DE4130088C2 - Kochgefäß - Google Patents

Kochgefäß

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    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J36/00Parts, details or accessories of cooking-vessels
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    • AHUMAN NECESSITIES
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Description

Die Erfindung betrifft ein Kochgefäß nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei bisher üblichen Kochgefäßen geht viel Energie dadurch verloren, daß die Heizplatte oder die Gasflamme radial nach außen Wärme abgibt, die vorwiegend die Um­ gebung des Kochgefäßes, weniger jedoch dessen Inhalt aufheizt. Diese verlorene Wärme steigt teilweise an der Außenseite eines Kochtopfs, Wasserkessels oder der­ gleichen hoch, wobei sie außerdem in unerwünschter Weise die Handgriffe des Gefäßes erwärmt, so daß dieses tun­ lichst mit einem Handschutz, beispielsweise einem Topf­ handschuh an den Griffen angefaßt werden sollte, wenn das Kochgefäß über eine längere Zeitdauer auf dem Herd erhitzt wurde.
Ein weiterer Nachteil üblicher Kochgefäße besteht darin, daß bei Überkochen eines flüssigen Inhalts wie beispielsweise Milch die überlaufende Flüssigkeit auf die heiße Kochplatte gelangt, wodurch unangenehme Gerüche entstehen. Die Reinigung einer derart verschmutzten Kochplatte ist äußerst mühsam und nicht ungefährlich, sofern dies zur Beseitigung der Geruchsquelle bei noch heißer Kochplatte geschieht.
Aus dem DE-GM 17 26 489 ist ein Schnellkochtopf gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bekannt, der eine zusätzliche Umfangswand enthält, die dauerhaft an der Gefäßwand befestigt sein kann und unterhalb der Handgriffe des Kochgefäßes angesetzt ist. Die haubenförmige Umfangswand erstreckt sich so weit nach unten, daß sie bündig mit dem Boden des Schnellkochtopfs abschließt. Dies hat zur Folge, daß heiße Gase eines Gasherdes ungehindert radial nach außen austreten, was auch dadurch gefördert wird, daß die zusätzliche Umfangswand keine Durchgangsbohrungen enthält, so daß die in dem Ringraum befindliche Luft den Eintritt heißer Gase weitestgehend blockiert.
Aus der CH 234 072 ist ein Kochtopf bekannt, der so ausgebildet ist, daß der Inhalt des Kochtopfs nicht am Boden anbrennen kann. Hierzu enthält der Kochtopf eine bodenseitige Verlängerung, auf der der Kochtopf in der Weise aufruht, daß sein Boden einen beträchtlichen Abstand über der Flammenstelle eines Gasherdes hat. Die untere Verlängerung des Kochtopfes hat in Bodennähe eine glockenförmige Erweiterung, über der Durchgangsbohrungen ausgebildet sind, die in der Verlängerung der Gefäßwand liegen. Diese Ausbildung hat den Nachteil, daß der über den Durchgangsbohrungen angeordnete Griff des Kochtopfs durch austretende heiße Gase erhitzt wird, und daß eine aus dem Kochtopf überlaufende Flüssigkeit zwangsläufig in die Durchgangsbohrungen eintritt, womit sie in den Bereich der Gasflamme des Herdes gelangt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kochgefäß gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 so weiterzuentwickeln, daß bei intensiver Nutzung der von einem Herd abgegebenen Wärme die Handhabbarkeit und die Sicherheit des Kochgefäßes verbessert werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Das erfindungsgemäße Kochgefäß hat eine zusätzliche Umfangswand in der Form einer glockenförmigen Erweiterung, wobei unterhalb der glockenförmigen Erweiterung Durchgangsbohrungen ausgebildet sind. Die Durchgangsbohrungen erlauben das Eintreten heißer Gase in den Ringraum zwischen der Gefäßwand und der zusätzlichen Umfangswand, so daß die von dem Herd abgegebene Wärme intensiver genutzt wird. Die aus den Durchgangsbohrungen austretenden heißen Gase werden von der darüberliegenden glockenförmigen Erweiterung der zusätzlichen Umfangswand radial nach außen abgelenkt, so daß sie den Griff des Kochgefäßes nicht übermäßig erhitzen können. Ein weiterer Vorteil der Ausbildung der Durchgangsbohrungen unterhalb der glockenförmigen Erweiterung liegt darin, daß an der Gefäßwand herablaufende Flüssigkeiten nicht in die Durchgangsbohrungen gelangen, wodurch die Gefahr der Entstehung einer Stichflamme vermieden ist.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung hat die zu­ sätzliche Umfangswand am unteren Ende einen nach außen weisenden Flansch, der vorzugsweise parallel zur Oberfläche des Herdes verläuft und auf der dann die zusätzliche Umfangswand aufruht. Auf diesen Flansch kann ein Dichtungs- bzw. Pufferstreifen aufgesteckt sein, der das schonende Aufsetzen des Kochgefäßes sowie einen dichten Bodenabschluß hervorruft. Damit ist vermieden, daß Kratzer auf der Herdoberfläche ent­ stehen. Der Dichtungs- bzw. Pufferstreifen kann beispiels­ weise aus einem gummiartigen Material bestehen, wobei ein solches Material verwendet werden sollte, das durch die ein­ wirkende Wärme nicht zerstört wird. Wenn der Dichtungs­ streifen lediglich aufgesteckt ist, ist es zudem leicht austauschbar, wobei er auch zum Reinigen des Kochgefäßes vorübergehend entfernt werden kann.
Das erfindungsgemäße Kochgefäß ist für alle Herdarten ge­ eignet und spart sowohl bei einem Elektroherd als auch bei einem Gasherd erhebliche Energiemengen ein. Da dem unteren Bereich des Kochgefäßes erheblich mehr Wärme zugeführt wird, wird der Inhalt des Kochgefäßes schneller erhitzt, so daß die Zeitspanne gesenkt ist, bis zu der der Inhalt des Koch­ gefäßes zu kochen beginnt. Wenn eine Flüssigkeit aus dem erfindungsgemäßen Kochgefäß überkocht, kann diese nicht auf die heiße Kochplatte oder in die Flamme gelangen, so daß unangenehme Gerüche und lästige Reinigungsarbeiten entfallen. Der Aufstandsbereich der zusätzlichen Um­ fangswand kann auch rinnenförmig ausgebildet sind, so daß hier eine even­ tuell überkochende Flüssigkeit aufgefangen werden könnte, so daß diese - bei geringen überkochenden Mengen - nicht ein­ mal auf die Herdoberfläche gelangen kann.
Weitere Vorteile bestehen darin, daß die gegen Hitze weitest­ gehend abgeschirmten Handgriffe nicht mehr heiß werden und daß das Kochgefäß dann, wenn die Unterkante der zusätzlichen Umfangswand tiefer liegt als der Gefäßboden, ohne Untersetzer auf eine empfindliche Fläche, beispielsweise ein Tischtuch, gestellt werden kann, ohne daß diese von dem Gefäßboden verbrannt werden kann. Durch die intensivere Energienutzung wird weniger Wärme ungenutzt an die Umgebung abgegeben, so daß es zudem in der Küche nicht mehr so warm wird.
Ein geeignetes Material für das erfindungsgemäße Koch­ gefäß ist rostfreier Edelstahl CrNi 1810.
Es folgt die Beschreibung eines bevorzugten Ausführungs­ beispiels der Erfindung anhand der Zeichnung.
Der in der einzigen Figur abgebildete Kochtopf enthält eine Gefäßwand 3, die sich zum Boden 4 hin leicht glockenförmig verjüngt, sowie zwei Handgriffe 5. Der Boden 4 des Kochtopfes ruht auf einer Heizplatte auf oder ist, wie hier dargestellt, oberhalb einer Gasflamme 10 gehalten.
Unterhalb der Handgriffe 5 ist eine zusätzliche Umfangswand 6 an der Außenseite der Gefäßwand 3 angesetzt, beispielsweise mit ihrem oberen Randbereich angeschweißt. Die zusätzliche Umfangswand 6 hat an ihrem unteren Ende einen um etwa 90° nach außen abgewinkelten Flansch 7, auf den eine umlaufende Gummimanschette 8 aufgesteckt ist. Die Abmessungen sind so getroffen, daß die Gummimanschette 8 auf der Oberfläche 2 des Herdes aufruht.
Bei einem Elektroherd wird in dem so geschaffenen ringförmigen Raum 9 die von der Heizplatte seitlich abgestrahlte Wärme aufgefangen, die zusätzlich den angrenzenden Abschnitt der Gefäßwand 3 aufheizt.
Bei einem Gasherd bildet die Gummimanschette 8 einen dichten Abschluß. Daher sind im unteren Bereich der zusätzlichen Umfangswand 6 Durchgangsbohrungen 11 vorgesehen, aus denen die ver­ brannten Gase austreten können. Wenn diese Durchgangs­ bohrungen 11 nicht in den unterhalb der Handgriffe 5 ge­ legenen Bereichen ausgebildet sind, sind die Handgriffe 5 gegen Hitze abgeschirmt.
Die zusätzliche Umfangswand des Kochtopfes ist nach außen glockenförmig erweitert, wodurch der Raum erweitert ist, in dem die Wärme aufgefangen wird. Durch die glockenförmige Erweiterung ist die Brandgefahr beseitigt, die bei in die Flamme überlaufendem Fett oder fetthaltiger Flüssigkeit wie Suppe besteht, indem die fetthaltige Substanz die schlag­ artige Entstehung einer großen Flamme verursachen kann. Denn im Falle des Überlaufens einer entflammbaren Substanz wird diese so weit nach außen abgelenkt, daß sie keines­ falls mit der offenen Flamme oder der heißen Kochplatte in Kontakt geraten kann. Da sich die glockenförmige Verbreiterung oberhalb der Bohrungen befindet, kann zudem keine Flüssigkeit in die Bohrungen ein­ treten, so daß auch eine unangenehme Verschmutzung vermieden ist. Im Bereich der glockenförmigen Erweiterung kann zu­ sätzlich eine Abstufung nach Art einer Tropfnase geformt sein, die zusätzliche Sicherheit dafür bietet, daß eine eventuell überlaufende Flüssigkeit in sicherer Entfernung von der Gasflamme oder der Kochplatte abgeleitet wird.

Claims (6)

1. Kochgefäß wie Kochtopf, Wasserkessel, Pfanne oder dergleichen, mit einem Boden, einer daran anschließenden Gefäßwand und mit einer zusätzliche Umfangswand, die mit radialem Abstand die Gefäßwand umgibt und dauerhaft an der Gefäßwand befestigt und unterhalb von Handgriffen des Gefäßes angesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Umfangswand (6) eine glockenförmige Erweiterung hat, und daß unterhalb der glockenförmigen Erweiterung Durchgangsbohrungen (11) in der zusätzlichen Umfangswand (6) ausgebildet sind.
2. Kochgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Umfangswand (6) auf der Herdoberfläche (2) aufruht.
3. Kochgefäß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Umfangswand (6) am unteren Ende einen nach außen weisenden Flansch (7) aufweist.
4. Kochgefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein umlaufender Dichtungs- bzw. Pufferstreifen (8) am unteren Ende der zusätzlichen Umfangswand (6) befestigt ist.
5. Kochgefäß nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsstreifen (8) auf den Flansch (7) aufgesteckt ist.
6. Kochgefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der zusätzlichen Umfangswand verstellbar ist.
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