DE4202013A1 - Vortriebsmaschine fuer den strecken- oder tunnelvortrieb u. dgl. - Google Patents

Vortriebsmaschine fuer den strecken- oder tunnelvortrieb u. dgl.

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DE4202013A1
DE4202013A1 DE19924202013 DE4202013A DE4202013A1 DE 4202013 A1 DE4202013 A1 DE 4202013A1 DE 19924202013 DE19924202013 DE 19924202013 DE 4202013 A DE4202013 A DE 4202013A DE 4202013 A1 DE4202013 A1 DE 4202013A1
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Dieter Stuckmann
Winfried Klamke
Klaus Linde
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Caterpillar Global Mining Europe GmbH
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Westfalia Becorit Industrietechnik GmbH
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
    • E21D9/10Making by using boring or cutting machines
    • E21D9/11Making by using boring or cutting machines with a rotary drilling-head cutting simultaneously the whole cross-section, i.e. full-face machines
    • E21D9/112Making by using boring or cutting machines with a rotary drilling-head cutting simultaneously the whole cross-section, i.e. full-face machines by means of one single rotary head or of concentric rotary heads
    • E21D9/115Making by using boring or cutting machines with a rotary drilling-head cutting simultaneously the whole cross-section, i.e. full-face machines by means of one single rotary head or of concentric rotary heads with cutting tools mounted pivotably or slidable on the head

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vortriebsmaschine für den Strecken- oder Tunnelvortrieb u. dgl., mit einem von einem Drehantrieb angetriebenen Bohrkopf und mit am rotierenden Bohrkopf angeordneten Teleskopführungen für quer zur Vor­ triebsrichtung teleskopartig verstellbare, mit Schneidrol­ len bestückte Teleskoparme, die vom Vorbohrloch eines ro­ tierenden Vorbohrers ausgehend das Vorbohrloch auf das Streckenprofil erweitern.
Vollschnitt-Vortriebsmaschinen dieser Art sind für den Vor­ trieb von Gesteinsstrecken, vor allem von Bergbaustrecken, Tunneln, Stollen u. dgl. bestimmt. Sie arbeiten nach dem so­ genannten Hinterschneidprinzip, bei dem ein im Zentrum der Ortsbrust gebohrtes Vorbohrloch mit Hilfe von Schneidwerk­ zeugen, vorzugsweise Schneidrollen bzw. Rollendisken, stu­ fenweise auf den geforderten Streckenquerschnitt erweitert wird. Bei den bekannten Vortriebsmaschinen sind die Rollen­ bohrwerkzeuge zumeist an Schwenkarmen angeordnet, die an dem rotierenden Bohrkopf in Schwenklagern radial verschwenk­ bar gelagert sind, wobei für die Schwenkbewegungen hydrau­ lische Schwenkzylinder verwendet werden (DE-PS 31 40 707, DE-OS 40 15 492). Die Anordnung der Rollenbohrwerkzeuge an Schwenkarmen führt zu großen Bauabmessungen der Vortriebs­ maschine und auch zu erheblichen Betriebsbeanspruchungen der Schwenkarme und ihrer Schwenklager.
Es ist bei Vortriebsmaschinen, die nach dem Hinterschneid­ prinzip arbeiten, auch schon bekannt, die der Erweiterung des Vorbohrlochs dienenden Schneidrollen an Teleskoparmen anzuord­ nen, die sich in radialverlaufenden Teleskopführungen, z. B. in T-Nutführungen des rotierenden Bohrkopfes führen (AT-PS 2 66 743, Fig. 3 und 4). Damit die Schneidrollen vom Vorbohr­ loch ausgehend den Erweiterungsschnitt auf das Sollprofil aus­ führen können, muß das Vorbohrloch einen großen Durchmesser erhalten. Dies macht es erforderlich, den Vorbohrkopf mit ei­ nem eigenen Bohrantrieb zu versehen und im Inneren des Vorbohr­ loches abzustützen. Zu diesem Zweck muß der Vorbohrkopf dem die Erweiterungsbohrwerkzeuge tragenden rotierenden Bohrkopf der Vortriebsmaschine verhältnismäßig weit vorgesetzt werden. Infolgedessen kann die Erweiterungsarbeit nur in größerem Ab­ stand hinter dem Vorbohrkopf durchgeführt werden. Aufgabe der Erfindung ist es, die nach dem Hinterschneidprinzip arbeiten­ de Vollschnitt-Vortriebsmaschine der gattungsgemäßen Art so auszugestalten, daß sich eine kompakte und auch vereinfachte Bauweise der Vortriebsmaschine erreichen läßt und die Erwei­ terungsarbeit auch in dichtem Abstand hinter dem Vorbohrer durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Teleskopführungen außermittig beiderseits der Drehachse des Bohrkopfes angeordnet sind, und daß die Teleskoparme an ih­ ren außerhalb der Teleskopführungen liegenden, die Schneid­ rollen od. dgl. tragenden Armteilen in Richtung auf die Dreh­ achse und die Ortsbrust abgewinkelt sind. Die Teleskopführun­ ten sind zweckmäßig parallel zueinander verlaufend und vor­ teilhafterweise in einer gemeinsamen Querebene des Bohrkop­ fes angeordnet. Im allgemeinen genügt es, wenn zu beiden Sei­ ten der Bohrkopf-Drehachse jeweils nur eine einzige Teleskop­ führung für einen als Winkelarm ausgebildeten Teleskoparm an­ geordnet wird.
Bei der erfindungsgemäßen Vortriebsmaschine sind die mit den Erweiterungswerkzeugen, wie vor allem Schneidrollen bzw. Rol­ lendisken versehenen Telekoparme in quer zur Bohrkopf-Dreh­ achse verlaufenden Teleskopführungen geführt und abgestützt. Die Teleskopführungen sind demgemäß außermittig am rotieren­ den Bohrkopf angeordnet, d. h. gegenüber der Bohrkopf-Dreh­ achse seitenversetzt, so daß sich auch bei größeren Strecken­ querschnitten große Führungs- und Abstützlängen in den Tele­ skopführungen erreichen lassen und die Schneidkräfte über die Teleskoparme und die Teleskopführungen zuverlässig auf den Bohrkopf abgesetzt werden können. Zugleich lassen sich die Teleskoparme in dichtem Abstand zu dem vorgesetzten Vorboh­ rer anordnen. Da die Teleskoparme als Winkelarme ausgeführt sind, also mit ihren die Schneidrollen tragenden Armteilen sowohl in Richtung auf die Drehachse als auch in Richtung auf die Ortsbrust abgewinkelt sind, können ihre Schneidrollen selbst bei verhältnismäßig kleinem Durchmesser des Vorbohr­ loches in dieses eingeführt werden, um vom Vorbohrloch ausge­ hend die Erweiterungsarbeiten nach dem Hinterschneidprinzip durchzuführen. Die Anordnung der Teleskopführungen am Bohr­ kopf in Verbindung mit den als Winkelarme ausgebildeten Tele­ skoparme führt auch zu einer vergleichsweise kompakten Bauwei­ se der Vortriebsmaschine. Der Vorbohrer benötigt nicht unbe­ dingt einen eigenen Bohrantrieb. Er kann drehfest mit dem an­ getriebenen Bohrkopf verbunden werden, so daß für den Vorboh­ rer und die Erweiterungswerkzeuge der gemeinsame Drehantrieb des Bohrkopfes dienen kann.
Die genannten Teleskopführungen des Bohrkopfes werden zweck­ mäßig nach Art von Teleskoprohrführungen ausgebildet. Es emp­ fiehlt sich ferner, die Teleskoparme zumindest auf ihrem sich in den Teleskopführungen führenden Längenbereichen rohrförmig, vorzugsweise kastenförmig auszuführen, wodurch sich auch eine hohe Bauteilfestigkeit der Teleskoparme bei zuverlässiger Füh­ rung derselben in den Teleskopführungen erreichen läßt. Da­ bei wird die Anordnung vorteilhafterweise so getroffen, daß die Teleskoparme in den Teleskopführungen drehschlüssig ge­ führt werden, was sich in einfacher Weise durch die unrunde bzw. kastenförmige Gestaltung der Teleskoparme und entspre­ chende Querschnittsanpassung der Teleskopführungen erreichen läßt.
Die Teleskopführungen des Bohrkopfes können ortsbrustseitig mit Schlitzöffnungen od. dgl. für den Durchgang der abgewinkel­ ten Armteile der Teleskoparme versehen sein, so daß sich die Teleskoparme so weit in die Teleskopführungen einfahren las­ sen, daß die an ihren abgewinkelten Armteilen befindlichen Schneidrollen sich im Inneren des Vorbohrlochs befinden und von hier ausgehend die Erweiterungsarbeit ausführen können, dies auch dann, wenn das Vorbohrloch keinen übermäßig großen Durchmesser erhält. Die Teleskopführungen können beidendig offen sein, wobei die Teleskoparme eine solche Länge erhal­ ten, daß sie in voll eingefahrenem Zustand mit ihren freien Enden aus den Teleskopführungen herausragen. Damit ergeben sich bei großen Verstellwegen der Teleskoparme auch große Te­ leskopüberdeckungen im ausgefahrenen Zustand der Teleskoparme, ohne daß der Bohrkopf selbst einen übermäßig großen Durchmes­ ser erhalten muß.
Für die Teleskopverstellung der Teleskoparme werden, wie üb­ lich, Stellantriebe, vorzugsweise hydraulische Stellzylinder, verwendet. Diese lassen sich in raumsparender Weise am oder im Bohrkopf unterbringen. Vorzugsweise werden die Stellantrie­ be bzw. die hydraulischen Stellzylinder im Inneren der Teleskopführungen angeordnet.
Der Vorbohrer wird zweckmäßig drehfest an dem angetriebenen Bohrkopf angeordnet. Dabei können die Teleskopführungen dicht hinter dem Vorbohrer, also am ortsbrustseitigen Ende des Bohr­ kopfes vorgesehen werden. Die Ausbildung der Teleskoparme als Winkelarme bietet auch die Möglichkeit, die abgewinkelten Arm­ teile als Ladearme auszubilden, die bei der Vortriebsarbeit das vor der Ortsbrust liegende Haufwerk einer Ladeinrichtung zuführen. Im übrigen empfiehlt es sich, die erfindungsgemäße Vortriebsmaschine im Inneren eines Vortriebsschildes, der auch als Messerschild ausgeführt sein kann, zu verlagern. Hierbei wird die Anordnung zweckmäßig so getroffen, daß der den Bohr­ kopf aufweisende, mit dem Drehantrieb versehene Maschinenkör­ per der Vortriebsmaschine an einer Schlittenführung im Vor­ triebsschild verschieblich gelagert ist.
Die Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit dem in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiel näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vortriebsmaschine im ver­ tikalen Längsschnitt durch einen Vortriebs­ schild;
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1, wo­ bei die Teleskoparme voll ausgefahren sind;
Fig. 3 in der Schnittdarstellung der Fig. 2, jedoch im Teilschnitt, die Vortriebsmaschine mit ein­ gefahrenem Teleskoparm.
Die dargestellte Vortriebsmaschine 1 ist im Inneren eines Vor­ triebsschildes 2 gelagert, der im gezeigten Ausführungsbei­ spiel als Messerschild bekannter Art ausgebildet ist. Dieser weist das Kreis- oder Bogenprofil der aufzufahrenden Strecke auf. Im Vor­ triebs- bzw. Messerschild 2 befindet sich eine Gleit- bzw. Schlittenführung 3, auf der die Vortriebsmaschine 1 mit ihrem Maschinenkörper 4 in Vortriebsrichtung entsprechend Pfeil 5 verschieblich gelagert ist. Der Maschinenvorschub kann in üb­ licher Weise mittels hydraulischer Vorschubzylinder (nicht dargestellt) erfolgen. Der Maschinenkörper 4 weist den Dreh­ antrieb für die Vortriebsmaschine 1 bzw. deren Bohrkopf 6 auf. Der Drehantrieb besteht im gezeigten Ausführungsbeispiel aus mehreren Antriebsmotoren 7. Der Bohrkopf 6 ist in einem Dreh­ lager 8 um seine Bohrkopfachse drehbar, die mit der Schild­ achse bzw. der Achse der aufzufahrenden Strecke od. dgl. zu­ sammenfällt.
An dem vom Drehantrieb 7 angetriebenen Bohrkopf 6 ist orts­ brustseitig ein zentraler Vorbohrer 9 drehfest angeordnet, der mit seinem rotierenden Vorbohrkopf 10 ein zentrales Vor­ bohrloch 11 in der Ortsbrust 13 herstellt. Der Vorbohrer 9 benötigt im allgemeinen keinen gesonderten Antrieb, kann, falls erwünscht, aber auch einen solchen Antrieb erhalten. Er kann auch gegenüber dem Bohrkopf 6 teleskopartig verstell­ bar sein, wie dies aus der DE-OS 40 15 492 bekannt ist.
Die Erweiterung des Vorbohrlochs 11 auf das Sollprofil der Strecke erfolgt mit Hilfe von Erweiterungswerkzeugen, vorzugs­ weise Schneidrollen bzw. Schneiddisken 14. Die Schneidrollen 14 sind an Teleskoparmen 15 angeordnet, die sich in Teleskop­ führungen 16 des rotierenden Bohrkopfes 6 führen und abstüt­ zen. Wie vor allem die Fig. 2 und 3 zeigen, sind die beiden Teleskopführungen 16 in Parallelanordnung zueinander und in einer gemeinsamen Querebene des Bohrkopfes 6 außermittig zu diesem, also beiderseits der Drehachse 17 des Bohrkopfes 6 und des Vorbohrers 9 angeordnet, wobei sie quer bzw. recht­ winklig zur Drehachse 17 verlaufen. Die beiden Teleskopführun­ gen 16 befinden sich am ortsbrustseitigen Ende des Bohrkopfes 6, also in verhältnismäßig dichtem Abstand hinter dem Vorboh­ rer 9. Sie sind nach Art von Teleskoprohrführungen ausgebil­ det und an ihren beiden Enden 18 und 19 für die Durchführung der Teleskoparme 15 offen.
Die beiden Teleskoparme 15 sind als Winkelarme ausgeführt. Diese führen sich mit ihren Teleskopteilen 20 in den Tele­ skopführungen 16. Außerhalb der Teleskopführung 16 sind mit diesen Teleskopteilen 20 Armteile 21 winkelsteif verbunden, an deren freien äußeren Enden die Schneidrollen 14 gelagert sind. Wie Fig. 1 zeigt, sind die Armteile 21 gegenüber den in den Teleskopführungen 16 geführten Teleskopteilen 20 zur Ortsbrust 13 hin abgewinkelt, so daß die Schneidrollen 14 un­ mittelbar hinter dem Vorbohrkopf 10 die Erweiterungsarbeit an der Ortsbrust 13 durchführen können. Zugleich sind die Arm­ teile 21, wie aus den Fig. 2 und 3 erkennbar, in Umfangsrich­ tung des Bohrkopfes 6, d. h. in Richtung auf die Bohrkopf- Drehachse 17 abgewinkelt, so daß die Schneidrollen 14 auf ei­ ner gemeinsamen, durch die Drehachse 17 hindurchgehenden Durchmesserebene liegen.
Die beiden Teleskoparme 15 bzw. deren Teleskopteile 20 sind zweckmäßig drehschlüssig mit dem erforderlichen Führungsspiel in den Teleskopführungen 16 in Richtung des Doppelpfeiles 22 geführt. Die Führungsteile 20 bestehen vorteilhafterweise aus Führungsrohren, insbesondere solchen mit Kastenprofil. Die Teleskopführungen 16 sind entsprechend profiliert, so daß sie Teleskop- bzw. Schubladenführungen für die Führungsteile 20 der Teleskoparme 15 bilden. Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, wei­ sen die Teleskopführungen 16 ortsbrustseitig Schlitzöffnungen 23 auf, die zu der endseitigen Öffnung 18 der Teleskopführung hin offen sind. Die Teleskoparme 15 können daher von ihrer ausgefahrenen Position gemäß Fig. 2 so weit in die Teleskop­ führungen 16 eingefahren werden, daß ihre Schneidrollen 14, wie in Fig. 1 bei 14′ strichpunktiert angedeutet, unmittelbar hinter dem Vorbohrkopf 10 im Inneren des Vorbohrlochs 11 lie­ gen. Bei dieser Einfahrbewegung schieben sich die betreffen­ den Verbindungsteile 24, die die Führungsteile 20 mit den Arm­ teilen 21 winkelsteif verbinden, durch die Schlitzführungen 23. Im volleingefahrenen Zustand können die Teleskoparme 15 mit den rückwärtigen Enden 20′ ihrer Führungsteile 20 aus den Öffnungen 19 der Teleskopführungen 16 herausragen.
Die Teleskopverstellung der Teleskoparme 15 erfolgt mit Hilfe von Stellantrieben, vorzugsweise mit Hilfe hydraulischer Stell­ zylinder. In Fig. 1 ist ein solcher hydraulischer Stellzylin­ der, der mehrere Teleskopstufen aufweist, bei 25 angedeutet. Der Stellzylinder 25 ist hier außenseitig am rotierenden Bohr­ kopf 6 gelagert, wobei er mit seiner Kolbenstange bei 26 am betreffenden Teleskoparm 15 gelenkig angeschlossen ist. Abwei­ chend von dieser Anordnung empfiehlt es sich aber, die hydrau­ lischen Stellzylinder 25 im Inneren der Teleskopführungen 16 anzuordnen. Werden die Teleskopteile 20 der Teleskoparme 15 rohrförmig ausgeführt, so können die hydraulischen Stellzylin­ der 25 im Inneren der Führungsteile 20 an den Teleskoparmen 15 angeschlossen werden, wobei sie sich in Nähe der Enden 19 in den Teleskopführungen 16 gelenkig abstützen können. Wesent­ lich ist vor allem, daß mit Hilfe der hydraulischen Stellzy­ linder 25 die Teleskoparme 15, vorzugsweise unabhängig vonein­ ander, gesteuert hydraulisch aus- und eingefahren werden kön­ nen.
Im Inneren des Vortriebs- bzw. Messerschildes 2 befindet sich eine Ladeeinrichtung zur Verladung des bei der Vortriebsarbeit anfallenden Haufwerks. Die Ladeeinrichtung besteht aus einer an der Sohle angeordneten Ladeschaufel 26 mit darauf schwenk­ beweglich gelagerten Ladearmen 27, die das auf der Ladeschau­ fel 26 liegende Haufwerk einem Förderer 28 aufgeben, der es aus dem Schildbereich abfördert. Ladeeinrichtungen dieser Art sind bekannt. Die abgewinkelten Armteile 21 können ebenfalls die Funktion von Ladearmen aufweisen, die das vor der Orts­ brust 13 liegende Haufwerk bei der Drehbewegung des Bohrkop­ fes 6 im Sohlbereich zur Ladeschaufel 26 hin befördern, wo es verladen und abgefördert wird. Zu diesem Zweck weisen die Armteile 21 entsprechende steilstehende Ladeflächen auf.
Die Arbeitsweise der beschriebenen Vortriebsmaschine ist an sich bekannt. Bei der Vortriebsarbeit wird das vom Vorbohrer 9 hergestellte Vorbohrloch 11 durch die Schneidrollen 14 auf das Streckenprofil erweitert. Die Schneidrollen 14 werden von ihrer eingefahrenen, in Fig. 1 mit 14′ angedeuteten Position mit Hilfe der hydraulischen Stellzylinder 25 zunehmend weiter nach außen ausgestellt, so daß das Vorbohrloch entsprechend bis auf das Sollprofil erweitert wird. Bei diesen Ausstellbe­ wegungen führen sich die Teleskoparme 15 in den Teleskopfüh­ rungen 16. Zugleich werden die Reaktionskräfte über die Tele­ skopführungen 16 gegen den rotierenden Bohrkopf 6 abgesetzt.
Mit Hilfe der beschriebenen Vortriebsmaschine lassen sich nicht nur kreisrunde Streckenquerschnitte schneiden, sondern auch hiervon abweichende Streckenquerschnitte, z. B. bogenför­ mige Streckenquerschnitte. In diesem Fall werden die Teleskop­ arme 15 in ihren Teleskopbewegungen entsprechend dem gewünsch­ ten Streckenprofil nach Maßgabe der Drehung des Bohrkopfes 6 gesteuert, was sich durch entsprechende Steuerung der Stell­ zylinder 25 erreichen läßt. Der gesamte Arbeitsablauf läßt sich programmgesteuert mit Hilfe eines rechnergestützten Steu­ ersystems durchführen. Da die Teleskoparme 15, wie beschrieben, sowohl in Richtung auf die Ortsbrust 13 als auch in Richtung auf die Bohrkopf-Drehachse 17 abgewinkelt sind, lassen sich die Schneidrollen 14 in die Ausgangsposition 14′ nach Fig. 1 bringen, in der sie die Erweiterungsarbeit vom Vorbohrloch 11 ausgehend durchführen können. Über den gesamten Teleskop- Verstellbereich bleiben die Teleskoparme 15 zuverlässig im Bohrkopf 6 geführt und abgestützt. Die erfindungsgemäße Vor­ triebsmaschine kann mit besonderem Vorteil für das Auffahren von Gesteinsstrecken im Untertagebergbau, daneben aber auch für den Tunnel- oder Stollenvortrieb u. dgl. eingesetzt werden.

Claims (14)

1. Vortriebsmaschine für den Strecken- oder Tunnelvortrieb u. dgl., mit einem von einem Drehantrieb angetriebenen Bohrkopf und mit am rotierenden Bohrkopf angeordneten Teleskopführungen für quer zur Vortriebsrichtung tele­ skopartig verstellbare, mit Schneidrollen bestückte Te­ leskoparme, die vom Vorbohrloch eines rotierenden Vorboh­ rers ausgehend das Vorbohrloch auf das Streckenprofil er­ weitern, dadurch gekennzeichnet, daß die Teleskopführungen (16) außermittig beiderseits der Drehachse (17) des Bohrkopfes (6) angeordnet sind, und daß die Teleskoparme (15) an ihren außerhalb der Teleskop­ führungen (16) liegenden, die Schneidrollen (14) tragen­ den Armteilen (21) in Richtung auf die Drehachse (17) und die Ortsbrust (13) abgewinkelt sind.
2. Vortriebsmaschine nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Teleskopführungen (16) parallel zueinander verlaufen.
3. Vortriebsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten der Bohrkopf-Drehachse (17) jeweils eine Teleskopführung (16) für einen als Winkelarm ausgebildeten Teleskoparm (15) an­ geordnet ist.
4. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da­ durch gekennzeichnet, daß die Teleskop­ führungen (16) in einer gemeinsamen Querebene des Bohrkop­ fes (6) angeordnet sind.
5. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da­ durch gekennzeichnet, daß die Tele­ skopführungen (16) nach Art von Teleskoprohrführungen aus­ gebildet sind.
6. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da­ durch gekennzeichnet, daß die Tele­ skoparme (15) zumindest auf ihrem sich in den Teleskopfüh­ rungen (16) führenden Längenbereich (20) rohrförmig, vor­ zugsweise kastenförmig, ausgebildet sind.
7. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da­ durch gekennzeichnet, daß die Tele­ skoparme (15) drehschlüssig in den Teleskopführungen (16) geführt sind.
8. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da­ durch gekennzeichnet, daß die Tele­ skopführungen (16) ortsbrustseitig mit Schlitzöffnungen (23) für den Durchgang der abgewinkelten Armteile (21) der Teleskoparme (15) versehen sind.
9. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da­ durch gekennzeichnet, daß die Tele­ skopführungen (16) beidendig offen sind und die Teleskop­ arme (15) eine solche Länge aufweisen, daß sie in vollein­ gefahrenem Zustand mit ihren freien Enden (20′) aus den Telekopführungen (16) herausragen.
10. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da­ durch gekennzeichnet, daß zur Tele­ skopverstellung der Teleskoparme (15) Stellantriebe, vor­ zugsweise hydraulische Stellzylinder (25), am oder im Bohr­ kopf (6) angeordnet sind.
11. Vortriebsmaschine nach Anspruch 10, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Stellantriebe bzw. die Stellzylinder (25) im Inneren der Teleskopführungen (16) angeordnet sind.
12. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Teleskopführungen (16) an dem den Vorbohrer (9) tragenden ortsbrustseitigen Ende des Bohrkopfes (6) angeordnet sind.
13. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, da­ durch gekennzeichnet, daß die abge­ winkelten Armteile (21) der Teleskoparme (15) als Ladearme ausgebildet sind.
14. Vortriebsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, da­ durch gekennzeichnet, daß der den Bohrkopf (6) aufweisende, mit dem Drehantrieb (7) versehe­ ne Maschinenkörper (4) an einer Schlittenführung (3) eines Vortriebsschildes (2) verschieblich gelagert ist.
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