DE404506C - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zellstoff aus holzhaltigem Rohstoff - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zellstoff aus holzhaltigem Rohstoff

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DE404506C
DE404506C DES56226D DES0056226D DE404506C DE 404506 C DE404506 C DE 404506C DE S56226 D DES56226 D DE S56226D DE S0056226 D DES0056226 D DE S0056226D DE 404506 C DE404506 C DE 404506C
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washing
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Olier SA Ets A
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Classifications

    • D—TEXTILES; PAPER
    • D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C3/00—Pulping cellulose-containing materials
    • D21C3/22—Other features of pulping processes
    • D21C3/24—Continuous processes

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  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zellstoff aus holzhaltigem Rohstoff. Um aus holzhaltigem Rohstoff Zellstoff zu gewinnen, wird gegenwärtig in folgender Weise gearbeitet: Der Rohstoff wird durch Waschen oder durch Luftströme von Staub und Fremdstoffen befreit und dann in einem Kocher der Einwirkung einer alkalischen Lauge unter Druck während einer gewissen Zeit unterworfen. Das gekochte Material wird auf einem Filter von der Lauge getrennt und dann mehrmals gewaschen, worauf es gemahlen, mit Wasser gespült und gebleicht wird. Nacli dem Waschen ist dann das Material zur Verarbeitung auf Papier usw. geeignet.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt die Herstellung von Zellstoff in ununterbrochenem Betrieb, mit anderen Worten, den Ersatz der aufeinanderfolgenden .getrennten Behandlungen durch eine ununterbrochene Folge von Arbeitsstufen. Erfindungsgemäß können die einzelnett Arbeitsstufen, nämlich das, Aufweichen, das Kochen finit Lauge, das Waschen, das Bleichen und (las Spülen, in getrennten Behältern dadurch unter direkter ununterbrochener Führung des Rohstoffes aus einem Behälter in den nächsten erfolgen, daß an dein Endteil eines jeden Behälters eine Preßeinrichtung vorgesehen ist, die die Bildung eines aus dein Rohstoff bestehenden und zum Abschluß der einzelnen Behälter voneinander dienenden Agglomerats veranlaßt.
  • Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der zur beispielsweisen Ausführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung. In Abb. i ist eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung dargestellt.
  • Abb. 2 zeigt die entsprechende Draufsicht. Abb. 3 zeigt eine schematische Darstellung des Kreislaufes der beim Verfahren verwendeten bzw. verarbeiteten Reagenzien. Der holzhaltige Rohstoff wird wie gewÖhnlich zerrissen, wobei jedoch die Pflanzenstengel usw. einer Behandlung unterworfen werden, welche das Zerdrücken der Knoten bezweckt. Zu diesem Zweck «-erden sie auf ein wagerechtes Fördertuch aufgelegt, welches sie einem oder mehreren Zylinderpaaren 2, 3 zuführt, zwischen welchen die Knoten zerdrückt «-erden. Alsdann gelangt der Rohstoff zum Zerhacker 4, welcher ihn in kleine Längen zerschneidet. Der derart zerrissene und zerhackte Rohstoff gelangt in den Trichter 5, aus welchem er durch das Gebläse 9 zu einem Schläger io gefördert wird, aus welchem er in den Aufweichbehälter fällt, während der Staub durch den Luftstrom nach außen gefördert wird.
  • Der Aufweichbehälter besteht aus einem langen Bottich i i, welcher durch den Dampfmantel 12 geheizt und auf seiner ganzen Länge von einer Welle durchdrungen wird, die schneckenförmig angeordnete Schläger trägt. Auf diese Weise wird der Rohstoff mit der Weichlauge, welche zum Bottich durch die Zentrifugalpulnpe 29 zugeführt wirrt, durcheinandergeschleudert und zu dem Durchgangskanal 13 gefördert. Aus diesem letzteren fällt der mit der Lauge getränkte Rohstoff auf eine ununterbrochen arbeitende Auspreßeinrichtung, welche aus zwei Schnekken 14, 15 mit entgegengesetzt gerichteten Schraubengängen besteht, welche sich in entgegengesetztem Sinne drehen und in einer gelochten Muffe Aufnahme finden. Die ausgepreßte Flüssigkeit gelangt durch einen Doppelboden zur Leitung ß, während der entwässerte Rohstoff durch die Schnecken in die kegelförmige Kammer 16 gefördert wird, welche durch das federbelastete Klappenventil 16' nach außen geschlossen ist, welches dein Durchgang des Rohstoffes einen bestimmten Widerstand entgegensetzt. Durch den entgegengesetzt «-irk-enden Druck der Förderschnecken wird der Stoff allmählich in der Kammer 16 zusammengepreßt und zu einem dichten Agglomerat verdichtet, dessen äußere Schicht allmählich zti dem nachfolgenden Behälter r; gelangt, während von den Schnekken aus weitere Schichten an das Agglomerat angelagert werden, so daß ein dauernder Abschluß des Behälters i i vom Behälter 17 erzielt wird, selbst, wenn das Ventil i6' zeit-«-eise geöffnet wird.
  • Der Kocher 17 besteht aus einem lotrechten Kessel von zylindrischem Querschnitt, welcher durch einen Dampfmantel geheizt wird und eine genügende Höhe aufweist, damit der Stoff beim Durchgang von oben nach unten hinreichend desintegriert wird. Die in den Vorratsbehälter i 9 durch eine Pumpe durch denHahn2o geförderte alkalischeLaugefließt zu dem Kocher durch die Leitung 18 und verteilt sich mittels einer Brause. Der Behälter i9 wird mittels eines Dampfmantels und der Dampfleitung 2i, 22 beheizt, während das Beheizen des Kochers durch die Leitung 23, 25 erfolgt. Der gekochte Stoff fällt allmählich bis zur ununterbrochen arbeitenden Presse 32 hinab, welche aus zwei parallelen Schnekken 33, 34 von entgegengesetztem Gewindegang besteht, die sich in entgegengesetztem Sinne in einem gelochten Zylinder drehen. Die Ablauge fließt durch den Kocher 17 in langsamem, ununterbrochenem Strome und ergießt sich in gleicher Weise aus demselben, um den Hindur chtritt des in bezug auf di Kochlauge spezifisch leichteren Stoffes durch den Kocher zu ermöglichen. Der einmalige Durchgang genügt bei einer bestimmten Durchgangszeit, die von der Lieferungsmenge und der Flüssigkeit und des Stoffes abhängt, um den in dem Aufweichebehälter Lereits mit der alkalischen Lauge vorbehandelten Stoff vollständig zu desintegrieren.
  • Durch die Preßschnecken 33, 3.4 wird der desintegrierte Stoff in den Zylinder 35 befördert, während die beim Eintritt des Stoffes in die kegelförmige Preßkammer 36 aus ihm ausgepreßte Flüssigkeit von der Pumpe 29 ansaugt und nach dem Behälter i i gefördert wird. Mit der Kammer 36 wirkt das federbelastete Ventil 37 zusammen, wobei das sich in der Kammer 36 bildende Agg'oinerat einer. dauernden Abschluß des Kochers t; nach dein folgenden Behälter 38 bewirkt.
  • Der geeignete Behälter 38 dient zum Waschen des Stoffes und enthält zwei Schnekken mit gelochten Windungen von entgegengesetzten Gängen und mit entgegengesetzter Drehrichtung, die zum Teil ineinandergreifen und in einer Muffe eingeschlossen sind. Der aus dem Kocher 17 durch das Ventil 37 hindurchtretende Stoff wird durch die Schnecken von unten nach oben befördert, während in entgegengesetzter Richtung das durch die Leitung 39 zugeführte Waschwasser durch den Stoff und die gelochten Windungen nach unten abfließt und in die Leitungen .1o gelangt. Der gewaschene Stoff entleert sich am oberen Ende der Waschsäule in einem Kanal 42 und gelangt zur Kratztrommel 4.3, von welcher er durch den Heber .14 und in den Kanal 4.5 zu den Schnecken 4.6 gelangt, welche ihn in den Zylinder .47 und die Preßkammer 4.8 fördern. Hier wird der größte Teil des Waschwassers aus dem Stoff ausgepreßt, welches durch die Leitungen 5o und 51 nach der Hauptleitung abfließen kann.
  • Der entwässerte Stoff gelangt aus der Kammer .18 in einen Kanal .49 des säulenförmigen Bleichbehälters 52, welcher geneigt verläuft und zwei Sceecken mit gelochten Windungen 53, 54 enthält, welche den unten eintretenden Stoff nach aufwärts fördern, während eine Strömung von Natriumhypochlorit durch die Leitungen 55 sich in entgegengesetztem Sinne durch den Stoff ergießt und durch die Leitungen 56 nach der Hauptleitung 41 abfließt. Wie das Waschen im Behälter 38, so erfolgt somit auch das Bleichen in ununterbrochener Weise.
  • Von dem oberen Ende des Bleichbehälter sinkt der mit der Bleichlösung getränkte Stoff durch den Kanal 57 in die ununterbrochen arbeitende Presse 58, welche in ähnlicher Weise ausgebildet ist wie die Pressen 32 und 4.6, und in welcher der größte Teil der Bleichlösung ausgepreßt wird. Diese Abfallösung, welche sich im Raum 59 sammelt, kann durch eine Umlaufleitung zu dem Bleichbehälter zurückgeführt werden. Der aus der Preßkammer 6o durch das Klappenventil 61 hindurchtretende Stoff fällt in den Zylinder 62, welcher in der Spülsäule 63 angeordnet ist. In dieser Spülsäule bewegt sich der Stoff und das Spülwasser in zueinander entgegengesetzten Richtungen, indem das Wasser durch die Leitung 64 eintritt und durch die Leitung 65 zu der Hauptleitung .I1 austritt, während der Stoff durch Schnecken in den oberen Teil des Behälters 63 gehoben wird. Der gewaschene Stoff sinkt dann in den Kanal 66 auf den ununterbrochen arbeitenden Raffineur 67 herab, aus welchem er durch den Heber 68 zur Presse oder zur Papiermaschine gelangt.
  • Die Ablaugen und Abwässer aus dem Aufweichl-ehälter ii und der Presse 13, dein Waschbehälter 38, dem Bleichbehälter 52 unel dem Spülbehälter 63 werden in dem Sammelbehälter 69 gesammelt, in welchem der mitgerissene Stoff in bekannter Weise von der Flüssigkeit getrennt wird. Der Stoff wird durch eine Pumpe 75 angesaugt, «-elche ihn :n den Kreislauf wieder einführt, während die Flüssigkeit zti dein Zersetzungsbehälter ; o bzw. ;1 gelangt. lif diesen Behältern wird die Flüssigkeit durch Salzsäure oder gasföriniges Chlor behandelt, um die meisten als Natriuinsalze vorhandenen organischen Stoffe zu zersetzen und dieselhe von der Flüssigkeit in den nachfolgenden Dekantier- oder Filterbehältern 72, ; 3 zu trennen. Bei Anwendung des Dekantierens arbeiten die Behälter 70, 7 1 und 72, 73 abwechselnd, d. h. daß das Absetzen in dem einen Behälter erfolgt, während zu dein anderen die Flüssigkeit zugeführt und zersetzt wird. Nach dem Austritt aus diesen Behältern wird die so entstehende Kochsalzlösung dein Elektrolyseur 77 (Abb. 3) durch die Leitung 74 zugeführt, in welchem die Verarbeitung auf Chlor und Ätznatron erfolgt. Durch die Einschaltun- des Elektrolvsetirs wird ein ununterbrochener chemischer Kreislauf gebildet, mittels welchen die benötigten Reagenzien wiedergewonnen werden, so daß die Zuführung von frischen Reagenzien,- ausgenominne die Stoffverluste, unnötig wird. Dieser ununterbrochene Kreislauf ist schematisch in Abb. 3 dargestellt.
  • Aus dein Elektrol_yseur 77 wird ein Teil des Ätznatrons und des Chlors durch die Leitungen 79, So zum Mischbehälter 82 geführt, in welchem die Bildung von unterchloritsaurein Natron erfolgt, «-elches durch die Leitung 83 zu dem Bleichbehälter 52 geführt wird. Der andere Teil des Ätznatrons wird durch die Leitung 8i, durch den Kocher 17, den Aufweichbehälter i i geschickt und gelangt in Form von ligninsauren, pektinsauren usw. Salzen zu dem Sammelbehälter 69. Der andere Teil des Chlors wird durch die Leitung 78 zu den Behältern 70, 71 befördert, in welchen das Chlor die unbeständigen organischen Natriumsalze unter Bildung von Kochsalz und Ausfüllung der organischen Stoffe zersetzt. Die Flüssigkeit gelangt dann zu den Filterbehältern 72, 73, und die Kochsalzlösung fließt durch die Leitung 74 zum Elektrolyseur zurück.
  • Bei dein neuen Verfahren werden die Fremdstoffe und LTnreinigkeiten aus dem Stoff «während des Kochens, Waschens, Bleichens usw. unmittelbar beseitigt und entfernt, so daß sie nicht unnützer- und schädlicher-«-eise iin Kreislauf verbleiben. Die Behandlung erfolgt auf diese Weise ununterbrochen, wobei dank der Wirkungsweise der abdichtenden Agglonierdte eine Vermischung der einzelnen Behandlungsflüssigkeiten verhindert wird.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCIiE_ i. Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus holzhaltigem Rohstoff, bei welchem der Rohstoff und die Behandlungsflüssigkeit in ununterbrochenem Strom geführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohstoff durch sämtliche Behandlungsstufen (Aufweichen, Kochen mit Laure, `'raschen, Bleichen, Spülen) in einer Reihe von miteinander verbundenen Behältern derart hindurchgeführt wird, claß die Behandlungsflüssigkeiten an jedem Behälterende ausgepreßt werden und die Durchlaufsgeschwindigkeit jeder Behandlungsstufe durch einstellbare Widerstände zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Behältern geregelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Patentanspruch i, hei welchem eine Wiedergewinnung des als Elektrolyt dienenden Kochsalzes durch Vereinigung der abgenutzten Losungen von Ätznatron und Chlor vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des in einem Elektrolyseur gebildeten Ätznatrons als Kochlauge des Rohstoffes und ein anderer Teil mit einem Teil des ini gleichen Elektrolyseur gebildeten Chlor zwecks Bildung des als Bleichlauge dienenden unterchlorigsauren Natriums zusammengebracht wird, während die abgenutzten Kochlaugen, Waschwässer und Bleichlaugen mit dein übrigen Teil des Chlors behandelt werden, worauf das wiedergewonnene Chlornatrium wieder in dem gleichen Elektrolyseur elektrolytisch zersetzt wird.
  3. 3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dein Aufweichbehälter (ii), dem Behälter (17) und den zum Waschen, Bleichen und Spülen dienenden Einrichtungen (38, 52, 63), welche untereinander in Verbindung stehen und in «welchem die aufeinanderfolgenden Arbeitsstufen ausgeführt werden, Schneckenpressen (16, 32, 46, 6o) eingeschaltet sind, deren Austrittsöffnungen durch Regelungsventile (16, 37, 61) geregelt werden, wobei in den Teilen (38, 52, 63), welche zum Waschen, Bleichen und Spülen dienen, innere Förderschnekken angeordnet sind, welche den Rohstoff in entgegengesetztem Sinne zum Durchfluß der flüssigen Reagenzien bzw. des Wasch- und Spülwassers fördern.
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Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745253C (de) * 1940-04-14 1944-03-13 Doerries Fuellner Maschinenfab Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Behandeln von Zellstoffaufschwemmungen
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