DE4200187C2 - Einrichtung zum Messen zeitlich integrierter spezifischer Aktivitäten von Tochterprodukten von Radon und Thoron in der Luft - Google Patents
Einrichtung zum Messen zeitlich integrierter spezifischer Aktivitäten von Tochterprodukten von Radon und Thoron in der LuftInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Messen zeitlich
integrierter spezifischer Aktivitäten von Tochterprodukten von
Radon und Thoron in der Luft nach dem Oberbegriff des Patent
anspruchs 1, welche in der Strahlenschutzüberwachung in Berg
werken, in der Strahlenüberwachung der Umwelt und in der
wissenschaftlichen Forschung eingesetzt werden kann.
Bei einer bekannten Einrichtung zum Bestimmen der Energie von
Tochterprodukten von Radon in der Luft (Frank A.L., E.V.
Benton - Nucl. Track Detection, 1, 149 (1977)) werden auf ein
unbewegliches Aerosolfilter bei ununterbrochenem Ansaugen von
Luft Aerosole abgelagert, welche Tochterprodukte von Radon und
Thoron enthalten. Die Strahlungen der Tochterprodukte von
Radon und Thoron werden von zwei Feststoff-Spurendetektoren
aufgezeichnet, wobei zwischen den Detektoren und dem Filter
Absorber unterschiedlicher Dicke angeordnet sind, welche die
Energie der Alpha-Teilchen in zum Messen passenden Grenzen
vermindern. Aufgrund der Anzeigen der beiden Detektoren wird
mittels Formeln die Energie der Tochterprodukte des Radons
bestimmt.
Aus dem Artikel "An overview of instrumentation for measuring
environmental Radon and Radon progeny" von A.C. George (IEEE
transactions on nuclear science, Vol. 37, No. 2, April 1990,
S. 892-901) ist eine Einrichtung zum Messen der spezifischen
Aktivität von Radon und dessen Tochterprodukten bekannt, die
ebenfalls mit einem Aerosolfilter arbeitet, auf dem durch
Ansaugen von Luft Aerosole abgelagert werden. Die Strahlungs
messung erfolgt mit Hilfe von Feststoff-Spurendetektoren.
Die Nachteile dieser Einrichtungen liegen in der niedrigen
Leistung infolge der Notwendigkeit eines häufigen Auswechselns
des Filters, und in den beschränkten funktionellen Möglichkei
ten, weil die spezifischen Aktivitäten der Tochterprodukte des
Radons und die spezifischen Aktivitäten
der Tochterprodukte des Thorons
nicht einzeln bestimmt werden.
Eine andere bekannte Einrichtung zum Messen der
Energie der Tochterprodukte des Radons in
der Luft (Solomon S.B. et al. - Health Phys., v. 52, 143
(1987)) besteht aus einem Aerosolfilter, der von beiden Seiten
durch zwei Ringe angedrückt wird, in denen je ein Thermolu
mineszenzdetektor in Form einer dünnen Scheibe mit rundem Loch
in der Mitte montiert ist. Diese Konfiguration ist in einem
zylindrischen Gehäuse (Kopf) montiert, das aus zwei Teilen
besteht, die miteinander mittels Schraubengewinde verbunden
sind, wobei das eine Ende des Gehäuses mit einer Luftpumpe
verbunden und das andere mit einer Öffnung versehen ist, durch
welche Luft angesaugt wird. Aufgrund der Anzeigen der Detekto
ren wird mittels Formeln oder graphisch die
Energie der Tochterprodukte des Radons bestimmt.
Die Bestimmung des Anteils der Tochterprodukte des Thorons er
folgt, indem nach dem Ende des Messens der
Energie der Tochterprodukte des Radons das Aero
solfilter abgenommen wird und ein neuer Kopf mit neuen Thermo
lumineszenzdetektoren montiert wird. Aufgrund ihrer Anzeigen
wird nach 24 Stunden der Anteil der Anzeigen der Thermolumi
neszenzdetektoren bestimmt, der den Tochterprodukten des
Thorons zukommt.
Die Nachteile dieser Einrichtung liegen in eingeschränkten
funktionellen Möglichkeiten, weil die spezifischen Aktivitäten
der Tochterprodukte des Radons und die spezifischen Aktivitä
ten Tochterprodukte des Thorons in der Luft nicht einzeln bestimmt
werden. Ferner hat die Einrichtung eine niedrige Leistung
infolge des häufigen Auswechselns des Filters und der zusätz
lichen Operationen für die Berücksichtigung des Einflusses der
Tochterprodukte des Thorons. Schließlich ist die Genauigkeit
infolge des systematischen Fehlers als Ergebnis der Abhängig
keit der Detektorangaben von den Unterschieden in den Verhält
nissen der spezifischen Aktivitäten der Tochterprodukte des
Radons (bei konstanter Energie) gering.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum
Messen der zeitlich integrierten spezifischen Aktivitäten der
Tochterprodukte von Radon und Thoron in der Luft zu schaffen,
die durch erweiterte funktionelle Möglichkeiten, hohe Leistun
gen und hohe Genauigkeit gekennzeichnet ist.
Diese Aufgabe wird durch eine Einrichtung zum Messen zeitlich
integrierter spezifischer Aktivitäten der Tochterprodukte von
Radon und Thoron in der Luft gelöst, welche ein in einem
Schutzgehäuse angeordnetes Aerosolfilter, Strahlungsdetekto
ren, die gegenüber dem Filter angeordnet und in Bezug auf das
Gehäuse fixiert sind, und eine Pumpe, deren Einlaßdüse in
Berührung mit der einen Oberfläche des Filters steht, auf
weist, wobei zwei eine zylindrische Form aufweisende Aerosol
filter vorgesehen sind, die in bezug auf eine gemeinsame
Zylinderachse gleiche Oberflächen aufweisen und in bezug auf
Achsen fixiert sind, die sich mit unterschiedlicher Geschwin
digkeit drehen und die je koaxial zur Zylinderachse des ent
sprechenden Filters angeordnet sind, und die Detektoren in
zwei Gruppen auf einem Träger gruppiert sind, dessen geome
trische Form ähnlich der der Filter zylindrisch ist, wobei
jede Gruppe gegenüber der einen Oberfläche des entsprechenden
Filters angeordnet ist, dessen andere Oberfläche über ein
Rohr, das durch eine Öffnung im Schutzgehäuse hindurchgeht, in
Berührung mit der entsprechenden Düse der Pumpe steht.
Die erfindungsgemäße Einrichtung weist folgende Vorteile auf:
- - erweiterte funktionelle Möglichkeiten infolge der Möglich keit zur Bestimmung der zeitlich integrierten spezifischen Aktivität eines jeden Tochterproduktes von Radon und Thoron;
- - eine hohe Leistung infolge des autonomen Betriebs der Ein richtung (ohne Teilnahme einer Bedienungsperson und ohne Neubeschickung der Filter) während einiger Wochen unter er schwerten Bedingungen, wie in Bergwerken und bis einige Monate bei leichteren Bedingungen, z. B. in Wohngebäuden;
- - eine hohe Genauigkeit infolge der Verwendung einer großen Anzahl von Detektoren, wodurch der statistische Fehler ver mindert wird, und dem Fehlen von systematischen Fehlern infol ge von Unterschieden in dem Verhältnis der spezifischen Akti vitäten.
In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Einrichtung sind die Düsen der Pumpe auf einem T-förmigen Rohr
angeordnet, das ebenfalls durch eine Öffnung im Träger für die
Detektoren und durch eine Öffnung im Schutzgehäuse hindurch
geht.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
sind anstelle der zylindrischen Aerosolfilter zwei scheiben
förmige Aerosolfilter vorgesehen, die in bezug auf eine ge
meinsame Drehachse gleiche Oberflächen aufweisen und in bezug
auf Achsen fixiert sind, die sich mit unterschiedlicher Ge
schwindigkeit drehen und die je koaxial zur gemeinsamen Dreh
achse des entsprechenden Filters angeordnet sind, wobei die
Detektoren in zwei Gruppen auf einem Träger gruppiert sind,
dessen geometrische Form ähnlich der der Filter ist, wobei
jede Gruppe gegenüber der einen Oberfläche des entsprechenden
Filters angeordnet ist, dessen andere Oberfläche über ein
Rohr, das durch eine Öffnung im Schutzgehäuse hindurchgeht, in
Berührung mit der entsprechenden Düse der Pumpe steht.
Als zusätzlicher Vorteil dieser Ausführungsform der Einrich
tung erscheint das Verwenden von zugänglichen Scheiben-Aero
solfiltern, sowie die Tatsache, daß die Detektoren in einer
Ebene auf einem flachen scheibenförmigen Träger montiert sind,
was das Verwenden von automatisierten Meßgeräten erlaubt.
Vorteilhafterweise haben bei der letztgenannten Ausführungs
form der erfindungsgemäßen Einrichtung die Träger für die De
tektoren die Form einer Scheibe mit einem Loch in der Mitte,
wobei die Düsen der Pumpe auf einem U-förmigen Rohr angeordnet
sind.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Einrichtung,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Einrichtung.
Die erste Ausführungsform der Einrichtung besteht gemäß Fig. 1
aus einer Pumpe 1, deren Einlaß mit dem einen Ende des in der
Halterung 3 gelagerten Rohrs 2 verbunden ist. Das andere Ende
des Rohrs 2 ist hermetisch dicht mit dem mittleren Bereich
eines senkrecht angeordneten Rohrs 4 verbunden, dessen Enden
verschlossen sind und in das in der Anschlußseite zwei recht
eckige Längsöffnungen 5 eingeschnitten sind. Jede Öffnung 5
berührt ein entsprechendes endloses, als Zylinder ausgebilde
tes Aerosolfilterband 6, 7. Das eine Ende des Filterbands 6
ist starr mit dem Umfang eines kleinen zylindrischen Rades 8
verbunden, das starr mit der verlängerten Achse des Minuten
zeigers 9 eines Uhrwerks 10 verbunden ist. Das eine Ende des
Filterbandes 7 ist starr mit dem Umfang eines kleinen zylin
drischen Rades 11 verbunden, das starr mit der Achse eines
Stundenzeigers 12 verbunden ist. Auf der Außenseite der beiden
endlosen Aerosolfilterbänder 6 und 7 ist, fixiert in bezug auf
das Rohr 4, ein zylindrischer Träger 13 angeordnet, in dessen
ringförmigen Reihen von Sitzen mit Durchgangsöffnungen 14
Strahlungsdetektoren 15 eingesetzt sind, die passive Strah
lungsdetektoren sein können (z. B. Thermolumineszenzdetektoren,
Festkörper-Spurendetektoren u. a.). Jede Reihe von Sitzen 14
ist in bezug auf die entsprechende rechteckige Öffnung 5
zentriert. Außerhalb des zylindrischen Trägers 13 ist ein
Schutzgehäuse 16 zum Schutz vor Licht, elektromagnetischen und
mechanischen Einflüssen angeordnet.
Die zweite Ausführungsform der Einrichtung besteht gemäß Fig.
2 aus einer Pumpe 1, deren Einlaß mit dem einen Ende des in
der Halterung 3 gelagerten Rohrs 2 verbunden ist. Das andere
Ende des Rohrs 2 ist hermetisch dicht an den mittleren Bereich
des U-förmigen Rohrs 17 angeschlossen, dessen Enden verschlos
sen sind. In dessen oberen Seiten der beiden horizontalen
Teile des U-förmigen Rohrs sind zwei rechteckige Längsöff
nungen 18 eingeschnitten. Jede Öffnung 18 berührt einen ent
sprechenden Scheiben-Aerosolfilter 19, 20. Der Filter 19 ist
starr verbunden und zentriert zum kleinen zylindrischen Rad 8,
welches starr mit der verlängerten Achse des Minutenzeigers 9
eines Uhrwerks 10 verbunden ist. Der Filter 20 ist starr
verbunden und zentriert zum kleinen zylindrischen Rad 11,
welches starr mit der Achse des Stundenzeigers 12 verbunden
ist. Oberhalb der Filter 19 und 20 befinden sich in bezug auf
das Rohr 17 fixierte scheibenförmige Träger 21, in deren
Reihen von Sitzen 22 die Strahlungsdetektoren 23 eingesetzt
sind. Jede Reihe von Sitzen 22 ist in bezug auf die entspre
chende rechteckige Öffnung 18 zentriert. Außerhalb ist ein
Schutzgehäuse 16 zum Schutz vor Licht, elektromagnetischen und
mechanischen Einflüssen angeordnet, dessen Deckel 24 abge
nommen werden kann.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung ist wie
folgt:
Die Pumpe 1 saugt durch das Rohr 2 Luft an, die über die beiden Längsöffnungen 5, 18 des Rohres 4, 17 zu den beiden Filtern 6, 7 und 19, 20 gelangt. Auf den Filtern 6, 7, 19, 20 werden in der Ansaugzone Aerosole abgelagert, die Tochter produkte von Radon und Thoron enthalten. Der eine Filter 6, 19 dreht sich zusammen mit dem kleinen Rad 8 mit der Geschwindig keit des Minutenzeigers der Achse 9 des Uhrwerks 10, während sich der andere Filter 7, 20 zusammen mit dem kleinen Rad 11 mit der Geschwindigkeit des Stundenzeigers der Achse 12 des Uhrwerks 10 dreht. Die radioaktive Strahlung der Aerosole bestrahlt die Detektoren 15 und 23, die in die Sitze 14, 22 eingesetzt sind, und zwar in solcher Weise, daß die empfindli che Oberfläche eines jeden Detektors 15, 23 zum entsprechenden Filter 6, 7, 19, 20 gerichtet ist. Das Ansaugen von Luft dauert ein Zeitintervall, das erforderlich ist zum Bestimmen der spezifischen Aktivitäten der Tochterprodukte von Radon und Thoron.
Die Pumpe 1 saugt durch das Rohr 2 Luft an, die über die beiden Längsöffnungen 5, 18 des Rohres 4, 17 zu den beiden Filtern 6, 7 und 19, 20 gelangt. Auf den Filtern 6, 7, 19, 20 werden in der Ansaugzone Aerosole abgelagert, die Tochter produkte von Radon und Thoron enthalten. Der eine Filter 6, 19 dreht sich zusammen mit dem kleinen Rad 8 mit der Geschwindig keit des Minutenzeigers der Achse 9 des Uhrwerks 10, während sich der andere Filter 7, 20 zusammen mit dem kleinen Rad 11 mit der Geschwindigkeit des Stundenzeigers der Achse 12 des Uhrwerks 10 dreht. Die radioaktive Strahlung der Aerosole bestrahlt die Detektoren 15 und 23, die in die Sitze 14, 22 eingesetzt sind, und zwar in solcher Weise, daß die empfindli che Oberfläche eines jeden Detektors 15, 23 zum entsprechenden Filter 6, 7, 19, 20 gerichtet ist. Das Ansaugen von Luft dauert ein Zeitintervall, das erforderlich ist zum Bestimmen der spezifischen Aktivitäten der Tochterprodukte von Radon und Thoron.
Nach Abbrechen des Ansaugens werden nicht weniger als 24
Stunden abgewartet (damit die meisten auf den Filtern abgela
gerten Tochterprodukte des Radons und des Thorons zerfallen
können), wonach das Gehäuse 16 und die Träger 13, 21 demon
tiert werden, wobei zwecks Messung die Detektoren 15, 23
entfernt werden. An ihrer Stelle werden neue Detektoren einge
setzt. Die Aerosolfilter werden ebenfalls durch neue ersetzt.
Bei der ersten Ausführungsform der Einrichtung (Fig. 1) be
ginnt das Auswechseln mit der Demontage des Gehäuses 16 und
des zylindrischen Trägers 13. Die Halterung 3 wird gelockert
und das Rohr 2 wird zusammen mit dem Rohr 4 in Richtung zur
Achse 9 verschoben. Nach Drehung um 90° kommt das Rohr 4 in
Position parallel zum Spalt, der sich zwischen den freien
Enden der beiden Filterbänder 6 und 7 bildet. Das Rohr 2 wird
zusammen mit dem Rohr 4 in Richtung zur Halterung 3 gezogen,
und das kleine zylindrische Rad 8 wird von der Achse 9 ent
fernt. Es folgt die Demontage des kleinen zylindrischen Rades
11, das zuerst von der Achse 12 entfernt wird und durch die
Achse 9 herausgezogen wird. Die Aerosolfilterbänder 6 und 7
werden durch neue ersetzt und die Einrichtung wird in umge
kehrter Reihenfolge zusammengebaut und abgestimmt. Bei der
zweiten Ausführungsform der Einrichtung (Fig. 2) beginnt das
Ersetzen, indem zuerst die Malterung 3 gelockert wird und die
Rohre 2 und 17 herausgezogen werden. Der Deckel 24 wird abge
nommen, der obere scheibenförmige Träger 21 wird abgenommen,
das kleine Rad 8 wird zusammen mit dem Filter 19 von der Achse
9 entfernt, der untere scheibenförmige Träger 21 wird abgenom
men, wonach das kleinere Rad 11 mit dem Filter 20 von der
Achse 12 entfernt wird. Die Aerosolfilter werden durch neue
ersetzt und die Einrichtung wird in umgekehrter Reihenfolge
zusammengebaut und abgestimmt.
Das von den Detektoren angesammelte Signal wird mit einem
Meßgerät gemessen. Bei bekannten Winkeln in bezug auf die
Einlaßdüse, unter welchen die Detektoren angeordnet sind und
bekanntem von jedem Detektor gemessenem Signal werden nach
Formeln, die auf der Basis des Gesetzes für den radioaktiven
Zerfall und Anhäufung abgeleitet sind (bei Anwendung des in
Raabe O.G., M.E. Wrenn - Health Phys., v. 17, 593 (1969)
beschriebenen Prinzips), werden die zeitlich integrierten
spezifischen Aktivitäten der Tochterprodukte des Radons (²¹⁸Po,
²¹⁴Pb und ²¹⁴Bi) und des Thorons (²¹²Pb und ²¹²Bi)
bestimmt, die bekannte Funktionen von ihnen sind. Zum eindeuti
gen Bestimmen der fünf unbekannten, zeitlich integrierten
spezifischen Aktivitäten sind mindestens fünf Detektoren
erforderlich. Um jedoch den statistischen Fehler bei ihrer
Bestimmung zu vermindern, ist es wünschenswert, eine größere
Anzahl von Detektoren zu verwenden - mindestens sechs für
jeden Filter. Die maximale Zeitdauer des Luftansaugens wird
durch die Staubablagerung auf die Filter eingeschränkt; sie
beträgt für Bergwerke 100 (bei einem Gesamtstaubgehalt über 10
mg/m³) bis 1000 (bei einem Gesamtstaubgehalt von 1-2 mg/m³)
Stunden, und für Wohnräume - bis zehnmal mehr.
Claims (4)
1. Einrichtung zum Messen zeitlich integrierter spezifischer
Aktivitäten der Tochterprodukte von Radon und Thoron in
der Luft, mit einem in einem Schutzgehäuse (16) angeord
neten Aerosolfilter, mit Strahlungsdetektoren, die gegen
über dem Filter angeordnet und in bezug auf das Gehäuse
(16) fixiert sind, und mit einer Pumpe (1), deren Ein
laßdüse in Berührung mit der einen Oberfläche des Filters
steht, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
eine zylindrische Form aufweisende Aerosolfilter (6, 7)
vorgesehen sind, die in bezug auf eine gemeinsame Zylin
derachse gleiche Oberflächen aufweisen und in bezug auf
Achsen fixiert sind, die sich mit unterschiedlicher
Geschwindigkeit drehen und die je koaxial zur Zylinder
achse des entsprechenden Filters (6, 7) angeordnet sind,
und daß die Detektoren in zwei Gruppen auf einem Träger
(13; 21) gruppiert sind, dessen geometrische Form ähnlich
der der Filter (6, 7) zylindrisch ist, wobei jede Gruppe
gegenüber der einen Oberfläche des entsprechenden Filters
(6, 7) angeordnet ist, dessen andere Oberfläche über ein
Rohr (4), das durch eine Öffnung im Schutzgehäuse hin
durchgeht, in Berührung mit der entsprechenden Düse (5)
der Pumpe (1) steht.
2. Einrichtung nach Anspruch T, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Düsen (5) der Pumpe (1) auf ei
nem T-förmigen Rohr (4) angeordnet sind, das ebenfalls
durch eine Öffnung im Träger für die Detektoren und durch
eine Öffnung im Schutzgehäuse hindurchgeht.
3. Einrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruch I, dadurch
gekennzeichnet, daß zwei scheibenförmige
Aerosolfilter (19, 20) vorgesehen sind, die in bezug auf
eine gemeinsame Drehachse gleiche Oberflächen aufweisen
und in bezug auf Achsen fixiert sind, die sich mit unter
schiedlicher Geschwindigkeit drehen und die je koaxial
zur gemeinsamen Drehachse des entsprechenden Filters (19,
20) angeordnet sind, und daß die Detektoren in zwei
Gruppen auf einem Träger (13; 21) gruppiert sind, dessen
geometrische Form ähnlich der der Filter (19, 20) ist,
wobei jede Gruppe gegenüber der einen Oberfläche des
entsprechenden Filters (19, 20) angeordnet ist, dessen
andere Oberfläche über ein Rohr (4), das durch eine
Öffnung im Schutzgehäuse hindurchgeht, in Berührung mit
der entsprechenden Düse (5) der Pumpe (1) steht.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Träger (21) für die Detektoren
(23) die Form einer Scheibe mit einem Loch in der Mitte
aufweisen, wobei die Düsen (5) der Pumpe (1) auf einem U-
förmigen Rohr (4) angeordnet sind.
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