DE4222664A1 - Verbindungselement zur Verwendung beim Bolzenschweißen - Google Patents
Verbindungselement zur Verwendung beim BolzenschweißenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verbindungselement zur Verwendung
beim Bolzenschweißen mittels Kurzzeit-Hubzündung, wie T-Bol
zen, Gewindebolzen, rohrförmige Hohlkörper, wie Innengewin
debuchsen, Schweißmuttern u. ä.
Beim Bolzenschweißen mittels Kurzzeit-Hubzündung beträgt das
Verhältnis von Mindestblechdicke zum Bolzendurchmesser maxi
mal 1 : 8. Das bedeutet, selbst beim Bolzenschweißen mittels
Kurzzeit-Hubzündung können beispielsweise im Kraftfahrzeug
bau und den dort verwendeten Blechen mit einer Dicke von
0,6 mm und weniger, im Prinzip nicht einmal Bolzen mit einem
Durchmesser von 5 mm verschweißt werden. Jedoch ist in Fäl
len, in welchen beispielsweise Bolzen zur Herstellung einer
Masseverbindung für elektrische Bauteile, Module, u.ä. ein
gesetzt und verwendet werden, eine sichere und haltbare
wirklich gute Masseverbindung nur erreichbar, wenn die zur
Verfügung stehende Fläche möglichst großflächig genutzt wer
den kann.
Ferner ist es beim Verschweißen von Hohlkörpern mit durchge
hendem Gewinde, wie beispielsweise Schweißmuttern, kaum zu
vermeiden und auf keinen Fall auszuschließen, daß sich
Schweißspritzer in den unteren Gewindegängen festsetzen, wo
durch solche Schweißmuttern praktisch unbrauchbar werden,
oder, falls es überhaupt möglich ist, sie sehr zeitaufwendig
und mühsam beseitigt werden müssen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verbin
dungselement zur Verwendung beim Bolzenschweißen mittels
Kurzzeit-Hubzündung zu schaffen, das sicher und zuverlässig
haltend großflächig aufschweißbar ist, und bei welchem, wenn
es sich um Hohlkörper-Verbindungselemente, beispielsweise mit
durchgehenden Innengewinde handelt, verhindert ist, daß
durch Schweißspritzer oder ähnliche Verunreinigungen das
Gewinde im untersten Bereich unbrauchbar wird.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im
äußersten Randbereich eines Verbindungselements ein ringför
miger Ansatz vorgesehen ist, durch welchen das Verbindungs
element großflächig aufschweißbar ist; die eigentliche
Schweißverbindung ist jedoch nur im Bereich der verhältnis
mäßig schmalen Ringfläche erfolgt. Somit wird die eingangs
angeführte Beziehung zwischen Blechdicke und Verbindungsele
ment-Durchmesser von maximal 1 : 8 weder überschritten noch
auch nur annähernd erreicht. Jedoch ist durch die große, von
dem aufgeschweißten ringförmigen Ansatz überdeckte Fläche
eine durch Kurzzeit-Hubzündung bewirkte, sichere Verbindung
entlang des Außenumfangs eines Verbindungselements geschaf
fen, und dadurch beispielsweise für einen Masseanschluß die
Kontaktfläche zwischen Verbindungselement und einem Grund
material, wie beispielsweise dünnem Blech, erheblich vergrö
ßert.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist insbeson
dere zum Verschweißen von Verbindungselementen in Form von
Hohlkörpern mit durchgehendem Gewinde, beispielsweise zum
Verschweißen von Schweißmuttern innerhalb des ringförmigen
Ansatzes eine konzentrisch zu diesem verlaufende Nut ausge
bildet. Wie umfangreiche Versuche der Anmelderin gezeigt ha
ben, ist damit sicher verhindert, daß in die untersten Ge
windegänge von Schweißmuttern Schweißspritzer oder die be
stimmungsgemäße Verwendung beispielsweise von Schweißmuttern
gefährdendes, unerwünschtes Schweißgut in die Gewindegänge
gelangen und sich dort festsetzen können. Somit ist im äuße
ren Endflächenbereich der sogenannten Schweißstirnfläche in
besonders einfacher und vorteilhafter Weise ein unterschnei
dungsfreies und weitgehend schweißwulstloses Verschweißen
insbesondere von flachen Schweißmuttern mittels Kurzzeit-
Hubzündung ermöglicht.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfin
dung können die ringförmigen Ansätze im Querschnitt fast je
de vorstellbare Form aufweisen, vorzugsweise sind sie qua
dratisch oder rechteckig, können aber genauso gut trapezför
mig, dreieckig oder auch beispielsweise spitz zulaufend aus
gebildet sein.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von bevorzugten Aus
führungsbeispielen unter Bezugnahme auf die
Zeichnung im einzelnen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1a schematisch eine unmaßstäbliche, zum Teil aufge
schnittene Darstellung einer Ausführungsform eines
Verbindungselements in Form einer Schweißmutter
mit ringförmigem Ansatz;
Fig. 1b schematisch eine unmaßstäbliche, zum Teil aufge
schnittene Darstellung einer Ausführungsform eines
Verbindungselements in Form einer Schweißmutter
mit ringförmigem Ansatz und parallel dazu verlau
fender Nut;
Fig. 2a ebenfalls schematisch eine unmaßstäbliche
Schnittdarstellung einer weiteren Ausführungsform
eines Verbindungselements in Form eines Hohlkör
pers mit durchgehendem Innengewinde mit Flansch,
und
Fig. 2b ebenfalls schematisch eine unmaßstäbliche
Schnittdarstellung einer weiteren Ausführungsform
eines Verbindungselements in Form eines Vollmate
rial-Gewindebolzens mit Flansch.
In Fig. 1a ist teilweise aufgeschnitten schematisch eine un
maßstäbliche Darstellung eines Verbindungselements in Form
einer Schweißmutter 1 mit einem Innengewinde 2 wiedergege
ben. Im äußersten Bereich einer Endfläche 3 der Schweißmut
ter 1 ist ein ringförmiger Ansatz 4 ausgebildet, welcher in
der dargestellten Ausführungsform im Querschnitt quadratisch
bzw. rechteckig ist.
Wie in Fig. 1a rechts strichpunktiert angedeutet ist, kann
der Ansatz beispielsweise im Querschnitt auch trapezförmig
ausgebildet sein. Ferner kann der ringförmige Ansatz 4 in
Abhängigkeit von dem Material der Schweißmutter bzw. dem Ma
terial, auf welchem sie aufgeschweißt werden soll, durchaus
auch neben den vorstehend angeführten Querschnittsformen im
Querschnitt dreieckig, spitz zulaufend oder beispielsweise
auch an dem von der Endfläche 3 abgewandten Ende abgerundet
ausgebildet sein.
Aus der nachstehend wiedergegebenen Tabelle sind die Abmes
sungen bezüglich des Durchmessers D1 des Innengewindes, des
Außendurchmessers D2 der Schweißmutter bzw. deren Höhe H zu
entnehmen; die Größen D1, D2 und H sind in Fig. 1a eingetra
gen. Hierbei beträgt der ringförmige Ansatz bezüglich aller
in der Tabelle aufgeführten Schweißmuttern sowohl in der Hö
he h als auch in der Breite b jeweils vorzugsweise 1 mm.
Wie ein Vergleich der Ausführungsformen der Schweißmuttern
in Fig. 1a und 1b zeigt, unterscheiden sich diese lediglich
dadurch, daß in Fig. 1b anschließend an den ringförmigen An
satz 4′ in der Endfläche 3′ eine ins Innere des Schweißmut
terkörpers 1′ vorstehende Nut 5′ ausgebildet ist, deren Ab
messungen beispielsweise in der Größenordnung der Abmessun
gen des ringförmigen Ansatzes 4′ liegen.
In Fig. 2a ist im Schnitt ein Schweißbolzen 10 in Form eines
Hohlkörpers mit durchgehendem Innengewinde 20 dargestellt,
an dessen in Fig. 2a unteren Ende ein Flansch 50 ausgebildet
ist, in dessen äußeren Randbereich ein ringförmiger Ansatz
40 vorgesehen ist. Dieser ringförmige Ansatz kann abweichend
von dem in Fig. 2a dargestellten, quadratischen bzw. recht
eckigen Querschnitt selbstverständlich auch wieder die in
Verbindung mit dem Ansatz 4 in Fig. 1a angeführten Quer
schnittsformen aufweisen kann.
In Fig. 2b ist im Unterschied zu Fig. 2a ein Gewindebolzen 10′
aus Vollmaterial mit Außengewinde 20′ dargestellt, an dessen
in Fig. 2b unteren Ende ein Flansch 50′ ausgebildet ist. Im
äußeren Bereich der Flanschendfläche 30′ ist in Fig. 2b wie
der ein im Querschnitt beispielsweise quadratischer bzw.
rechteckiger, ringförmiger Ansatz 40′ angedeutet. Durch eine
entsprechend große Bemessung des Durchmessers der Flansche
50 bzw. 50′, an deren äußeren Rand die ringförmigen Ansätze
40 bzw. 40′ ausgebildet sind, bezüglich der Durchmesser der
jeweiligen Verbindungselemente 10 oder 10′, d. h. durch einen
entsprechend großen Abstand zwischen einem ringförmigen An
satz und dem jeweiligen Innen- oder Außendurchmesser eines
Verbindungselements, kann zuverlässig sichergestellt werden,
daß keine Schweißspritzer oder sonstiges Schweißgut die
Funktionsfähigkeit der Gewinde in irgendeiner Weise beein
trächtigen.
Durch den ringförmigen Ansatz 4 und 4′ in Fig. 1a bzw. 1b
bzw. 40 und 40′ in Fig. 2a bzw. 2b an den dort wiedergegebe
nen Verbindungselementen in Form von Schweißmuttern bzw. Ge
windebolzen ist ein sicheres Aufschweißen der ringförmigen
Ansatz-Auflagefläche der entsprechenden Verbindungselemente
unterschneidungsfrei und weitgehend schweißwulstlos auch und
gerade auf verhältnismäßig dünnen Unterlagen in Form von
Blechen erreichbar, wobei das bisher zulässige maximale Ver
hältnis von Mindestblechdicke zu Bolzendurchmesser von maxi
mal 1 : 8 nicht nur ohne Schwierigkeit realisierbar, sondern
sogar ohne weiteres unterschreitbar ist.
Um ein Festsetzen von Schweißspritzern beispielsweise an
einem durchgehenden Innengewinde von Schweißmuttern oder an
Außengewinden von Gewindebolzen zu verhindern, ist in vor
teilhafter Weise innerhalb und angrenzend an den ringförmi
gen Ansatz 4′ eine ins Schweißkörperinnere vorstehende Nut 5
bei der Schweißmutter 1′ in Fig. 1b bzw. bei Gewindebolzen 20
und 20′ in Fig. 2a bzw. 2b ein ringförmiger Ansatz 40 bzw.
40′ am äußeren Rand eines am Gewindebolzen 20 oder 20′ in
Fig. 2a bzw. 2b ausgebildeten Flansches 50 bzw. 50′ vorgese
hen.
Claims (7)
1. Verbindungselement zur Verwendung beim Bolzenschweißen
mittels Kurzzeit-Hubzündung, wie T-Bolzen, Gewindebolzen,
rohrförmige Hohlkörper, wie Innengewindebuchsen, Schweißmut
tern u.ä., dadurch gekennzeichnet, daß im
äußeren Randbereich einer Endfläche (3, 3′) des Verbindungs
elements (1, 1′) ein ringförmiger Ansatz (4, 4′) vorgesehen
ist.
2. Verbindungselement nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß im äußeren Randbereich der End
fläche (3′) von Hohlkörper-Verbindungselementen, wie
Schweißmuttern (1′), Innengewindebuchsen u.ä., innerhalb des
ringförmigen Ansatzes (4′) eine konzentrisch zu diesem ver
laufende, in das Verbindungselement (1′) hineinreichende Nut
(5) ausgebildet ist.
3. Verbindungselement nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß an einem Ende eines Verbin
dungselements (10) in Form eines Hohlkörpers mit durchgehen
dem Innengewinde ein Flansch (50) ausgebildet ist, an dessen
äußeren Endflächenrand (30) ein ringförmiger Ansatz (40′)
vorgesehen ist.
4. Verbindungselement nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß an einem Ende von Gewindebolzen
(10′) aus Vollmaterial ein Flansch (50′) ausgebildet ist, an
dessen äußeren Endflächenrand (30′) ein ringförmiger Ansatz
(40′) ausgebildet ist.
5. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß der ringförmige An
satz (4; 40; 40′) im Querschnitt quadratisch oder rechteckig
ist.
6. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß der ringförmige An
satz im Querschnitt trapezförmig ist.
7. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß der ringförmige An
satz dreieckig oder spitz zulaufend ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19924222664 DE4222664C2 (de) | 1992-07-10 | 1992-07-10 | Verbindungselement zur Verwendung beim Bolzenschweißen |
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