DE3920573A1 - Kuehlkanal zum gesteuerten abkuehlen von duennen glasscheiben - Google Patents
Kuehlkanal zum gesteuerten abkuehlen von duennen glasscheibenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kühlkanal zum gesteuerten
Abkühlen von dünnen, in horizontaler Lage auf einem
kontinuierlich angetriebenen Rollenförderer
transportierten ebenen Glasscheiben im Anschluß an eine
Wärmebehandlung mit wenigstens zwei getrennt regelbaren
Kühlzonen.
Wenn in Glasscheiben im Anschluß an eine Wärmebehandlung
keine Spannungen oder Deformationen entstehen sollen,
müssen sie einer gesteuerten gleichmäßigen Abkühlung
unterworfen werden. Üblicherweise erfolgt die Abkühlung
in einem Durchlaufofen oder in einem Kühlkanal durch einen
entgegen der Förderrichtung strömenden Axialluftstrom,
der quer zur Förderrichtung umgewälzt wird (DE-AS
10 49 549, 19 60 367).
Bei extremen Anforderungen an die Planität und an die
Spannungsfreiheit bei sehr dünnen Glasscheiben führen die
bekannten Kühlkanäle nicht zu befriedigenden Ergebnissen.
Extreme Anforderungen liegen beispielsweise dann vor, wenn
Einzelglasscheiben, die zu einer Verbundglasscheibe
weiterverarbeitet werden sollen, zunächst einzeln einem
Wärmebehandlungsvorgang unterworfen werden, bevor sie
paarweise gebogen werden. Ein solcher dem Biegevorgang
voraufgehender Wärmebehandlungsvorgang der Einzelscheiben
ist beispielsweise dann erforderlich, wenn elektrisch
beheizbare Windschutzscheiben durch Beschichtung einer
innenliegenden Oberfläche mit einer transparenten
Leitschicht hergestellt werden sollen. Die Bedampfung der
betreffenden Glasoberfläche erfolgt zwar erst nach dem
Biegen des Glasscheibenpaares, jedoch werden in diesem Fall
die Stromzuführungselektroden und gegebenenfalls ein
lichtundurchlässiger Dekorrahmen jeweils aus einer
Einbrennfarbe in einem voraufgehenden Arbeitsgang auf eine
der Einzelscheiben in planem Zustand aufgebracht und
eingebrannt. Nach dem Einbrennen der Einbrennfarbe wird die
betreffende Einzelglasscheibe mit der zweiten
Einzelglasscheibe zusammengelegt und zusammen mit dieser
als Paar gebogen.
Es hat sich gezeigt, daß es außerordentlich schwierig
ist, nach dem beschriebenen Verfahren heizbare gebogene
Verbundglasscheiben mit derselben optischen Qualität
herzustellen, wie sie bei üblichen, das heißt nicht
heizbaren Windschutzscheiben normalerweise erreicht wird,
und daß eine besondere Bedeutung dabei dem Zustand
derjenigen Einzelglasscheibe zukommt, die bereits einer
voraufgegangenen Wärmebehandlung unterzogen wurde. Diese
Einzelglasscheibe muß, wenn sie keinen negativen Einfluß
auf die optische Qualität der Verbundglasscheibe ausüben
soll, nicht nur absolut eben und ohne Deformationen,
sondern auch völlig frei von inneren Spannungen sein, die
bei dem späteren Biegeprozeß zu störenden Deformationen
führen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kühlkanal
zum Kühlen von dünnen Flachglasscheiben nach einer
voraufgehenden Wärmebehandlung zu schaffen, der auch
höchsten Anforderungen bezüglich der Planität und der
Spannungsfreiheit der gekühlten Glasscheiben genügt, wie
sie beispielsweise für Einzelglasscheiben gefordert
werden, die für die Weiterverarbeitung zu gebogenen
Windschutzscheiben aus Verbundglas bestimmt sind.
Erfindungsgemäß zeichnet sich der Kühlkanal dadurch aus,
daß die erste Kühlzone in Längsrichtung des Kühlkanals
durch quer angeordnete Trennwände begrenzt ist, die nur
einen schmalen Einlauf- und Auslaufschlitz für die
Glasscheiben aufweisen, daß in der ersten Kühlzone
oberhalb und unterhalb der Transportwellen jeweils ein sich
über die gesamte Breite des Kanals erstreckender
luftdurchströmter Strahlungsabsorber angeordnet ist, wobei
die Temperatur der Strahlungsabsorber und der Volumenstrom
der die Strahlungsabsorber durchströmenden Kühlluft
regelbar sind, und daß in der zweiten Kühlzone einerseits
oberhalb und unterhalb der Transportwellen sich quer zur
Transportrichtung erstreckende, mit temperaturgeregelter
Kühlluft beaufschlagbare Schlitzdüsen und andererseits
Abzugsöffnungen vorgesehen sind, durch die der Kühlluft
eine axiale Strömungsrichtung entgegen der Förderrichtung
der Glasscheiben erteilt wird.
Durch die erfindungsgemäßen Merkmale wird ein Kühlkanal
für dünne Glasscheiben geschaffen, der in optimaler Weise
den genannten Anforderungen genügt und der selbst bei
verhältnismäßig hoher Transportgeschwindigkeit der
Glasscheiben durch den Kühlkanal eine einwandfreie
Kühlung der Glasscheiben ohne jede Deformation und ohne
störende Restspannungen erlaubt.
Bei dem erfindungsgemäßen Kühlkanal erfolgt die Kühlung
in dem besonders kritischen Temperaturbereich, das heißt
im heißen Endabschnitt des Kühlkanals, ausschließlich
durch Strahlungsabsorption mit Hilfe von großflächigen
Absorberkästen oder Absorberrohren, deren dem Glas
zugewandte Oberfläche auf bestimmte optimale Temperaturen
geregelt wird. Um jede Konvektion zu unterbinden, die zu
einer Störung der gleichmäßigen Kühlung durch die
Strahlungsabsorber führen würde, ist die erste Kühlzone
als geschlossene Kammer ausgeführt, die als Öffnungen
lediglich einen schmalen Einlaufschlitz für die
Glasscheiben und einen schmalen Auslaufschlitz für die
Glasscheiben aufweist, wobei diese Einlauf- und
Auslaufschlitze extrem kleine Abmessungen haben. Innerhalb
dieser ersten Kühlzone wird der kritischste
Temperaturbereich verhältnismäßig langsam durchlaufen,
das heißt es erfolgt eine gleichmäßige und langsame
Abkühlung um lediglich etwa 50 Grad Celsius. Diese
langsame Abkühlung wird dadurch erreicht, daß die
Oberfläche der Strahlungsabsorber beispielsweise auf eine
Temperatur von etwa 400 Grad Celsius eingeregelt wird.
Gegebenenfalls wird diese Temperatur durch die Zuschaltung
von elektrischen Heizelementen erreicht, die zusätzlich zu
den Strahlungsabsorbern vorgesehen sind und während der
Anlaufphase des Ofens eingeschaltet werden.
Nachdem die Glasscheiben in dem besonders kritischen
Temperaturbereich in der beschriebenen Weise durch reine
Strahlungsabsorption gekühlt sind, treten sie in die
zweite Kühlzone ein, in der eine gleichmäßige, aber
intensivere Abkühlung durch Konvektion erfolgt, indem mit
Hilfe von Schlitzdüsen temperaturgeregelte Kühlluft auf
die Glasscheiben aufgeblasen und in Längsrichtung entgegen
der Förderrichtung der Glasscheiben durch diese Kühlzone
geführt wird.
Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen des
erfindungsgemäßen Kühlkanals ergeben sich aus den
Unteransprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Zeichnungen.
Von den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Kühlkanals,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Kühlkanals und
Fig. 3 eine dritte Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Kühlkanals.
Der Kühlkanal schließt sich unmittelbar an einen Ofen 1
an, in dem die erforderliche Wärmebehandlung vorgenommen
wird. Beispielsweise dient der Ofen 1 dazu, auf einer
dünnen Glasscheibe von 1,5 bis 2,5 mm Dicke eine
Einbrennfarbe, die zuvor nach einem Druckverfahren auf die
Glasoberfläche aufgebracht wurde, bei einer Temperatur von
500 bis 600 Grad Celsius einzubrennen bzw. aufzuschmelzen.
Die Glasscheibe wird aus synchron angetriebenen
Transportwellen 2 durch den Ofen 1 und durch den sich
anschließenden Kühlkanal hindurchgefördert. Die
Temperatur der Glasscheibe wird an der Übergangsstelle
zwischen dem Ofen 1 und dem Kühlkanal mit Hilfe eines
Strahlungspyrometers 3 gemessen, wobei der Ist-Wert der
Temperatur der Glasscheibe einem Prozessor zugeleitet wird,
der zur Steuerung der verschiedenen, nachfolgend im
einzelnen beschriebenen Einrichtungen dient.
Der Kühlkanal umfaßt zwei Kühlzonen, nämlich eine erste
Kühlzone A und eine zweite sich daran anschließende
Kühlzone mit den drei Abschnitten B, C und D.
Die Kühlzone A ist zum Ofen 1 durch eine Trennwand 6 und
zum nachfolgenden Abschnitt B durch eine Trennwand 7
abgeschlossen. In der Trennwand 6 befindet sich in Höhe
der Transportebene ein schmaler Einlaufschlitz 8 für die
Glasscheiben, dessen Abmessungen und Ausgestaltung so
gewählt sind, daß der Durchtritt von Luft so weit wie
möglich vermieden wird. Ebenso ist in der Trennwand 7
lediglich ein sehr schmaler Auslaufschlitz 9 vorgesehen,
der zwar den Durchtritt der Glasscheiben gestattet, im
übrigen aber einen Luftdurchtritt so weit wie möglich
verhindert. Auch auf den anderen Seiten ist der Kühlkanal
innerhalb der Kühlzone A derart geschlossen, daß der
Zutritt oder der Austritt von Luft verhindert wird.
Die Abkühlung der Glasscheiben erfolgt innerhalb der
Kühlzone A ausschließlich durch Absorption der
Strahlungswärme mit Hilfe eines oberhalb der
Transportrollen angeordneten Strahlungsabsorbers 11 und
eines unterhalb der Transportrollen angeordneten
Strahlungsabsorbers 12. Die Strahlungsabsorber 11 und 12
bestehen aus großflächigen Metallgehäusen, durch die
Luft von geregelter Temperatur hindurchgeleitet wird,
wodurch die den Glasscheiben zugewandten ebenen
Kühlflächen 13 auf eine gewünschte Temperatur geregelt
werden. Um auch schon während der Anlaufphase des Ofens,
während der die Transportwellen 2 noch verhältnismäßig
kalt sind, die gewünschten Temperaturbedingungen in der
Kühlzone A zu erreichen, sind zwischen den Kühlflächen
13 und den Transportwellen 2 elektrische Heizelemente 14
angeordnet, die über einen von der Prozeßsteuerung
angesteuerten Spannungsregler 15 erforderlichenfalls mit
Strom versorgt werden.
Der obere Strahlungsabsorber 11 wird durch den Ventilator
18 über die Leitung 19 mit dem erforderlichen Luftstrom
versorgt und der untere Strahlungsabsorber 12 von dem
Ventilator 20 über die Leitung 21. Der Volumenstrom der
Kühlluft wird jeweils über eine Regelklappe 22, die
jeweils durch einen Elektromotor 23 verstellt wird, auf den
erforderlichen Wert geregelt. Die Elektromotore 23 werden
von der Prozeßsteuereinrichtung angesteuert. Als
Regelgröße dient die Temperatur in der Kammer, gemessen
zwischen der Glasoberfläche und der Kühlfläche 13, und
zwar mit Hilfe eines gegen die direkte Strahlung
geschützten Thermofühlers 24.
Die jeweiligen Signal- und Steuerleitungen zum Prozessor
sind der besseren Übersicht wegen nicht dargestellt. Die
Kühlluft verläßt den Strahlungsabsorber 11 bzw. 12
jeweils durch die ins Freie führende Leitung 26. Die
Abkühlung der Glasscheibe in der Kühlzone A beträgt
maximal etwa 50 Grad Celsius.
Die Abschnitte B, C und D der zweiten Kühlzone sind
räumlich nicht voneinander abgetrennt, sondern bilden
einen zusammenhängenden Kanal, der entgegen der
Transportrichtung der Glasscheiben von der Kühlluft
durchströmt wird. Die Kühlluft wird im geschlossenen
Kreislauf geführt und mit Hilfe des Ventilators 30 durch
die Rohrleitung 31 im Abschnitt B abgezogen und jeweils
nach entsprechender Temperierung durch die Leitungen 32 dem
Abschnitt C und durch die Leitungen 33 dem Abschnitt D
zugeführt.
Um die in den Abschnitt C durch die Leitungen 32
eingeführte Kühlluft auf die gewünschte Temperatur zu
bringen, wird die vom Ventilator 30 angesaugte warme Luft
zunächst einem Wärmetauscher 36 zugeführt, in dem sie in
einer ersten Stufe gekühlt wird. Zur Kühlung dient
Außenluft, die mittels einer Pumpe 37 angesaugt und deren
Volumenstrom mit Hilfe einer in der Leitung 38 angeordneten
Regelklappe 39 geregelt wird. Die Regelklappe 39 wird von
einem Elektromotor 40 gesteuert, wobei als Regelgröße die
von einem Thermoelement 41 in der Leitung 42 gemessene
Lufttemperatur dient.
Von der Leitung 42 zweigt die Leitung 43 ab, durch die die
für den Abschnitt C bestimmte Kühlluft zunächst durch
einen Durchlauferhitzer 44 strömt, in dem die Luft
gegebenenfalls durch elektrische Heizwiderstände erhitzt
wird, wenn beispielsweise beim Anfahren des Ofens bzw. des
Kühlkanals die Luft in der Leitung 32 eine zu niedrige
Temperatur aufweist. Beispielsweise soll die durch die
Leitung 32 in den Abschnitt C eingeführte Kühlluft eine
Temperatur von etwa 300 Grad Celsius aufweisen. In der
Leitung 32 wird die Lufttemperatur durch ein Thermoelement
45 gemessen, wobei diese Temperatur als Regelgröße dient.
Die durch die Leitungen 33 dem Abschnitt D zugeführte
Kühlluft soll eine Temperatur von beispielsweise 200 Grad
Celsius aufweisen. Die durch die Leitung 42 strömende Luft
wird deshalb durch einen weiteren Wärmetauscher 48
geleitet, wo sie auf die gewünschte Temperatur
heruntergekühlt wird. Zur Kühlung dient wiederum
Frischluft, die durch die Pumpe 49 dem Wärmetauscher 48
zugeführt wird. Der Volumenstrom wird durch die von dem
Elektromotor 50 gesteuerte Regelklappe 51 geregelt, und
zwar in Abhängigkeit von der mit Hilfe des Thermoelements
52 festgestellten Temperatur in der Leitung 53. Zwischen
der Leitung 53 und den Leitungen 33 ist wiederum ein
elektrischer Durchlauferhitzer 54 vorgesehen, durch den
gegebenenfalls die Kühlluft auf eine höhere Temperatur
erwärmt wird. Als Regelgröße für den Durchlauferhitzer
54 dient die Temperatur der Luft in der Leitung 33, die
durch ein Thermoelement 55 festgestellt wird.
Sowohl in dem Abschnitt C als auch in dem Abschnitt D sind
oberhalb und unterhalb der Transportrollenbahn Blaskästen
58 angeordnet, in die die Kühlluftleitungen 32 bzw. 33
münden und die auf ihren den Glasscheiben zugewandten
Seiten mit Schlitzdüsen versehen sind, die sich quer über
die gesamte Breite der Blaskästen erstrecken. Der
Kühlluftstrom zu den Blaskästen 58 kann gegebenenfalls
mittels Regelklappen 34, 35 eingestellt werden.
In dem Abschnitt B, aus dem die Kühlluft abgesaugt wird,
ist oberhalb und unterhalb der Transportrollenbahn jeweils
eine elektrische Heizvorrichtung 60 angeordnet, um im
Bedarfsfall, das heißt insbesondere in der Anlaufphase des
Ofens, in der die Betriebstemperatur des Kühlkanals noch
nicht erreicht ist und die Transportwellen noch
verhältnismäßig kalt sind, die Temperatur in dieser Zone
zu erhöhen. Die Temperatur wird durch gegen direkte
Bestrahlung geschützte Thermoelemente 61 gemessen, wobei
das entsprechende Signal als Regelgröße für den
Spannungsregler 62 dient.
Am Ausgang des Kühlkanals wird die Temperatur der
Glasscheiben von einem dort angeordneten Pyrometer 63
erfaßt. An dieser Stelle, das heißt beim Verlassen des
Kühlkanals, soll die Temperatur der Glasscheiben etwa 200
Grad Celsius betragen.
Bei der in einem geschlossenen Kreislauf geführten
Kühlluft entspricht die in den Kühlkanal eingeführte
Kühlluftmenge der aus dem Kühlkanal abgesaugten
Luftmenge. Es kann aber zweckmäßig sein, das Verhältnis
der eingeblasenen Kühlluft zur abgesaugten Kühlluft
geringfügig zu ändern, um auf diese Weise im Kühlkanal
einen geringen Überdruck oder gegebenenfalls einen
geringen Unterdruck zu erzeugen.
Der in Fig. 2 dargestellte Kühlkanal umfaßt ebenfalls
zwei Kühlzonen, die wiederum als erste Kühlzone A und als
zweite, die Abschnitte B, C und D umfassende zweite
Kühlzone bezeichnet werden. Die Kühlzone A ist wiederum
durch eine Trennwand 6 von dem voraufgehenden Ofen 1 und
durch eine Trennwand 7 von dem nachfolgenden Abschnitt B
getrennt, wobei in der Trennwand 6 ein sehr schmaler
Einlaufschlitz 8 für die Glasscheiben und in der
Trennwand 7 ebenfalls ein sehr schmaler Auslaufschlitz für
die Glasscheiben vorgesehen ist. Im übrigen ist die
Kühlzone A identisch aufgebaut wie die in der Fig. 1
dargestellte Kühlzone A, so daß insoweit auf die
Beschreibung der Fig. 1 verwiesen wird.
Die Kühlluft wird wiederum in die Abschnitte C und D
eingespeist, und zwar im Abschnitt D über Leitungen 66 und
über Blaskästen 67, die oberhalb und unterhalb der
Transportbahn angeordnet sind. Die Blaskästen 67 sind mit
Blasschlitzen versehen, die sich quer über die Breite der
Blaskästen erstrecken. Auch im Abschnitt C sind derartige
Blaskästen 67 angeordnet, die dort über Leitungen 68 mit
der Kühlluft versorgt werden. Die Kühlluftströme können
gegebenenfalls durch Regelklappen 69 in den Leitungen 66
und 68 eingestellt werden. Die aus den Blaskästen 67
ausströmende Blasluft strömt im Kühlkanal entgegen der
Transportrichtung der Glasscheiben und wird mit Hilfe des
Ventilators 70 in dem Abschnitt B durch eine Absaugöffnung
und die Leitung 71 abgesaugt.
Vom Ventilator 70 wird ein Teil der aus dem Kühlkanal
abgesaugten Kühlluft über die Leitung 72 in die
Atmosphäre geleitet, während ein anderer Teil der vom
Ventilator 70 angesaugten Luft über die Leitung 73 im
Kreislauf geführt wird und zunächst in den Ventilator 74
gelangt. Die Höhe des in die Atmosphäre strömenden
Anteils wird durch die Regelklappe 75 geregelt, die von dem
Elektromotor 76 bestätigt wird.
Auf der Saugseite des Ventilators 74 wird der durch die
Leitung 73 zuströmenden Heißluft durch die Leitung 78
kalte Frischluft beigemischt, wobei das Verhältnis der
Kaltluft durch die Regelklappe 79 eingestellt wird, die von
dem Motor 80 betätigt wird. Durch den Anteil der Kaltluft
wird die Lufttemperatur in der Leitung 81 auf der
Druckseite des Ventilators 74 bestimmt. Als Regelgröße
für die Kaltluftregelklappe 79 dient die mit Hilfe des
Thermoelements 82 in der Leitung 81 gemessene
Lufttemperatur. Die Feinregelung der Lufttemperatur der
durch die Leitungen 66 in den Abschnitt D einströmenden
Kühlluft erfolgt mit Hilfe eines Durchlauferhitzers 83,
wobei als Regelgröße für die Heizelemente in dem
Durchlauferhitzer 83 die mit Hilfe des Thermoelements 84
gemessene Temperatur der in der Leitung 66 strömenden
Kühlluft dient. Die Temperatur der durch die Leitungen 68
in den Abschnitt C einströmenden Kühlluft wird in dem
Durchlauferhitzer 87 auf den gewünschten Wert gebracht,
wobei auch hier die Temperatur der in der Leitung 68
strömenden Luft, die mit dem Thermoelement 88 gemessen
wird, als Regelgröße dient.
Durch die angesaugte Kaltluftmenge steuernde Regelklappe 79
und die die aus dem Kühlkanal abgesaugte Heißluft
teilweise in die Atmosphäre leitende Regelklappe 75 sind
über die Steuerleitung 90 derart miteinander gekoppelt,
daß der Volumenstrom der angesaugten Kaltluft jeweils dem
Volumenstrom der in die Atmosphäre geleiteten Heißluft
entspricht oder, falls erwünscht, durch Erhöhung oder
Verringerung der angesaugten Kaltluftmenge gegenüber der
in die Atmosphäre geleiteten Heißluftmenge im Kühlkanal
ein geringer Überdruck oder Unterdruck herrscht.
In dem Abschnitt B sind ebenso wie bei dem anhand der Fig. 1
beschriebenen Kühlkanal elektrische Heizvorrichtungen 60
oberhalb und unterhalb der Transportbahn angeordnet, mit
deren Hilfe die Temperatur im Abschnitt B gegebenenfalls
auf einen gewünschten Wert geregelt wird, wobei als
Regelgröße die von dem Thermoelement 61 festgestellte
Temperatur zwischen den Transportrollen und den
Heizvorrichtungen 60 dient.
Auch die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform des
Kühlkanals weist zwei Kühlzonen auf, nämlich eine erste
Kühlzone A und die die drei Abschnitte B′, C′ und D′
umfassende zweite Kühlzone. Die Kühlzone A ist identisch
mit der anhand der Fig. 1 beschriebenen Kühlzone A, so
daß insoweit auf die dortige Beschreibung verwiesen wird.
Gegenüber dem Ofen 1 ist die Kühlzone A wiederum durch
eine Trennwand 6 und gegenüber dem Abschnitt B′ durch
eine Trennwand 7 abgetrennt.
Die Abschnitte B′, C′ und D′ sind in diesem Fall durch
Trennwände gegeneinander abgeschirmt, und in jedem dieser
Abschnitte wird jeweils ein in sich geschlossener
Kühlluftstrom aufrechterhalten. Eine Trennwand 93 zwischen
den Abschnitten B′ und C′ verhindert den Durchtritt der
Kühlluft von dem Abschnitt C′ zum Abschnitt B′, und die
Trennwand 94 schirmt den Abschnitt D′ gegen den Abschnitt
C′ ab.
In jedem der drei Abschnitte B′, C′ und D′ wird jeweils ein
im wesentlichen in Längsrichtung entgegen der
Transportrichtung der Glasscheiben strömender
Kühlluftstrom aufrechterhalten, wobei jedem der drei
Abschnitte ein eigener Ventilator und ein eigenes
Regelsystem für den Volumenstrom und für die Temperatur
der Kühlluft zugeordnet ist. Die Einrichtungen für die
Erzeugung und Regelung des Kühlluftstroms sind jeweils
gleich und werden für den Abschnitt B′ beschrieben.
Oberhalb und unterhalb der Transportbahn ist jeweils ein
Blaskasten 96 angeordnet, der mit quer zur Achsrichtung des
Kühlkanals ausgerichteten Blasschlitzen versehen ist.
Durch die Leitungen 97 werden die Blaskästen 96 mit der
Kühlluft versorgt, deren Volumenstrom gegebenenfalls durch
Regelklappen 95 einstellbar ist, während die erwärmte
Kühlluft durch die Leitung 98 abgesaugt wird. Der
Ventilator 99, durch den die Kühlluft im Kreislauf
geführt wird, leitet die abgesaugte erwärmte Kühlluft
über die Leitung 100 in einen Wärmetauscher 101. In dem
Wärmetauscher 101 wird die im Kreislauf geführte
Kühlluft durch von außen durch die Leitung 102 mit Hilfe
der Pumpe 103 angesaugte Kaltluft auf die gewünschte
Temperatur abgekühlt, wobei der Volumenstrom der Kaltluft
durch die Regelklappe 104 mit Hilfe des Elektromotors 105
gesteuert wird. Zur Feineinstellung der Temperatur der in
die Blaskästen 96 eingespeisten Kühlluft dient der
elektrische Durchlauferhitzer 106. Regelgröße für die
Heizelemente des Durchlauferhitzers 106 ist die Temperatur
in der Kühlzone in der Nähe der Glasscheiben, die mit
Hilfe des gegen direkte Strahlung abgeschirmten
Thermoelements 107 gemessen wird.
Mit Hilfe der drei getrennt regelbaren Abschnitte B′, C′
und D′ der zweiten Kühlzone kann die Temperatur in jedem
Abschnitt in optimaler Weise unabhängig von der Temperatur
in den benachbarten Abschnitten auf den jeweils
günstigsten Wert eingestellt werden.
Claims (17)
1. Kühlkanal zum gesteuerten Abkühlen von dünnen, in
horizontaler Lage auf einem kontinuierlich
angetriebenen Rollenförderer transportierten ebenen
Glasscheiben im Anschluß an eine Wärmebehandlung mit
wenigstens zwei getrennt regelbaren Kühlzonen,
dadurch gekennzeichnet, daß die
erste Kühlzone (A) in Längsrichtung des Kühlkanals
durch quer angeordnete Trennwände (6, 7) begrenzt ist,
die nur einen schmalen Einlauf- und Auslaufschlitz
(8, 9) für die Glasscheiben aufweisen, daß in der
ersten Kühlzone (A) oberhalb und unterhalb der
Transportwellen (2) jeweils ein sich über die gesamte
Breite des Kühlkanals erstreckender luftdurchströmter
Strahlungsabsorber (11, 12) angeordnet ist, wobei die
Temperatur der Strahlungsabsorber und der Volumenstrom
der die Strahlungsabsorber (11, 12) durchströmenden
Kühlluft regelbar sind, und daß in der zweiten
Kühlzone einerseits oberhalb und unterhalb der
Transportwellen (2) sich quer zur Transportrichtung
erstreckende, mit temperaturgeregelter Kühlluft
beaufschlagbare Schlitzdüsen und andererseits
Abzugsöffnungen vorgesehen sind, durch die der
Kühlluft eine axiale Strömungsrichtung entgegen der
Förderrichtung der Glasscheiben erteilt wird.
2. Kühlkanal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Strahlungsabsorber (11, 12) in der Kühlzone
(A) jeweils eine ebene metallische Absorberplatte (13)
aufweisen.
3. Kühlkanal nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Kühlzone (A) zwischen den
Transportwellen (2) und den Absorberplatten (13)
jeweils elektrische Heizelemente (14) vorgesehen sind.
4. Kühlkanal nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch
einen Regelkreis zur Regelung der Temperatur in der
Kühlzone (A), wobei ein in dem Raum zwischen den
Transportwellen (2) und der Kühlfläche (13) eines
Strahlungsabsorbers (11, 12) angeordneter, gegen direkte
Strahlungsbeaufschlagung geschützter Temperaturfühler
(Thermoelement 24) die Regelgröße für den Regelkreis
liefert.
5. Kühlkanal nach Anspruch 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Strahlungsabsorber (11, 12)
jeweils von einem eigenen Ventilator (18, 20) mit
Kühlluft beaufschlagt werden.
6. Kühlkanal nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweite Kühlzone drei
Abschnitte (B, C, D) umfaßt, in denen die Temperatur
und/oder die Strömungsbedingungen der Kühlluft
getrennt regelbar sind.
7. Kühlkanal nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die drei Abschnitte (B, C, D) der zweiten Kühlzone
einen durchgehenden Kanal bilden, der insgesamt in
Längsrichtung von der Kühlluft durchströmt wird und
aus dem die erwärmte Kühlluft nur am heißen Ende
(Abschnitt B) abgesaugt wird.
8. Kühlkanal nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kühlluft in einem
geschlossenen Kreislauf geführt wird und daß
Wärmetauscher (36, 48) innerhalb des Kreislaufs
vorgesehen sind, mit deren Hilfe die Kühlluft auf die
gewünschte Temperatur heruntergekühlt wird.
9. Kühlkanal nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kühlluft teilweise im
Kreislauf geführt wird und daß die Kühlung der
Kühlluft durch gesteuerte Beimischung von Kaltluft zu
der abgesaugten erwärmten Luft erfolgt.
10. Kühlkanal nach Anspruch 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß elektrische Durchlauferhitzer
(44, 54) zur Feinregelung der Temperatur der Kühlluft
vorgesehen sind.
11. Kühlkanal nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß als Regelgröße für die
Temperaturregelung der Kühlluft die Lufttemperatur vor
dem Eintritt in die die Schlitzdüsen aufweisenden
Blaskästen (58) dient.
12. Kühlkanal nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden letzten Abschnitte
(C, D) der zweiten Kühlzone jeweils mit Blaskästen
(58, 67) ausgestattet sind und daß die Blaskästen in
jedem Abschnitt (C, D) mit Kühlluft beaufschlagbar
sind, deren Temperatur getrennt regelbar ist.
13. Kühlkanal nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem der Kühlzone (A)
benachbarten Abschnitt (B) der zweiten Kühlzone
elektrische Heizvorrichtungen (60) angeordnet sind.
14. Kühlkanal nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch einen
Temperaturregelkreis in der Kühlzone (A), bei dem die
von einem gegen direkte Strahlungsbeaufschlagung
abgeschirmten, oberhalb der Transportwellen (2)
angeordneten Temperaturfühler (24) gemessene
Temperatur als Regelgröße dient.
15. Kühlkanal nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die drei Abschnitte (B′, C′, D′) der zweiten
Kühlzone durch Trennwände (93, 94) voneinander
getrennt sind.
16. Kühlkanal nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß in jedem Abschnitt (B′, C′, D′) der zweiten
Kühlzone mit quer angeordneten Blasschlitzen versehene
Blaskästen (96) angeordnet sind und daß die
Blaskästen (96) in jedem Abschnitt (B′, C′, D′) von
einem eigenen Ventilator (99) mit Kühlluft
beaufschlagt werden.
17. Kühlkanal nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß in jedem Abschnitt (B′, C′, D′) die Kühlluft in
geschlossenem Kreislauf geführt wird und daß in
jedem Kühlluftkreis ein Wärmetauscher (101) zur
Kühlung der aus dem Kühlkanal abgesaugten Luft und
ein Durchlauferhitzer (106) zur eventuellen Erwärmung
bzw. Feinregelung der Temperatur der gekühlten
Kühlluft vorgesehen ist.
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