DE4140963C2 - - Google Patents

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DE4140963C2
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Reinhard Dipl.-Ing. 7981 Fronreute De Leigraf
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Sulzer Escher Wyss GmbH
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Sulzer Escher Wyss GmbH
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G1/00Calenders; Smoothing apparatus

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  • Paper (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Glätten einer Faserstoffbahn, die zwischen den Walzen mindestens eines Walzenpaares hindurchgeführt und dabei mit einer einstellbaren Preßkraft belastet wird.
Aus der DE-PS 28 23 738 ist ein Verfahren bekannt, bei dem der Druck und die Temperatur im Walzenspalt mit dem Ziel eines minimalen Druckes im Walzenspalt von einem Rechner mit Hilfe der funktionellen Zusammenhänge zwischen der Glätte einerseits und dem Druck im Walzenspalt sowie der Walzentemperatur andererseits geregelt werden. Dazu ist es notwendig, den Istwert einer von der Glätte der Papierbahn abhängigen Kenngröße diskontinuierlich oder fortlaufend zu ermitteln und mit dem vorgegebenen Sollwert zu vergleichen.
Eine derartige Regelung ist sehr aufwendig und berücksichtigt nicht den Einfluß der Geschwindigkeit, mit der die Papierbahn den Walzenspalt passiert, auf die funktionellen Zusammenhänge. Infolgedessen kommt es vor allem beim Tambourwechsel und der damit verbundenen Abbremsung und Beschleunigung zu Glätte- bzw. Glanzwerten, die nicht den Zielwerten entsprechen, und damit zu Produktionsverlusten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Glätten einer Faserstoffbahn zu entwickeln, welches mit einfachen Mitteln den Produktionsverlust während des Tambourwechsels sowie der damit zusammenhängenden Geschwindigkeitsänderungen verringert.
Erfindungsgemaß wird die Aufgabe durch das im Anspruch 1 beschriebene Verfahren gelöst, wobei die Unteransprüche besondere Ausführungsformen darstellen.
Dabei kann in einem Walzensystem, bestehend aus einer oder mehreren Walzenpaarungen, das Verhältnis zwischen Glanz beziehungsweise Glätte einerseits und einer vorgegebenen Geschwindigkeit andererseits vorzugsweise über einen Versuch ermittelt werden, bei dem der Druck im jeweiligen Walzenspalt, d. h. die von den Walzen ausgehende mittlere Linien- oder Flächenkraft, je nach Art des Walzenspaltes allmählich erhöht wird. Die sich daraus bei verschiedenen Geschwindigkeiten ergebenden Kennlinien sind somit als Grundlage für eine Steuerung verwendbar, die bei den für einen Tambourwechsel notwendigen Geschwindigkeitsänderungen der Faserstoffbahn unter Gewährleistung der erforderlichen Glätte, beziehungsweise des Glanzes die Preßkraft entsprechend der Geschwindigkeitsänderung beeinflußt. Durch dieses Verfahren wird zumindest der Produktionsverlust während der Geschwindigkeitsänderungen stark reduziert.
Die Veränderung des Druckes im Walzenspalt ist, bedingt durch mechanische sowie hydraulische Funktionselemente, mit einer Zeitverzögerung bezugnehmend auf das auslösende Signal der Steuerung verbunden. Dem Rechnung tragend, sollte die Preßkraft entsprechend der Geschwindigkeit eingestellt werden, die sich bei durchschnittlicher positiver bzw. negativer Beschleunigung nach Ablauf der Zeitverzögerung für eine Änderung der Preßkraft ergeben würde. Beim Einsatz von beheizten Walzen kommt hinzu, daß sich bei Geschwindigkeitsänderung die Verweildauer der Faserstoffbahn im Walzenspalt sowie die Menge der von der Walze abgeführten Wärmeenergie verändert. Dies sollte bei der Ermittlung der Zusammenhänge zwischen Glanz beziehungsweise Glätte und der Geschwindigkeit bei unterschiedlichen Preßkräften und somit auch in der Steuerung berücksichtigt werden. Es kann in diesem Zusammenhang von Vorteil sein, wenn die Beheizung vorzugsweise bei von außen beheizten Walzen während der negativen Beschleunigung verringert und während der positiven Beschleunigung bis zum Erreichen der normalen Betriebstemperatur wieder verstärkt wird. Wegen der thermischen Trägheit empfiehlt es sich, vor allem bei von innen beheizten Walzen vom Beginn der Abbremsung bis zum Ende der Beschleunigung die Walzenoberfläche beispielsweise über Blasdüsen zu kühlen.
Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die beigefügte Zeichnung zeigt hierbei eine schematische Darstellung einer der Durchführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung.
Eine Papierbahn 1 wird dabei durch einen von den Walzen 2 und 3 gebildeten Walzenspalt geführt und dem Tambour 4 einer Aufwickelvorrichtung 5 zugeführt. Der Druck im Walzenspalt wird über die Kraftelemente beider Walzen 2 und 3 beeinflußt, wobei die Beschränkung auf eine Walze 2 oder 3 ebenfalls möglich ist. Als Kraftelemente kommen u. a. die in der DE-PS 28 23 738 beschriebenen und am Walzenträger angreifenden und/oder die in der CH-PS 5 41 088 dargestellten und zwischen Walzenmantel und Träger angeordneten Kraftelemente zur Anwendung. Die Ansteuerung der Kraftelemente erfolgt über die Steuerleitungen 7 einer Steuerung 6. Diese Steuerung 6 erhält mit Hilfe bekannter Meßeinrichtungen über die Signalleitungen 8 Informationen über die Geschwindigkeit der Walzen 2 und 3 und somit der Papierbahn 1 und bei Notwendigkeit auch über die Oberflächentemperatur beider Walzen 2 und 3. Des weiteren nimmt die Steuerung 6 über die Steuerleitungen 9 Einfluß auf die Kühleinrichtungen 10, was vor allem bei von innen beheizten Walzen 2 und/oder 3 erforderlich sein kann. Dabei wird die Walzenoberfläche beispielsweise über bekannte Blasdüsen von Beginn der Abbremsung bis Ende der Beschleunigung gekühlt.
Die auf dem Verfahren beruhende Steuerung 6 kommt insbesondere beim Tambourwechsel zum Einsatz, da dieser nur bei verringerter Papierbahngeschwindigkeit, zur Zeit etwa 40 m/min., möglich ist. Um vor allem während der Abbremsung sowie der Beschleunigung den Produktionsverlust aufgrund nicht zielgerechter Glätte- und Glanzwerte zu verringern, werden die Preßkraft und bei Bedarf auch die Temperatur der Walzenoberfläche entsprechend der für den Tambourwechsel notwendigen Geschwindigkeitsänderungen gesteuert. Die Zusammenhänge zwischen diesen Größen werden vorzugsweise in Versuchsreihen bei verschiedenen Papiersorten ermittelt.

Claims (5)

1. Verfahren zum Glätten einer Faserstoffbahn, die zwischen den Walzen (2 und 3) mindestens eines Walzenpaares hindurchgeführt und dabei mit einer einstellbaren Preßkraft belastet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von Glätte oder Glanz zur Geschwindigkeit bei verschiedenen Preßkräften ermittelt wird und bei den für einen Tambourwechsel notwendigen Geschwindigkeitsänderungen der Faserstoffbahn unter Gewährleistung der erforderlichen Glätte oder des Glanzes die Preßkraft entsprechend der Geschwindigkeitsänderung gesteuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitverzögerung für eine Änderung der Preßkraft in der Steuerung (6) berücksichtigt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßkraft entsprechend der Geschwindigkeit eingestellt wird, die sich bei durchschnittlicher positiver oder negativer Beschleunigung nach Ablauf der Zeitverzögerung für eine Änderung der Preßkraft ergeben würde.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Beheizung vorzugsweise bei von außen beheizten Walzen (2, 3) während der negativen Beschleunigung verringert und während der positiven Beschleunigung wieder verstärkt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenoberfläche vorzugsweise bei von innen beheizten Walzen (2, 3) vom Beginn der negativen Beschleunigung bis zum Ende der Beschleunigung gekühlt wird.
DE19914140963 1991-12-12 1991-12-12 Verfahren zum glaetten einer faserstoffbahn Granted DE4140963A1 (de)

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DE4140963A1 DE4140963A1 (de) 1992-11-05
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DE4328310C2 (de) * 1993-08-23 1997-06-05 Voith Sulzer Papiermasch Gmbh Aufwickelvorrichtung für eine Faserstoffbahn

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CH541088A (de) * 1971-06-28 1973-08-31 Escher Wyss Ag Walze mit Durchbiegungsausgleichsvorrichtung
DE2823738C2 (de) * 1978-05-31 1985-11-07 Kleinewefers Gmbh, 4150 Krefeld Verfahren zum Einebnen (Glätten) einer Papierbahn

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