DE4140171C2 - Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Kupferfolien für Leiterplatten - Google Patents
Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Kupferfolien für LeiterplattenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur
Oberflächenbehandlung einer Kupferfolie für
Leiterplatten, welches Verfahren die folgenden
Schritte umfaßt:
- - Bilden einer Bearbeitungsschicht aus Kupfer und Zink, indem mindestens eine Seite einer Kupferfolie als Kathode in einem Kupfer und Zink enthaltenden Behandlungsbad elektrolytisch behandelt wird, und
- - Behandeln der Kupferfolie durch Chromatieren.
Die Fertigungstechnik für Leiterplatten hat sich von
Jahr zu Jahr rasch weiterentwickelt, und in der
Produktion sind hohe Leistungsfähigkeit und
Zuverlässigkeit in hohem Maße gefordert. Diese
Anforderungen betreffen besonders stark Kupferfolien
als eines der Materialien, die für Leiterplatten
eingesetzt werden. Dementsprechend sind aus dem Stand
der Technik Möglichkeiten der Behandlung der
Oberfläche von Kupferfolien für Leiterplatten
bekannt, etwa gemäß einem Verfahren der eingangs
genannten Art (vgl. Druckschrift EP 0 269 208 A1).
In der ersten Phase der Produktion von Leiterplatten wird Kupfer
folie auf ein Trägersubstrat auflaminiert, das mit Kunstharz imprägniert
ist, worauf in einem Preßvorgang beide Teile erwärmt und miteinander
verpreßt werden, um einen mit Kupfer kaschierten Schichtstoff herzu
stellen. Wird ein Trägermaterial aus Glasepoxidharz, verwendet, das im
Normalfall häufig als Trägersubstrat eingesetzt wird, wird dieses bei 160
°C bis ca. 170°C etwa 1 bis 2 Stunden lang geformt, doch sind bei ei
nem Substrat aus Glaspolyimid oder besonderen Harzen mit hoher Le
bensdauer, die heute zunehmend Verwendung finden, als Voraussetzun
gen höhere Temperaturen und längere Formzeiten erforderlich.
Außerdem wurden unter Berücksichtigung der Weiterentwicklung
der Bestückungstechniken diese Techniken in eine Richtung vorange
bracht, daß sie infolge eines Zurückfließens beim Löten zur Erwärmung
der Leiterplatten eine längere Zeit in Anspruch nehmen, und nach Fer
tigstellung der Platinen müssen die Leiterplatten eine hohe Wärmefestig
keit aufweisen, da die Schaltungen eine immer höhere Dichte der Bau
elemente aufweisen, in denen die Temperatur während des Betriebs eines
Geräts ansteigt. Beispielsweise legt die Norm UL796 fest, daß nach einer
Wärmebehandlung von 177°C über 10 Tage zur Prüfung der Hitzebestän
digkeit im Hochtemperaturbereich die Abblätterfestigkeit einer Kupferfo
lie mindestens 2 lbs/Zoll [0,357 kg/cm] betragen muß.
Des weiteren muß die Kupferfolie für Leiterplatten neben der vor
erwähnten Hitzebeständigkeit natürlich auch andere Eigenschaften auf
weisen, die einer Reihe von Anforderungen genügen, unter anderem Be
ständigkeit gegenüber Chemikalien, beispielsweise Säurefestigkeit nach
Aufkleben der Kupferfolie auf das Kunstharz des Schaltungsträgers, die
Festigkeit gegenüber Verfärbungen der Platine nach dem Ätzen (Bestän
digkeit gegenüber Brownschen Transfervorgängen) und Korrosionsbestän
digkeit (d. h. Rückstands- und Fleckenlosigkeit) nach dem Ätzen.
Um den vorstehend genannten Anforderungen an die Kupferfolie
für Leiterplatten gerecht zu werden, wurde das nachstehende herkömmli
che Verfahren zur Oberflächenbehandlung vorgeschlagen. Beispielsweise
wird in der japanischen Patentschrift Nr. 51-35711 ein Verfahren zum
Beschichten einer Kupferfolie mit einer Schicht aus einem Stoff aus der
Gruppe Zink, Indium und Messing beschrieben, während in der japani
schen Patentschrift Nr. 53-39376 ein Verfahren beschrieben wird, bei
dem eine galvanisch aufgebrachte Kupferschicht zwei Schichten umfaßt
und diese wiederum zusätzlich mit einer Schicht, beispielsweise aus
Zink, überzogen sind.
Eine Legierungsschicht, die Zink als Hauptlegierungsbestandteil
enthält, besitzt eine bessere Hitzebeständigkeit. Diese Schicht ist aller
dings gegenüber Säuren chemisch wenig widerstandsfähig und deshalb
kommt es nach dem Auflaminieren der Kupferfolie auf das Kunstharz
beim Ätzen zur Unterätzung, insbesondere wenn mit Kupfer(II)-chlorid
geätzt wird.
Beim Abwaschen mit Säure bzw. beim Weichätzen in einem Verfah
ren zur Herstellung von Leiterplatten tritt außerdem insofern ein Pro
blem auf, als die Festigkeit der Kupferfolie gegenüber dem Abblättern
von dem Kunstharz, aus dem die Trägerplatte besteht, abnimmt, so daß
sich die Leiterplatten aus der Trägerplatte herausheben lassen.
Zwar weist eine Messingschicht Eigenschaften auf, die innerhalb
eines engen Bereichs der Zusammensetzung den Anforderungen sowohl
hinsichtlich der Hitzefestigkeit als auch im Zusammenhang mit der Be
ständigkeit gegenüber Chemikalien genügen, doch wurde mit Ausnahme
eines Zyanidbadverfahrens bei Verwendung einer Messingschicht niemals
ein großtechnisches Verfahren entwickelt. Wird mit einer Zyansalz
schmelze gearbeitet, so traten beim Umgang mit den Abwässern des Zy
ansalzes aus dem Bad und der Behandlung des zum Abspülen der Mes
singschicht verwendeten Wassers im Hinblick auf die Beeinträchtigung
der Umwelt Probleme auf.
Wird außerdem die Messingschicht im Wege der üblichen elektroly
tischen Verfahren unter Einsatz einer hohen Stromdichte aufgebracht, so
bedeutet dies eine Abweichung aus dem Bereich der geeigneten Be
schichtungsverfahren, und somit wird die Beschichtung mit Pulver vor
genommen. Als Folge hiervon tritt das Problem auf, daß bei der Pulver
beschichtung gelegentlich nach dem Ätzen Flecken vorhanden sind oder
infolge des Verfahrens die Abblätterfestigkeit und die chemische Be
ständigkeit abnehmen.
Ausgehend von den vorstehend dargelegten Nachteilen
und Unzulänglichkeiten sowie unter Würdigung des
umrissenen Standes der Technik bei der
Oberflächenbehandlung von Kupferfolien für
Leiterplatten liegt der vorliegenden Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine Bearbeitungsschicht aus Kupfer
und Zink zu bilden, die völlig ohne Einsatz einer
Zyansalzschmelze sowohl in ihrer Hitzefestigkeit als
auch in ihrer Beständigkeit gegenüber Chemikalien
überlegene Eigenschaften aufweist.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren der eingangs
genannten Art gelöst, bei dem gemäß der Lehre der
vorliegenden Erfindung das Behandlungsbad
Kupferionen, Zinkionen, Weinsäure und Alkali enthält
und das Verhältnis der Kupferionen zu den Zinkionen
im Behandlungsbad auf einen Wert zwischen 0,8 und 3,0
innerhalb des jeweiligen Konzentrationsbereichs der
Kupferionen bzw. der Zinkionen eingestellt wird.
Vorzugsweise wird die Alkalität im Kupfer-Zink-Bad mit Hilfe von
Natriumhydroxid auf eine Konzentration von mehr als 60 g/l eingestellt,
während das Verhältnis der Kupferionen gegenüber den Zinkionen auf
einen Wert zwischen 0,8 und 3,0 eingestellt wird.
Nachstehend werden nun wesentliche Funktionen des erfindungs
gemäßen Verfahrens näher erläutert.
Das bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte kupfer- und
zinkhaltige Behandlungsbad enthält in seiner grundlegenden Zusammen
setzung Kupferionen, Zinkionen, Weinsäure und Alkali.
Kupfersulfat, Kupfertartrat oder dergleichen können dabei als Lie
ferant für Kupferionen eingesetzt werden. Vorzugsweise erzielt man
durch Verwendung solchen Materials eine Konzentration der Kupferionen
innerhalb eines Bereichs von etwa 2 bis 12 g/l. Dabei können Zinksul
fat, Zinktartrat, Zinkoxid oder dergleichen als Zinkionenlieferant einge
setzt werden. Vorzugsweise erzielt man bei Verwendung dieses Materials
eine Konzentration der Zinkionen im Bereich von etwa 1 bis 6 g/l. Liegt
die Kupferionen- und Zinkionenkonzentration jeweils außerhalb der vor
genannten Grenzen läßt sich eine gute galvanische Beschichtung nur mit
Schwierigkeiten herbeiführen.
Das Verhältnis der Kupferionen zu den Zinkionen wird auf einen
Wert zwischen 0,8 und 3,0 innerhalb des jeweiligen Konzentrationsbe
reichs der Kupfer- bzw. Zinkionen eingestellt. Ist das Verhältnis auf ei
nen kleineren Wert eingestellt, so steigt der Anteil der galvanisch auf
gebrachten Zinkschicht, wodurch zwar die Wärmefestigkeit höher wird,
die Beständigkeit gegenüber Salzsäure dagegen sinkt. Wird dagegen das
Verhältnis der Kupferionen zu den Zinkionen auf einen hohen Wert ein
gestellt, so wird der Anteil der galvanisch aufgebrachten Kupferschicht
zu groß, wodurch sich zwar die Beständigkeit gegenüber Salzsäure er
höht, die Wärmefestigkeit dagegen abnimmt. Deshalb sollten die vorstehend
genannten Bereiche gewählt werden, um beiden Anforderungen zu
genügen.
Als Lieferant für Weinsäure wird Rochelle- bzw. Seignettesalz, Ka
liumtartrat, Natriumtartrat oder dergleichen eingesetzt. Die Konzentrati
on der Weinsäure bedingt ein Molverhältnis zwischen der Weinsäure und
dem Kupfer innerhalb der obengenannten Konzentrationsbereiche der
Kupfer- und Zinkionen von 0,5, um eine umfassende Ionisierung dieser
Metalle herbeizuführen.
Als Alkalilieferant wird Natriumhydroxid bzw. Kaliumhydroxid ein
gesetzt, und vorzugsweise wird die Alkalität dadurch eingestellt, daß
bei den vorgenannten Konzentrationsbereichen der Kupfer- und Zinkio
nen Natriumhydroxid in einer Konzentration von 60 g/l eingesetzt wird.
Die Alkalität erbringt bei der Titrierung eine neutralisierende Alkali
menge und ist anders als bei Zugabe einer Gesamtmenge von Natrium
hydroxid. Wird Natriumhydroxid in einer Konzentration unter 60 g/l ein
gesetzt, vermindert sich innerhalb des geeigneten Bereichs des Verhält
nisses von Kupfer- zu Zinkionen die Eigenschaft der Beständigkeit ge
genüber Salzsäure. Die Ursache hierfür liegt Umständen darin, daß die
Beschichtung mit einem anderen als legiertem Material, beispielsweise
einem Oxid oder Hydroxid, stärker wird, wenn eine niedrige Alkalikon
zentration vorliegt, und daß als Ergebnis die Beständigkeit der Schicht
gegenüber Säuren abnimmt.
Ist außerdem die Alkalität niedrig und ist mit anderen Worten in
einem solchen Fall die Konzentration des Natriumhydroxids kleiner als
30 g/l, so wirkt sich dies negativ insofern aus, als es zur Abscheidung
von Zinkhydroxid kommt und dieses Zinkhydroxid in der behandelten
Schicht mit abgeschieden wird. Dies hat den Effekt zur Folge, daß die
Betriebsleistung erheblich sinkt, beispielsweise die Störung eines Filters.
Vorzugsweise liegt die Bad temperatur zum Zeitpunkt der Elektroly
se unter 35°C. Steigt die Temperatur über 35°C an, so sinkt in eini
gen Fällen die Beständigkeit der abgeschiedenen Schicht gegenüber Salz
säure.
Die Stromdichte wird auf einen Wert zwischen etwa 2 und 15 A/dm2
eingestellt, vorzugsweise zwischen 5 und 10 A/dm2. In bestimmten
Fällen sinkt bei einer Stromdichte unter 5 A/dm2 die Beständigkeit der
Schicht gegenüber Salzsäure. Im Gegensatz hierzu wird die Beschichtung
pulverisiert, wenn die Stromdichte über 10 A/dm2 hinaus ansteigt, wobei
es gelegentlich auch zu Ätzflecken (Rückstände) kommen kann. Diese
Neigung zeigt sich weniger stark beim Ätzen mit Kupfer(II)-chlorid son
dern eher beim alkalischen Ätzen besonders deutlich.
Um nun eine gute Schicht mit einer höheren Beständigkeit gegen
über Salzsäure bei niedriger Stromdichte zu erzielen, ist es günstiger,
die Konzentration der Kupferionen durch Verringerung des Kupferionen
lieferanten auf einen Wert unter 5 g/l abzusenken, und die Konzentrati
on der Zinkionen durch Verringern des Zinkionenlieferanten auf einen
Wert unter 4 g/l zu vermindern.
Die Elektrolysezeit beträgt im günstigen Fall zwischen 5 und etwa
30 Sekunden. Ist die Zeit kurz, wird die aufgebrachte Schicht dünn und
weniger hitzebeständig. Eine lange Elektrolysezeit ist unwirtschaftlich
und nicht günstig, da gelegentlich die Reinheit des Kupfers niedriger
wird.
Vorzugsweise umfaßt das Verfahren zur Herstellung des erfin
dungsgemäß verwendeten Kupfer-Zink-Bades die folgenden Schritte:
- - Auflösen eines Tartrats,
- - Zugabe von Salzen als Metallionenlieferanten, Umrühren im halbtrüben Zustand, und
- - Zugabe eines Alkalis und dessen Auflösung unter Rühren.
Bei einem Sulfat wird beispielsweise das zu verwendende Metallion da
durch zugeführt, daß dem Bad Kupfer und Zink in hochkonzentrierter
flüssiger Form zugesetzt werden, wobei die beiden Metalle in Wasser
aufgelöst sind, und außerdem ein Tartrat aufgelöst und dem Bad zuge
setzt wird.
Vorzugsweise wird eine unlösliche Anode, beispielsweise aus Pla
tin, verwendet, wenn es auf eine hohe Betriebsleistung ankommt.
Bei einer Zusammensetzung des Behandlungsbads unter den vor
genannten Bedingungen läßt sich eine behandelte Kupfer-Zink-Schicht
bilden. Vorzugsweise wird die behandelte Schicht aus einer Kupferfolie
mit rauher Oberfläche gebildet, um die Abblätterfestigkeit der Kupferfo
lie gegenüber dem Kunstharz zu verbessern. Beispielsweise kann ein
Verfahren eingesetzt werden, bei dem die Kupferfolie in einem sauren
galvanischen Kupferbad mittels katodischer Elektrolyse behandelt wird,
um so die Oberfläche der Kupferfolie aufzurauhen, wie dies in der japa
nischen Patentschrift Nr. 45-34245 beschrieben wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Oberflächenbehandlung sieht
eine Chromatierung als notwendige Bedingung nach der Bildung der be
handelten Kupfer-Zink-Schicht mit der Kupferfolie vor, um so die Be
ständigkeit gegenüber Salzsäure zu verbessern und um die Abblätterfe
stigkeit durch die Chromatierung zu erhöhen. Zur Chromatierung kann
beispielsweise ein Verfahren herangezogen werden, bei dem die Kupferfo
lie in ein Behandlungsbad getaucht wird, das Chrom(VI)-oxid, Natriumdi
chromat(VI), Kaliumdichromat(VI) oder dergleichen enthält, oder auch ein
Verfahren der katodischen Elektrolyse.
Die Beständigkeit gegenüber der Brownschen Übertragung verbes
sert sich eher bei der katodischen Elektrolyse als beim Eintauchen in
ein Bad. Es genügt, das Bad auf Raumtemperatur einzustellen; ob der
pH-Wert des Bades im sauren oder im alkalischen Bereich liegt, ist un
problematisch.
Das vorstehend genannte Kupfer-Zink-Bad kann durch Zusatz von
Nickelionen anstelle des Ansatzes eines Kupfer-Zink-Nickelbades herge
stellt werden.
Damit wird der Zweck verfolgt, die Bildung von Ätzflecken beim
Anlegen von Strömen hoher Dichte während der Elektrolyse zu verhin
dern.
Durch die Zugabe von Nickelionen kann das Aussehen der behan
delten Oberfläche ausgeglichen werden, während sich in einem Bereich
hoher Stromdichte bei der Elektrolyse die zu pulverisierende Auftrags
schicht steuern läßt, wodurch sich das Auftreten von Ätzflecken ver
hindern läßt. Bei Zusatz von Nickel hat sich bei Betrachtung unter dem
Elektronenmikroskop gezeigt, daß sich eine unnormal pulverisierte Abla
gerung bei Abscheidung unter hoher Stromdichte beeinflussen läßt. Bei
Nickelzusatz verbessern sich außerdem die Wärmefestigkeitseigenschaften
etwas. Nickelsulfat oder dergleichen kann als Nickelionenlieferant einge
setzt werden, wobei sich eine Konzentration im Bereich zwischen etwa
0,4 und 30 g/l als geeignet erwiesen hat. Auch bei Nickelzugabe in gro
ßen Mengen konnte der Anteil des abgeschiedenen Nickels so weit ge
senkt werden, daß der Nickelgehalt in der aufgebrachten Schicht unter 5 Gew.-%
liegt.
Vorzugsweise liegt die Badtemperatur bei der katodischen Elektro
lyse unter 35°C. Bei einer Temperatur über 35°C wird in bestimmten
Fällen die Beständigkeit der abgeschiedenen Schicht gegenüber Salzsäure
niedrig.
Die Stromdichte wird bei der katodischen Elektrolyse auf einen
Wert im Bereich zwischen etwa 2 und 20 A/dm2 eingestellt, vorzugsweise
zwischen 5 und 15 A/dm2. Die Beständigkeit der abgeschiedenen Schicht
gegenüber Salzsäure wird in einigen Fällen bei einer Stromdichte unter
5 A/dm gering.
Wird im Gegensatz hierzu die Stromdichte über 20 A/dm2 hinaus
erhöht, so ist dies nicht mehr wirtschaftlich. Ohne Zugabe von Nickel
wird eine abgeschiedene Schicht bei einer Stromdichte von 10 A/dm2
pulverisiert, während es gelegentlich zur Bildung von Ätzflecken kommt,
was zu einem Absinken der Isolation führt. Diese Neigung zeigt sich
eher beim Ätzen mit Alkali als beim Ätzen mit Kupfer(II)-chlorid beson
ders deutlich. Wird jedoch Nickel zugesetzt, so erbringt dies insofern ei
nen Vorteil, als die pulverige Abscheidung verhindert werden kann.
Im übrigen sind die nachstehend genannten Faktoren die gleichen
wie bei dem zuvor erläuterten Kupfer-Zink-Bad, nämlich der Kupferio
nenlieferant, die Konzentration der Kupferionen, die Konzentration der
Zinkionen, das Verhältnis von Kupfer- zu Zinkionen, ein Lieferant für
Weinsäure, ein Alkalilieferant, und die Alkalität.
Vorzugsweise umfaßt das Verfahren zum Ansetzen eines erfin
dungsgemäß eingesetzten Kupfer-Zink-Bads die folgenden Schritte:
- - Auflösen eines Tartrats,
- - Zugeben von Salzen als Metallionenlieferanten,
- - Rühren im halbtrüben Zustand,
- - Zusetzen und Auflösen eines Alkalis unter Rühren.
Bei einem Sulfat wird beispielsweise das zu verwendende Metallion da
durch zugeführt, daß in das Bad Kupfer und Zink jeweils in hochkonzen
trierter Lösung zugesetzt werden, und Nickel zusammen mit einer Lösung
eines Weinsäuresalzes aufgelöst und dem Bad zugesetzt wird. Vorzugs
weise wird eine unlösliche Anode, beispielsweise aus Platin, verwendet,
wenn es auf hohe Betriebsleistung ankommt.
Eine behandelte Schicht aus Kupfer-Zink-Nickel kann mit einem
Bad der vorstehend erläuterten Zusammensetzung unter den dort ange
gebenen Bedingungen gebildet werden. Vorzugsweise wird die behandelte
Schicht als Kupferfolie mit rauher Oberfläche ausgeführt, um die Abblät
terfestigkeit den Kupferfolie gegenüber dem Kunstharz zu verbessern.
Beispielsweise kann ein Verfahren eingesetzt werden, bei dem die Kup
ferfolie in einem sauren galvanischen Kupferbad mittels katodischer
Elektrolyse behandelt wird, um so die Oberfläche der Kupferfolie aufzu
rauhen, wie dies in der japanischen Patentschrift Nr. 45-34245 be
schrieben wird.
Das Verfahren zur Oberflächenbehandlung gemäß der vorliegenden
Erfindung setzt als notwendige Bedingung voraus, daß nach Bildung der
behandelten Kupfer-Zink-Nickelschicht mit der Kupferfolie chromatiert
wird, um so die Beständigkeit gegenüber Salzsäure zu verbessern und
auch um mittels der Chromatierung die Abblätterfestigkeit zu erhöhen.
Zur Chromatierung kann beispielsweise ein Verfahren herangezogen wer
den, bei dem die Kupferfolie in ein Behandlungsbad getaucht wird, das
Chrom(VI)-oxid, Natriumdichromat(VI), Kaliumdichromat(VI) oder derglei
chen enthält, oder auch ein Verfahren der katodischen Elektrolyse. Die
Beständigkeit gegenüber der Brownschen Übertragung verbessert sich
eher bei der katodischen Elektrolyse als beim Eintauchen in ein Bad. Es
genügt, das Bad auf Raumtemperatur einzustellen; ob der pH-Wert des
Bades im sauren oder im alkalischen Bereich liegt, ist unproblematisch.
Wie bereits erwähnt, ist damit die Oberflächenbehandlung der
Kupferfolie für Leiterplatten gemäß der vorliegenden Erfindung abge
schlossen.
Nachstehend wird nun die Erfindung anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Fotografien näher be
schrieben und erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Elektronenmikroskopaufnahme, die die Struktur der Teil
chen auf der behandelten Oberfläche einer Kupferfolie gemäß
Ausführungsbeispiel 2 laut Tabelle 3 zeigt, und
Fig. 2 eine andere Elektronenmikroskopaufnahme, die die Struktur
der Teilchen auf einer Kupferfolie gemäß Ausführungsbeispiel
Nr. 12 laut Tabelle 3 zeigt.
Im folgenden wird nun ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel
eines Kupfer-Zink-Bades beschrieben.
Eine elektrolytisch behandelte Kupferfolie mit einer Stärke von 35 µm
wurde nach Vorbehandlung zur Aufrauhung ihrer Oberfläche als Ka
tode zur Elektrolyse in ein Bad eingesetzt, das jeweils die Zusammenset
zungen aufwies und den Behandlungsbedingungen entsprach, wie sie in
Tabelle 1 aufgeführt sind. Die Badtemperatur wurde in allen Fällen auf
30°C eingestellt, und für die Anode wurde Platin verwendet. Im näch
sten Schritt wurde die Kupferfolie mit Wasser abgewaschen und dann in
einer wäßrigen Lösung von Natriumdichromat(VI) mit einer Konzentration
von 10 g/l als Katode zur Elektrolyse eingesetzt, wobei die Stromdichte
0,3 A/dm2 betrug und die Elektrolyse 5 Sekunden dauerte. Danach wurde
die Kupferfolie mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die Kupferfolie
wurde nun auf einen Glas/Epoxidharz-Träger der Güteklasse FR-4 auf
laminiert, wobei ein kupferbeschichtetes Laminat entstand, das dann auf
zahlreiche Merkmale hin untersucht wurde. Die Untersuchungsergebnisse
sind in Tabelle 2 wiedergegeben.
Im übrigen sind in Tabelle 2 die Ergebnisse einer Reihe verschie
dener Untersuchungen zum Nachweis der verschiedenen Eigenschaften
des Kupfers für ein Vergleichsbeispiel 1 ausgewiesen, wobei nach fol
gendem Verfahren vorgegangen wurde. Das Verfahren besteht aus zwei
Elektrolyseschritten, und zwar der katodischen Elektrolyse, bei der die
Kupferfolie mit einer Stärke von 35 µm zum Aufrauhen ihrer Oberfläche
in einer wäßrigen Lösung von Natriumdichromat(VI) in einer Konzentrati
on von 10 g/l bei einer Stromdichte von 0,3 A/dm2 5 Sekunden lang un
ter den gleichen Bedingungen wie beim zuvor beschriebenen Ausfüh
rungsbeispiel vorbehandelt wurde. Anschließend wurde die Kupferfolie
mit Wasser abgewaschen und getrocknet. Wie beim vorhergehenden Aus
führungsbeispiel wurde die Kupferfolie auf einen Glas/Epoxidharz-Träger
der Güteklasse FR-4 auflaminiert.
In Tabelle 2 sind außerdem die Ergebnisse einer Reihe von Unter
suchungen zum Nachweis der verschiedenen Eigenschaften des kupferbe
schichteten Laminats für ein Vergleichsbeispiel 2 ausgewiesen, das nach
dem folgenden Verfahren hergestellt wurde. Dieses Verfahren umfaßt den
Schritt der elektrolytischen Vorbehandlung der Kupferfolie mit einer
Stärke von 35 µm zum Aufrauhen ihrer Oberfläche, die als Katode in ei
ne wäßrige Lösung von Zinkoxid in einer Konzentration von 6 g/l und
von Natriumhydroxid in einer Konzentration von 45 g/l in ein Bad von
einer Temperatur von 30°C bei einer Stromdichte von 5 A/dm2 15 Sekun
den lang eingesetzt wurde. Anschließend wurde die Kupferfolie mit Was
ser abgewaschen und als Katode in einer wäßrigen Lösung von Natrium
dichromat(VI) mit einer Konzentration von 10 g/l bei einer Stromdichte
von 0,3 A/dm2 unter den gleichen Bedingungen wie beim zuvor beschrie
benen Ausführungsbeispiel elektrolytisch behandelt, anschließend abge
waschen und getrocknet. Danach wurde die Kupferfolie auf den gleichen
Glas/Epoxidharz-Träger wie beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel
auflaminiert.
(1) Gemäß 5,7 der japanischen Norm JIS-C-6481-1986, bei der eine
Linienbreite mit 1 mm angegeben ist.
(2) 60minütiges Eintauchen in 20%ige HCl bei 25°C
(3) Zusammensetzung der Ätzlösung aus Kupfer(II)-chlorid:
CuCl2: 80 g/l; NaCl: 60 g/l; HCl (36%): 225 cc/l.
*: kein Unterätzen
X: starkes Unterätzen. In der Praxis nicht realisierbar.
(4) Alkali-Ätzen: "Alka-Etch" Yamatoya Shokai K. K.
*: keine Fleckenbildung
∩: Flecken vorhanden, aber nur sehr klein. In der Praxis für normale Einsatzzwecke kein Problem.
X: Flecken vorhanden.
(5) Die geätzte Platinenoberfläche wurde in einem Ofen eine Stunde lang auf 170°C erwärmt.
*: keine Farbveränderung
Δ: Farbe hat sich etwas verändert.
(2) 60minütiges Eintauchen in 20%ige HCl bei 25°C
(3) Zusammensetzung der Ätzlösung aus Kupfer(II)-chlorid:
CuCl2: 80 g/l; NaCl: 60 g/l; HCl (36%): 225 cc/l.
*: kein Unterätzen
X: starkes Unterätzen. In der Praxis nicht realisierbar.
(4) Alkali-Ätzen: "Alka-Etch" Yamatoya Shokai K. K.
*: keine Fleckenbildung
∩: Flecken vorhanden, aber nur sehr klein. In der Praxis für normale Einsatzzwecke kein Problem.
X: Flecken vorhanden.
(5) Die geätzte Platinenoberfläche wurde in einem Ofen eine Stunde lang auf 170°C erwärmt.
*: keine Farbveränderung
Δ: Farbe hat sich etwas verändert.
Die Ergebnisse der Versuche zur Bestimmung vieler verschiedener
Eigenschaften gemäß Tabelle 2 zeigt deutlich, daß die nach dem erfin
dungsgemäßen Behandlungsverfahren bearbeitete Kupferfolie für Leiter
platten im Vergleich zu einer nach einem herkömmlichen Verfahren (Ver
gleichsbeispiel) behandelten Kupferfolie in der chemischen Beständigkeit
und/oder Hitzebeständigkeit deutlich besser ist.
Die Erfindung, bei der mit einem Kupfer-Zink-Bad gearbeitet wird,
erbringt die folgenden Vorteile:
In den Eigenschaften und typischen Merkmalen der erfindungsge mäß hergestellten Kupferfolie zeigt sich eine hohe Wirksamkeit. Insbe sondere weist die Kupferfolie gegenüber dem Kunstharz eine deutlich bessere Abblätterfestigkeit auf; auch ist ihre Wärmefestigkeit im hohen Temperaturbereich und im Langzeittest besser, während auch die Forde rung nach chemischer Beständigkeit gegenüber Salzsäure erfüllt wird, neben der Forderung nach Unempfindlichkeit gegenüber der Brownschen Übertragung; Ätzflecke wurden nicht festgestellt. Mit anderen Worten eignet sich die erfindungsgemäß hergestellte Kupferfolie nicht nur für eine normale Mehrschichten-Leiterplatte, sondern auch für Leiterplatten mit hoher Packungsdichte. Des weiteren wird bei dem erfindungsgemäß verwendeten Bad überhaupt kein Zyansalz verwendet, so daß das erfin dungsgemäße Verfahren auch vom Aspekt des Umweltschutzes her deut lich günstiger ist; daneben ist es auch im Hinblick auf den problemlosen Einsatz sehr gut realisierbar.
In den Eigenschaften und typischen Merkmalen der erfindungsge mäß hergestellten Kupferfolie zeigt sich eine hohe Wirksamkeit. Insbe sondere weist die Kupferfolie gegenüber dem Kunstharz eine deutlich bessere Abblätterfestigkeit auf; auch ist ihre Wärmefestigkeit im hohen Temperaturbereich und im Langzeittest besser, während auch die Forde rung nach chemischer Beständigkeit gegenüber Salzsäure erfüllt wird, neben der Forderung nach Unempfindlichkeit gegenüber der Brownschen Übertragung; Ätzflecke wurden nicht festgestellt. Mit anderen Worten eignet sich die erfindungsgemäß hergestellte Kupferfolie nicht nur für eine normale Mehrschichten-Leiterplatte, sondern auch für Leiterplatten mit hoher Packungsdichte. Des weiteren wird bei dem erfindungsgemäß verwendeten Bad überhaupt kein Zyansalz verwendet, so daß das erfin dungsgemäße Verfahren auch vom Aspekt des Umweltschutzes her deut lich günstiger ist; daneben ist es auch im Hinblick auf den problemlosen Einsatz sehr gut realisierbar.
Im folgenden wird nun ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfin
dung im einzelnen erläutert, bei dem mit einem Kupfer-Zink-Nickel-Bad
gearbeitet wird.
Die elektrolytisch behandelte Kupferfolie mit einer Stärke von 35 µm,
die nach entsprechender Vorbehandlung eine rauhe Oberfläche auf
wies, wurde als galvanische Katode in dem Bad eingesetzt, das jeweils
die Zusammensetzungen aufwies und die Behandlungbedingungen bot, die
in Tabelle 3 ausgewiesen sind. Die Badtemperatur wurde in jedem Fall
auf 30°C eingestellt. Danach wurde die Kupferfolie mit Wasser gewa
schen und dann als Katode in eine wäßrige Lösung von Natriumdichro
mat(VI) mit einer Konzentration von 10 g/l zur Elektrolyse eingesetzt
und 5 Sekunden lang unter einer Stromdichte von 0,3 A/dm2 gehalten.
Danach wurde die Kupferfolie auf einen Glas/Epoxidharz-Träger der Gü
teklasse FR-4 auflaminiert und umgeformt, wodurch man ein kupferbe
schichtetes Laminat erhielt; anschließend wurde das Laminat einer Reihe
von Untersuchungen zum Nachweis verschiedener Merkmale unterzogen.
Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind in Tabelle 3 wiedergegeben.
Im übrigen sind in Tabelle 3 die Ergebnisse einer Reihe verschie
dener Untersuchungen zum Nachweis der verschiedenen Eigenschaften
des Kupfers für ein Vergleichsbeispiel 2 ausgewiesen, das nach folgen
dem Verfahren hergestellt wurde. Das Verfahren besteht aus zwei Elek
trolyseschritten, und zwar der katodischen Elektrolyse, bei der die Kup
ferfolie mit einer Stärke von 35 µm zum Aufrauhen ihrer Oberfläche in
einer wäßrigen Lösung von Zinkoxid mit einer Konzentration von 6 g/l
und Natriumhydroxid mit einer Konzentration von 45 g/l bei einer Bad
temperatur von 30°C und einer Stromdichte von 5 A/dm2 5 Sekunden
lang unter den gleichen Bedingungen wie beim zuvor beschriebenen Aus
führungsbeispiel vorbehandelt wurde. Anschließend wurde die Kupferfolie
mit Wasser abgewaschen und als Katode in einer wäßrigen Lösung von
Natriumdichromat(VI) mit einer Konzentration von 10 g/l bei einer Strom
dichte von 0,3 A/dm2 5 Sekunden lang unter den gleichen Bedingungen
wie beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel behandelt. Anschließend
wurde wie gewaschen und getrocknet. Danach wurde die Kupferfolie auf
einen Glas/Epoxidharz-Träger der Güteklasse FR-4 auflaminiert.
In Tabelle 3 sind außerdem die Ergebnisse einer Reihe von Unter
suchungen zum Nachweis der verschiedenen Eigenschaften des kupferbe
schichteten Laminats für ein Vergleichsbeispiel 2 ausgewiesen, das nach
dem folgenden Verfahren hergestellt wurde. Dieses Verfahren umfaßt den
Schritt der elektrolytischen Vorbehandlung der Kupferfolie mit einer
Stärke von 35 µm zum Aufrauhen ihrer Oberfläche, die als Katode in ei
ne wäßrige Lösung von Zinkoxid in einer Konzentration von 6 g/l und
von Natriumhydroxid in einer Konzentration von 45 g/l in ein Bad von
einer Temperatur von 30°C bei einer Stromdichte von 5 A/dm2 15 Sekun
den lang eingesetzt wurde. Anschließend wurde die Kupferfolie mit Was
ser abgewaschen und als Katode in einer wäßrigen Lösung von Natrium
dichromat(VI) mit einer Konzentration von 10 g/l bei einer Stromdichte
von 0,3 A/dm2 unter den gleichen Bedingungen wie beim zuvor beschrie
benen Ausführungsbeispiel elektrolytisch behandelt, anschließend abge
waschen und getrocknet. Danach wurde die Kupferfolie auf den gleichen
Glas/Epoxidharz-Träger wie beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel
auflaminiert.
Die Ergebnisse der Versuche zum Nachweis einer Reihe von Eigen
schaften des Laminats sind außerdem als Vergleichsbeispiele Nr. 3 bis
12 in Tabelle 3 ausgewiesen. Das Laminat wurde dadurch hergestellt,
daß eine Kupferfolie jeweils in einem Bad mit 10 verschiedenen Zusam
mensetzungen unter den in Tabelle 3 angegebenen Bedingungen elektro
lytisch behandelt wurde, wobei mit den gleichen Bedingungen wie beim
vorgenannten Ausführungsbeispiel gearbeitet wurde, mit Ausnahme des
Einsatzes des Kupfer-Zink-Bads ohne Nickel. Die Kupferfolie mit einer
Stärke von 35 µm wurde wie beim oben beschriebenen Ausführungsbei
spiel zum Aufrauhen ihrer Oberfläche vorbehandelt. Anschließend wurde
die Kupferfolie mit Wasser gewaschen und danach in einem Bad aus Na
triumdichromat(VI) mit einer Konzentration von 10 g/l bei einer Strom
dichte von 0,3 A/dm2 5 Sekunden lang wie beim ersten Ausführungsbeispiel
elektrolytisch behandelt, anschließend gewaschen und getrocknet.
Danach wurde die Kupferfolie auf den gleichen Träger wie beim vorste
hend beschriebenen Ausführungsbeispiel auflaminiert.
Die Ergebnisse der Untersuchungen zum Nachweis vieler verschie
dener Eigenschaften laut Tabelle 3 zeigen deutlich, daß die erfindungs
gemäße Kupferfolie für Leiterplatten eine bessere Hitzebeständigkeit und
Beständigkeit gegenüber Chemikalien als bei einer herkömmlichen Sperr
schicht aufweist, und daß im Vergleich zu einer Kupfer-Zink-Sperr
schicht ohne Nickel durch die Einbeziehung von Nickel keine Probleme
mit Ätzflecken auftreten, während die Hitzebeständigkeit sich erhöht.
Fig. 1 und 2 sind Fotografien, die unter dem Elektronenmikroskop
aufgenommen wurden und die verschiedenen Formen der behandelten
Kupferfolie gemäß dem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel Nr. 2 und
beim Vergleichsbeispiel Nr. 12 zeigen. Wie sich aus diesen elektronenmi
kroskopischen Aufnahmen deutlich ergibt, ist auf dem Ausführungsbei
spiel Nr. 2 keine pulverige Ablagerung zu finden, wobei bei diesen Bei
spiel Nickelionen zugesetzt wurden; zum Vergleich sollte das Beispiel Nr.
12 herangezogen werden, bei dem keine Nickelionen zugesetzt werden.
Dies bedeutet, daß der Zusatz von Nickelionen die Bildung pulveriger Ab
scheidungen wirksam verhindert.
(1) Gemäß 5.7 der japanischen Norm JIS-C-6481-1986, bei der eine
Linienbreite mit 1 mm angegeben ist.
(2) 60minütiges Eintauchen in 20%ige HCl bei 25°C
(3) Zusammensetzung der Ätzlösung aus Kupfer(II)-chlorid:
CuCl2: 80 g/l; NaCl: 60 g/l; HCl (36%): 225 cc/l.
* kein Unterätzen
X: starkes Unterätzen. In der Praxis nicht realisierbar. Alkali-Ätzen: "Alka-Etch" von Yamatoya Shokai K. K.
* keine Fleckenbildung
∩: Flecken vorhanden, aber nur sehr klein. In der Praxis für normale Einsatzzwecke kein Problem.
X: Flecken vorhanden.
(5) Die geätzte Platinenoberfläche wurde in einem Ofen eine Stunde lang auf 170°C erwärmt.
*: keine Farbveränderung
Δ: Farbe hat sich etwas verändert.
(2) 60minütiges Eintauchen in 20%ige HCl bei 25°C
(3) Zusammensetzung der Ätzlösung aus Kupfer(II)-chlorid:
CuCl2: 80 g/l; NaCl: 60 g/l; HCl (36%): 225 cc/l.
* kein Unterätzen
X: starkes Unterätzen. In der Praxis nicht realisierbar. Alkali-Ätzen: "Alka-Etch" von Yamatoya Shokai K. K.
* keine Fleckenbildung
∩: Flecken vorhanden, aber nur sehr klein. In der Praxis für normale Einsatzzwecke kein Problem.
X: Flecken vorhanden.
(5) Die geätzte Platinenoberfläche wurde in einem Ofen eine Stunde lang auf 170°C erwärmt.
*: keine Farbveränderung
Δ: Farbe hat sich etwas verändert.
Die Erfindung, bei der mit einem Kupfer-Zink-Nickel-
Bad gearbeitet wird, erbringt die folgenden Vorteile:
In den Eigenschaften und typischen Merkmalen der erfindungsge mäß hergestellten Kupferfolie zeigt sich eine hohe Wirksamkeit. Insbe sondere weist die Kupferfolie gegenüber dem Kunstharz eine deutlich bessere Abblätterfestigkeit auf; auch ist ihre Wärmefestigkeit im hohen Temperaturbereich und im Langzeittest besser, während auch die Forde rung nach chemischer Beständigkeit gegenüber Salzsäure erfüllt wird, neben der Forderung nach Unempfindlichkeit gegenüber der Brownschen Übertragung; Ätzflecke wurden nicht festgestellt. Mit anderen Worten eignet sich die erfindungsgemäß hergestellte Kupferfolie nicht nur für eine normale Mehrschichten-Leiterplatte, sondern auch für Leiterplatten mit hoher Packungsdichte. Des weiteren wird bei dem erfindungsgemäß verwendeten Bad überhaupt kein Zyansalz verwendet, so daß das erfin dungsgemäße Verfahren auch vom Aspekt des Umweltschutzes her deut lich günstiger ist; daneben ist es auch im Hinblick auf den problemlosen Einsatz sehr gut realisierbar.
In den Eigenschaften und typischen Merkmalen der erfindungsge mäß hergestellten Kupferfolie zeigt sich eine hohe Wirksamkeit. Insbe sondere weist die Kupferfolie gegenüber dem Kunstharz eine deutlich bessere Abblätterfestigkeit auf; auch ist ihre Wärmefestigkeit im hohen Temperaturbereich und im Langzeittest besser, während auch die Forde rung nach chemischer Beständigkeit gegenüber Salzsäure erfüllt wird, neben der Forderung nach Unempfindlichkeit gegenüber der Brownschen Übertragung; Ätzflecke wurden nicht festgestellt. Mit anderen Worten eignet sich die erfindungsgemäß hergestellte Kupferfolie nicht nur für eine normale Mehrschichten-Leiterplatte, sondern auch für Leiterplatten mit hoher Packungsdichte. Des weiteren wird bei dem erfindungsgemäß verwendeten Bad überhaupt kein Zyansalz verwendet, so daß das erfin dungsgemäße Verfahren auch vom Aspekt des Umweltschutzes her deut lich günstiger ist; daneben ist es auch im Hinblick auf den problemlosen Einsatz sehr gut realisierbar.
Claims (5)
1. Verfahren zur Oberflächenbehandlung einer
Kupferfolie für Leiterplatten, welches Verfahren die
folgenden Schritte umfaßt:
daß das Behandlungsbad Kupferionen, Zinkionen, Weinsäure und Alkali enthält und daß das Verhältnis der Kupferionen zu den Zinkionen im Behandlungsbad auf einen Wert zwischen 0,8 und 3,0 innerhalb des jeweiligen Konzentrationsbereichs der Kupferionen bzw. der Zinkionen eingestellt wird.
- - Bilden einer Bearbeitungsschicht aus Kupfer und Zink, indem mindestens eine Seite einer Kupferfolie als Kathode in einem Kupfer und Zink enthaltenden Behandlungsbad elektrolytisch behandelt wird, und
- - Behandeln der Kupferfolie durch Chromatieren,
daß das Behandlungsbad Kupferionen, Zinkionen, Weinsäure und Alkali enthält und daß das Verhältnis der Kupferionen zu den Zinkionen im Behandlungsbad auf einen Wert zwischen 0,8 und 3,0 innerhalb des jeweiligen Konzentrationsbereichs der Kupferionen bzw. der Zinkionen eingestellt wird.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Alkalität im Kupfer-Zink-Bad
unter Einsatz von Natriumhydroxid mit einer
Konzentration von über 60 g/l eingestellt wird und
daß das Verhältnis der Kupferionen zu den Zinkionen
auf einen Wert zwischen 0,8 und 3,0 eingestellt wird.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Bad des weiteren Nickelionen
enthält, so daß zur Bildung einer
Kupfer-Zink-Nickel-Schicht auf mindestens einer Seite
der Kupferfolie ein Kupfer-Zink-Nickel-Behandlungsbad
vorliegt.
4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Alkalität im
Kupfer-Zink-Nickel-Bad unter Einsatz von
Natriumhydroxid mit einer Konzentration von über 60 g/l
eingestellt wird und daß das Verhältnis der
Kupferionen zu den Zinkionen auf einen Wert zwischen
0,8 und 3,0 eingestellt wird.
5. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Konzentration der Nickelionen
im Kupfer-Zink-Nickel-Bad auf einen Wert zwischen 0,4 g/l
und 30 g/l eingestellt wird.
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