalysators A und B in der Katalysatormischung. Diese Berechnung der zuvor festgelegten Rate ist bei 28 angegeben.
  • Die Betriebseinrichtung 13 empfängt Informationen von der Datenverarbeitungseinrichtung 12, um die Katalysator-Zuführvorrichtungen 4 und 5 zu betreiben. Dies kann zweckdienlicherweise als Pumpenmotorsteuerung (30, 31) für jeden Pumpenmotor 4 und 5 vorgesehen sein. Informationen (32, 33) über die Motordrehzahlen jedes Pumpenmotors werden an die Motorsteuerungen (30, 31) rückgekoppelt, die dann die zum Antreiben der Pumpenmotoren 4 und 5 verwendete Leistung (34, 35) entsprechend den Informationen einstellen, die von der Datenverarbeitungseinrichtung 12 geliefert werden.
  • Die mechanische Zuführanlage, die mit den Ausgängen der elektronischen Verarbeitung zu steuern ist, kann aus einer Anzahl Pumpen bestehen, die je von einem Elektromotor angetrieben werden. Zur Sicherstellung, daß die von einer Pumpe gelieferte Materialmenge tatsächlich die Menge ist, die durch das errechnete Signal der Datenverarbeitungseinrichtung vorgeschrieben ist, gibt es zwei grundsätzliche Lösungen. Die Pumpen zur Zuführung der Katalysatoren A und B sind in Fig. 1 mit 4 und 5 bezeichnet.
  • Eine Lösung besteht darin, einen Pumpen-Typ zu benutzen, der bei jedem Arbeitszyklus seines Mechanismus dieselbe Liefermenge reproduziert, und dann die Geschwindigkeit zu steuern, mit der er seinen Zyklus wiederholt.
  • Die andere Lösung besteht darin, sich um die Gleichheit der Pumpenleistung je Zyklus weniger zu kümmern und an die Pumpe einen Mengenmesser anzuschließen, der die Rate mißt, mit der Material gepumpt wird. Ein solcher Mengenmesser würde ein elektrisches Signal erzeugen, das ein Maß für den Materialdurchsatz ist, und dies würde an die den Motor steuernde Schaltung rückgekoppelt werden, um mit dem elektrischen Signal verglichen zu werden, das den erforderlichen Durchsatz vorschreibt. Jede Unstimmigkeit würde sofort die Elektronik veranlassen, den die Pumpe antreibenden Motor schneller oder langsamer laufen zu lassen, damit zwischen dem erforderlichen Durchsatz und dem abgegebenen Durchsatz ein ausreichend kleiner Fehler entsteht.
  • Es können beide Verfahren angewandt werden. Eine Betrachtung der erzielbaren Genauigkeit jedes Verfahrens führt zu der bevorzugten Methode mit einer Pumpe mit fester Verdrängung, die von einem Motor angetrieben wird, dessen Drehzahl genau steuerbar ist. Die Genauigkeit, mit der die Drehzahl eines geeigneten Motors gesteuert werden kann, ist zumindest um eine Größenordnung größer als die Genauigkeit, mit der ein existierender Mengenmesser den Durchsatz einer Flüssigkeit in einer Leitung bestimmen und ein entsprechendes elektrisches Signal abgeben kann.
  • Voll zufriedenstellende Ergebnisse wurden bei Benutzung von Pumpenkomponenten erzielt, die von Gorman-Rupp Industries, Bellville, Ohio, USA hergestellt werden, wobei es sich um Komponenten für Balgdosierpumpen ihrer Normalreihe handelt, die in Konstanthubeinheiten eingebaut sind, welche von Gleichstrom-Nebenschluß-Getriebemotoren, die von Parvalux Electric Motors Ltd, Bournemouth, England (deren Modell SD- 11A) hergestellt werden, über ein Exzenterlager auf der Abtriebswelle des Motorgetriebekastens direkt angetrieben werden. Derartige Einheiten haben bei der Durchführung der Erfindung regelmäßig eine Durchsatzschwankung von weniger als 1% über 2000 Betriebsstunden gezeigt.
  • Es können selbstverständlich andere Pumpen- und/oder Motortypen verwendet werden, z.B. ein Schrittmotor statt eines herkömmlicheren Kommutatormotors, zusammen mit der zweckdienlichen Motorsteuerelektronik.
  • Es leuchtet ein, daß bei dem vorstehenden Beispiel die Werte für die Bestimmung der Härtezeit empirisch ermittelt wurden. Es ist möglich, die Härtezeit analytisch zu bestimmen, wenn die exakten chemischen Bestandteile der Mischungskomponenten bekannt sind, und folglich ist die Erfindung nicht auf diese empirische Technik begrenzt. Wie weiter oben angegeben, ist die empirische Technik vorteilhaft, weil die Datenbasis einfach eingestellt werden kann, unter Benutzung lediglich einer begrenzten Anzahl Tests, und danach, wenn die Bestandteile dieselben bleiben, kann die Vorrichtung reproduzierbar genaue Ergebnisse erzeugen. Bei einer Änderung der Bestandteile muß eine neue Testreihe durchgeführt werden. Es ist klar, daß das hier beschriebene Vorgehen bei der Einstellung nur eine aus einer Reihe solcher Vorgehensweisen ist, die angewandt werden können. Folglich darf die Erfindung nicht als auf eine Vorgehensweise beschränkt angesehen werden, wie sie im Beispiel beschrieben wurde.

Claims (11)

1. Vorrichtung zum Aufbereiten eines Bestandteile-Gemischs für die Herstellung von Formen, wobei das Gemisch eine Grundmasse z.B. Sand, einen Binder und eine Katalysatormischung aus einem ersten und einem zweiten Katalysator aufweist, Vorrichtung gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zur Bestimmung der Binder-Fördergeschwindigkeit (9) zum Bestimmen der Geschwindigkeit, mit der wenigstens einer dieser Bestandteile zu einem beliebigen Zeitpunkt zu einer Mischkammer (6) gefördert wird, einen Temperaturfühler (11), der die Temperatur der Grundmasse kontinuierlich erfaßt, wenn dieses Material zugefördert wird, einer Härtezeit-Steuervorrichtung, die eine Härtezeit für das Gemisch auswählt, eine Fördervorrichtung (4) für den ersten Katalysator und eine Fördervorrichtung (5) für den zweiten Katalysator, die den ersten bzw. den zweiten Katalysator mit verschiedenen Geschwindigkeiten fördern, und eine Katalysatormischsteuer-Vorrichtung (12, 15), die auf Informationen reagiert, die aus der Vorrichtung zur Bestimmung der Fördergeschwindigkeit (9), dem Temperaturfühler (11) und der Härtezeit-Steuervorrichtung (10) gewonnen werden, um die relativen Geschwindigkeiten automatisch zu ermitteln und zu steuern, mit denen die Fördervorrichtung (4) für den ersten Katalysator und die Fördervorrichtung (5) für den zweiten Katalysator den ersten bzw. den zweiten Katalysator in der Weise fördern, daß sich ein Mengenverhältnis ergibt, das mit einer Rate aushärtet, die mit der gewählten Härtezeit kompatibel ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Katalysatormischsteuer-Vorrichtung eine Datenverarbeitungseinrichtung (12) und einen Speicher (15) umfaßt, wobei im Speicher (15) eine Datenbasis gespeichert ist, die einen ersten Satz Daten enthält, der Informationen umfaßt, die sich auf einen Temperaturbereich und entsprechende Härtezeiten für ein Gemisch aus einer Grundmasse, einem Binder und einem ersten Katalysator beziehen, und einen zweiten Satz Daten mit Informationen hinsichtlich eines Temperaturbereiches und entsprechender Härtezeiten für ein Gemisch aus einer Grundmasse, einem Binder und einem zweiten Katalysator, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung (12) diese Informationen zu empfangen und entsprechend einem vorprogrammierten Algorithmus und entsprechend der Datenbasis zu verarbeiten vermag, dabei die Datenverarbeitungseinrichtung (12) zur Steuerung der Fördervorrichtung (4) für den ersten Katalysator und der Fördervorrichtung (5) für den zweiten Katalysator ausgelegt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Algorithmus lautet:
worin
[A] eine Funktion der Härtezeit ist, die bei Verwendung nur des ersten Katalysators in einem Gemisch bei der vom Temperaturfühler (11) ermittelten Temperatur erzielt würde,
[B] dieselbe Funktion der Härtezeit ist, die bei Verwendung nur des zweiten Katalysators in einem Gemisch bei der vom Temperaturfühler (11) ermittelten Temperatur erzielt würde,
[K] dieselbe Funktion der Härtezeit ist, die von der Härtezeit-Steuervorrichtung (10) gewählt wurde,
k eine Zwischenvariable ist, deren Wert dem prozentualen Anteil des zweiten Katalysators in einer Katalysatormischung aus dem ersten und dem zweiten Katalysator entspricht, der ein Gemisch ergäbe, das nach der gewählten Härtezeit bei der vom Temperaturfühler (11) ermittelten Temperatur härtet, wenn angenommen wird, daß eine geradlinige Beziehung besteht zwischen einerseits dem prozentualen Anteil des zweiten Katalysators in der Katalysatormischung aus dem ersten und dem zweiten Katalysator und andererseits der vorgenannten Funktion der Härtezeiten, die sich tatsächlich aus zugehörigen prozentualen Anteilen des zweiten Katalysators in der Katalysatormischung aus dem ersten und dem zweiten Katalysator ergeben,
b der prozentuale Anteil des zweiten Katalysators in der Katalysatormischung aus dem ersten und dem zweiten Katalysator ist, der eine Mischung erzeugt, die nach der gewählten Härtezeit bei der vom Temperaturfühler (11) ermittelten Temperatur härtet, und
F die funktionelle Beziehung ist, welche den Wert für die Variable b aus einem Eingabewert für die Variable k ergibt, derart, daß die Ungenauigkeit in der bei der Berechnung von k gemachten Annahme korrigiert wird.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Temperaturfühler (11) sowohl die Temperatur der Grundmasse als auch die Umgebungstemperatur erfaßt, und daß die Vorrichtung eine Rechenvorrichtung zum Berechnen des gewichteten Mittels dieser Temperaturen umfaßt, derart, daß das berechnete gewichtete Mittel im wesentlichen das gleiche ist wie die Temperatur des Gemischs in der Mischkammer (6).
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenbasis Daten enthält, die sich auf die optimale Geschwindigkeit beziehen, mit der jeder Katalysator mit dem Binder zu mischen ist, und daß die Datenverarbeitungseinrichtung (12) die Geschwindigkeit einstellt, mit der die Katalysatormischung zur Mischkammer (6) entsprechend den zugehörigen prozentualen Anteilen des ersten und des zweiten Katalysators in der Katalysatormischung gefördert wird.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung (4) für den ersten Katalysator und die Fördervorrichtung (5) für den zweiten Katalysator je eine Pumpe mit fester Verdrängung umfassen, die von einem elektrischen Regelmotor angetrieben wird.
7. Verfahren zum Aufbereiten eines Gemischs zum Herstellen von Formen, gekennzeichnet durch die folgenden Arbeitsschritte:
- getrenntes Fördern je einer Vielzahl von Gemischbestandteilen zu einer Mischkammer (6), wobei die Bestandteile eine Grundmasse, z.B. Sand, Binder und wenigstens einen ersten und einen zweiten Katalysator umfassen, wobei der erste Katalysator ein relativ rasch wirkender Katalysator und der zweite Katalysator ein relativ langsam wirkender Katalysator ist,
- Bestimmen der Geschwindigkeit, mit der wenigstens der Binder oder die Grundmasse zur Mischkammer (6) gefördert wird,
- kontinuierliches Bestimmen der Temperatur, bei der die Grundmasse zur Mischkammer (6) gefördert wird,
- Wählen einer Härtezeit für das Gemisch für die Formenherstellung durch eine Härtezeit-Steuervorrichtung (10), und
- automatisches Steuern der Geschwindigkeit und des Anteils, mit der und in dem der erste und der zweite Katalysator zur Mischkammer (6) gefördert werden, durch eine Katalysatormischsteuer-Vorrichtung (12, 15),
wobei die Katalysatormischsteuer-Vorrichtung (12, 15) auf die Geschwindigkeits-, Temperatur- und Härtezeit-Informationen automatisch reagiert, damit die sich ergebende Mischung in der Mischkammer (6) mit einer Geschwindigkeit härtet, die mit der gewählten Härtezeit kompatibel ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Katalysatormischsteuer-Vorrichtung eine Datenverarbeitungseinrichtung (12) und einen Speicher (15) aufweist, und daß das Verfahren die Arbeitsschritte umfaßt:
- Schaffung im Speicher (15) einer Datenbasis mit einem ersten Satz Daten, der Informationen über einen Temperaturbereich und entsprechende Härtezeiten eines Gemischs aus der Grundmasse, dem Binder und dem ersten Katalysator enthält, und mit einem zweiten Satz Daten, der Informationen über einen Temperaturbereich und entsprechende Härtezeiten eines Gemischs aus der Grundmasse, dem Binder und dem zweiten Kata-Iysator enthält,
- kontinuierliches Versorgen der Datenverarbeitungseinrichtung (12) mit der Geschwindigkeit, mit welcher der Binder oder die Grundmasse zur Mischkammer (6) gefördert wird,
- kontinuierliches Versorgen der Datenverarbeitungseinrichtung (12) mit der Temperatur, bei der die Grundmasse zur Mischkammer (6) gefördert wird,
- Versorgen der Datenverarbeitungseinrichtung (12) mit Informationen über die gewählte Härtezeit,
- wiederholtes Berechnen durch die Datenverarbeitungseinrichtung (12) in kurzen Abständen des Verhältnisses und der Geschwindigkeit, in dem und mit der der erste und der zweite Katalysator zur Mischkammer (6) gefördert werden sollten, um das Gemisch zu erzeugen, das mit der Geschwindigkeit härtet, die mit der gewählten Härtezeit kompatibel ist, wobei diese Berechnungen die genannten Geschwindigkeits-, Temperatur- und Härtezeit-Informationen mit den genannten Datenbasis-Informationen verknüpfen, und
- Betreiben der Katalysatormischsteuer-Vorrichtung (12, 15) in der Weise, daß eine Katalysatormischung mit einem Verhältnis und einer Geschwindigkeit entsteht, die durch die tenverarbeitungseinrichtung (12) ermittelt wurden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungseinrichtung (12) mit einem Algorithmus versehen ist, der lautet:
worin
[A] eine Funktion der Härtezeit ist, die bei Verwendung nur des ersten Katalysators in einem Gemisch bei der vom Temperaturfühler (11) ermittelten Temperatur erzielt würde,
[B] dieselbe Funktion der Härtezeit ist, die bei Verwendung nur des zweiten Katalysators in einem Gemisch bei der vom Temperaturfühler (11) ermittelten Temperatur erzielt würde,
[K] dieselbe Funktion der Härtezeit ist, die von der Härtezeit-Steuervorrichtung (10) gewählt wurde,
k eine Zwischenvariable ist, deren Wert dem prozentualen Anteil des zweiten Katalysators in einer Katalysatormischung aus dem ersten und dem zweiten Katalysator entspricht, der ein Gemisch ergäbe, das nach der gewählten Härtezeit bei der vom Temperaturfühler (11) ermittelten Temperatur härtet, wenn angenommen wird, daß eine geradlinige Beziehung besteht zwischen einerseits dem prozentualen Anteil des zweiten Katalysators in der Katalysatormischung aus dem ersten und dem zweiten Katalysator und andererseits der vorgenannten Funktion der Härtezeiten, die sich tatsächlich aus zugehörigen prozentualen Anteilen des zweiten Katalysators in der Katalysatormischung aus dem ersten und dem zweiten Katalysator ergeben,
b der prozentuale Anteil des zweiten Katalysators in der Katalysatormischung aus dem ersten und dem zweiten Katalysator ist, der eine Mischung erzeugt, die nach der gewählten Härtezeit bei der vom Temperaturfühler (11) ermittelten Temperatur härtet,
F die funktionelle Beziehung ist, welche den Wert für die Variable b aus einem Eingabewert für die Variable k ergibt, derart, daß die Ungenauigkeit in der bei der Berechnung von k gemachten Annahme korrigiert wird, und
[A] und [B] aus dem ersten bzw. dem zweiten Satz Daten bestimmbar sind,
wobei das Verfahren die Arbeitsschritte des wiederholten Berechnens der Werte von [A], [B], [K] und folglich k, des Multiplizieren des Wertes von k durch die Funktion F, und des Betreibens der Katalysatormischsteuer-Vorrichtung (12, 15) beinhaltet, in der Weise, daß eine Katalysatormischung entsteht, in welcher der prozentuale Anteil des zweiten Katalysators in der Mischung gleich b ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es die Arbeitsschritte des kontinuierlichen Bestimmens der Umgebungstemperatur und des automatischen Berechnens des gewichteten Mittels der Grundmasse und der Umgebungstemperaturen beinhaltet, derart, daß die Temperatur des Gemischs in der Mischkammer exakt bestimmbar ist, wobei die Katalysatormischsteuer-Vorrichtung (12, 15) automatisch auf die Information über die gewichtete mittlere Temperatur in der Weise reagiert, daß sie das sich ergebende Gemisch schafft.
11. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß es die Arbeitsschritte des Versorgens der Datenbasis mit Daten, die sich auf die optimale Geschwindigkeit beziehen, mit der jeder Katalysator mit dem Binder zu vermischen ist, und des automatischen Betreibens der Datenverarbeitungseinrichtung (12) beinhaltet, derart, daß die Geschwindigkeit eingestellt wird, mit der die Katalysatormischung zur Mischkammer (6) in Übereinstimmung mit den relativen prozentualen Anteilen des ersten und des zweiten Katalysators in der Katalysatormischung gefördert wird.
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