DE4137530C2 - Kraftfahrzeug-Servolenkgetriebe mit veränderlichem Lenkaufwand - Google Patents
Kraftfahrzeug-Servolenkgetriebe mit veränderlichem LenkaufwandInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug-Servolenkgetriebe
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der US-PS 4 759 420 ist ein Hemmreaktions-Servolenkgetriebe
mit veränderlichem Lenkaufwand für Kraftfahrzeuge bekannt,
das eine Eingangs-Schaftwelle, eine Ausgangswelle in
Form eines Ritzelkopfs und dazwischen einen Torsionsstab aufweist,
der eine offene Mittellage der einen Komponente relativ
zur anderen Komponente bestimmt. Eine Vielzahl von radialen
Fassungen in dem Ritzelkopf nehmen Einschraub-Einsätze
mit exzentrischen Bohrungen auf. Sphärische Hemmelemente,
die zur Ausbildung von Lenkwiderstand dienen, werden gleitbar
in den exzentrischen Bohrungen aufgenommen und wirken
mit ebenfalls zur Ausbildung von Lenkwiderstand dienenden
Hemmnuten in der Schaftwelle zusammen, um eine zusätzliche
Torsionsstab-Rückstellkraft zu simulieren, wenn Fluiddruck
in die exzentrischen Bohrungen über den Hemmelementen eingeführt
wird. Um die Hemmelemente in der offenen Mittelstellung
des Ritzelkopfs und der Schaftwelle in den Hemmnuten zu
zentrieren, werden die Einsätze relativ zu dem Ritzelkopf gedreht,
um die sphärischen Enden der Hemmelemente relativ zu
den Hemmnuten zu bewegen. Wenn die Hemmelemente exakt zentriert
sind, werden die Einsätze zur permanenten Rückhaltung
verstemmt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte
Einstellung und Rückhaltung der Einsätze bei einem derartigen
Servolenkgetriebe zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung bei
spielsweise näher erläutert; in der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Längsschnittansicht eines erfindungsge
mäßen Kraftfahrzeug-Servolenkgetriebes mit
veränderlichem Lenkaufwand,
Fig. 2 eine perspektivische Teilansicht eines Ab
schnitts der Fig. 1,
Fig. 3 eine vergrößerte Schnittdarstellung allge
mein nach einer durch Linien 3-3 in Fig. 2
angezeigten Ebene,
Fig. 4 eine Schnittansicht allgemein nach einer
durch Linien 4-4 in Fig. 3 angezeigten
Ebene, und
Fig. 5 eine Darstellung ähnlich Fig. 2, die jedoch
eine Hemmreaktions-Vorrichtung des erfin
dungsgemäßen Lenkgetriebes in auseinanderge
zogener Form zeigt.
Nach Fig. 1 enthält ein Hemmreaktions-Servolenkgetriebe 10
mit veränderlichem Lenkaufwand für Kraftfahrzeuge ein zusammengesetz
tes Gehäuse 12, das aus einem zylindrischen Ventilge
häuse 14 und einem Zahnstangen/Ritzelgehäuse 16 besteht. Das Lenkge
triebe 10 enthält weiter eine rohrförmige Eingangs-Schaftwel
le 18, die zur Verbindung mit einem Kraftfahrzeug-Lenkrad
ausgelegt ist, und einen Ausgangswellen-Ritzelkopf 20. Der
Ritzelkopf 20 und die Schaftwelle 18 sind nach der Mittelli
nie 22 des Gehäuses 12 ausgerichtet. Ein herkömmlicher Tor
sionsstab 24 in der Schaftwelle 18 ist an einem Ende mit dem
Ritzelkopf 20 und am anderen Ende mit der Schaftwelle 18 ver
bunden und bestimmt in üblicher Weise eine offene Mittellage
der Schaftwelle 18 relativ zum Ritzelkopf 20 oder umgekehrt.
Die Schaftwelle 18 wird an dem Ventilgehäuse 14 durch ein Na
dellager 26 und ein Gleitlager (Hülsenlager) 28 zwischen der
Schaftwelle 18 und dem Torsionsstab 24 um die Mittellinie 22
drehbar gehalten. Der Ritzelkopf 20 wird an dem Zahnstangen/
Ritzel-Gehäuse 16 durch ein Hülsenlager 30 und ein Kugella
ger 32 an dem Ende des Ritzelkopfes 22 um die Mittellinie 22
drehbar abgestützt. Ein Ritzel 34 an dem Ritzelkopf 20 kämmt
mit den Zähnen einer Lenkzahnstange 36, die gleitbar an dem
Zahnstangen/Ritzel-Gehäuse 16 abgestützt und zur Verbindung
mit den gelenkten Rädern eines Fahrzeugs ausgelegt ist. Eine
Drehung des Ritzelkopfes 20 um die Mittellinie 22 wird in
üblicher Weise von einer Verschiebung der Lenkzahnstange 36
begleitet.
Der Ritzelkopf 20 besitzt einen gemäß Fig. 1 nach rechts von
dem Ritzel 34 abstehenden Rohrfortsatz 38, der ebenfalls
nach der Mittellinie 22 ausgerichtet ist. Ein schematisch
dargestellter Stift 40 an einem Teil 42 mit verringertem
Durchmesser des Rohrfortsatzes 38 steht radial in eine Boh
rung in einer Ventilhülse 44 eines Drehsteuerventils 46 mit
offener Mittelstellung des Lenkgetriebes 10 so vor, daß sich
die Ventilhülse 44 einheitlich mit dem Ritzelkopf 20 dreht.
Das Drehsteuerventil 46 ist allgemein in US-PS 30 22 772
(Zeigler u. a.) beschrieben und enthält weiter einen Ventil
schieber 48, der durch den Abschnitt der Schaftwelle 18 in
nerhalb der Ventilhülse 44 bestimmt ist. Eine Vielzahl von
Nuten 50 in einer Innenfläche der Ventilhülse 44 bewirkt zu
sammen mit einer Vielzahl von Schlitzen 52 im Ventilschieber
48 die Verteilung von Druckhydrauliköl von einer Zentralnut
54 an der Hülse 44 je zu einer von einem Paar Seitennuten
56A, 56B an der Hülse 44, wenn eine Relativverdrehung zwi
schen dem Ventilschieber 48 und der Ventilhülse 44 stattfin
det. Die Zentralnut 54 ist mit einer (nicht dargestellten)
Pumpe verbunden, und die Seitennuten 56A, 56B sind jeweils
mit entgegengesetzt liegenden Seiten eines (nicht dargestell
ten) Lenkhilfe-Fluidmotors verbunden.
In üblicher Weise ist in der offenen Mittelstellungslage der
Schaftwelle 18 relativ zu dem Ritzelkopf 20 das Drehventil
46 in der offenen Mittelstellung, und Hydraulikfluid zirku
liert mit niederem Druck von der Pumpe zu einem (nicht darge
stellten) Behälter. Wenn ein Fahrer ein mit der Schaftwelle
18 verbundenes Lenkrad dreht, verdrehen sich die Schaftwelle
18 und der Ventilschieber 48 relativ zum Ritzelkopf 20 und
zu der Ventilhülse 44 gegen eine Rückstellkraft, die durch
den Torsionsstab 24 entwickelt wird, und die der Fahrer als
Straßengefühl erfaßt. Eine Relativverdrehung zwischen der
Ventilhülse 44 und dem Ventilschieber 48 verteilt unter
Druck stehendes Hydrauliköl in der beschriebenen Weise an
den Lenkhilfe-Fluidmotor. Eine Hemmreaktions-Vorrichtung 58
ist zwischen der Schaftwelle 18 und dem Ritzelkopf 20 unter
gebracht, um eine zusätzliche Rückstellkraft zu simulieren
und dadurch dem Fahrer zusätzliches Straßengefühl zu vermit
teln.
Die Hemmreaktions-Vorrichtung 58 enthält ein Paar Ringschul
tern 60A, 60B, siehe Fig. 4 und 5, an dem Ritzelkopf 20,
wobei die Ringschultern 60A, 60B in zur Mittellinie 22 senk
rechten parallelen Ebenen liegen und zwischen einander eine
breite Ringnut 62 an einem Außenumfang 64 des Rohrfortsatzes
38 des Ritzelkopfs bestimmen. Zylindrische radiale Fassungen
66 sind in dem Rohrfortsatz 38 in einer zur Mittellinie 22
senkrechten gemeinsamen Ebene etwa in der Mitte zwischen den
Ringschultern 60A, 60B gebildet. Jede Fassung besitzt eine
Versenkbohrung 68 an einem Ende, siehe Fig. 3 bis 5, die in
die breite Nut 62 mündet. Zusätzlich überschneidet eine
ringförmige Mittelnut 70 in der Mitte der breiten Nut 62,
siehe Fig. 3 bis 5, jede Versenkbohrung 68 im Ritzelkopf 20.
Die Mittelnut 70 befindet sich in einer zu den Ebenen der
Ringschultern 60A, 60B parallelen Ebene.
Das innenliegende Ende der Schaftwelle 18 innerhalb des Rohr
fortsatzes 38 des Ritzelkopfs 20 bestimmt einen Schaft 72,
an dem eine Vielzahl von in Winkelrichtung mit Abstand verse
henen, in Längsrichtung verlaufenden Nuten zur Ausbildung von Lenkwiderstand oder Hemmnuten 74 nach Fig.
1, 3 und 4 vorhanden sind. Die Hemmnuten 74 sind V-förmig
und nominell mit jeweiligen radialen Fassungen 66 ausgerich
tet. Eine Vielzahl von mit Spiel gepaßten Keilen und Nuten
an dem Rohrfortsatz 38 bzw. dem Schaft 72 bestimmt eine
Zwangsantriebsverbindung zwischen der Schaftwelle 18 und dem
Ritzelkopf 20 mit einer vorbestimmten maximalen Winkelgröße
einer Relativverdrehung zwischen der Schaftwelle 18 und dem
Ritzelkopf 20.
Kunststoff-Einsätze 76 sind in den radialen Fassungen 66
drehbar abgestützt. Jeder Einsatz 76 besitzt einen Kopf 78
mit einer Ringschulter, die auf dem Boden der entsprechenden
Versenkbohrung 68 aufsitzt, und eine mechanische Formschluß
verriegelungseinrichtung in Form eines Hohlraums 80, der zu der breiten Nut 62
hin offen ist. Jeder Einsatz 76 besitzt auch eine Zylinder
bohrung 82, siehe Fig. 3 und 4, deren Mittellinie exzen
trisch sitzt, d. h. gegenüber der Mittellinie der entsprechen
den radialen Fassung 66 versetzt ist. Jede exzentrische Boh
rung 82 ist mit einer Stahlhülse 84 ausgekleidet, an einem
Ende zum Schaft 72 hin offen und am anderen Ende durch den
Kopf 78 bis auf einen allgemein in der Mitte des Kopfes 78
sitzenden Hemmdruckanschluß 88 geschlossen. Der Hemmdruckan
schluß 88 ist, siehe Fig. 3 und 5, quadratisch ausgebildet
zum Einsetzen eines entsprechenden Werkzeugs, um den Einsatz
76 in der zugehörigen radialen Fassung 66 drehen zu können.
Die Anschlüsse 88 können auch andere als Kreisform besitzen
oder sie können rund sein und die Köpfe 78 der Einsätze
können stattdessen mit einer nicht einem Kreis entsprechen
den Form ausgebildet sein, so daß sie durch ein Werkzeug zum
Drehen der Einsätze 76 ergriffen werden können.
Geschoßförmige Nuten zur Ausbildung von Lenkwiderstand oder Hemmelemente 90 sind in den jeweiligen Stahl
hülsen 84 gleitbar abgestützt. Die Fassung der Hemmelemente
mit den Hülsen 84 ist so eng, daß Fluidabdichtung durch die
Gleitflächen dazwischen gewährleistet ist. Der Durchmesser
des sphärischen Endes jedes Hemmelements 90 ist mit den Ab
messungen der V-förmigen Hemmnuten 74 so abgestimmt, daß das
sphärische Ende an den konvergierenden Seiten der jeweiligen
Hemmnuten 74 in Punktberührung anliegt, bevor sie mit der Bo
denfläche der Nut 74 zur Anlage kommt.
Wenn die Schaftwelle 18 sich in ihrer offenen Mittelstellung
relativ zum Ritzelkopf 20 befindet, müssen die Hemmelemente
90 gleichartig in den Hemmnuten 74 zentriert sein. Herstel
lungstoleranzen machen jedoch normalerweise ein Einstellen
der Einsätze 76 notwendig, nachdem der Torsionsstab 74 die
offene Mittelstellung der Schaftwelle 18 relativ zum Ritzel
kopf 20 bestimmt. Die Hemmelemente 90 werden zentriert
durch Drehen der Einsätze 76 in den radialen Fassungen 66,
bis die Hemmelemente 90 die radial innersten Lagen in den
Hülsen 84 erreichen. Beispielsweise kann eine kombinierte
Tiefenfühl- und Drehvorrichtung, hier nicht gezeigt, in die
Hemmdruck-Anschlüsse 88 der Einsätze 76 eingesetzt werden,
um die rechteckigen Seitenwände der Anschlüsse 88 zu erfas
sen und so die Einsätze 76 zu drehen, während gleichzeitig
die Radiallage des Hemmelements 90 überwacht wird, bis eine
am tiefsten liegende Lage bei jedem Hemmelement 92 erreicht
wird. Die Gleitpassung zwischen den radialen Fassungen 66
und den Einsätzen 76 ist eng genug, so daß die Einsätze 76
ihre Winkel-Ausrichtlagen halten, bis sie in der nachfolgend
zu beschreibenden Weise dauerhaft zurückgehalten sind.
Nachdem die Hemmelemente 90 in den Hemmnuten 74 zentriert
sind, wird der Ritzelkopf 20 in eine Form einer (nicht darge
stellten) Kunststoff-Einspritzvorrichtung eingesetzt zur Ein
spritzformung eines Kunststoffhalters 92 in situ (an Ort und
Stelle), der die Einsätze 76 in ihren eingestellten Lagen si
chert und ein Ausheben der Einsätze 76 in Radialrichtung aus
dem Ritzelkopf 20 verhindert. Dabei kann die vorher genannte
Tiefenfühl- und Drehvorrichtung in der Kunststoff-Einspritz
vorrichtung aufgenommen sein, um die Herstellung wirtschaft
licher zu gestalten.
Wie am besten in Fig. 2 bis 5 zu sehen, ist das Kunststoff
halteteil 92 ein zylindrischer Kunststoffring mit einer
Außenfläche 94, einer Innenfläche 96 und zwei ringförmigen
Endwänden 98A, 98B, die jeweils den Ringschultern 60A bzw.
60B am Ritzelkopf 20 zugewendet sind. Die Endwände 98A, 98B
bestimmen mit den Ringschultern 60A bzw. 60B zusammen zwei
ringförmige Dichtnuten 100A, 100B mit Abstand in Längsrich
tung an dem Ritzelkopf 20. Der Umfang der Außenfläche 94 des
Halteteils ist im wesentlichen gleich dem Umfang 64 des Rit
zelkopfes 20, und die Außenfläche 94 ist hinterschnitten, um
dort eine ringförmige flache Nut 102 für eine Druckkammer zur Ausbildung von Lenkwiderstand oder Hemmdruckkam
mer zu bestimmen.
Das Kunststoffhalteteil 92 ist in jede Versenkbohrung 68
eingeformt und umgibt vollständig die Köpfe 78 der Einsätze
76 bis auf ein Gebiet in denselben außerhalb der Hemmdruckan
schlüsse 88. Während des Formvorgangs können beispielsweise
sich radial in die Versenkbohrungen 68 hinein erstreckende
Dorne die Hemmdruckanschlüsse 88 abdecken, um ein Einwandern
von Kunststoffmaterial in die Einsätze 76 zu verhindern.
Wenn die Dorne nach Aushärten des Kunststoffmaterials abgezo
gen werden, sind Öffnungen 104 in dem Halteteil 92 außerhalb
der jeweiligen Hemmdruckanschlüsse 88 in den Einsätzen 76 be
stimmt.
Wenn das Kunststoffmaterial nach dem In-Situ-Formvorgang aus
gehärtet ist, sind die Einsätze 76 mit dem Halteteil 92 über
eine Vielzahl von mit dem Halteteil 92 integralen und in je
weilige Hohlräume 80 vorstehenden Kunststoffnasen 106, s.
Fig. 3, mechanisch-formschlüssig verbunden. Die Nasen 106 si
chern permanent die Winkelrichtungs-Einstellagen der Einsät
ze 76 relativ zum Halteteil 92. Da zusätzlich das Halteteil
92 den Ritzelkopf 20 vollständig umgibt, verhindert das Hal
teteil 92 ein radiales Ausheben der Einsätze 76 von dem Rit
zelkopf 20. Weiter legt die natürliche Schrumpfung des Halte
teils 92 nach dem Formvorgang die Innenfläche 96 desselben
mit Druck gegen den Boden der Ringnut 92 an, so daß eine
Fluidabdichtung zwischen der zylindrischen Innenfläche 96
des Halteteils 92 und dem Boden der Nut 62 um die Hemmdruck
anschlüsse 88 bestimmt ist.
Während der In-Situ-Formung des Halteteils 92 wandert Kunst
stoffmaterial auch in die ringförmige Mittelnut 70 im Ritzel
kopf ein. Nach dem Aushärten des Kunststoffmaterials wird
ein integraler innerer Radialflansch 107, s. Fig. 3 und 5,
an der Innenfläche 96 eng in der ringförmigen Mittelnut 70
aufgenommen. Der Radialflansch 170 bewirkt zusammen mit der
Mittelnut 70, daß das Halteteil 92 zwischen den Ringschul
tern 60A, 60B am Ritzelkopf zentriert gehalten bleibt.
Wie am besten in Fig. 1 zu sehen, sind, wenn die Schaftwel
le 18 und der Ritzelkopf 20 im Gehäuse 12 zusammengebaut
sind, Dichtringe 110A und 110B in die ringförmigen Dichtring
nuten 100A bzw. 100B eingesetzt. Die Dichtringe 110A, 110B
liegen gegen die Innenseite des Ventilgehäuses 14 an und be
stimmen im Zusammenwirken mit diesem und mit der flachen Nut
102 an der Außenfläche 94 des Halteteils 92 eine ringförmige Druckkammer zur Ausbildung von Lenkwiderstand oder
Hemmdruckkammer 112 um den Ritzelkopf. Fluiddruck in der
Hemmdruckkammer 112 wird durch die Öffnungen 104 in dem Hal
teteil und durch die Hemmdruckanschlüsse 88 in den Einsätzen
76 gegen die ebenen Enden der Hemmelemente 90 angelegt.
Wenn der Hemmdruck zunimmt, werden die kugelförmigen Enden
der Hemmelemente kraftvoller in die Hemmnuten 74 einge
drückt. Wenn der Hemmdruck mit zunehmender Geschwindigkeit
steigt, simulieren die durch die Hemmelemente 90 ausgeübten
Kräfte zusätzliche Torsionsstab-Rückstellkraft, die ein
Fahrer, der ein mit der Schaftwelle 18 verbundenes Lenkrad
führt, als zusätzliches Straßengefühl bei höherer Geschwin
digkeit bemerkt.
Das Zusammenwirken der Endwände 60A, 60B mit den Ringschul
tern 98A, 98B bei der Bestimmung der Dichtringnuten 100A,
100B ist eine wichtige Eigenschaft dieser Erfindung. Das be
deutet, durch Benutzung von Abschnitten des Kunststoffhalte
teils 92 zur Bestimmung der Innenseiten der Dichtringnuten
100A, 100B wird der normalerweise durch Material des Ritzel
kopfs verbrauchte Raum an den Innenseiten der Dichtringnuten
100A, 100B nicht mehr benötigt. Wenn z. B. die Endwände 98A,
98B des Halteteilrings 92 durch in den Ritzelkopf 20 gegen
über den bestehenden Ringschultern 60A, 60B eingearbeitete
Ringschultern ersetzt werden, erfordert die Hemmdruckkammer
112 eine Längs-Abstumpfung, um Raum für das die Dichtringnut
von der Hemmdruckkammer trennende Ritzelkopfmaterial zu
schaffen. Wenn umgekehrt die Längsabmessung der Hemmdruckkam
mer 112 erhalten bleibt, muß die Gesamtlänge des Ritzelkopfs
20 vergrößert werden, um Raum für das die Dichtringnuten von
der Hemmdruckkammer 112 trennende Ritzelkopfmaterial zu
schaffen.
Claims (5)
1. Kraftfahrzeug-Servolenkgetriebe mit veränderlichem Lenkaufwand
umfassend ein Ausgangsbauteil mit einer zylindrischen
Wand mit einer darin befindlichen radialen
Fassung, ein Eingangsbauteil mit einem mit der zylindrischen
Wand konzentrischen Schaft und einer im Schaft
befindlichen Längsnut zur Ausbildung von Lenkwiderstand,
die mit der radialen Fassung ausgerichtet ist, einen
drehbar in der radialen Fassung angebrachten Einsatz, der
in sich eine zylindrische Exzenterbohrung enthält, deren
Mittellinie gegen die Mittellinie der radialen Fassung
versetzt ist, und ein gleitbar in der zylindrischen
exzentrischen Bohrung angebrachtes Element zur Ausbildung
von Lenkwiderstand zum Sitzeingriff in die Nut zur
Ausbildung von Lenkwiderstand,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgangsbauteil (20) eine in einer Außenumfangsfläche
(64) der zylindrischen Wand (38) des Ausgangsbauteils
(20) bestimmte breite Ringnut (62) aufweist, die an
ihren entgegengesetzt liegenden Enden durch jeweilige
Ringschultern (60A, 60B) begrenzt ist, daß der drehbar in
der radialen Fassung (66) angebrachte Einsatz (76) eine daraufliegende
Formschluß-Verriegelungseinrichtung (80) aufweist,
daß eine an Ort und Stelle einspritzgeformtes Kunststoffhalteteil
(92) an dem Ausgangsbauteil (20) zwischen den
Ringschultern (60A, 60B) angeordnet und mit der Formschluß-
Verriegelungseinrichtung (80) in Eingriff bringbar
ist, um die Winkellage des Einsatzes (76) relativ zum
Ausgangsbauteil (20) permanent zu sichern, wobei das an
Ort und Stelle einspritzgeformte Kunststoffhalteteil (92)
zwei ringförmige Endwände (98A, 98B) enthält, die in
Abstands-Beziehung jeweiligen Ringschultern (60A, 60B)
zugewendet sind und zusammenwirkend mit den beiden Ringschultern
(60A, 60B) jeweils eine von zwei umlaufenden
Dichtringnuten (100A, 100B) an dem Ausgangsbauteil (20)
bestimmen, und daß eine Ringnut (102) in einer Außenfläche
(94) des Kunststoffhalteteils (92) zwischen den beiden ringförmigen
Endwänden (98A, 98B) zur Verwendung als eine
Druckkammer zur Ausbildung von Lenkwiderstand des Servolenkgetriebes
(10) ausgebildet ist.
2. Kraftfahrzeug-Servolenkgetriebe mit veränderlichem Lenkaufwand
nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Formschluß-Verriegelungseinrichtung an dem Einsatz
76 einen unbedeckt belassenen Hohlraum (80) enthält,
um darin an Ort und Stelle einspritzgeformtes Kunststoffmaterial
aufzunehmen, wenn das Kunststoffhalteteil (92)
an dem Ausgangsbauteil (20) an Ort und Stelle einspritzgeformt
wird.
3. Kraftfahrzeug-Servolenkgetriebe mit veränderlichem Lenkaufwand
nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Formschluß-Verriegelungseinrichtung an dem Einsatz
(76) einen unbedeckt belassenen Kopf mit einer nicht
kreisförmigen Gestalt enthält, um an Ort und Stelle
einspritzgeformtes Kunststoffmaterial darum herum aufzunehmen,
wenn das Kunststoffhalteteil (92) an Ort und
Stelle an dem Ausgangsbauteil (20) einspritzgeformt wird.
4. Kraftfahrzeug-Servolenkgetriebe mit veränderlichem Lenkaufwand
nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einem Boden der breiten Ringnut (62) und in einer
zur Ebene der Ringschultern (60A, 60B) des Ausgangsbauteils
(20) parallelen Ebene eine Nut (70) ausgebildet
ist, und daß das an Ort und Stelle einspritzgeformte
Kunststoffhalteteil (92) einen in der Nut (70) in dem
Boden der breiten Nut (62) aufgenommenen integralen
Flansch (107) enthält, der damit zur Verhinderung einer
körperlichen Bewegung des Halteteils (92) in Längsrichtung
relativ zu dem Ausgangsbauteil (20) zusammenwirkt.
5. Kraftfahrzeug-Servolenkgetriebe mit veränderlichem Lenkaufwand
nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgangsbauteil (20) durch einen Ritzelkopf
gebildet ist, der ein längs seiner Mittellinie ausgerichtetes
Ritzel umfaßt, wobei die zylindrische Wand (38)
benachbart dem Ritzel gebildet und nach der Mittellinie
ausgerichtet ist, daß die zylindrische Wand (38) eine
Vielzahl von Fassungen (66) aufweist, die in Winkelrichtung
mit Abstand voneinander angeordnet sind, daß das
Eingangsbauteil eine Vielzahl von darin ausgebildeten
Längsnuten zur Ausbildung von Lenkwiderstand aufweist, von
denen jede mit einer jeweiligen radialen Fassung ausgerichtet
ist, und daß die radialen Fassungen (66) zwischen
den Ringschultern (60A, 60B) und der im Boden der breiten
Ringnut (62) ausgebildeten ringförmigen Mittelnut (70)
ausgebildet sind, wobei die ringförmige Mittelnut (70)
die radialen Fassungen (66) miteinander verbindet.
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