DE416452C - Verfahren zur Darstellung von Alkalicarbonaten unter gleichzeitiger Gewinnung von Ammoniak und Schwefel - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Alkalicarbonaten unter gleichzeitiger Gewinnung von Ammoniak und Schwefel

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DE416452C
DE416452C DESCH71617D DESC071617D DE416452C DE 416452 C DE416452 C DE 416452C DE SCH71617 D DESCH71617 D DE SCH71617D DE SC071617 D DESC071617 D DE SC071617D DE 416452 C DE416452 C DE 416452C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Alkalicarbonaten unter gleichzeitiger Gewinnung von Ammoniak und Schwefel. Es ist versucht worden, die Darstellung von Soda nach dem Leblancprozeß zu vereinfachen und die Bildung wertloser, lästiger ebenprodukte zu vermeiden, indem man (las \7atriumstilfid, das nur intermediär als Zwischenprodukt auftritt, als solches herstellte und statt mit Calciumcarbonat direkt mit Kohlensäure zu Natriumcarbonat und Schwefelwasserstoff umsetzt. Diese Verfahren haben den -Nachteil, daß zur Austreibung des Schwefelwasserstoffs ein sehr großer Über schuß an Kohlensäure notwendig ist und daß teure Anlagen für die Verarbeitung des Schwefelwasserstoffs auf Schwefel oder schweflige Säure erforderlich sind, und endlich, daß diese Weiterverarbeitung unter den negebenen Umständen mit Verlusten verbunden ist und eine komplizierte Kontrolle erfordert.
  • Es wurde nun gefunden, daß Alkalisulfide oder Alkalisulfhydrate in Gegenwart von Alkalinitrit mit Kohlensäure in wäßriger Lösung und bei gewöhnlicher Temperatur leicht in Alkalicarbonate unter Abscheidung von Schwefel und Bildung von Ammoniak übergeführt werden können. Die Reaktion verläuft nach folgender Gleichung: 6\a_S+ZNaN02+7M+3H.0 -7Na_CO.;+2\ H;+6S oder 3 Na SH+NaN O_+aCO@ - 2 Na.. C O:. -L- \ H3 + 3 S. Zweckmäßig wird etwas mehr Kohlensäure verwendet, z. B. so, daß auch das N H, in Carbonat übergeht. Dieser Überschuß kann wieder zurückgewonnen werden.
  • Da die Reaktion leicht und mit guter Ausbeute vor sich geht, ist damit die Möglichkeit gegeben, Alkalicarbonate herzustellen, ohne daß irgendwelche wertlosen Abfallstoffe entstehen. Man kann z. B. aus Kochsalz nach dem Hargreaves-Robinson-Verfahren mit schwefliger Säure Natriumsulfat und Salzsäure gewinnen, das. Natriumsulfat zu Natrittmsulfid reduzieren und dieses nach dem vorliegenden Verfahren auf Soda unter gleichzeitiger Gewinnung von Ammoniak und Schwefel verarbeiten. Der Schwefel kann wieder zur Darstellung von schwefliger Säure für die Glaubersalzherstellung dienen; meist wird man sie billiger aus sulfidischeii Erzen durch Abrösten gewinnen, in welchem Falle alsdann auf gekennzeichnetem Wege eine Überführung des Stilfidschwefels in den wertvolleren elementaren Schwefel unter chemischer Arbeitsleistung erreicht ist. (Salzsäuregewinnung und Reduktion von Nitrit zu Ammoniak.) Beispiel. 3oo Teile einer Natriumsulfliydratlösting, welche 61 Teilen Ätznatron und 51 Teilen Schwefelwasserstoff entsprechen, werden mit 36 Teilen Natriumnitrit (97prozentig) versetzt und mit 55 Teilen Kohlensäure behandelt. Die Flüssigkeit verfärbt sich rasch l:raungelh, nach etwa 1(, Stunde wird das Gas sehr lebhaft und unter starker Selbsterwärmung aufgenommen. Es scheidet sich Schwefel und etwas Bicarbonat aus, und die Färbung wird gegen Ende hellgelb.
  • Der Schwefel wird durch Filtration abgetrennt; er stellt ein feinkristallines gelbes Pulver dar. Ausbeute: über 9o Prozent der Theorie. Ein geringer Teil des Schwefelwasserstoffs, etwa 3 Prozent, geht (als Ammonsulfid) durch Oxydation in Thiosulfat über.
  • Aus der Sololösung wird das Ammoniak abdestilliert und die Soda in bekannter Weise gewonnen. Matt \ atriumsulfh3-drat kann \ atriumsulficl oder die entsprechenden Kaliumverbindungen, in letzterem Fall mit Kaliumnitrit, ganz sinngemäß zur Anwendung kommen. Auch Ammonnitrit ist brauchbar.

Claims (1)

  1. PATrNT-ANSPRUCH:-Verfahren zur Darstellung von Alkalicarbonaten unter gleichzeitiger Gewinnung von Ammoniak und Schwefel, dadurch gekennzeichnet, daß Schwefelalkaliverbindungen mit Nitriten und Kohlensäure umgesetzt werden.
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