DE4138920A1 - Flammdurchschlagsichere einrichtung - Google Patents

Flammdurchschlagsichere einrichtung

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine flammdurchschlag­ sichere Einrichtung für Hohlkörper Rohrleitungen, Be­ hälter und für Vorrichtungen zum Befüllen und Entleeren eines Gefäßes zur Aufnahme von brennbaren Materialien, insbesondere von brennbaren Flüssigkeiten, über die die Materialien bzw. Flüssigkeiten in das Gefäß eingebracht werden.
Es ist bereits eine flammdurchschlagsichere Einrich­ tung der eingangs ausgeführten Art allgemein bekannt, die aus einem Lochsieb besteht, das in den Einfüllstut­ zen eines Behälters eingesetzt wird. Derartige aus hochwertigen Legierungen bestehende Lochsiebe korrodie­ ren relativ schnell, wenn aggressive Stoffe in den Behälter eingefüllt werden. Außerdem lassen sie sich sehr schlecht reinigen, so daß sie häufig ausgewechselt werden müssen.
Demgemäß besteht die Erfindungsaufgabe darin, eine flammdurchschlagsichere, leicht und kostengünstig her­ stellbare Einrichtung zu schaffen.
Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß die flammdurchschlagsichere Einrichtung aus einem im Einfüllbereich durchlässigen, porösen und nicht metal­ lischen Werkstoffkörper besteht, der aufgrund seiner Bauart mit geringem Aufwand kostengünstig hergestellt werden kann. Derartige Werkstoffkörper können in Trenn­ wänden, Hohlkörpern zur Aufnahme von brennbaren Mate­ rialien, in Rohrleitungen, Behältern und Einlaufstutzen mit geringem baulichen Aufwand eingesetzt werden und sind aufgrund ihrer porösen Beschaffenheit sehr gut ge­ eignet, Brand- und Explosionsgefahren auszuschließen, da sie über Oberflächenkonvektion die im Behälter auf­ tretenden Dämpfe vollständig abschirmen, so daß auch kein Flammschlag auf die Oberfläche des Materials bzw. der Flüssigkeit gelangt. Hierzu ist es vorteilhaft, daß der Werkstoffkörper aus feuerfestem Keramikmaterial, insbesondere aus einem korrosionsbeständigen Material gebildet ist. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, daß der Werkstoffkörper mit einer Flamme, in einem Här­ teofen oder mit einer aggressiven Flüssigkeit in kürze­ ster Zeit gereinigt werden kann, so daß eine Wiederver­ wendung beliebig oft möglich ist.
Eine zusätzliche Möglichkeit ist gemäß einer Weiterbil­ dung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, daß der Werk­ stoffkörper aus einem wabenartigen, zahlreiche Zellen aufweisenden Gebilde besteht, wobei die Wände der Zel­ len aus einem feuerfesten, korrosionsbeständigem Mate­ rial gebildet sind.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorteil­ haft, daß die Zellen in mehreren Lagen, ungeordnet bzw. jeweils versetzt zueinander und untereinander angeord­ net sind.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungs­ gemäßen Lösung ist schließlich vorgesehen, daß die ein­ zelnen Wände der Zellen durchbrochen sind, wobei je­ weils eine Zelle mit der angrenzenden Zelle über minde­ stens eine in den Wänden vorgesehene Durchbrechung ver­ bunden ist.
Von besonderer Bedeutung ist für die vorliegende Erfin­ dung, daß der Werkstoffkörper in einen Einfüllstutzen eines Behälters lösbar einsetzbar und über ein Siche­ rungselement arretierbar ist.
Im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Ausbildung und Anordnung ist es von Vorteil, daß der Werkstoffkör­ per aus Aluminiumoxyd besteht.
Vorteilhaft ist es ferner, daß der Werkstoffkörper eine Hitzebeständigkeit von ca. 1700°C aufweist. Hierdurch kann der Werkstoffkörper auch bei sehr hohen Temperatu­ ren, die unterhalb der Schmelztemperatur des Werkstoff­ körpers liegen, gereinigt werden. Vorteilhaft ist es außerdem, daß der Werkstoffkörper, der den direkten Durchblick in den Behälterinnenraum verhindert, aus ei­ nem durchlässigen Material für fließ- bzw. schüttbare Materialien besteht.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind in den Patentansprüchen und in der Beschreibung ausgeführt und in den Figuren dargestellt, wobei bemerkt wird, daß alle Einzelmerkmale und alle Kombinationen von Einzel­ merkmalen erfindungswesentlich sind. Es zeigt:
Fig. 1 ein explosionsgeschütztes Gefäß zur Aufname von brennbaren Flüssigkeiten mit einer flammdurchschlagsicheren Ein­ richtung im Einfüllstutzen,
Fig. 2 eine Teilansicht des Aufbaus des flamm­ durchschlagsicheren Werkstoffkörpers.
In der Zeichnung ist mit 1 ein Behälter zur Aufnahme von brennbaren Materialien, insbesondere von brennbaren Flüssigkeiten 2 gezeigt. Der Behälter 1 kann beispiels­ weise aus einem aus nahtlos gezogenem Stahl gefertigten Körper mit einem Boden 9 sowie einer zylindrischen Sei­ tenwand 10 bestehen, wobei der Behälter an seinem obe­ ren Ende mit einem gewölbten Deckel 11 verschlossen ist.
Der Deckel 11 kann als Klappdeckel ausgebildet und am oberen Rand der Seitenwand 10 des Behälters 1 über ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Drehgelenk mit der Seitenwand 10 verbunden oder mit ihr verschweißt sein.
In dem Deckel 11 ist eine Einlaßöffnung 12 vorgesehen, in der ein Einfüllstutzen 13 eingebaut ist, der mit dem Deckel 11 fest verbunden beispielsweise verschweißt ist.
Der Einfüllstutzen 13 besteht aus einem Trichter 14, der über einen verschwenkbar angeordneten Deckel 15 verschließbar ist. Der Deckel 15 ist über einen Len­ ker 16 und einen Gelenkbolzen 17 an einer Halterung 18 schwenkbar angeschlossen. Sie bilden das Drehgelenk 21, das mit dem Wandteil des Einfüllstutzens 13 fest ver­ bunden ist.
An den Trichter bzw. Einfüllstutzen 13 schließt sich ein zylinderförmiges Rohr 19 mit einem Absatz 20 an, auf dem ein zylinderförmiger Werkstoffkörper 4 auf­ sitzt.
Der zylinderförmige Werkstoffkörper 4, der auch als Davyscher Flammschutzkörper bezeichnet wird, stellt die erfindungsgemäße flammdurchschlagsichere Einrichtung 3 dar, die bewirkt, daß sich erhitzte Luft oder Flamm­ schlag sich durch Hitzekonvektion auf der Oberfläche des Werkstoffkörpers 4 verteilt und dadurch nicht in den Behälterinnenraum 22 eindringen kann.
Der Werkstoffkörper 4 ist hierzu in vorteilhafter Weise aus einem durchlässigen, porösen und nichtmetallischen Material gebildet. Der Werkstoffkörper 4 kann aus einem feuerfesten, korrosionsbeständigen Material bestehen und ist in vorteilhafter Weise aus einem Keramikwerk­ stoff mit großer Hitzebeständigkeit hergestellt. Die Hitzebeständigkeit sollte nicht unterhalb von 1700°C liegen.
Der Werkstoffkörper 4 (Fig. 2) ist aus einem waben­ artigen, zahlreiche Zellen 5 aufweisenden Gebilde ge­ formt, wobei die Wände 6 der Zellen 5 ebenfalls aus ei­ nem feuerfesten, korrosionsbeständigen Material bspw. aus dem erwähnten Keramikmaterial bzw. aus Aluminium­ oxyd gebildet sein können. Hierdurch erhält man zur Verteilung des Flammschlages mittels Hitzekonvektion eine sehr große Oberfläche auf dem Werkstoffkörper 4, der auch einen direkten Durchblick in den Behälter­ innenraum 22 verhindert.
Die einzelnen nebeneinander angeordneten Zellen 5 kön­ nen in mehreren Lagen, ungeordnet bzw. jeweils versetzt zueinander und untereinander angeordnet sein. Ferner können die einzelnen Wände 6 der Zellen 5 durchbrochen sein, wobei jeweils eine Zelle 5 mit der angrenzenden Zelle über mindestens eine in den Wänden 6 vorgesehene Durchbrechung 7 verbunden ist.
Der Werkstoffkörper 4 ist in dem Rohr 19 des Einfüll­ stutzens 13 lösbar eingesetzt und über ein Sicherungs­ element 8, insbesondere durch einen Spannring arre­ tiert.
Das hat den Vorteil, daß bei Verunreinigungen der Werk­ stoffkörper, der auch als Sieb fungiert, ohne weiteres gereinigt werden kann. Hierzu wird der Werkstoffkör­ per 4 nach Entfernen des Sicherungselementes 8 heraus­ genommen und dann entweder in einer Flüssigkeit oder in einem Härteofen bei sehr großer Hitze gereinigt. Es ist auch möglich, den Werkstoffkörper bzw. das feuerbestän­ dige Sieb 4 mit einer Flamme zu reinigen, so daß die Schmutzpartikel verbrannt werden. Auf diese Weise läßt sich der Werkstoffkörper 4 nach seiner Reinigung immer wieder einsetzen.
An das Rohr 19 ist ein Metallband 23 mit einer Schraube 24 angeschlossen, an das ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Massekabel anschließbar ist.
Bezugszeichenliste
 1 Gefäß
 2 Flüssigkeit
 3 flammdurchschlagsichere Einrichtung
 4 Werkstoffkörper, Sieb
 5 Zelle
 6 Wand
 7 Durchbrechung
 8 Sicherungselement, Spannring
 9 Boden
10 Seitenwand
11 Deckel
12 Einlaßöffnung
13 Einfüllstutzen
14 Trichter
15 Deckel
16 Lenker
17 Gelenkbolzen
18 Halterung
19 Rohr
20 Absatz
21 Drehgelenk
22 Behälterinnenraum
23 Metallband
24 Schraube

Claims (11)

1. Flammdurchschlagsichere Einrichtung (3) für Hohl­ körper, Rohrleitungen, Behälter und für Vorrich­ tungen zum Befüllen und Entleeren eines Ge­ fäßes (1) zur Aufnahme von brennbaren Materia­ lien, insbesondere von brennbaren Flüssigkei­ ten (2), über die die Materialien bzw. Flüssig­ keiten (2) in das Gefäß (1) eingebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die flammdurch­ schlagsichere Einrichtung (3) aus einem im Ein­ füllbereich durchlässigen, porösen und nicht­ metallischen Werkstoffkörper besteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die flammdurchschlagsichere Einrich­ tung (3) aus einem im Einfüllbereich durchlässi­ gen, porösen Werkstoffkörper (4) besteht, der aus einem feuerfesten Material gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Werkstoffkörper (4) aus ei­ nem korrosionsbeständigen Material gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß der Werkstoffkörper (4) aus einem Kera­ mikmaterial gebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorher­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoffkörper (4) aus einem wabenartigen, zahlreiche Zellen (5) aufweisenden Gebilde be­ steht, wobei die Wände (6) der Zellen (5) aus ei­ nem feuerfesten, korrosionsbeständigen Material gebildet sind.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorher­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zellen (5) in mehreren Lagen, ungeordnet bzw. jeweils versetzt zueinander angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorher­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Wände (6) der Zellen (5) durchbro­ chen sind, wobei jeweils eine Zelle (5) mit der angrenzenden Zelle über mindestens eine in den Wänden (6) vorgesehene Durchbrechung (7) verbun­ den ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorher­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoffkörper (4) in einen Einfüllstutzen eines Behälters (1) lösbar einsetzbar und über ein Sicherungselement (8) arretierbar ist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorher­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoffkörper (4) aus Aluminiumoxyd be­ steht.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorher­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoffkörper eine Hitzebeständigkeit bis zu 1700°C hat.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorher­ gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoffkörper (4), der den direkten Durch­ blick in den Behälterinnenraum (22) verhindert, aus einem durchlässigen Material für fließ- bzw. schüttbare Materialien besteht.
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