DE4201528C2 - Fassadenschindel - Google Patents

Fassadenschindel

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Fassadenschindel, ins­ besondere aus extrudiertem Kunststoff, mit einer nutartigen, parallel zur Schindelebene gelegenen Tasche an einer ersten Schindelkante, und mit einer federartigen Zunge an der der er­ sten Schindelkante parallelen zweiten Schindelkante.
Derartige Fassadenschindeln sind allgemein bekannt. Sie werden auf einer Fassadenunterkonstruktion befestigt. Dabei greift die federartige Zunge einer Fassadenschindel in die nut­ artige Tasche einer benachbarten Schindel. Infolgedessen ist eine Seitenüberdeckung der Schindeln nicht erforderlich. Dieser Zusammenbau setzt aber voraus, daß der seitliche Zusammenbau aller Schindeln über die nut-federartigen Kupplungsmittel in derselben Weise erfolgt, nämlich so, daß sich in seitlicher Richtung keine Versetzungen übereinander angeordneter Schindeln ergeben. Hierzu ist die federartige Zunge so ausgebildet, daß sie vollständig in die nutartige Tasche bis zum Anschlag hinein geschoben werden kann. Bei einem solchen Zusammenbau ist es nicht auszuschließen, daß sich die Schindeln infolge von Wär­ meeinflüssen verwerfen, weil ihr fugenloses Zusammenstecken einen Ausgleich der Längenänderungen nicht oder nicht in ge­ nügendem Maße zuläßt.
Aus der DE-A-33 15 695 ist eine Fassadenschindel be­ kannt, die an zwei horizontalen Kanten jeweils im wesentli­ chen U-förmige Taschen mit Einsteckfortsätzen hat, wobei Ein­ steckfortsätze und Taschen benachbarter Schindeln ineinander­ greifen. An den Einsteckfortsätzen sind Stufen vorhanden, so daß das Zusammenstecken der bekannten Schindeln entsprechend begrenzt sein soll. Kräftiges Zusammenstecken und/oder erheb­ liche Längenänderungen können jedoch dazu führen, daß ein Verwerfen der Schindeln nicht auszuschließen ist.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Fassadenschindel mit den eingangs genannten Merkmalen so zu verbessern, daß sie einerseits in seitlicher Richtung je­ denfalls bei ihrem Anbau an die Fassade den gewünschten exak­ ten seitlichen Sitz hat, andererseits aber auch Wärmeausdeh­ nungen erlaubt, ohne sich dabei zu verwerfen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß an der federarti­ gen Zunge Distanzvorsprünge vorhanden sind, die durch Wärme­ dehnungen der montierten Schindel in der Tasche einer benach­ barten Schindel abbrechbar sind.
Für die Erfindung ist von Bedeutung, daß die Schindel mit Distanzvorsprüngen versehen ist, welche sich im Falle von Wärmedehnungen der Schindel abbrechen lassen, wobei dieses Abbrechen selbsttätig erfolgt. Andererseits gestatten die Distanzvorsprünge beim Zusammenbau der Schindel mit weiteren Schindeln zu einer Fassadenverkleidung eine exakte seitliche Anordnung jeder Schindel. Infolgedessen ist nicht zu befürch­ ten, daß sich Schindeln infolge von Wärmeeinflüssen verwerfen oder so verlagern, daß das Erscheinungsbild der Fassade be­ einträchtigt wird bzw. daß die Abdichtungsfunktion der Schin­ deln infrage gestellt wird.
Die Fassadenschindel kann so ausgestaltet werden, daß lediglich zwei Distanzvorsprünge in größtmöglicher Entfernung voneinander an der der benachbarten Schindel benachbarten Zungenkante angeordnet sind. Die auf ein Minimum beschränkte Anzahl der Distanzvorsprünge erleichtert das selbsttätige Ab­ brechen der Distanzvorsprünge im Fall von Wärmedehnungen. Die Anordnung der beiden Distanzvorsprünge in größtmöglicher Ent­ fernung voneinander bewirkt zudem, daß die federartige Zunge an ihrem oberen und an ihrem unteren Ende über die Distanz­ vorsprünge zur Anlage in der Tasche der benachbarten Schindel kommt, so daß sich eine sehr exakte vertikale Relativlage ein­ stellt. Darüberhinaus ist diese Ausgestaltung der Fassaden­ schindel herstellungstechnisch besonders einfach, weil ledig­ lich ein einziger Ausschnitt zwischen den beiden Distanzvor­ sprüngen hergestellt werden muß, beispielsweise durch Abbrechen oder anderweitiges Herausarbeiten aus einer extrudierten Schin­ del. Zweckmäßigerweise ist die Fassadenschindel so ausgebildet, daß die Distanzvorsprünge etwa zungenstark sind und in der Ebe­ ne der Zunge vorspringen. Es ergibt sich eine einfache Gestal­ tung der Fassadenschindel im Bereich ihrer Zungenkante, welche optimal an die Geometrie der nutartigen Tasche angepaßt ist. Letztere braucht nicht an eine besondere Gestaltung der Zunge bzw. ihrer Distanzvorsprünge angepaßt zu sein.
Um das selbsttätige Abbrechen der Distanzvorsprünge zu er­ leichtern, ist die Fassadenschindel so ausgebildet, daß die Di­ stanzvorsprünge mit der Zunge über Sollbruchstellen bildende dünne Stege verbunden sind. Derartige dünne Stege können wunschgemäß bemessen und beim Herstellen der Fassadenschindel durch Extrudieren mit anextrudiert werden. Hierzu ist es beson­ ders vorteilhaft und notwendig, daß die dünnen Stege durch eine über die gesamte Zungenlänge durchlaufende Rille ausgebildet sind. In diesem Fall kann das zwischen den Distanzvorsprüngen vorhandene Material dadurch entfernt werden, daß es von den Di­ stanzvorsprüngen durch Einsägen od. dgl. getrennt und dann her­ ausgebrochen wird.
In herkömmlicher Weise kann die Fassadenschindel so ausge­ bildet sein, daß die nutartige Tasche eine mit der Schindel fluchtende Nutenwand hat, und daß die Zunge aus der Schindele­ bene in die Ebene der Nut der Tasche ausgekröpft ist. Das er­ möglicht eine breite, mit der Schindel fluchtende Nutenwand, so daß sich im Bereich der nut-federartigen Verbindung zweier Schindeln nur eine schmale Vertiefung neben der Auskröpfung er­ gibt.
Ebenfalls in herkömmlicher Weise ist die Fassadenschindel so ausgebildet, daß die fassadenwandseitige Nutenwand über die mit der Schindel fluchtende Nutenwand vorspringt und mit dem Vorsprung einen Befestigungslappen bildet, der ein Befesti­ gungsloch hat. Mit dem Befestigungsloch des Befestigungslappens kann die Fassadenschindel auf der Unterkonstruktion befestigt werden, z. B. durch Nageln.
Eine besondere Ausgestaltung liegt dann vor, wenn der Befestigungslappen etwa so breit wie die Tasche tief ist. Es ergibt sich auf diese Weise ein besonders breiter Befesti­ gungslappen, der für eine besondere Stabilisierung im Zusam­ mensteckbereich der Fassadenschindeln sorgt und außerdem die Möglichkeit für besondere Befestigungen eröffnet.
Eine besondere Befestigung liegt dadurch vor, daß der Befestigungslappen das Befestigungsloch an seinem oberen Ende hat, daß der Befestigungslappen nahe seinem unteren Ende mit einem lappenparallelen Befestigungsschlitz versehen ist, und/oder daß die Schindel auf der Höhe des Befestigungslochs nahe der oberen Schindelkante einen kantenparallelen Befesti­ gungsschlitz aufweist. Die Befestigungsschlitze erlauben das übliche Befestigen der Fassadenschindel an der Fassadenunter­ konstruktion. Sie ermöglichen aber zugleich auch Wärmedehnun­ gen der Fassadenschindel. Insbesondere erlauben sie diejeni­ gen Wärmedehnungen, die dazu führen, daß die Distanzvorsprün­ ge selbsttätig abgebrochen werden können. Das ist dann der Fall, wenn die Schindel auf der Höhe des Befestigungslochs nahe der oberen Schindelkante einen kantenparallelen Befesti­ gungsschlitz aufweist. Sofern Distanzvorsprünge und/oder ein oberkantenparalleler Befestigungsschlitz nicht vorhanden ist bzw. sind, sorgt der lappenparallele vertikale Befestigungs­ schlitz dafür, daß Ausdehnungen der Fassadenschindel in ver­ tikaler Richtung nicht zu horizontal verlaufenden Verwerfun­ gen führen.
In Weiterbildung der Fassadenschindel ist diese so aus­ geführt, daß der kantenparallele Befestigungsschlitz außer­ schindelmittig zum Befestigungslappen hin versetzt angeordnet ist, und daß der Befestigungslappen nahe seinem unteren Ende eine etwa schlitzstarke Queraussparung aufweist. Eine solche Anordnung ist für die Fassadengestaltung von Bedeutung. Eine erste horizontale Schindelreihe kann von einer höher angeord­ neten, um eine halbe Schindelbreite versetzten Schindelreihe so abgedeckt werden, daß der kantenparallele Befestigungs­ schlitz praktisch nur von einer einzigen Schindel überdeckt wird. Das ist im Hinblick für die Montage von Bedeutung, wo­ bei die Queraussparung des Befestigungslappens den an sich darunterliegenden Befestigungsschlitz vollständig freizulas­ sen gestattet.
Eine weitere besondere Ausgestaltung ist dadurch gege­ ben, daß die Zunge und/oder eine Schindelfläche eine An­ schlagrippe hat bzw. haben, die beim Zusammenstecken einer Zunge mit einer Tasche an einer Kante einer Nutenwand dieser Tasche überschieblich anliegt bzw. anliegen, wobei die Zun­ genkante oder deren Distanzvorsprünge Abstand vom Nutenboden aufweist bzw. aufweisen. Die Anschlagrippe bildet ein von den Distanzvorsprüngen unabhängiges Gestaltungsmerkmal, welches insbesondere bei geringeren Längenänderungen der Schindel ausreichen kann. Die infolgedessen zwischen der Zungenkante und dem Nutenboden vorhandene Luft kann ausreichen, um diese geringeren Längenänderungen aufnehmen zu können, ohne daß die Zungenkante auf die benachbarte Schindel drückt.
Die Erfindung wird anhand einer in der Zeichnung darge­ stellten Ausführungsform näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Aufsicht auf die wandabgewendete Schindelflä­ che,
Fig. 2 eine Ansicht der Schindel der Fig. 1 in Richtung A,
Fig. 3 das Detail B der Fig. 1 zzgl. einer Ansicht dieses Details in Richtung C,
Fig. 4 eine beispielsweise Überdeckung dreier Fassaden­ schindeln zur Erläuterung der Befestigungsverhält­ nisse im Bereich der Schindelmitte einer über­ deckten Schindel, und
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung der Tasche gemäß Detail D der Fig. 1, zusammengebaut mit einer im Vergleich zu Fig. 1 abgeänderten Gestaltung der Zunge der Schindel.
Die durch die Fig. 1, 2 dargestellte Schindel 10 hat eine dem Betrachter zugewendete Außenfläche 29 und eine rückwärtige, der Fassaden zugewendete Innenfläche 30, die zur Verstärkung des Profils der Fassadenschindel mehrere Verstärkungsrippen 31 aufweist. Die Schindel 10 hat eine erste vertikale Schindelkan­ te 12 und eine zweite, der Kante 12 gegenüberliegende Schindel­ kante 14. Oben wird die Schindel 10 durch eine obere Schindel­ kante 26 begrenzt und unten durch eine untere Schindelkante 32.
Die erste Schindelkante 12 ist mit einer über ihre gesamte Länge durchlaufenden Tasche 11 versehen, die gemäß Fig. 2 von den beiden Nutenwänden 19, 20 gebildet wird, welche zwischen sich die Nut 21 einschließen, deren Nutebene parallel zu der Schindel 10 angeordnet ist. Die Nutenwand 19 fluchtet mit der Schindel 10 und liegt also in der Schindelebene. Die Nutenwand 20 ist um die Nutbreite zur Nutenwand 19 in Richtung auf die Fassadenwand versetzt angeordnet und springt seitlich über die Nutenwand 19 vor. Sie bildet mit ihrem Vorsprung einen Befesti­ gungslappen 23, dessen oberes Ende 23' ein Befestigungsloch 24 aufweist. Das untere Ende 23' des Befestigungslappens 23 be­ sitzt eine Aussparung 28, die etwa so breit wie hoch ist. Ober­ halb der Aussparung 28 besitzt der Befestigungslappen 23 in seinem unteren Ende 23'' einen vertikalen Befestigungsschlitz 25, der lappenparallel angeordnet und auf das Befestigungsloch 24 im oberen Ende 23' des Befestigungslappens 23 ausgerichtet ist.
Die der Kante 12 gegenüberliegende Schindelkante 14 trägt eine federartige Zunge 13, die derart ausgekröpft ist, daß sie in der Ebene der Nut 21 der Tasche 11 liegt. Es ist infolgedes­ sen möglich, in einer horizontalen Reihe angeordnete Schindeln mit ihren Taschen und Zungen nut-federartig zusammenzustecken, wobei die Zungen 13 so tief in die Nuten 21 der Taschen 11 hin­ einragen, daß sich eine hinreichend wetterdichte Verbindung er­ gibt. Eine seitliche Überlappung von Schindeln ist daher nicht erforderlich.
Die Zunge 13 ist gemäß Fig. 1, 3 so ausgebildet, daß sie an ihrem oberen und an ihrem unteren Ende jeweils Distanzvorsprün­ ge 15 aufweist, die an der äußeren Zungenkante 13' befestigt sind. Gemäß Fig. 1 sind lediglich zwei solcher Distanzvorsprünge 15 vorhanden, und zwar in größtmöglicher Entfernung voneinan­ der, etwa auf der Höhe der oberen Schindelkante 26, sowie am Übergang der Zungenkante 13' in die untere Schindelkante 32.
Gemäß Fig. 3 sind die Distanzvorsprünge 15 etwa zungenstark und zungenseitig über dünne Stege 17 mit der Zunge 13 verbun­ den, wobei die dünnen Stege 17 durch Rillen 18 gebildet sind bzw. durch eine über die gesamte Schindelhöhe durchlaufende Rille 18, die das Wegbrechen von Material zwischen den Distanz­ vorsprüngen 15 einer extrudierten Schindel 10 erleichtert. Im Bereich der Distanzvorsprünge 15 bilden die dünnen Stege 17 in Verbindung mit der Rille 18 eine Sollbruchstelle 16. Ein Abbre­ chen eines Distanzvorsprungs 15 von einer Zunge 13 erfolgt bei zusammengebauten Schindeln. Hierzu wird auf die in Fig. 4 teil­ weise dargestellten Schindeln 10', 10'' Bezug genommen, welche horizontal dicht zusammengeschoben sind, so daß die Distanzvor­ sprünge 17 auf den Nutengrund 33 stoßen, wodurch sich ein hori­ zontal strammer Sitz der Schindeln einer Schindelreihe ergibt, wenn diese zur Fassadenverkleidung zusammengefügt werden. Das Zusammenfügen erfolgt beispielsweise ausgehend von einer linken Schindel 10', in deren Nut 21 die Zunge 13 einer Schindel 10'' eingesteckt wird, so daß beide Distanzvorsprünge 15 auf den Nu­ tengrund 33 stoßen. Dann kann die Schindel 10'' durch das Befe­ stigungsloch 24 und durch den Befestigungsschlitz 25 auf der Schindelunterkonstruktion der Fassade festgenagelt werden. Der durch den Schlitz 25 ragende Nagel wird zweckmäßigerweise so angeordnet, daß sich die Schindel 10 bzw. 10'' in der vertika­ len Richtung der Darstellungsebene ausdehnen kann, falls sie erheblichen Wärmebeeinflussungen ausgesetzt wird. Infolgedessen kann sich die Fassadenschindel 10 vertikal zur Darstellungsebe­ ne nicht verwerfen.
Bei Ausdehnungen in horizontaler Richtung der Darstel­ lungsebene wird die Fassadenschindel 10'' bei Wärmebeaufschla­ gung die Distanzvorsprünge 15 infolge ihrer Längenvergrößerung in erheblichem Maße gegen den Nutenboden 33 der Nachbarschindel 10' drücken, so daß die Distanzvorsprünge 15 infolge ihrer Sollbruchstellen 16 abbrechen. Infolgedessen ist die Konstruk­ tion in der Lage, begrenzte Ausdehnungen der Schindeln in hori­ zontaler Richtung zu verkraften, ohne daß es zu vertikalen Ver­ werfungen der Schindeln kommt.
Um die Schindeln besser zu befestigen, ist nahe der Ober­ kante 26 der Schindel 10 ein Befestigungsschlitz 27 vorgesehen, der sich kantenparallel erstreckt und auf der Höhe des Befesti­ gungslochs 24 angeordnet und auf dieses ausgerichtet ist. Der Befestigungsschlitz 27 vermag infolgedessen horizontale Längen­ änderungen der Fassadenschindel 10 zu ermöglichen, ohne daß diese durch einen Befestigungsnagel behindert werden.
In Fig. 4 ist dargestellt, daß der Befestigungsschlitz 27 von der Schindelmitte 34 aus zum Befestigungslappen 23 hin ver­ setzt angeordnet ist. Außerdem ist jede Schindel 10, 10', 10'' so ausgebildet, daß sie mit ihrer Aussparung 28 eine Schindelmitte 34 freigibt, wenn die Schindelreihen gemäß Fig. 4 versetzt ange­ ordnet sind. Die Aussparung 28 überdeckt daher nicht den Befe­ stigungsschlitz 27, so daß dieser zu Befestigungs- oder Repara­ turzwecken zugänglich ist. Der Befestigungsnagel kann also ganz an das linke Ende des Befestigungsschlitzes 27 gesetzt werden. Der Schlitz 27 wird wegen der Aussparung 28 durch nur eine Schindel abgedeckt, nämlich die Schindel 10'', sofern sie in die in Fig. 4 dargestellte Stellung gebracht ist. Dabei ist die Überlappung der Schindeln in vertikaler Richtung der Darstel­ lungsebene ebenfalls nur gering. Die Aussparung 28 spart bei der vorgegebenen Schindelgestaltung vertikale Überlappung ein.
Fig. 5 zeigt eine in eine Tasche 21 einer Schindel 10 ein­ geschobene Zunge 13. Die Zungenkante 13' hat einen Abstand 36 von dem Nutenboden 33. Dieser Abstand wird dadurch erreicht, daß die Zunge 13 an der Nutenwand 19 oder an der Nutenwand 20 anschlägt. Hierzu besitzt die Zunge 13 eine Anschlagrippe 34, die an der Kante 35 der Nutenwand 19 anliegt. Diese Anschlag­ rippe 34 und die weiteren, nicht näher bezeichneten Klemmrippen der Fig. 5 sind in den Fig. 1 bis 4 nicht dargestellt. Sie laufen über die gesamte Länge der Zunge durch, ebenso wie eine An­ schlagrippe 34', die auf der Schindelfläche 30 vorgesehen sein kann, um an der Kante 35' der Nutenwand 20 anzuliegen. Diese im Querschnitt größere Anschlagrippe 34' dient zugleich der Ver­ steifung der Schindel 10. Jede Anschlagrippe 34 oder 34' bzw. beide Anschlagrippen 34, 34' können weiter in Richtung auf den Nutenboden 33 vorgeschoben werden, wenn die durch Wärmeausdeh­ nung der Schindel 10 erzeugten Kräfte entsprechend groß sind. In diesen Fällen weichen die Nutenwände 19, 20 quer aus. Dabei übernimmt der Abstand 36 zwischen der Zungenkante 13 und dem Nutenboden 33 die zusätzlichen Längen der Schindel. Mit den An­ schlagrippen wird ein sauberer Seitenanschlag beim Zusammenbau mehrerer Schindeln erreicht, ohne das Distanzvorsprünge benö­ tigt werden. Diese können jedoch sehr vorteilhaft ergänzend oder stattdessen vorhanden sein und dann zur Wirkung kommen, wenn bei größeren Schindelausdehnungen die Zungenkante 13' am Nutenboden 33 zur Anlage kommt.

Claims (11)

1. Fassadenschindel (10), insbesondere aus extrudiertem Kunststoff, mit einer nutartigen, parallel zur Schindel­ ebene gelegenen Tasche (11) an einer ersten Schindelkan­ te (12), und mit einer federartigen Zunge (13) an der der ersten Schindelkante (12) parallelen zweiten Schin­ delkante (14), dadurch gekennzeichnet, daß an der feder­ artigen Zunge (13) Distanzvorsprünge (15) vorhanden sind, die durch Wärmedehnungen der montierten Schindel (10) in der Tasche (11) einer benachbarten Schindel (10') abbrechbar sind.
2. Fassadenschindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß lediglich zwei Distanzvorsprünge (15) in größt­ möglicher Entfernung voneinander an der der benachbarten Schindel (10') benachbarten Zungenkante (13') angeordnet sind.
3. Fassadenschindel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Distanzvorsprünge (15) etwa zungen­ stark sind und in der Ebene der Zunge (13) vorspringen.
4. Fassadenschindel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da­ durch gekennzeichnet, daß die Distanzvorsprünge (15) mit der Zunge (13) über Sollbruchstellen (16) bildende dünne Stege (17) verbunden sind.
5. Fassadenschindel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich­ net, daß die dünnen Stege (17) durch eine über die ge­ samte Zungenlänge durchlaufende Rille (18) ausgebildet sind.
6. Fassadenschindel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da­ durch gekennzeichnet, daß die nutartige Tasche (11) eine mit der Schindel (10) fluchtende Nutenwand (19) hat, und daß die Zunge (13) aus der Schindelebene in die Ebene der Nut (21) der Tasche (11) ausgekröpft ist.
7. Fassadenschindel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da­ durch gekennzeichnet, daß die fassadenwandseitige Nuten­ wand (20) über die mit der Schindel (10) fluchtende Nu­ tenwand (19) vorspringt und mit dem Vorsprung einen Be­ festigungslappen (23) bildet, der ein Befestigungsloch (24) hat.
8. Fassadenschindel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da­ durch gekennzeichnet, daß der Befestigungslappen (23) etwa so breit wie die Tasche (11) tief ist.
9. Fassadenschindel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da­ durch gekennzeichnet, daß der Befestigungslappen (23) das Befestigungsloch (24) an seinem oberen Ende (23') hat, daß der Befestigungslappen (23) nahe seinem unteren Ende (23'') mit einem lappenparallelen Befestigungs­ schlitz (25) versehen ist, und/oder daß die Schindel (10) auf der Höhe des Befestigungslochs (24) nahe der oberen Schindelkante (26) einen kantenparallelen Befe­ stigungsschlitz (27) aufweist.
10. Fassadenschindel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da­ durch gekennzeichnet, daß der kantenparallele Befesti­ gungsschlitz (27) außerschindelmittig zum Befestigungs­ lappen (23) hin versetzt angeordnet ist, und daß der Be­ festigungslappen (23) nahe seinem unteren Ende (23'') eine etwa schlitzstarke Queraussparung (28) aufweist.
11. Fassadenschindel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da­ durch gekennzeichnet, daß die Zunge (13) und/oder eine Schindelfläche (37) eine Anschlagrippe (34, 34') hat bzw. haben, die beim Zusammenstecken einer Zunge (13) mit einer Tasche (11) an einer Kante (35, 35') einer Nuten­ wand (19, 20) dieser Tasche (11) überschieblich anliegt bzw, anliegen, wobei die Zungenkante (13') oder deren Distanzvorsprünge (15) Abstand (36) vom Nutenboden (33) aufweist bzw. aufweisen.
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