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Additions- und Subtraktionsmaschine für 1Wünz-, lgaß-, Gewicht- und
Zeitrechnung. Das Patent 367599 beschreibt eine Vorrichtung zum Addieren und Subtrahieren
mittels Zahlenschieber, bei der über die Zahlen o und 9 hinaus Einstellungen in
die üblichen Resultatfenster erfolgen. Wenn zu einer eingestellten Zahl a in einer
Wertstelle eine Zahl x addiert oder subtrahiert werden soll, die eine Überschreitung
der io in dieser Wertstelle nach oben oder unten zur Folge hat, wenn also a -f-
x > i o oder a - x C i o ist, wird bei dieser Vorrichtung nicht die "Zahl selbst,
sondern die Differenz io - x subtrahiert oder addiert, und dann werden io Einheiten
addiert oder subtrahiert.
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Die Addition der Dekade geschieht durch Vorrücken der nächsthöheren
Wertstelle um eine Stufe, während die Differenz io-x in der Stelle, in der gerechnet
wird, durch Zurückschieben des Zahlenschiebers um die entsprechende Stufenzahl abgezogen
wird.
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Die Erfindung bezweckt die Anwendung dieser Vorrichtung auf Systeme,
welche sich nicht auf der Dezimalteilung aufbauen. Es ist schon vorgeschlagen «-orden,
beispielsweise für das englische Münzsystem, die Zahlenschieber der Schillingstelle
zu teilen, um eine übermäßige Länge zu vermeiden. Die Erfindurgweist in diesem Sinne
einen neuen Weg. Es soll die Möglichkeit gegeben werden, bei Wertstellen, die mehr
als i o Ziffern erhalten müssen, nicht nur die nächste, sondern auch eine dritte
oder weitere Wertstelle. zu Hilfe zu nehmen, um eine Einstellung .in höhere Stellen
vorzunehmen, ohne von dem Grundsatz, die Rechnung mechanisch durchzuführen, abzuweichen
und ohne die Länge der Zahlenschieber wesentlich vergrößern zu müssen. Die Lösung
findet die Erfindung in einer Einrichtung, die es ermöglicht, in einem Zuge die
Zahlenschieber voll mehr als zwei Wertstellen einzustellen und gleichzeitig mechanisch
die Werte in den dazwischenliegenden Stellen so zueinander abzustimmen, daß die
Resultatfenster immer ein richtiges Ergebnis zeigen. Nach dieser Methode läßt sich
die bisher für Münzsysteme angewendete Rechenmaschine auch für die verschiedenartigsten
Maß-, Gewicht- und Zeitrechnungen einrichten.
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In den Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel die Erfindung in ihrer
Anwendung zur mechanischen Durchführung von Rechnungen nach dein englischen Gewichtsy
stem veranschaulicht.
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Abb. i zeigt eine Draufsicht der Additionsseite einer englischen Gewichtrechenmaschine.
Abb. 2 zeigt diie Anordnung der Zahlen und Signale auf den Zahlenschiebern.
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_@bb. 3 zeigt eine Abänderung.
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Nach dem englischen Gewichtsvstem ist i ton - 2o cwts (hundred-,veights),
i cwt a qus (quarters), i qu - 28 lbs (pounds) und i lb - 16 ounces.
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In Übereinstimmung mit diesem System muß daher die Einstellung der
Zahlenschieber erfolgen.
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Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht die Maschine in bekannter
Weise aus einem Gehäuse mit den Deckplatten a und b und den üblichen Einstellungsschliitzen
i, in denen Zahlenschieber c einstellbar sind. Die Einstellschlitze i haben verschiedene
Länge. In der ersten Wertstelle ganz rechts sind für die ounces die Zahlen von o
bis 15 neben dem Einstellschlitz ä auf der Deckplatte angebracht. Der Zahlenschieber
c ist, wie aus Abb. 2 -ersichtlich, in bekannter Weise eingerichtet. Er trägt die
Zahlen von o bis 15; die Zahl 16 ist durch ein Signal markiert, welches andeutet,
daß der Wert gleich einer Einheit der nächsthöheren Wertstelle ist. Dieses Signal
ist nicht Gegenstand der Erfindung. Die Zahl o steht in Abb. i und 3 im Resultatfenster.
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Die nächsthöhere Wertstelle ist die Stelle der lbs. Da ein quarter
- 28 lbs ist, müßte der Zahlenschieber und der Einstellschlitz für 28 Stufen einstellbar
sein und daher eine erliebliche Länge haben. Eine Teilung des Zahlenschiebers nach
dein Dezimalsystem ist nicht möglich. Die Erfindung folgt daher der Überlegung,
daß 28 -f- 2 lbs - 30 lbs -3 # io lbs = i qu + 2 lbs ist. Sie führt in die Rechnung
2 lbs ein, die an der zweiten Stelle
addiert und subtrahiert werden,
während die zweite Wertstelle für io Stufen und die dritte für 3 Stufen eingerichtet
wird. Die vierte Wertstelle ist für die quarters bestimmt.
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Ergibt die Rechnung in der Pfundstelle a + x > 28, so ist es erforderlich,
aus der zweiten über die dritte Stelle hinweg eine Einstellung in der vierten Stelle
vorzunehmen. Hierzu wird auf der Deckplatte ein besonderer Einstellschlitz il eingerichtet,
der unterhalb der Schlitze i quer über den Zahlenschieber der dritten Stelle hinweg
zur vierten Wertstelle führt.
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Der Zahlenschieber der ersten Wertstelle sei mit c, der 'der zweiten
reit c2, der nächsthöhere reit c3 usw. bezeichnet. Wie aus Abb. 2 ersichtlich, ist
der Zahlenschieber c2 wie bei den Rechenmaschrinen nach Patent 367599 für
das Dezimalsystem eingerichtet. Der Zahlenschieber cl ist indessen nur für 3 Stufen
eingerichtet. Unter der Zahl o ist das bekannte Signal nach Patent 367599 vorgesehen,
während an Stelle der Ziffer 3 und darüber das neue Merkzeichen angebracht ist.
Dieser Zahlenschieber erhält in seiner unteren Hälfte noch wagerecht oder schräg
verlaufende Quernuten, die über seine ganze Breite sieh erstrecken und vieren Zweck
weiter :unten noch .erklärt werden soll.
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Der vierte Zahlenschieber c4 ist wiederum, wie üblich, mit den Zahlen
von o bis 9 und Signalen vor. der Zahl o und hinter der Zahl 9 eingerichtet. Ein
Signal an Stelle der Zahl d. interessiert hier nicht weiter, es bedeutet nach dein
englischen System 4. qus - i exvt. Indessen ist der Zahlenschieber c4 im Gegensatz
zti den sonst üblichen auch auf der rechten Seite mit zusätzlichen Zahnausschnitten
versehen, die mit den Ouernuten an der Oberfläche des Zahlenschiebers c3 in der
später beschriehenen Weise zusammenwirken. Der Einstellschlitz i über dem Zahlenschieber
c2 in der Deckplatte legt wieder r r Einstellöffnungen frei, indessen sind .diese
und die Zahlen o bis 9 auf dein Zahlenschieher .sind ebenso die Zahlen o bis 9 auf
der Deckplatte neben diesem Einstellschlitz etwas näher zusammengerückt. Dieser
Einstellschlitz besitzt die bekannte krückstockartige Uniführung an soinein oberen
Ende, damit man .in einem Zuge bei der Zehnerübertragung den nächsthöhergeiegenen
Zahlenschieber tin.eine Einheit weiterrücken kann. Der Einstellschlitz für den Zahlenschieber
c3 legt drei Einste11öffnungen frei und der Einstellschlitz für den Zahlenschieber
c4 fünf Einstellöffnungen, weil 4. qus = i cwt. Da diese Einstellschlitze soinit
alle kürzer als die übrigen sind, bleibt genügend Raum für den Schlitz il.
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Der Schlitz il, der im Ausführungsbeispiel N-Form hat, besitzt drei
Abschnitte. Der Abschnitt ganz rechts führt im Zuge des Einstellschlitzes i der
zweiten Wertstelle von oben nach unten. Der Ab-
schnitt ganz links führt wieder
-in der Richtung des Einstellschlitzes i über denn vierten Zahlenschieber c4 von
oben nach unten. Der dazwischenliegende Abschnitt ist hier schräg gefiihrt rund
verbindet das untere Erde des erstgenannten mit .dein .oberen Ende des an zweiter
Steile beschriebenen Abschnittes.
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Der schräge. Teil des Schlitzes il legt mies .der wagerechten Quernuten
des Zahlenschiebers c3 frei, der rechte Abschnitt drei Einstellöffnungen an der
linken Kante des Zahlenschiebers c2 und der linke Abschnitt zwei der .zusätzlichen
Zahnausschnitte an der rechten Kante des Zahlenschiefers c4. Der Einsteckstift kann
also .den Zahlenschieber c2 durch den rechten Abschnitt des Schlitzes il um zwei
Stufen nach unten rücken und den Zahlenschieber .c4 durch Oden linken Abschnitt
um- eine Stufe. Man erkennt aber, dati der Einsteckstift bei seiner Bewegtang von
dein rechten Ende des Schlitzes il zum andern Ende, während er den schrägen Teil
des Schlitzes il durchquert, in eine Quernuxt des Zahlenschiebers c3 eintritt und
:diesen zwingt, sich tun die Steigung dieses Abschnittes des Einstellschlitzes,
also um drei Stufen, zu heben. Verfolgt man den Weg des Einsteckstiftes in dem in
Abb. 2 punktiert eingezeichneten Schlitz il, so sieht man, xlaß .er zunächst mit
Hilfe des Zahlenschiebers c2 zwei Ibs addiert, dann durch Zurückschieben des Zahlenschiebers
c3 30 lös =- 28 -i- 2 subtrahiert und in dem letzten Abschnitt durch Herausschieben
des Zahlenschiebers e4 tim eine Stufe i qu addiert. Es sind .also mechanisch 2.8
lös in t qu umgewandelt worden.
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Die fünfte und sechste Stelle sind für 2 X 1o - 20 cWts eingerichtet,
die folgenden für die tons in der bei der bekannten Rechenmaschine üblichen Weise
mit zehn Stufen und Zehnerschaltung.
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Auf der Rückseite ist die Maschine genau so eingerichtet, mir daß
die Zahlen wie beim Patent 367599 von der Additionsseite gesehen kopfstehend und
die Schlitze umgekehrt angeordnet sind.
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Die Bedienung .erfolgt in bekannter Weise. Liegt die zu addierende
oder zti subtrahierende Zahl neben dein farbigen Feld, so geschieht die Einstellung
nach oben m!it Zehnerübertragung durch die Krückstockumfü hrung. Erscheint im dritten
Resultatfenster ein N-Signal:, so wird der Übertragungsschlitz il benutzt und in
Pfeilrichtung eingestellt; d. h. man setzt den Einstellstift in das rechte Ende
des Schlitzes il oben ein, fährt herunter bis an das Ende, schiebt den Stift durch
den schrägen Abschnitt :des Schlitzes il nach oben und dann
im dritten
Abschnitt nach unten. Das- N-Signal in dem dritten Fenster ist damit wieder beseitigt
worden.
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Sind beispielsweise 24 lbs in der zweiten und dritten Wertstelle eingestellt,
und addiert inan in bekannter Weise 23, so erscheinen in diesen Resultatfenstern
an der zweiten Stelle die Zahl 7, an der dritten ein N-Signal (bedeutet q.7). Jetzt
wird der Einstellstift in den unteren Schlitz il eingesetzt und nach unten gezogen,
wodurch 2 lbs addiert werden. Iin Schaufenster erscheint die Zahl g. Der Einsteckstift
setzt seine Bewegung fort, wobei er durch den schrägen Schlitzteil il und den Zahlenschieber
c3 zu gleicher Zeit hindurchgeht. Die Schlitzführung zwingt den Zahlenschieber c3,
sich um drei Stufen nach oben zu verschieben, im Schaufenster erscheint die Zahl
i. Ist der Einstellstift am Ende des schrägen Schlitzteiles in den nach unten gehenden
Abschnitt übergetreten, so schiebt er den vierten Zahlenschieber cl um eine Stufe
nach unten und addiert i qu. Die Resultatfenster zeigen also richtig 47 lbs - i
qu 191bs.
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In derselben Weise verfährt inan auf der Subtraktionsseite und kann
auch dort jede Subtraktion mechanisch durchführen.
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Die schräge Form des Schlitzes bedingt wagerechte Nuten auf dem Zahlenschieber
c3. Ändert sich die Form des Schlitzes il, so muß auch die Form der Nuten auf dem
Zahlenschieber c3 sich ändern. In Abb. 3 ist beispielsweise der Schlitz il wagerecht,
d. h. parallel zur unteren Kante der Rechenmaschine geführt. In diesem Fall müssen
die Nuten in den Zahlenschiebern eine entsprechende Schrägführung oder Steigung
erhalten.
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Man kann auch den Schlitz il über eine größere Zahl Zahlenschieber
hinweggehen lassen und hierbei den Schlitz teilweise gerade, teilweise schräg führen,
wenn es das System erforderlich erscheinen läßt. Die Erfindung kann .in entsprechender
Weise auf verschiedene Systeme Anwendung finden.