DE4041167C2 - - Google Patents
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- DE4041167C2 DE4041167C2 DE19904041167 DE4041167A DE4041167C2 DE 4041167 C2 DE4041167 C2 DE 4041167C2 DE 19904041167 DE19904041167 DE 19904041167 DE 4041167 A DE4041167 A DE 4041167A DE 4041167 C2 DE4041167 C2 DE 4041167C2
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
- B25J—MANIPULATORS; CHAMBERS PROVIDED WITH MANIPULATION DEVICES
- B25J17/00—Joints
- B25J17/02—Wrist joints
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
- B25J—MANIPULATORS; CHAMBERS PROVIDED WITH MANIPULATION DEVICES
- B25J19/00—Accessories fitted to manipulators, e.g. for monitoring, for viewing; Safety devices combined with or specially adapted for use in connection with manipulators
- B25J19/0008—Balancing devices
- B25J19/002—Balancing devices using counterweights
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64G—COSMONAUTICS; VEHICLES OR EQUIPMENT THEREFOR
- B64G4/00—Tools specially adapted for use in space
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Robotics (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Manipulator (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Durch
führung von Handhabungsaufgaben, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Wird eine Vorrichtung zur Durchführung von Handhabungsauf
gaben, wie beispielsweise ein Roboter für Handlingsaufga
ben unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit, also z. B.
im Weltraum eingesetzt, fehlt im allgemeinen ein taugli
ches Bezugssystem, das zur Abstützung der am Roboterbe
festigungspunkt auftretenden Kräfte und Momente herangezo
gen werden kann. Bei derzeit im Weltraum verwendeten Robo
tern und Manipulatoren wird die Gerätebewegung (z. B. die
Armbewegungen) so langsam durchgeführt, daß die auftreten
den Kräfte und Momente vernachlässigbar klein sind. Dies
hat den Nachteil, daß mit Zunahme des Handhabungsgewichtes
die Bewegungsgeschwindigkeit und die dazugehörende Be
schleunigung abnehmen und daß damit der schon sehr langsa
me Handhabungsvorgang noch langsamer ausgeführt werden
muß.
Aus der DE-OS 26 56 433 ist eine Vorrichtung zur Durchführung
von Handhabungsaufgaben bekannt, bei der nicht nur
translatorische, sondern auch rotatorische Bewegungen
durch ein entsprechendes Kompensationssystem kompensiert
werden. Diese bekannte Vorrichtung ist jedoch vergleichsweise
kompliziert aufgebaut, so daß sie die dynamische
Kompensation von Momenten insbesondere bei mobilen Robotern
oder im Weltraum nur unzureichend erlaubt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zur Durchführung von Handhabungsaufgaben gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 derart weiterzubilden, daß
sie bei einfachen Aufbau die Kompensation der durch die
Armbewegung hervorgerufenen Momente erlaubt.
Eine erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist im An
spruch 1 gekennzeichnet. Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsgemäß wird von einer Vorrichtung zur Durchführung
von Handhabungsaufgaben gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 ausgegangenen. Die kinematische Kompensation
des durch die Bewegung der Handhabungs-Vorrichtung
erzeugten Moments erfolgt durch eine ein Drehmoment erzeugende
Einrichtung, die einen Kreisel aufweist,
dessen Moment das
aufgrund der Roboterbewegung erzeugte Moment kompensiert.
Dieser Kreisel bzw. die Einrichtung zur Momenten-Kompensa
tion kann dabei beispielsweise in einen "Roboterfuß" oder
dgl. eingebaut sein (Anspruch 5), so daß sich - wenn über
haupt - ein nur geringer zusätzlicher Platzbedarf ergibt.
Ferner ist es bevorzugt, wenn die Kreisel durch drehzahl
geregelte Elektromotore angetrieben werden (Anspruch 6),
da dann eine sehr genaue Momentensteuerung möglich ist,
und darüberhinaus der Motor auch im Generatorbetrieb
betrieben werden kann.
Um bei Inbetriebnahme Vorrichtung ein wirkungsfreies An
laufen der Einrichtung zur Momenten-Kompensation sicherzu
stellen sind gemäß den Ansprüchen 3 und 4 je zwei sich um
dieselbe Achse drehende Körper, d. h. zwei Kreiselsysteme
einer Wirkungsachse gegeneinander geschaltet. Dies bedeu
tet, daß beim Anlauf ihre Rotationsachsen auf einer Achse
in entgegengesetzter Drehrichtung angeordnet sind. Zwi
schen beiden auf einer Achse befindlichen Kreiselsystemen
besteht eine energetische Korrelation.
Um nun ein bei einer Bewegung der Handhabungsvorrichtung
auftretendes Drehmoment zu kompensieren, gibt es bevorzug
te zwei Möglichkeiten, ein Gegenmoment zu erzeugen:
Bei der im Anspruch 3 gekennzeichneten Möglichkeit wird
ausgehend von einer mittleren Drehzahl der Kreisel (z. B.
5000 U/min) ein Stützdrehmoment des Bezugsystems dadurch
erzeugt, daß der entsprechende Kreisel in seiner Drehung
beschleunigt oder verzögert wird (drehzahlvariable Momen
tenkompensation). Es ergibt sich dabei je nach Bezugssy
stemforderung ein positives oder ein negatives Drehmoment,
das dem zu kompensierenden negativen bzw. positiven Moment
entgegenwirkt. Der Antriebsmotor eines Kreisels hat drei
Betriebszustände:
- a) Im neutralen Zustand dreht der Motor mit mittlerer Drehzahl. Um diesen Betriebszustand beizubehalten, also um Lagerreibung, Hystereseverluste etc. zu kompensieren, ist ein Grundenergiebedarf notwendig, der bei einem im Welt raum eingesetzten Roboter beispielsweise aus einer Solar zellenanordnung gewonnen werden kann.
- b) Bei einer notwendigen Drehzahlabnahme (z. B. Erzeugung eines negativen Drehmoments) wird der Antriebsmotor als Generator betrieben. Die vom Antriebsmotor abgegebene elektrische Energie kann mittels des 4-Quadrantenreglers, der zur Antriebssteuerung notwendig ist, in einem Akku gespeichert werden, um die Energie später - wenn dies erforderlich ist - dem Antriebsmotor wieder zuzuführen.
- c) Wird eine Drehzahlzunahme nötig (z. B. Erzeugung eines positiven Drehmoments), entnimmt der Kreiselantrieb dem Akku die kurzzeitig zur Beschleunigung notwendige elektri sche Energie (Anspruch 7).
Damit wird bei einer notwendigen Momentenabgabe oder
-aufnahme und der damit verbundenen Drehzahländerung des
einen Kreiselsystems die gleiche Drehzahländerung, jedoch
mit umgekehrtem Vorzeichen (bedingt durch die entgegenge
setzten Drehrichtungen) zum Drehzahlistwert des gegenüber
liegenden Kreisels, addiert. Somit kann das eine Kreisels
ystem bei einer Kompensationsmomentenanforderung immer den
Energiebedarf oder -überschuß des anderen auf der gleichen
Wirkungsachse angeordneten Kreiselsystems nutzen.
Das Kompensationssystem nach Anspruch 3 eignet sich insbe
sondere für weniger dynamische Robotersysteme.
Bei der im Anspruch 4 angegebenen Ausbildung wird ein fest
vorgegebener Drehzahl rotierender Kreisel verwendet. Auf
diesem sind, unter Berücksichtigung einer Unwuchtvermei
dung, zwei oder mehrere Linearsysteme um den Rotationsmit
telpunkt angeordnet.
Zur Erzeugung eines Stützdrehmomentes im Bezugsystem sind
die Linearschlitten mittels einer Verstelleinrichtung
(z. B. Zahnriemen oder Spindel) über den Radius verstell
bar. Auf jedem Linearschlitten ist eine Masse angebracht.
Im Neutralzustand befinden sich die Linearschlitten in
einer Mittelstellung, d. h. auf der Halbstreckenposition
der Linearführungen oder auf der Halbradienkreisbahn der
Gesamtkreiselradien. Der gesamte Kreisel rotiert, wie oben
erwähnt, mit kontanter Winkelgeschwindigkeit (z. B. 3000
U/min). Wird nun zur Momenten-Kompensation ein Gegenmoment
benötigt, so werden die Linearschlitten synchron auf ihrer
Linearführung nach innen oder außen bewegt. Die so entste
hende Radiusanordnung über der Zeit (dr/dt = V) in Verbin
dung mit der ortsabhängigen Hebellänge mit Coriolisbe
schleunigung führt zu dem für die Kompensation notwendigen
Drehmoment.
Diese Art der Kompensation eignet sich insbesondere für
hochdynamische Robotersysteme.
Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des all
gemeinen Erfindungsgedankens anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung exemplarisch
beschrieben, auf die im übrigen bezüglich der Offenbarung
aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen
Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausfüh
rungsbeispiels der Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt durch einen "Teil-Kreisel", wie er
bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 verwendet
wird,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausfüh
rungsbeispiels der Erfindung,
Fig. 4 einen Schnitt durch einen "Teil-Kreisel", wie er
bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 verwendet
wird.
In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder ent
sprechende Teile mit denselben Bezugszeichen bezeichnet,
so daß diese Teile lediglich einmal erläutert und bei
weiterem Auftreten der entsprechenden Bezugszeichen auf
eine erneute Vorstellung verzichtet wird. Lediglich dann,
wenn die Teile eine abweichende Ausbildung oder Funktion
haben, erfolgt eine erneute Beschreibung.
Fig. 1 zeigt perspektivisch, daß drei orthogonal angeord
nete Einrichtungen vorgesehen sind, die Momente erzeugen,
deren Richtungen bzw. Achsen in der x-, y- und z-Achse
liegen. Jede Einrichtung weist einen Kreisel auf, dessen
Moment das durch die Bewegung des Armes erzeugte Moment
kompensiert, und der aus zwei Körpern K besteht, die je
weils von einem Motor M in entgegengesetzte Richtung dreh
bare Massen aufweisen. Eine nicht dargestellte Steuerein
heit steuert die Drehzahl der beiden Körper derart, daß
das resultierende Moment das durch eine Bewegung des Armes
erzeugte Moment kompensiert.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch einen der Körper K. Jeder
Körper K weist ein Gehäuse 1 auf, in dem an Speichen 2
zwei Kreiselmassen 3 um eine Achse, beispielsweise die
Achse x drehbar gelagert sind. Zum Antrieb ist der Motor M
vorgesehen, der drehzahlgeregelt ist und über ein Getriebe
4 die Speichen 2 mit den daran angebrachten Kreiselmassen
3 antreibt.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Einrichtung arbeitet
wie folgt:
Bei der drehzahlvariablen Momentenkompensation wird von
einer mittleren Drehzahl der Kreisel (z. B. 5000 U/min)
aus ein Stützdrehmoment des Bezugssystems dadurch erzeugt,
daß die Kreiselmassen 3 in ihrer Drehung beschleunigt oder
verzögert werden, so daß sich je nach Bezugssystemforde
rung positive oder negative Drehmomente ergeben, die den
zu kompensierenden Drehmomenten entgegenwirken. Der An
triebsmotor M eines Kreisels hat drei Betriebszustände:
- a) Im neutralen Zustand dreht der Motor mit mittlerer Drehzahl. Um diesen Betriebszustand beizubehalten, also um Lagerreibung, Hystereseverluste etc. zu kompensieren, ist ein Grundenergiebedarf notwendig, der ständig erbracht und bei einem im Weltraum eingesetzten Roboter beispielsweise aus einer Solarzellenanordnung gewonnen wird.
- b) Bei einer notwendigen Drehzahlabnahme (z. B. Erzeugung eines negativen Drehmoments) wird der Antrieb als Ge nerator betrieben. Die vom Antriebsmotor abgegebene elek trische Energie kann mittels des 4-Quadrantenreglers, der zur Antriebssteuerung notwendig ist, in einem Akku gespei chert werden, um sie später, wenn gefordert, dem Antrieb wieder zuzuführen.
- c) Wird eine Drehzahlzunahme erforderlich (z. B. Erzeu gung eines positiven Drehmoments), entnimmt der Kreisel antrieb dem Akku die kurzzeitig zur Beschleunigung notwen dige elektrische Energie.
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfin
dung, bei dem ebenfalls drei orthogonal angeordnete Ein
richtungen vorgesehen sind, die Momente erzeugen, deren
Richtungen bzw. Achsen in der x-, y- und z-Achse liegen.
Jede Einrichtung weist wiederum einen Kreisel auf, dessen
Moment das durch die Bewegung des Armes erzeugte Moment
kompensiert, und der aus zwei Körpern K besteht, die je
weils von einem Motor M in entgegengesetzte Richtung dreh
bare Massen bzw. Speichen aufweisen. Jeder Körper weist
hierzu zwei Speichen 2′ auf, auf denen - wie Fig. 4 im
einzelnen zeigt - zur Unwuchtvermeidung zwei linear ver
schiebbare Kreiselmassen 3′ symmetrisch zur Drehachse x, y
bzw. z angeordnet sind. Die linear verschiebbaren Massen
3′ sind jeweils auf einem Linearschlitten 5 angeordnet,
der mittels einer Linearführung 6 und eines von einem
Stellmotor 7 angetriebenen Riemens 8 relativ zur Drehachse
x, y bzw. z verstellbar ist. Zum Antrieb ist wiederum der
Motor M vorgesehen, der drehzahlgeregelt ist und über ein
Getriebe 4 die Speichen 2′ mit den daran angebrachten
linear verstellbaren Kreiselmassen 3′ antreibt.
Eine nicht dargestellte Steuereinheit steuert die Ver
schiebung der beiden Kreiselmassen 3′ derart, daß das re
sultierende Moment das durch eine Bewegung des Armes er
zeugte Moment kompensiert. Im "Neutralzustand" befinden
sich die Linearschlitten 5 in einer Mittelstellung, d. h.
auf der Halbstreckenposition der Linearführungen 6 oder
auf der Halbradienkreisbahn der Gesamtkreiselradien. Der
gesamte Kreisel rotiert, wie oben erwähnt, mit konstanter
Winkelgeschwindigkeit (z. B. 3000 U/min). Wird nun zur
Momentenkompensation ein Gegenmoment benötigt, so werden
die Linearschlitten synchron auf ihrer Linearführung nach
innen oder außen bewegt. Die so entstehende Radiusanord
nung über der Zeit (dr/dt = V) in Verbindung mit der ort
sabhängigen Hebellänge mit Coriolisbeschleunigung führt zu
dem für die Kompensation notwendigen Drehmoment. Diese Art
der Kompensation eignet sich insbesondere für hochdynami
sche Robotersysteme.
Bei dem Einsatz des Kompensationssystems in einem Roboter
müssen ferner bestimmte Bewegungsstrategien berücksichtigt
werden. Alle für einen Roboter möglichen Bewegungen können
dann durchgeführt werden:
Die Steuereinheit eines Roboters besteht aus dem Kommuni
kationssystem, der Bahnsteuerung und dem Lageregler.
Das Kommunikationssystem übergibt der Bahnsteuerung den
Auftrag (z. B. Bahnmodul) in einem Zwischenspeicher (Auf
tragspuffer) und erhält die Ergebnisse (Gelenkkoordinaten
der Antriebsachsen) ebenfalls in einem Zwischenspeicher
(Ergebnispuffer). Auftrags- und Ergebnispuffer sind als
dual ported RAM realisiert. Die übermittelten Aufträge
werden in einer Warteschlange (FIFO) abgelegt und in der
Reihenfolge ihres Eintreffens abgearbeitet. On-line-Ein
griffe in den laufenden Auftrag werden nicht gepuffert,
sondern sofort von der Bahnsteuerung berücksichtigt.
Bei der Bahnsteuerung werden alle Achsen gleichzeitig in
einem Funktionszusammenhang so verfahren, daß sich der TCP
(Tool Center Point) auf einer definierten Bahn bewegt.
Eine Bahnsteuerung stellt Linear- (Gerade zwischen zwei
Punkten), Zirkular- (Kreisbogen durch drei Punkte) und
Splineinterpolation (Kurve durch beliebig viele Punkte)
zur Verfügung. Unterscheiden sich die Orientierungen des
Anfangs- und Endpunktes, so werden sie kontinuierlich
ineinander überführt. Die Änderungsgeschwindigkeit der
Orientierung kann dabei gesteuert werden.
Die Bahnsteuerung selbst umfaßt die Geschwindigkeitssteue
rung, den Interpolator und den Koordinatentransformator.
Die Geschwindigkeitssteuerung erzeugt sowohl das Geschwin
digkeits- als auch das Streckenprofil auf Koordinatenebe
ne. Der Interpolator berechnet Raumkoordinaten im Takt der
Abtastzeit mit Hilfe des Streckenprofils. Der Koordinaten
transformator berechnet die Gelenkwinkel aus dem Raum
koordinaten. Die Gelenkwinkel werden nach jeder Berechnung
zur Weitergabe an den Lageregler dem Kommunikationssystem
übergeben.
Aus den Interpolatorwerten der Bahnsteuerung können die
zur Momentenkompensation notwendigen Momentenwerte für die
Kompensationskreiselsteuerung abgeleitet werden. Diese
Momentwerte müssen mit einem Lagekreiselsystem in Relation
gebracht werden.
Es muß darauf geachtet werden, daß ein abgeschlossenes
Bahnmodul durchfahren wird. Ein Bahnmodul, bestehend aus
Beschleunigungsphase, Geschwindigkeitsphase und Verzöge
rungsphase, ist so zu planen, daß die aus der Beschleuni
gungsphase und der Verzögerungsphase auf den Roboter wir
kenden Momente gleich groß vom Betrag und entgegengesetzt
vom Vorzeichen sind. Während des Abfahrens eines Bahn
moduls muß die bewegte Masse konstant bleiben. Diese An
forderungen an den Roboter sind durch eine Steuerungsstra
tegie und eine Handhabungsplanung zu bewältigen.
Um ein wirkungsfreies Ablaufen bei den Kompensationssyste
men einer Wirkungsachse zu garantieren, sind erfindungsge
mäß je zwei Kreiselsysteme gegeneinander geschaltet, d. h.
beim Anlauf sind ihre Rotationsachsen auf einer Achse
angeordnet, jedoch in entgegengesetzter Drehrichtung.
Vorstehend ist die Erfindung anhand von Ausführungsbei
spielen ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedan
kens beschrieben worden.
Claims (9)
1. Vorrichtung zur Durchführung von Handhabungsaufgaben,
mit mindestens einem Arm, der um wenigstens eine Achse in
bezug auf einen Grundkörper der Vorrichtung drehbar ist,
und der ein Werkzeug zur Durchführung der Handhabungsaufgabe
trägt,
und mit einer Einrichtung, die ein Drehmoment erzeugt, das
dem durch eine Bewegung des Arms erzeugten Moment entgegengerichtet
ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung in dem Grundkörper
vorgesehen ist und einen Kreisel aufweist, dessen
Moment das durch die Bewegung des Armes erzeugte Moment
kompensiert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Grundkörper drei Ein
richtungen vorgesehen sind, die Momente erzeugen, deren
Richtungen nicht in einer Ebene liegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kreisel aus zwei um dieselbe
Achse drehbaren Körpern besteht, die von einer Antriebseinrichtung
in entgegengesetzte Richtung gedreht werden,
und daß eine Steuereinheit die Drehzahl der beiden Körper
derart steuert, daß das resultierende Moment das durch
eine Bewegung des Armes erzeugte Moment kompensiert.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kreisel aus zwei um die
selbe Achse drehbaren Körpern besteht, die von einer An
triebseinrichtung in entgegengesetzte Richtung mit kon
stanter Drehzahl gedreht werden, und daß eine Steuerein
heit das Trägheitsmoment der beiden Körper derart steuert,
daß das resultierende Moment das durch eine Bewegung des
Armes erzeugte Moment kompensiert.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Momenten-
Kompensation in einen "Roboterfuß" oder dgl. eingebaut
ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß drehzahlgeregelte Elektromoto
ren die Kreisel antreiben.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß ein 4-Quadrantenregler zur
Steuerung des Motors sowie ein Energiespeicher vorgesehen
sind, der die im Bremsbetrieb, in dem der Motor als Ge
nerator arbeitet, erzeugte Energie zwischenspeichert.
8. Verfahren zur Steuerung einer Vorrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Bahnmodul, bestehend aus
einer Beschleunigungsphase, Geschwindigkeitsphase und
Verzögerungsphase derart durchfahren wird, daß die aus der
Beschleunigungsphase und der Verzögerungsphase auf den
Roboter wirkenden Momente gleich groß vom Betrag und ent
gegengesetzt vom Vorzeichen sind.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß während des Abfahrens eines Bahn
moduls die bewegte Masse konstant ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904041167 DE4041167A1 (de) | 1990-12-21 | 1990-12-21 | Vorrichtung zur durchfuehrung von handhabungsaufgaben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904041167 DE4041167A1 (de) | 1990-12-21 | 1990-12-21 | Vorrichtung zur durchfuehrung von handhabungsaufgaben |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4041167A1 DE4041167A1 (de) | 1992-07-02 |
| DE4041167C2 true DE4041167C2 (de) | 1992-10-08 |
Family
ID=6421021
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904041167 Granted DE4041167A1 (de) | 1990-12-21 | 1990-12-21 | Vorrichtung zur durchfuehrung von handhabungsaufgaben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4041167A1 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10259638B4 (de) * | 2002-12-18 | 2004-12-09 | Intersecure Logic Limited | Servicefahrzeug zur Ausführung von Handlungen an einem Ziel-Raumfahrzeug, Wartungssystem und Verfahren zur Nutzung eines Servicefahrzeugs |
| CN108145749A (zh) * | 2017-11-22 | 2018-06-12 | 北京理工华汇智能科技有限公司 | 仿生机器人稳定装置及系统 |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2656433C3 (de) * | 1976-12-14 | 1983-11-17 | Fraunhofer-Gesellschaft Zur Foerderung Der Angewandten Forschung E.V., 8000 Muenchen | Verfahren und Anordnung zur Regelung von Manipulatoen und industriellen Robotern |
| DE3310210C2 (de) * | 1983-03-21 | 1986-12-04 | Manutec Gesellschaft für Automatisierungs- und Handhabungssysteme mbH, 8510 Fürth | Industrierobotergelenk |
| JP2713899B2 (ja) * | 1987-03-30 | 1998-02-16 | 株式会社日立製作所 | ロボツト装置 |
-
1990
- 1990-12-21 DE DE19904041167 patent/DE4041167A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4041167A1 (de) | 1992-07-02 |
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