DE3889936T2 - Alkoholgemisch für Plastifiziermittel. - Google Patents

Alkoholgemisch für Plastifiziermittel.

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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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    • C07C29/16Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by oxo-reaction combined with reduction

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Alkoholmischung für Weichmacher. Mehr im besonderen bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine C&sub9;-Alkoholmischung mit ausgezeichneter Wärmebeständigkeit Kältebeständigkeit und elektrischen Isolationseigenschaften sowie ein Alkoholmaterial für Weichmacher für ein Vinylchloridharz.
  • Es ist bekannt, daß eine C&sub9;-Alkoholmischung, erhalten durch die Hydroformylierung und Hydrierung einer C&sub8;-Olefinmischung (im folgenden als "Octene" bezeichnet) als dem Ausgangsmaterial, das durch die Dimerisierung einer C&sub4;-Fraktion (im folgenden als "Butenfraktion") erhältlich ist, die hauptsächlich aus Buten zusammengesetzt ist, das in einer großen Menge durch die thermische Zersetzung von Naphtha oder durch die katalytische Zersetzung von schwerem oder leichtem Öl erhältlich ist, geeigneterweise als ein Ausgangsmaterial für Weichmacher für ein Vinylchloridharz eingesetzt werden kann. Es ist auch bekannt, daß die C&sub9;-Alkoholmischung eine ausgezeichnete Wärmebeständigkeit aufweist und brauchbar ist als ein Alkoholmaterial für Weichmacher, wie in der GB-PS 789 777 offenbart.
  • Eine solche C&sub9;-Alkoholmischung ist jedoch eine Mischung von vielen Arten von Isomeren, da Octene, die in erster Linie durch die Dimerisierung der Butenfraktion erhältlich sind, viele Isomeren einschließen, und die Eigenschaften des Weichmachers in Abhängigkeit von der Zusammensetzung dieser Isomeren beträchtlich variieren, wobei ein beträchtlicher Unterschied in der Kältebeständigkeit, den elektrisch isolierenden Eigenschaften usw. als den wichtigen Eigenschaften eines Vinylchloridharzes auftreten.
  • Die Verbesserung der Eigenschaften der C&sub9;-Alkoholmischung ist daher eine der wichtigsten Aufgaben für den Fachmann. Wegen der Komplexizität war über die Verbesserung der Eigenschaften nicht viel bekannt. Im besonderen war wenig bekannt hinsichtlich eines Verfahrens zum Herstellen einer C&sub9;-Alkoholmischung für Weichmacher, die sowohl hinsichtlich der Kältebeständigkeit als auch der elektrisch isolierenden Eigenschaften ausgezeichnet ist.
  • JP-A-54-88 206 beschreibt ein Verfahren zum Herstellen eines Alkoholes für einen Weichmacher, bei dem C&sub8;- Olefine, die durch Dimerisieren von Butenfraktionen gebildet sind und einen Siedepunkt innerhalb eines Bereiches von 114 bis 125ºC haben, zum Synthetisieren eines C&sub9;-Alkohols hydroformyliert werden, gefolgt von einer Destillation und Reinigung zur Herstellung eines Alkohols mit einem Siedepunkt innerhalb eines Bereiches von 194 bis 208ºC. C&sub9;-Alkohole mit geringem Siedepunkt und C&sub9;-Alkohole mit hohem Siedepunkt werden durch das Destillationsverfahren entfernt. Die Eigenschaften eines Weichmachers, der unter Verwendung der C&sub9;-Alkoholmischung, die in der Druckschrift beschrieben ist, erhalten wird, sind jedoch unbefriedigend, insbesondere hinsichtlich der Isolationseigenschaften.
  • DE-A-10 27 194 beschreibt die Synthese von C&sub9;-Alkohol durch Dimerisieren von Butenen und Hydroformylierung und Hydrierung des Dimers und die Synthese von C&sub7; bis C&sub9;-Alkohol durch Dimerisieren von Propylen und Butylen und Hydroformylieren und Hydrieren des Dimers. Die Druckschrift beschreibt nicht die Konstitution und die Wirkungen der Kontrolle der C&sub9;-Alkoholisomeren hinsichtlich eines spezifischen Zustandes und die Eigenschaften des Weichmachers, der unter Einsatz einer solchen Mischung von C&sub9;-Alkoholen erhalten wird.
  • Die EP-A-0 052 999 beschreibt ein Verfahren, bei dem eine Mischung gesättigter C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkohole erhalten wird durch Ausführen einer Oxoreaktion mit einer Mischung von Propylen und Butenen, gefolgt von einer Aldolkonensation und Hydrierung des resultierenden Materials.
  • In Anbetracht der konventionellen Techniken haben die vorliegenden Erfinder eine ausgedehnte Untersuchung ausgeführt, um eine Alkoholmischung für Weichmacher zu erhalten, die sowohl hinsichtlich der Kältebeständigkeit als auch der elektrisch isolierenden Eigenschaften ausgezeichnet ist, und als ein Ergebnis haben sie festgestellt, daß eine C&sub9;-Alkoholmischung, erhalten durch Hydroformylieren von Octenen, die durch Dimerisierung einer Butenfraktion erhältlich sind, gefolgt vom Hydrieren, die eine spezifische Verteilung der Isomeren der Art aufweist, daß, wenn die Isomeren in gewisse spezifische 3 Gruppenkomponenten unterteilt werden, wobei die Anteile der jeweiligen Gruppenkomponenten innerhalb gewisser spezifischer Bereiche liegen, eine ausgezeichnete Leistungsfähigkeit hinsichtlich der Kältebeständigkeit und der elektrisch isolierenden Eigenschaften aufweisen, wenn sie für Weichmacher eingesetzt werden. Die vorliegende Erfindung wurde auf der Grundlage dieser Feststellung gemacht.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine C&sub9;-Alkoholmischung als ein Alkoholmaterial für Weichmacher für ein Vinylchloridharz zu schaffen, die eine ausgezeichnete Leistungsfähigkeit in der Kältebeständigkeit, der Wärmebeständigkeit und den elektrisch isolierenden Eigenschaften aufweist.
  • Im breitesten Sinne schafft die vorliegende Erfindung eine C&sub9;-Alkoholmischung für Weichmacher, erhalten durch die Hydroformylierung und Hydrierung einer C&sub8;-Olefinmischung als dem Ausgangsmaterial, das erhalten ist durch die Dimerisierung einer Butenfraktion, wobei die genannte Alkoholmischung von 10 bis 50 Gew.-% einer ersten Gruppenkomponente mit einer Verweilzeit nicht länger als die Verweilzeit von Isobutyl-n-Caprylat (d. h. Isobutylester von Octansäure), von 10 bis 40 Gew.-% einer zweiten Gruppenkomponente mit einer Verweilzeit, die länger ist als die Isobutyl-n-Caprylat und nicht länger als die von Methyl-n-Caprat (d. h. des Methylesters von Decansäure) und von 30 bis 70 Gew.-% einer dritten Gruppenkomponente umfaßt, deren Verweilzeit länger ist als die von Methyl-n-Caprat, wobei die Mischung durch Gaschromatographie unter Verwendung einer Kapillarsäure, die mit Polyethylenglycol mit einem Zahlenmittel des Molekulargewichtes von 15.000 bis 20.000 als einem isomeren Trennmittel gepackt ist, in diese drei Komponenten eingeteilt ist.
  • Im folgenden wird die vorliegende Erfindung detailliert unter Bezugnahme auf die bevorzugten Ausführungsformen beschrieben.
  • Die Butenfraktion als das Ausgangsmaterial für die Alkoholmischung für Weichmacher der vorliegenden Erfindung, kann eine C&sub4;-Fraktion sein (im folgenden als eine "BB-Fraktion" bezeichnet), die erhalten ist durch thermische Zersetzung von Naphtha oder es kann eine BB-Fraktion sein , die erhalten ist durch katalytische Zersetzung von schwerem oder leichtem Öl.
  • Die durch die thermische Zersetzung von Naphtha erhaltene BB-Fraktion kann direkt dimerisiert werden. Eine sogenannte verbrauchte BB-Fraktion, erhalten durch Abtrennen von Butadien aus der BB-Fraktion durch Extraktion oder eine sogenannte verbrauchte verbrauchte BB-Fraktion, erhalten durch weiteres Abt rennen von Isobuten aus der verbrauchten BB-Fraktion, kann auch geeigneterweise eingesetzt werden.
  • Die BB-Fraktion, erhalten durch die katalytische Zersetzung von schwerem oder leichtem Öl ist eine Mischung, die hauptsächlich aus Buten und Butan zusammengesetzt ist. Diese Fraktion kann direkt dimerisiert werden. Es kann aber auch eine BB-Fraktion, erhalten durch Abtrennen von Isobuten aus einer solchen Fraktion durch, z. B. Destillation, geeigneterweise eingesetzt werden.
  • Eine solche Butenfraktion kann nach einer üblichen Dimerisierungsreaktion dimerisiert werden. Z. B. kann die Dimerisierung mittels eines sogenannten Zieglerkatalysator-Verfahrens ausgeführt werden, bei dem ein Nickelsalz und ein Aluminiumalkylhalogenid als Katalysator eingesetzt werden oder nach einem sauren Katalysator-Verfahren, bei dem feste Phosphorsäure als der Katalysator benutzt wird.
  • Die durch die Dimerisierung der BB-Fraktion erhaltene C&sub8;-Olefinmischung umfaßt verschiedene Isomere, die alle als das Ausgangsmaterial für die Hydroformylierung brauchbar sind.
  • Die Hydroformylierung kann nach einem konventionellen Verfahren ausgeführt werden. Als Katalysator kann irgendein Katalysator benutzt werden, der gewöhnlich für die Hydroformylierung in einem industriellen Maßstab eingesetzt wird, wie ein Rhodium- oder ein Cobalt-Katalysator.
  • Die Hydroformylierung unter Verwendung von Rhodium als dem Katalysator wird üblicherweise unter Reaktionsbedingungen der Art ausgeführt, daß die Rhodiumkonzentration von 0,1 bis 100 ppm als Rhodiumatom ist, die Temperatur von 80 bis 200ºC beträgt, der Druck im Bereich von atmosphärischem Druck bis 490 bar (500 kg/cm² G) (1 kg/cm²G = 0,980665 bar) und das H&sub2;/CO-Volumenverhältnis im Bereich von 0,5 bis 4 liegt. Weiter kann der Rhodiumkatalysator, modifiziert durch einen Liganden, wie Triarylphosphin (z. B. Triphenylphosphin) be-nutzt werden. Üblicherweise ist kein Lösungsmittel erforderlich. Es ist jedoch möglich, ein für die Umsetzung inertes organisches Lösungsmittel einzusetzen.
  • Die Hydroformylierung unter Verwendung von Cobalt als dem Katalysator wird üblicherweise unter Reaktionsbedingungen derart ausgeführt, daß die Cobaltkonzentration im Bereich von 0,05 bis 10 Gew.-% als Cobaltatom beträgt, die Temperatur von 80 bis 180ºC ist, der Druck von 49 bis 294 bar (50 bis 300 kg/cm²G) ist und das H&sub2;/CO-Volumenverhältnis im Bereich von 0,5 bis 4 liegt. Weiter kann der Cobaltkatalysator durch einen Liganden, wie Triarylphosphin (z. B. Triphenylphosphin) modifiziert werden. Üblicherweise ist kein Lösungsmittel erforderlich. Es ist jedoch möglich, ein für die Umsetzung inertes organisches Lösungsmittel einzusetzen.
  • Die durch die obige Hydroformylierung der C&sub8;-Olefinmischung erhaltene C&sub9;-Aldehydmischung oder Mischung von C&sub9;-Aldehyden und C&sub9;-Alkoholen wird üblicherweise durch Hydrierung in die C&sub9;-Alkoholmischung umgewandelt. Die Hydrierung wird üblicherweise unter einem Druck von mindestens atmosphärischem Druck ausgeführt, vorzugsweise von 30 bis 300 atm, bei einer Temperatur von mindestens Raumtemperatur, vorzugsweise von 100 bis 200ºC unter Einsatz eines Hydrierungskatalysators, wie Nickel, Chrom oder Kupfer.
  • Die so erhaltene Rohalkoholmischung wird dann durch Destillation in einem Rektifizierturm gereinigt. Die Rektifizierung der Rohalkoholmischung wird üblicherweise unter Anwendung eines Destillationsturms ausgeführt, der eine theoretische Bodenzahl von 3 bis 50 Böden unter Bedingungen hat, daß der Druck am Oberteil des Turmes im Bereich von wenigen mmHg bis 760 mmHg liegt und die Temperatur am Oberteil des Turmes im Bereich von 50 bis 250ºC beträgt.
  • Die Alkoholmischung für Weichmacher der vorliegenden Erfindung kann leicht nach einem Verfahren erhalten werden, bei dem die Menge des Destillats während der Rektifizierung geregelt wird, um eine Zusammensetzung innerhalb des Bereiches der vorliegenden Erfindung zu erhalten oder nach einem Verfahren, bei dem das Destillat fein klassifiziert wird und die klassifizierten Fraktionen in geeigneter Weise gemischt werden, um die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung zu erhalten.
  • Die Zusammensetzung der so erhaltenen Alkoholmischung für Weichmacher wird folgendermaßen bestimmt. Erstens wird die wie oben erhaltende Alkoholmischung unter Verwendung eines Polyethylenglycols mit einem Zahlenmittel des Molekulargewichtes von 15.000 bis 20.000 als einem isomeren Trennmittel (Packungsmittel) durch Gaschromatographie unter Verwendung einer Kapillarsäure, die mit dem Packungsmittel gepackt ist, analysiert und die nachgewiesenen Isomerkomponenten werden auf der Grundlage der Verweilzeiten von zwei internen Standardsubstanzen (Isobutyl-n-Caprylat und Methyl-n- Caprat) in 3 Gruppenkomponenten unterteilt. Die erste interne Standardsubstanz ist Isobutyl-n-Caprylat, und die zweite interne Standardsubstanz ist Methyl-n-Caprat.
  • Die analytischen Bedingungen für die Gaschromatographie unter Einsatz einer Kapillarsäure, die mit dem obigen Packungsmittel gepackt ist, sind z. B. folgende:
  • (1) Säule: Packungsmittel "Polyethylenglycol 20 M" (hergestellt durch Gasukuro Kogyo Inc.), FFS (flexibles geschmolzenes Siliciumdioxid)-Kapillarsäure mit einer Wandstärke von 0,15 um, einer Länge von 50 m und einem Durchmesser von 0,25 mm.
  • (2) Detektor: FID (Wasserstoffflammen-Ionisationsdetektor).
  • (3) Trägergas: Heliumgas, kapillar: 0,66 ml/min.,
  • Spülung: 43,56 ml/min.
  • (4) Verbrennungsgas: Wasserstoff: 0,59 bar (0,6 kg/cm²G)
  • Luft: 0,78 bar (0,8 kg/cm²G)
  • Temperaturbedingungen:
  • Anfängliche Temperatur der Säule: 80ºC, Temperaturanstieg nach 8 Minuten: 4,5ºC/min., Endtemperatur: 180ºC. Die Temperatur am Einlaß und im Detektor: 230ºC.
  • (6) Analysezeit: 40 Minuten
  • (7) Quantitatives Verfahren: Internes Standardverfahren unter Einsatz von n-Undecan als der internen Standardsubstanz (IS).
  • C&sub9;-Alkoholmischung (Probe) /IS = 10/I (Gew. -Verhältnis), Probenmenge = 0,2 ul, relative Molempfindlichkeit von Alkohol = 1,0.
  • Die wie oben erhaltene C&sub9;-Alkoholinischung wurde so analysiert, wobei Isomere mit einer Verweilzeit nicht länger als die Verweilzeit von Isobutyl-n-Caprylat in eine erste Gruppenkomponente eingeteilt wurden, Isomere mit einer Verweilzeit länger als die Verweilzeit von Isobutyl-n-Caprylat und nicht länger als die Verweilzeit von Methyl-n-Caprylat in eine zweite Gruppenkomponente eingeteilt wurden, und Isomere mit einer Verweilzeit länger als die Verweilzeit von Methyln-Caprat in eine dritte Gruppenkomponente eingeteilt wurden.
  • In der vorliegenden Erfindung muß die C&sub9;-Alkoholmischung eine Zusammensetzung haben, umfassend von 10 bis 50 Gew.-% der ersten Gruppenkomponente, von 10 bis 40 Gew.-% der zweiten Gruppenkomponente und von 30 bis 70 Gew.-% der dritten Gruppenkomponente. Eine bevorzugtere Zusammensetzung umfaßt 10 bis 35 Gew.-% der ersten Gruppenkomponente, von 10 bis 40 Gew.-% der zweiten Gruppenkomponente und von 30 bis 70 Gew.-% der dritten Gruppenkomponente. Eine weitere bevorzugte Komponente umfaßt von 15 bis 35 Gew.-% der ersten Gruppenkomponente, von 10 bis 40 Gew.-% der zweiten Gruppenkomponente und von 30 bis 65 Gew.-% der dritten Gruppenkomponente. Noch eine weitere bevorzugte Zusammensetzung umfaßt von 20 bis 35 Gew.-% der ersten Gruppenkomponente, von 10 bis 40 Gew.-% der zweiten Gruppenkomponente und 30 bis 60 Gew.-% der dritten Gruppenkomponente. Die am meisten bevorzugte Zusammensetzung umfaßt von 20 bis 30 Gew.-% der ersten Gruppenkomponente, von 15 bis 33 Gew.-% der zweiten Gruppenkomponente und von 35 bis 60 Gew.-% der dritten Gruppenkomponente. Macht die erste Gruppenkomponente weniger als 8 Gew.-% aus, dann verschlechtern sich die elektrisch isolierenden Eigenschaften. Übersteigt sie 50 Gew.-%, dann verschlechtern sich Wärmebeständigkeit und Kältebeständigkeit. Ist die dritte Gruppenkomponente geringer als 20 Gew.-%, dann verschlechtern sich Wärmebeständigkeit und Kältebeständigkeit, und wenn sie 80 Gew.-% übersteigt, dann verschlechtern sich die elektrisch isolierenden Eigenschaften.
  • Die so erhaltene C&sub9;-Alkoholmischung der vorliegenden Erfindung kann z. B. mit Phthalsäureanhydrid nach einem üblichen Veresterungsverfahren umgesetzt und dann nach einem üblichen Verfahren gereinigt werden, um einen Weichmacher (wie einen Phthalat-Weichmacher) zu erhalten.
  • Werden ein Vinylchloridpolymer und der obige Weichmacher in vorbestimmten Anteilen vermischt und die Eigenschaften des Weichmachers mit z. B. einem konventionellen Bis(2-ethylhexyl)phthalat verglichen, das aus 2-Ethylhexanol hergestellt ist, dann ist der nach der vorliegenden Erfindung erhaltene Weichmacher ausgezeichnet sowohl hinsichtlich der Kältebeständigkeit als auch der elektrisch isolierenden Eigenschaften, und er hat hervorragende Eigenschaften als Ganzes, obwohl er zu einem gewissen Ausmaß hinsichtlich der weichmachenden Effizienz schlechter sein kann.
  • Im folgenden wird die vorliegende Erfindung detailliert unter Bezugnahme auf Beispiele beschrieben. Es sollte jedoch klar sein, daß die vorliegende Erfindung in keiner Weise auf solche spezifischen Beispiele beschränkt ist.
  • BEISPIEL 1 (1) Herstellung von Octenen
  • Eine C&sub4;-Fraktion (zusammengesetzt aus 6 Gew.-% Isobuten, 43 Gew.-% 1-Buten, 25 Gew.-% 2-Buten, 25 Gew.-% Butanen und 1 Gew.-% anderen Bestandteilen), erhalten durch Entfernen von Butadien und Isobuten aus einer BB-Fraktion, erhalten von einem Naphtha-Kräcker, wurde mittels Molekularsieb 13 X dehydratisiert. Dann wurden 4 kg der dehydratisierten C&sub4;-Fraktion, 5,5 g einer n-Hexanlösung von Nickeloctanoat (Ni-Gehalt: 6 Gew.-%) und 11,3 g von Ethylaluminiumdichlorid unter einer Stickstoffatmosphäre in einen SUS-Autoclaven mit Induktionsrührung und einem Fassungsvermögen von 10 l gefüllt und die Mischung 7 Stunden lang bei 40ºC umgesetzt.
  • Nach der Umsetzung wurden 340 g einer 5 Gew.-%igen wässrigen H&sub2;SO&sub4;-Lösung zu der Mischung hinzugegeben, um den Katalysator zu desaktivieren, und dann wurde die Mischung der Flüssigkeits-Flüssigkeit-Trennung unterworfen, um Octene zu erhalten.
  • Die obige Umsetzung wurde dreimal wiederholt.
  • (2) Destillation zum Erhalt einer Octenfraktion
  • Die in der obigen Stufe (1) erhaltenen Octene wurden mittels eines Oldershow-Destillationsturms mit einem Innendurchmesser von 50 mm und 20 Böden unter atmosphärischem Druck rektifiziert. Eine Octenaktion, deren Temperatur am oberen Teil des Turmes im Bereich von 108 bis 127ºC lag, wurde in einer Menge von 5,8 kg erhalten.
  • (3) Herstellung einer C&sub9;-Alkoholmischung (Rhodiumkatalysator)
  • In einen SUS-Autoclaven mit einem Fassungsvermögen von 10 l füllte man 2,0 kg der in der obigen Stufe (2) erhaltenen Octenfraktion und 1,2 g einer wäßrigen Rhodiumacetat- Lösung (10% als Rhodiummetall) und setzte mittels eines Oxogases mit einem Verhältnis von H&sub2;/CO = 1 bei einer Reaktionstemperatur von 135ºC um, während der Gesamtdruck bei einem Niveau von 157 bar (160 kg/cm²G) gehalten wurde. Fünf Stunden später wurde keine Gasabsorption mehr beobachtet und der Reaktor rasch abgekühlt. Das Oxogas wurde abgelassen und die Gesamtmenge der Reaktionslösung herausgenommen und unter vermindertem Druck von 10 mmHg destilliert, um Aldehyde und Alkohole zu erhalten. Die erhaltene Gesamtmenge der Aldehyde und Alkohole betrug 99,2%.
  • Dann wurde in einen SUS-Autoclaven mit einem Fassungsvermögen von 10 l die gesamte Menge des nach der obigen Destillation erhaltenen Produktes und 160 g eines festen Nickelträger-Katalysators unter einer Stickstoffatomosphäre gefüllt und bei einer Reaktionstemperatur von 15000 mit Wasserstoffgas umgesetzt, während der Gesamtdruck bei einem Niveau von 88 bar (90 kg/cm²G) gehalten wurde.
  • Fünf Stunden später war die Absorption von Gas abgeschlossen und der Reaktor wurde rasch abgekühlt. Das Wasserstoffgas wurde abgelassen und die Gesamtmenge der Reaktionslösung herausgenommen. Der feste Katalysator wurde durch Filtration entfernt und das Filtrat mittels eines Oldershow- Destillationsturmes mit einem inneren Durchmesser von 35 mm und 20 Böden rektifiziert. Das Rückflußverhältnis betrug 10 und der Druck 10 mmHg. Mittels dieser Rektifizierung wurden fünf Arten von C&sub9;-Alkoholmischungen (R-1, R-2, R-3, R-4 und R-5) erhalten. Diese fünf Arten von C&sub9;-Alkoholmischungen wurden unter den oben erwähnten Bedingungen (1) bis (7) mittels Gaschromatographie analysiert. Die Zusammensetzungen der C&sub9;- Alkoholmischungen sind in Tabelle 1 gezeigt.
  • (4) Bewertung der Eigenschaften des Weichmachers
  • Die fünf Arten von C&sub9;-Alkoholmischungen (R-1, R-2, R-3, R-4 und R-5), die in der obigen Stufe (3) erhalten wurden, wurden nach einem üblichen Verfahren zur Veresterung mit Phthalsäureanhydrid umgesetzt und dann nach einem üblichen Verfahren gereinigt, um ein Phthalat (Weichmacher) zu erhalten.
  • Polyvinylchlorid (Polymerisationsgrad n = 1300): 100 PHR
  • Weichmacher: 50 PHR
  • Stabilisator (Cadmium-Bariumstearat): 1 PHR
  • PHR = Massenteil.
  • Dann wurde eine Mischung der obigen Zusammensetzung nach einem üblichen Verfahren gewalzt und dann gepreßt, um eine Folie bzw. Platte mit einer Dicke von 1 mm zu erhalten. Dann wurden mit einem hantelförmigen Werkzeug Teststücke aus der Folie gestanzt. Jedes Teststück wurde hinsichtlich der Weichmachereigenschaften untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
  • BEISPIEL 2
  • Das Verfahren wurde in der gleichen weise wie in Beispiel 1 ausgeführt, ausgenommen das die Hydroformylierung unter Einsatz eines Cobaltkatalysators ausgeführt wurde.
  • In einen SUS-Autoclaven mit einem Fassungsvermögen von 10 l wurden 2,0 kg der in Stufe (2) von Beispiel 1 erhaltenen Octenfraktion und 20 g Dicobaltoctacarbonyl unter einer Stickstoffatomosphäre gefüllt und bei einer Temperatur von 140 bis 150ºC mit einem Oxogas mit einem Verhältnis von H&sub2;/CO = 1 umgesetzt, während der Gesamtdruck bei einem Niveau von 157 bar (160 kg/cm²G) aufrecht erhalten wurde. Zwei Stunden später hörte die Gasabsorption auf und der Reaktor wurde rasch abgekühlt. Eine 3%ige wäßrige NaOH-Lösung wurde injiziert, um den Cobaltkatalysator zu desaktivieren. Dann wurde der Reaktor weiter abgekühlt und das Oxogas abgelassen. Die gesamte Menge der Reaktionslösung wurde herausgenommen und einer Flüssigkeits-Flüssigkeit-Trennung unterworfen, um eine organische Phase zu erhalten.
  • Die organische Phase wurde unter verringertem Druck von 10 mmHg destilliert, um Aldehyde und Alkohole zu erhalten. Die Gesamtmenge der erhaltenen Aldehyde und Alkohole betrug 99%.
  • In einen SUS-Autoclaven mit einem Fassungsvermögen von 10 l wurde die Gesamtmenge des durch die obige Destillation erhaltenen Produkte und 160 g eines festen Nickel-Trägerkatalysators unter einer Stickstoffatmosphäre eingefüllt und bei einer Reaktionstemperatur von 150ºC mit Wasserstoffgas umgesetzt, während der Gesamtdruck bei einem Niveau von 88 bar (90 kg/cm²G) gehalten wurde. Fünf Stunden später hatte die Gasabsorption aufgehört und der Reaktor wurde rasch abgekühlt. Das Wasserstoffgas wurde abgelassen und die Gesamtmenge der Reaktionslösung herausgenommen. Der feste Katalysator wurde durch Filtration entfernt und das Filtrat mittels eines Oldershow-Destillationsturms mit einem Innendurchmesser von 35 mm und 20 Böden rektifiziert. Das Rückflußverhältnis betrug 10 und der Druck 10 mmHg. Mittels dieser Rektifizierung wurden 5 Arten von C&sub9;-Alkoholmischungen (C-1, C-2, C-3, C-4 und C-5) erhalten. Diese 5 Arten von C&sub9;-Alkoholmischungen wurden unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 durch Gaschromatographie analysiert. Die Zusammensetzungen der C&sub9;- Alkoholmischungen sind in Tabelle 1 gezeigt.
  • Die C&sub9;-Alkoholmischungen wurden hinsichtlich der Weichmachereigenschaften in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 (4) bewertet. Die Ereignisse sind in Tabelle 2 gezeugt.
  • VERGLEICHSWEISE 1
  • In der gleichen Weise wie in Beispiel 1 wurde eine C&sub9;-Alkoholmischung hergestellt, und es wurde durch Rektifizieren 4 Arten von C&sub9;-Alkoholmischungen (HR-1, HR-2, HR-3 und HR-4) erhalten. Ihre Zusammensetzungen sind in Tabelle 1 gezeigt.
  • Diese C&sub9;-Alkoholmischung wurden in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 verestert und dann mit einem Vinylchloridharz vermischt, um die Weichmachereigenschaften zu untersuchen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
  • VERGLEICHSBEISPIEL 2
  • In der gleichen Weise wie in Beispiel 2 wurde eine C&sub9;-Alkoholmischung hergestellt, und es wurden durch Rektifizieren 4 Arten von C&sub9;-Alkoholmischungen (HC-1, HC-2, HC-3 und HC-4) erhalten. Ihre Zusammensetzungen sind in Tabelle 1 gezeigt.
  • Diese C&sub9;-Alkoholmischungen wurden verestert und ihre Weichmachereigenschaften in der gleichen weise wie in Beispiel 1 untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
  • VERGLEICHSBEISPIEL 3
  • Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DOP) wurde mit Vinylchloridharz vermischt, und es wurden seine Weichmachereigenschaften in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt. Tabelle 1 Beispiel Gruppenkomponente (Gew.-%) Tabelle 1 (Fortsetzung) Vergleichsbeispiel Gruppenkomponente (Gew.-%) Tabelle 2 Beispiel Zugfestigkeit Dehnung Modul Verdampfung Tag Kältebeständigkeit Isolationseigenschaften (Vol.-Widerstand) Tabelle 2 (Fortsetzung) Beispiel Zugfestigkeit Dehnung Modul Verdampfung Tag Kältebeständigkeit Isolationseigenschaften (Vol.-Widerstand) Tabelle 2 (Fortsetzung) Vergleichsbeispiel Zugfestigkeit Dehnung Modul Verdampfung Tag Kältebeständigkeit Isolationseigenschaften (Vol.-Widerstand) Tabelle 2 (Fortsetzung) Vergleichsbeispiel Zugfestigkeit Dehnung Modul Verdampfung Tag Kältebeständigkeit Isolationseigenschaften (Vol.-Widerstand)
  • Wie sich aus den Beispielen ergibt, sind die Alkoholmischungen für Weichmacher nach der vorliegenden Erfindung besser als konventinonelle Alkohole für Weichmacher, wie 2-Ethylhexanol, hinsichtlich der Kältebeständigkeit und der elektrischen Isolationseigenschaften, wenn sie als Weichmacher für z. B. ein Vinylchloridpolymer eingesetzt werden. Die vorliegende Erfindung schafft Alkoholmischungen für Weichmacher, die vom industriellen Standpunkt sehr brauchbar sind.

Claims (7)

1. C&sub9;-Alkoholgemisch für Weichmacher, erhalten durch die Hydroformylierung und Hydrierung eines C&sub8;-Olefingemisches als dem Ausgangsmaterial, das erhalten ist durch die Dimerisierung einer Butenfraktion, wobei das Alkoholgemisch von 10 bis 50 Gew.-% einer ersten Gruppenkomponente mit einer Retentionszeit, die nicht länger als die Retentionszeit von Isobutyl-n-caprylat ist, von 10 bis 40 Gew.-% einer zweiten Gruppenkomponente mit einer Retentionszeit, die länger als die von Isobutyl-n-caprylat und nicht länger als die von Methyl-n-caprinat ist und von 30 bis 70 Gew.-% einer dritten Gruppenkomponente mit einer Retentionszeit, die länger als die von Methyl-n-caprinat ist, umfaßt, wie es durch Gaschromatographie unter Verwendung einer Kapillarsäule, gepackt mit einem Polyethylenglykol mit einem Zahlenmittel des Molekulargewichtes von 15.000 bis 20.000 als einem Mittel zum Trennen der Isomeren in solche drei Komponenten aufgeteilt ist.
2. Alkoholgemisch nach Anspruch 1, das von 10 bis 35 Gew.-% der ersten Gruppenkomponente, von 10 bis 40 Gew.-% der zweiten Gruppenkomponente und von 30 bis 70 Gew.-% der dritten Gruppenkomponente umfaßt.
3. Alkoholgemisch nach Anspruch 1, das von 15 bis 35 Gew.-% der ersten Gruppenkomponente, von 10 bis 40 Gew.-% der zweiten Gruppenkomponente und von 30 bis 65 Gew.-% der dritten Gruppenkomponente umfaßt.
4. Alkoholgemisch nach Anspruch 1, das von 20 bis 35 Gew.-% der ersten Gruppenkomponente, von 10 bis 40 Gew.-% der zweiten Gruppenkomponente und von 30 bis 60 Gew.-% der dritten Gruppenkomponente umfaßt.
5. Alkoholgemisch nach Anspruch 1, d von 20 bis 30 Gew.-% der ersten Gruppenkomponente, von 15 bis 33 Gew.-% der zweiten Gruppenkomponente und von 35 bis 60 Gew.-% der dritten Gruppenkomponente umfaßt.
6. Alkoholgemisch nach Anspruch 1, worin die Hydroformylierung mittels eines Rhodium-Katalysators ausgeführt ist.
7. Alkoholgemisch nach Anspruch 6, worin die Hydroformulierung bei einer Rhodium-Konzentration von 0,1 bis 1.000 ppm als Rhodiumatome, bei einer Temperatur von 80 bis 200ºC unter einem Druck vom atmosphärischen Druck bis 490 bar (500 kg/cm²G) und einem Volumenverhältnis von H&sub2;/CO von 0,5 bis 4 ausgeführt ist.
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