DE4206263C2 - Steuersatz für pulsbreitenmodulierten Dreipunktwechselrichter - Google Patents
Steuersatz für pulsbreitenmodulierten DreipunktwechselrichterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Steuersatz nach dem Ober
begriff des Patentanspruches. Ein solcher Steuersatz
ist z. B. bekannt aus DE-Z: STEINKE, J. K. Grundlagen
für die Entwicklung eines Steuerverfahrens für GTO-
Dreipunktwechselrichter für Traktionsantriebe. In: etz-
Archiv Bd. 10 (1988), H. 7, S. 215-220.
Im Hauptstromkreis eines herkömmlichen Dreipunktwechselrichters nachstehend Stern- oder
Nullpunkt-angeklammerter Leistungs- oder Stromumformer genannt, wie er in
Fig. 1 dargestellt ist, stehen die Bezugssymbole Vd1
und Vd2 für Gleichstromversorgungen, S1-S4 für abschaltbare Halbleiterschalter, nachstehend
selbstlöschende Elemente genannt D1-D4 für Freilaufdioden,
D5 und D6 für Anklammerdioden und LOAD für eine Last.
Eine Ausgangsspannung Vu von dieser Umformervorrichtung
ändert sich mit den EIN/AUS-Operationen der vier Ele
mente S1-S4 auf die im folgenden beschriebene Weise.
Dabei ist zu beachten, daß eine Gesamt-Gleichspannung
Vd durch folgende Gleichung bestimmt ist:
Vd1 = Vd2 = Vd/2.
Wenn die Elemente S1 und S2 EIN sind, gilt Vu = +Vd/2.
Wenn die Elemente S2 und S3 EIN sind, gilt Vu = 0.
Wenn die Elemente S3 und S4 EIN sind, gilt Vu = -Vd/2.
Wenn die Elemente S2 und S3 EIN sind, gilt Vu = 0.
Wenn die Elemente S3 und S4 EIN sind, gilt Vu = -Vd/2.
In diesem Fall müssen die selbstlöschenden Elemen
te paarweise eingeschaltet werden. Wenn drei der Ele
mente auf einmal eingeschaltet sind, wird eine entspre
chende Gleichstromversorgung kurzgeschlossen, und die
Elemente werden durch einen Überstrom zerstört.
Wenn z. B. EIN- bzw. Einschaltsignale den jeweiligen
Elementen S1-S3 eingespeist werden, wird die Gleich
stromversorgung Vd1 über die Elemente S1, S2 und S3 so
wie die Diode D6 kurzgeschlossen. Infolgedessen fließt
ein übermäßiger Kurzschlußstrom zu den Elementen, wo
durch diese zerstört werden.
Zur Vermeidung eines solchen Gleichstromkurzschlusses
werden die Elemente S1 und S3 sowie die Elemente S2 und
S4 jeweils invers betrieben. Wenn nämlich das Element
S1 eingeschaltet ist, ist das Element S3 abgeschaltet,
und umgekehrt. Da hierbei die Elemente S1 und S3 bei
Empfang von AUS-Torsteuer- oder -Gatesignalen nicht un
mittelbar abgeschaltet werden, wird ein AUS-
oder Abschaltsignal einem dieser Elemente weiter Zuge
speist, bis das andere Element vollständig abgeschal
tet ist. Die entsprechende Zeitspanne wird als Verlust-
oder Leerzeit bezeichnet, die als unabdingbarer Faktor
berücksichtigt werden muß. Wenn ebenso das Element S2
eingeschaltet wird, wird das Element S4 mit einer Leer
zeit abgeschaltet, und umgekehrt.
Die bisherige Nullpunkt-angeklammerte Leistungs- oder
Stromumformervorrichtung wird daher nach einer durch
ein Zeitsteuerdiagramm in Fig. 2 veranschaulichten
Pulsbreitenmodulationsmethode (PWM-Methode) betrieben.
In Fig. 2 sind mit X und Y Trägersignale der PWM-Steue
rung bezeichnet. Das Signal X ist eine Dreieckswelle,
deren Pegel sich zwischen +EMAX und -EMAX än
dert. Das Signal X besitzt die gegenüber dem Signal X
invertierte Größe (bzw. eine Dreieckswelle, die von der
des Signals X um einen elektrischen Winkel von 180°
verschoben oder versetzt ist). Das Bezugssymbol ei
steht weiter für ein PWM-Steuereingangssignal.
Torsteuer- oder Gatesignale g1 und g2 für die Elemente
S1-S4 werden durch Vergleichen des Eingangssignals ei
mit den Dreieckswellen X und Y gebildet. Insbesondere
gilt:
Wenn ei < X und ei < Y, ergibt sich g1 = 1, so daß
das Element S1 ein- und das Element S3 abgeschal
tet wird.
Wenn ei ≦ X oder ei ≦ Y, ergibt sich g1 = 0, so
daß das Element S1 ab- und das Element S3 einge
schaltet wird.
Wenn ei < X und ei < Y, ergibt sich g2 = 1, so daß
das Element S4 ein- und das Element S2 abgeschal
tet wird.
Wenn ei ≧ X oder ei ≧ Y, ergibt sich g2 = 0, so
daß das Element S4 ab- und das Element S2 einge
schaltet wird.
Als Ergebnis besitzt die Ausgangsspannung Vu die im un
tersten Teil von Fig. 2 dargestellte Wellenform. In
diesem Fall kann bei der genannten
Wechselrichtervorrichtung eine Spannung einer dreipege
ligen (+Vd/2, 0 und -Vd/2) Spannungswellenform mit
einem kleinen Anteil an Hochfrequenzkomponenten als
Ausgangsspannung Vu gebildet werden. Wenn
eine solche Spannung an eine Motorlast angelegt wird,
können eine Strompulsierung reduziert und eine Vermin
derung in der Drehmomentwelligkeit erzielt werden.
Bei der oben beschriebenen bisherigen Nullpunkt-ange
klammerten Stromumformervorrichtung ergeben sich jedoch
die folgenden Probleme:
Wenn der Pegel des Eingangssignals ei sehr niedrig ist, wie in Fig. 3 gezeigt, ist die Impulsbreite jedes der Torsteuer- oder Gatesignale g1 und g2 verkleinert. Wenn diese Impulsbreite kürzer wird als eine Mindest-EIN- oder -Einschaltzeit Δt der die Umformervorrichtung bildenden Elemente S1-S4, ergibt sich das im folgenden geschilderte Problem.
Wenn der Pegel des Eingangssignals ei sehr niedrig ist, wie in Fig. 3 gezeigt, ist die Impulsbreite jedes der Torsteuer- oder Gatesignale g1 und g2 verkleinert. Wenn diese Impulsbreite kürzer wird als eine Mindest-EIN- oder -Einschaltzeit Δt der die Umformervorrichtung bildenden Elemente S1-S4, ergibt sich das im folgenden geschilderte Problem.
Bei einer Umformervorrichtung einer großen Kapazität
wird ein Abschalt- oder GTO-Thyristor als selbstlö
schendes Element verwendet, wobei ein Schaltkreis
zum Begrenzen einer Überspannung in
einer Abschalt- bzw. Sperrperiode mit dem GTO-Thyristor
verbunden ist. Wenn letzterer ein- oder durchgeschal
tet ist, um die Spannung eines Kondensators im genann
ten Schaltkreis zu initialisieren, muß
der Einschaltzustand des GTO-Thyristors für eine vor
bestimmte Zeit (die Mindest-Einschaltzeit Δt: Z.B.
etwa 100 µs) erhalten bleiben.
In dem in Fig. 3 gezeigten Fall verringert sich das
Eingangssignal ei im Pegel, so daß das Intervall, in
welchem das Gatesignal g1 den Pegel "1" aufweist, d. h.
das Intervall, in welchem das Element S1 EIN (das Ele
ment S3 AUS) ist, kürzer wird als die Mindest-Ein
schaltzeit Δt. Zur Sicherstellung der Mindestein
schaltzeit des Elements wird daher das Gatesignal
g1 zur Bildung eines Signals g1′ einer Impuls-
oder Pulsbreite entsprechend der Mindesteinschaltzeit
Δt korrigiert. Auf ähnliche Weise wird das Gatesignal
g2 zur Bildung eines Signals g2′ korrigiert. Als Ergeb
nis erhält die Ausgangsspannung Vu die im untersten
Teil von Fig. 3 gezeigte Wellenform. Infolgedessen ist
der Mittelwert Vu von Ausgangsspannungen eine konstante
positive oder negative Größe, unabhängig von der Größe
des Eingangssignals ei, wie dies durch die gestrichel
ten Linien in Fig. 3 angegeben ist.
Wenn nämlich beim Steuersatz der herkömmlichen Null
punkt-angeklammerten Stromumformervorrichtung der Pegel
des Eingangssignals ei abnimmt oder verkleinert wird,
wird die Ausgangsspannung Vu unabhängig von der Größe
des Eingangssignals ei zu einer konstanten Größe. Hier
durch wird es unmöglich, einen Laststrom Iu zu regeln
oder zu steuern. Insbesondere dann, wenn eine Ausgangs
frequenz niedrig ist, häufen sich Spannungsfehler unter
Vergrößerung des Laststroms Iu auf. Im schlimmsten Fall
wird das betreffende Element zerstört.
Wenn außerdem eine plötzliche Änderung im Pegel des
Eingangssignals ei auftritt, vergrößert sich die Puls
breite des Gatesignals g1 zur Sicherung der Mindestein
schaltzeit Δt des Elements S1. Da das Gatesignal g1
mit vergrößerter Pulsbreite das Gatesignal g2 teilweise
überlappt, werden infolgedessen das Element S1 einge
schaltet und das Element S2 abgeschaltet, das Element
S3 abgeschaltet und das Element S4 eingeschaltet. Folg
lich wird die Gesamtgleichspannung Vd = Vd1 + Vd2 an
das Element S2 oder S4 angelegt und damit das betreffen
de Element S2 oder S4 zerstört.
Die oben geschilderten Probleme beim Stand der Technik
lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- a) Wenn der Pegel des Eingangssignals ei niedrig ist, ist eine Steuerung der selbstlöschenden Elemente un möglich.
- b) Zur Vermeidung eines Gleichstromkurzschlusses ist eine Leerzeit oder Leerlaufzeit für das Steuern je des selbstlöschenden Elements erforderlich.
- c) Beim Auftreten einer plötzlichen Pegeländerung des Eingangssignals ei wird eine Überspannung an das betreffende selbstlöschende Element angelegt und dieses dadurch zerstört.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend vom
Stand der Technik nach dem Oberbegriff des Patentan
spruches 1 einen Steuersatz zu schaffen, welcher die
Mindesteinschaltzeit jedes Halbleiterschalters gewähr
leistet und eine einem Steuersignal proportionale Aus
gangsspannung erzeugt, wenn der Steuersignalpegel nied
rig ist, um unsteuerbare Bereiche auszuschließen.
Diese Aufgabe wird bei einem Steuersatz der eingangs
genannten Art erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentan
spruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Er
findung im Vergleich zum Stand der Technik anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Schaltbild des Aufbaus des Hauptschal
tungsteils einer bisherigen Nullpunkt ange
klammerten Leistungs- oder Stromumformer
vorrichtung,
Fig. 2 ein Zeitsteuerdiagramm zur Erläuterung
des Betriebs der durch einen her
kömmlichen Steuersatz angesteuerten Vor
richtung,
Fig. 3 ein Zeitsteuerdiagramm zur Erläuterung von
sich beim herkömmlichen Steuersatz ergeben
den Problemen,
Fig. 4 ein Blockschaltbild eines Steuersatzes einer
Nullpunkt-angeklammerten Leistungs- oder
Stromumformervorrichtung gemäß einer Ausfüh
rungsform der Erfindung in Verbindung mit
dem Aufbau des Hauptschaltungsteils
der Vorrichtung, und
Fig. 5 ein Zeitsteuerdiagramm zur Verdeutlichung
einer Operation der Erfindung.
Die Fig. 1 bis 3 sind eingangs bereits erläutert wor
den.
Fig. 4 ist ein Blockschaltbild eines Steuersatzes einer
Nullpunkt-angeklammerten Leistungs- oder Stromumformer
vorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
in Verbindung mit dem Aufbau des Hauptschaltungsteils
der Vorrichtung. Obgleich in Fig. 4 ein Steuersatz für
eine Einzelphase (U-Phase) dargestellt ist, sind Steu
ersätze für die beiden restlichen Phasen (V- und W-
Phasen) ähnlich aufgebaut wie der Steuersatz für die
U-Phase.
Die Ausgangsklemme eines Stromdetektors CTu ist mit
einer Eingangsklemme eines in einer Steuerschaltung
angeordneten Komparators Cu verbunden. An die andere
Eingangsklemme des Komparators Cu wird ein Stromsoll
wert Iu* angelegt. Die Ausgangsklemme des Kompara
tors Cu ist über einen Stromsteuerkompensationskreis
Gu(s) an die Eingangsklemmen von Begrenzer LIM1
und LIM2 angeschlossen. Die Ausgangsklemme jedes Be
grenzers LIM1 und LIM2 ist mit einer Eingangs
klemme einem entsprechenden Addierer A1 bzw. A2 ver
bunden. An die andere Eingangsklemme jedes Addierer
A1 und A2 ist bzw. wird eine Vorspannung Δe angelegt.
Die Ausgangsklemme jedes Addierer A1 und A2 ist mit
einer Eingangsklemme eines entsprechenden zugeordne
ten Komparators C1 bzw. C2 verbunden. Die anderen Ein
gangsklemmen der Komparatoren C1 und C2 sind jeweils an
die X- bzw. Y-Ausgangsklemmen eines Dreieckswellengene
rators TRG angeschlossen. Die Ausgangsklemmen der Kom
paratoren C1 und C2 sind jeweils an die Eingangsklemmen
von Schmitt-(Trigger-) Kreisen. SH1 bzw. SH2 angeschlos
sen.
Bei der beschriebenen Schaltung wird ein U-Phasenlast
strom Iu durch den Stromdetektor CTu erfaßt und dem
Komparator Cu des Stromsteuerkreises eingespeist. Der
Komparator Cu vergleicht den Strombezeichnungswert Iu*
mit dem Stromdetektions- bzw. -meßwert Iu zwecks Ab
leitung einer Abweichung εu = Iu* - Iu. Die Abweichung
εu wird durch den Stromsteuerkompensationskreis Gu(s)
verstärkt. Die verstärkte Abweichung wird dann als Ein
gangssignal ei den Begrenzerkreisen LIM1 und LIM einge
speist.
Das Eingangssignal ei wird durch die Begrenzerkreise
LIM1 und LIM2 in ein positives Signal ei(+) und ein ne
gatives Signal ei(-) geteilt. Genauer gesagt: der Be
grenzerkreis LIM1 gibt ei(+) = ei aus, wenn das Ein
gangssignal ei < 0. Der Begrenzerkreis LIM2 gibt
ei(-) = ei aus, wenn das Eingangssignal ei < 0.
Die Ausgangssignale ei(+) und ei(-) von den Begrenzer
kreisen LIM1 und LIM2 werden jeweils den Addierstufen
A1 bzw. A2 eingespeist. Als Ergebnis werden Vorspannun
gen ±Δe jeweils wie folgt zu den Ausgangssignalen hin
zuaddiert:
ei(+)* = ei(+) + Δe
ei(-)* = ei(-) - Δe
ei(-)* = ei(-) - Δe
Der Dreieckswellengenerator TRG generiert zwei Drei
eckswellensignale X und Y und speist diese den Kompa-
ratoren C1 bzw. C2 zu. Der Komparator C1 vergleicht die Dreieckswelle X mit dem Eingangssignal ei(+)* zur Bil dung eines Torsteuer- oder Gatesignals g1 für die Ele mente S1 und S3 über den Schmitt-Kreis SH1. Der Kompa rator C2 vergleicht das Dreieckswellensignal Y mit dem Eingangssignal ei(-)* zur Bildung eines Torsteuer- oder Gatesignals g2 für die Elemente S2 und S4 über den Schmitt-Kreis SH2.
ratoren C1 bzw. C2 zu. Der Komparator C1 vergleicht die Dreieckswelle X mit dem Eingangssignal ei(+)* zur Bil dung eines Torsteuer- oder Gatesignals g1 für die Ele mente S1 und S3 über den Schmitt-Kreis SH1. Der Kompa rator C2 vergleicht das Dreieckswellensignal Y mit dem Eingangssignal ei(-)* zur Bildung eines Torsteuer- oder Gatesignals g2 für die Elemente S2 und S4 über den Schmitt-Kreis SH2.
Fig. 5 ist ein Zeitsteuerdiagramm zur Erläuterung einer
Operation bzw. Arbeitsweise der Erfindung.
Ein Trägerwellensignal X für PWM-Steuerung ist ein
Dreieckswellensignal, das eine konstante Fequenz be
sitzt und sich im Pegel bzw. in der Größe zwischen 0
und +EMAX ändert. Ein Trägerwellensignal Y ist ein
Dreieckswellensignal, das eine konstante Frequenz be
sitzt, sich im Pegel zwischen 0 und -EMAX ändert und
mit dem Trägerwellensignal X in Phase liegt. Genauer
gesagt:
wenn X = +EMAX, Y = 0, und
wenn X = O, Y = -EMAX.
wenn X = +EMAX, Y = 0, und
wenn X = O, Y = -EMAX.
Das Signal ei ist ein Ausgangssignal vom Stromsteuer
kompensationskreis Gu(s); die Signale ei(+)* und ei(-)*
sind neue PWM-Steuereingangssignale, die über die Be
grenzerkreise LIM1 und LIM2 sowie die Addierstufen A1
und A2 erhalten bzw. gebildet werden.
Die Torsteuer- oder Gatesignale g1 und g2 werden durch
Vergleichen der neuen PWM-Steuereingangssignale ei(+)*
und ei(-)* mit den erwähnten Dreieckswellensignalen X
und Y wie folgt gebildet:
Wenn ei(+)* < X, wird g1 = 1 gebildet, um das Ele ment S1 einzuschalten (das Element S3 abzuschal ten).
Wenn ei(+)* < X, wird g1 = 1 gebildet, um das Ele ment S1 einzuschalten (das Element S3 abzuschal ten).
Wenn ei(+)* X, wird g1 = 0 gebildet, um das Ele
ment S1 abzuschalten (das Element S3 einzuschal
ten).
Im Fall von ei(-)* < X, wird g2 = 1 gebildet, um
das Element S4 einzuschalten (das Element S2 ab zu
schalten).
Im Fall von ei(-)* Y, wird g2 = 0 gebildet, um
das Element S4 abzuschalten (das Element S3 einzu
schalten).
Da in diesem Fall das Dreieckswellensignal Y mit dem
Dreieckswellensignal X in Phase ist, wird g2 = 1 nicht
gebildet, wenn g1 = 1 gebildet wird.
Wenn die (im folgenden einfach als Gatesignale bezeich
neten) Torsteuer- oder Gatesignale g1 und g2 durch Ver
gleichen des ursprünglichen Eingangssignals ei mit dem
Dreieckswellensignal X gewonnen bzw. gebildet werden,
besitzen die Signale g1 bzw. g2 jeweils die in Fig. 5
in gestrichelten Linien eingezeichneten Wellenformen. Das
tatsächliche Zeitintervall jedes der Signale g1 = 1 und
g2 = 1 ist in einer durch eine gestrichelte Linie in
Fig. 5 angegebenen Wellenform stets um Δt verlängert.
Insbesondere werden erfindungsgemäß die Pulsbreiten der
EIN- bzw. Einschalt- und AUS- bzw. Abschaltsignale für
jedes Element unabhängig von der Größe des ursprüngli
chen Eingangssignals ei nicht unter die Größe Δt ver
kleinert, so daß stets die Mindesteinschaltzeit und die
Mindestabschaltzeit jedes Elements gewährleistet ist.
Eine Ausgangsspannung Vu von der Umformervorrichtung
ändert sich bei den EIN/AUS-Operationen der Elemente
S1, S2, S3 und S4 auf die im folgenden angegebene Wei
se. Es ist anzumerken, daß die Gesamtgleichspannung mit
Vd bezeichnet ist und Vd1 = Vd2 = Vd/2 gilt.
Wenn die Elemente S1 und S2 eingeschaltet sind, gilt Vu = +Vd/2.
Wenn die Elemente S1 und S2 eingeschaltet sind, gilt Vu = +Vd/2.
Wenn die Elemente S2 und S3 eingeschaltet sind,
gilt Vu = 0.
Wenn die Elemente S3 und S4 eingeschaltet sind,
gilt Vu = -Vd/2.
Als Ergebnis kann eine dreipegelige Ausgangsspannung (d. h. Ausgangsspannung mit drei Größenwerten) erhalten werden.
Als Ergebnis kann eine dreipegelige Ausgangsspannung (d. h. Ausgangsspannung mit drei Größenwerten) erhalten werden.
Das Intervall, in welchem die Ausgangsspannung
Vu = +Vd/2 gesetzt oder gegeben ist, bestimmt sich
durch die Einschaltperiode des Elements S1 (das Inter
vall, in welchem g1 = 1 gilt). Der Mittelwert der posi
tiven Spannungskomponenten Vu(+) der Ausgangsspannung
Vu ist dem Wert bzw. der Größe des neuen PWM-Eingangs
signals ei(+)* proportional. Auf ähnliche Weise wird
das Intervall, in welchem die Ausgangsspannung
Vu = -Vd/2 gegeben ist, durch die Einschaltperiode des
Elements S4 (das Intervall, in welchem g2 = 1) be
stimmt. Der Mittelwert der negativen Spannungskomponen
ten der Ausgangsspannung Vu ist der Größe des neuen
PWM-Eingangsnsignals ei (-)* proportional.
Obgleich der Vorspannung Δe proportionale Spannungen
zu den positiven und negativen Spannung addiert bzw.
hinzugefügt werden, heben diese Spannungen im Hinblick
auf die Gesamtausgangsspannung Vu einander auf, weshalb
der Mittelwert Vu dem ursprünglichen Eingangssignal ei
proportional ist.
Wenn nämlich das ursprüngliche oder Original-Eingangs
signal ei positiv ist, sind die Pulsbreiten aller posi
tiven Spannungskomponenten Vu(+) jeweils um die Größen
Δt vergrößert, und der Mittelwert ist erhöht. Zwischen
den jeweiligen Impulsen werden jedoch unter Aufhebung
der Erhöhung negative Impulse jeweils einer Pulsbreite
Δt ausgegeben. Wenn das Eingangssignal ei negativ ist,
sind die Pulsbreiten aller negativen Spannungskomponen
ten Vu(-) unter Erhöhung des Mittelswerts jeweils um
die Werte bzw. Größen Δt vergrößert. Zwischen den je
weiligen negativen Vorspannungen bzw. Impulsen werden
jedoch unter Aufhebung der Vergrößerung positive Impul
se jeweils der Pulsbreite Δt ausgegeben. Auf diese
Weise wird die Ausgangsspannung Vu von der Umformervor
richtung zu einer dem ursprünglichen Eingangssignal ei
proportionalen Größe. Auch wenn der Pegel des ursprüng
lichen Eingangssignal ei verkleinert wird oder ist,
kann die vorstehend beschriebene Wirkung erzielt wer
den. Erfindungsgemäß kann eine dem Eingangssignal ei
proportionale Ausgangsspannung stets erzielt werden,
und zwar unabhängig von der Größe des Eingangssignals
ei, wodurch unkontrollierbare Bereiche, die eines der
Probleme beim Stand der Technik aufwerfen, vermieden
werden.
Obgleich die Frequenzen der Trägerwellensignale X und Y
gemäß obiger Beschreibung konstant sind, ist die Erfin
dung gleichermaßen auf einen Fall anwendbar, in welchem
die Trägerwellensignale X und Y variable bzw. veränder
liche Frequenzen besitzen, solange die Phasen der Wel
len miteinander übereinstimmen.
Bei der beschriebenen Ausführungsform sind die Addierer
A1 und A2 jeweils zwischen den Begrenzern
LIM1 und den Komparator C1 bzw. zwischen den Begrenzer
LIM2 und den Komparator C2 geschaltet. Die Addierer
A1 und A2 können jedoch auch jeweils zwischen
die Komparatoren C1 bzw. C2 und die Ausgangsklemme des
Dreieckswellengenerators TRG geschaltet sein. Dies be
deutet, daß die Vorspannung Δe zu den Dreieckswellen
signalen in entgegengesetzten Richtungen addiert bzw.
hinzugefügt werden kann, anstatt die Vorspannung zu den
PWM-Steuereingangssignalen ei(+) und ei(-) hinzuzufü
gen. In diesem Fall wird das ursprüngliche. Eingangssi
gnal ei in das positive Signal ei(+) und das negative
ei(-) geteilt, wobei das Signal ei(+) und eine Recht
eckwelle X′ miteinander verglichen werden, um das Gate
signal g1 für die Elemente S1 und S3 zu bilden. Als
Dreieckswelle X′ wird ein Wert bzw. eine Größe benutzt,
der bzw. die durch Addieren oder Hinzufügen der Vor
spannung -Δe zum Signal X vom Dreieckswellengenerator
TRG erhalten wird.
Genauer gesagt: XV = X - Δe.
Im Fall von ei(+) < X′ wird g1 = 1 gebildet, um
das Element S1 einzuschalten (das Element S3 abzu
schalten).
Im Fall von ei(+) X′ wird g1 = 0 gebildet, um
das Element S1 abzuschalten (das Element S3 einzu
schalten).
Außerdem werden das Signal ei(-) und ein Dreieckswel
lensignal Y′ zur Bildung des Gatesignals g2 für die
Elemente S2 und S4 miteinander verglichen. Dabei gilt:
Y′= Y + Δe.
Im Fall von ei(-) < Y′ wird g2 = 1 gebildet, um
das Element S4 einzuschalten (das Element S2 abzu
schalten).
Im Fall von ei(-) Y′ wird g2 = 0 gebildet, um
das Element S4 abzuschalten (das Element S2 einzu
schalten).
Ähnlich wie im Fall der in Fig. 5 gezeigten Gatesignale
weist jedes der auf diese Weise geformten oder gebilde
ten Gatesignale g1 und g2 eine Pulsbreite auf, die
stets länger bleibt als die Mindesteinschaltzeit (oder
die Mindestabschaltzeit) Δt. Auch wenn der Pegel des
ursprünglichen Eingangssignals ei verkleinert wird,
kann daher die Ausgangsspannung Vu erhalten werden,
welche dem Wert bzw. der Größe des Eingangssignals ei
proportional ist. Dies bedeutet, daß die Pulsbreitenmo
dulations- bzw. PWM-Steuerung fortlaufend in allen Be
reichen durchgeführt werden kann, wodurch das betref
fende Problem beim Stand der Technik gelöst wird.
Wenn die PWM-Steuerung durchgeführt wird, während die
Vorspannung Δe zum Eingangssignal ei(+) oder ei(-)
hinzugefügt ist oder wird, ist der Steuerbereich der
PWM-Steuerung um eine Größe entsprechend der Vorspan
nung Δe verschmälert, wodurch der Nutzwirkungsgrad
der Umformervorrichtung herabgesetzt wird. Letzteres
wirft ein Problem insbesondere in einem Fall auf, in
welchem die Absolutgröße des Eingangssignals ei ver
größert ist oder wird. Eine solche Verringerung des
Nutzwirkungsgrads der Umformervorrichtung kann dadurch
verhindert werden, daß die Vorspannung Δe zum Ein
gangssignal ei nur dann hinzugefügt wird, wenn die Ab
solutgröße des Eingangssignals ei klein ist, und die
Vorspannung Δe auf Null gesetzt wird, wenn die
Absolutgröße des Eingangsignals ei erhöht ist.
Wenn die Absolutgröße des Eingangssignals ei zum Ein
stellen der Vorspannung Δe auf Null erhöht ist oder
wird, kann ein entsprechender Operations- oder Betriebs
fehler dadurch vermieden werden, daß die PWM-Steuerung
mittels des ursprünglichen Eingangssignals ei durchge
führt wird, ohne dieses durch die Begrenzerkreise LIM1
und LIM2 hindurchlaufen zu lassen. Die Drift eines Be
grenzerkreises oder einer Addierstufe wirft insbesonde
re dann ein Problem auf, wenn die Umformervorrichtung
durch eine Analogschaltung gebildet ist. Da in diesem
Fall jedoch das ursprüngliche Eingangssignal für PWM-
Steuerung unmittelbar eingegeben wird, ergibt sich kein
Problem bezüglich einer Drift.
Im allgemeinen erhöhen sich in einer Motorlast oder
dgl. die Ausgangsspannung und die Amplitude (Spitzen
wert) des Eingangssignals ei für PWM-Steuerung prak
tisch proportional zur Ausgangsfrequenz der Umformer
vorrichtung. Im Fall einer Wechselstromlast kreuzt das
Eingangssignal ei den Nullpunkt jede 1/2 Periode
(cycle), wobei in der Nähe oder im Bereich des Null
punkts ein unsteuerbarer Zustand auftreten kann.
Da jedoch die Ausgangsfrequenz erhöht ist, wird die
entsprechende unsteuerbare Periode verkürzt, wo
durch der Einfluß unsteuerbarer Zustände insgesamt
praktisch ausgeschaltet wird.
Der Nutzwirkungsgrad der Umformervorrichtung kann daher
durch Ausschaltung unsteuerbarer Bereich vergrö
ßert sein, indem die Vorspannung Δe zum Eingangssi
gnal ei nur dann hinzugefügt wird, wenn die Ausgangs
frequenz niedrig ist, und Δe = 0 gesetzt oder einge
stellt wird, wenn die Ausgangsfrequenz erhöht ist bzw.
sich erhöht.
Auch wenn sich beim beschriebenen Steuersatz der Null
punkt-angeklammerten Stromumformervorrichtung gemäß der
obigen Ausführungsform der Pegel des Eingangssignals ei
für PWM-Steuerung verringert, kann der ursteuerba
re Zustand durch die Mindesteinschalt- oder -abschalt
zeit Δt für jedes Element verhindert werden, und es
kann die dem Eingangssignal ei proportionale Ausgangs
spannung Vu erzielt werden. Darüber hinaus kann eine
Minderung des Nutzwirkungsgrads der Umformervorrich
tung dadurch verhindert werden, daß die Vorspannung
Δe entsprechend der Größe des Eingangssignals ei oder
der Ausgangsfrequenz von einem Wert (einer Größe) auf
einen anderen Wert (bzw. eine andere Größe) umgeschal
tet wird.
Mit der Erfindung wird daher ein Steuersatz der ange
gebenen Art geschaffen, bei dem die Mindestein- und
-abschaltzeiten für jedes Element der Umformervorrich
tung gesichert sein können und eine dem Eingangssignal
ei proportionale Ausgangsspannung auch dann erzeugt
werden kann, wenn der Pegel des Eingangssignals niedrig
ist, wodurch unsteuerbare Bereiche vermieden
werden.
Claims (1)
- Steuersatz für einen pulsbreitenmodulierten (PWM-) Drei punktwechselrichter mit ersten bis vierten über ihren Steueranschluß abschaltbaren Halbleiterschaltern (S1- S4), die aufeinanderfolgend in Reihe zwischen zwei Endanschlüssen einer einen Mittel- oder Zwischenan schluß aufweisenden Stromversorgung (Vd1, Vd2) geschal tet sind, vier Freilaufdioden (D1-D4), die parallel zu den Halbleiterschaltern (S1-S4) in einer Richtung entgegengesetzt dazu geschaltet sind, sowie einer Rei henschaltung aus ersten und zweiten Dioden (D5, D6), die parallel zu einer Reihenschaltung aus den zweiten und dritten Halbleiterschaltern (S2, S3) in einer Rich tung entgegengesetzt dazu geschaltet sind und einen mit dem Zwischenanschluß der Stromversorgung verbundenen Knotenpunkt aufweisen, gekennzeichnet durch
- - eine erste Pulsbreitenmodulations- (PWM-)Steuersignal erzeugungseinrichtung (Cu, Gu(s)) zum Erzeugen eines ersten PWM-Steuersignals (ei) mit einem Stromdetektor (CTu) zum Messen eines vom Dreipunktwechselrichter einer Last zugespeisten Stroms als Stromistwert (Iu) und einem Komparator (Cu) zum Ausgeben eines Abwei chungssignals (εu) als erstes PWM-Steuersignal, wel ches einer Differenz zwischen einem externen Strom sollwert (Iu*) und dem Stromistwert (Iu) entspricht, und
- - eine zweite PWM-Steuersignalerzeugungseinrichtung (LIM1, LIM2, A1, A2, C1, C2, SH1, SH2, TRG) zum Um wandeln des ersten PWM-Steuersignals (ei) in zweite PWM-Steuersignale (g1, g2) jeweils einer Pulsbreite, welche der Summe aus der Pulsbreite des ersten PWM- Steuersignals (ei) und einer Breite entsprechend ei ner Mindesteinschaltzeit der Halbleiterschalter (S1- S4) proportional ist, und zum Anlegen der zweiten PWM-Steuersignale an die ersten bis vierten Halblei terschalter (S1-S4), wobei die zweite PWM- Steuersignalerzeugungseinrichtung (LIM1, LIM2, A1, A2, C1, C2, SH1, SH2, TRG) enthält:
- - Begrenzer (LIM1, LIM2), die das erste PWM-Steuersi gnal (ei) in positive (ei+) und negative (ei-) Signa le teilen,
- - Addierer (A1, A2) zum Addieren einer vorbestimmten Vorspannung (Ae) zu den von den Begrenzern (LIM1, LIM2) ausgegebenen positiven (ei+) und negativen (ei-) Signalen und zum Ausgeben der vorgespannten po sitiven (ei(+)*) und negativen (ei(-)*) Signale,
- - eine Dreieckswellenerzeugungseinheit (TRG) zum Erzeu gen eines ersten Dreiecksignals (X), dessen Pegel nur positive Werte enthält, und eines zweiten Dreiecksi gnals (Y), welches die gleiche Frequenz und Phase wie das erste Dreiecksignal (X) aufweist und dessen Pegel nur negative Werte enthält, und
- - weitere Komparatoren (C1, C2) zum Vergleichen der vorgespannten positiven (ei(+)*) und negativen (ei(-)*) Signale mit den ersten (X) und zweiten (Y) Dreiecksignalen zur Bildung jeweiliger Differenzen sowie zum EIN/AUS-Steuern der ersten und dritten Halbleiterschalter (S1, S3) und der zweiten und vier ten Halbleiterschalter (S2, S4) unter Verwendung der beiden zweiten PWM-Steuersignale entsprechend den Differenzen (Fig. 4).
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