DE4100612C2 - Falt- oder Lamellenjalousie - Google Patents

Falt- oder Lamellenjalousie

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DE4100612C2 DE19914100612 DE4100612A DE4100612C2 DE 4100612 C2 DE4100612 C2 DE 4100612C2 DE 19914100612 DE19914100612 DE 19914100612 DE 4100612 A DE4100612 A DE 4100612A DE 4100612 C2 DE4100612 C2 DE 4100612C2
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Falt- oder Lamellenjalousie mit einem unten mit einerr Unterschiene verbundenen Behang und sich von oben nach unten längs des Behangs erstreckenden, durch eine Schnurbremse festlegbaren Zugschnüren zum Heben und Senken des Behangs, in welche zumindest ein Federelement integriert ist, dessen Federkraft wenigstens etwa der von den Zugschnüren aufzunehmenden Gewichtskraft des aufgezogenen Behangs mit Unterschiene entspricht.
Bekannte Schnurzugjalousien mit einem plissierten oder nicht plissierten Faltvorhang oder einem aus Lamellen bestehenden Behang - in bestimmten Ausführungen werden sie auch als Falt- oder Raffstoreanlagen bezeichnet - weisen meistens eine Schnurbremse mit einer Bremsrolle und einer Umlenkrolle oder -fläche auf. Zum Heraufziehen und Herablassen des Behangs sind die Zugschnüre hierbei zwischen der Brems- und der Umlenkrolle der Schnurbremse geführt. Zum Abbremsen oder Lösen des Behangs werden die Zugschnüre zur Seite geschwenkt, wobei die entlang eines Führungsschlitzes bewegbare Bremsrolle die Zugschnüre einklemmt bzw. freigibt. Aufgrund der Bewegbarkeit der Bremsrolle kommt es beim Abbremsen stets zu einem Nachfallen des Behangs von bis zu 20 mm, bis die Zugschnüre richtig zwischen Brems- und Umlenkrolle festgeklemmt sind. Es ist daher nicht möglich, den Behang der bekannten Schnurzugjalousien vollständig in der obersten Stellung zusammenzuziehen, da dieser stets ein Stück zurückfällt. Außerdem läßt sich bei den üblichen Schnurbremsen für mehrere Schnüre praktisch nicht verhindern, daß beim Klemmen einzelne Schnüre noch durchrutschen, während andere schon festgehalten werden, so daß der aufgezogene Behang oft schief hängt.
Zur Verwendung in Wohnwagen ist darüberhinaus durch die US-PS 47 22 382 eine Lamellenjalousie der eingangs genannten Art bekannt, bei welcher verhindert werden soll, daß sie während der Fahrt gegen das Fenster schlägt. Zu diesem Zweck kann die Unterschiene in der ganz herabgelassenen Stellung, in welcher die Lamellen in bekannter Weise auf leiterförmigen Tragorganen ruhen und die Zugschnüre entspannt sind, in seitliche Schienen eingerastet werden. Anschließend wird durch Zug an den Zugschnüren das darin integrierte Federelement gespannt, so daß danach die an der Schnurbremse festgelegten Zugschnüre straff gespannt bleiben und das Hin- und Herschlagen des Behangs verhindern.
Weil bei der bekannten Jalousie die Unterschiene in der herabgelassenen Stellung fixiert wird, und es lediglich darauf ankommt, die Zugschnüre über die Höhe des Behangs straff gespannt zu halten, genügt es, die unteren Enden zweier Zugschnüre an der Unterschiene gegeneinander umzulenken und mit entgegengesetzten Enden eines gemeinsamen Federelements zu verbinden, welches somit relativ zur Unterschiene insgesamt verschieblich ist. Da die unteren Enden der Zugschnüre und das Federelement nicht festgelegt sind, können sich die Unterschiene, solange sie nicht fixiert ist, und das untere Ende des Behangs ohne weiteres schiefstellen, wenn die Unterschiene beim Herablassen oder Hochziehen einseitig auf ein Hinternis stößt, vorübergehend hängenbleibt oder nur einseitig stärker reibt. Wegen der Reibung der Zugschnüre an den Umlenkpunkten bleibt die Unterschiene sogar dann in der Schieflage, wenn der Behang weiter aufgezogen oder herabgelassen wird, und muß in umständlicher Weise erst ganz aufgezogen und wieder in die gewünschte Verschattungsstellung herabgelassen oder von Hand geradegerichtet werden, was bei schlecht zugänglichen Fenstern mit Schwierigkeiten verbunden ist. Bei ungleichmäßiger Reibung der Zugschnüre an ihren oberen Umlenkpunkten nimmt die Unterschiene schon vom ersten Moment des Herablassens eine Schräglage ein, und auch, wenn in der ganz aufgezogenen Stellung das Federelement nicht ausreichend gespannt wird, fällt die Unterschiene in eine Schieflage zurück.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Falt- oder Lamellenjalou­ sie zur Verfügung zu stellen, bei der das Nachfallen in der aufgezogenen Stellung als auch das Schiefhängen des Behangs verhindert oder zumindest auf ein Minimum beschränkt werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das untere Ende der Zugschnüre oder das dort angeordnete Federelement an einem Befestigungspunkt der Unterschiene befestigt ist und daß der Federweg des Federelementes wenigstens etwa dem Nachfallweg des Behangs beim Abbremsen entspricht.
Wenn beim Heraufziehen des Behangs einer erfindungsgemäßen Jalousie, z. B. einer Faltstoreanlage, der Behang vollständig zusammengezogen ist, werden vom Benutzer die Zugschnüre um einen bestimmten Weg oder Betrag weiter gezogen. Das Feder­ element wird hierbei um diesen entsprechenden (Feder-)Weg ge­ dehnt oder auseinandergezogen. Durch Schwenken der ausgezoge­ nen Zugschnüre wird nun in bekannter Weise die Schnurbremse aktiviert. Der Nachfallweg des Behangs und ungleichmäßiges Klemmen der einzelnen Zugschnüre werden bei der erfindungsge­ mäßen Anlage durch das Zusammenziehen des Federelementes bzw. der Federelemente im wesentlichen kompensiert. Mit der Erfin­ dung bleibt der Behang als kompaktes Paket in der obersten Stellung zusammengezogen, ein Herabfallen wird somit vermie­ den. Selbst wenn bei nicht genügender Federspannung ein gewisses Nachfallen eintritt, bleibt die Unterschiene horizontal ausgerichtet. Wegen der vorgeschlagenen Anordnung der Federn kommt es auch dann nicht zu einer Verschiebung der Federn entlang der Unterschiene, wenn diese beim Herablassen des Behangs einseitig auf ein Hindernis stößt oder beim Hochziehen des Behangs einseitig an einem Hindernis hängenbleibt oder reibt.
In einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist sämtli­ chen Zugschnüren lediglich ein Federelement zugeordnet, was sich herstellungstechnisch anbietet und, da lediglich ein Teil benötigt wird, kostengünstig ist.
Alternativ zu der oben genannten Ausgestaltung kann auch vor­ gesehen sein, daß jeder Zugschnur ein Federelement zugeordnet ist. Dies kann notwendig sein, wenn es aus herstellungstech­ nischen oder ästhetischen Gründen unerwünscht ist, lediglich ein starkes Federelement anzuordnen. Natürlich entspricht in diesem Fall die Summe der Federkräfte der einzelnen Federele­ mente wenigstens etwa der Gewichtskraft des aufgezogenen Be­ hanges incl. der Unterschiene.
Wenn das Federelement in der Unterschiene angeordnet ist, wird der erfindungsgemäßen Falt- oder Lamellenjalousie ein "nichttechnisches", ästhetisches Aussehen verliehen. Das Fe­ derelement ist verdeckt und von außen nicht sichtbar.
Besonders zweckmäßig und kostengünstig ist es, wenn das Fe­ derelement als Schraubenfeder oder Gummiband ausgebildet ist.
Wenn dem Federelement eine beispielsweise als Anschlag ausge­ bildete Wegbegrenzung zugeordnet ist, wird wirksam verhin­ dert, daß das Federelement beim Aufziehen des Behangs, insbe­ sondere bei zu starkem Zug an den Zugschnüren, überdehnt bzw. überbeansprucht wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Frontansicht einer Faltstoreanlage in schematischer Darstel­ lung;
Fig. 2 eine Frontansicht einer anderen Ausfüh­ rungsform der Faltstoreanlage in schema­ tischer Darstellung.
Die in Fig. 1 dargestellte Faltstoreanlage 1 weist eine Ober­ schiene 2 sowie einen mit einer Unterschiene 3 verbundenen, in diesem Ausführungsbeispiel gefalteten Behang 4 auf. Der Behang 4 ist hier mit seiner oberen Kante an der Unterseite der Oberschiene 2 befestigt.
Desweiteren weist die Anlage 1 in diesem Beispiel vier Zug­ schnüre 5-8 auf, die von der Unterschiene 3 her durch ent­ sprechende Öffnungen im Behang 4 etwa senkrecht geführt sind. Nach Eintritt der Zugschnüre 5-8 in die Oberschiene 2 wer­ den diese zu einem Schnuraustritt geführt, wo die Zugschnüre 5-8 aus der Oberschiene 2 austreten. Im Bereich des Schnur­ austritts befindet sich eine mit 9 bezeichnete, bekannte Schnurbremse, beispielsweise mit Umlenkrolle und in einem Führungsschlitz geführter Bremsrolle, die nicht näher darge­ stellt ist. Zum Abbremsen des Behangs 4 sind die Zugschnüre 5-8 durch die Schnurbremse 9 hindurchgeführt. Statt der hier vorgesehenen vier Zugschnüre können natürlich auch mehr oder weniger Schnüre vorhanden sein, was jeweils von der Breite der Anlage 1 abhängig ist.
An ihrem unteren Ende sind die Zugschnüre 5-8 in die Unter­ schiene 3 geführt und umgelenkt. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 schließt sich an jede Zugschnur 5-8 ein Federelement 10-13 an. Die Federelemente 10-13, die auch als elasti­ sche Glieder bezeichnet werden können, sind an den Befesti­ gungspunkten 14-17 an der Unterschiene 3 befestigt. Während die Federelemente 10-12 mit ihren von den Befestigungspunk­ ten 14-16 abweisenden Enden in Richtung auf die linke Seite des Behangs 4 weisen, ist das Federelement 13 aus Platzgrün­ den auf die andere Seite gerichtet. Statt dieser Ausrichtung der Federelemente kann aber auch eine andere vorgesehen sein, wenn entsprechende Federelemente verwendet werden (siehe bei­ spielsweise Fig. 2).
Sämtliche Federelemente 10-13 sind innerhalb der Unter­ schiene 3 angeordnet und daher von außen nicht sichtbar, ebenso wenig wie die Befestigungspunkte 14-17. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Federelemente 10-13 als Schrau­ benfedern ausgebildet. Allerdings sind statt dessen auch Gum­ mibänder oder jegliche sonstige elastische Mittel verwendbar, die nicht notwendigerweise in einer Unterschiene angeordnet sein müssen, sondern sich auch als Teil einer Zugschnur durch den Behang oder an diesem entlang erstrecken können.
In Zugrichtung der Federelemente 10-13 befinden sich als Anschläge ausgebildete Wegbegrenzungen 18-21, die hier je­ weils mit einer Bohrung oder einem Schlitz zur Führung der Zugschnüre 5-8 versehen sind.
Die Faltstoreanlage 1 aus Fig. 2 unterscheidet sich von der aus Fig. 1 darin, daß statt der vier Federelemente 10-13 lediglich eines vorgesehen ist, das mit der Bezugsziffer 22 bezeichnet ist. Entsprechend ist auch nur eine Wegbegrenzung 23 und ein Befestigungspunkt 24 erforderlich. Das Federelement 22 ist im Bereich des rechten Endes der Unterschiene 3 angeordnet und weist mit seinem, mit den Zugschnüren 5-8 verbundenen Ende nach links.
Für die Erfindung ist es jedoch nicht erforderlich, daß in aufgezogener Stellung, wie in Fig. 1 und 2 dargestellt, we­ nigstens durch ein Federelement sämtliche Zugschnüre gespannt werden. Es kann bereits ausreichen, lediglich einen Teil der Zugschnüre zu spannen, wenn an den übrigen Zugschnüren für Längenausgleich gesorgt ist, indem z. B. in ihr äußeres, nor­ malerweise mit einem Griff verbundenes, Ende ein elastisches Zeichenglied integriert ist.
Zum Hochziehen des Behangs 4 wird an den von der Oberschiene 2 herabhängenden Zugschnüren 5-8 gezogen, bis sich der Behang 4 zusammen mit der Unterschiene 3 als kompaktes Paket unter der Oberschiene 2 befindet. Nun wird an den Schnüren 5-8 um einem bestimmten (Feder-)Weg weitergezogen. Hierbei werden die Federelemente 10-13 bzw. 22 entgegen ihrer Federkraft auseinandergezogen. Die Anschläge 18-21 bzw. 23 verhindern ein Überdehnen der Federelemente. Der maximale Federweg, d. h. der Abstand der mit den Schnüren verbundenen Enden der un­ beanspruchten Federelemente zum entsprechenden Anschlag, ist so gewählt, daß er mindestens dem Nachfallweg des Behanges 4 entspricht. Zweckmäßigerweise ist der Federweg größer als der durch die Schnurbremse 9 bedingte Nachfallweg. Die Summe der Federkräfte der Federelemente 10-13 bzw. die Federkraft des Federelementes 22 ist zumindest geringfügig größer als die Gewichtskraft des Behanges 4 und der Unterschiene 3.
Durch Schwenken der ausgezogenen Zugschnüre 5-8 wird nun in bekannter Weise die Schnurbremse 9 aktiviert. Der Nachfallweg des Behanges 4 wird durch die Federelemente 10-13 bzw. 22 kompensiert, da sich diese nach dem Aktivieren der Schnur­ bremse 9 zusammenziehen und den Behang 4 mit Unterschiene 3 als kompaktes Paket gleichmäßig an die Unterkante der Ober­ schiene 2 ziehen, und zwar auch dann, wenn einzelne Schnüre etwas später als andere durch die Schnurbremse 9 festgeklemmt werden.

Claims (6)

1. Falt- oder Lamellenjalousie mit einem unten mit einer Unterschiene verbundenen Behang und sich von oben nach unten längs des Behangs erstreckenden, durch eine Schnurbremse festlegbaren Zugschnüren zum Heben und Senken des Behangs, in welche zumindest ein Federelement integriert ist, dessen Federkraft wenigstens etwa der von den Zugschnüren aufzunehmenden Gewichtskraft des aufgezogenen Behangs mit Unterschiene entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende der Zugschnüre (5-8) oder das dort angeordnete Federelement (10-13, 22) an einem Befestigungspunkt (14-17, 24) der Unterschiene (3) befestigt ist und daß der Federweg des Federelementes (10-13, 22) wenigstens etwa dem Nachfallweg des Behangs (4) beim Abbremsen entspricht.
2. Falt- oder Lamellenjalousie nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß sämtlichen Zugschnüren (5-8) ein ge­ meinsames Federelement (22) zugeordnet ist.
3. Falt- oder Lamellenjalousie nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß jeder Zugschnur (5-8) einzeln ein Fe­ derelement (10-13) zugeordnet ist.
4. Falt- oder Lamellenjalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Federelement (10- 13, 22) in der Unterschiene (3) angeordnet ist.
5. Falt- oder Lamellenjalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Federelement (10-13, 22) als Schraubenfeder oder Gummiband ausgebildet ist.
6. Falt- oder Lamellenjalousie nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem Federelement (10- 13, 22) eine beispielsweise als Anschlag ausgebildete Wegbegrenzung (18-21, 23) zugeordnet ist.
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