DE4118315A1 - Vorrichtung fuer einen kuenstlichen koerperausgang - Google Patents
Vorrichtung fuer einen kuenstlichen koerperausgangInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine
Vorrichtung für einen künstlichen Körperausgang, die an
einer auf der Oberfläche eines menschlichen Körpers aus
gebildeten Öffnung befestigt werden kann, um Abfallpro
dukte aus dem Inneren des menschlichen Körpers auszu
scheiden oder um eine Flüssigkeitszubereitung in den
menschlichen Körper einzubringen.
Vorrichtungen für künstliche Körperausgänge
(Ostomien) werden verwendet, um verschiedene feste und
flüssige Abfallprodukte aufzunehmen, die vom menschli
chen Körper ausgeschieden werden, oder manchmal auch zum
Einbringen einer Flüssigkeitszubereitung in den mensch
lichen Körper zu Behandlungszwecken oder zum Waschen der
Öffnung, wie etwa einer Fistel, die auf der Oberfläche
des menschlichen Körpers durch eine Wunde oder durch
chirurgischen Eingriff gebildet wird - z. B. durch
Colostomie, Ileostomie, Ureterostomie o. dgl. zur Behand
lung von Rektal- oder Blasenerkrankungen - und den Darm
kanal bzw. die Harn- oder sonstige Röhre zur Körperober
fläche führt. Künstliche Analausgänge und künstliche
Harnblasenausgänge sind Beispiele hierfür. Da diese für
einen künstlichen Körperausgang bestimmte Vorrichtung
Ausscheidungsprodukte des menschlichen Körpers handhaben
soll, ist es erforderlich, daß ein hygienischer Gebrauch
der Vorrichtung ohne Berührung solcher Ausscheidungspro
dukte möglich und außerdem die Zuverlässigkeit der
Vorrichtung gewährleistet ist, damit derartige
Ausscheidungsprodukte nicht während des Gebrauchs der
Vorrichtung auslaufen; ebenso ist es wichtig, daß die
Vorrichtung auf leichte Weise anlegbar und abnehmbar
ist. Ferner sollte sich eine solche Vorrichtung auf der
Haut gut anfühlen, da sie direkt auf der Oberfläche des
menschlichen Körpers befestigt wird.
Zur Erfüllung dieser Anforderungen sind bereits
zahlreiche für künstliche Körperausgänge bestimmte Vor
richtungen konstruiert worden; hauptsächlich verwendet
werden jedoch die diesen Anforderungen fast gerecht wer
denden Ostomie-Vorrichtungen vom sog. zweiteiligen Typ,
nämlich mit einem ersten Teil, das auf einer Seite einer
Klebeplatte ein Anschlußstück aufweist und auf der ande
ren Seite mit Klebekraft um eine Öffnung des menschli
chen Körpers herum befestigt ist, sowie mit einem zwei
ten Teil, das auf einer Seite ein dicht mit dem An
schlußstück des ersten Teils zusammenfügbares
Anschlußelement und auf der anderen Seite einen Beutel
oder eine (Verschluß-)Kappe besitzt. Bei solchen
Ostomie-Vorrichtungen wird das erste Teil stets um die
Öffnung herum befestigt, und das zweite Teil wird an das
erste Teil angeschlossen, wodurch die Ausscheidungspro
dukte im Beutel des zweiten Teils gesammelt werden. So
bald sich die Ausscheidungsprodukte im Beutel angesam
melt haben, wird das zweite Teil abgenommen und zum
Zweck der Wiederverwendung von den Ausscheidungsproduk
ten befreit und gewaschen oder durch ein neues Teil er
setzt. Der Beutel des zweiten Teils kann je nach Verwen
dung durch eine Kappe ersetzt werden. Bei dieser Art von
Ostomie-Vorrichtung ist jedoch der wirksame Durchmesser
der entsprechend der Öffnung des menschlichen Körpers
ausgebildeten Ausnehmung zu klein; vergrößert man ihn
aber, wird die Gesamtvorrichtung größer. Außerdem können
sich Ausscheidungsprodukte an den Innenkanten beider
Teile in unhygienischer Weise anlagern, und das Anlegen
ist infolge großer Sperrigkeit der Gesamtvorrichtung
unbequem. Da das Zusammenstecken und Abnehmen der beiden
Teile nicht immer leicht geht, wirkt dabei eine Druck
kraft auf die Haut. Die oben genannten Anforderungen
sind damit nicht ausreichend erfüllt.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin,
eine Vorrichtung für einen künstlichen Körperausgang be
reitzustellen, die hohe Zuverlässigkeit beim Gebrauch
mit hohem Tragekomfort verbindet und deren Handhabung
leicht und hygienisch ist.
Erreicht wird das vorgenannte Ziel durch eine Vor
richtung für einen künstlichen Körperausgang mit einer
um eine Öffnung eines menschlichen Körpers herum durch
Klebekraft zu befestigenden Klebeplatte; einem an der
nicht-klebenden Seite der Klebeplatte angebrachten er
sten Anschlußflansch und einem zur Anfügung an den er
sten Anschlußflansch ausgebildeten zweiten Anschluß
flansch; wobei
- - die Klebeplatte eine der Öffnung eines menschlichen Körpers entsprechende Ausnehmung aufweist;
- - der erste Anschlußflansch einen dünnen, ringförmigen Dichtungsabschnitt besitzt, der im wesentlichen entlang der Oberfläche der Klebeplatte nach außen verläuft und dessen innerer Umfang am Umfang der Klebeplattenausneh mung befestigt ist;
- - ein erstes ringförmiges Anschlußstück außerhalb des ringförmigen Dichtungsabschnitts vorhanden ist, welches in einem Abstand im wesentlichen parallel zur Oberfläche der Klebeplatte verläuft;
- - ein ringförmiger Kegelabschnitt den ringförmigen Dich tungsabschnitt mit dem ersten ringförmigen Anschlußstück verbindet;
- - das erste ringförmige Anschlußstück auf seiner der Klebeplatte abgewandten Seite eine vor- oder rücksprin gende Anschlußleiste, insbesondere eine Lippe oder Nut, aufweist;
- - der zweite Anschlußflansch auf einer Seite ein zweites ringförmiges Anschlußstück zum Anschluß an den ersten Anschlußflansch und auf der anderen Seite einen Beutel oder eine Kappe aufweist;
- - das zweite ringförmige Anschlußstück eine rück- oder vorspringende Anschlußleiste, insbesondere eine Nut oder Lippe, aufweist, die mit der vor- oder rückspringenden Anschlußleiste des ersten Anschlußflanschs zusammenfüg bar ist.
Vorteilhaft im Sinne einer Flüssigkeitsdichtung ist
eine an einem der Anschlußstücke ausgebildete Dicht
lippe, die im zusammengefügten Zustand der Anschluß
flansche eine Druckkraft auf das andere Anschlußstück im
Bereich seiner innersten, der Ausnehmung der Klebeplatte
zugewandten Seitenwand ausübt.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden fol
gen Vorteile erreicht:
1. Der wirksame Durchmesser der Ausnehmung in der Klebeplatte kann vergrößert werden.
1. Der wirksame Durchmesser der Ausnehmung in der Klebeplatte kann vergrößert werden.
Da der erste Anschlußflansch mit einem ringförmigen
Dichtungsabschnitt ausgestattet ist und ein ringförmiges
Anschlußstück im Anschluß an diesen ringförmigen Dich
tungsabschnitt vorgesehen ist, wird der Innenumfang des
ringförmigen Dichtungsabschnitts des ersten Anschluß
flanschs unmittelbar auf der nicht-klebenden Seite der
Klebeplatte befestigt, um das ringförmige Anschlußstück
am Rand des ersten Anschlußflanschs als Ganzem auszubil
den, wodurch der ringförmige Dichtungsabschnitt sehr
nahe am ringförmigen Anschlußstück angeordnet ist. Somit
kann die Ausnehmung der Klebeplatte vergrößert werden,
ohne den Außendurchmesser der Klebeplatte besonders aus
zuweiten.
2. Die Dickenabmessung kann herabgesetzt werden.
2. Die Dickenabmessung kann herabgesetzt werden.
Die Gestaltung des Anschlußstücks braucht nur die
Anschlußfunktion zu berücksichtigen, da das Anschluß
stück und die Dichtlippe von unterschiedlicher Konstruk
tion sind. Für das Anschlußstück besteht im Gegensatz
zum Stand der Technik, bei dem auch eine Dichtfunktion
zu erfüllen ist, kein Raumbedarf in der Höhe. Große
Krümmungsunterschiede zwischen den von Lippen und Nuten
gebildeten konkaven und konvexen Abschnitten lassen sich
verwirklichen und erlauben eine höhere Maßtoleranz der
konkaven und konvexen Abschnitte (und damit einen dich
teren Anschluß). Infolgedessen kann die Größe des An
schlußstücks gesenkt werden, und die Dickenabmessung
kann auf ca. 40% des entsprechenden Werts bekannter Vor
richtungen herabgesetzt werden.
3. Die Dichtungsfunktion begünstigt das reibungs lose Strömen von Ausscheidungsprodukten.
3. Die Dichtungsfunktion begünstigt das reibungs lose Strömen von Ausscheidungsprodukten.
Der innerste, der Ausnehmung der Klebeplatte zuge
wandte Abschnitt des Anschlußstücks ist mit einer Dicht
lippe versehen, die sich von der Konstruktion der für
den Anschluß zuständigen Teile unterscheidet und derart
ausgebildet ist, daß sie auf die ihr gegenüberliegende
Fläche im zusammengefügten Zustand der Anschlußstücke
eine Druckkraft ausübt. Solange die Fügeverbindung be
steht, ist auch die genaue Dichtungsfunktion gewährlei
stet, so daß Ausscheidungsprodukte ungehindert entlang
der Außenfläche der Dichtlippe strömen können, ohne zwi
schen die beiden Anschlußflansche zu gelangen.
4. Die Handhabung ist einfach.
4. Die Handhabung ist einfach.
Da der erste Anschlußflansch dank der Flexibilität
des dünnen ringförmigen Dichtungsabschnitts und dank des
Abstands zwischen Anschlußstück und Klebeplatte leicht
von der Klebeplatte abgehoben werden kann, kann der
zweite Anschlußflansch leicht angelegt und abgenommen
werden, indem ein Finger hinter den ersten Anschluß
flansch geführt wird, wodurch Ausscheidungsprodukte
o. dgl. ungehindert strömen können, ohne daß sie im Ver
bindungsbereich der beiden Anschlußflansche zurückgehal
ten werden. Mithin kann das Anlegen und Abnehmen beim
Gebrauch hygienisch und ohne Sorge vor Verschmutzung
durch Ausscheidungsprodukte o. dgl. durchgeführt werden.
5. Das Tragegefühl ist angenehm.
5. Das Tragegefühl ist angenehm.
Da - wie oben beschrieben - Dicke und Größe des
Anschlußflanschs gesenkt werden können und der erste
Anschlußflansch dank des ringförmigen Dichtungsab
schnitts eine elastische Aufhängung bezüglich der Klebe
platte erhält, sind Druckgefühle und Hautunverträglich
keitsempfindungen sehr gering. Die Vorrichtung fällt
beim Tragen nicht einmal unter dünner Sommerkleidung
auf. Ferner entfällt jeglicher Grund zu Ängstlichkeit,
da der sichere Anschluß und die sichere Dichtung jede
Gefahr von Undichtigkeit ausschalten.
Bei der vorliegenden Vorrichtung für einen künstli
chen Körperausgang verläuft der erste Anschlußflansch
nahe der Oberfläche der Klebeplatte und nahezu parallel
zu ihr, wobei der innere Umfang des ringförmigen dünnen
Dichtungsabschnitts des ersten Anschlußflanschs direkt
um die Öffnung der Klebeplatte herum befestigt ist und
das ringförmige Anschlußstück als Ganzes über den nach
außen verlaufenden, ringförmigen Kegelabschnitt ange
formt ist, wodurch dank der Flexibilität des Dichtungs
abschnitts und dank des Abstands zwischen dem Anschluß
stück und der Klebeplatte der erste Anschlußflansch vor
teilhafterweise gestützt werden kann, indem bei der
Handhabung ein Finger zwischen die Klebeplatte und das
Anschlußstück gehalten wird. Ferner ist eine Lippe oder
Nut des Anschlußstücks des ersten Anschlußflanschs so
konstruiert, daß sie zu einer Nut bzw. Lippe des An
schlußstücks des zweiten Anschlußflanschs paßt. Im zu
sammengefügten Zustand sind die beiden Anschlußflansche
dicht verbunden, so daß keine Ausscheidungsprodukte aus
dem menschlichen Körper in sie eindringen können. Dies
wird z. B. dadurch erreicht, daß bei einem der Anschluß
stücke an dessen innerstem, der Ausnehmung der Klebe
platte direkt zugewandten Wandabschnitt eine Dichtung
vorgesehen wird, die unter Druckausübung auf die gegen
überliegende Fläche wirkt.
Praktische Ausführungsbeispiele der erfindungs
gemäßen Vorrichtung werden nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Ausführungs
form der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2a und 2b zeigen die Vorderansichten der beiden
Teile aus Fig. 1;
Fig. 3a, 3b und 3c zeigen jeweils vergrößerte Quer
schnitte der Anschlußstücke aus Fig. 1;
Fig. 4 veranschaulicht, wie die in Fig. 1 gezeigte Vor
richtung angelegt wird; und
Fig. 5 bis 8 zeigen zusammenfassend Querschnitte ver
schiedener Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Ausfüh
rungsform der vorliegenden Erfindung. Fig. 2a und 2b
zeigen je eine Vorderansicht der zugehörigen Teile. Das
Bezugszeichen 1 bezeichnet eine Klebeplatte von bei
spielsweise quadratischer Form und mit einer zentralen
Ausnehmung 2. Ein erster Anschlußflansch 3 besitzt einen
dünnen ringförmigen Dichtungsabschnitt 4, einen sich
nach außen erstreckenden ringförmigen Kegelabschnitt 5,
im Anschluß hieran ein ringförmiges Anschlußstück 6 und
eine Lasche 7. Der Dichtungsabschnitt 4 liegt mit einem
ringförmigen Innenumfang 8 konzentrisch zur Ausnehmung 2
der Klebeplatte 1, ist z. B. durch Schweißung auf der
Oberfläche der nicht-klebenden Seite 9 der Klebeplatte 1
befestigt und verläuft entlang der Oberfläche der Klebe
platte 1 nach außen. Das Anschlußstück 6 beginnt an der
Stelle, die durch den Kegelabschnitt 5 ein wenig über
das Niveau des Dichtungsabschnitts 4 angehoben ist, und
erstreckt sich in einem gewissen Abstand von der Klebe
plattenoberfläche 9 über eine gegebene Strecke nahezu
parallel zur Klebeplatte 1 nach außen. Eine ringförmige
Anschlußleiste 10 ist auf der der Klebeplatte 1 abge
wandten Seite des Anschlußstücks 6 angeordnet und be
steht aus einer inneren ringförmigen Lippe 11 und einer
äußeren ringförmigen Lippe 12. Ein zweiter ringförmiger
Anschlußflansch 13 besitzt auf einer Seite, nämlich der
der Klebeplatte 1 zugewandten Seite, ein ringförmiges
Anschlußstück 14 sowie eine Lasche 15 und auf der ande
ren Seite einen Beutel 16. Das Anschlußstück 14 besteht
aus zwei Ringnuten 17 und 18, zur Aufnahme der beiden
Lippen 11 und 12 der vorspringenden Anschlußleiste 10
des ersten Anschlußflanschs 3, und aus einer ringförmi
gen Dichtlippe 19, die auf der der Klebeplattenausneh
mung 2 zugewandten Seitenwand der inneren Nut 17 ausge
bildet ist.
Die Fig. 3a, 3b und 3c zeigen vergrößerte
Schnitte durch das Anschlußstück des zweiten
Anschlußflanschs und durch das Anschlußstück des ersten
Anschlußflanschs aus Fig. 1 sowie durch beide Anschluß
stücke im zusammengefügten Zustand. Was die innere vor
springende Lippe 11 des Anschlußstücks 6 im ersten
Anschlußflansch anbelangt, ist deren innere Flanke 31 in
passender Weise konkav und konvex, während die äußere
Flanke 32 geradlinig verläuft. Beide Flanken 33 und 34
der äußeren vorspringenden Lippe 12 sind von passender
konkaver und konvexer Form. Der Übergangsabschnitt 35
zwischen der inneren vorspringenden Lippe 11 und dem Ke
gelabschnitt 5 bildet, wie nachfolgend beschrieben, eine
Kontaktfläche für die Dichtlippe des Anschlußstücks des
zweiten Anschlußflanschs. Die innere Flanke 36 der in
neren Nut 17 im Anschlußstück 14 des zweiten Anschluß
flanschs verläuft konkav und konvex entsprechend der
Flanke 31 des ersten Anschlußflanschs, und die äußere
Flanke 37 ist geradlinig entsprechend der Flanke 32 des
ersten Anschlußflanschs. Beide Flanken 38 und 39 der äu
ßeren Nut 18 verlaufen konkav und konvex entsprechend
den Flanken 33 und 34 des ersten Anschlußflanschs. Fer
ner verläuft die der Klebeplattenausnehmung 2 zugewandte
Fläche 310 der Seitenwand der inneren Nut 17 des An
schlußstücks 14 des zweiten Anschlußflanschs geneigt,
wodurch an der Oberseite der Seitenwand die Dichtlippe
19 ausgebildet wird. Wie aus Fig. 3c ersichtlich, ver
läuft je eine Flanke 32 bzw. 37 der inneren vorspringen
den Lippe 11 und der inneren Nut 17 geradlinig, so daß
die beiden Anschlußstücke 6 und 14 entlang dieser ebenen
Flächen in einfacher Weise in ihre richtige Anschlußlage
geführt werden können. Außerdem bedarf es keiner hohen
Kraft, um die beiden Anschlußstücke 6 und 14 zusammen
zufügen, wobei die Dichtlippe 19 des zweiten Anschluß
flanschs durch die Kontaktfläche 35 des ersten Anschluß
flanschs zusammengedrückt und etwas verformt wird, so
daß eine Druckkraft zwischen der Dichtlippe 19 und der
Kontaktfläche 35 wirkt und sie somit flüssigkeitsdicht
aufeinanderdrückt. Daher dient die Fügeverbindung zwi
schen der inneren vorspringenden Lippe 11 und der Nut 17
hauptsächlich der Herstellung einer Dichtwirkung, wäh
rend die Fügeverbindung zwischen der äußeren vorsprin
genden Lippe 12 und der Nut 18 vor allem eine Verriege
lung bezweckt. Auf diese Weise kann die Dicke der An
schlußstücke klein gewählt werden, indem die Funktionen
des Abdichtens und Verriegelns aufgeteilt werden. Die
gestrichelte Linie in Fig. 3c zeigt die ursprüngliche Ge
stalt der Dichtlippe 19 im nicht zusammengefügten Zu
stand, und es ist ersichtlich, daß die Gestalt sich aus
dieser Lage in die Lage gemäß der durchgezogenen Linie
verformt.
Zur Herstellung der Klebeplatte 1 kann Flachmate
rial aus hydrophilem wasserabsorbierenden Polymer und
hydrophobem viskosen Polymer verwendet werden, oder je
des einfach durch Beschichten von geschäumten Flachmate
rialien oder Filmen mit Klebstoff gewonnene Erzeugnis,
oder Produkte mit klebendem Verstärkungsband am äußeren
Umfang, oder Produkte mit einer Oberflächenschicht aus
Polyäthylen, chloriertem Polyäthylen, Äthylenvinyl
acetat-Copolymer, Äthylenäthylacrylat-Copolymer, Äthy
lenmethylacrylat-Copolymer, Polypropylen, Polyvinyl
chlorid, Polyester, Polyamid o. dgl., oder Laminate, die
in geeigneter Weise aus mehreren Schichten solcher Filme
hergestellt werden.
Zur Herstellung des ersten Anschlußflanschs wird am
meisten insbesondere Äthylenäthylacrylat-Copolymer be
vorzugt, danach Äthylenmethylacrylat-Copolymer, Äthylen-
Vinylacetat-Copolymer, Äthylenmethylmethacrylat-Copoly
mer, und schließlich kann auch Polyäthylen, Vinyl
chlorid, Äthylenacrylsäure-Copolymer, Äthylenmethacryl
säure-Copolymer, Polyäthylenchlorid, thermoplastisches
Elastomer o. dgl. verwendet werden. Die angemessene
Dicke des dünnen Dichtungsabschnitts im ersten Anschluß
flansch beträgt nicht mehr als 1 mm, vorzugsweise nicht
mehr als 0,5 mm; die angemessene Breite dieses Ab
schnitts beträgt 1 bis 10 mm, vorzugsweise 4 bis 6 mm.
Liegt die Breite unter 4 mm, wird es schwierig, einen
Finger einzuführen. Der Breitenbereich über 6 mm sollte
vermieden werden, da ein derart großer Durchmesser der
Ausnehmung nicht verwendet werden sollte. Zum Anbringen
des ersten Anschlußflanschs an der Klebeplatte sei bei
spielsweise ein Schweißverfahren genannt, bei dem die
Wärme von der Seite des ersten Anschlußflanschs zuge
führt wird, oder ein Verfahren, bei dem ein Film, der
Teil der Klebeplatte ist (an dieser z. B. angeklebt ist),
mittels Hochfrequenz oder Ultraschall am ersten
Anschlußflansch angeschweißt wird, oder ein Verfahren,
bei dem Klebstoff verwendet wird, o. dgl.
Für den zweiten Anschlußflansch kann das gleiche
Material wie für den ersten Anschlußflansch verwendet
werden. Ein Beutel kann am zweiten Anschlußflansch mit
tels thermischer Schweißung, Hochfrequenz- oder Ultra
schallschweißung, Klebung mit Klebstoffen o. dgl. befe
stigt werden. Ferner kann auf der dem Anschlußstück ge
genüberliegenden Seite des zweiten Anschlußflanschs
anstatt des Beutels eine Kappe, ein Stopfen o. dgl. ein
gesetzt werden.
Nachstehend wird beschrieben, wie die erfindungs
gemäße, für einen künstlichen Körperausgang bestimmte
Vorrichtung gehandhabt wird. Fig. 4 illustriert das Anle
gen der erfindungsgemäßen Ostomie-Vorrichtung, wobei für
entsprechende Teile gleiche Bezugszeichen wie in den Fi
guren 1 bis 3 verwendet sind.
Die Klebeplatte 1 wird auf die Haut 42 geklebt, so
daß die Ausnehmung 2 über einer Öffnung, z. B. einem
Stoma 41, eines menschlichen Körpers zu liegen kommt.
Dann führt der Handhabende einen Finger 43 unter das An
schlußstück 6, wobei der erste Anschlußflansch 3 mit dem
Finger etwas angehoben wird. Im vorliegenden Fall berei
tet das Einführen des Fingers keine Schwierigkeit, da
der Dichtungsabschnitt 4 aufgrund seiner dünnen Ausbil
dung Flexibilität besitzt und sich somit ein kleiner
Spielraum zwischen dem Anschlußstück 6 und der Klebe
platte 1 ergibt, wie auch in Fig. 1 gezeigt. Die beiden
ringförmigen Anschlußflansche 3 und 13 werden als Ganzes
über ihren gesamten Umfang zusammengefügt, indem der
zweite Anschlußflansch 13 über den ersten Anschluß
flansch 3 gelegt wird und die beiden Flansche 3 und 13
rundherum in ihre bestimmungsgemäße Verbindungslage zu
sammengedrückt werden, und zwar mittels des Fingers 43,
der unter den ersten Anschlußflansch 3 gesteckt wurde,
und mittels eines zweiten Fingers 44, der auf die Außen
seite des zweiten Anschlußflanschs 13 wirkt, so daß die
Lippen 11 und 12 des Anschlußstücks 6 des ersten An
schlußflanschs 3 in die Nuten 17 und 18 des Anschluß
stücks 14 des zweiten Anschlußflanschs 13 einrasten. Wie
bereits im Zusammenhang mit Fig. 3 erläutert, werden im
vorliegenden Fall beide Lippen 11 und 12 des Anschluß
stücks 6 des ersten Anschlußflanschs 3 in die beiden Nu
ten 17 und 18 des Anschlußstücks 14 des zweiten
Anschlußflanschs 13 gedrückt, wobei die Dichtlippe 19
auf der Oberseite der innersten Flanke 310 des Anschluß
stücks 14 des zweiten Anschlußflanschs 13 sich etwas
verformt und sich somit unter Druck an die Berührungs
fläche 35 im Anschlußstück 6 des ersten Anschlußflanschs
3 anlegt, wodurch eine schräge Fläche gebildet wird, die
ausgehend von der Ausnehmung 2 der Klebeplatte 1 über
den Dichtungsabschnitt 4, den Kegelabschnitt 5 und die
Oberfläche der Dichtlippe 19 nach außen zur Fläche 310
verläuft. Die Ausscheidungsprodukte, die vom Stoma 41
abgegeben werden, strömen entlang der vorgenannten
Schrägfläche - wie durch die Pfeilmarkierung gekenn
zeichnet - und werden im Beutel 16 aufgefangen. Im vor
liegenden Fall bewegen sich die Ausscheidungsprodukte
ohne weiteres auf den Beutel zu, ohne zwischen die bei
den Anschlußflansche zu gelangen und ohne in den Aus
nehmungen der beiden Anschlußflansche zu verbleiben.
Wenn der Beutel 16 gewaschen oder durch einen neuen
Beutel oder durch einen Blindflansch ersetzt wird, kann
der zweite Anschlußflansch leicht vom ersten Anschluß
flansch entfernt werden, indem man beide Laschen 7 und
15 der beiden Anschlußflansche faßt und eine Kraft in
der Richtung ausübt, die den zweiten Anschlußflansch ab
löst. Dank der beiden Laschen 7 und 15 belastet diese
manuelle Trennung der Anschlußstücke nicht die Klebe
platte 1 und damit vorteilhafterweise auch nicht die
Körperzone im Bereich des Körperausgangs.
In obigem Beispiel war das Anschlußstück 6 des der
Klebeplatte 1 zugewandten ersten Anschlußflanschs 3 vor
springend (nämlich in Form von Lippen 11 und 12) und das
Anschlußstück 14 des zweiten Anschlußflanschs 13 rück
springend (nämlich in Form von Nuten 17 und 18)
ausgestaltet, aber andererseits kann alternativ das An
schlußstück 6 des ersten Anschlußflanschs rückspringend
und das Anschlußstück 14 des zweiten Anschlußflanschs
vorspringend ausgestaltet sein. Ferner ist es möglich,
daß die Dichtlippe nicht am genuteten, sondern am vor
springenden Anschlußstück angeformt ist. Für diesen Fall
wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung erläu
tert.
In Fig. 5 bedeutet das Bezugszeichen 51 die Klebe
platte und das Bezugszeichen 52 den ersten Anschluß
flansch mit einem ringförmigen Dichtungsabschnitt 53,
einem ringförmigen Kegelabschnitt 54 und einem ringför
migen Anschlußstück 55. Das Anschlußstück 55 besitzt
zwei ringförmige Nuten 56 und 57. Nur eine, der
Ausnehmung zugewandte Flanke der inneren Nut 56 verläuft
geradlinig, während die anderen Flanken in geeigneter
Weise konkav und konvex verlaufen, und die innerste, der
Ausnehmung zugewandte Flanke 58 folgt der Schräge des
Kegelabschnitts 54. Das Bezugszeichen 59 bezeichnet ein
ringförmiges Anschlußstück des zweiten Anschlußflanschs,
das zwei ringförmige vorspringende Lippen 510 und 511
aufweist, wobei eine Dichtlippe 512 am innersten, der
Ausnehmung zugewandten Teil angeordnet ist. In dem Zu
stand, bei dem die beiden Lippen 510 und 511 des An
schlußstücks des zweiten Anschlußflanschs in den beiden
Nuten 56 und 57 des Anschlußstücks des ersten Anschluß
flanschs ruhen, berührt die Dichtlippe 512 eine Kontakt
fläche 513 des ersten Anschlußflanschs, und zwar unter
Druck, da sich die Dichtlippe 512 dabei etwas verformt.
Dadurch bildet sich eine Folge von nach außen verlaufen
den Schrägflächen, nämlich die Fläche des Dichtungsab
schnitts 53, die Fläche des Kegelabschnitts 54, die Flä
che der innersten Flanke 58 des Anschlußstücks des er
sten Anschlußflanschs und die Fläche der Dichtlippe 512.
Fig. 6 zeigt eine Klebeplatte 61 und einen ersten
Anschlußflansch 62 mit einem ringförmigen Dichtungsab
schnitt 63, einem ringförmigen Kegelabschnitt 64 und ei
nem ringförmigen Anschlußstück 65. Das Bezugszeichen 66
bedeutet das ringförmige Anschlußstück des zweiten
Anschlußflanschs. Die beiden Anschlußstücke 65 und 66
bestehen aus drei ringförmigen vorspringenden Lippen und
zwei ringförmigen Nuten. Nur ein einziges Paar der sich
gegenüberliegenden Flächen ist eben, während die anderen
sich gegenüberliegenden Flächen in geeigneter Weise kon
kav und konvex verlaufen. Die innerste Fläche 67, die
der Ausnehmung des Anschlußstücks 65 des ersten
Anschlußflanschs zugewandt ist, ist geneigt und trägt
auf ihrer Oberseite eine sich verjüngende, ringförmige
Dichtlippe 68. Diese Dichtlippe 68 verformt sich im
zusammengefügten Zustand und berührt unter Druck die Un
terseite des innersten, der Ausnehmung zugewandten Ab
schnitts 69 des Anschlußstücks des zweiten Anschluß
flanschs. Auch in diesem Fall bildet sich eine Folge von
nach außen verlaufenden Schrägflächen, nämlich die Flä
che des Dichtungsabschnitts 63, die Fläche des Kegelab
schnitts 64, die Fläche der innersten Flanke 67 des An
schlußstücks des ersten Anschlußflanschs, die äußere
Fläche der Dichtlippe 68 und die äußere Fläche des in
nersten Abschnitts 69 des zweiten Anschlußflanschs.
In allen vorgenannten Beispielen sind in den beiden
Anschlußflanschen jeweils mehrere Lippen und Nuten ge
zeigt, wobei jeweils ein Lippe/Nut-Paar hauptsächlich
eine Dichtfunktion und ein anderes Lippe/Nut-Paar haupt
sächlich eine Verriegelungsfunktion wahrnimmt. Diese
Funktionen können jedoch auch mittels einer einzigen
vorspringenden Lippe und einer Nut erreicht werden. Sol
che Beispiele werden nachstehend anhand der Zeichnung
erläutert.
In Fig. 7 bedeutet das Bezugszeichen 71 das ringför
mige Anschlußstück des auf der Klebeplatte befestigten
ersten Anschlußflanschs, das aus einer einzigen ringför
migen vorspringenden Lippe 72 besteht. Das Bezugszeichen
73 bezeichnet das ringförmige Anschlußstück des zweiten
Anschlußflanschs, das aus einer einzigen ringförmigen
Nut 74 besteht. Die der Ausnehmung zugewandte innerste
Fläche 75 ist geneigt und oben mit einer ringförmigen
Dichtlippe 76 versehen. Im zusammengefügten Zustand der
Anschlußstücke verformt sich die Dichtlippe 76 und be
rührt unter Druck eine Kontaktfläche 77 des Anschluß
stücks 71 des ersten Anschlußflanschs. Der Dichtungsab
schnitt 78, der Kegelabschnitt 79 des ersten
Anschlußflanschs und die innerste Fläche 75 des An
schlußstücks des zweiten Anschlußflanschs bilden eine
Folge von Schrägflächen.
In Fig. 8 bedeutet das Bezugszeichen 81 das ringför
mige Anschlußstück des auf der Klebeplatte befestigten
ersten Anschlußflanschs, das aus einer einzigen ringför
migen Nut 82 besteht, und die der Ausnehmung zugewandte
innerste Fläche 83 ist geneigt. Das Bezugszeichen 84 be
zeichnet das ringförmige Anschlußstück des zweiten
Anschlußflanschs, das einer einzigen ringförmigen vor
springenden Lippe 85 besteht, und eine ringförmige
Dichtlippe 86 ist auf der Oberseite des innersten, der
Ausnehmung zugewandten Abschnitts angeordnet. Im zusam
mengefügten Zustand der Anschlußstücke verformt sich die
Dichtlippe 86 und berührt unter Druck eine Kontaktfläche
87 des Anschlußstücks 81 des ersten Anschlußflanschs.
Der Dichtungsabschnitt 88 des ersten Anschlußflanschs,
der Kegelabschnitt 89, die innerste Fläche 83 des An
schlußstücks des ersten Anschlußflanschs und eine äußere
Fläche der Dichtlippe 86 bilden eine Folge von Schräg
flächen.
In den Beispielen der Fig. 7 und 8 erfüllt je
weils ein einziges Lippe/Nut-Paar sowohl die Dichtungs
als auch die Verriegelungsfunktion, woraus sich im Ver
gleich zu den Beispielen der Fig. 1 bis 6 eine etwas
geringere Zuverlässigkeit ergibt, jedoch ohne daß dies
praktische Probleme zur Folge hätte.
Zusammenfassend läßt sich somit festhalten: Eine Vor
richtung für einen künstlichen Körperausgang umfaßt eine
am Körperausgang anzubringende Klebeplatte mit einem er
sten Anschlußflansch und einen daran anschließbaren
zweiten Anschlußflansch, der z. B. in einen Beutel mün
det. Zuverlässigkeit, Tragekomfort und Handhabung werden
verbessert, indem der erste Anschlußflansch einen dünnen
Dichtungsabschnitt besitzt, der im wesentlichen entlang
der Oberfläche der Klebeplatte nach außen verläuft, und
indem ein Kegelabschnitt den Dichtungsabschnitt nach
außen mit einem Anschlußstück verbindet, das in einem
Abstand parallel zur Oberfläche der Klebeplatte ver
läuft. Insbesondere wird das Anschlußstück dadurch hin
tergreifbar, so daß beim Verbinden der Anschlußflansche
kein Druck mehr auf die Haut ausgeübt wird.
Vorrichtung für einen künstlichen Körperausgang
Bezugszeichenliste
1, 51, 61 Klebeplatte
2 Ausnehmung der Klebeplatte
3, 52, 62 erster Anschlußflansch
4, 53, 63, 78, 88 ringförmiger Dichtungsabschnitt
5, 54, 64, 79, 89 ringförmiger Kegelabschnitt
6, 55, 65, 71, 81 ringförmiges Anschlußstück des ersten Anschlußflanschs
7, 15 Lasche
8 Innenumfang des ringförmigen Dichtungsabschnitts
9 nicht-klebende Seite der Klebeplatte
10 ringförmige Anschlußleiste des ringförmigen Anschlußstücks
11, 12, 72, 85, 510, 511 ringförmige Lippe
13 zweiter Anschlußflansch
14, 59, 66, 73, 84 ringförmiges Anschlußstück des zweiten Anschlußflanschs
16 Beutel
17, 18, 56, 57, 74, 82 ringförmige Nut
19, 68, 76, 86, 512 ringförmige Dichtlippe
31, 32, 33, 34 Flanke
35, 77, 87, 513 Kontaktfläche für die Dichtlippe
36, 37, 38, 39, 58 Flanke
41 Körperausgang, z. B. Stoma
42 Haut
43, 44 Finger
67, 75, 83 Fläche
69 Abschnitt des zweiten Anschlußstücks
310 Schrägfläche
2 Ausnehmung der Klebeplatte
3, 52, 62 erster Anschlußflansch
4, 53, 63, 78, 88 ringförmiger Dichtungsabschnitt
5, 54, 64, 79, 89 ringförmiger Kegelabschnitt
6, 55, 65, 71, 81 ringförmiges Anschlußstück des ersten Anschlußflanschs
7, 15 Lasche
8 Innenumfang des ringförmigen Dichtungsabschnitts
9 nicht-klebende Seite der Klebeplatte
10 ringförmige Anschlußleiste des ringförmigen Anschlußstücks
11, 12, 72, 85, 510, 511 ringförmige Lippe
13 zweiter Anschlußflansch
14, 59, 66, 73, 84 ringförmiges Anschlußstück des zweiten Anschlußflanschs
16 Beutel
17, 18, 56, 57, 74, 82 ringförmige Nut
19, 68, 76, 86, 512 ringförmige Dichtlippe
31, 32, 33, 34 Flanke
35, 77, 87, 513 Kontaktfläche für die Dichtlippe
36, 37, 38, 39, 58 Flanke
41 Körperausgang, z. B. Stoma
42 Haut
43, 44 Finger
67, 75, 83 Fläche
69 Abschnitt des zweiten Anschlußstücks
310 Schrägfläche
Claims (6)
1. Vorrichtung für einen künstlichen Körperausgang, mit
einer um eine Öffnung (41) eines menschlichen Körpers
herum durch Klebekraft zu befestigenden Klebeplatte (1);
einem an der nicht-klebenden Seite (9) der Klebeplatte
(1) angebrachten ersten Anschlußflansch (3) und einem
zur Anfügung an den ersten Anschlußflansch (3) ausgebil
deten zweiten Anschlußflansch (13) ; wobei
- - die Klebeplatte (1) eine der Öffnung (41) eines menschlichen Körpers entsprechende Ausnehmung (2) auf weist;
- - der erste Anschlußflansch (3) einen dünnen, ringförmi gen Dichtungsabschnitt (4) besitzt, der im wesentlichen entlang der Oberfläche der Klebeplatte (1) nach außen verläuft und dessen innerer Umfang (8) am Umfang der Klebeplattenausnehmung (2) befestigt ist;
- - ein erstes ringförmiges Anschlußstück (6) außerhalb des ringförmigen Dichtungsabschnitts (4) vorhanden ist, welches in einem Abstand im wesentlichen parallel zur Oberfläche (9) der Klebeplatte (1) verläuft;
- - ein ringförmiger Kegelabschnitt (5) den ringförmigen Dichtungsabschnitt (4) mit dem ersten ringförmigen An schlußstück (6) verbindet;
- - das erste ringförmige Anschlußstück (6) auf seiner der Klebeplatte (1) abgewandten Seite eine vor- oder rück springende Anschlußleiste (10), insbesondere eine Lippe (11; 12) oder Nut, aufweist;
- - der zweite Anschlußflansch (13) auf einer Seite ein zweites ringförmiges Anschlußstück (14) zum Anschluß an den ersten Anschlußflansch (3) und auf der anderen Seite einen Beutel (16) oder eine Kappe aufweist;
- - das zweite ringförmige Anschlußstück (14) eine rück oder vorspringende Anschlußleiste, insbesondere eine Nut (17; 18) oder Lippe, aufweist, die mit der vor- oder rückspringenden Anschlußleiste (10) des ersten Anschluß flanschs (3) zusammenfügbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei an einem (14) der
Anschlußstücke eine innere Dichtlippe (19) ausgebildet
ist, um im zusammengefügten Zustand der Anschlußflansche
(3, 13) eine Druckkraft auf das andere Anschlußstück (6)
im Bereich seiner innersten, der Ausnehmung (2) der Kle
beplatte (1) zugewandten Seitenwand auszuüben.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Anschlußstücke
(6, 14) ein äußeres Lippe/Nut-Paar (12, 18) zur Herstel
lung einer lösbaren Verriegelung zwischen den Anschluß
flanschen (3, 13) aufweisen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei der
dünne Dichtungsabschnitt (4) des ersten Anschlußflanschs
(3) eine Dicke von nicht mehr als 1 mm, vorzugsweise
nicht mehr als 0,5 mm, und eine Breite von 1 bis 10 mm,
vorzugsweise 4 bis 6 mm, aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei
die Anschlußleisten (10) der Anschlußstücke (6, 14) Lip
pen (11, 12) und Nuten (17, 18) besitzen, deren Quer
schnitte stark gekrümmte Konturen haben.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei
die Anschlußstücke (6, 14) an gegenüberliegenden Stellen
jeweils eine Lasche (7, 15) zum manuellen Trennen der
Anschlußstücke (6, 14) aus ihrem zusammengefügten Zu
stand besitzen.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ALCARE CO., LTD., TOKIO/TOKYO, JP |
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| D2 | Grant after examination | ||
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| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Representative=s name: FLUEGEL PREISSNER KASTEL SCHOBER, 80335 MUENCHEN |
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |