DE406974C - Elektrolytischer Zaehler mit einem im Innern der Zelle eingebauten mechanischen Zaehlwerk - Google Patents

Elektrolytischer Zaehler mit einem im Innern der Zelle eingebauten mechanischen Zaehlwerk

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DE406974C
DE406974C DES63558D DES0063558D DE406974C DE 406974 C DE406974 C DE 406974C DE S63558 D DES63558 D DE S63558D DE S0063558 D DES0063558 D DE S0063558D DE 406974 C DE406974 C DE 406974C
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DE
Germany
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counter
voltametric
wheel
cell
lifter
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Expired
Application number
DES63558D
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English (en)
Inventor
Kurt Kessler
Paul Paschen
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Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R22/00Arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. electricity meters
    • G01R22/02Arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. electricity meters by electrolytic methods

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Elektrolytischer Zähler mit einem im Innern der Zelle eingebauten mechanischen Zählwerk. Der voltametrische Elektrizitätszähler hat von Hause aus nur einen beschränkten Meßbereich, da eine voltametrische Zelle, die den Hauptbestandteil eines solchen Zählers bildet, naturgemäß nur eine begrenzte Menge der Stoffe fassen kann, deren räumliche Umlagerung infolge des Stromdurchganges durch die Zelle für die Messung der durchgegangenen Elektrizitätsmenge ausgenutzt wird. Man hat diesen Nachteil zu beheben versucht durch Verbindung der Zelle mit einem mechanischen Zählwerk in der Weise, daß die an den Durchgang einer bestimmten Einheitselektrizitätsmenge gebundene Umlagerung der in die Zelle eingeschlossenen Massen einen Schaltschritt des Zählwerkes auslöst und dabei zugleich die Zelle in den Anfangszustand zurückbringt.
  • Bei allen bekannten Zählern dieser Art ist das Zählwerk außerhalb der Zelle angeordnet, und es wird durch die '«'and der Zelle hindurch von der Umlagerung der Massen in der Zelle beeinflußt. Bei den Zählern mit hermetisch verschlossenen Zellen, beispielsweise mit zugeschmolzenen Zellen aus Glas, erfolgt diese Beeinflussung entweder elektrisch über Leitungsdrähte, die in die Zellenwand eingeschmolzen sind, oder magnetisch unter Verwendung eines beweglichen Eisenkörpers in der Zelle. Bei einer anderen bekannten Form ist das Zählwerk durch eine Welle, die die Zellenwand durchsetzt, mit einem beweglichen Körper in der Zelle, nämlich einem Kippgefäß, verbunden. Aber keiner von diesen Zählern ist in die Praxis eingedrungen. Sie sind alle zu kompliziert und zu wenig betriebssicher.
  • Es ist auch ein Zähler bekannt geworden, bei dem das Zählwerk im Innern der Zelle angeordnet ist. Es wird von einer Metalltrommel angetrieben, die als Zwischenelektrode zwischen einer Anodenplatte und einer Kathodenplatte im Elektrolyt drehbar gelagert ist und bei Stromdurchgang durch die Zelle dadurch in Drehung versetzt wird, daß sie auf der Seite der Anode durch Metallniederschlag beschwert, auf der Seite der Kathode durch Auflösung des Metalles erleichtert wird. Die Trommel schaltet bei jeder Umdrehung das Zählwerk um einen Schritt weiter. Bei diesem Zähler sind zwar die Nachteile vermieden, die den vorher erwähnten Zählern wegen der Anordnung des Zählwerkes außerhalb der Zelle anhaften. Der Zähler hat aber dafür wieder den Nachteil des begrenzten Meßbereiches wegen der Auflösung der Anode durch die Elektrolyse. Auch dieser Zähler hat keine praktische Bedeutung erlangt.
  • Um einen von den Mängeln dieser Vorläufer freien voltametrischen Zähler mit mechanischem Zählwerk zu schaffen, wird nach der Erfindung das mechanische Zählwerk mit einem Schaufelantrieb im Innern der Zelle eines Voltameters angeordnet, indem eine durch die Elektrolyse umgelagerte Masse durch die Schwerkraft wieder in ihre Ursprungslage zurückgeführt wird, und zwar wird das Schaufelwerk im Elektrolyt so angeordnet, daß es in die Rückführungsbahn dieser Mas-j-e hineinragt. Solche Voltameter sind im besonderen das ZVasserstoffgasvoltameter, bei dem die Kathode unten, die Anode oben in der Zelle angeordnet ist, und das Quecksilbervoltameter mit der umgekehrten Anordnung der Elektroden. Bei diesen Voltametern wird die kathodisch ausgeschiedene Masse, Wasserstoffgas, metallisches Quecksilber, durch den Unterschied zwischen ihrer Dichte und der Dichte des Elektrolyts, also durch die Schwerkraft, zur Anode zurückgeführt.
  • Für die Ausführung des neuen Zählers wird die bekannte Form dieser Voltameter bevorzugt, bei der (wie bei einem der bekannten Zähler mit außerhalb der Zelle angeordnetem Zählwerk) ein Sammelgefäß für den kathodisch ausgeschiedenen Stoff nach langsam erfolgter Füllung sich selbsttätig durch einen Heber entleert. Diese Anordnung ,empfiehlt sich einmal, weil durch das Fassungsvermögen des Sammelgefäßes und des anschließenden Heberschenkels die Einheitselektrizitätsmenge für das mechanische Zählwerk genau festgelegt wird, dann, weil man kräftige Stöße für die Bewegung des Zählwerkes erhält.
  • Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen eines solchen Gerätes dargestellt, die sich in der Hauptsache nur durch verschiedenen Bau des Zählwerkes voneinander unterscheiden. Die erste wird durch Abb. i in Seitenansicht, durch Abb.2 in Stirnansicht veranschaulicht. Abb. 3 zeigt in Seitenansicht die Abänderung einer Einzelheit dieses Gerätes. Die zweite Ausführungsform zeigt Abb. 4. in Seitenansicht. Es sind Zellengefäße aus durchsichtigem Glase und ein farbloser Elektrolyt vorausgesetzt, so daß auch die im Innern der Zellengefäße angeordneten und die in den Elektrolyt eingetauchten Teile gleich den Umrissen der Zellengefäße freiliegend erscheinen.
  • Bei dem Gerät nach Abb. i und 2 'besteht das Zellengefäß in der Hauptsache aus dem weiten Ballon i, dem unten an ihn angesetzten engeren Krümmer 2 und einem ans Ende des Krümmers angesetzten Meßrohr 3, dessen Skala nicht gezeichnet ist. Der Ballon i endet oben `in einen zugeschmolzen.en Rohrstutzen :1. Ans obere Meßrohrende 3 ist ein Heber mit dem absteigenden Schenkel 5 und dem aufsteigenden Schenkel 6 angesetzt. Das Ausflußende 7 des Hebers ist wieder in den Ballon i eingeführt und mit seiner Wand verschmolzen.
  • Die Zelle ist bis zu dem Spiegel 8 mit dem Elektrolyt gefüllt, einer wässerigen Phosphorsäurelösung, darüber befindet sich Wasserstoffgas. Die bandförmige Anode g wird von zwei Glasstiften i o, i i an der Wand des Ballons i getragen. Durch den einen der Stifte ist der Zuleitungsdraht 12 eingeführt. Die Kathode 13 ist in bekannter Weise als Taschenelektrode ausgeführt. Sie besteht aus einer Glasschale i 4., die mit einem feinmaschigen Edelmetallnetz i 5 überspannt und mit einem Stiel 16 an der Wand des Krümmers 2 befestigt ist. Durch diesen Stiel ist der Zuleitungsdraht 17 des Drahtnetzes 15 eingeführt.
  • Das Zählwerk ist aus Glas hergestellt; es ist im Innern des Ballons i unter dem Elektrolytspiegel 8 angeordnet. Es besteht aus einem Schaufelrad 18 und einem Kastenrad i9 auf einer gemeinsamen Achse 2o. Die Achse ist in Augen 21, 22 eines gläsernen Rahmens 23 gelagert, der mit Füßchen 2,1 an die Wand des Ballons i aasgeschmolzen ist. In Abb. i ist dieser Rahmen nicht gezeichnet. An die Achse 20 sind zwei Bunde 25 aus Glas aasgeschmolzen, die das seitliche Spiel der Achse mit den Rädern begrenzen. Das Schaufelrad 18 hat zehn Schaufeln; das Kastenrad i g ist ein hohles Prisma, dessen Grundfläche ein regelmäßiges Zehneck ist. Die Seiten des Prismas sind mit den Ziffern o. bis g versehen, so daß das Kastenrad zugleich als Ziffernrolle wirkt. Ins Innere des Kastenrades ist ein Tropfen Quecksilber 26 gebracht.
  • Das Schaufelrad 18 ist so angeordnet, daß seine Schaufeln in die Bahn der Massen hineinragen, die bei der Entleerung des Meßrohres 3 durch den Heber aus seinem Ausfl.ußende 7 austreten. Die Einrichtung ist so ausgeführt, daß der Stoß dieser Massen gegen eine Schaufel des Rades 18 gerade hinreicht, das Rad samt dem Kastenrad i g um 1/,o einer Volldrehung im Uhrzeigersinn, Abb. i, weiterzudrehen. Der QuecksLbertropfen 26 fließt dabei in die nächste Ecke des Kastenrades, die nunmehr die tiefste Stelle einnimmt, und sichert dadurch das Zählwerk in der neuen Stellung.
  • Bei der beschriebenen Anordnung des Ausflußendes 7 wird das Schaufelrad nicht nur von dem Flüssigkeitsstrahl getroffen, der bei der Entleerung des Meßrohres dem Wasserstoffgas vorangeht, sondern auch von den nachfolgenden Gasblasen. .Um Unregelmäßigkeiten, die bei dem Entweichen der Gasblasen vorkommen können, unschädlich zu machen, kann man das Ausflußende 7 des Hebers wie in Abb. 3 anordnen. Es ist hier ungefähr tangential gegen eine Stelle des Umfanges des Schaufelrades 18 gerichtet, die über der Drehachse 20 liegt. Dies hat die Wirkung, daß nur der (innerhalb der Übrigen Elektrolytmasse) austretende - Flüssigkeitsstrahl das Schaufelrad beeinflußt, während das nachfolgende Gas aus dem Heberende ; nach oben in den Anodenraum entweicht, ohne das Schaufelrad zu beeinflussen.
  • Bei dem Gerät nach Abb. 4 ist die Zelle im wesentlichen ebenso gebaut wie bei dem eben beschriebenen Gerät. Das Zählwerk zeigt die Besonderheit, daß daz; Schaufelrad 18 als Becherrad mit vier Bechern 27 ausgeführt ist, die an einer hohlen prismatischen Nabe 28 mit quadratischer Grundfläche befestigt sind. Neben dem Becherrad sitzt auf der gleichen Achse 2o ein Armkreuz mit vier Armen 29. Diese Arme können wie Zähne eines Zahnrades zwi>chen die Arme eines Armsternes 3o eingreifen, der auf der Achse 31 des Rastenrades i9 sitzt. Das Rastenrad ist mit Zittern versehen und mit dem Armstern 3o ebenso verbunden zu denken wie nach Abb.2 mit dem Schaufelrad 18. Die Achsen 31 und 20 sind in einem gläsernen. Rahmen gelagert zu denken, ähnlich wie die Achse 2o in Abb. 2. Auch das Becherrad 18 ist als Rastenrad ausgebildet durch die Einbringung des Quecksilbertropfens 32 ins Innere seiner hohlen Nabe 28.
  • Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise Wenn sich das Meßrohr 3 entleert - dies tritt ein, wenn sich das Meßrohr und der Heberschenkel 5 bis in die Höhe des Heberknies mit Gas gefüllt haben -, so wird ein Teil des Gases, das aus dem Ausflußende 7 des Hebers entweicht, von dem Becher 27 aufgefangen, der sich gerade über dem Heberende befindet. Durch den Auftrieb des Gases im Becher wird das Becherrad im Uhrzeigersinn gedreht, der Armstern 3o und das Rastenrad 19 werden durch einen der Arme 29 mitgenommen und drehen sich gegen den Uhrzeigersinn um 1;1Q einer Volldrehung. Diese Bewegung wird in der Hauptsache durch den Arm 29 bewirkt, durch den Quecksilbertropfen 26 im Rastenrad 19 vollendet. Hat sich das Becherrad 18 aus der gezeichneten Lage um ungefähr 4.5' im Uhrzeigersinn gedreht, wobei der gasgefüllte Becher sich zu entleeren beginnt, so fließt der Quecksilbertropfen 32 in die folgende Ecke der Nabe 28 hinüber und dreht durch sein Gewicht das Becherrad vollends um 9o" gegen seine Anfangsstellung, wobei das Gas aus dem Becher, der nun die höchste Stellung einnimmt, vollends entweicht.
  • Bei beiden Ausführungen ist der Meßbereich auf das Zehnfache des Meßbereiches des Meßrohres erhöht.

Claims (7)

  1. PATENT- ANSPRÜCFIE: i. Elektrolytischer Zähler mit einem im Innern der Zelle eingebauten mechanischen Zählwerk, dadurch gekennzeichnet, daß das Zählwerk mit einem Schaufelwerk versehen ist, das bei einem Zähler mit einem Voltameter, in dem eine durch Elektrolyse umgelagerte Masse durch die Schwerkraft wieder`in ihre Ursprungslage zurückgeführt wird, in die Rückführungsbahn der genannten Masse hineinragt.
  2. 2. Zähler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaufelwerk bei Zählern mit einem Voltameter, bei dem an die Kathode ein Sammelgefäß - mit selbstentleerendem Gasheber angeschlossen ist, in die Bahn der aus dem Ausflußende des Hebers ausströmenden Massen ragt.
  3. 3. Voltametrischer Elektrizitätszähler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaufelrad als Becherrad ausgebildet ist, von dessen Bechern (27) einer bei einer Entleerung des Hebers einen: Teil des entleerten Gases auffängt und nach einer bestimmten, durch den Auftrieb des aufgefangenen Gases bewirkten Drehung des Rades wieder entläßt. :i..
  4. Voltametrischer Elektrizitätszähler nach Anspruch 2, bei dem das Schaufelrad durch den Stoß der entleerten Massen bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausflußende (7) des Hebers etwa tangential gegen eine über der Drehachse des Schaufelrades liegende Stelle .seines Umfanges gerichtet ist, derart, daß nur der aus dem Heber kommende Flüssigkeitsstrahl die Schaufel trifft, während das nachfolgende Gas aufsteigt, ohne das Schaufelrad zu beeinflussen.
  5. 5. Voltametrischer Elektrizitätszähler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sicherung der Zählwerkstellung nach erfolgtem Schaltschritt ein hohles Rastenrad (i9, 28) mit polygonalem Umfang und eingeschlossenem Quecksilbertropfen (26, 32) dient.
  6. 6. Voltametrischer Elektrizitätszähler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastenrad zugleich als Ziffernrolle ausgebildet ist.
  7. 7. Voltametrischer Elektrizitätszähler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das an die Kathode (13) angeschlossene Sammelgefäß als Meßrohr (3) ausgebildet ist.
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