DE4202013A1 - Vortriebsmaschine fuer den strecken- oder tunnelvortrieb u. dgl. - Google Patents
Vortriebsmaschine fuer den strecken- oder tunnelvortrieb u. dgl.Info
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vortriebsmaschine für den
Strecken- oder Tunnelvortrieb u. dgl., mit einem von einem
Drehantrieb angetriebenen Bohrkopf und mit am rotierenden
Bohrkopf angeordneten Teleskopführungen für quer zur Vor
triebsrichtung teleskopartig verstellbare, mit Schneidrol
len bestückte Teleskoparme, die vom Vorbohrloch eines ro
tierenden Vorbohrers ausgehend das Vorbohrloch auf das
Streckenprofil erweitern.
Vollschnitt-Vortriebsmaschinen dieser Art sind für den Vor
trieb von Gesteinsstrecken, vor allem von Bergbaustrecken,
Tunneln, Stollen u. dgl. bestimmt. Sie arbeiten nach dem so
genannten Hinterschneidprinzip, bei dem ein im Zentrum der
Ortsbrust gebohrtes Vorbohrloch mit Hilfe von Schneidwerk
zeugen, vorzugsweise Schneidrollen bzw. Rollendisken, stu
fenweise auf den geforderten Streckenquerschnitt erweitert
wird. Bei den bekannten Vortriebsmaschinen sind die Rollen
bohrwerkzeuge zumeist an Schwenkarmen angeordnet, die an
dem rotierenden Bohrkopf in Schwenklagern radial verschwenk
bar gelagert sind, wobei für die Schwenkbewegungen hydrau
lische Schwenkzylinder verwendet werden (DE-PS 31 40 707,
DE-OS 40 15 492). Die Anordnung der Rollenbohrwerkzeuge an
Schwenkarmen führt zu großen Bauabmessungen der Vortriebs
maschine und auch zu erheblichen Betriebsbeanspruchungen
der Schwenkarme und ihrer Schwenklager.
Es ist bei Vortriebsmaschinen, die nach dem Hinterschneid
prinzip arbeiten, auch schon bekannt, die der Erweiterung des
Vorbohrlochs dienenden Schneidrollen an Teleskoparmen anzuord
nen, die sich in radialverlaufenden Teleskopführungen, z. B.
in T-Nutführungen des rotierenden Bohrkopfes führen (AT-PS
2 66 743, Fig. 3 und 4). Damit die Schneidrollen vom Vorbohr
loch ausgehend den Erweiterungsschnitt auf das Sollprofil aus
führen können, muß das Vorbohrloch einen großen Durchmesser
erhalten. Dies macht es erforderlich, den Vorbohrkopf mit ei
nem eigenen Bohrantrieb zu versehen und im Inneren des Vorbohr
loches abzustützen. Zu diesem Zweck muß der Vorbohrkopf dem
die Erweiterungsbohrwerkzeuge tragenden rotierenden Bohrkopf
der Vortriebsmaschine verhältnismäßig weit vorgesetzt werden.
Infolgedessen kann die Erweiterungsarbeit nur in größerem Ab
stand hinter dem Vorbohrkopf durchgeführt werden. Aufgabe der
Erfindung ist es, die nach dem Hinterschneidprinzip arbeiten
de Vollschnitt-Vortriebsmaschine der gattungsgemäßen Art so
auszugestalten, daß sich eine kompakte und auch vereinfachte
Bauweise der Vortriebsmaschine erreichen läßt und die Erwei
terungsarbeit auch in dichtem Abstand hinter dem Vorbohrer
durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Teleskopführungen außermittig beiderseits der Drehachse des
Bohrkopfes angeordnet sind, und daß die Teleskoparme an ih
ren außerhalb der Teleskopführungen liegenden, die Schneid
rollen od. dgl. tragenden Armteilen in Richtung auf die Dreh
achse und die Ortsbrust abgewinkelt sind. Die Teleskopführun
ten sind zweckmäßig parallel zueinander verlaufend und vor
teilhafterweise in einer gemeinsamen Querebene des Bohrkop
fes angeordnet. Im allgemeinen genügt es, wenn zu beiden Sei
ten der Bohrkopf-Drehachse jeweils nur eine einzige Teleskop
führung für einen als Winkelarm ausgebildeten Teleskoparm an
geordnet wird.
Bei der erfindungsgemäßen Vortriebsmaschine sind die mit den
Erweiterungswerkzeugen, wie vor allem Schneidrollen bzw. Rol
lendisken versehenen Telekoparme in quer zur Bohrkopf-Dreh
achse verlaufenden Teleskopführungen geführt und abgestützt.
Die Teleskopführungen sind demgemäß außermittig am rotieren
den Bohrkopf angeordnet, d. h. gegenüber der Bohrkopf-Dreh
achse seitenversetzt, so daß sich auch bei größeren Strecken
querschnitten große Führungs- und Abstützlängen in den Tele
skopführungen erreichen lassen und die Schneidkräfte über die
Teleskoparme und die Teleskopführungen zuverlässig auf den
Bohrkopf abgesetzt werden können. Zugleich lassen sich die
Teleskoparme in dichtem Abstand zu dem vorgesetzten Vorboh
rer anordnen. Da die Teleskoparme als Winkelarme ausgeführt
sind, also mit ihren die Schneidrollen tragenden Armteilen
sowohl in Richtung auf die Drehachse als auch in Richtung auf
die Ortsbrust abgewinkelt sind, können ihre Schneidrollen
selbst bei verhältnismäßig kleinem Durchmesser des Vorbohr
loches in dieses eingeführt werden, um vom Vorbohrloch ausge
hend die Erweiterungsarbeiten nach dem Hinterschneidprinzip
durchzuführen. Die Anordnung der Teleskopführungen am Bohr
kopf in Verbindung mit den als Winkelarme ausgebildeten Tele
skoparme führt auch zu einer vergleichsweise kompakten Bauwei
se der Vortriebsmaschine. Der Vorbohrer benötigt nicht unbe
dingt einen eigenen Bohrantrieb. Er kann drehfest mit dem an
getriebenen Bohrkopf verbunden werden, so daß für den Vorboh
rer und die Erweiterungswerkzeuge der gemeinsame Drehantrieb
des Bohrkopfes dienen kann.
Die genannten Teleskopführungen des Bohrkopfes werden zweck
mäßig nach Art von Teleskoprohrführungen ausgebildet. Es emp
fiehlt sich ferner, die Teleskoparme zumindest auf ihrem sich
in den Teleskopführungen führenden Längenbereichen rohrförmig,
vorzugsweise kastenförmig auszuführen, wodurch sich auch eine
hohe Bauteilfestigkeit der Teleskoparme bei zuverlässiger Füh
rung derselben in den Teleskopführungen erreichen läßt. Da
bei wird die Anordnung vorteilhafterweise so getroffen, daß
die Teleskoparme in den Teleskopführungen drehschlüssig ge
führt werden, was sich in einfacher Weise durch die unrunde
bzw. kastenförmige Gestaltung der Teleskoparme und entspre
chende Querschnittsanpassung der Teleskopführungen erreichen
läßt.
Die Teleskopführungen des Bohrkopfes können ortsbrustseitig
mit Schlitzöffnungen od. dgl. für den Durchgang der abgewinkel
ten Armteile der Teleskoparme versehen sein, so daß sich die
Teleskoparme so weit in die Teleskopführungen einfahren las
sen, daß die an ihren abgewinkelten Armteilen befindlichen
Schneidrollen sich im Inneren des Vorbohrlochs befinden und
von hier ausgehend die Erweiterungsarbeit ausführen können,
dies auch dann, wenn das Vorbohrloch keinen übermäßig großen
Durchmesser erhält. Die Teleskopführungen können beidendig
offen sein, wobei die Teleskoparme eine solche Länge erhal
ten, daß sie in voll eingefahrenem Zustand mit ihren freien
Enden aus den Teleskopführungen herausragen. Damit ergeben
sich bei großen Verstellwegen der Teleskoparme auch große Te
leskopüberdeckungen im ausgefahrenen Zustand der Teleskoparme,
ohne daß der Bohrkopf selbst einen übermäßig großen Durchmes
ser erhalten muß.
Für die Teleskopverstellung der Teleskoparme werden, wie üb
lich, Stellantriebe, vorzugsweise hydraulische Stellzylinder,
verwendet. Diese lassen sich in raumsparender Weise am oder
im Bohrkopf unterbringen. Vorzugsweise werden die Stellantrie
be bzw. die hydraulischen Stellzylinder im Inneren der
Teleskopführungen angeordnet.
Der Vorbohrer wird zweckmäßig drehfest an dem angetriebenen
Bohrkopf angeordnet. Dabei können die Teleskopführungen dicht
hinter dem Vorbohrer, also am ortsbrustseitigen Ende des Bohr
kopfes vorgesehen werden. Die Ausbildung der Teleskoparme als
Winkelarme bietet auch die Möglichkeit, die abgewinkelten Arm
teile als Ladearme auszubilden, die bei der Vortriebsarbeit
das vor der Ortsbrust liegende Haufwerk einer Ladeinrichtung
zuführen. Im übrigen empfiehlt es sich, die erfindungsgemäße
Vortriebsmaschine im Inneren eines Vortriebsschildes, der auch
als Messerschild ausgeführt sein kann, zu verlagern. Hierbei
wird die Anordnung zweckmäßig so getroffen, daß der den Bohr
kopf aufweisende, mit dem Drehantrieb versehene Maschinenkör
per der Vortriebsmaschine an einer Schlittenführung im Vor
triebsschild verschieblich gelagert ist.
Die Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit dem in der
Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiel näher erläutert. In
der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vortriebsmaschine im ver
tikalen Längsschnitt durch einen Vortriebs
schild;
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1, wo
bei die Teleskoparme voll ausgefahren sind;
Fig. 3 in der Schnittdarstellung der Fig. 2, jedoch
im Teilschnitt, die Vortriebsmaschine mit ein
gefahrenem Teleskoparm.
Die dargestellte Vortriebsmaschine 1 ist im Inneren eines Vor
triebsschildes 2 gelagert, der im gezeigten Ausführungsbei
spiel als Messerschild bekannter Art ausgebildet ist. Dieser
weist das Kreis- oder Bogenprofil der aufzufahrenden Strecke auf. Im Vor
triebs- bzw. Messerschild 2 befindet sich eine Gleit- bzw.
Schlittenführung 3, auf der die Vortriebsmaschine 1 mit ihrem
Maschinenkörper 4 in Vortriebsrichtung entsprechend Pfeil 5
verschieblich gelagert ist. Der Maschinenvorschub kann in üb
licher Weise mittels hydraulischer Vorschubzylinder (nicht
dargestellt) erfolgen. Der Maschinenkörper 4 weist den Dreh
antrieb für die Vortriebsmaschine 1 bzw. deren Bohrkopf 6 auf.
Der Drehantrieb besteht im gezeigten Ausführungsbeispiel aus
mehreren Antriebsmotoren 7. Der Bohrkopf 6 ist in einem Dreh
lager 8 um seine Bohrkopfachse drehbar, die mit der Schild
achse bzw. der Achse der aufzufahrenden Strecke od. dgl. zu
sammenfällt.
An dem vom Drehantrieb 7 angetriebenen Bohrkopf 6 ist orts
brustseitig ein zentraler Vorbohrer 9 drehfest angeordnet,
der mit seinem rotierenden Vorbohrkopf 10 ein zentrales Vor
bohrloch 11 in der Ortsbrust 13 herstellt. Der Vorbohrer 9
benötigt im allgemeinen keinen gesonderten Antrieb, kann,
falls erwünscht, aber auch einen solchen Antrieb erhalten.
Er kann auch gegenüber dem Bohrkopf 6 teleskopartig verstell
bar sein, wie dies aus der DE-OS 40 15 492 bekannt ist.
Die Erweiterung des Vorbohrlochs 11 auf das Sollprofil der
Strecke erfolgt mit Hilfe von Erweiterungswerkzeugen, vorzugs
weise Schneidrollen bzw. Schneiddisken 14. Die Schneidrollen
14 sind an Teleskoparmen 15 angeordnet, die sich in Teleskop
führungen 16 des rotierenden Bohrkopfes 6 führen und abstüt
zen. Wie vor allem die Fig. 2 und 3 zeigen, sind die beiden
Teleskopführungen 16 in Parallelanordnung zueinander und in
einer gemeinsamen Querebene des Bohrkopfes 6 außermittig zu
diesem, also beiderseits der Drehachse 17 des Bohrkopfes 6
und des Vorbohrers 9 angeordnet, wobei sie quer bzw. recht
winklig zur Drehachse 17 verlaufen. Die beiden Teleskopführun
gen 16 befinden sich am ortsbrustseitigen Ende des Bohrkopfes
6, also in verhältnismäßig dichtem Abstand hinter dem Vorboh
rer 9. Sie sind nach Art von Teleskoprohrführungen ausgebil
det und an ihren beiden Enden 18 und 19 für die Durchführung
der Teleskoparme 15 offen.
Die beiden Teleskoparme 15 sind als Winkelarme ausgeführt.
Diese führen sich mit ihren Teleskopteilen 20 in den Tele
skopführungen 16. Außerhalb der Teleskopführung 16 sind mit
diesen Teleskopteilen 20 Armteile 21 winkelsteif verbunden,
an deren freien äußeren Enden die Schneidrollen 14 gelagert
sind. Wie Fig. 1 zeigt, sind die Armteile 21 gegenüber den
in den Teleskopführungen 16 geführten Teleskopteilen 20 zur
Ortsbrust 13 hin abgewinkelt, so daß die Schneidrollen 14 un
mittelbar hinter dem Vorbohrkopf 10 die Erweiterungsarbeit
an der Ortsbrust 13 durchführen können. Zugleich sind die Arm
teile 21, wie aus den Fig. 2 und 3 erkennbar, in Umfangsrich
tung des Bohrkopfes 6, d. h. in Richtung auf die Bohrkopf-
Drehachse 17 abgewinkelt, so daß die Schneidrollen 14 auf ei
ner gemeinsamen, durch die Drehachse 17 hindurchgehenden
Durchmesserebene liegen.
Die beiden Teleskoparme 15 bzw. deren Teleskopteile 20 sind
zweckmäßig drehschlüssig mit dem erforderlichen Führungsspiel
in den Teleskopführungen 16 in Richtung des Doppelpfeiles 22
geführt. Die Führungsteile 20 bestehen vorteilhafterweise aus
Führungsrohren, insbesondere solchen mit Kastenprofil. Die
Teleskopführungen 16 sind entsprechend profiliert, so daß sie
Teleskop- bzw. Schubladenführungen für die Führungsteile 20
der Teleskoparme 15 bilden. Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, wei
sen die Teleskopführungen 16 ortsbrustseitig Schlitzöffnungen
23 auf, die zu der endseitigen Öffnung 18 der Teleskopführung
hin offen sind. Die Teleskoparme 15 können daher von ihrer
ausgefahrenen Position gemäß Fig. 2 so weit in die Teleskop
führungen 16 eingefahren werden, daß ihre Schneidrollen 14,
wie in Fig. 1 bei 14′ strichpunktiert angedeutet, unmittelbar
hinter dem Vorbohrkopf 10 im Inneren des Vorbohrlochs 11 lie
gen. Bei dieser Einfahrbewegung schieben sich die betreffen
den Verbindungsteile 24, die die Führungsteile 20 mit den Arm
teilen 21 winkelsteif verbinden, durch die Schlitzführungen
23. Im volleingefahrenen Zustand können die Teleskoparme 15
mit den rückwärtigen Enden 20′ ihrer Führungsteile 20 aus den
Öffnungen 19 der Teleskopführungen 16 herausragen.
Die Teleskopverstellung der Teleskoparme 15 erfolgt mit Hilfe
von Stellantrieben, vorzugsweise mit Hilfe hydraulischer Stell
zylinder. In Fig. 1 ist ein solcher hydraulischer Stellzylin
der, der mehrere Teleskopstufen aufweist, bei 25 angedeutet.
Der Stellzylinder 25 ist hier außenseitig am rotierenden Bohr
kopf 6 gelagert, wobei er mit seiner Kolbenstange bei 26 am
betreffenden Teleskoparm 15 gelenkig angeschlossen ist. Abwei
chend von dieser Anordnung empfiehlt es sich aber, die hydrau
lischen Stellzylinder 25 im Inneren der Teleskopführungen 16
anzuordnen. Werden die Teleskopteile 20 der Teleskoparme 15
rohrförmig ausgeführt, so können die hydraulischen Stellzylin
der 25 im Inneren der Führungsteile 20 an den Teleskoparmen
15 angeschlossen werden, wobei sie sich in Nähe der Enden 19
in den Teleskopführungen 16 gelenkig abstützen können. Wesent
lich ist vor allem, daß mit Hilfe der hydraulischen Stellzy
linder 25 die Teleskoparme 15, vorzugsweise unabhängig vonein
ander, gesteuert hydraulisch aus- und eingefahren werden kön
nen.
Im Inneren des Vortriebs- bzw. Messerschildes 2 befindet sich
eine Ladeeinrichtung zur Verladung des bei der Vortriebsarbeit
anfallenden Haufwerks. Die Ladeeinrichtung besteht aus einer
an der Sohle angeordneten Ladeschaufel 26 mit darauf schwenk
beweglich gelagerten Ladearmen 27, die das auf der Ladeschau
fel 26 liegende Haufwerk einem Förderer 28 aufgeben, der es
aus dem Schildbereich abfördert. Ladeeinrichtungen dieser Art
sind bekannt. Die abgewinkelten Armteile 21 können ebenfalls
die Funktion von Ladearmen aufweisen, die das vor der Orts
brust 13 liegende Haufwerk bei der Drehbewegung des Bohrkop
fes 6 im Sohlbereich zur Ladeschaufel 26 hin befördern, wo
es verladen und abgefördert wird. Zu diesem Zweck weisen die
Armteile 21 entsprechende steilstehende Ladeflächen auf.
Die Arbeitsweise der beschriebenen Vortriebsmaschine ist an
sich bekannt. Bei der Vortriebsarbeit wird das vom Vorbohrer
9 hergestellte Vorbohrloch 11 durch die Schneidrollen 14 auf
das Streckenprofil erweitert. Die Schneidrollen 14 werden von
ihrer eingefahrenen, in Fig. 1 mit 14′ angedeuteten Position
mit Hilfe der hydraulischen Stellzylinder 25 zunehmend weiter
nach außen ausgestellt, so daß das Vorbohrloch entsprechend
bis auf das Sollprofil erweitert wird. Bei diesen Ausstellbe
wegungen führen sich die Teleskoparme 15 in den Teleskopfüh
rungen 16. Zugleich werden die Reaktionskräfte über die Tele
skopführungen 16 gegen den rotierenden Bohrkopf 6 abgesetzt.
Mit Hilfe der beschriebenen Vortriebsmaschine lassen sich
nicht nur kreisrunde Streckenquerschnitte schneiden, sondern
auch hiervon abweichende Streckenquerschnitte, z. B. bogenför
mige Streckenquerschnitte. In diesem Fall werden die Teleskop
arme 15 in ihren Teleskopbewegungen entsprechend dem gewünsch
ten Streckenprofil nach Maßgabe der Drehung des Bohrkopfes
6 gesteuert, was sich durch entsprechende Steuerung der Stell
zylinder 25 erreichen läßt. Der gesamte Arbeitsablauf läßt
sich programmgesteuert mit Hilfe eines rechnergestützten Steu
ersystems durchführen. Da die Teleskoparme 15, wie beschrieben,
sowohl in Richtung auf die Ortsbrust 13 als auch in Richtung
auf die Bohrkopf-Drehachse 17 abgewinkelt sind, lassen sich
die Schneidrollen 14 in die Ausgangsposition 14′ nach Fig. 1
bringen, in der sie die Erweiterungsarbeit vom Vorbohrloch
11 ausgehend durchführen können. Über den gesamten Teleskop-
Verstellbereich bleiben die Teleskoparme 15 zuverlässig im
Bohrkopf 6 geführt und abgestützt. Die erfindungsgemäße Vor
triebsmaschine kann mit besonderem Vorteil für das Auffahren
von Gesteinsstrecken im Untertagebergbau, daneben aber auch
für den Tunnel- oder Stollenvortrieb u. dgl. eingesetzt werden.
Claims (14)
1. Vortriebsmaschine für den Strecken- oder Tunnelvortrieb
u. dgl., mit einem von einem Drehantrieb angetriebenen
Bohrkopf und mit am rotierenden Bohrkopf angeordneten
Teleskopführungen für quer zur Vortriebsrichtung tele
skopartig verstellbare, mit Schneidrollen bestückte Te
leskoparme, die vom Vorbohrloch eines rotierenden Vorboh
rers ausgehend das Vorbohrloch auf das Streckenprofil er
weitern, dadurch gekennzeichnet,
daß die Teleskopführungen (16) außermittig beiderseits der
Drehachse (17) des Bohrkopfes (6) angeordnet sind, und
daß die Teleskoparme (15) an ihren außerhalb der Teleskop
führungen (16) liegenden, die Schneidrollen (14) tragen
den Armteilen (21) in Richtung auf die Drehachse (17) und
die Ortsbrust (13) abgewinkelt sind.
2. Vortriebsmaschine nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Teleskopführungen (16)
parallel zueinander verlaufen.
3. Vortriebsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten der
Bohrkopf-Drehachse (17) jeweils eine Teleskopführung (16)
für einen als Winkelarm ausgebildeten Teleskoparm (15) an
geordnet ist.
4. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Teleskop
führungen (16) in einer gemeinsamen Querebene des Bohrkop
fes (6) angeordnet sind.
5. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß die Tele
skopführungen (16) nach Art von Teleskoprohrführungen aus
gebildet sind.
6. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Tele
skoparme (15) zumindest auf ihrem sich in den Teleskopfüh
rungen (16) führenden Längenbereich (20) rohrförmig, vor
zugsweise kastenförmig, ausgebildet sind.
7. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Tele
skoparme (15) drehschlüssig in den Teleskopführungen (16)
geführt sind.
8. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die Tele
skopführungen (16) ortsbrustseitig mit Schlitzöffnungen
(23) für den Durchgang der abgewinkelten Armteile (21) der
Teleskoparme (15) versehen sind.
9. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß die Tele
skopführungen (16) beidendig offen sind und die Teleskop
arme (15) eine solche Länge aufweisen, daß sie in vollein
gefahrenem Zustand mit ihren freien Enden (20′) aus den
Telekopführungen (16) herausragen.
10. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß zur Tele
skopverstellung der Teleskoparme (15) Stellantriebe, vor
zugsweise hydraulische Stellzylinder (25), am oder im Bohr
kopf (6) angeordnet sind.
11. Vortriebsmaschine nach Anspruch 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Stellantriebe bzw. die
Stellzylinder (25) im Inneren der Teleskopführungen (16)
angeordnet sind.
12. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Teleskopführungen (16) an dem den Vorbohrer (9) tragenden
ortsbrustseitigen Ende des Bohrkopfes (6) angeordnet sind.
13. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, da
durch gekennzeichnet, daß die abge
winkelten Armteile (21) der Teleskoparme (15) als Ladearme
ausgebildet sind.
14. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, da
durch gekennzeichnet, daß der den
Bohrkopf (6) aufweisende, mit dem Drehantrieb (7) versehe
ne Maschinenkörper (4) an einer Schlittenführung (3) eines
Vortriebsschildes (2) verschieblich gelagert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924202013 DE4202013A1 (de) | 1992-01-25 | 1992-01-25 | Vortriebsmaschine fuer den strecken- oder tunnelvortrieb u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924202013 DE4202013A1 (de) | 1992-01-25 | 1992-01-25 | Vortriebsmaschine fuer den strecken- oder tunnelvortrieb u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4202013A1 true DE4202013A1 (de) | 1993-07-29 |
Family
ID=6450234
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924202013 Withdrawn DE4202013A1 (de) | 1992-01-25 | 1992-01-25 | Vortriebsmaschine fuer den strecken- oder tunnelvortrieb u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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1992
- 1992-01-25 DE DE19924202013 patent/DE4202013A1/de not_active Withdrawn
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