DE414783C - Ofen zum Entgasen nicht kokbarer bitumenhaltiger Stoffe bei niedriger Temperatur - Google Patents
Ofen zum Entgasen nicht kokbarer bitumenhaltiger Stoffe bei niedriger TemperaturInfo
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- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
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Description
- Ofen zum Entgasen nicht kokbarer bitumenhaltiger Stoffe bei niedriger Temperatur. Die Entgasung nicht kokbarer bitumenlialtiger Stoffe bei niedriger Temperatur erfolgt vielfach in den sogenannten Rolleöfen, d. h. zylindrischen Schachtöfen, in denen durch sich jalousieartig überdeckende Einsatzringe das Destillationsgut gezwungen wird, an den beheizten Wandungen in dünner Schicht nach unten zu rutschen, während die sich entwickelnden Gase durch die Jalousieöffnungen hindurch frei in das Innere treten können. Diese runde Form der Rolleöfen hat zunächst den Nachteil, daß Verstopfungen im Innern des Ofens schlecht festgestellt und beseitigt werden können, weil infolge des geschlossenen Querschnitts die Eingriffsmöglichkeit fehlt. Auf der andern Seite steht auch die runde Form der Vereinigung mehrerer Ofenkammern zu einer baulichen und betriebstechnischen Einheit entgegen.
- Gemäß der Erfindung wird diese Beschränkung dadurch beseitigt, daß die Destil@ation dcrartiger Brennstoffe in langgestreckten rechteckigen Kammern erfolgt, an deren Langseiten die Jalousieflächen angeordnet sind, während diese stumpf gegen die Stirnseiten anstoßen. An sich ist zwar der (Gedanke einer rechteckigen Gestalt der Kaminern schon bekannt, jedoch nicht die Ausnutzung dieser Eigenschaft zur Erleichterung des bei kontinuierlich arbeitenden öfen besonders wichtigen iratzereingriffs und zum Bau von Ofenbatterien. Es wird nämlich zunächst eine Eingriffsmöglichkeit von den Stirnseiten her geboten, indem mit Stocherstangen die einzelnen jalousieöffnungen in der Längsrichtung bearbeitet werden können; am besten erfolgt dies wieder mit einer ständig bewegten Kratzvorrichtung. Diese Form der Kammer gestattet nun auch wiederum eine Zusammenfügung mehrerer Öfen zu einer Batterie nach Art der Koksöfen, indem die Destillationskammern, jeweilig durch die Heizwände getrennt, einfach nebeneinander gesetzt werden. Statt der Hin- und Herbewegung der Kratzer könnte auch die gleiche Wirkung durch ein gesetzmäßiges Rütteln des Einbaues erfolgen.
- Damit ergibt sich aber auch wieder eine zweckmäßige Form der Durchführung der Beheizung, indem die zur Beheizung dienenden Verbrennungsstoffe am unteren Ende eines senkrechten Schachtes zusammengeführt werden, während die Flamme durch einen oberen Verteilkanal über die Länge der einzelnen Ofenkammern verteilt wird, um die Heizwand von oben nach unten zu durchströmen; hiermit sind die, besten Bedingungen für eine gleichmäßige )Vandbeheizung -e- geben, entsprechen der Regel, daß heiße Gase, die Wärme abgeben sollen, den Weg von oben nach unten machen müssen.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Abb. i im Längsschnitt, in Abb. 2 im senkrechten und in Abb.3 im wagerechten Querschnitt wiedergegeben.
- Die einzelnen, aus Gußplatten gebildeten Destillationskammern io besitzen die Gestalt eines liegenden Rechteckprismas und sind wie die Koksöfen, durch die einzelnen Heizkammern i i getrennt, nebeneinander angeordnet. In den Kammern io sind die jalousieförmigen Einsätze 12 vorgesehen, die das durch die Bunker 13 eingefüllte Gut zwingen, in dünner Schicht an den Wandungen der Kammer io herabzugleiten. Stachelwalzen i¢ am unteren Ende befördern das Gut in die Ausläufe 15, aus denen es durch Verschlüsse 16 entnommen werden kann. Dank der Erstrekkung der Jalousiewände 12 auf beiden Seitenflächen der Kammer io besitzen sie von vornherein die Eigenschaft, von den Stirnflächen her zugängig zu sein. Dies wird nach der Weiterbildung der Erfindung dadurch ausgenutzt, daß Kratzer 17, die durch eine Stange 18 zusammengefaßt sind und die sich rechenartig über die ganze Höhe der Jalousien 12 erstrecken, von einem Antrieb i 9 aus hin und her bewegt werden, so daß sie mit den in die Zwischenräume zwischen den Jalousien eingreifenden Zungen diese ständig offenhalten und das darin ruhende Gut so lockern, daß es gleichmäßig nach unten weitergleitet.
- Die Beheizung geht auf folgende Weise vor sich: In dem Rekuperator 20 werden die Verbrennungsstoffe, Gas und Luft oder auch nur die Luft allein, vorgewärmt, um in den senkrechten Schacht 21 einzutreten und in diesem emporzubrennen. Durch den hier erzeugten Auftrieb erhält die Flamme den Anstoß für die weitere Strömung im wagerechten und im abfallenden Sinne. Die in den wagerechten Kanal 22 eintretenden Gase werden zunächst über dessen Länge verteilt, um dann durch die düsenförmigen Röhren 23 in das Innere der eigentlichen Heizwand i i einzutreten. Diese Heizwand ist so groß, daß darin die Heizgase frei spielen können, d. h. sie steigen allmählich in zahlreichen Wirbeln nach unten, wobei sie ihre Wärme abgeben. Ohne daß es bei dieser Strömung von oben nach unten einer Zwangsführung bedürfte, stellen sich in allen Schichten gleiche Wärmegrade ein. Die Röhren 23 dienen dazu, eine übermäßige Beheizung des oberen Teiles der Heizwand zu vermeiden. Bei dem Austritt aus den Röhren 23 strömt nämlich das heiße Gas zunächst nach oben, um sich mit kälteren Gasmengen zu vermischen, so daß die Temperaturspitze nicht an der Heizwand selbst zur Auswirkung gelangt.
Claims (6)
- PATENT-ANSPRÜCHE: i. Ofen zum Entgasen nicht kokbarer bitumenhaltiger Stoffe bei niedriger Temperatur mit einer Kammer von rechteckigem Querschnitt, in der die Ausgangsstoffe durch jalousieartige Einsätze gezwungen werden, sich in dünner Schicht nach unten zu bewegen, gekennzeichnet durch einen senkrechten Schacht (21), in dem die Heizstoffe aufsteigend verbrennen, und einen oberen wagerechten Kanal (22), der die Verbrennungsgase auf die Länge der Heizwand (i i) verteilt.
- 2. Ofen nach Anspruch i, gekennzeichnet durch von dem Kanal (22) in die Heizwand (i i) hineinragende düsenför- -mige Röhren (23), die die Gase in das Innere der Heizwand hineinführen.
- 3. Ofenanlage, bei der zwei oder mehr Öfen nach Anspruch i und 2 zu einer Ofenbatterie nach Art der Koksöfen vereinigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Destillationskammer (io) symmetrisch zueinander zwei jalousieartige Einsätze (12) angebracht sind, zwischen denen der Gasabzug liegt, so daß sich seitlich nebeneinander immer eine Heizwand, eine Schicht des zu entgasenden Stoffes, ein jalousieartiger Einsatz, ein Gasabzugsraum, ein Einsatz, eine Schicht, eine Heizwand usw. folgen.
- 4.. Ofen nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch von einem Antrieb (i9) ständig wagerecht hin und her bewegte Kratzer (17), die sich rechenartig über die ganze Höhe der Jalousiewände erstrecken und mit Zungen in die Jalousieöffnungen fassen.
- 5. Ofen nach Anspruch i und q., dadurch gekennzeichnet, daß an einem über die ganze Länge der Kammer sich erstreckenden Gestänge (18) in Abständen Gruppen von Kratzern (17) angebracht sind, um den erforderlichen Hub des Antriebes (i9) herabzusetzen.
- 6. Ofen nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Jalousieeinsätze in an sich bekannter Weise in Rüttelbewegung gesetzt werden können, um Verstopfungen zu beseitigen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK79833D DE414783C (de) | 1921-11-15 | 1921-11-15 | Ofen zum Entgasen nicht kokbarer bitumenhaltiger Stoffe bei niedriger Temperatur |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK79833D DE414783C (de) | 1921-11-15 | 1921-11-15 | Ofen zum Entgasen nicht kokbarer bitumenhaltiger Stoffe bei niedriger Temperatur |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE414783C true DE414783C (de) | 1925-06-08 |
Family
ID=7233684
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK79833D Expired DE414783C (de) | 1921-11-15 | 1921-11-15 | Ofen zum Entgasen nicht kokbarer bitumenhaltiger Stoffe bei niedriger Temperatur |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE414783C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10346959B3 (de) * | 2003-10-09 | 2005-08-18 | Vilbrandt, Reinhard, Dr. | Vorrichtung zur thermischen Behandlung von kerogenhaltigen Sedimentgesteinen, insbesondere von Ölschiefer, sowie Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung |
-
1921
- 1921-11-15 DE DEK79833D patent/DE414783C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10346959B3 (de) * | 2003-10-09 | 2005-08-18 | Vilbrandt, Reinhard, Dr. | Vorrichtung zur thermischen Behandlung von kerogenhaltigen Sedimentgesteinen, insbesondere von Ölschiefer, sowie Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung |
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