DE4118315A1 - Vorrichtung fuer einen kuenstlichen koerperausgang - Google Patents

Vorrichtung fuer einen kuenstlichen koerperausgang

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    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F5/00Orthopaedic methods or devices for non-surgical treatment of bones or joints; Nursing devices ; Anti-rape devices
    • A61F5/44Devices worn by the patient for reception of urine, faeces, catamenial or other discharge; Colostomy devices
    • A61F5/445Colostomy, ileostomy or urethrostomy devices
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Description

Gebiet der gewerblichen Anwendbarkeit
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung für einen künstlichen Körperausgang, die an einer auf der Oberfläche eines menschlichen Körpers aus­ gebildeten Öffnung befestigt werden kann, um Abfallpro­ dukte aus dem Inneren des menschlichen Körpers auszu­ scheiden oder um eine Flüssigkeitszubereitung in den menschlichen Körper einzubringen.
Stand der Technik
Vorrichtungen für künstliche Körperausgänge (Ostomien) werden verwendet, um verschiedene feste und flüssige Abfallprodukte aufzunehmen, die vom menschli­ chen Körper ausgeschieden werden, oder manchmal auch zum Einbringen einer Flüssigkeitszubereitung in den mensch­ lichen Körper zu Behandlungszwecken oder zum Waschen der Öffnung, wie etwa einer Fistel, die auf der Oberfläche des menschlichen Körpers durch eine Wunde oder durch chirurgischen Eingriff gebildet wird - z. B. durch Colostomie, Ileostomie, Ureterostomie o. dgl. zur Behand­ lung von Rektal- oder Blasenerkrankungen - und den Darm­ kanal bzw. die Harn- oder sonstige Röhre zur Körperober­ fläche führt. Künstliche Analausgänge und künstliche Harnblasenausgänge sind Beispiele hierfür. Da diese für einen künstlichen Körperausgang bestimmte Vorrichtung Ausscheidungsprodukte des menschlichen Körpers handhaben soll, ist es erforderlich, daß ein hygienischer Gebrauch der Vorrichtung ohne Berührung solcher Ausscheidungspro­ dukte möglich und außerdem die Zuverlässigkeit der Vorrichtung gewährleistet ist, damit derartige Ausscheidungsprodukte nicht während des Gebrauchs der Vorrichtung auslaufen; ebenso ist es wichtig, daß die Vorrichtung auf leichte Weise anlegbar und abnehmbar ist. Ferner sollte sich eine solche Vorrichtung auf der Haut gut anfühlen, da sie direkt auf der Oberfläche des menschlichen Körpers befestigt wird.
Zur Erfüllung dieser Anforderungen sind bereits zahlreiche für künstliche Körperausgänge bestimmte Vor­ richtungen konstruiert worden; hauptsächlich verwendet werden jedoch die diesen Anforderungen fast gerecht wer­ denden Ostomie-Vorrichtungen vom sog. zweiteiligen Typ, nämlich mit einem ersten Teil, das auf einer Seite einer Klebeplatte ein Anschlußstück aufweist und auf der ande­ ren Seite mit Klebekraft um eine Öffnung des menschli­ chen Körpers herum befestigt ist, sowie mit einem zwei­ ten Teil, das auf einer Seite ein dicht mit dem An­ schlußstück des ersten Teils zusammenfügbares Anschlußelement und auf der anderen Seite einen Beutel oder eine (Verschluß-)Kappe besitzt. Bei solchen Ostomie-Vorrichtungen wird das erste Teil stets um die Öffnung herum befestigt, und das zweite Teil wird an das erste Teil angeschlossen, wodurch die Ausscheidungspro­ dukte im Beutel des zweiten Teils gesammelt werden. So­ bald sich die Ausscheidungsprodukte im Beutel angesam­ melt haben, wird das zweite Teil abgenommen und zum Zweck der Wiederverwendung von den Ausscheidungsproduk­ ten befreit und gewaschen oder durch ein neues Teil er­ setzt. Der Beutel des zweiten Teils kann je nach Verwen­ dung durch eine Kappe ersetzt werden. Bei dieser Art von Ostomie-Vorrichtung ist jedoch der wirksame Durchmesser der entsprechend der Öffnung des menschlichen Körpers ausgebildeten Ausnehmung zu klein; vergrößert man ihn aber, wird die Gesamtvorrichtung größer. Außerdem können sich Ausscheidungsprodukte an den Innenkanten beider Teile in unhygienischer Weise anlagern, und das Anlegen ist infolge großer Sperrigkeit der Gesamtvorrichtung unbequem. Da das Zusammenstecken und Abnehmen der beiden Teile nicht immer leicht geht, wirkt dabei eine Druck­ kraft auf die Haut. Die oben genannten Anforderungen sind damit nicht ausreichend erfüllt.
Aufgabenstellung
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung für einen künstlichen Körperausgang be­ reitzustellen, die hohe Zuverlässigkeit beim Gebrauch mit hohem Tragekomfort verbindet und deren Handhabung leicht und hygienisch ist.
Lösung
Erreicht wird das vorgenannte Ziel durch eine Vor­ richtung für einen künstlichen Körperausgang mit einer um eine Öffnung eines menschlichen Körpers herum durch Klebekraft zu befestigenden Klebeplatte; einem an der nicht-klebenden Seite der Klebeplatte angebrachten er­ sten Anschlußflansch und einem zur Anfügung an den er­ sten Anschlußflansch ausgebildeten zweiten Anschluß­ flansch; wobei
  • - die Klebeplatte eine der Öffnung eines menschlichen Körpers entsprechende Ausnehmung aufweist;
  • - der erste Anschlußflansch einen dünnen, ringförmigen Dichtungsabschnitt besitzt, der im wesentlichen entlang der Oberfläche der Klebeplatte nach außen verläuft und dessen innerer Umfang am Umfang der Klebeplattenausneh­ mung befestigt ist;
  • - ein erstes ringförmiges Anschlußstück außerhalb des ringförmigen Dichtungsabschnitts vorhanden ist, welches in einem Abstand im wesentlichen parallel zur Oberfläche der Klebeplatte verläuft;
  • - ein ringförmiger Kegelabschnitt den ringförmigen Dich­ tungsabschnitt mit dem ersten ringförmigen Anschlußstück verbindet;
  • - das erste ringförmige Anschlußstück auf seiner der Klebeplatte abgewandten Seite eine vor- oder rücksprin­ gende Anschlußleiste, insbesondere eine Lippe oder Nut, aufweist;
  • - der zweite Anschlußflansch auf einer Seite ein zweites ringförmiges Anschlußstück zum Anschluß an den ersten Anschlußflansch und auf der anderen Seite einen Beutel oder eine Kappe aufweist;
  • - das zweite ringförmige Anschlußstück eine rück- oder vorspringende Anschlußleiste, insbesondere eine Nut oder Lippe, aufweist, die mit der vor- oder rückspringenden Anschlußleiste des ersten Anschlußflanschs zusammenfüg­ bar ist.
Vorteilhaft im Sinne einer Flüssigkeitsdichtung ist eine an einem der Anschlußstücke ausgebildete Dicht­ lippe, die im zusammengefügten Zustand der Anschluß­ flansche eine Druckkraft auf das andere Anschlußstück im Bereich seiner innersten, der Ausnehmung der Klebeplatte zugewandten Seitenwand ausübt.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden fol­ gen Vorteile erreicht:
1. Der wirksame Durchmesser der Ausnehmung in der Klebeplatte kann vergrößert werden.
Da der erste Anschlußflansch mit einem ringförmigen Dichtungsabschnitt ausgestattet ist und ein ringförmiges Anschlußstück im Anschluß an diesen ringförmigen Dich­ tungsabschnitt vorgesehen ist, wird der Innenumfang des ringförmigen Dichtungsabschnitts des ersten Anschluß­ flanschs unmittelbar auf der nicht-klebenden Seite der Klebeplatte befestigt, um das ringförmige Anschlußstück am Rand des ersten Anschlußflanschs als Ganzem auszubil­ den, wodurch der ringförmige Dichtungsabschnitt sehr nahe am ringförmigen Anschlußstück angeordnet ist. Somit kann die Ausnehmung der Klebeplatte vergrößert werden, ohne den Außendurchmesser der Klebeplatte besonders aus­ zuweiten.
2. Die Dickenabmessung kann herabgesetzt werden.
Die Gestaltung des Anschlußstücks braucht nur die Anschlußfunktion zu berücksichtigen, da das Anschluß­ stück und die Dichtlippe von unterschiedlicher Konstruk­ tion sind. Für das Anschlußstück besteht im Gegensatz zum Stand der Technik, bei dem auch eine Dichtfunktion zu erfüllen ist, kein Raumbedarf in der Höhe. Große Krümmungsunterschiede zwischen den von Lippen und Nuten gebildeten konkaven und konvexen Abschnitten lassen sich verwirklichen und erlauben eine höhere Maßtoleranz der konkaven und konvexen Abschnitte (und damit einen dich­ teren Anschluß). Infolgedessen kann die Größe des An­ schlußstücks gesenkt werden, und die Dickenabmessung kann auf ca. 40% des entsprechenden Werts bekannter Vor­ richtungen herabgesetzt werden.
3. Die Dichtungsfunktion begünstigt das reibungs­ lose Strömen von Ausscheidungsprodukten.
Der innerste, der Ausnehmung der Klebeplatte zuge­ wandte Abschnitt des Anschlußstücks ist mit einer Dicht­ lippe versehen, die sich von der Konstruktion der für den Anschluß zuständigen Teile unterscheidet und derart ausgebildet ist, daß sie auf die ihr gegenüberliegende Fläche im zusammengefügten Zustand der Anschlußstücke eine Druckkraft ausübt. Solange die Fügeverbindung be­ steht, ist auch die genaue Dichtungsfunktion gewährlei­ stet, so daß Ausscheidungsprodukte ungehindert entlang der Außenfläche der Dichtlippe strömen können, ohne zwi­ schen die beiden Anschlußflansche zu gelangen.
4. Die Handhabung ist einfach.
Da der erste Anschlußflansch dank der Flexibilität des dünnen ringförmigen Dichtungsabschnitts und dank des Abstands zwischen Anschlußstück und Klebeplatte leicht von der Klebeplatte abgehoben werden kann, kann der zweite Anschlußflansch leicht angelegt und abgenommen werden, indem ein Finger hinter den ersten Anschluß­ flansch geführt wird, wodurch Ausscheidungsprodukte o. dgl. ungehindert strömen können, ohne daß sie im Ver­ bindungsbereich der beiden Anschlußflansche zurückgehal­ ten werden. Mithin kann das Anlegen und Abnehmen beim Gebrauch hygienisch und ohne Sorge vor Verschmutzung durch Ausscheidungsprodukte o. dgl. durchgeführt werden.
5. Das Tragegefühl ist angenehm.
Da - wie oben beschrieben - Dicke und Größe des Anschlußflanschs gesenkt werden können und der erste Anschlußflansch dank des ringförmigen Dichtungsab­ schnitts eine elastische Aufhängung bezüglich der Klebe­ platte erhält, sind Druckgefühle und Hautunverträglich­ keitsempfindungen sehr gering. Die Vorrichtung fällt beim Tragen nicht einmal unter dünner Sommerkleidung auf. Ferner entfällt jeglicher Grund zu Ängstlichkeit, da der sichere Anschluß und die sichere Dichtung jede Gefahr von Undichtigkeit ausschalten.
Handhabung der Vorrichtung
Bei der vorliegenden Vorrichtung für einen künstli­ chen Körperausgang verläuft der erste Anschlußflansch nahe der Oberfläche der Klebeplatte und nahezu parallel zu ihr, wobei der innere Umfang des ringförmigen dünnen Dichtungsabschnitts des ersten Anschlußflanschs direkt um die Öffnung der Klebeplatte herum befestigt ist und das ringförmige Anschlußstück als Ganzes über den nach außen verlaufenden, ringförmigen Kegelabschnitt ange­ formt ist, wodurch dank der Flexibilität des Dichtungs­ abschnitts und dank des Abstands zwischen dem Anschluß­ stück und der Klebeplatte der erste Anschlußflansch vor­ teilhafterweise gestützt werden kann, indem bei der Handhabung ein Finger zwischen die Klebeplatte und das Anschlußstück gehalten wird. Ferner ist eine Lippe oder Nut des Anschlußstücks des ersten Anschlußflanschs so konstruiert, daß sie zu einer Nut bzw. Lippe des An­ schlußstücks des zweiten Anschlußflanschs paßt. Im zu­ sammengefügten Zustand sind die beiden Anschlußflansche dicht verbunden, so daß keine Ausscheidungsprodukte aus dem menschlichen Körper in sie eindringen können. Dies wird z. B. dadurch erreicht, daß bei einem der Anschluß­ stücke an dessen innerstem, der Ausnehmung der Klebe­ platte direkt zugewandten Wandabschnitt eine Dichtung vorgesehen wird, die unter Druckausübung auf die gegen­ überliegende Fläche wirkt.
Ausführungsbeispiele
Praktische Ausführungsbeispiele der erfindungs­ gemäßen Vorrichtung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Ausführungs­ form der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2a und 2b zeigen die Vorderansichten der beiden Teile aus Fig. 1;
Fig. 3a, 3b und 3c zeigen jeweils vergrößerte Quer­ schnitte der Anschlußstücke aus Fig. 1;
Fig. 4 veranschaulicht, wie die in Fig. 1 gezeigte Vor­ richtung angelegt wird; und
Fig. 5 bis 8 zeigen zusammenfassend Querschnitte ver­ schiedener Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Ausfüh­ rungsform der vorliegenden Erfindung. Fig. 2a und 2b zeigen je eine Vorderansicht der zugehörigen Teile. Das Bezugszeichen 1 bezeichnet eine Klebeplatte von bei­ spielsweise quadratischer Form und mit einer zentralen Ausnehmung 2. Ein erster Anschlußflansch 3 besitzt einen dünnen ringförmigen Dichtungsabschnitt 4, einen sich nach außen erstreckenden ringförmigen Kegelabschnitt 5, im Anschluß hieran ein ringförmiges Anschlußstück 6 und eine Lasche 7. Der Dichtungsabschnitt 4 liegt mit einem ringförmigen Innenumfang 8 konzentrisch zur Ausnehmung 2 der Klebeplatte 1, ist z. B. durch Schweißung auf der Oberfläche der nicht-klebenden Seite 9 der Klebeplatte 1 befestigt und verläuft entlang der Oberfläche der Klebe­ platte 1 nach außen. Das Anschlußstück 6 beginnt an der Stelle, die durch den Kegelabschnitt 5 ein wenig über das Niveau des Dichtungsabschnitts 4 angehoben ist, und erstreckt sich in einem gewissen Abstand von der Klebe­ plattenoberfläche 9 über eine gegebene Strecke nahezu parallel zur Klebeplatte 1 nach außen. Eine ringförmige Anschlußleiste 10 ist auf der der Klebeplatte 1 abge­ wandten Seite des Anschlußstücks 6 angeordnet und be­ steht aus einer inneren ringförmigen Lippe 11 und einer äußeren ringförmigen Lippe 12. Ein zweiter ringförmiger Anschlußflansch 13 besitzt auf einer Seite, nämlich der der Klebeplatte 1 zugewandten Seite, ein ringförmiges Anschlußstück 14 sowie eine Lasche 15 und auf der ande­ ren Seite einen Beutel 16. Das Anschlußstück 14 besteht aus zwei Ringnuten 17 und 18, zur Aufnahme der beiden Lippen 11 und 12 der vorspringenden Anschlußleiste 10 des ersten Anschlußflanschs 3, und aus einer ringförmi­ gen Dichtlippe 19, die auf der der Klebeplattenausneh­ mung 2 zugewandten Seitenwand der inneren Nut 17 ausge­ bildet ist.
Die Fig. 3a, 3b und 3c zeigen vergrößerte Schnitte durch das Anschlußstück des zweiten Anschlußflanschs und durch das Anschlußstück des ersten Anschlußflanschs aus Fig. 1 sowie durch beide Anschluß­ stücke im zusammengefügten Zustand. Was die innere vor­ springende Lippe 11 des Anschlußstücks 6 im ersten Anschlußflansch anbelangt, ist deren innere Flanke 31 in passender Weise konkav und konvex, während die äußere Flanke 32 geradlinig verläuft. Beide Flanken 33 und 34 der äußeren vorspringenden Lippe 12 sind von passender konkaver und konvexer Form. Der Übergangsabschnitt 35 zwischen der inneren vorspringenden Lippe 11 und dem Ke­ gelabschnitt 5 bildet, wie nachfolgend beschrieben, eine Kontaktfläche für die Dichtlippe des Anschlußstücks des zweiten Anschlußflanschs. Die innere Flanke 36 der in­ neren Nut 17 im Anschlußstück 14 des zweiten Anschluß­ flanschs verläuft konkav und konvex entsprechend der Flanke 31 des ersten Anschlußflanschs, und die äußere Flanke 37 ist geradlinig entsprechend der Flanke 32 des ersten Anschlußflanschs. Beide Flanken 38 und 39 der äu­ ßeren Nut 18 verlaufen konkav und konvex entsprechend den Flanken 33 und 34 des ersten Anschlußflanschs. Fer­ ner verläuft die der Klebeplattenausnehmung 2 zugewandte Fläche 310 der Seitenwand der inneren Nut 17 des An­ schlußstücks 14 des zweiten Anschlußflanschs geneigt, wodurch an der Oberseite der Seitenwand die Dichtlippe 19 ausgebildet wird. Wie aus Fig. 3c ersichtlich, ver­ läuft je eine Flanke 32 bzw. 37 der inneren vorspringen­ den Lippe 11 und der inneren Nut 17 geradlinig, so daß die beiden Anschlußstücke 6 und 14 entlang dieser ebenen Flächen in einfacher Weise in ihre richtige Anschlußlage geführt werden können. Außerdem bedarf es keiner hohen Kraft, um die beiden Anschlußstücke 6 und 14 zusammen­ zufügen, wobei die Dichtlippe 19 des zweiten Anschluß­ flanschs durch die Kontaktfläche 35 des ersten Anschluß­ flanschs zusammengedrückt und etwas verformt wird, so daß eine Druckkraft zwischen der Dichtlippe 19 und der Kontaktfläche 35 wirkt und sie somit flüssigkeitsdicht aufeinanderdrückt. Daher dient die Fügeverbindung zwi­ schen der inneren vorspringenden Lippe 11 und der Nut 17 hauptsächlich der Herstellung einer Dichtwirkung, wäh­ rend die Fügeverbindung zwischen der äußeren vorsprin­ genden Lippe 12 und der Nut 18 vor allem eine Verriege­ lung bezweckt. Auf diese Weise kann die Dicke der An­ schlußstücke klein gewählt werden, indem die Funktionen des Abdichtens und Verriegelns aufgeteilt werden. Die gestrichelte Linie in Fig. 3c zeigt die ursprüngliche Ge­ stalt der Dichtlippe 19 im nicht zusammengefügten Zu­ stand, und es ist ersichtlich, daß die Gestalt sich aus dieser Lage in die Lage gemäß der durchgezogenen Linie verformt.
Zur Herstellung der Klebeplatte 1 kann Flachmate­ rial aus hydrophilem wasserabsorbierenden Polymer und hydrophobem viskosen Polymer verwendet werden, oder je­ des einfach durch Beschichten von geschäumten Flachmate­ rialien oder Filmen mit Klebstoff gewonnene Erzeugnis, oder Produkte mit klebendem Verstärkungsband am äußeren Umfang, oder Produkte mit einer Oberflächenschicht aus Polyäthylen, chloriertem Polyäthylen, Äthylenvinyl­ acetat-Copolymer, Äthylenäthylacrylat-Copolymer, Äthy­ lenmethylacrylat-Copolymer, Polypropylen, Polyvinyl­ chlorid, Polyester, Polyamid o. dgl., oder Laminate, die in geeigneter Weise aus mehreren Schichten solcher Filme hergestellt werden.
Zur Herstellung des ersten Anschlußflanschs wird am meisten insbesondere Äthylenäthylacrylat-Copolymer be­ vorzugt, danach Äthylenmethylacrylat-Copolymer, Äthylen- Vinylacetat-Copolymer, Äthylenmethylmethacrylat-Copoly­ mer, und schließlich kann auch Polyäthylen, Vinyl­ chlorid, Äthylenacrylsäure-Copolymer, Äthylenmethacryl­ säure-Copolymer, Polyäthylenchlorid, thermoplastisches Elastomer o. dgl. verwendet werden. Die angemessene Dicke des dünnen Dichtungsabschnitts im ersten Anschluß­ flansch beträgt nicht mehr als 1 mm, vorzugsweise nicht mehr als 0,5 mm; die angemessene Breite dieses Ab­ schnitts beträgt 1 bis 10 mm, vorzugsweise 4 bis 6 mm. Liegt die Breite unter 4 mm, wird es schwierig, einen Finger einzuführen. Der Breitenbereich über 6 mm sollte vermieden werden, da ein derart großer Durchmesser der Ausnehmung nicht verwendet werden sollte. Zum Anbringen des ersten Anschlußflanschs an der Klebeplatte sei bei­ spielsweise ein Schweißverfahren genannt, bei dem die Wärme von der Seite des ersten Anschlußflanschs zuge­ führt wird, oder ein Verfahren, bei dem ein Film, der Teil der Klebeplatte ist (an dieser z. B. angeklebt ist), mittels Hochfrequenz oder Ultraschall am ersten Anschlußflansch angeschweißt wird, oder ein Verfahren, bei dem Klebstoff verwendet wird, o. dgl.
Für den zweiten Anschlußflansch kann das gleiche Material wie für den ersten Anschlußflansch verwendet werden. Ein Beutel kann am zweiten Anschlußflansch mit­ tels thermischer Schweißung, Hochfrequenz- oder Ultra­ schallschweißung, Klebung mit Klebstoffen o. dgl. befe­ stigt werden. Ferner kann auf der dem Anschlußstück ge­ genüberliegenden Seite des zweiten Anschlußflanschs anstatt des Beutels eine Kappe, ein Stopfen o. dgl. ein­ gesetzt werden.
Nachstehend wird beschrieben, wie die erfindungs­ gemäße, für einen künstlichen Körperausgang bestimmte Vorrichtung gehandhabt wird. Fig. 4 illustriert das Anle­ gen der erfindungsgemäßen Ostomie-Vorrichtung, wobei für entsprechende Teile gleiche Bezugszeichen wie in den Fi­ guren 1 bis 3 verwendet sind.
Die Klebeplatte 1 wird auf die Haut 42 geklebt, so daß die Ausnehmung 2 über einer Öffnung, z. B. einem Stoma 41, eines menschlichen Körpers zu liegen kommt. Dann führt der Handhabende einen Finger 43 unter das An­ schlußstück 6, wobei der erste Anschlußflansch 3 mit dem Finger etwas angehoben wird. Im vorliegenden Fall berei­ tet das Einführen des Fingers keine Schwierigkeit, da der Dichtungsabschnitt 4 aufgrund seiner dünnen Ausbil­ dung Flexibilität besitzt und sich somit ein kleiner Spielraum zwischen dem Anschlußstück 6 und der Klebe­ platte 1 ergibt, wie auch in Fig. 1 gezeigt. Die beiden ringförmigen Anschlußflansche 3 und 13 werden als Ganzes über ihren gesamten Umfang zusammengefügt, indem der zweite Anschlußflansch 13 über den ersten Anschluß­ flansch 3 gelegt wird und die beiden Flansche 3 und 13 rundherum in ihre bestimmungsgemäße Verbindungslage zu­ sammengedrückt werden, und zwar mittels des Fingers 43, der unter den ersten Anschlußflansch 3 gesteckt wurde, und mittels eines zweiten Fingers 44, der auf die Außen­ seite des zweiten Anschlußflanschs 13 wirkt, so daß die Lippen 11 und 12 des Anschlußstücks 6 des ersten An­ schlußflanschs 3 in die Nuten 17 und 18 des Anschluß­ stücks 14 des zweiten Anschlußflanschs 13 einrasten. Wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 3 erläutert, werden im vorliegenden Fall beide Lippen 11 und 12 des Anschluß­ stücks 6 des ersten Anschlußflanschs 3 in die beiden Nu­ ten 17 und 18 des Anschlußstücks 14 des zweiten Anschlußflanschs 13 gedrückt, wobei die Dichtlippe 19 auf der Oberseite der innersten Flanke 310 des Anschluß­ stücks 14 des zweiten Anschlußflanschs 13 sich etwas verformt und sich somit unter Druck an die Berührungs­ fläche 35 im Anschlußstück 6 des ersten Anschlußflanschs 3 anlegt, wodurch eine schräge Fläche gebildet wird, die ausgehend von der Ausnehmung 2 der Klebeplatte 1 über den Dichtungsabschnitt 4, den Kegelabschnitt 5 und die Oberfläche der Dichtlippe 19 nach außen zur Fläche 310 verläuft. Die Ausscheidungsprodukte, die vom Stoma 41 abgegeben werden, strömen entlang der vorgenannten Schrägfläche - wie durch die Pfeilmarkierung gekenn­ zeichnet - und werden im Beutel 16 aufgefangen. Im vor­ liegenden Fall bewegen sich die Ausscheidungsprodukte ohne weiteres auf den Beutel zu, ohne zwischen die bei­ den Anschlußflansche zu gelangen und ohne in den Aus­ nehmungen der beiden Anschlußflansche zu verbleiben.
Wenn der Beutel 16 gewaschen oder durch einen neuen Beutel oder durch einen Blindflansch ersetzt wird, kann der zweite Anschlußflansch leicht vom ersten Anschluß­ flansch entfernt werden, indem man beide Laschen 7 und 15 der beiden Anschlußflansche faßt und eine Kraft in der Richtung ausübt, die den zweiten Anschlußflansch ab­ löst. Dank der beiden Laschen 7 und 15 belastet diese manuelle Trennung der Anschlußstücke nicht die Klebe­ platte 1 und damit vorteilhafterweise auch nicht die Körperzone im Bereich des Körperausgangs.
In obigem Beispiel war das Anschlußstück 6 des der Klebeplatte 1 zugewandten ersten Anschlußflanschs 3 vor­ springend (nämlich in Form von Lippen 11 und 12) und das Anschlußstück 14 des zweiten Anschlußflanschs 13 rück­ springend (nämlich in Form von Nuten 17 und 18) ausgestaltet, aber andererseits kann alternativ das An­ schlußstück 6 des ersten Anschlußflanschs rückspringend und das Anschlußstück 14 des zweiten Anschlußflanschs vorspringend ausgestaltet sein. Ferner ist es möglich, daß die Dichtlippe nicht am genuteten, sondern am vor­ springenden Anschlußstück angeformt ist. Für diesen Fall wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung erläu­ tert.
In Fig. 5 bedeutet das Bezugszeichen 51 die Klebe­ platte und das Bezugszeichen 52 den ersten Anschluß­ flansch mit einem ringförmigen Dichtungsabschnitt 53, einem ringförmigen Kegelabschnitt 54 und einem ringför­ migen Anschlußstück 55. Das Anschlußstück 55 besitzt zwei ringförmige Nuten 56 und 57. Nur eine, der Ausnehmung zugewandte Flanke der inneren Nut 56 verläuft geradlinig, während die anderen Flanken in geeigneter Weise konkav und konvex verlaufen, und die innerste, der Ausnehmung zugewandte Flanke 58 folgt der Schräge des Kegelabschnitts 54. Das Bezugszeichen 59 bezeichnet ein ringförmiges Anschlußstück des zweiten Anschlußflanschs, das zwei ringförmige vorspringende Lippen 510 und 511 aufweist, wobei eine Dichtlippe 512 am innersten, der Ausnehmung zugewandten Teil angeordnet ist. In dem Zu­ stand, bei dem die beiden Lippen 510 und 511 des An­ schlußstücks des zweiten Anschlußflanschs in den beiden Nuten 56 und 57 des Anschlußstücks des ersten Anschluß­ flanschs ruhen, berührt die Dichtlippe 512 eine Kontakt­ fläche 513 des ersten Anschlußflanschs, und zwar unter Druck, da sich die Dichtlippe 512 dabei etwas verformt. Dadurch bildet sich eine Folge von nach außen verlaufen­ den Schrägflächen, nämlich die Fläche des Dichtungsab­ schnitts 53, die Fläche des Kegelabschnitts 54, die Flä­ che der innersten Flanke 58 des Anschlußstücks des er­ sten Anschlußflanschs und die Fläche der Dichtlippe 512.
Fig. 6 zeigt eine Klebeplatte 61 und einen ersten Anschlußflansch 62 mit einem ringförmigen Dichtungsab­ schnitt 63, einem ringförmigen Kegelabschnitt 64 und ei­ nem ringförmigen Anschlußstück 65. Das Bezugszeichen 66 bedeutet das ringförmige Anschlußstück des zweiten Anschlußflanschs. Die beiden Anschlußstücke 65 und 66 bestehen aus drei ringförmigen vorspringenden Lippen und zwei ringförmigen Nuten. Nur ein einziges Paar der sich gegenüberliegenden Flächen ist eben, während die anderen sich gegenüberliegenden Flächen in geeigneter Weise kon­ kav und konvex verlaufen. Die innerste Fläche 67, die der Ausnehmung des Anschlußstücks 65 des ersten Anschlußflanschs zugewandt ist, ist geneigt und trägt auf ihrer Oberseite eine sich verjüngende, ringförmige Dichtlippe 68. Diese Dichtlippe 68 verformt sich im zusammengefügten Zustand und berührt unter Druck die Un­ terseite des innersten, der Ausnehmung zugewandten Ab­ schnitts 69 des Anschlußstücks des zweiten Anschluß­ flanschs. Auch in diesem Fall bildet sich eine Folge von nach außen verlaufenden Schrägflächen, nämlich die Flä­ che des Dichtungsabschnitts 63, die Fläche des Kegelab­ schnitts 64, die Fläche der innersten Flanke 67 des An­ schlußstücks des ersten Anschlußflanschs, die äußere Fläche der Dichtlippe 68 und die äußere Fläche des in­ nersten Abschnitts 69 des zweiten Anschlußflanschs.
In allen vorgenannten Beispielen sind in den beiden Anschlußflanschen jeweils mehrere Lippen und Nuten ge­ zeigt, wobei jeweils ein Lippe/Nut-Paar hauptsächlich eine Dichtfunktion und ein anderes Lippe/Nut-Paar haupt­ sächlich eine Verriegelungsfunktion wahrnimmt. Diese Funktionen können jedoch auch mittels einer einzigen vorspringenden Lippe und einer Nut erreicht werden. Sol­ che Beispiele werden nachstehend anhand der Zeichnung erläutert.
In Fig. 7 bedeutet das Bezugszeichen 71 das ringför­ mige Anschlußstück des auf der Klebeplatte befestigten ersten Anschlußflanschs, das aus einer einzigen ringför­ migen vorspringenden Lippe 72 besteht. Das Bezugszeichen 73 bezeichnet das ringförmige Anschlußstück des zweiten Anschlußflanschs, das aus einer einzigen ringförmigen Nut 74 besteht. Die der Ausnehmung zugewandte innerste Fläche 75 ist geneigt und oben mit einer ringförmigen Dichtlippe 76 versehen. Im zusammengefügten Zustand der Anschlußstücke verformt sich die Dichtlippe 76 und be­ rührt unter Druck eine Kontaktfläche 77 des Anschluß­ stücks 71 des ersten Anschlußflanschs. Der Dichtungsab­ schnitt 78, der Kegelabschnitt 79 des ersten Anschlußflanschs und die innerste Fläche 75 des An­ schlußstücks des zweiten Anschlußflanschs bilden eine Folge von Schrägflächen.
In Fig. 8 bedeutet das Bezugszeichen 81 das ringför­ mige Anschlußstück des auf der Klebeplatte befestigten ersten Anschlußflanschs, das aus einer einzigen ringför­ migen Nut 82 besteht, und die der Ausnehmung zugewandte innerste Fläche 83 ist geneigt. Das Bezugszeichen 84 be­ zeichnet das ringförmige Anschlußstück des zweiten Anschlußflanschs, das einer einzigen ringförmigen vor­ springenden Lippe 85 besteht, und eine ringförmige Dichtlippe 86 ist auf der Oberseite des innersten, der Ausnehmung zugewandten Abschnitts angeordnet. Im zusam­ mengefügten Zustand der Anschlußstücke verformt sich die Dichtlippe 86 und berührt unter Druck eine Kontaktfläche 87 des Anschlußstücks 81 des ersten Anschlußflanschs. Der Dichtungsabschnitt 88 des ersten Anschlußflanschs, der Kegelabschnitt 89, die innerste Fläche 83 des An­ schlußstücks des ersten Anschlußflanschs und eine äußere Fläche der Dichtlippe 86 bilden eine Folge von Schräg­ flächen.
In den Beispielen der Fig. 7 und 8 erfüllt je­ weils ein einziges Lippe/Nut-Paar sowohl die Dichtungs­ als auch die Verriegelungsfunktion, woraus sich im Ver­ gleich zu den Beispielen der Fig. 1 bis 6 eine etwas geringere Zuverlässigkeit ergibt, jedoch ohne daß dies praktische Probleme zur Folge hätte.
Zusammenfassend läßt sich somit festhalten: Eine Vor­ richtung für einen künstlichen Körperausgang umfaßt eine am Körperausgang anzubringende Klebeplatte mit einem er­ sten Anschlußflansch und einen daran anschließbaren zweiten Anschlußflansch, der z. B. in einen Beutel mün­ det. Zuverlässigkeit, Tragekomfort und Handhabung werden verbessert, indem der erste Anschlußflansch einen dünnen Dichtungsabschnitt besitzt, der im wesentlichen entlang der Oberfläche der Klebeplatte nach außen verläuft, und indem ein Kegelabschnitt den Dichtungsabschnitt nach außen mit einem Anschlußstück verbindet, das in einem Abstand parallel zur Oberfläche der Klebeplatte ver­ läuft. Insbesondere wird das Anschlußstück dadurch hin­ tergreifbar, so daß beim Verbinden der Anschlußflansche kein Druck mehr auf die Haut ausgeübt wird.
Vorrichtung für einen künstlichen Körperausgang
Bezugszeichenliste
1, 51, 61 Klebeplatte
2 Ausnehmung der Klebeplatte
3, 52, 62 erster Anschlußflansch
4, 53, 63, 78, 88 ringförmiger Dichtungsabschnitt
5, 54, 64, 79, 89 ringförmiger Kegelabschnitt
6, 55, 65, 71, 81 ringförmiges Anschlußstück des ersten Anschlußflanschs
7, 15 Lasche
8 Innenumfang des ringförmigen Dichtungsabschnitts
9 nicht-klebende Seite der Klebeplatte
10 ringförmige Anschlußleiste des ringförmigen Anschlußstücks
11, 12, 72, 85, 510, 511 ringförmige Lippe
13 zweiter Anschlußflansch
14, 59, 66, 73, 84 ringförmiges Anschlußstück des zweiten Anschlußflanschs
16 Beutel
17, 18, 56, 57, 74, 82 ringförmige Nut
19, 68, 76, 86, 512 ringförmige Dichtlippe
31, 32, 33, 34 Flanke
35, 77, 87, 513 Kontaktfläche für die Dichtlippe
36, 37, 38, 39, 58 Flanke
41 Körperausgang, z. B. Stoma
42 Haut
43, 44 Finger
67, 75, 83 Fläche
69 Abschnitt des zweiten Anschlußstücks
310 Schrägfläche

Claims (6)

1. Vorrichtung für einen künstlichen Körperausgang, mit einer um eine Öffnung (41) eines menschlichen Körpers herum durch Klebekraft zu befestigenden Klebeplatte (1); einem an der nicht-klebenden Seite (9) der Klebeplatte (1) angebrachten ersten Anschlußflansch (3) und einem zur Anfügung an den ersten Anschlußflansch (3) ausgebil­ deten zweiten Anschlußflansch (13) ; wobei
  • - die Klebeplatte (1) eine der Öffnung (41) eines menschlichen Körpers entsprechende Ausnehmung (2) auf­ weist;
  • - der erste Anschlußflansch (3) einen dünnen, ringförmi­ gen Dichtungsabschnitt (4) besitzt, der im wesentlichen entlang der Oberfläche der Klebeplatte (1) nach außen verläuft und dessen innerer Umfang (8) am Umfang der Klebeplattenausnehmung (2) befestigt ist;
  • - ein erstes ringförmiges Anschlußstück (6) außerhalb des ringförmigen Dichtungsabschnitts (4) vorhanden ist, welches in einem Abstand im wesentlichen parallel zur Oberfläche (9) der Klebeplatte (1) verläuft;
  • - ein ringförmiger Kegelabschnitt (5) den ringförmigen Dichtungsabschnitt (4) mit dem ersten ringförmigen An­ schlußstück (6) verbindet;
  • - das erste ringförmige Anschlußstück (6) auf seiner der Klebeplatte (1) abgewandten Seite eine vor- oder rück­ springende Anschlußleiste (10), insbesondere eine Lippe (11; 12) oder Nut, aufweist;
  • - der zweite Anschlußflansch (13) auf einer Seite ein zweites ringförmiges Anschlußstück (14) zum Anschluß an den ersten Anschlußflansch (3) und auf der anderen Seite einen Beutel (16) oder eine Kappe aufweist;
  • - das zweite ringförmige Anschlußstück (14) eine rück­ oder vorspringende Anschlußleiste, insbesondere eine Nut (17; 18) oder Lippe, aufweist, die mit der vor- oder rückspringenden Anschlußleiste (10) des ersten Anschluß­ flanschs (3) zusammenfügbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei an einem (14) der Anschlußstücke eine innere Dichtlippe (19) ausgebildet ist, um im zusammengefügten Zustand der Anschlußflansche (3, 13) eine Druckkraft auf das andere Anschlußstück (6) im Bereich seiner innersten, der Ausnehmung (2) der Kle­ beplatte (1) zugewandten Seitenwand auszuüben.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Anschlußstücke (6, 14) ein äußeres Lippe/Nut-Paar (12, 18) zur Herstel­ lung einer lösbaren Verriegelung zwischen den Anschluß­ flanschen (3, 13) aufweisen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei der dünne Dichtungsabschnitt (4) des ersten Anschlußflanschs (3) eine Dicke von nicht mehr als 1 mm, vorzugsweise nicht mehr als 0,5 mm, und eine Breite von 1 bis 10 mm, vorzugsweise 4 bis 6 mm, aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Anschlußleisten (10) der Anschlußstücke (6, 14) Lip­ pen (11, 12) und Nuten (17, 18) besitzen, deren Quer­ schnitte stark gekrümmte Konturen haben.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Anschlußstücke (6, 14) an gegenüberliegenden Stellen jeweils eine Lasche (7, 15) zum manuellen Trennen der Anschlußstücke (6, 14) aus ihrem zusammengefügten Zu­ stand besitzen.
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