DE4032097C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Füllung schlaff gefüllter Nahrungsmittelhüllen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Füllung schlaff gefüllter NahrungsmittelhüllenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur teilweisen
Befüllung einer Nahrungsmittelhülle, bei dem man a) an
einer Befüllstation ein Stopfhorn mit einer
Nahrungsmittelhülle beschickt, die ein vorderes erstes
und ein hinteres zweites Ende hat und dessen erstes Ende
einen Endverschluß trägt, b) einen ersten Teil einer
erforderlichen Endlänge der Hülle von dem Stopfhorn
abzieht, indem man einen vorderen ersten Innenbereich in
dem genannten ersten Hüllenteil mit einem Nahrungsmittel
befüllt, c) einen zweiten Teil der erforderlichen
Endlänge der Hülle von dem Stopfhorn abzieht und d) das
zweite Ende der Hülle verschließt.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur
teilweisen Befüllung einer Nahrungsmittelhülle mit einer
Pumpeinrichtung zur Unterdrucksetzung eines
Nahrungsmittels, einem Stopfhorn mit einem Eingang zur
Aufnahme des unter Druck gesetzten Nahrungsmittels und
einem Ausgang abströmseitig des Eingangs zur Abgabe des
Nahrungsmittels in eine auf dem Stopfhorn angeordnete
Hülle und mit Mitteln zum Verschließen der Abschlußenden
der Hülle.
Bei der Herstellung von Fleisch- und Wurstprodukten
ist es üblich, beispielsweise eine Fleischemulsion aus
zerkleinertem Fleisch zusammen mit Füllstoffen,
Geschmacksstoffen, Gewürzen usw. herzustellen. Eine
schlauchförmige Nahrungsmittelhülle, etwa aus nicht
eßbarer Zellulose, wird auf das Stopfhorn einer
Füllmaschine aufgebracht und mit der Fleischemulsion
gestopft. Bei Wurstprodukten, wie dicken Räucherwürsten
(Bologna), Salami und dergl. wird die Fleischemulsion in
große, starkwandige Hüllen vom Fasertyp eingeführt und zu
rund-förmigen, gedrungenen Körpern oder länglichen Stäben
aus einzelnen Würsten geformt.
Im Gegensatz zu runden/kreisförmig geformten
Wurstprodukten beschreibt DE-PS 31 21 101 quadratisch
geformte Produkte, wie Schinkenlaib, Putenlaib usw.,
wobei das Endprodukt im wesentlichen eine rechteckige
oder "D"-förmige Querschnittsgestalt hat, die einer
Brotscheibe ähnlich ist. Niedeckers Verfahren beginnt mit
der Bildung einer schlaff gefüllten Hülle, die die
gewünschte Endmenge an Fleisch enthält, welche kleiner
als das Fassungsvolumen der Hülle ist. Die teilweise
gefüllte, runde Wurst wird in eine Metallform gelegt und
zu einem Produkt mit rechtwinkliger Gestalt gepreßt.
Im einzelnen wird bei der Bildung teilweise
gefüllter Produkte nach dem Verfahren von Niedecker eine
erste Länge der Hülle mit dem gewünschten Endvolumen
Fleisch gefüllt. Es wird eine Einrichtung zum
Zusammenfassen der Hülle und Aufbringen einer
Verschlußklammer betätigt. Vor ihrem völligen Abschließen
wird jedoch die erste Länge der gefüllten Hülle zwischen
einem Paar mechanischer Backen zusammengedrückt. Der
angewandte Druck reicht aus, um den befüllten Teil
zusammenzudrücken und gleichzeitig das Produkt aus dem
Horn abströmseitig in die Füllrichtung abzuziehen,
wodurch eine weitere leere Hülle von dem Füllhorn durch
die teilweise geschlossene Klammer gezogen wird.
Bei dem Verfahren wird Wurstmasse in
Anströmrichtung in die leere Hülle verschoben, da die
Hülle zur Bildung eines schlaff gefüllten Produktes
durchgezogen wird.
Demgemäß ist das Verfahren der DE-PS 31 21 101 von
der direkten Einwirkung einer beträchtlichen Kraft durch
direkte Komprimierung einer befüllten Hülle abhängig. Bei
dem Vorgang der Verschiebung der Fleischemulsion in
Anströmrichtung muß die von dem Stopfhorn abgezogene
leere Hülle durch eine teilweise geschlossene Klammer
durchgezogen werden. Wenn die leere Hülle sich nicht
unter dem von den mechanischen Backen ausgeübten Druck
leicht durch die Klammer durchziehen läßt, besteht eine
erhöhtes statistisches Risiko, daß ein Reißen der Hülle
eintritt. Dies bedeutet möglicherweise eine kostspielige
Stillstandszeit für die Reinigung, Verlust an
Fleischemulsion am Arbeitsplatz, Produktionsverlust und
Hüllenverlust. Demgemäß wäre es wünschenswert, ein
verläßlicheres Verfahren und eine Vorrichtung zur Bildung
teilweise befüllter Nahrungsmittelhüllen zu haben, die
ein geringeres Risiko des Reißens der Hülle bieten.
Aus US-PS-3853999 ist ein Verfahren zur
Querschnittsverformung einer teilweise befüllten Hülle
bekannt. Dieses Verfahren arbeitet nicht kontinuierlich.
Nach dem teilweisen Stopfen einer Hülle bestimmter Länge
wird diese von dem Stopfhorn entfernt. Anschließend wird
die Fleischmasse durch Walzen auf die gesamte Hüllenlänge
verteilt, wobei die Hülle noch offen ist. Erst dann wird
das hintere Hüllenende geschlossen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und
eine Vorrichtung zur teilweisen Befüllung einer
Nahrungsmittelhülle mit verringertem Risiko des Reißens
der Hülle zu schaffen. Diese Aufgabe wird bei dem
eingangs genannten Verfahren erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß man beim Abziehen des zweiten Teils der
Hüllenendlänge in Stufe c) einen von Nahrungsmittel im
wesentlichen freien, zweiten hinteren Innenbereich
schafft, der eine Fortsetzung des vorderen ersten
Innenbereiches ist, und e) den Inhalt der geschlossenen
Hülle auf den ersten und zweiten Innenbereich verteilt.
Da die zusätzliche Hülle von dem Füllhorn nicht
durch Zusammendrücken des befüllten Teils abgezogen und
diese abgezogene Hülle nicht durch eine Endverschluß-
Klammer hindurchgezogen wird, besteht statistisch ein
geringeres Risiko, daß ein Reißen der Hülle eintritt.
Als weitere Ausführungsform der Erfindung kann das
vorgenannte Verfahren eine Stufe umfassen, bei der man
ein Ende des befüllten ersten Bereiches erfaßt und von
dem Füllhorn den zweiten Hüllenteil abzieht, der im
wesentlichen freie von Nahrungsmittel ist. Dies kann so
durchgeführt werden, daß man das hintere Ende des ersten
Bereichs nahe dem Ausgangsende des Stopfhorns in
Querrichtung erfaßt. Die schlaff gefüllte Hülle kann dann
in ein Nahrungsmittelprodukt von im wesentlichen
rechtwinkliger Gestalt, z. B. Truthahnlaib, oder ein
anderes Nahrungsmittel von allgemein "D"-förmigem
Querschnitt umgeformt werden.
Die Aufgabe wird bei der eingangs genannten
Vorrichtung erfindungsgemäß gelöst durch Mittel zum
Abklemmen der Hülle zwischen den Abschlußenden, um im
wesentlichen das gesamte Nahrungsmittel in einem ersten
Innenbereich einer erforderlichen Endlänge der Hülle zu
halten, und zum axialen Abziehen weiterer Hülle von dem
Stopfhorn, um innerhalb der erforderlichen Endlänge der
Hülle einen von Nahrungsmittel im wesentlichen freien
zweiten Innenbereich zu schaffen, und zum Freigeben der
Hülle, um einen kontinuierlichen ungeteilten
Hülleninnenraum zu schaffen, wobei das Nahrungsmittel im
wesentlichen in einem Abschnitt von diesem konzentriert
ist.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist
eine Einrichtung zur Formung der obigen teilweise oder
schlaff befüllten Hülle zu einem Produkt von im
allgemeinen rechteckiger Gestalt, z. B. in Gestalt eines
Laibes, vorgesehen.
Zum Gegenstand der vorliegenden Erfindung gehört ferner
eine Vorrichtung zum Abklemmen der Hülle, die
zusammenwirkende Verschlußorgane, die die Hülle in
Querrichtung erfassen, sowie Motoreinrichtungen für die
Axialbewegung der Verschlußorgane, relativ zu dem
Stopfhorn, umfaßt. Diese Ausführungsform kann auch einen
Schlitten umfassen für die Axialbewegung der Mittel zum
Schließen der Abschlußenden der Hülle und der Vorrichtung
zum Abklemmen zwischen den Abschlußenden der Hülle. Diese
Vorrichtung wird vorzugsweise in Verbindung mit einer
Kalibriereinrichtung zur Einstellung des
Hüllendurchmessers während des Füllvorgangs eingesetzt.
Zum weiteren Verständnis der Erfindung und ihrer
eigentümlichen Merkmale wird auf die folgende
detaillierte Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung
Bezug genommen. Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht einer teilweise
befüllten Nahrungsmittelhülle, wobei ein Teil der äußeren
Hülle weggelassen ist,
Fig. 2 eine Seitenansicht der teilweise oder schlaff befüllten
Nahrungsmittelhülle der Fig. 1, nachdem das Nahrungsmittel in der
geschlossenen Hülle verteilt wurde;
Fig. 3 eine Stirnansicht der befüllten Nahrungsmittelhülle
entsprechende der Linie 3-3 der Fig. 2,
Fig. 4 eine Stirnansicht eines weiteren laibartigen Nahrungs
mittelprodukts von allgemein rechteckiger Querschnittsform,
Fig. 5 eine Seitenansicht einer repräsentativen Nahrungsmit
tel-Stopfvorrichtung zur Herstellung dimensionsmäßig gleichförmi
ger Produkte, wobei bestimmte Teile aus Gründen der Deutlichkeit
weggelassen sind, unter Einschluß der Erschlaffungsvorrichtung zur
Herstellung teilbefüllter Nahrungsmittelhüllen,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen
Hüllenschlaffmachungsvorrichtung, die auf der Füllapparatur der
Fig. 5 angebracht ist,
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie 7-7 der Stopfvorrichtung
der Fig. 5, und die
Fig. 8 bis 11 vergrößerte Seitenansichten, die repräsenta
tive Stufen zur Herstellung schlaff befüllter Hüllen darstellen,
wobei Teile im Schnitt gezeigt sind.
In Fig. 1 ist ein eingehülltes, teilweise befülltes Nahrungs
mittelprodukt 10 aus einer Fleischemulsion gezeigt, bei der die
Verpackung eine übliche, im Querschnitt kreisförmige Form (nicht
dargestellt) hat. Die äußere Nahrungsmittelhülle 12 ist gewöhnlich
eine nicht eßbare Folie von Nahrungsmittelqualität, die entweder
durch Fasern verstärkt oder nicht verstärkt ist. Für Produkte mit
größerem Durchmesser, wie sie hier ins Auge gefaßt werden, werden
stärkerwandige Nahrungsmittelhüllen, die typischerweise aus Zellu
lose sind, bevorzugt, wenngleich andere bekannte Folien von Nah
rungsmittelqualität auch geeignet sind. Jedes Ende des teilweise
befüllten Produkts 10 hat einen Verschluß. Das vordere Ende oder
der erste Teil 18 der Hülle 12 ist mit einer Metallklemme 14 dar
gestellt, und das hintere Ende oder der zweite Teil 24 ist mit
einer Metall- oder gleichwertigen Rundkörperklemme 16 versehen.
Der erste Teil 18 der Hülle 12 hält praktisch die gesamte
Fleischemulsion 20 in dem ersten Innenbereich 22, der gewöhnlich
bis zu seinem Fassungsvermögen dicht befüllt ist, während der zweite
Teil 24 der geschlossenen Hülle, der den zweiten Innenbereich 26
bildet, praktisch frei von Emulsion und Luft ist, wie durch ihr
allgemein zusammengelegtes Erscheinungsbild verdeutlicht wird.
Fig. 2 zeigt eine allgemein erweiterte, jedoch lose befüllte
Hülle 28 im Vergleich zu der teilbefüllten Hülle der Fig. 1, nach
dem die ursprünglich in dem ersten Innenbereich 22 konzentrierte
Emulsion 20 auf den ersten und zweiten Bereich verteilt wurde. Da
nach der Darstellung in Fig. 1 der erste Innenbereich durch das
Nahrungsmittel im wesentlichen voll aufgeweitet ist, ergibt die
anschließende Verteilung derselben Emulsionsmenge auf den ersten
und zweiten Bereich eine in Längsrichtung expandierte Nahrungs
mittelhülle, die lose oder schlaff befüllt ist.
Da der zweite Innenbereich eine unverengte Fortsetzung des
ersten Innenbereichs ist, kann die Verteilung des Nahrungsmittels
in der Hülle beispielsweise von Hand oder mit Hilfe maschinell
betätigter Formen durchgeführt werden, die das Nahrungsmittel in
der Hülle glattstreichen. Das schlaff befüllte Produkt kann bei
spielsweise von einem mit einer mehr konventionellen, kreisförmi
gen Gestalt zu einem laibförmigen Produkt umgeformt werden, so
daß beim Schneiden in einzelne Scheiben jede Scheibe eine generell
"D"-förmige Gestalt (Fig. 3), eine eine rechtwinklige Gestalt
(Fig. 4) usw. hat.
Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung wird die Vorrichtung
und das Verfahren zur Herstellung schlaff befüllter umhüllter Pro
dukte wie die der Fig. 1 bis 4 unter Bezugnahme auf die Nah
rungsmittelstopfvorrichtung erläutert, wie sie in den US-PSen
4,709,450 und 4,773,128 von Thomas R. Stanley et al beschrieben
sind, auf deren Inhalt in der vorliegenden Anmeldung Bezug genom
men wird. Während die in diesen Patentschriften beschriebene Vor
richtung und das Verfahren zur Herstellung dimensionsmäßig gleich
förmig befüllter Produkte dienen soll, sollen die hier beschrie
benen Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung umhüllter, schlaff
befüllter Produkte nicht auf den Einsatz in Verbindung mit diesen
Kalibrierverfahren oder der Kalibriereinrichtung beschränkt sein,
sondern bei einem großen Bereich von Befüllmaschinen und Befüllver
fahren eingesetzt werden können. Dies wird dem Fachmann auf Grund
der vorliegenden Beschreibung in einfacher Weise deutlich werden.
Die schlaff befüllten Nahrungsmittelhüllen, wie die der Fig. 1,
können mit einer Stopfvorrichtung 30 (Fig. 5) hergestellt werden,
bestehend aus den hauptsächlichen Abschnitten der Nahrungsmittel
zuführung 32, die Produkt-kalibrierung 34, die Produktverschließung
36, die Hüllenerschlaffungseinrichtung 38 und der Produktaufnahme und
des -abwurfes 40. Alle diese Abschnitte können in eine Vorrichtung
auf einem Tischgestell 42 integriert sein.
Der Nahrungsmittelzuführungsabschnitt 32 soll ein unter Druck
gesetztes Nahrungsmittel, z. B. Fleischemulsion, Käseprodukt, usw., zu
einer auf dem Füllhorn 44 befindlichen Hülle 46 transportieren.
Dies wird erreicht mit einer Nahrungsmittelpumpe 47 herkömmlicher Kon
struktion, die am Eingangsende 45 an das Befüllhorn 44 angeschlossen
ist, um die Zuführung des unter Druck gesetzten Nahrungsmittels zum
Hornausgang 48 (Fig. 7) und in die Hülle 46 zu bewirken. Im typischen
Fall liegt die verwendete Hülle in Form eines in Falten gelegten
Stranges oder einer vorgeschnittenen Länge eines ungefalteten, mit
Fasern verstärkten oder nicht mit Fasern verstärkten schlauchförmigen
Materials vor. Das Befüllhorn 44 kann auch mit einem Horn oder Vor
kalibrierring 50 auf dem Hornschaft ausgestattet sein, um vor der Be
füllung das Entfalten und diametrale Strecken der Hülle zu unter
stützen und die Umfangsgröße während des Stopfzyklus optimaler zu
steuern.
Die Befüllvorrichtung 30 kann einen Kalibrierabschnitt 34 zur
Steuerung des Produktdurchmessers und der Produktgleichförmigkeit
umfassen. Geeignete repräsentative Kalibriervorrichtungen sind u. a.
die in den US-PSen 4,709,450 und 4,773,128 beschriebenen Vorrichtun
gen. Andere bekannte Kalibrier- bzw. Größeneinstellgeräte mit Brems
einrichtungen zum Erfassen der leeren Hülle auf dein Befüllhorn und
zur wirksamen Steuerung der Geschwindigkeit des Loslassen der Hülle
während der Befüllung zwecks Erreichung einer hohen Produktgleich
förmigkeit können ebenfalls Anwendung finden. Die in den US-PSen
4,709,450 und 4,773,128 im einzelnen beschriebenen Hüllenbremsein
richtungen werden jedoch im allgemeinen bevorzugt. Diese Einrichtun
gen sind auf einem motorgetriebenen (nicht dargestellt) axial ver
schieblichen Schlitten 54 gelagert, der auf parallelen, auf Abstand
gehaltenen Schienen 58 gleitbar angebracht ist. Die Schienen 58
sind auf dem Tische 42 befestigt und erstrecken sich durch Schienen
öffnungen, die in Plattformfüßen 60 ausgebildet sind. Die Schlitten
einrichtung 54 umfaßt auch parallele senkrechte Ständer 62, welche
die Teile des Hüllenverschließabschnitts 36 und des Hüllenerschlaf
fungsabschnitts 38 tragen. Daher schafft der Schlitten eine
Ständereinrichtung und eine Einrichtung für die gleichzeitige Axial
verschiebung des Hüllenkalibrierabschnitts, des Produktverschließ
abschnitts und des Produkterschlaffungsabschnitts.
Der Produktverschließabschnitt 36 kann benachbarte Klammer
mechanismen 64 und 66 (Fig. 5 und 7) umfassen, die zwecks Verschie
bung längs der Achse des Befüllhorns über den vertikalen Ständer 62
an der Schlitteneinrichtung angebracht sind. Diese Klammereinrich
tungen sind von Tipper Tie, Inc., Apex, N.C. erhältlich. Das erste
Klammerorgan 64 ist ein rundseitiges Klammerorgan, das das hintere
Ende der befüllten Hülle zusammendrückt, die Hülle des zusammenge
drückten Endes des befüllten Produkts rafft und daran eine Endver
schlußklammer anbringt. Das zweite Klammerorgan 66, das dem Füll
hornausgang 48 benachbart ist, ist das Hornklammerorgan, welches
das angeschlossene vordere Ende der leeren Hülle zusammenrafft und
eine Endverschlußklammer anbringt, um die nächstfolgende leere Hülle
auf dem Befüllhorn zum Stopfen vorzubereiten. Ein zwischen den Klam
merorganen angeordnetes mechanisches Messer 68 herkömmlicher Bau
art wird betätigt, um die Hülle zwischen dem rundseitigen Klammer
organ und Hornklammerorgan durchzutrennen.
Bevor jedoch der Hüllenverschließabschnitt 36 betätigt wird,
um die befüllte Hülle durch das Anbringen einer rundseitigen Klam
mer zu verschließen, wird der Erschlaffungsabschnitt 38 aktiviert.
Die Erschlaffungsvorrichtung umfaßt zusammenwirkende Verschluß/Tore
70 und 72, die durch an jedem Tor angebrachte Hülsen 78 an einer
oberen und unteren Welle 74 und 76 gleitbar angebracht sind. Jedes
Tor wird durch einen Strömungsmittelmotor 80 und 82 angetrieben,
welche die Tore in einer Richtung quer zur Befüllhornachse öffnen
und schließen. Im wesentlichen V-förmige Ausnehmungen 84 und 86 an
den Innenkanten der Tore 70 und 72 sind mit ihren offenen Enden
gegeneinander gerichtet, jedoch in benachbarte Ebenen versetzt, so
daß sich die Ausnehmungen überlappen können, wenn die Tore geschlossen
sind. Die Fig. 7 und 8 zeigen die Tore 70 und 72 in einer offenen/
zurückgezogenen Position, so daß die Nahrungsmittelemulsion in die
leere Hülle auf den Befüllhorn eintreten und ungehindert durch die
Toröffnung 88 gelangen kann. Wenn jedoch die Motore 80 und 82 be
tätigt werden, werden die Tore ausgefahren, so daß sie die teilweise
befüllte Hülle mit dem darin befindlichen Nahrungsmittel zusammen
pressen. Durch diesen Vorgang wird die Hülle in den Ausschnitten 90
und 92 der Verschlußtore 70 und 72 zusammengerafft und geschlossen.
Die Schließwirkung der Verschlußtore erlaubt es, weitere leere
Hülle zwecks Herstellung schlaff befüllter Produkte von dem Befüll
horn abzuziehen.
Die Verschlußtoreinrichtung 39 umfaßt axial gleitverschiebliche
Befestigungsarme 94 und 96 (Fig. 6), die allgemein T-förmige Gestalt
haben können. Der Kopf 97 jedes Arms hat zwecks axialer Gleitver
schiebung der Verschlußtoreinrichtung auf den Wellen 98 die Form
einer Hülse. Die gesamte Einrichtung ist durch horizontale Träger
balken 100 und 102 an den parallelen senkrechten Ständern 62 ange
bracht. Zur Axialverschiebung der Verschlußtoreinrichtung 39 in Ab-
und Anströmrichtung des Hornausgangs 48 (Fig. 7) wird der Strömungs
mittelmotor 108 (Fig. 6) betätigt, der an der Erhebung 110 des Quer
balkens 104 und der Erhebung 112 des Querbalkens 106 befestigt ist.
Die Abstandseinrichtung 39 wird bei Betätigung des Motors 108 ver
fahren und kann mittels Anschlag 114 durch Drehen der Gewinde
schraube 116 reguliert werden.
Der Produktaufnahme- und -abgabeabschnitt 40 kann typischerweise
einen mit Motor ausgestatteten Kipptisch 41 zur Abgabe eines teilweise
befüllten und verschlossenen Produkts von der Befüllanlage umfassen.
Der Tisch 41 kann zusätzliche nützliche Merkmale aufweisen, wie einen
Produktlängenbegrenzungsschalter 43, der bei Betätigung die Fleisch
pumpe abschaltet, wenn das vordere Ende einer befüllten Hülle an den
Schalter stößt, der an einer beliebigen Längenposition längs des
Tisches 41 angeordnet werden kann.
Die Verfahren zur Herstellung schlaff befüllter Hüllen werden
unter Bezugnahme auf die Fig. 8 bis 11 erläutert. Die Fig. 8
zeigt den Ausgangszustand des Verfahrens, bei dem ein erster Teil 124
der gefältelten oder anderen leeren Hülle 118 auf dem Befüllhorn 44
mit einer Nahrungsmittelemulsion 122 befüllt wird. Vor Beginn der Be
füllung wird an der Hülle durch Betätigung des Klammerorgans 66 eine
Hornklammer angebracht. Die Hüllenschlaffmachungseinrichtung 39 ist
durch Ausfahren der Stange des Strömungsmittelmotors 108 (Fig. 5
und 6) in zurückgezogener Position, wodurch die Erschlaffungsein
richtung dicht an den Hornausgang 48 gebracht wird und ihre Tore
vollständig geöffnet sind. Dadurch kann die Hülle in Abströmrichtung
frei ablaufen und leicht durch die Öffnung 88 des Schlaffmachungs
mechanismus gelangen, während Nahrungsmittel in die Hülle eintritt.
In Fig. 9 ist die Füllung des ersten Teils 124 der Hülle mit
dem gewünschten Endvolumen des Nahrungsmittels beendet und die Nah
rungsmittelpumpe abgeschaltet. Der erste Teil ist im allgemeinen
eine feste Füllung, die den von dem Hüllenhersteller empfohlenen
Hüllendurchmesser nicht überschreitet. Dann werden die Tore der
Erschlaffungseinrichtung 39 betätigt, um das hintere Ende des befüll
ten ersten Teils 124 der erforderlichen Endlänge der Hülle zu raffen,
zusammenzudrücken, zu schließen und zu erfassen. An dieser Stelle
können die Klammertore 64 und 66 in der gleichen stationären Posi
tion bleiben wie bei der Füllstufe zu Anfang.
Bei fest geschlossenen Toren des Schlaffmachungsmechanismus
wird der Motor 108 (Fig. 6) betätigt. Er fährt die Schlaffmachungs
einrichtung 39 in Abströmrichtung (Fig. 10) von dem Befüllhorn 44
weg und zieht dabei eine vorher eingestellte Länge oder einen zweiten
Teil der leeren Hülle 126 von dem Befüllhorn ab. Da der befüllte erste
Teil der Hülle weder bei dem Vorgang des Abziehens weiterer leerer
Hülle von dem Horn zusammengedrückt wird noch auf das hintere Ende
des befüllten ersten Teils eine Endverschlußklemme aufgebracht wird,
entsteht in dieser dritten Stufe nur ein minimales Risiko, daß die
Hülle reißt.
Fig. 11 zeigt die Stufe der Befestigung einer Klemme 128 an
dem hinteren Ende des zweiten Teils der von dem Befüllhorn abgezoge
nen leeren Hülle 126 sowie auch die Stufe der Aufbringung einer
davon auf Abstand gehaltenen Hornklemme 130 an der nächstanschließen
den leeren Hülle. Beim Vorbewegen der Klammerorgane 64 und 66 weg
von dem Hornausgang 48 wird die motorgetriebene Schlitteneinrichtung
54 (Fig. 5), welche die Klammer- und Schlaffmachungsmechanismen
trägt, in Abströmrichtung des Befüllhorns vorgeschoben, wobei die
Klammerorgane 64 und 66 vor dem Hornausgang plaziert werden. Durch
Vorbewegen der Schlitteneinrichtung sind die Tore der Klammerorgane
64 und 66 frei, die Hülle zu raffen und zusammenzudrücken, um die
voneinander auf Abstand gehaltenen Klammern 128 und 130 anzubringen,
und dem Messer 68 zu ermöglichen, die Hülle durchzutrennen. Dann
geht die Befüllvorrichtung in die Abkipphase, in der das teilweise
befüllte Produkt abgegeben wird und ein neuer Befüllungszyklus be
ginnt.
Das aus der Befüllvorrichtung kommende, teilweise befüllte Pro
dukt mit einem unbefüllten Hüllenteil 126 kann dann durch den Be
dienungsmann von Hand geformt oder glattgestrichen werden. Der Be
dienungsmann bearbeitet die teilbefüllte Hülle, indem er das Nah
rungsmittel gleichmäßig im ersten und zweiten Teil der Hülle ver
teilt.
Claims (20)
1. Verfahren zur teilweisen Befüllung einer Nahrungsmittel
hülle, bei dem man
- a) an einer Befüllstation ein Stopfhorn mit einer Nahrungs mittelhülle beschickt, die ein vorderes erstes und ein hinteres zweites Ende hat und dessen erstes Ende einen Endverschluß trägt,
- b) einen ersten Teil einer erforderlichen Endlänge der Hülle von dem Stopfhorn abzieht, indem man einen vorderen ersten Innenbereich in dem genannten ersten Hüllenteil mit einem Nahrungsmittel befüllt,
- c) einen zweiten Teil der erforderlichen Endlänge der Hülle von dem Stopfhorn abzieht, und
- d) das zweite Ende der Hülle verschließt,
dadurch gekennzeichnet, daß man beim Abziehen des zweiten Teils
der Hüllenendlänge in Stufe c) einen von Nahrungsmittel im wesent
lichen freien, zweiten hinteren Innenbereich schafft, der eine
Fortsetzung des vorderen ersten Innenbereiches ist, und
- e) den Inhalt der geschlossenen Hülle auf den ersten und zweiten Innenbereich verteilt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
den vorderen ersten Bereich im wesentlichen bis auf sein Fassungs
vermögen befüllt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
man ein Ende des befüllten ersten Bereiches erfaßt und den zweiten
Hüllenteil von dem Befüllhorn axial abzieht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß man das hintere Ende des ersten Teils nahe dem Stopf
horn quer erfaßt und weitere Hülle von dem Stopfhorn axial abzieht,
um den von Nahrungsmittel im wesentlichen freien zweiten Hüllenteil
zu bilden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß man die schlaff befüllte Hülle in eine im wesentlichen
rechtwinklige Gestalt bringt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß man die schlaff befüllte Hülle in eine laibförmige
Gestalt bringt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß man die schlaff befüllte Hülle in eine im wesentlichen
D-förmige Gestalt bringt.
8. Vorrichtung zur teilweisen Befüllung einer Nahrungsmittel
hülle mit einer Pumpeinrichtung zur Unterdrucksetzung eines Nah
rungsmittels, einem Stopfhorn (44) mit einem Eingang (45) zur
Aufnahme des unter Druck gesetzten Nahrungsmittels und einem
Ausgang (48) abströmseitig des Eingangs (45) zur Abgabe des Nah
rungsmittels in eine auf dem Stopfhorn (44) angeordnete Hülle
(46) und mit Mitteln zum Verschließen der Abschlußenden der Hülle
(46), gekennzeichnet durch Mittel (39) zum Abklemmen der Hülle
zwischen den Abschlußenden, um im wesentlichen das gesamte Nah
rungsmittel in einem ersten Innenbereich (22) einer erforderlichen
Endlänge der Hülle zuhalten und zum axialen Abziehen weiterer
Hülle von dem Stopfhorn (44) um innerhalb der erforderlichen
Endlänge der Hülle einen von Nahrungsmittel im wesentlichen
freien, zweiten Innenbereich (26) zu schaffen, und zur Freigabe
der Hülle, um einen kontinuierlichen ungeteilten Hülleninnenraum
zu schaffen, wobei das Nahrungsmittel im wesentlichen in einem
Abschnitt von diesem konzentriert ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch Mittel
zur Formung der teilweise befüllten Hülle in eine rechtwinklige
Gestalt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch Mittel
zur Formung der teilweise befüllten Hülle in eine laibförmige Gestalt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch Mittel
zur Formung der teilweise befüllten Hülle in eine im wesentlichen
D-förmige Gestalt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittel zum Verschließen der Abschlußenden
der Hülle auf Abstand gehaltene erste und zweite Klammereinrichtun
gen (64, 66) mit Toren für die Raffung der Hülle (46), Mittel zur
Befestigung auf Abstand gehaltener Klammern (128, 130) auf einem
hinteren Ende einer befüllten Hülle und auf dem vorderen Ende der
nächsten anschließenden leeren Hülle, sowie Mittel (68) zur Trennung
der Hülle zwischen den auf Abstand gehaltenen Klammern umfassen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch eine
Schlitteneinrichtung (54) zur axialen Verschiebung der ersten und
zweiten Klammereinrichtung (64, 66).
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schlitteneinrichtung (54) für die erste und zweite Klammer
einrichtung eine Ständereinrichtung (62) für die Mittel zur Abklemmung
der Hülle (46) vorsieht.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittel zum Abklemmen und zur Freigabe
der Hülle zusammenwirkende Verschlußorgane (70, 72) für die Er
fassung der Hülle (46) in Querrichtung und die Mittel zum axialen
Abziehen weiterer Hülle einen Motor (108) zur Axialverschiebung
der Verschlußorgane relativ zum Stopfhorn (44) umfassen.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verschlußteile (70, 72) durch den Motor (108) auch relativ zu
den Mitteln zum Verschließen der Abschlußenden der Hülle (46)
axial verschieblich sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Schlitteneinrichtung (54) zur Axialbewegung der Mittel zum
Verschließen der Abschlußenden der Hülle (46) und der Mittel zum
Abklemmen der Hülle (46) vorgesehen sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß sie mit einer Kalibriereinrichtung (34) zur Einstel
lung des Hüllendurchmessers während der Befüllung versehen ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß sie mit Mitteln (50) für die Vorkalibrierung
der Hülle vor der Befüllung versehen ist.
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