DE4201528C2 - Fassadenschindel - Google Patents
FassadenschindelInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Fassadenschindel, ins
besondere aus extrudiertem Kunststoff, mit einer nutartigen,
parallel zur Schindelebene gelegenen Tasche an einer ersten
Schindelkante, und mit einer federartigen Zunge an der der er
sten Schindelkante parallelen zweiten Schindelkante.
Derartige Fassadenschindeln sind allgemein bekannt. Sie
werden auf einer Fassadenunterkonstruktion befestigt. Dabei
greift die federartige Zunge einer Fassadenschindel in die nut
artige Tasche einer benachbarten Schindel. Infolgedessen ist
eine Seitenüberdeckung der Schindeln nicht erforderlich. Dieser
Zusammenbau setzt aber voraus, daß der seitliche Zusammenbau
aller Schindeln über die nut-federartigen Kupplungsmittel in
derselben Weise erfolgt, nämlich so, daß sich in seitlicher
Richtung keine Versetzungen übereinander angeordneter Schindeln
ergeben. Hierzu ist die federartige Zunge so ausgebildet, daß
sie vollständig in die nutartige Tasche bis zum Anschlag hinein
geschoben werden kann. Bei einem solchen Zusammenbau ist es
nicht auszuschließen, daß sich die Schindeln infolge von Wär
meeinflüssen verwerfen, weil ihr fugenloses Zusammenstecken
einen Ausgleich der Längenänderungen nicht oder nicht in ge
nügendem Maße zuläßt.
Aus der DE-A-33 15 695 ist eine Fassadenschindel be
kannt, die an zwei horizontalen Kanten jeweils im wesentli
chen U-förmige Taschen mit Einsteckfortsätzen hat, wobei Ein
steckfortsätze und Taschen benachbarter Schindeln ineinander
greifen. An den Einsteckfortsätzen sind Stufen vorhanden, so
daß das Zusammenstecken der bekannten Schindeln entsprechend
begrenzt sein soll. Kräftiges Zusammenstecken und/oder erheb
liche Längenänderungen können jedoch dazu führen, daß ein
Verwerfen der Schindeln nicht auszuschließen ist.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Fassadenschindel mit den eingangs genannten Merkmalen so
zu verbessern, daß sie einerseits in seitlicher Richtung je
denfalls bei ihrem Anbau an die Fassade den gewünschten exak
ten seitlichen Sitz hat, andererseits aber auch Wärmeausdeh
nungen erlaubt, ohne sich dabei zu verwerfen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß an der federarti
gen Zunge Distanzvorsprünge vorhanden sind, die durch Wärme
dehnungen der montierten Schindel in der Tasche einer benach
barten Schindel abbrechbar sind.
Für die Erfindung ist von Bedeutung, daß die Schindel
mit Distanzvorsprüngen versehen ist, welche sich im Falle von
Wärmedehnungen der Schindel abbrechen lassen, wobei dieses
Abbrechen selbsttätig erfolgt. Andererseits gestatten die
Distanzvorsprünge beim Zusammenbau der Schindel mit weiteren
Schindeln zu einer Fassadenverkleidung eine exakte seitliche
Anordnung jeder Schindel. Infolgedessen ist nicht zu befürch
ten, daß sich Schindeln infolge von Wärmeeinflüssen verwerfen
oder so verlagern, daß das Erscheinungsbild der Fassade be
einträchtigt wird bzw. daß die Abdichtungsfunktion der Schin
deln infrage gestellt wird.
Die Fassadenschindel kann so ausgestaltet werden, daß
lediglich zwei Distanzvorsprünge in größtmöglicher Entfernung
voneinander an der der benachbarten Schindel benachbarten
Zungenkante angeordnet sind. Die auf ein Minimum beschränkte
Anzahl der Distanzvorsprünge erleichtert das selbsttätige Ab
brechen der Distanzvorsprünge im Fall von Wärmedehnungen. Die
Anordnung der beiden Distanzvorsprünge in größtmöglicher Ent
fernung voneinander bewirkt zudem, daß die federartige Zunge
an ihrem oberen und an ihrem unteren Ende über die Distanz
vorsprünge zur Anlage in der Tasche der benachbarten Schindel
kommt, so daß sich eine sehr exakte vertikale Relativlage
ein
stellt. Darüberhinaus ist diese Ausgestaltung der Fassaden
schindel herstellungstechnisch besonders einfach, weil ledig
lich ein einziger Ausschnitt zwischen den beiden Distanzvor
sprüngen hergestellt werden muß, beispielsweise durch Abbrechen
oder anderweitiges Herausarbeiten aus einer extrudierten Schin
del. Zweckmäßigerweise ist die Fassadenschindel so ausgebildet,
daß die Distanzvorsprünge etwa zungenstark sind und in der Ebe
ne der Zunge vorspringen. Es ergibt sich eine einfache Gestal
tung der Fassadenschindel im Bereich ihrer Zungenkante, welche
optimal an die Geometrie der nutartigen Tasche angepaßt ist.
Letztere braucht nicht an eine besondere Gestaltung der Zunge
bzw. ihrer Distanzvorsprünge angepaßt zu sein.
Um das selbsttätige Abbrechen der Distanzvorsprünge zu er
leichtern, ist die Fassadenschindel so ausgebildet, daß die Di
stanzvorsprünge mit der Zunge über Sollbruchstellen bildende
dünne Stege verbunden sind. Derartige dünne Stege können
wunschgemäß bemessen und beim Herstellen der Fassadenschindel
durch Extrudieren mit anextrudiert werden. Hierzu ist es beson
ders vorteilhaft und notwendig, daß die dünnen Stege durch eine
über die gesamte Zungenlänge durchlaufende Rille ausgebildet
sind. In diesem Fall kann das zwischen den Distanzvorsprüngen
vorhandene Material dadurch entfernt werden, daß es von den Di
stanzvorsprüngen durch Einsägen od. dgl. getrennt und dann her
ausgebrochen wird.
In herkömmlicher Weise kann die Fassadenschindel so ausge
bildet sein, daß die nutartige Tasche eine mit der Schindel
fluchtende Nutenwand hat, und daß die Zunge aus der Schindele
bene in die Ebene der Nut der Tasche ausgekröpft ist. Das er
möglicht eine breite, mit der Schindel fluchtende Nutenwand, so
daß sich im Bereich der nut-federartigen Verbindung zweier
Schindeln nur eine schmale Vertiefung neben der Auskröpfung er
gibt.
Ebenfalls in herkömmlicher Weise ist die Fassadenschindel
so ausgebildet, daß die fassadenwandseitige Nutenwand über die
mit der Schindel fluchtende Nutenwand vorspringt und mit dem
Vorsprung einen Befestigungslappen bildet, der ein Befesti
gungsloch hat. Mit dem Befestigungsloch des Befestigungslappens
kann die Fassadenschindel auf der Unterkonstruktion befestigt
werden, z. B. durch Nageln.
Eine besondere Ausgestaltung liegt dann vor, wenn der
Befestigungslappen etwa so breit wie die Tasche tief ist. Es
ergibt sich auf diese Weise ein besonders breiter Befesti
gungslappen, der für eine besondere Stabilisierung im Zusam
mensteckbereich der Fassadenschindeln sorgt und außerdem die
Möglichkeit für besondere Befestigungen eröffnet.
Eine besondere Befestigung liegt dadurch vor, daß der
Befestigungslappen das Befestigungsloch an seinem oberen Ende
hat, daß der Befestigungslappen nahe seinem unteren Ende mit
einem lappenparallelen Befestigungsschlitz versehen ist,
und/oder daß die Schindel auf der Höhe des Befestigungslochs
nahe der oberen Schindelkante einen kantenparallelen Befesti
gungsschlitz aufweist. Die Befestigungsschlitze erlauben das
übliche Befestigen der Fassadenschindel an der Fassadenunter
konstruktion. Sie ermöglichen aber zugleich auch Wärmedehnun
gen der Fassadenschindel. Insbesondere erlauben sie diejeni
gen Wärmedehnungen, die dazu führen, daß die Distanzvorsprün
ge selbsttätig abgebrochen werden können. Das ist dann der
Fall, wenn die Schindel auf der Höhe des Befestigungslochs
nahe der oberen Schindelkante einen kantenparallelen Befesti
gungsschlitz aufweist. Sofern Distanzvorsprünge und/oder ein
oberkantenparalleler Befestigungsschlitz nicht vorhanden ist
bzw. sind, sorgt der lappenparallele vertikale Befestigungs
schlitz dafür, daß Ausdehnungen der Fassadenschindel in ver
tikaler Richtung nicht zu horizontal verlaufenden Verwerfun
gen führen.
In Weiterbildung der Fassadenschindel ist diese so aus
geführt, daß der kantenparallele Befestigungsschlitz außer
schindelmittig zum Befestigungslappen hin versetzt angeordnet
ist, und daß der Befestigungslappen nahe seinem unteren Ende
eine etwa schlitzstarke Queraussparung aufweist. Eine solche
Anordnung ist für die Fassadengestaltung von Bedeutung. Eine
erste horizontale Schindelreihe kann von einer höher angeord
neten, um eine halbe Schindelbreite versetzten Schindelreihe
so abgedeckt werden, daß der kantenparallele Befestigungs
schlitz praktisch nur von einer einzigen Schindel überdeckt
wird. Das ist im Hinblick für die Montage von Bedeutung, wo
bei die Queraussparung des Befestigungslappens den an sich
darunterliegenden Befestigungsschlitz vollständig freizulas
sen gestattet.
Eine weitere besondere Ausgestaltung ist dadurch gege
ben, daß die Zunge und/oder eine Schindelfläche eine An
schlagrippe hat bzw. haben, die beim Zusammenstecken einer
Zunge mit einer Tasche an einer Kante einer Nutenwand dieser
Tasche überschieblich anliegt bzw. anliegen, wobei die Zun
genkante oder deren Distanzvorsprünge Abstand vom Nutenboden
aufweist bzw. aufweisen. Die Anschlagrippe bildet ein von den
Distanzvorsprüngen unabhängiges Gestaltungsmerkmal, welches
insbesondere bei geringeren Längenänderungen der Schindel
ausreichen kann. Die infolgedessen zwischen der Zungenkante
und dem Nutenboden vorhandene Luft kann ausreichen, um diese
geringeren Längenänderungen aufnehmen zu können, ohne daß die
Zungenkante auf die benachbarte Schindel drückt.
Die Erfindung wird anhand einer in der Zeichnung darge
stellten Ausführungsform näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Aufsicht auf die wandabgewendete Schindelflä
che,
Fig. 2 eine Ansicht der Schindel der Fig. 1 in Richtung A,
Fig. 3 das Detail B der Fig. 1 zzgl. einer Ansicht dieses
Details in Richtung C,
Fig. 4 eine beispielsweise Überdeckung dreier Fassaden
schindeln zur Erläuterung der Befestigungsverhält
nisse im Bereich der Schindelmitte einer über
deckten Schindel, und
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung der Tasche gemäß
Detail D der Fig. 1, zusammengebaut mit einer im
Vergleich zu Fig. 1 abgeänderten Gestaltung der
Zunge der Schindel.
Die durch die Fig. 1, 2 dargestellte Schindel 10 hat eine
dem Betrachter zugewendete Außenfläche 29 und eine rückwärtige,
der Fassaden zugewendete Innenfläche 30, die zur Verstärkung
des Profils der Fassadenschindel mehrere Verstärkungsrippen 31
aufweist. Die Schindel 10 hat eine erste vertikale Schindelkan
te 12 und eine zweite, der Kante 12 gegenüberliegende Schindel
kante 14. Oben wird die Schindel 10 durch eine obere Schindel
kante 26 begrenzt und unten durch eine untere Schindelkante 32.
Die erste Schindelkante 12 ist mit einer über ihre gesamte
Länge durchlaufenden Tasche 11 versehen, die gemäß Fig. 2 von
den beiden Nutenwänden 19, 20 gebildet wird, welche zwischen
sich die Nut 21 einschließen, deren Nutebene parallel zu der
Schindel 10 angeordnet ist. Die Nutenwand 19 fluchtet mit der
Schindel 10 und liegt also in der Schindelebene. Die Nutenwand
20 ist um die Nutbreite zur Nutenwand 19 in Richtung auf die
Fassadenwand versetzt angeordnet und springt seitlich über die
Nutenwand 19 vor. Sie bildet mit ihrem Vorsprung einen Befesti
gungslappen 23, dessen oberes Ende 23' ein Befestigungsloch 24
aufweist. Das untere Ende 23' des Befestigungslappens 23 be
sitzt eine Aussparung 28, die etwa so breit wie hoch ist. Ober
halb der Aussparung 28 besitzt der Befestigungslappen 23 in
seinem unteren Ende 23'' einen vertikalen Befestigungsschlitz
25, der lappenparallel angeordnet und auf das Befestigungsloch
24 im oberen Ende 23' des Befestigungslappens 23 ausgerichtet
ist.
Die der Kante 12 gegenüberliegende Schindelkante 14 trägt
eine federartige Zunge 13, die derart ausgekröpft ist, daß sie
in der Ebene der Nut 21 der Tasche 11 liegt. Es ist infolgedes
sen möglich, in einer horizontalen Reihe angeordnete Schindeln
mit ihren Taschen und Zungen nut-federartig zusammenzustecken,
wobei die Zungen 13 so tief in die Nuten 21 der Taschen 11 hin
einragen, daß sich eine hinreichend wetterdichte Verbindung er
gibt. Eine seitliche Überlappung von Schindeln ist daher nicht
erforderlich.
Die Zunge 13 ist gemäß Fig. 1, 3 so ausgebildet, daß sie an
ihrem oberen und an ihrem unteren Ende jeweils Distanzvorsprün
ge 15 aufweist, die an der äußeren Zungenkante 13' befestigt
sind. Gemäß Fig. 1 sind lediglich zwei solcher Distanzvorsprünge
15 vorhanden, und zwar in größtmöglicher Entfernung voneinan
der, etwa auf der Höhe der oberen Schindelkante 26, sowie am
Übergang der Zungenkante 13' in die untere Schindelkante 32.
Gemäß Fig. 3 sind die Distanzvorsprünge 15 etwa zungenstark
und zungenseitig über dünne Stege 17 mit der Zunge 13 verbun
den, wobei die dünnen Stege 17 durch Rillen 18 gebildet sind
bzw. durch eine über die gesamte Schindelhöhe durchlaufende
Rille 18, die das Wegbrechen von Material zwischen den Distanz
vorsprüngen 15 einer extrudierten Schindel 10 erleichtert. Im
Bereich der Distanzvorsprünge 15 bilden die dünnen Stege 17 in
Verbindung mit der Rille 18 eine Sollbruchstelle 16. Ein Abbre
chen eines Distanzvorsprungs 15 von einer Zunge 13 erfolgt bei
zusammengebauten Schindeln. Hierzu wird auf die in Fig. 4 teil
weise dargestellten Schindeln 10', 10'' Bezug genommen, welche
horizontal dicht zusammengeschoben sind, so daß die Distanzvor
sprünge 17 auf den Nutengrund 33 stoßen, wodurch sich ein hori
zontal strammer Sitz der Schindeln einer Schindelreihe ergibt,
wenn diese zur Fassadenverkleidung zusammengefügt werden. Das
Zusammenfügen erfolgt beispielsweise ausgehend von einer linken
Schindel 10', in deren Nut 21 die Zunge 13 einer Schindel 10''
eingesteckt wird, so daß beide Distanzvorsprünge 15 auf den Nu
tengrund 33 stoßen. Dann kann die Schindel 10'' durch das Befe
stigungsloch 24 und durch den Befestigungsschlitz 25 auf der
Schindelunterkonstruktion der Fassade festgenagelt werden. Der
durch den Schlitz 25 ragende Nagel wird zweckmäßigerweise so
angeordnet, daß sich die Schindel 10 bzw. 10'' in der vertika
len Richtung der Darstellungsebene ausdehnen kann, falls sie
erheblichen Wärmebeeinflussungen ausgesetzt wird. Infolgedessen
kann sich die Fassadenschindel 10 vertikal zur Darstellungsebe
ne nicht verwerfen.
Bei Ausdehnungen in horizontaler Richtung der Darstel
lungsebene wird die Fassadenschindel 10'' bei Wärmebeaufschla
gung die Distanzvorsprünge 15 infolge ihrer Längenvergrößerung
in erheblichem Maße gegen den Nutenboden 33 der Nachbarschindel
10' drücken, so daß die Distanzvorsprünge 15 infolge ihrer
Sollbruchstellen 16 abbrechen. Infolgedessen ist die Konstruk
tion in der Lage, begrenzte Ausdehnungen der Schindeln in hori
zontaler Richtung zu verkraften, ohne daß es zu vertikalen Ver
werfungen der Schindeln kommt.
Um die Schindeln besser zu befestigen, ist nahe der Ober
kante 26 der Schindel 10 ein Befestigungsschlitz 27 vorgesehen,
der sich kantenparallel erstreckt und auf der Höhe des Befesti
gungslochs 24 angeordnet und auf dieses ausgerichtet ist. Der
Befestigungsschlitz 27 vermag infolgedessen horizontale Längen
änderungen der Fassadenschindel 10 zu ermöglichen, ohne daß
diese durch einen Befestigungsnagel behindert werden.
In Fig. 4 ist dargestellt, daß der Befestigungsschlitz 27
von der Schindelmitte 34 aus zum Befestigungslappen 23 hin ver
setzt angeordnet ist. Außerdem ist jede Schindel 10, 10', 10'' so
ausgebildet, daß sie mit ihrer Aussparung 28 eine Schindelmitte
34 freigibt, wenn die Schindelreihen gemäß Fig. 4 versetzt ange
ordnet sind. Die Aussparung 28 überdeckt daher nicht den Befe
stigungsschlitz 27, so daß dieser zu Befestigungs- oder Repara
turzwecken zugänglich ist. Der Befestigungsnagel kann also ganz
an das linke Ende des Befestigungsschlitzes 27 gesetzt werden.
Der Schlitz 27 wird wegen der Aussparung 28 durch nur eine
Schindel abgedeckt, nämlich die Schindel 10'', sofern sie in
die in Fig. 4 dargestellte Stellung gebracht ist. Dabei ist die
Überlappung der Schindeln in vertikaler Richtung der Darstel
lungsebene ebenfalls nur gering. Die Aussparung 28 spart bei
der vorgegebenen Schindelgestaltung vertikale Überlappung ein.
Fig. 5 zeigt eine in eine Tasche 21 einer Schindel 10 ein
geschobene Zunge 13. Die Zungenkante 13' hat einen Abstand 36
von dem Nutenboden 33. Dieser Abstand wird dadurch erreicht,
daß die Zunge 13 an der Nutenwand 19 oder an der Nutenwand 20
anschlägt. Hierzu besitzt die Zunge 13 eine Anschlagrippe 34,
die an der Kante 35 der Nutenwand 19 anliegt. Diese Anschlag
rippe 34 und die weiteren, nicht näher bezeichneten Klemmrippen
der Fig. 5 sind in den Fig. 1 bis 4 nicht dargestellt. Sie laufen
über die gesamte Länge der Zunge durch, ebenso wie eine An
schlagrippe 34', die auf der Schindelfläche 30 vorgesehen sein
kann, um an der Kante 35' der Nutenwand 20 anzuliegen. Diese im
Querschnitt größere Anschlagrippe 34' dient zugleich der Ver
steifung der Schindel 10. Jede Anschlagrippe 34 oder 34' bzw.
beide Anschlagrippen 34, 34' können weiter in Richtung auf den
Nutenboden 33 vorgeschoben werden, wenn die durch Wärmeausdeh
nung der Schindel 10 erzeugten Kräfte entsprechend groß sind.
In diesen Fällen weichen die Nutenwände 19, 20 quer aus. Dabei
übernimmt der Abstand 36 zwischen der Zungenkante 13 und dem
Nutenboden 33 die zusätzlichen Längen der Schindel. Mit den An
schlagrippen wird ein sauberer Seitenanschlag beim Zusammenbau
mehrerer Schindeln erreicht, ohne das Distanzvorsprünge benö
tigt werden. Diese können jedoch sehr vorteilhaft ergänzend
oder stattdessen vorhanden sein und dann zur Wirkung kommen,
wenn bei größeren Schindelausdehnungen die Zungenkante 13' am
Nutenboden 33 zur Anlage kommt.
Claims (11)
1. Fassadenschindel (10), insbesondere aus extrudiertem
Kunststoff, mit einer nutartigen, parallel zur Schindel
ebene gelegenen Tasche (11) an einer ersten Schindelkan
te (12), und mit einer federartigen Zunge (13) an der
der ersten Schindelkante (12) parallelen zweiten Schin
delkante (14), dadurch gekennzeichnet, daß an der feder
artigen Zunge (13) Distanzvorsprünge (15) vorhanden
sind, die durch Wärmedehnungen der montierten Schindel
(10) in der Tasche (11) einer benachbarten Schindel
(10') abbrechbar sind.
2. Fassadenschindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß lediglich zwei Distanzvorsprünge (15) in größt
möglicher Entfernung voneinander an der der benachbarten
Schindel (10') benachbarten Zungenkante (13') angeordnet
sind.
3. Fassadenschindel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Distanzvorsprünge (15) etwa zungen
stark sind und in der Ebene der Zunge (13) vorspringen.
4. Fassadenschindel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Distanzvorsprünge (15) mit
der Zunge (13) über Sollbruchstellen (16) bildende dünne
Stege (17) verbunden sind.
5. Fassadenschindel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die dünnen Stege (17) durch eine über die ge
samte Zungenlänge durchlaufende Rille (18) ausgebildet
sind.
6. Fassadenschindel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die nutartige Tasche (11) eine
mit der Schindel (10) fluchtende Nutenwand (19) hat, und
daß die Zunge (13) aus der Schindelebene in die Ebene
der Nut (21) der Tasche (11) ausgekröpft ist.
7. Fassadenschindel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die fassadenwandseitige Nuten
wand (20) über die mit der Schindel (10) fluchtende Nu
tenwand (19) vorspringt und mit dem Vorsprung einen Be
festigungslappen (23) bildet, der ein Befestigungsloch
(24) hat.
8. Fassadenschindel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß der Befestigungslappen (23)
etwa so breit wie die Tasche (11) tief ist.
9. Fassadenschindel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß der Befestigungslappen (23)
das Befestigungsloch (24) an seinem oberen Ende (23')
hat, daß der Befestigungslappen (23) nahe seinem unteren
Ende (23'') mit einem lappenparallelen Befestigungs
schlitz (25) versehen ist, und/oder daß die Schindel
(10) auf der Höhe des Befestigungslochs (24) nahe der
oberen Schindelkante (26) einen kantenparallelen Befe
stigungsschlitz (27) aufweist.
10. Fassadenschindel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß der kantenparallele Befesti
gungsschlitz (27) außerschindelmittig zum Befestigungs
lappen (23) hin versetzt angeordnet ist, und daß der Be
festigungslappen (23) nahe seinem unteren Ende (23'')
eine etwa schlitzstarke Queraussparung (28) aufweist.
11. Fassadenschindel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß die Zunge (13) und/oder eine
Schindelfläche (37) eine Anschlagrippe (34, 34') hat bzw.
haben, die beim Zusammenstecken einer Zunge (13) mit
einer Tasche (11) an einer Kante (35, 35') einer Nuten
wand (19, 20) dieser Tasche (11) überschieblich anliegt
bzw, anliegen, wobei die Zungenkante (13') oder deren
Distanzvorsprünge (15) Abstand (36) vom Nutenboden (33)
aufweist bzw. aufweisen.
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Publications (2)
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| DE4201528A1 DE4201528A1 (de) | 1993-07-22 |
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Families Citing this family (1)
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Citations (1)
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| DE3315695A1 (de) * | 1982-06-07 | 1983-12-08 | Josef 4623 Gunskirchen Salhofer | Fassadenverkleidungsplatte |
-
1992
- 1992-01-21 DE DE4201528A patent/DE4201528C2/de not_active Expired - Fee Related
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