DE4136684C2 - Köderangelrolle - Google Patents

Köderangelrolle

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Description

Die Erfindung bezieht sich ganz allgemein auf eine Köderangel­ rolle, und insbesondere auf eine Köderangelrolle mit einem Bügelarm, der mit einem Drehteil verbunden ist, welches frei drehbar auf einem Rol­ lenkörper gelagert ist, wobei der Bügelarm durch die Spannkraft einer Kippmechanik zwischen einer Aufwindstellung und einer Lösestellung umschaltbar und in der jeweiligen Stellung feststellbar ist.
Eine bekannte Köderangelrolle in der vorgenannten Bauform mit Umschaltmechanik wird beispielsweise in der JP 62-80570 U beschrieben. Bei dieser älteren Konstruktion um­ faßt die Kippmechanik eine Druckfeder, die in einem hin- und herbeweg­ lichen Gehäuse befestigt ist. Bei Drehung des Drehteils in Schnurauf­ windrichtung, wobei der Bügelarm in die Lösestellung gebracht ist, wird eine Antriebskraft von einem hin- und herbeweglichen Teil, das mit einem vom Rollenkörper vorstehenden Eingriffsteil in Berührung steht, auf das Gehäuse der Kippmechanik übertragen, wodurch das Gehäuse eine Stellung jenseits eines Totpunktes erreicht.
Schwingt der Angler eine Angelrute mit hoher Geschwindigkeit aus, um beispielsweise einen Köder weit auszuwerfen, so wirkt unter Umständen eine hohe Kraft auf die Rolle mit der Umschaltmechanik ein, um den Griff und das Drehteil in Schnuraufwindrichtung zu drehen. Folglich wird der Bügelarm unter Umständen von der Umschaltmechanik in eine Aufwindstellung umgeschaltet.
Diese Umschaltung erfolgt entgegen der Spannkraft der Kipp­ mechanik und findet somit in einer Situation statt, in der sich das Drehteil über einen bestimmten Winkel hinaus dreht, um ein relativ ho­ hes dynamisches Trägheitsmoment zu erzeugen. Erfolgt eine solche Um­ schaltung auf ganz normalem Wege beim Auswerfen eines Köders, wird die von der Haspel abgewickelte Angelschnur angehalten, was dazu führt, daß die Angelschnur reißt oder daß der Köder nur über eine kür­ zere Distanz ausgeworfen wird.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Köderangelrol­ le so zu verbessern, daß sie das Umschalten eines Bügelarms in eine Aufwindstellung auch dann bremst, wenn sich ein Handgriff in einer Stellung befindet, in er der er sich beim Auswerfen des Köders leicht drehen läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Köderangelrolle der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß sie folgende Einrichtungen aufweist:
eine Umschaltmechanik, die bei Drehung des Drehteils in Schnur­ aufwindrichtung mit einem Eingriffsteil des Rollenkörpers in Eingriff ge­ langt, wobei der Bügelarm in die Lösestellung gebracht ist, so daß der Bügelarm entgegen der Spannkraft der Kippmechanik in die Aufwindstel­ lung gesetzt wird,
und eine einseitig wirkende Kupplung, welche eine Drehung des Drehteils nur in der Schnuraufwindrichtung gestattet,
wobei die einseitig wirkende Kupplung ein Schaltrad aufweist, auf welchem eine Vielzahl von Zähnen und eine Schaltratsche ausgebildet sind,
während die einseitig wirkende Kupplung, das Eingriffsteil und die Umschaltmechanik zueinander so positioniert sind, daß die Umschalt­ mechanik mit dem Eingriffsteil in Eingriff steht bzw. in dessen Nähe liegt, wenn das Drehteil durch die einseitig wirkende Kupplung angehal­ ten ist.
Diese erfindungsgemäße Konstruktion erfüllt die folgenden Funk­ tionen und erzeugt die nachstehend erläuterten Wirkungen.
Die erfindungsgemäße Köderangelrolle kann in verschiedenen Aus­ führungsformen gemäß Fig. 1 bis 4 aufgebaut sein. Beim Auswerfen eines Köders wird das Drehteil 4 zurück in eine Drehstellung gedreht, in der es durch die einseitig wirkende Kupplung C angehalten wird. Anschlie­ ßend wird der Bügelarm 3 in die Lösestellung B umgeschaltet. Somit wird verhindert, daß das Drehteil von der einseitig wirkenden Kupplung C zu­ rückgedreht wird, wie Fig. 1 dies veranschaulicht. Gleichzeitig steht die Umschaltmechanik R mit dem Eingriffsteil 24 in Eingriff, bzw. liegt in dessen Nähe, welches das Drehteil 4 mit nur geringem Spiel in beide Drehrichtungen verriegelt. In diesem Zustand wirkt auf das Drehteil 4 ein hohes dynamisches Trägheitsmoment auch dann nicht ein, wenn sich der Handgriff 1 in einer Stellung befindet, in der er sich beim Auswer­ fen eines Köders leicht in Schnuraufwindrichtung drehen läßt.
Weiterhin ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß sich die Umschalt­ mechanik R gegebenenfalls in eine Position setzen läßt, in der sie mit dem Eingriffsteil 24 in Berührung oder in dessen Nähe steht, und zwar bei einer Vielzahl von Drehstellungen, in denen die einseitig wirkende Kupplung C ein Rückwärtsdrehen des Drehteils 4 verhindert. Auf diese Weise kann das Drehteil 4 unabhängig von der Drehstellung des Dreh­ teils 4 sofort verriegelt werden.
Das Drehteil läßt sich unabhängig von der Drehstellung des Dreh­ teils beim Fischen leicht verriegeln. Somit wird erfindungsgemäß eine verbesserte Köderangelrolle geschaffen, die das Umschalten des Bügel­ arms in die Aufwindstellung auch dann bremst, wenn sich der Handgriff in einer Stellung befindet, in der er sich beim Auswerfen des Köders leicht drehen läßt.
Weitere Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Köderangel­ rolle ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung anhand der bei­ gefügten Zeichnung. Es zeigt:
Fig. 1 eine Rückansicht eines Schaltrades und der benachbarten Bauteile in vertikalem Schnitt;
Fig. 2 eine Darstellung einer Kippmechanik und der ihr benachbar­ ten Bauteile;
Fig. 3 eine Darstellung einer Konstruktion für den Handgriff, und
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Köderangelrolle.
Nachstehend wird nun eine erfindungsgemäße Köderangelrolle unter Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen erläutert.
Gemäß Fig. 4 weist diese Köderangelrolle einen mit einem Rollen­ körper 2 verbundenen Handgriff 1 auf. Der Rollenkörper 2 weist vorne ein Drehteil 4 auf, das seinerseits einen Bügelarm 3 und eine Haspel 5 trägt. Der Rollenkörper 2 weist des weiteren eine Einrichtung zur Über­ tragung eines Drehmoments zum Aufwickeln von einer Handgriffwelle 6 auf das Drehteil 4 über ein Antriebsrad 7, ein Ritzel 8 und eine Hohl­ welle 9 auf, sowie eine Pendelmechanik zur Übertragung der Antriebs­ kraft vom Ritzel 8 auf eine Haspelwelle 13, wobei diese Kraft über ein Antriebsrad 10, einen Schraubenschaft 11 und einen Schieber 12 in eine Hin- und Herbewegung umgewandelt wird.
Gemäß Fig. 1 und 4 weist diese Rolle eine einseitig wirkende Kupplung C auf, die eine Rückwärtsdrehung (d. h. eine Drehung in einer Richtung zum Abwickeln einer Angelschnur) des Drehteils 4 verhindert. Die einseitig wirkende Kupplung C umfaßt ein Schaltrad 14, auf dem eine Vielzahl von Zähnen 14A ausgebildet ist, und eine Schaltratsche 16, die durch eine Feder 15 in eine Stellung gespannt ist, in der sie mit dem Schaltrad 14 in Eingriff steht. Die einseitig wirkende Kupplung C läßt sich mittels eines Bedienungshebels 17, der auf dem Rollenkörper 2 angebracht ist, so betätigen, daß sie eine Rückwärtsdrehung des Dreh­ teils 4 gestattet.
Wie Fig. 2 und 4 veranschaulichen, ist der Bügelarm 3 mit Schwingarmen 19 verbunden, die über ein Paar Arme 4A des Drehteils 4 hin- und herbeweglich auf einer Tragachse 18 gelagert sind. Auf diese Weise kann der Bügelarm 3 zwischen einer Aufwindstellung A und einer Lösestellung B umgeschaltet werden. Einer der Arme 4A enthält eine Kippmechanik T, die den Bügelarm 3 jeweils in der Aufwindstellung A oder in der Lösestellung B hält.
Die Kippmechanik T weist einen Stift 23 auf, der mit dem Arm 19 verbunden ist und mittels einer Druckschraubenfeder 22 so gespannt wird, daß er bezüglich eines Gehäuses 21 vorsteht, das hin- und her­ beweglich auf einer Achse 20 gelagert ist.
Der Rollenkörper 2 weist ferner in Entsprechung zu der Vielzahl von Zähnen 14A eine Vielzahl von Eingriffsvorsprüngen 24 auf, um so eine Rückwärtsdrehung des Drehteils zu verhindern, wenn sich das Dreh­ teil 4 in Schnuraufwickelrichtung W dreht, wobei der Bügelarm 3 in die Lösestellung B gesetzt ist. Diese Vorsprünge 24 sind für den Eingriff mit eine Umschaltmechanik R vorgesehen, die den Bügelarm 3 entgegen der Spannkraft der Kippmechanik T in die Aufwindstellung A umschaltet. Die Umschaltmechanik R weist ein Pendelteil 26 auf, das mittels einer Schraube 25 befestigt ist. Das Pendelteil 26 läßt sich durch den Kontakt mit den Vorsprüngen 24 so betätigen, daß es das hin- und herbewegli­ che Gehäuse 21 der Kippmechanik T in Bewegung versetzt.
Diese Rolle ist so ausgelegt, daß sie ein Umschalten des Bügel­ arms 3 durch die Umschaltmechanik R verhindert, wenn beim Auswerfen eines Köders eine Kraft aufgebracht wird, um den Handgriff 1 in die Schnurwickelrichtung zu drehen. Zu diesem Zweck sind, wie Fig. 1 ver­ anschaulicht, die Vorsprünge 24 und die Umschaltmechanik R bezüglich zueinander so positioniert, daß die Umschaltmechanik R mit den Vor­ sprüngen 24 in Berührung gelangt bzw. in deren Nähe liegt, wenn die einseitig wirkende Kupplung C das Drehteil 4 anhält. Wird somit der Bügelarm 3 auf die Umschaltmechanik R geschaltet, so wird mit geringem Spiel eine Drehbewegung in beide Richtungen gesperrt.
Gemäß Fig. 3 weist der Handgriff einen Abschnitt 1A auf, der mit der Handgriffspindel 6 verbunden ist, einen Abschnitt 1B mit einem Griffteil 27, und eine Mechanik 1C mit Parallelogrammgestänge zur Ver­ bindung der beiden Teile 1A und 1B miteinander. Des weiteren weist der Handgriff 1 ein schraubenartiges Einstellteil 28 zum Einstellen einer Armlänge X und eines Überstandes Y gegenüber dem Rollenkörper 2 auf.
Außer in der vorstehend beschriebenen Ausführungsform läßt sich die Erfindung auch in verschiedenen anderen Bauformen ausführen. Bei­ spielsweise kann die Umschaltmechanik R so verändert werden, daß der Schwingarm direkt mit einer Betätigungskraft beaufschlagt wird, statt diese Kraft über die Kippmechanik T zu übertragen.

Claims (4)

1. Köderangelrolle mit einem mit einem Drehteil verbundenen Bügel­ arm, wobei das Drehteil frei drehbar auf einem Rollenkörper gelagert ist und der Bügelarm durch die Spannkraft einer Kippmechanik zwischen ei­ ner Aufwindstellung und einer Lösestellung umschaltbar und in der je­ weiligen Stellung feststellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß sie folgende Einrichtungen aufweist:
eine Umschaltmechanik (R), die bei Drehung des Drehteils (4) in Schnuraufwindrichtung (W) mit einem Eingriffsteil (24) des Rollenkörpers (2) in Eingriff gelangt, wobei der Bügelarm (3) in die Lösestellung (B) gebracht ist, so daß der Bügelarm (3) entgegen der Spannkraft der Kippmechanik (T) in die Aufwindstellung (A) gesetzt wird,
und eine einseitig wirkende Kupplung (C), welche eine Drehung des Drehteils (4) nur in der Schnuraufwindrichtung (W) gestattet,
wobei die einseitig wirkende Kupplung (C) ein Schaltrad (14) auf­ weist, auf welchem eine Vielzahl von Zähnen (14A) und eine Schaltrat­ sche (16) ausgebildet sind,
während die einseitig wirkende Kupplung (C), das Eingriffsteil (24) und die Umschaltmechanik (R) zueinander so positioniert sind, daß die Umschaltmechanik (R) mit dem Eingriffsteil (24) in Eingriff steht bzw. in dessen Nähe liegt, wenn das Drehteil (4) durch die einseitig wirkende Kupplung (C) angehalten ist.
2. Köderangelrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügelarm (3) mit Schwingarmen (19) verbunden ist, die hin- und herschwingbar über ein Paar Arme (4A) des Drehteils (4) auf einer Tragachse gelagert sind, wobei einer der Schwingarme (19) die Kippme­ chanik (T) aufweist.
3. Köderangelrolle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippmechanik (T) einen mit einem der Arme (19) verbundenen Stift (23) aufweist, der durch eine Druckschraubenfeder (22) so vorgespannt ist, daß er gegenüber einem Gehäuse (21) vorsteht, das hin- und her­ beweglich auf einer Achse (20) gelagert ist.
4. Köderangelrolle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltmechanik (R) ein hin- und herbewegliches Teil (26) auf­ weist, das mittels einer Schraube (25) kippbar befestigt und durch Be­ rührung mit dem Eingriffsteil (24) so betätigbar ist, daß das hin- und herbewegliche Gehäuse (21) der Kippmechanik (T) kippbar ist.
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