DE401497C - Rechenmaschine - Google Patents

Rechenmaschine

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DE401497C
DE401497C DEJ24613D DEJ0024613D DE401497C DE 401497 C DE401497 C DE 401497C DE J24613 D DEJ24613 D DE J24613D DE J0024613 D DEJ0024613 D DE J0024613D DE 401497 C DE401497 C DE 401497C
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DEJ24613D
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ALFRED JUDT
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ALFRED JUDT
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Description

  • Rechenmaschine. Die vorliegende Erfindung einer Rechenmaschine geht von der Verwendung arithmetischer Progressionen für. alle in Betracht kommenden Rechnungsarten aus. Wenn man Zahngruppen o. dgl. in Maschinenelementen (Zahnrädern, Zahnstangen usw.) nach .den variablen Gliedern .der rechten Seite folgernder allgemeinen Multiplikationsgleichung
    m n - [(ra) -t- (a - i) -E- (a - 2) . . . -f- (a-m+ i)] -i-- [(n - a) + (n--a + i)
    (n - a+ 2) . . , -j--. (n J- a -i-- m -.i)] . . . . . . . . . . . . (Gleichung i)
    anordnet, in .welcher a eine beliebig zu wählende Konstante ist, und läßt diese Zahngruppen o.,dgl. auf ein Zählwerk mit bekannter Zehnerübertragung wirken, ihre Summen also von diesem auszählen, so zeigt das Zählwerk-,das von der linken Seite der Gleichung i genannte Multiplikationsprodukt an.
  • Setzt man in der allgemeinen Gleichung i a - 9, so gelangt man zu der handlicheren Sonderformel m - n = [(9) -i- (8) -E- (7) . . . -1- (To - r n)] -I-- [(ya - 9) -f- (n - 8) -!- ('Z - 7) ...
  • (n+ m - ro)).. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Gleichung 2). In Abb. i sind zwei nach dieser Formel ausgebildete Maschinenelemente schematisch dargestellt. Das Multiplikatorelement in enthält zwischen den groß bezifferten Multiplikatorstrichen kleinere positive Zahlen, welche die Progressionsglieder aus der ersten großen Klammer der rechten Seite .der Gleichung 2 darstellen, und zwar in einem Umfange, wie ihn das kleine Einmaleins erfordert, während das Multiplikandenelement rc in analoger Anordnung die Progressionsglieder aus der zweiten großen Klammer der Gleichung 2 darstellt, aber, wie sich die Notwendigkeit hierfür aus Gleichung 2 ergibt, mit zusammen 18 Zahlengruppen., zum Teil positiven, zum Teil negativen Wertes.
  • In Abb. ia ist nun, um das Multiplikationsbeispiel 8 # 3 zu veranschaulichen, das Multiplikatorelement m gegen das Multiplikandenelement n so verschoben, daß sein Nullpunkt sich mit dem Multiplikanden 3 deckt. Von diesem-Nullpunkt .des Multiplikatorelements ifa bis zu seiner Ziffer 8 (also dem Multiplikator) sind nun, wie die beiden horizontalen geschweiften Klammern andeuten, alle Gruppenzahlen zu addieren, also In Abb. ib ist in analoger Weise die Multiplikation durchgeführt. Lästig, wenn auch nicht gerade grundlegend nachteilig, ist bei der Gleichung 2 der Umstand, daß in einer nach ihr ausgebildeten Rechenmaschine einem und demselben Maschinenelement (dem Multiplikandenelement) Additionen und Subtraktionen zugemutet werden. Es würde also bei einem Teil der auszuführenden Multiplikationen nacheinander in zweierlei Bewegungsrichtungen auf (das Zählwerk einwirken müssen und dazwischen außer Eingriff mit diesem. gebracht unid vor neuerEingriffserteilung erneut eingestellt werden müssen, um nach stattgehabter Addition die Subtraktion oder umgekehrt auszuführen.
  • Es ist deshalb erwünscht, eine noch einfachere arithmetische Reihe heranzuziehen, beispielsweise Mt- n= [i + 2 -f- 3. . . -(- n] + [(m-n) + (m -n + i) + (m-ia + 2) . . . -j- (m-i)] ... (Gleichung 3) und deren Alternativfassung m. n= [i -i- 2 + 3. .. + (m- i)] + [(n-m -f- i) + (n-m + 2) + (n-m -I- 3). . . + n] (Gleichung 4). Diese Gleichungen 3 und d. -gestatten die einfache Form der Multiplikationselemente, wie sie die Abb. 2 schematisch zeigt. Es sind hier nur zu addierende positive Werte vorhanden, im Element in diejenigen von o bis 8, im Element ia die von i bis g.
  • Der Multiplikationsvorgang gestaltet sich nun so, daß Multiplikator und Multiplikand an einer in der Maschine festen Stelle zunächst miteinander zur Deckung gebracht, d. h. an jener Stelle in. ,der Maschine »eingestellt« «erden. Sodann werden Element fit und Eleinent n an der Einstellstelle mit dem Zählwerk in Eingriff gebracht- und zusammen nach dem Nullpunkt zu bewegt, bis zu jenem der beiden je einen Anschlag tragenden Nullpunkte, welcher bei der erwähnten Bewegung zeitlich zuerst zum Zählwerk gelangt; mit anderen Worten, .die nunmehr miteinander gekuppelten Elemente in und n sind am Zählwerk vorbeizubewegen bis zum -ersten der beiden in Wirksamkeit tretenden Anschläge.
  • Das bereits behandelte Multiplikationsbeispiel 8 # 3 wird durch Abb. 2a veranschaulicht. Die Auszählung der Gruppen ergibt hier, übereinstimmend mit der Gleichung Abb. 21) behandelt dagegen das Multiplikationsbeispiel 3 # 8 gemäß Gleichung d.: In Abb. 3 ist ein Einzelsystem von Rechenelementen nach den Gleichungen 3 und .I @dargestellt. Auf einer gemeinschaftlichen durchgehenden Achse a sitzen lose die Rechenräder na und n. Sie sind als Stirnräder aus-"cbildet un,l tragen in je neun gleich langen Kreisumfangsteilen Zahngruppen, deren Zähnezahl in Übereinstimmung mit der Anordnung in Abb. 2 im Rechenrade na o bis 8 beträgt, im Rechenrande iz i bis g. Für die Einer, Zehner, Hunderter usw. des Multiplikanrlen ist je eins dieser aus in und yz bestehenden Einzelsysteme auf der Achse a hintereinander lose anzuordnen.
  • Mit dem Rechenrade n in seitlicher konzentrischer Anordnung fest verbunden ist ein Stirnrad b. Mit ihm in dauerndem Eingriff steht ein innen verzahntes Kreissegment c mit einem Einstellhebel d, welches um die in einem Ständerlager e gelagerte kurze Achse f drehbar ist. Die Einstellhebel d sind in Vertikalschlitzen des Gehäuses g drehbar. Die in :der Zeichnung mit kurzen Pfeilen und den Ziffern o bis 9 markierten Stellen geben die Rastpunkte des Einstellhebels d an, dergestalt, .daß bei Einstellung auf eine -dieser Ziffern die mit, dieser Ziffer übereinstimmende Umfangsstelle des Rechenrades n. an der Strichmarke h. sich befindet. In der Zeichnung ist Einstellung auf den Multiplikanden d. erfolgt.
  • Um die durchgehende Scharnierachse k kippbar und von jedem der Rechenradeinzelsysteme bis zu jedem anderen verschiebbar angeordnet ist ein DeckelgehätIse 1, welches ein bekanntes Zählwerk mit Zehnerübertragung o trägt. Die Scharnierachse k liegt in der Tangente an den Teilkreis der Rechenräder, welche durch den Schnittpunkt von Teilkreis und Strichmarke h geht, um einen korrekten Eingriff des unteren Zählwerk-Stirnrades zu sichern. Das untere Zählwerkstirnrad ist so breit, wie die beiden Rechenräder zusammen. Um zu verhindern, daß .das untere Zählwerkstirnrad an einer unrichtigen Stelle der Rechenradeinzelsysteme eintaucht, kann eine über die ganze Achsenausdehnung der Einzelsysteme reichende, in der Zeichnung nicht dargestellte Zahnschiene am festen Maschinengehäuse angebracht werden, deren Teilung _ der Entfernung der Einzelsysteme voneinander entspricht und mit deren Zahnlücken ein fest im Zählwerksträger l angebrachter Gegenzahn durch das Niederkippen des Zählwerkträgers l in Eingriff gebracht wird, oder umgekehrt. In dem Deckelgehäuse l befindet sich in bequemer Blickrichtung auf der Vorderseite ein Ablesefenster p.
  • Die Rechenräder in kann man, um sie jeweils - gemeinschaftlich auf :denselben Multiplikator einzustellen, durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte bekannte Zahnradübertragung in Eingriff mit den Zahnrädern einer außerhalb der Einzelsysteme liegenden durchgehenden Achse bringen, welche in dauerndem Eingriff mit dem zuhinterst in der Zeichnungsebene liegenden Multiplikatoreinstellhebel q steht. Wegen der Einstellung selbst mittels Hebels q wird auf das über die Einstellung der Rechenräder ia mittels Hebels d Gesagte Bezug genommen. In der Zeichnung steht der Einstellhebel q auf Multiplikator B.
  • In der Zeichnung ist an der Innenseite der hinteren Gehäusewand eine Anschlagsnocke r dargestellt. Die Rechenräder na und n tragen an bestimmten Stellen seitlich je ein Anschlagselement s und t, welche nur bei links gerichteter Drehbewegung der Rechenräder an den Anschlag r stoßen und so- die weitere Drehbewegung verhindern in dem Augenblicke, wo der Nullpunkt des Rechenradteilkreises an die Strichmarke 1L, also an die Eingriffsstelle des Zählwerkes, gelangt ist.
  • Wie ersichtlich, ist das in der Zeichnung dargestellte Einzelsystem eingestellt auf das Multiplikationsbeispiel 8 - 4. Diese Rechnung wird in :der Rechenmaschine nun so durchgeführt, daß durch ein besonderes bekanntes, in der Zeichnung nicht dargestelltes Maschinenelement den auf gleichmäßige und gleichgerichtete Drehbewegung zusammengekuppelten Rechenrädern in und n - Linksdrehbewegung erteilt wird, nachdem das vorher hochgekippte und auf Null eingestellte Zählwerk niedergedrückt worden ist. Diese Drehbewegung findet in .dem Augenblicke ihr Ende, wo eins der Anschlagselemente s oder t an die ihm zugeordnete Anschlagsnocke r gelangt. Bei der hier durchgeführten Rechnung 8 - 4, deren zugehörige Drehbewegung in der Zeichnung durch einen von Strichmarke h bis Strichmarke i verlaufenden Doppelpfeil dargestellt ist, gelangt :das Anschlagselement s zuerst an seine Anschlagsnocke, und bis zu diesem Augenblicke haben die beiden Rechenräder die vier Zahnsummanden z z und 9 und 7 und 5 nacheinander in das Zählwerk addiert. Das errechnete Produkt ist also 32. Nunmehr ist der Zählwerksträger L hochzukippen, die Einzelsysteme sind so weit zurückzudrehen, bis der Multiplikatoreinstellhebel q auf 8 steht, die Kupplung der Rechenräder in und n ist zu lösen. Soll die Multiplikation damit erledigt sein, so sind auch die Rechenräder n sämtlich wieder auf Null zurückzustellen.
  • Um eine Rechnung mit mehrstelligem Multiplikator durchzuführen, läßt man jedoch nach der Wiedereinstellung des Multiplikatorhebels q auf 8 und nach Entkupplung der Rechenräder in und ia die Gesamtheit der Multiplikandenrechenräder n auf der ursprünglichen Einstellung stehen, der Multiplikatorhebel q ist auf die Zehnerstelle des Multiplikators einzustellen, die Rechenräderm und n sind wieder zu kuppeln und das Zählwerk ist um eine Stelle nach rechts zu verschieben und niederzukippen, worauf die Maschine für die Aufnahme des .Resultates aus dem Multiplikatorzehner bereit ist.
  • Bei der Division ist :der Arbeitsvorgang umgekehrt. Der Dividend ist in das Zählwerk einzustellen, der Divisor in die Rechenräder ia mittels der Hebel d, die Rechenräder sind, nachdem zwischen dem, Multiplikatorhebel q und den ihm zugeordneten Rechenrädern in ein Zahnrad o. dgl. für die Umkehrung der Drehbewegung eingeschaltet ist, zu kuppeln und mittels Drehen des Hebels q von Null aus so weit zu bewegen, bis die zugehörigen Stellen des Zählwerks auf Null oder einem Betrage angelangt sind, welcher kleiner als der Divisor ist. Die nunmehrige Einstellung des Hebels q stellt die erste :Stelle (des Quotienten dar. Durch fortgesetztes Verschieben des Zählwerkes um je eine Stelle nach links und Wiederholung des Vorganges werden nacheinander die nachfolgenden Quotientenstellen erhalten.
  • Statt der im Rechenrade oder der Rechenzahnstange festen Zahngruppen kann man auch lose Zahngruppen verwenden, die mittels Gleitführung in die wirksame Zahnteilung und wieder herausgebracht werden können, wie dies beispielsweise bei den Odhnerschen Rechenmaschinen mit den je einen Zahn tragernden Segmenten der sogenannten Sprossenräder in bekannter Weise geschieht.
  • Endlich können die Stufen- oder Staffelwalzen bekannter Rechenmaschinen statt mit verschieden langen Einzelzähnen mit verschieden langen, nach arithmetischen Reihen geordneten Zahngruppen ausgestattet werden.
  • Die Erfindung hat gegenüber Aden bekannten auf Addition beruhenden Rechenmaschinen .den Vorteil, :daß auch die Stellen des Multiplikators in ein Maschinenelement eingestellt werden können, ohne daß einem Maschinenelement eine von jeder Multiplikatorstelle abhängige Anzahl von Umdrehungen erteilt zu werden braucht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Rechenmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die Rechenelemente für den Multiplikator oder Quotienten und den Multiplikanden oder Divisor nach arithmetischen Reihen. ausgebildet sind, die einander zu den Produkten oder Dividenden ergänzen.
DEJ24613D Rechenmaschine Expired DE401497C (de)

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DE401497C true DE401497C (de) 1924-09-05

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