DE4139714C2 - Vorrichtung zur Herstellung von faserhaltigen genadelten Vorformlingen zur Herstellung von Werkstücken aus einem Verbundmaterial - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von faserhaltigen genadelten Vorformlingen zur Herstellung von Werkstücken aus einem VerbundmaterialInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von faserstoffhaltigen genadelten
Vorformlingen zur Herstellung von Werkstücken aus einem Verbund
material. Die Erfindung dient der Verarbeitung
von Werkstücken aus Verbundwerkstoff, der aus einer mit einer
Matrix verdichteten faserstoffhaltigen Verstärkung besteht, insbesondere
der Herstellung von faser
stoffhaltigen Verstärkungen in Form genadelter Vorformlinge,
deren Form ungefähr der des herzustellenden Werkstückes ent
spricht.
Ein besonderer, aber nicht ausschließlicher Anwendungsbereich
der Erfindung ist die Herstellung von Vorformlingen für Werk
stücke aus thermostrukturellem Verbundwerkstoff. Ein solches
Material zeichnet sich durch verbesserte mechanische Belast
barkeit und dadurch aus, daß diese bis zu hohen Temperaturen
beibehalten wird. Typische thermostrukturelle Verbundwerk
stoffe sind Kohlenstoff-Kohlenstoff (C/C)-Verbundwerkstoffe
mit Kohlenstoffaserverstärkung in einer Kohlenstoffmatrix und
Verbundwerkstoffe mit einer keramischen Matrix, die im allge
meinen mit Kohlenstoffasern oder keramischen Fasern verstärkt
ist.
Ein bekanntes Verfahren für die Herstellung von faserstoff
haltigen Vorformlingen besteht darin, Schichten in einer
zweidimensionalen Fasertextur, wie ein Gewebe oder einen
Filz, übereinanderzulegen und die Schichten untereinander
durch Vernadelung zu verbinden. Tatsächlich ist für ein Werk
stück, das erhöhten mechanischen oder thermomechanischen Be
lastungen ausgesetzt ist, eine Verbindung zwischen den
Schichten des Vorformlings wünschenswert, um eine Beschädi
gung oder eine Zerstörung des Gegenstandes durch Schichtspal
tung zu verhindern, das heißt durch Trennung zwischen zwei
Schichten.
Die Dokumente FR 2 557 550 A1, FR 2 584 106 A1 und
FR 2 584 107 A1 beschreiben Verfahren und Vorrichtungen für die
Herstellung von faserstoffhaltigen genadelten Vorformlingen,
insbesondere von axialsymmetrischen, nicht-zylindrischen Vor
formlingen, von Vorformlingen aus gestapelten, ungefalzten
Schichten und von zylindrischen Rotationsvorformlingen. Gemäß
diesen Dokumenten bestehen die Vorformlinge aus mehreren ge
wickelten oder übereinander angeordneten Lagen aus einem Ge
webestreifen oder -band; je nach dem Aufbau des Vorformlings
wird jede neue Lage auf die darunterliegende Struktur unter
Verwendung eines Satzes von Nadeln, der sich über die gesamte
Breite des Gewebestreifens oder Gewebebandes erstreckt, auf
genadelt.
Die vorgenannten Verfahren und Vorrichtungen sind zur Her
stellung von Vorformlingen geeignet, deren Grundform relativ
einfach ist, sie sind aber für kompliziertere Formen un
brauchbar.
Die Druckschrift FR 2 626 294 A1 beschreibt ein Verfahren und
eine Vorrichtung zur Herstellung von faserstoffhaltigen gena
delten Vorformlingen, bei denen Faserschichten entsprechend
der Geometrie des herzustellenden Vorformlings vernadelt wer
den und anschließend der Vorformling so ausgeschnitten wird,
daß die nicht vernadelten Bereiche abgeschnitten werden.
Bei dieser bekannten Vorrichtung ist der Nadelkopf nur in ei
ner einzigen Richtung beweglich. Daher ist hier das Vernadeln
von kompliziert geformten nicht planen Vorformlingen nicht
möglich. Die Vorrichtung weist ferner eine Platte auf, die
nur dazu dient, die Fasern zurückzuhalten, die von den Nadeln
während des Zurückziehens aus der genadelten Struktur mitge
zogen werden könnten.
EP 01 47 297 A2 beschreibt andererseits ein Verfahren und ei
ne Vorrichtung zur Herstellung von Vorformlingen aus faser
stoffhaltigem Material, die rotationssymmetrische Form auf
weisen, nach dem Wickelprinzip. Auch bei diesem Stand der
Technik ist der Nadelkopf gegenüber dem Tragarm nur in einer
Richtung beweglich.
Schließlich ist aus DE 26 52 537 B2 eine Vorrichtung bekannt,
bei welcher der Nadelkopf ebenfalls nur in einer vorgegebenen
Richtung beweglich ist und mit der ein Bandwickel aus Fa
servlies genadelt wird.
Die vorliegende Erfindung hat zur Aufgabe, eine Vorrichtung
anzugeben, die nicht auf die Herstellung relativ einfacher
Formen beschränkt ist und die daher die Herstellung von fa
serstoffhaltigen Vorformlingen mit komplexer Form erlaubt.
Die Aufgabe wird gemäß Anspruch 1 gelöst. Die Unteransprüche
betreffen vorteilhafte Ausführungsformen.
Der Oberbegriff des Anspruchs 1 entspricht dem Dokument
FR 2 626 294 A1.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von faser
stoffhaltigen genadelten Vorformlingen zur Erzeugung von
Werkstücken aus einem Verbundmaterial umfaßt:
- - ein Trägerwerkzeug, auf dem Schichten eines Flachmaterials mit Fasertextur übereinander angeordnet werden können,
- - einen Nadelkopf mit einer Gruppe von Nadeln,
- - eine Vorrichtung zum Antrieb der Nadeln in einer vor- und zurückgehenden, zueinander parallelen Bewegung,
- - eine als Lochplatte ausgebildete Auflageplatte mit Löchern für den Durchgang der Nadeln,
- - einen beweglichen Arm, der den Nadelkopf trägt, und
- - eine Steuereinrichtung zur automatischen Steuerung der Be wegung des beweglichen Arms zur Bewegung des Nadelkopfs;
sie ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß
- - das Trägerwerkzeug eine nicht plane Form aufweist, die der Form des herzustellenden faserstoffhaltigen Vorformlings entspricht,
- - der Nadelkopf eine Andruckeinrichtung zur Ausübung einer Kraft auf die mit Löchern versehene Auflageplatte umfaßt, um diese auf eine auf dem Trägerwerkzeug angebrachte faser stoffhaltige Schicht anzudrücken, wobei ein Druck auf die Fasertextur ausgeübt wird, und
- - der Arm, der den Nadelkopf trägt, mindestens sechs Frei heitsgrade besitzt und
- - die Steuereinrichtung so auf den Arm wirkt, daß der Nadel kopf innerhalb der Reichweite des Arms längs vorher festge legter Bahnen bewegt wird und dem Nadelkopf vorher festge legte Orientierungen gegeben werden.
Ein grundlegendes Merkmal der Erfindung besteht in der Monta
ge des Nadelkopfes auf einem Arm mit mindestens sechs Frei
heitsgraden, wobei der Arm hier nicht nur ein Arm eines Robo
ters, sondern auch eine Werkzeughalterspindel einer numerisch
gesteuerten Bearbeitungsmaschine und allgemeiner jedes Ma
schinenteil sein kann, das geeignet ist, den Nadelkopf zu
tragen, und mehrere Freiheitsgrade besitzt.
Folglich kann nach der Anordnung auf dem Trägerwerkzeug eine
Schicht dadurch genadelt werden, daß der Nadelkopf vorher
festgelegte Bahnen beschreibt, um die gesamte Oberfläche der
Schicht zu erfassen. Darüber hinaus ist die Orientierung des
Nadelkopfes zur Anpassung an die Kontur der angebrachten
Schicht für jede seiner Positionen einstellbar.
Gemäß einem anderen Merkmal der Erfindung ist der Nadelkopf
mit einer für das Eindringen der Nadeln als Lochplatte ausge
bildeten Auflageplatte versehen. Die Auflageplatte besitzt
eine Stützfunktion analog der des Nähfußes einer Nähmaschine,
um während der Nadelung die Schicht zu halten. Die Auflage
platte gewährleistet darüber hinaus eine Verdichtung des Vor
formlings, wenn sie unter Druck gegen die genadelte Schicht
gepreßt wird, was auch in einer erhöhten Beständigkeit gegen
Scherbeanspruchung zwischen den Schichten resultiert. Darüber
hinaus erfüllt die Auflageplatte eine Funktion der Flusenent
fernung, indem Fasern, die von den Nadeln zurückgehalten wer
den könnten, wenn diese aus dem Vorformling austreten, zu
rückgehalten werden.
Eine Ausführungsform einer Vorrichtung gemäß der Erfindung
wird im folgenden anhand lediglich der Erläuterung dienender,
aber nicht einschränkender Beispiele unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen zeigen:
Fig. 1 eine Gesamtansicht einer Vorrichtung gemäß der Erfin
dung;
Fig. 2 und 3 Darstellungen des Nadelkopfes der Vorrichtung
von Fig. 1 in vergrößertem Maßstab
und
Fig. 4 und 5 Darstellungen zur Erläuterung der Arbeitsweise
der Vorrichtung von Fig. 1.
Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung
mit einem Trägerwerkzeug 10, das auf einer Platte 19 fixiert
ist und auf dem die Schichten des faserstoffhaltigen zu na
delnden Vorformlings angebracht werden, einen Roboter 20 mit
seiner automatischen Steuereinrichtung 28, die mit einer Be
dienungskonsole 29 verbunden ist, und einen Nadelkopf 30, der
am äußeren Ende des Armes 25 des Roboters 20 befestigt ist.
Der Roboter 20 mit seiner Steuereinrichtung 28 kann eine be
liebige im Handel erhältliche programmierbare Maschine sein,
die sechs Freiheitsgrade am äußeren Ende des Armes besitzt,
z. B. die unter der Bezeichnung RS 156 von der französischen
Gesellschaft Stäubli vertriebene Vorrichtung.
Im dargestellten Beispiel weist der Roboter 20 eine Säule 21
auf, längs deren eine Trägerstütze 22 in der vertikalen Rich
tung (im folgenden Achse a) beweglich und um diese vertikale
Achse drehbar ist. Auf der Trägerstütze 22 ist eine um eine
vertikale Achse b bewegliche Spindel 23 angebracht. Die Kom
bination der drei Bewegungen der Translation entlang der Ach
se a, der Drehung um die Achse a und der Drehung um die Achse
b erlaubt es, das äußere Ende des Arms des Roboters in jede
räumliche Lage innerhalb der Reichweite des Roboters zu brin
gen.
Die Spindel 23 trägt an ihrem äußeren Ende ein Dreifachgelenk
24, das zusammen mit der Spindel 23 den Arm des Roboters 25
bildet. Das Dreifachgelenk 24 erlaubt durch Kombination der
drei Bewegungen der Drehung um die horizontale Achse c der
Spindel 23 (oder um eine zu dieser parallele Achse), der Dre
hung um eine horizontale Achse d, die senkrecht auf Achse c
steht, und der Drehung um eine vertikale Achse e, die senk
recht auf den Achsen c und d steht, das äußere Ende des Arms
des Roboters in jede räumliche Richtung zu orientieren.
Die Antriebe (nicht dargestellt), die die vorher erwähnten
Bewegungen in den sechs Freiheitsgraden erlauben, werden von
Signalen der Steuereinrichtung 28 gesteuert, mit der der Ro
boter über ein biegsames Kabel 27 verbunden ist.
Eine Erweiterung des Volumens, innerhalb dessen der Roboter
operieren kann, ist möglich, indem das Trägerwerkzeug 10 auf
einer z. B. mindestens entlang zweier horizontaler orthogona
ler Achsen X und Y verschiebbaren Platte befestigt wird. Die
Platte kann mit weiteren Freiheitsgraden versehen werden,
z. B. der Drehbarkeit um eine vertikale Achse und der Schwenk
barkeit um eine horizontale Achse. Die Bewegungen der Platte
werden von Signalen der Steuereinrichtung 28 gesteuert, die
mit denen der Steuerung des Arms des Roboters koordiniert
sind, um den Nadelkopf in die gewünschte Position, bezogen
auf das Trägerwerkzeug, zu bringen.
Wie die Fig. 2 und 3 im Detail zeigen, enthält der Nadel
kopf 30 einen Satz zueinander paralleler Nadeln 31, die auf
einem Nadelträger 32 befestigt sind. Dieser wird in vor- und
zurückgehenden, zueinander parallelen Bewegungen der Nadeln
mit Hilfe eines Systems 33 mit doppelter Kurbelstange ange
trieben. Die Kurbeln sind mit den Zahnrädern 34, 35 verbun
den, die sich in entgegengesetztem Sinne drehen. Zu diesem
Zweck sind die Zahnräder 34, 35 auf Achsen montiert, die
kleine Zahnräder tragen, über die ein Zahnriemen 36 läuft.
Der Zahnriemen 36 wird durch ein kleines Zahnrad angetrieben,
das auf der Abtriebswelle 37 eines Elektromotors 38 montiert
ist.
Die Achsen der Zahnräder 34, 35 und der Elektromotor 38 wer
den von einer Trägerplatte 39 des Nadelkopfes, der am äußeren
Ende des Arms 25 angebracht ist, getragen.
Die Trägerplatte 39 trägt darüber hinaus auch eine als Loch
platte ausgebildete Auflageplatte 40. Diese ist am äußeren
Ende einer Spindel 41 montiert, die parallel zu den Nadeln 31
im Inneren eines Zylinders 42, der auf der Trägerplatte 39
befestigt ist, gleiten kann. Eine Feder 43 hält die Auflage
platte 40 in der von der Trägerplatte 39 am weitesten ent
fernten Lage.
Die Auflageplatte 40 liegt den äußeren Enden der Nadeln 31
gegenüber und besitzt Löcher 45, durch die die Nadeln während
ihrer vor- und zurückgehenden Bewegung hindurchgehen.
Der Nadelkopf 30 stellt somit eine autonome Einheit mit eige
nem Antriebsmotor dar, der vom Arm des Roboters getragen
wird. Der Motor wird durch die Steuereinheit 28 gesteuert,
mit der er über ein biegsames Kabel 44 verbunden ist.
Der Nadelkopf 30 ist vorteilhaft teilweise oder ganz zur Anpas
sung an die Form und die Abmessungen des faserstoffhaltigen
Vorformlings austauschbar. So kann der gesamte Satz der Na
deln 31 eine kleinere oder größere Anzahl Nadeln 31 umfassen.
Die oben beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Das Trägerwerkzeug 10 stellt eine Form dar, deren äußere
Oberfläche der Form des herzustellenden faserstoffhaltigen
Vorformlings entspricht. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Bei
spiel handelt es sich um eine näherungsweise paraboloide Form
zur Herstellung des frontalen Teils oder der Nase eines Raum
fahrzeugs.
Das Trägerwerkzeug 10 besteht aus einem Material, das leicht be
arbeitet oder geformt werden kann, z. B. aus geschäumtem Poly
styrol. Es ist mit einem Basisfilz 11 (Fig. 4), z. B. aus
Polyethylen, bedeckt, in den die Nadeln 31 während der Nadelung
der ersten Lagen des Vorformlings eindringen können. Auf den
Basisfilz 11 ist ein Flachmaterial 12, z. B. aus Polyvinylchlo
rid, aufgeklebt. Während der Nadelung wird das Flachmaterial
12 von den Nadeln 31 durchstochen, verhindert aber, daß Fasern
des faserstoffhaltigen Vorformlings im Basisfilz 11 verfilzen,
was das Abnehmen des fertigen Vorformlings erschweren würde.
Der faserstoffhaltige Vorformling wird aus übereinander ange
ordneten Schichten 13 mit einer faserartigen Textur gebildet.
Diese besteht beispielsweise aus einem deformierbaren, mit
einem Faserdeckstoff vorvernadelten Gewebe. Das Gewebe und
der Deckstoff bestehen aus Fasern des für den Vorformling ge
wählten Materials oder aus einem Vorläufer dieses Materials,
der für die Nadelung besser geeignet ist. Für Anwendungen bei
hohen Temperaturen wird der Vorformling beispielsweise aus
Carbonfasern oder voroxidierten Polyacrylnitril (PAN)-Fasern,
einem Vorläufer des Kohlenstoffs, oder aus keramischen Fasern
oder aus Fasern eines Keramikvorläufers hergestellt. Die Um
wandlung des voroxidierten PAN in Kohlenstoff oder eines Ke
ramikvorläufers in Keramik wird durch thermische Behandlung
nach der Erzeugung des Vorformlings durchgeführt.
Bei jedem Aufbringen einer neuen Schicht auf das Trägerwerk
zeug 10 wird diese Schicht auf die darunterliegende genadelt
(Fig. 5). Vorteilhaft ist die Eindringtiefe der Nadeln 31 in die
Struktur während des gesamten Nadelungsprozesses konstant.
Der Nadelkopf 30 wird in Position und Orientierung gesteuert, um
die Nadelung jeder Schicht 13 nach vorher festgelegten Bahnen
und einer vorher festgelegten Eintrittsrichtung, im allgemei
nen senkrecht zur Schicht 13 in der Nadelungszone, durchzufüh
ren.
Die Position des Nadelkopfes 30 wird so festgelegt, daß die Auf
lageplatte 40 gegen die zu nadelnde Schicht 13 geführt wird, wo
bei auf diese ein Druck mit der Feder 43 ausgeübt wird
(Fig. 5). Der durch die Auflageplatte 40 ausgeübte Druck wird
vorteilhaft durch Zusammendrücken der Feder 43 in einem vor
her festgelegten Ausmaß eingestellt. Das Zusammendrückender
Feder 43 wird durch passende Positionierung des Nadelkopfes 30 in
Bezug auf die letzte auf das Werkzeug aufgebrachte Schicht 13
durchgeführt.
Als Abwandlung könnte der durch die Auflageplatte 40 ausgeübte
kontrollierte Druck von einer auf dem Nadelkopf 30 befestigten
Hydraulikspindel, welche die Auflageplatte trägt, ausgeübt
werden.
Vorteilhaft kann man der Auflageplatte 40 eine leicht gekrümmte
Form geben, damit diese näherungsweise den Konturen der auf
dem Trägerwerkzeug 10 angeordneten Schichten auf der gesamten
Oberfläche der Schichten angepaßt werden kann.
Die Auflageplatte 40 erlaubt den Durchgang der Nadeln 31 durch
die Löcher 45, hält aber Fasern zurück, die von den Nadeln 31
während des Zurückziehens aus der genadelten Struktur mitge
zogen werden könnten, und erfüllt so eine Funktion der Ent
fernung von Flusen. Darüber hinaus stellt der durch die Auf
lageplatte 40 ausgeübte Druck sicher, daß die letzte angebrachte
Schicht sich nicht verschiebt, und erlaubt eine Verdichtung
der faserstoffhaltigen Struktur während der Nadelung.
Vorteilhaft wird auch, um die Nadelbahnen von einer Schicht
zur anderen zu kreuzen und so die Bildung von bevorzugten Na
delungsebenen im Vorformling zu verhindern, die Platte 19 mit
dem Trägerwerkzeug 10 um einen bestimmten Winkel, z. B. 60°, nach
der Nadelung jeder Schicht gedreht.
Nach der Nadelung der letzten Schicht wird der genadelte Vor
formling vom Trägerwerkzeug 10 abgenommen, und der Basisfilz
11 und das zur Trennung dienende Flachmaterial 12 werden ab
gezogen. Der Vorformling kann anschließend verdichtet werden,
z. B. durch chemische Imprägnierung in der Dampfphase, um den
gewünschten Formkörper aus Verbundwerkstoff zu erhalten.
In der obigen Beschreibung wurde die Verwendung eines Robo
ters zur Steuerung der Position und der Orientierung des Na
delkofes dargestellt. Wie schon gesagt, ist es auch möglich,
den Nadelkopf 30 auf der Werkzeughalterspindel einer numerisch
gesteuerten Maschine zu montieren, die die gewünschten Frei
heitsgrade aufweist.
In diesem Fall kann der Antrieb der Nadeln 31 durch die Spindel
der Bearbeitungsmaschine erfolgen.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Herstellung von faserstoffhaltigen gena
delten Vorformlingen zur Erzeugung von Werkstücken aus
einem Verbundmaterial, die umfaßt:
- - ein Trägerwerkzeug (10), auf dem Schichten (13) eines Flachmaterials mit Fasertextur übereinander angeordnet werden können,
- - einen Nadelkopf (30) mit einer Gruppe von Nadeln (31),
- - eine Vorrichtung zum Antrieb der Nadeln (31) in einer vor- und zurückgehenden, zueinander parallelen Bewe gung,
- - eine als Lochplatte ausgebildete Auflageplatte (40) mit Löchern (45) für den Durchgang der Nadeln (31),
- - einen beweglichen Arm (25), der den Nadelkopf (30) trägt, und
- - eine Steuereinrichtung (28) zur automatischen Steuerung der Bewegung des beweglichen Arms (25) zur Bewegung des Nadelkopfs (30),
- - das Trägerwerkzeug (10) eine nicht plane Form aufweist, die der Form des herzustellenden faserstoffhaltigen Vorformlings entspricht,
- - der Nadelkopf (30) eine Andruckeinrichtung (43) zur Ausübung einer Kraft auf die mit Löchern versehene Auflageplatte (40) umfaßt, um diese auf eine auf dem Trägerwerkzeug (10) angebrachte faserstoffhaltige Schicht (13) anzudrücken, wobei ein Druck auf die Faser textur ausgeübt wird, und
- - der Arm (25), der den Nadelkopf (30) trägt, minde stens sechs Freiheitsgrade besitzt und
- - die Steuereinrichtung (28) so auf den Arm (25) wirkt, daß der Nadelkopf (30) innerhalb der Reichweite des Arms längs vorher festgelegter Bahnen bewegt wird und dem Nadelkopf (30) vorher festgelegte Orientierungen gegeben werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Trägerwerkzeug (10) auf einer beweglichen Plat
te (19) mit mehreren Freiheitsgraden befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Auflageplatte (40) in Richtung der
Nadeln (31) parallel beweglich und so durch eine Feder
(43) als Andruckeinrichtung belastet wird, daß sie un
ter Druck gegen die zu nadelnden Schichten (13) gepreßt
werden kann.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auflageplatte (40) von einer
Gewindespindel getragen wird, mit der sie gegen die zu
nadelnden Schichten (13) gepreßt werden kann.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der durch die Auflageplatte (40)
auf die zu nadelnden Schichten (13) ausgeübte Druck
steuerbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auflageplatte (40) eine Form
besitzt, die ungefähr der Form der auf dem Trägerwerk
zeug (10) angebrachten zu nadelnden Schichten (13) an
gepaßt ist.
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