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Vorrichtung zum Entfetten von Leder, Pelzwerk o. dgl. Bei bekannten
Vorrichtungen zur Entfettung von Leder, Pelzwerk o. dgl. mit einer in einem geschlossenen
Gehäuse drehbaren, durchbrochenen Trommel, in der das Arbeitsgut dem Einfuß der
zum Entfetten dienenden Lösungsmittel unterworfen wird, dienen die hohl ausgeführten
Achszapfen dieser Trommel zur Einführung sowohl der die Lösungsmitteldämpfe aus
dem Innern der Vorrichtung ableitenden Luft als auch des etwa vorher benötigten
Dampfes. Hierbei ist zunächst die Abdichtung der Wellenlager schwierig und das völlige
Dichthalten ausgeschlossen. Weiterhin ist der für die Zuleitung der Luft zur Verfügung
stehende Querschnitt in der Hohlwelle so gering, daß die Ableitung der Lösungsmitteldämpfe
verhältnismäßig lange Zeit in Anspruch nimmt. Hierdurch ist nicht nur die Arbeitszeit
unnötig - verlängert, sondern dieser Umstand macht auch die bekannte Vorrichtung
zur Entfettung bestimmter Lederarten ungeeignet, welche die Entfettungseinrichtung
feucht verlassen müssen, weil dann das sich unmittelbar daran anschließende Färben
des Leders wesentlich bessere Ergebnisse zeitigt. Die Erkenntnis dieser Übelstände
und ihrer Ursachen liegt der Erfindung zugrunde, nach der an dem -die Arbeitstrommel
umschließenden Gehäuse getrennte Zuleitungen für Dampf und Luft vorgesehen sind,
wobei die Achszapfen der Trommel voll ausgeführt werden. Hierdurch ist eine sichere
Abdichtung der Achslager gewährleistet und der sonst an diesen Lagern auftretende
Verlust an Lösungsmittel vermieden. Außerdem ist die Möglichkeit gegeben, den Leitungen
für die Luftzu- und -abführung so große Querschnitte zu geben, wie sie für eine
möglichste Verkürzung der Arbeitszeit bei Gewährleistung der sicheren Aufnahme und
vollständigen Abführung der Lösungsmitteldämpfe anwendbar sind.
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Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung nach der Erfindung in einer
Ausführungsform veranschaulicht. Abb. r zeigt einen Längsmittelschnitt, Abb. 2 eine
teilweise aufgeschnittene Stirnansicht der Vorrichtung.
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In einem Gehäuse z ist eine Trommel 2 drehbar, deren Achszapfen 3,
q. in Lagern 5, 6 ruhen. Die Lager 5, 6 werden von Böcken 7, 8 getragen. die mit
den Seitenwänden des
Gehäuses i verbunden sind. Am äußeren Ende
des Achszapfens q, befinden sich die Fest- und Losscheiben g, io für den Antrieb
der Trommel 2. Die Achszapfen 3, 4. sind in ihren Lagern 5, 6 so gelagert, daß eine
völlige Abdichtung gegen das Innere des Gehäuses i erzielt ist.
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Am Fuße des Gehäuses i liegen Rohre i i für die Zufuhr von Heizdampf.
Diese Rohre sind bei der dargestellten Ausführungsform sämtlich geschlossen,_ so
daß nur eine mittelbare Heizung des Innern der Trommel e stattfindet. Ist auch die
Zufuhr von Dampf in das Innere dieser Trommel erwünscht, so werden mehrere der Rohre
i i mit Löchern versehen, aus denen der Dampf austreten kann. Der Dampf tritt dann
in das Gehäuse i ein und aus diesem durch die Löcher 12, die sich in den Seitenwandungen
der Trommel :2 befinden, in deren Inneres.
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Zu beiden Seiten sind am Gehäuse Leitungen 13, 14 für die Zu- und
Abführung von Luft angeschlossen. Diese Luft tritt durch Stutzen 15, 16 auf der
linken Seite des Gehäuses i ein, gelangt durch die Löcher 12 in das Innere der Trommele
und tritt auf ider gegenüberliegenden Seite wieder aus, um durch Stutzen 17 in die
Leitung 14 zu gelangen. Das Arbeitsgut wird durch eine mittels eines Deckels i8
dicht verschließbare öffnung i9 im Gehäuse i und eine mittels eines Deckels 2o verschließbare
Öffnung 21 in der Trommele in deren Inneres gebracht und wieder daraus entfernt.
Während der Bearbeitung wird das Arbeitsgut in der sich drehenden Trommele der Einwirkung
von Lösungsmitteln unterworfen und dadurch entfettet.
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Da die Achszapfen 3, q. voll ausgeführt sind, ist die sichere Abdichtung
ihrer Lager 5, 6 ermöglicht, so daß an diesen Stellen kein Lösungsmittel austreten
und verlorengehen kann. Infolge des großen Querschnitts der Leitungen 13, 14., 15,
16, 17 kann nach Beendigung der Einwirkung des Lösungsmittels auf das Arbeitsgut
in kurzer Zeit eine so große Luftmenge durch die Trommel e hindurchgeführt werden,,
daß sämtliche Lösungsmitteldämpfe zur Wiedergewinnung außerordentlich schnell abgeführt
werden können. Infolgedessen ist die Arbeitsdauer gegenüber bekannten Einrichtungen
wesentlich verkürzt.
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Die Zu- und Abführung der Luft kann je nach der Eigenart des verwendeten
Lösungsmittels verschieden sein. Zu diesem Zweck kann die Luft auch auf beiden Seiten
am unteren Ende des Gehäuses i ein- und an dessen oberem Ende abgeführt werden,
wie es beispielsweise bei der Benutzung von Benzin als Lösungsmittel der Fall sein
wird, während in umgekehrter Weise bei Verwendung von Trichloräthylen vorgegangen
wird.
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Die Anordnung der Heizrohre i i am unteren Ende des Gehäuses i, die
sämtlich in einer Platte 22 sitzen und mit dieser am Gehäuse i zu befestigenden
Platte herausgenommen werden können, ermöglicht ein schnelles Reinigen der Behälter
und Rohre.