DE408032C - Additions- und Subtraktionsmaschine fuer Muenz-, Mass-, Gewicht- und Zeitrechnung - Google Patents

Additions- und Subtraktionsmaschine fuer Muenz-, Mass-, Gewicht- und Zeitrechnung

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DE408032C
DE408032C DEK82797D DEK0082797D DE408032C DE 408032 C DE408032 C DE 408032C DE K82797 D DEK82797 D DE K82797D DE K0082797 D DEK0082797 D DE K0082797D DE 408032 C DE408032 C DE 408032C
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Description

  • Additions- und Subtraktionsmaschine für 1Wünz-, lgaß-, Gewicht- und Zeitrechnung. Das Patent 367599 beschreibt eine Vorrichtung zum Addieren und Subtrahieren mittels Zahlenschieber, bei der über die Zahlen o und 9 hinaus Einstellungen in die üblichen Resultatfenster erfolgen. Wenn zu einer eingestellten Zahl a in einer Wertstelle eine Zahl x addiert oder subtrahiert werden soll, die eine Überschreitung der io in dieser Wertstelle nach oben oder unten zur Folge hat, wenn also a -f- x > i o oder a - x C i o ist, wird bei dieser Vorrichtung nicht die "Zahl selbst, sondern die Differenz io - x subtrahiert oder addiert, und dann werden io Einheiten addiert oder subtrahiert.
  • Die Addition der Dekade geschieht durch Vorrücken der nächsthöheren Wertstelle um eine Stufe, während die Differenz io-x in der Stelle, in der gerechnet wird, durch Zurückschieben des Zahlenschiebers um die entsprechende Stufenzahl abgezogen wird.
  • Die Erfindung bezweckt die Anwendung dieser Vorrichtung auf Systeme, welche sich nicht auf der Dezimalteilung aufbauen. Es ist schon vorgeschlagen «-orden, beispielsweise für das englische Münzsystem, die Zahlenschieber der Schillingstelle zu teilen, um eine übermäßige Länge zu vermeiden. Die Erfindurgweist in diesem Sinne einen neuen Weg. Es soll die Möglichkeit gegeben werden, bei Wertstellen, die mehr als i o Ziffern erhalten müssen, nicht nur die nächste, sondern auch eine dritte oder weitere Wertstelle. zu Hilfe zu nehmen, um eine Einstellung .in höhere Stellen vorzunehmen, ohne von dem Grundsatz, die Rechnung mechanisch durchzuführen, abzuweichen und ohne die Länge der Zahlenschieber wesentlich vergrößern zu müssen. Die Lösung findet die Erfindung in einer Einrichtung, die es ermöglicht, in einem Zuge die Zahlenschieber voll mehr als zwei Wertstellen einzustellen und gleichzeitig mechanisch die Werte in den dazwischenliegenden Stellen so zueinander abzustimmen, daß die Resultatfenster immer ein richtiges Ergebnis zeigen. Nach dieser Methode läßt sich die bisher für Münzsysteme angewendete Rechenmaschine auch für die verschiedenartigsten Maß-, Gewicht- und Zeitrechnungen einrichten.
  • In den Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel die Erfindung in ihrer Anwendung zur mechanischen Durchführung von Rechnungen nach dein englischen Gewichtsy stem veranschaulicht.
  • Abb. i zeigt eine Draufsicht der Additionsseite einer englischen Gewichtrechenmaschine. Abb. 2 zeigt diie Anordnung der Zahlen und Signale auf den Zahlenschiebern.
  • _@bb. 3 zeigt eine Abänderung.
  • Nach dem englischen Gewichtsvstem ist i ton - 2o cwts (hundred-,veights), i cwt a qus (quarters), i qu - 28 lbs (pounds) und i lb - 16 ounces.
  • In Übereinstimmung mit diesem System muß daher die Einstellung der Zahlenschieber erfolgen.
  • Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht die Maschine in bekannter Weise aus einem Gehäuse mit den Deckplatten a und b und den üblichen Einstellungsschliitzen i, in denen Zahlenschieber c einstellbar sind. Die Einstellschlitze i haben verschiedene Länge. In der ersten Wertstelle ganz rechts sind für die ounces die Zahlen von o bis 15 neben dem Einstellschlitz ä auf der Deckplatte angebracht. Der Zahlenschieber c ist, wie aus Abb. 2 -ersichtlich, in bekannter Weise eingerichtet. Er trägt die Zahlen von o bis 15; die Zahl 16 ist durch ein Signal markiert, welches andeutet, daß der Wert gleich einer Einheit der nächsthöheren Wertstelle ist. Dieses Signal ist nicht Gegenstand der Erfindung. Die Zahl o steht in Abb. i und 3 im Resultatfenster.
  • Die nächsthöhere Wertstelle ist die Stelle der lbs. Da ein quarter - 28 lbs ist, müßte der Zahlenschieber und der Einstellschlitz für 28 Stufen einstellbar sein und daher eine erliebliche Länge haben. Eine Teilung des Zahlenschiebers nach dein Dezimalsystem ist nicht möglich. Die Erfindung folgt daher der Überlegung, daß 28 -f- 2 lbs - 30 lbs -3 # io lbs = i qu + 2 lbs ist. Sie führt in die Rechnung 2 lbs ein, die an der zweiten Stelle addiert und subtrahiert werden, während die zweite Wertstelle für io Stufen und die dritte für 3 Stufen eingerichtet wird. Die vierte Wertstelle ist für die quarters bestimmt.
  • Ergibt die Rechnung in der Pfundstelle a + x > 28, so ist es erforderlich, aus der zweiten über die dritte Stelle hinweg eine Einstellung in der vierten Stelle vorzunehmen. Hierzu wird auf der Deckplatte ein besonderer Einstellschlitz il eingerichtet, der unterhalb der Schlitze i quer über den Zahlenschieber der dritten Stelle hinweg zur vierten Wertstelle führt.
  • Der Zahlenschieber der ersten Wertstelle sei mit c, der 'der zweiten reit c2, der nächsthöhere reit c3 usw. bezeichnet. Wie aus Abb. 2 ersichtlich, ist der Zahlenschieber c2 wie bei den Rechenmaschrinen nach Patent 367599 für das Dezimalsystem eingerichtet. Der Zahlenschieber cl ist indessen nur für 3 Stufen eingerichtet. Unter der Zahl o ist das bekannte Signal nach Patent 367599 vorgesehen, während an Stelle der Ziffer 3 und darüber das neue Merkzeichen angebracht ist. Dieser Zahlenschieber erhält in seiner unteren Hälfte noch wagerecht oder schräg verlaufende Quernuten, die über seine ganze Breite sieh erstrecken und vieren Zweck weiter :unten noch .erklärt werden soll.
  • Der vierte Zahlenschieber c4 ist wiederum, wie üblich, mit den Zahlen von o bis 9 und Signalen vor. der Zahl o und hinter der Zahl 9 eingerichtet. Ein Signal an Stelle der Zahl d. interessiert hier nicht weiter, es bedeutet nach dein englischen System 4. qus - i exvt. Indessen ist der Zahlenschieber c4 im Gegensatz zti den sonst üblichen auch auf der rechten Seite mit zusätzlichen Zahnausschnitten versehen, die mit den Ouernuten an der Oberfläche des Zahlenschiebers c3 in der später beschriehenen Weise zusammenwirken. Der Einstellschlitz i über dem Zahlenschieber c2 in der Deckplatte legt wieder r r Einstellöffnungen frei, indessen sind .diese und die Zahlen o bis 9 auf dein Zahlenschieher .sind ebenso die Zahlen o bis 9 auf der Deckplatte neben diesem Einstellschlitz etwas näher zusammengerückt. Dieser Einstellschlitz besitzt die bekannte krückstockartige Uniführung an soinein oberen Ende, damit man .in einem Zuge bei der Zehnerübertragung den nächsthöhergeiegenen Zahlenschieber tin.eine Einheit weiterrücken kann. Der Einstellschlitz für den Zahlenschieber c3 legt drei Einste11öffnungen frei und der Einstellschlitz für den Zahlenschieber c4 fünf Einstellöffnungen, weil 4. qus = i cwt. Da diese Einstellschlitze soinit alle kürzer als die übrigen sind, bleibt genügend Raum für den Schlitz il.
  • Der Schlitz il, der im Ausführungsbeispiel N-Form hat, besitzt drei Abschnitte. Der Abschnitt ganz rechts führt im Zuge des Einstellschlitzes i der zweiten Wertstelle von oben nach unten. Der Ab- schnitt ganz links führt wieder -in der Richtung des Einstellschlitzes i über denn vierten Zahlenschieber c4 von oben nach unten. Der dazwischenliegende Abschnitt ist hier schräg gefiihrt rund verbindet das untere Erde des erstgenannten mit .dein .oberen Ende des an zweiter Steile beschriebenen Abschnittes.
  • Der schräge. Teil des Schlitzes il legt mies .der wagerechten Quernuten des Zahlenschiebers c3 frei, der rechte Abschnitt drei Einstellöffnungen an der linken Kante des Zahlenschiebers c2 und der linke Abschnitt zwei der .zusätzlichen Zahnausschnitte an der rechten Kante des Zahlenschiefers c4. Der Einsteckstift kann also .den Zahlenschieber c2 durch den rechten Abschnitt des Schlitzes il um zwei Stufen nach unten rücken und den Zahlenschieber .c4 durch Oden linken Abschnitt um- eine Stufe. Man erkennt aber, dati der Einsteckstift bei seiner Bewegtang von dein rechten Ende des Schlitzes il zum andern Ende, während er den schrägen Teil des Schlitzes il durchquert, in eine Quernuxt des Zahlenschiebers c3 eintritt und :diesen zwingt, sich tun die Steigung dieses Abschnittes des Einstellschlitzes, also um drei Stufen, zu heben. Verfolgt man den Weg des Einsteckstiftes in dem in Abb. 2 punktiert eingezeichneten Schlitz il, so sieht man, xlaß .er zunächst mit Hilfe des Zahlenschiebers c2 zwei Ibs addiert, dann durch Zurückschieben des Zahlenschiebers c3 30 lös =- 28 -i- 2 subtrahiert und in dem letzten Abschnitt durch Herausschieben des Zahlenschiebers e4 tim eine Stufe i qu addiert. Es sind .also mechanisch 2.8 lös in t qu umgewandelt worden.
  • Die fünfte und sechste Stelle sind für 2 X 1o - 20 cWts eingerichtet, die folgenden für die tons in der bei der bekannten Rechenmaschine üblichen Weise mit zehn Stufen und Zehnerschaltung.
  • Auf der Rückseite ist die Maschine genau so eingerichtet, mir daß die Zahlen wie beim Patent 367599 von der Additionsseite gesehen kopfstehend und die Schlitze umgekehrt angeordnet sind.
  • Die Bedienung .erfolgt in bekannter Weise. Liegt die zu addierende oder zti subtrahierende Zahl neben dein farbigen Feld, so geschieht die Einstellung nach oben m!it Zehnerübertragung durch die Krückstockumfü hrung. Erscheint im dritten Resultatfenster ein N-Signal:, so wird der Übertragungsschlitz il benutzt und in Pfeilrichtung eingestellt; d. h. man setzt den Einstellstift in das rechte Ende des Schlitzes il oben ein, fährt herunter bis an das Ende, schiebt den Stift durch den schrägen Abschnitt :des Schlitzes il nach oben und dann im dritten Abschnitt nach unten. Das- N-Signal in dem dritten Fenster ist damit wieder beseitigt worden.
  • Sind beispielsweise 24 lbs in der zweiten und dritten Wertstelle eingestellt, und addiert inan in bekannter Weise 23, so erscheinen in diesen Resultatfenstern an der zweiten Stelle die Zahl 7, an der dritten ein N-Signal (bedeutet q.7). Jetzt wird der Einstellstift in den unteren Schlitz il eingesetzt und nach unten gezogen, wodurch 2 lbs addiert werden. Iin Schaufenster erscheint die Zahl g. Der Einsteckstift setzt seine Bewegung fort, wobei er durch den schrägen Schlitzteil il und den Zahlenschieber c3 zu gleicher Zeit hindurchgeht. Die Schlitzführung zwingt den Zahlenschieber c3, sich um drei Stufen nach oben zu verschieben, im Schaufenster erscheint die Zahl i. Ist der Einstellstift am Ende des schrägen Schlitzteiles in den nach unten gehenden Abschnitt übergetreten, so schiebt er den vierten Zahlenschieber cl um eine Stufe nach unten und addiert i qu. Die Resultatfenster zeigen also richtig 47 lbs - i qu 191bs.
  • In derselben Weise verfährt inan auf der Subtraktionsseite und kann auch dort jede Subtraktion mechanisch durchführen.
  • Die schräge Form des Schlitzes bedingt wagerechte Nuten auf dem Zahlenschieber c3. Ändert sich die Form des Schlitzes il, so muß auch die Form der Nuten auf dem Zahlenschieber c3 sich ändern. In Abb. 3 ist beispielsweise der Schlitz il wagerecht, d. h. parallel zur unteren Kante der Rechenmaschine geführt. In diesem Fall müssen die Nuten in den Zahlenschiebern eine entsprechende Schrägführung oder Steigung erhalten.
  • Man kann auch den Schlitz il über eine größere Zahl Zahlenschieber hinweggehen lassen und hierbei den Schlitz teilweise gerade, teilweise schräg führen, wenn es das System erforderlich erscheinen läßt. Die Erfindung kann .in entsprechender Weise auf verschiedene Systeme Anwendung finden.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Additions- und Subtraktionsmaschine f ür Münz-, NTaß-, Gewicht- und Zeitrechnung mit einstellbaren Zahlenschiebern, dadurch gekennzeichnet, daß in den Deckplatten zu den üblichen, in der Richtung der Zahlenschieber vorgesehenen Einstellschlitzen querlaufende Schlitze (il) eingerichtet sind, durch die mehr als zwei Zahlenschieber gegeneinander und zu den Resultatfenstern einstellbar sind, während ein oder mehrere Zahlenschieber, die unte: dem quer zur Einstellrichtung der Zahlen. schieber verlaufenden Schlitz (il) liegen an der Oberfläche mit Führungsnuten oder Schlitzen versehen ist, durch die der Ein. steckstift, wenn er durch den Querschlit2 (il) geführt wird, hindurchgehen kann.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der querverlaufende Einstellschlitz (il) auf einem Teil seiner Strecke schräg und die Nuten an der Oberfläche des darunterliegenden Zahlenschiebers (c3) wagerecht geführt sind oder umgekehrt, so daß der bewegliche Zahlenschieber durch deri Einsteckstift gezwungen wird, während dessen Durchgang eine der Steigung des schrägen Schlitzes entsprechende Verschiebung auszuführen.
  3. 3. Vorrichtung zum Addieren und Subtrahieren von Gewichten nach dem englischen Gewichtsystem nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wertstelle der Pfunde (lbs) in zwei Wertstellen mit 3 und io Stufen geteilt ist und die rechte Stelle für io Einheiten, die linke für 3 Einheiten eingerichtet wird, während unter dem Einstellschlitz (i) für die i o Einheiten ein kurzer, gleichgerichteter Schlitz in der Deckplatte angebracht ist, durch den dieser Zahlenschieber zusätzlich um zwei Zahlenbestände heruntergerückt werden kann und der in Verbindung steht nvit dem den Zahlenschieber der höheren Stelle (c3) überquerenden Schlitz, .dessen Steigung q. Einheiten dieser höheren Stelle entspricht, und daß über dem Zahlenschieber der Quarterstelle ein zu dem üblichen Einstellschlitz (i) gleichgerichteter Schlitz in der Deckplatte vorgesehen ist, der die Verschiebung dieses Zahlenschiebers um eine Einheit nach unten gestattet und ebenfalls mit dem die vorhergehende Wertstelle überquerenden Schlitz in unmittelbarer Verbindung steht. q.. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der Zahl 3 der Zehnerstelle der Pfunde (lbs) ein Merkzeichen angebracht ist, das die zusätzliche Addition von zwei Einheiten in der rechten Wertstelle der Pfunde, die Subtraktion von 3 Einheiten .in der Zehnerstelle und die Addition einer Quartereinheit der nächsthöheren Wertstelle durch den N-förmigen Querschlitz (il) mit Hilfe des Einsteckstiftes anordnet, wenn in der Wertstelle der Pfunde 30 Einheiten insgesamt erreicht oder überschritten werden.
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