DE408511C - Verfahren zur Herstellung von Chlorbarium - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chlorbarium

Info

Publication number
DE408511C
DE408511C DEM80040D DEM0080040D DE408511C DE 408511 C DE408511 C DE 408511C DE M80040 D DEM80040 D DE M80040D DE M0080040 D DEM0080040 D DE M0080040D DE 408511 C DE408511 C DE 408511C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chloride
magnesium
calcium
barium
chlorine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM80040D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEM80040D priority Critical patent/DE408511C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE408511C publication Critical patent/DE408511C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/20Halides
    • C01F11/24Chlorides
    • C01F11/28Chlorides by chlorination of alkaline-earth metal compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Chlorbarium. Die Herstellung von Chlorbarium geschah bisher durch Reduktion von Schwerspat mit Kohle zu Schwefelbarium und Umsetzung des letzteren mit Salzsäure oder Chlormagnesium zu Chlorbarium. Hierbei war die Verwendung von Schwefelsäure, freier Salzsäure und Chlormagnesium notwendig. Man hat weiter Schwerspat, Kohle und Chlorkalzium geglüht und das gebildete Chlorbarium ausgelaugt, wobei der Übelstand vorlag, daß das Schwefelkalzium schwer verwertbar war und man hochprozentiges Chlorkalzium verwenden mußte. Das vorliegende Verfahren verwendet Chlormagnesiumlauge (Carnallit-Endlauge), indem man gleiche Moleküle Bariumsulfat. Chlormagnesium und Kalziumoxyd in Gegenwart von Kohle reduzierend auf Rotglut erhitzt. Die in der Chlormagnesiumlauge etwa vorhandene Schwefelsäure wird durch Zugabe von Kalk und entsprechender Menge Reduktionskohle unschädlich gemacht; vorteilhaft verwendet man einen etwa loprozentigen Überschuß an roher Chlormagnesdumlauge und Ca0 gegenüber der theoretischen Menge.
  • Das Verfahren wird derartig ausgeführt, daß man Bariumsulfat, Kalk, Kohle und Chlormagnesiumlauge zu Ziegeln, Blöcken o. dgl. formt. Die Mischung erhärtet allmählich und bleibt auch nach dem Glühen fest.
  • Die Masse wird vorteilhaft nach dem Gegenstromverfahren mit kaltem Wasser ausgelaugt, wodurch man eine Chlorbariumlauge von 28° Be erhält. Beispiel: Man mischt 488 kg Bariumsulfat in Form von Schwerspat, 123,1 kg Ätzkalk und Zoo kg Grudekoks (oder statt dessen 5oo kg lufttrockene Braunkohle) innigst miteinander, was auf einer ':Mischmaschine erfolgen kann. Man kann auch die Ausgangsstoffe im ungemahlenen Zustande miteinander vermischen und die Vermahlung zusammen vornehmen, wodurch dann gleichzeitig eineMischung stattfindet. Das gut gemischte Mahlgut wird mit 21o kg Chlormagnesium (z. B. 6161 Chlorinagnesiumlauge von 32° Be) zu einem Brei angerührt und durchgeknetet. Man formt dann aus der Masse Ziegel, läßt sie durch Stehen erhärten und glüht 3 bis q. Stunden reduzierend bei Rotglut. Man langt ,dann in bekannter Weise aus.
  • Die erhaltene rohe Chlorbariumlauge enthält noch Chlorkalzium und Kalziumpolvsulfide, bei deren Entstehung der Schwefel der .Reduktionskohle mitwirkt. Man kann die Kalziumpoly sulfide durch Zugabe von Salzsäure in CaCh, H.S und S oder durch Einwirkung von Chlor in CaCl2 und. S zerlegen. Der erhaltene Schwefel ist körnig und läßt sich leicht durch Filtrieren von der I auge trennen.
  • Man kann das Kalziumpolysulfid durch Einwirkung von basischem Eisenchlorid bei gewöhnlicher Temperatur oder in der Hitze in Chlärkälzium, Schwefel und FeS überführen. Das Gemisch von S und FeS wird durch Überleiten von Luft bei mäßiger Wärme und Feuchtigkeit unter wiederholtem Rühren in S send Fe2(OH)a übergeführt. 1->uich Behandeln der Uischung mit Salzsäure erhält man Eisenchlorid, welches wiederum zur Reinigung der Chlorbariumlösung @'erwendung findet.
  • Die von den Schwefelkalziumverbindungea befreite Chlorbariumlauge wird durch Kochen von den geringen :Mengen Eisen befreit. Man dampft dann auf 35" Be ein und bringt die Masse zur Kristallisation. Das Bariumchlorid ist eisenfrei und rein. Die Mutterlauge enthält Chlorkalzium, Chlorkalium und Kochsalz aus der rohen Chlormagnesiumlauge. Das Chlorkalzium wird in bekannter Weise von letzterem getrennt und verarbeitet.
  • Der Rückstand von der Auslaugung des Chlorbariums enthält CaS, NiTg0, CaCO., unzersetzten Schwerspat und Gangart. Man kann den Rückstand durch Kochen mit Chlormagnesiumlauge in Schwefelwasserstoff, ! Chlorkalzium und Magnesiumhydroxyd umwandeln. Es warl)ekannt,Chlormagnesiumgemeinsam mit Bariumsulfat zu erhitzen. Das vorliegende Verfahren besteht dagegen darin, daß nicht allein Chlormagnesium und Kohle verwendet wird, sondern daß auch Kalziumoxyd oder eine kalziumoxy dliefernde Verbindung zugegen ist. Der Kalk bildet mit Chlormagnesium Kalziumchlorid, welches dann in der Hitze: auf den Scheuerspat einwirkt. Der gesamte Schwefel sowohl im Schwerspat wie in der Endlauge und Reduktionskohle wird als CaS gebunden. Das vorliegende Verfahren besteht also darin, daß '2'vIagnesiumchlorid und Kalk gemeinsam in Gegenwart von Kohle auf Bariumsulfat wirken, und daß man hierdurch Chlorkalzium und Chlorbarium erhält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: -Verfahren zur Herstellung von Chlorbarium aus Bariumsulfat, dadurch gekennzeichnet, daß man Bariumsulfat mit Chlormagnesium, Kalziumoxyd oder einer in der Hitze Kalziumoxyd liefernden Verbindung sowie Kohle reduzierend erhitzt und das Reaktionsprodukt auslaugt.
DEM80040D 1922-12-23 1922-12-23 Verfahren zur Herstellung von Chlorbarium Expired DE408511C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM80040D DE408511C (de) 1922-12-23 1922-12-23 Verfahren zur Herstellung von Chlorbarium

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM80040D DE408511C (de) 1922-12-23 1922-12-23 Verfahren zur Herstellung von Chlorbarium

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE408511C true DE408511C (de) 1925-02-11

Family

ID=7318601

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM80040D Expired DE408511C (de) 1922-12-23 1922-12-23 Verfahren zur Herstellung von Chlorbarium

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE408511C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2257521A1 (de) Verfahren zur gewinnung von aluminium-, eisen- und magnesiumoxiden sowie von loeslichen kaliumsalzen durch aufschliessen von erzen, wie tone und schiefer
DE1274567B (de) Verfahren zur Gewinnung des Lithiumgehalts aus silicatischen Mineralen
DE408511C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorbarium
DE69033193T2 (de) Verfahren zur herstellung von zinkstannaten
DE386295C (de) Verfahren zur Erzeugung von schwefliger Saeure
DE702115C (de)
DE551776C (de) Verfahren zur Herstellung von Rhodaniden
DE379203C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Magnesiumchlorid
AT92887B (de) Verfahren zur Gewinnung von schwefliger Säure und Zement aus Gips.
DE2138668B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines körnigen Wasserreinigungs-Materials
AT128332B (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumsulfat aus natürlich vorkommenden Mehrfachsulfaten.
DE410362C (de) Herstellung von Kalziumthiosulfat
DE52260C (de) Verfahren zur Darstellung von Natriumnitrit
DE1650C (de) Neuerungen zu dem Verfahren zur Darstellung von Aetzalkalien und Thonerdepräparaten. (Zusatz zu dem Patent P. R. Nr. 93.)
US539029A (en) Process of making alkaline bichromates
DE547695C (de) Herstellung von Tonerde unter gleichzeitiger Gewinnung von Salzsaeure und Alkaliverbindungen
AT8383B (de) Verfahren zur Gewinnung von Cyanalkalien aus cyanhaltigen Rohstoffen.
DE558750C (de) Sodaverfahren mit Nebengewinnung von Ammoniak oder Ammonsulfat
DE122825C (de)
DE121222C (de)
DE582896C (de) Sodaverfahren mit Nebengewinnung von Ammoniak oder Ammonsulfat
DE441736C (de) Verfahren zur Gewinnung eines fuer die Herstellung von reinem Bariumoxyd geeigneten Bariumcarbonates
DE742710C (de) Verfahren zur Herstellung von Chromaten
AT113310B (de) Verfahren zur Umwandlung von Alkalisulfid in Alkalisulfit.
DE380234C (de) Verfahren zur Herstellung von Tonerde unter Aufschluss von Ton mit Schwefelsaeure