DE589967C - Verfahren zur Herstellung von Rhodansalzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Rhodansalzen

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DE589967C DE1930589967D DE589967DD DE589967C DE 589967 C DE589967 C DE 589967C DE 1930589967 D DE1930589967 D DE 1930589967D DE 589967D D DE589967D D DE 589967DD DE 589967 C DE589967 C DE 589967C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/20Thiocyanic acid; Salts thereof

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Rhodansalzen Die vorliegende Erfindung bildet eine Ausgestaltung des Verfahrens nach, Patent 588 944. - Das Verfahren des Hauptpatents besteht darin, daß aus Kalkstickstoff und Sulfhydraten der Alkalien bzw. Erdalkalien in wäßriger Lösung Rhodansalzeerzeugt werden.
  • Calciumsulfhydrat hat für das genannte Verfahren :eine besondere Bedeutung, da es sich. leicht, billig und wirtschaftlich durch Kochen von Kalk, Kallestickstoffrückständen u. dgl. mit Abfallschv refel, Gasmasse u. dgl. gemäß nachfolgender Gleichung erzeugen läßt: z Ca (O H)2 + 4 S = Ca (S H)2 + Ca@S20s+ H20. Eingehende Versuche haben - nun .ergeben, üaß die Umsetzung des Kalkstickstoffes mit diesem in hohem Maße Calciumsulfhydrat enthaltenden Reaktionsprodukt im Sinne des Hauptpatents eine weit vollkommenere ist und bessere Ausbeuten liefert, wenn man ihm Alkalisalze, insbesondere -Alkalisulfhydrate, zusetzt.
  • Besonders günstig wirkt das Kaliumsulfhydrat, aber auch andere Kaliverbindungen bzw. Natriumverbindungen wirken günstig..
  • Eine besonders wirksame Ausführungsform des Zusatzes von Kaliumsulfhydrat kann beispielsweise in der Weise erfolgen, däß man zu der Lösung Kaliumsulfat zufügt. Wenn man mit der von dem gebildeten Gips abfiltrierten Lauge arbeitet, erhält man überraschend gute Resultate.
  • Es genügen hierbei schon geringe Mengen von Alkalisalzen oder Mischungen derselben, um sowohl die Bildung von Thioharnstoff als auch darüber hinaus die Bildung des Rliodans zu begünstigen. Besonders wirtschaftlich verläuft der Prozeß, wenn man die alkalisulfathaltigen Ablaugen aus der Berlinerbläufabrikation zur Herstellung der vorliegenden Umsetzungslauge verwendet.
  • Beispiel i 6ookg Kalkstickstoff (2o% N) werden mit rzool einer zz%igen, nachobiger Gleichung erhaltenen Calciumsulfhydratlauge vermischt, wobei eine tfock ene Masse entsteht.
  • Das Ganze wird etwa i Stunde auf etwa i oo° C und dann ganz allmählich (in etwa z Stunden) auf i 8o' erhitzt, hierbei i Stunde belassen und dann ausgelaugt. ' Die Lauge enthält in diesem Falle zoo kg Rhodancalcium.
  • Beispiel a Der gleichen Lauge werden 8o kg Kaliumsulfat zugesetzt, @es wird abfiltriert und wie unter i gearbeitet. Die Lauge enthält nun 308 kg Rhodancalcium.
  • Das bei dem Erhitzen entweichende Ammoniak -wird aufgefangen, so daß sich eine Gesamtstickstoffausbeute von über 95()/o ergibt. Diese Ausbeute ist kein Optimum, sondern wird unter Umständen noch überboten.
  • Aus der Literatur ist @es bekannt, daß Rhodanverbindungen durch Schmelzen von Alkalihydroxyd mit Schwefel und Kalkstickstoff bei etwa 45o° gewonnen -werden können, wobei gleichfalls Alkalisulfhydrate als Zwischenprodukte auftreten dürften. Als Ausbeute wird indessen für eine Mischung aus 235g Kalkstickstoff mit ioog grobkörnigem Ätznatron und i2o g Schwefel lediglich 250/0 der theoretischen Menge an Rhodanverbindungen angegeben. Unter der Annahme, daß die Umsetzung in der angegebenen Weise verläuft, -werden somit 33g Rhodancalcium und 7,8 g Stickstoff in Form von Ammoniak erhalten.
  • Werden nun gemäß der Erfindung entsprechend dem Beispiel 2 235 g Kalkstickstoff verarbeitet, so entstehen 117 g Rhodancalcium und 25 g Stickstoff in Form von Ammoniak. Ein. Vergleich der beiden Verfahren zeigt folgendes Ergebnis: Nimmt man 2o% Stickstoffenthaltenden Kalkstickstoff als. Ausgangsstoff an, so -werden nach dem bekannten Vorschlag aus 47 g - 7,8 g = 39,22 g Stickstoff 33 g Rhodancalcium gewonnen, während nach dem vorliegenden Verfahren aus 47 - 2 5 = 22 g Stickstoff ,117 g Rhodancalcium erhalten werden.
  • Bei gleichem Umsetzungsgrad hätten aus dem im vorliegenden Verfahren verfügbaren Stickstoff lediglich 18,5 g Rhodancalcium entstehen können. Es entstehen statt dessen 117 g, also mehr als sechsmal soviel.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Rhodansalzen gemäß Patent 588 944, gekennzeichnet durch Anwendung von Gemischen als calciumsulfhydrathaltigen, durch Kochen von Schwefel aus Calciumhydrat erhaltenen Lösungen und Alkalisulfhydraten oder Alkalisulfaten als Schiweflungsmittel für Kalkstickstoff.
DE1930589967D 1930-10-07 1930-10-07 Verfahren zur Herstellung von Rhodansalzen Expired DE589967C (de)

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