DE401866C - Verfahren zur Herstellung von Ieichten Bausteinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ieichten Bausteinen

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DE401866C
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BAUSTOFF WERKE AKT GES DEUTSCH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/14Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing calcium sulfate cements
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
    • C08L97/002Peat, lignite, coal
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von leichten Bausteinen. Die Herstellung von Torfkörpern aus zerkleinertem Torf unter Anwendung von hohem Preßdruck und bei oder nach dem Pressen erhärtender Bindemittel ist bekannt. Man hat als Bindemittel schon Kalk und Gips angewandt. Daß Ätzkalk zerstörende Wirkungen auf die Fäulnisbakterien durch die beim Löschen des Ätzkalkes eintretende Reaktion ausübt, ist bei Holzfasern ebenfalls schon bekannt.
  • Gewonnener Torf enthält etwa 9o Prozent Wasser, und zwar 2o Prozent Kapillarwasser, d. h. leicht flüssiges abpreßbares Wasser, und 70 Prozent Kolloidalwasser, d. h. denjenigen Teil des Wassers, in dem der Torf aufgequollen ist. Dieses Kolloidalwasser läßt sich nicht abpressen, es kann nur durch Zerstörung der kolloidalen Struktur des Torfes, bisher nur durch lange Lufttrocknung bis, auf etwa 2o Prozent, entfernt werden.
  • Bei der Herstellung von Bausteinen aus Torf kommt es darauf an, eine Zerstörung der kolloidalen Struktur und damit eine Beseitigung des Kolloidalwassers zu erzielen.
  • Diese kolloidale Struktur bzw. die dem Torf innewohnende Expansionskraft wird nun nach der vorliegenden Erfindung durch die Behandlung mit Ätzkalk und Gips aufgehoben.
  • Durch diese Mischung und die dadurch erzielte Wärme wird die kolloidale Struktur des Torfes vorteilhaft zerstört.
  • Dadurch werden Bausteine mit hohen Isolierungseigenschaften (schall- und wärmesicher) und großer Festigkeit und Dauerhaftigkeit bei preiswerter Herstellung geschaffen, die zur Errichtung von ganzen Gebäuden und Deckenkonstruktionen geeignet sind.
  • Eine beispielsweise Ausführung des neuen Verfahrens ist folgende: Die Platten werden in der Größe von So # 33i/s # 5 cm hergestellt, so daß sechs Steine auf ein Quadratmeter gehen.
  • Für die Herstellung einer solchen Platte wird folgendes benötigt: 2 kg Torf werden zerrissen oder gemahlen und darauf mit i o 1 Wasser gut angefeuchtet und zu einem Brei verarbeitet., Dem so hergestellten Brei fügt man i kg Ätzkalk, i kg weiße Tonerde oder Kaolin zu. Evtl. kann auch 1/2 kg Gips zwecks schnellerer Verarbeitung und Bindung hinzugefügt werden.
  • Die breiige Masse wird dann gut gemischt und in eine Eisenform, der gewünschten Größe der Platte entsprechend, eingebracht. Die Form kommt dann unter eine Presse, worauf die Platte unter starkem Druck zusammengepreßt wird.
  • Während des Löschungsprozesses des i@tzka:lkes bleibt dann der Stein kurze Zeit unter Druck,, so daß die dem Torf infolge des Kolloidalwassers innewohnende Expansionskraft aufgehoben wird. Die Platte wird, dann aus der Form herausgenommen und ist nunmehr fertig und transportfertig.
  • Um die Plattenoberfläche gerauht zu erhalten und um den Stein auch für Putzzwecke geeignet zu machen, kann die Pressung durch Zwischenlage von Rapper erfolgen.
  • Der nach dem neuen Verfahren hergestellte Baustein ist leicht, billig, schallsicher und isolierfähig. Insbesondere aber läßt er sich genäu wie jeder andere Baustein, beispielsweise Schlackenstein, Bimsstein, verarbeiten und auch verputzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Bausteinen unter Anwendung von Preßdruck und bei oder nach dem Pressen erhärtender Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß dem aus Wasser und zerkleinertem Torf hergestellten Brei zur Zerstörung der kolloidalen Struktur des Torfes die halbe Menge Ätzkalk und Gips zugesetzt wird, und daß darauf während des Löschungsprozesses des Ätzkalkes der Stein in einer Form unter starkem Druck gepreßt und stehen gelassen wird, sq daß die dem Torf infolge des Kolloidalwassers innewohnende Expansionskraft aufgehpben wird.
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