DE413143C - Zentrifugalkolloidmuehle - Google Patents

Zentrifugalkolloidmuehle

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DE413143C
DE413143C DEP46119D DEP0046119D DE413143C DE 413143 C DE413143 C DE 413143C DE P46119 D DEP46119 D DE P46119D DE P0046119 D DEP0046119 D DE P0046119D DE 413143 C DE413143 C DE 413143C
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DE
Germany
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centrifugal
colloid mill
liquid
mill
shape
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Expired
Application number
DEP46119D
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English (en)
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Maschinenbauanstalt Humboldt AG
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Maschinenbauanstalt Humboldt AG
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Publication of DE413143C publication Critical patent/DE413143C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J13/00Colloid chemistry, e.g. the production of colloidal materials or their solutions, not otherwise provided for; Making microcapsules or microballoons
    • B01J13/0086Preparation of sols by physical processes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Mixers Of The Rotary Stirring Type (AREA)

Description

  • Zentrifugalkolloidmühle.
  • Vorliegende Erfindung betrifft eine neuartige Vorrichtung zur Herstellung kolloider Dispersionen. Sie beruht auf der Beobachtung, daß Kreiselpumpen, insbesondere Hochdruckkreiselpumpen, feste, flüssige oder gasförmige Substanzen in flüssigen oder gasförmigen Dispersionsmitteln bis zur kolloiden Feinheit zu zerteilen vermögen. Die Wirkungsweise solcher Maschinen als Nolloidmühlen kann durch Änderungen in der Konstruktion verbessert und durch Kombination mit anderen Apparate für den Dauerbetrieb und selbsttätige Speisung geeignet gemacht werden, wie im folgenden noch eingehend beschrieben wird.
  • Handelt es sich um die Herstellung von Emulsionen, so können gewöhnliche einstufige Kreiselpumpen verwendet werden. Ihre Wirkung ist jedoch zu gering für die Zerteilung fester Stoffe in flüssigen Dispersionsmis@teln.
  • Es wurde gefunden, daß dieser Effekt erheblich verbessert werden kann, wenn die Pumpen mit einem besonderen Zerstäubungswiderstand ausgerüstet werden. Abb. I und 2 zeigen eine auf diese Weise aus einer Ereiselpumpe umgebauten Zentrifugalkolloidmühle.
  • In dem zweiteiligen Gehäus, e 24 läuft das auf der Achse 23 befestigte, mit den Schaufeln 21 versehene Schleuderrad 22 um. Dieses Rad ist exzentrisch im Gehäuse angeordnet, so daß ein schneckenartiger freier Raum ents@eht, in den der sogenannte Zerstäubungswiderstand 28 eingebaut ist. Er besteht aus einer Reihe von Blechen, die mit ihren Schnittflächen dem Flüssigkeitsstrom entgegengerichtet sind, so daß der Querschnitt das in Abb. 1 (28) dargestellte kammartige Aussehen hat. Die einzelnen Bleche werden durch eine Grundplatte 29 zusammengehalten und sind in ihrer ganzen Länge mit Schli@zen 19 (Abb. 2) versehen, Diese Schti. ze können die verschiedensten Formen haben. Sollen die Bleche einen möglichst großen Widerstand bieten, so gibt man der gegen den Flüssigkeitsstrom gerichteten Kante oder auch den ganzen Blechen am besten eine mehr oder weniger wellige Form. Der Zerstäubungswiderstand kann vor dem Zusammensetzen der beiden Gehäuseteile eingeschoben werden und läßt sich jederzeit auswechseln. Die Mühle speist sich selbsttätig durch das Saugrohr 25 aus dem Gefäß 20 und drückt durch das Rohr 26 die fertige Dispersion hinaus.
  • NVird das Schleuderrad 22 in genügend schnelle Bewegung versetzt, so tritt eine saugende Wirkung am Rohr 25 und eine schleudernde in Richtung. des Heberohres 26 auf.
  • Während dieser Bewegung wird dem Flüssigkeitsgemisch eine außerordentlich hohe Zahl von Schlägen durch die Flügel versetzt, wodurch gleichzeitig eine Dispergierung bewirkt wird. Die Schlagwirkung wird durch den Widerstand 28 erhöht, gegen den die Flüssigkeit mit großer Wucht geschleudert wird. Da diese Widerstandbleche senkrecht zur Richtung des Flüssigkeitsstromes mit Schlitzen versehen sind, so wird dadurch eine weitere Ausnutzung der Zentrifugalkraft für die Zertrümmerung des zu dispergierenden Stoffes erzielt.
  • An Stelle der in Abb. I und 2 dargestellten Zentrifugalkolloidmühle kann man mit Vorteil auch mehrstufige Kreiselpumpen für den gleichen Zweck verwenden. Dabei können die Widerstände in der letzten Stufe eingebaut werden. Die Anwendung mehrstufiger Mühlen ist besonders deshalb günstig, weil dieselben bereits nach einem Durchlauf dem zu zerkleinernden Stoff den nötigen Feinheitsgrad geben. Da solche Maschinen für die verschiedensten Durchlaufmengen pro Stunde gebaut werden können, ergeben sich sehr große Vorteile gegenüber den bekannten Kolloidmüheln. Zentrifugalkolloidmühlen mit großer Stufenzahl arceiten unter sehr hohem Druck, daher können die Zers, täubungswiderstände hier fehlen. Auch kann durch Änderung der Biegung der Schaufeln des Schleuderrades eine erhöhte &chlagwirkung erzeugt werden, obwohl die Saug- und Druckwirkung dadurch teilweise herabgesetzt wird.
  • Mit mehrstufigen Maschinen kann man nicht nur kolloide Dispersionen fester Stoffe herstellen, sondern dieselben auch wenn nötig ldlometerweit befördern, eine Möglichkei;, die für die Kaolin-und Kohlenindustrie und viele andere Betriebe von großer Wichtigkeit ist. Bei der Herstellung flüssiger Kohle z. B. kann gleichzeitig die Fabrikation des Produktes und seine Beförderung durch Röhren etwa in die Bunker für flüssige Brennstoffe in Hafenanlagen vorgenommen werden.
  • Kaolin kann im Kaolinbruch kolloidisiert und durch Röhren zur Weiterverarbeitung nach der Fabrik geleitet werden.
  • Eine Vorrichtung, die durch Zusenmenschalten einer Zentrifugalkolloidmühle mi geeigneten Behältern die automatische Füllung bewirkt und somit für den Großbetrieb geeignet ist, zeigt Abb. 3. Durch diese Anordnung wird die plötzliche Überlastung und damit die starke Abnutzung der Mühle vermieden, die regelmäßig auftritt, wenn man die Füllung einfach aus einem Gefäß vornimmt, das höher als die Mühle steht.
  • Durch die im folgenden näher beschriebene Vorrichtung wird dieser Fehler behoben.
  • Das zu mahlende Gut gelangt je nach Stellung der Hähne 2 und 4 abwechselnd aus den Rührkesseln I und 3 durch die Leitung 5 in den als Zuflußregler dienenden, gegebenenfalls mit einem Rührwerk versehenen Behälter 6, aus dem es durch das Rohr 7 von der Zentrifugalkolloidmühie 9 angesaugt wird. Die in dem abgeschlossenen Zuflußregler oberhalb der Flüssigkeit befindliche Luft, deren Druck durch ein Sicherheitsventil geregelt werden kann, wirkt als Puffer, so daß durch diese Vorrichtung die automatische Speisung der Zentrifugalkolloidmühle gewährleistet wird. Das Gut wird vermittels der Flügel 10 unter gleichzei iger Dispergierung durch die Apparatur gedrückt und in das Steigrohr 11 gepreßt. Ist der gewünschte Feinheitsgrad der Dispersion noch nicht erreicht, so kann das Gut bei geöffneter Stellung der Hähne 12 und I3 durch die Leitungen 14 und 5 wieder in den Behälter 6 und somit in die Mühle zurückgeführt werden, oder auch zunächst in einen der Rührkessel I oder 3, wo gegebenenfalls Zusätze gemacht werden können. Bei genügendem Feinheitsgrad dagegen wird es durch den geöffneten Hahn I3 in den VorratsbehElter I8 befördert.
  • In den Rührkes.seln I und 3 können abwechselnd Mahlchargen vorbereitet werden, so daß der Mühle nach Beendigung eines Mahlganges sofort neues Gut zugeführt werden kann.
  • Die Zentrifugalkolloidmühle besitzt allen bereits bekannten Typen gegenüber folgende Vorteile: 1. Die Zentrifugalkolloidrnühle bewirkt selbsttätig eine stets gleichbleibende Belastung. Sie arbei.et daher mit gutem Nutzeffekt sowohl hinsichtlich des Energieverbrauches als auch der Erzeugung gleichmäßiger Dispersionen.
  • 2. Die Zentri'ugalkolloidmühle erlaubt eine fortlaufende Arbeisweise und ist unabhängig von Zuführungs-und Entleerungsapparaten, wie Pumpen usw. Sie bewirkt näm. ich einer--seits durch Saugen selbsttätig ihre Füllung und andererseits durch die Pumpwirkung wie Beförderung der Dispersion in be. iebige Vorratsgefäße.
  • 3. Die Zentrifugalkolloidmühle erfordert keine Kühlvorrichtungen wie die alten Systeme, da infolge ihrer kontinuierlichen Arbeitsweise die zu bearbei ende Masse nur kurze Zeit in der Mühle verbleibt.
  • 4. Die Zentrifugalkolloidmühle kann für große Stundenleistung gebaut werden, sie erfordert für dieselbe Leistung weniger Kraft als die bekannten Mühlen, da hier weniger schädliche Wirbelströme auftreten. Durch die Anwendung erhöhten Druckes, d. h. größerer Pumphöhe, kann die Reibwirkung weitgehend verbessert werden; dieselbe Wirkung wird auch durch Reihenschaltung mehrerer einzelner Zentrifugalflügel erreicht. Alle diese Eigenschaften stellen Vorteile dar, die sich bei den bisher bekannten Kolloidmüldentypen nicht verwirklichen ließen.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: I. Zentrifugalkolloidmühle, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kreiselpumpe, am besten eine mehrstufige Hochdruckkreiselpumpe, mit einem Zerstäubungswiderstand (28) versehen ist, dessen dem Flüssigkeitsstrom zugewendete Kanten glatte, gewellte, stufenweise verkürzte oder eine belieLige andere Form haben und dessen einzelne Bleche gegelzenenfal's, senkrecht zum Flüssigkeitsstrom mit Schlitzen (I9) von beliebiger Fonn versehen sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anslprnch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegungswinlel der Zentrifugalflügel (2 I) gegenüber den zur Erzeugung der höchstern Saugwirkung geeigneten Winkeln verändert werden, um eine höhere Schlagwirkung zu erzielen.
  3. 3. Ausführungsform der Vorrichtung zur Herstellung von Dispersionen aller Art für den fortlaufenden Betrieb, dadurch ge. kennzeichnet, daß zwischen die Vormisch-oder Füllapparate und die Zentrifugalkolloidmühle ein geschlossenes Gefäß (6) eingeschaltet wird, aus dem das Mahlgut nach Bedarf und Verarbeitungsmöglichkeit von der Mühle angesaugt wird.
DEP46119D Zentrifugalkolloidmuehle Expired DE413143C (de)

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