DE405228C - Schiessspielgeraet - Google Patents

Schiessspielgeraet

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DE405228C
DE405228C DESCH65839D DESC065839D DE405228C DE 405228 C DE405228 C DE 405228C DE SCH65839 D DESCH65839 D DE SCH65839D DE SC065839 D DESC065839 D DE SC065839D DE 405228 C DE405228 C DE 405228C
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Classifications

    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41—WEAPONS
    • F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00—Aiming or laying means
    • F41G3/26—Teaching or practice apparatus for gun-aiming or gun-laying
    • F41G3/28—Small-scale apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Navigation (AREA)

Description

(Sch
Das Patent 404464 betrifft ein Schießspielgerät, welches dazu dient, die Schulung in der Feuerleitung an Geschützen zu geben und zu diesem Zwecke Zielfiguren und Aufschlagfiguren aufweist, welch letztere gegen die Zielfiguren verstellt werden können. Da die Zielfiguren bei diesem Gerät nicht ortsveränderlich sind, so sind nach dem Hauptpatent bewegliche Maßstäbe vorhanden, welche teilweise mit einer bestimmten Geschwindigkeit angetrieben werden und so durch ihre Angaben den jeweiligen Ort der ,Zielfiguren festlegen, so daß danach eine Feststellung möglich ist, ob der Übende Entfernung und Vorhaltewinkel richtig eingeschätzt hat.
Die vorliegende Erfindung stellt eine weitere Ausbildung der Erfindung des Hauptpatents dar, durch welche ihr Anwendungsbereich wesentlich erweitert wird. Die vorliegende Erfindung geht davon aus, daß die j Figuren ihrerseits eine die natürliche Ortsver änderung der von ihnen nachgebildeten Gegenstände maßstäblich wiedergebende Bewegung erhalten, iso daß sowohl z. B. Zielfiguren und Aufschlagfiguren oder auch nur eine Art dieser Figuren, z. B. Nachbildungen von Schiffen o. dgl., sich in einer der Wirklichkeit maßstäblich nachgebildeten Weise nach dem von dem Benutzenden gegebenen Kommando gegeneinander oder gegen feste oder bewegliehe Maßstäbe, Punkte o. dgl. bewegen, so daß ζ. B. festgestellt werden kann, ob der Benutzende richtig navigiert, indem er die Schiffsfigur nach der ihm bekannten Karte
unter richtiger Einschätzung der Strom- und Windverhältnisse in der richtigen Weise führt. Wenn das Gerät, wie eben angegeben, für die Navigation benutzt werden soll, so wird gemaß der Erfindung nach den Angaben des Benutzenden eine Figur, ein Zeiger o. dgl., in einer bestimmten Richtung und auf bestimmte Fahrtgeschwindigkeit eingestellt, so daß ein ihn tragender Schlitten mit Hilfe von dauernd ίο laufenden Antrieben eine in einer Ebene kombinierte Bewegung erhält, die dem Kurs entspricht, den das Schiff in Wirklichkeit nehmen würde, wenn die gegebenen Kommandos auf einem Schiff unter den fraglichen Verhältnissen gegeben würden. Durch Vermehrung der Antriebe ist es gemäß der Erfindung möglich, dreidimensionale Bewegungen nachzubilden, indem durch einen dritten Antrieb die betreffende Figur auch in der Höhenrichtung bewegt wird.
Die Zeichnungen veranschaulichen eine Ausführungsform der Erfindung, und zwar ist i Abb. ι eine Aufsicht auf ein nach der vor- | liegenden Erfindung ausgebildetes Übungs- ! gerät;
Abb. 2 gibt einen Teil der Abb. 1 in Seitenansicht wieder, während j Abb. 3 schematisch die Anwendungsweise ' des Gerätes veranschaulicht. Wie beim Hauptpatent ist das Gerät in einen Kasten eingeschlossen, der einen in ! der Querrichtung zu dem Kasten beweglichen j Rahmen enthält, in welchem ein senkrecht j zu dem Rahmen beweglicher Schütten ver- ! schiebbar ist, so daß durch die Bewegung : des Rahmens und des Schlittens die ge- : wünschte nachzubildende Bewegung zustande kommt. !
Wie aus Abb. 1 ersichtlich, ist in dem Rahmen α, der mit seinen Zahnräderna1 auf zwei quer durch den Kasten des Übungsgeräts laufenden Zahnstangen«2 beweglich ist, ein Fahrtzeiger 1 drehbar angeordnet, der auf j einer Skala 2 verdreht werden kann, um die j angegebene Richtung einzustellen. Dieser j Fahrtzeiger gibt das in seiner Bewegung nachzubildende Schiff wieder oder kann mit Hilfe einer Feder auf einer Karte den Kurs ; direkt aufzeichnen. Der Fahrtzeiger 1 ist zur \ Einstellung der gewünschten Fahrtgeschwindigkeit in seinem Führungsgehäuse 3 ver- : schieblich, und zwar nach einer auf seiner oberen Seite angebrachten Teilung. Der Fahrtzeiger hat unten, z. B. an seinem NuIlpunkt, Mitnehmergabeln, die um eine Längsund eine Querachse 4 und 5 herumgreifen, so ; daß bei jeder Bewegung des Fahrtzeigers, und zwar sowohl bei seiner Verstellung innerhalb des Führungsgehäuses wie auch bei semer Verdrehung diese Laufachsen mitgenommen werden, und zwar um das Maß der 1 Längs- und Querkomponente der gesamten j Bewegung. Die Laufachse 4 überträgt ihre Bewegung mittels der Zugstange 6 auf eine ! zum Teil hohle Welle 7, in welche die Zug-I stange 6 mit ihrem Kopf eintritt. Diese Welle 7 trägt an ihrem Ende ein Reibrädchen 8, das gegen eine Reibscheibe 9 anliegt, die in irgendeiner beliebigen Weise während der Benutzung des Geräts dauernd angetrieben wird, so daß also durch eine Verschiebung der Laufachse 4 der Stange 6 und .der Welle 7 das Reibrädchen 8 auf verschiedene j Geschwindigkeit eingestellt wird. Die Welle 7 trägt ein Kegelrad 1 o, das j durch eine am Rahmen α befestigte Gabel 22 j stets an der gleichen Stelle gehalten wird, aber mit der Welle 7 vermöge Nut und Feder sich dauernd mit drehen muß. Das Kegelrad 10 überträgt seme Bewegung auf ein Kegelrad 11, das mit einem Zahnrade 12 verbunden ist, welch letzteres in eine ■ Zahnstange 13 eingreift und bei seiner Drehung verschiebt, da das Zahnrad 12 auf einer am Rahmen a fest gelagerten Welle sitzt. Die Zahnstange 13 nimmt daher den unter ihr liegenden, mit ihr fest verbundenen großen Schlitten 14 mit, so daß auf diese Weise eine Bewegung in der Höhenrichtung der Figur 1, also senkrecht zu der Führung des Rahmens a, erreicht wird. Der Schlitten 14 trägt die verschiedenen zu bewegenden Darstellungen, z. B. im vorliegenden Falle die Nachbildung eines Schiffes o. dgl., das sich auf einer bestimmten Karte bewegt (Abb. 3).
Die, wie erwähnt, gleichfalls durch die Einstellbewegung des Fahrtzeigers 1 mitbewegte Laufachse 5 überträgt ihre Bewegung durch eine Zahnstange 15 vermittels eines Kegelradgetriebes auf eine Zahnstange 16. Der Kopf dieser Längszahnstange 16 ist ebenfalls in eine hohle Triebachse 17 eingelassen, die ihrerseits ein Reibrädchen 19 trägt und gegen eine zweite Reibscheibe 20 (Abb. 3) anliegt, die in Abb. 1 nicht besonders dargestellt ist. Die Verschiebung der Laufachse 5 hat also auch eine verschiedene Einstellung des Reibrädchens 19 an der Reibscheibe 20 zur Folge. Die Welle 17 ist direkt mit einer Welle 18 (Abb. i) verbunden, die am Ende no ein Kammrad 21 trägt, welches in die quer durch den Kasten des Übungsgeräts hindurchlaufende Zahnstange a2 eingreift, so daß durch die Bewegung der Welle der Rahmen a des Geräts in seitlicher Richtung bewegt wird.
Auf diese Weise erhält die von dem Schlitten oder Rahmen getragene Figur eine zusammengesetzte Bewegung, die sich aus der Einstellung des Fahrtrichtungszeigers nach Fahrtrichtung und Geschwindigkeit ergibt. In Abb. 3 ist angedeutet, daß hier drei

Claims (6)

solcher Reibantriebe vorgesehen sind, so daß durch Übertragung auf die betreffende Figur noch eine Bewegung in senkrechter Richtung ermöglicht werden kann, derart, daß das Gerät zur Wiedergabe der Bewegung eines Geschosses o. dgl. benutzt werden kann. Diese Übertragung ließe sich in einfachster Weise dadurch erreichen, daß die betreffende j Figur durch eine senkrechte Zahnstange, ίο die von dem dritten Getriebe aus angetrieben j wird, auf- bzw. abwärts bewegt wird. ( Weiter deutet Abb. 3 an, in welcher Weise j die ein Schiff wiedergebende Figur b, die ! mittels einer Schiene bx seitlich an dem Schlitten 14 befestigt ist und, falls gewünscht, in gleicher Weise wie der Fahrtzeiger gedreht werden kann, beispielsweise einem Wasserlauf folgen kann. Zur weiteren Annäherung an ! die natürlichen Vorgänge beim Navigieren j kann gemäß Abb. 2 der Drehpunkt des Fahrt- : zeigers 1, nämlich seine Hülse 3, ihrerseits noch verstellbar sein, und zwar, wie hier dargestellt, in zweierlei Richtung mit Hilfe besonderer, sie tragender Hülsen 23 und 24, von denen die eine durch ihre Verstellung ; die Windversetzung, die andere die Strom- ' Versetzung des zu führenden Schiffes wiedergeben soll, so daß also durch diese Einstel- | lung der Dreh- und Nullpunkt des Fahrt- , zeigers 1 in bezug auf die Skala 2 und die j Laufachse 4 und 5 wesentlich verschoben wird, was für den Übenden eine wesentliche Erschwerung, anderseits aber auch eine vermehrte Annäherung an die Wirklichkeit bedeutet. Hierbei kann die das Schiff darstellende Figur b, die natürlich nur als Beispiel gedacht ist, gleichzeitig mit Hilfe eines Bleistiftes oder einer Ziehfeder die Bahn des Schiffes auf der Karte einzeichnen, so | daß eine spätere genaue Kontrolle der ge- ■ gebenen Anweisungen möglich ist. | Die Erfindung ermöglicht, wie aus Vorstehendem ersichtlich, die Nachbildung der verschiedenartigsten Bewegungen irgendweleher Körper in maßstäblichem Verhältnis, und j zwar in bezug auf feststehende oder aber auch f ortsveränderliche Gegenstände, indem man durch einen zweiten Schlitten, z. B. einen Zielgegenstand o. dgl., eine Bewegung gegenüber dem angreifenden Gegenstand gibt. Als Erweiterung des Hauptpatents bietet also I die Erfindung die Möglichkeit, die Bewegung von Körpern wiederzugeben, die ihre Bewegung jeweils nach bestimmten Einflüssen auf Kommando o. dgl. ändern können. So bietet sich auch die Möglichkeit, registrierende Ziel- , und Richtübungen von Geschützen, Torpedos usw. anzustellen. Ebenso läßt sich die Erfindung als registrierende Jagdscheibe mit bewegten Zielen verwenden. Selbstverständlieh würde auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine Umkehrung möglich sein, derart, daß die Figuren oder Marken stillstehen und die Karten, Pläne usw. gegen die Figuren bewegt werden. P λ tent-An Sprüche:
1. Schießspielgerät nach Patent 404464 zur maßstäblichen Wiedergabe der Bewegung irgendwelcher bewegter Gegenstände, wie z. B. Fahrzeuge, Geschosse, Luft- und Wasserströme, Menschen, Tiere usw., dadurch gekennzeichnet, daß die diese Gegenstände andeutenden Figuren oder Marken, und zwar alle oder einzeln, die natürliche Ortsveränderung der von ihnen nachgebildeten Gegenstände maßstäblich wiedergeben.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Figuren bzw. Darstellungen von einem in einem Rahmen geführten Schütten voneinander unabhängig bewegt werden.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten und der Rahmen für sich durch Reibungsantriebe bewegt werden, die von einer beliebigen Kraftquelle aus angetrieben werden, wobei die Reibrädchen an den Reibscheiben durch Vermittlung zweier Laufachsen verschoben werden, die von einem zur Fahrtrichtungsbestimmung drehbaren und zur Geschwindigkeitsbestimmung verschiebbaren Zeiger mitgenommen werden.
4. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Figuren oder Darstellungen in dem Schlitten auf einer in senkrechter Richtung beweglichen Stange
o. dgl. sitzen, die durch einen besonderen Antrieb in senkrechter Richtung bewegt wird.
5. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Dreh- oder Unterstützungspunkt des Fahrtrichtungs- und Geschwindigkeitszeigers in einer oder mehreren Richtungen verstellbar ist.
6. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegten Darstellungen oder Figuren mit Hilfe von Ziehfedern o. dgl. ihre Bewegung graphisch festlegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DESCH65839D 1922-09-09 1922-09-09 Schiessspielgeraet Expired DE405228C (de)

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