DE4230516C2 - Steuervorrichtung für ein motorbetriebenes Servolenksystem - Google Patents
Steuervorrichtung für ein motorbetriebenes ServolenksystemInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein motorbetriebenes
Servolenksystem nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Es sind verschiedene Arten von mit Motor ausgestatteten
Servolenkvorrichtungen bekannt, bei denen ein Lenkmoment
eines Lenksystems erfaßt wird, so daß ein Strom, der zum
Antrieb eines Elektromotors als Hilfskraft für das
Lenksystem zugeführt wird, auf der Grundlage des dabei
erfaßten Lenkmomentes gesteuert wird. Unter derartigen
bekannten, mit Motor ausgestatteten Servolenkvorrichtungen
wird eine durch die Druckschrift
P 62-152880 (A) offenbart, bei welcher eine
Anzahl Drehmomentsensoren zur Erfassung eines Lenkmomentes
derart vorgesehen sind, daß, wenn die durch die
Drehmomentsensoren erfaßten Werte des Lenkmomentes sich
wesentlich voneinander unterscheiden, die Hilfskraft des
Motors angehalten wird.
Jedoch wird bei dieser Vorrichtung ein Ausgangssignal von
einem der Drehmomentsensoren dazu verwendet, die
Lenkhilfskraft des Motors zu steuern, und es erfolgt ein
Vergleich zwischen den Ausgangssignalen aus den
Drehmomentsensoren, so daß, wenn ein unter ihnen
vorhandener Unterschied einen vorgegebenen Wert
unterschreitet, ein Versagen mindestens eines der
Drehmomentsensoren bestimmt wird und somit die Hilfskraft
des Motors beendet wird. Infolgedessen wird zum Zeitpunkt
eines Versagens eines Drehmomentsensors eine zuverlässige
Funktion gewährleistet, die dem Fahrzeug eine
kontinuierliche Fahrt ohne Schwierigkeit gestattet und ein
sicheres Fahren gewährleistet. Überschreitet andererseits
der Unterschied zwischen den Ausgangssignalen aus den
Drehmomentsensoren, von denen einer versagt hat, einen
vorgegebenen Wert, so kann die Hilfskraft für die Lenkung
fortgeführt werden, bis eine Fehlerbestimmung beendet ist,
falls eine derartige Bestimmung eine längere Zeit
erfordert. Dies veranlaßt Stoßeinwirkungen auf das
Lenksystem.
Ist jedoch die zur Fehlerbestimmung erforderliche Zeit
kurz, so können derartige Stoßeinwirkungen vermieden
werden, aber es entsteht ein weiteres Problem insofern,
als, wenn eine zeitweilige Störspannung zufällig auf das
Ausgangssignal aus einem der Drehmomentsensoren überlagert
wird, fälschlich bestimmt wird, daß ein
Drehmomentversagen entstanden ist. Infolgedessen wird die
Lenkhilfe beendet.
Es ist eine weitere Servolenkvorrichtung bekannt, die eine
Anzahl Drehmomentsensoren umfaßt und die betrieben wird,
um einen Strom zum Antrieb eines Elektromotors abhängig
von dem kleinsten der Drehmomentsensor-Ausgangssignale zu
steuern. In diesem Falle ist bei einem Versagen von einem
der Drehmomentsensoren von Vorteil, daß das Hilfsmoment
des Motors im Sinne einer Verringerung gesteuert wird.
Jedoch ist ein geringeres Hilfsmoment nicht immer auf der
sicheren Seite für den jeweils vorliegenden Lenkzustand.
Insbesondere ist, wenn das Drehmomentsensor-Ausgangssignal
kurzzeitig niedrig wird, das höhere Drehmoment auf der
sicheren Seite. Für den Fall einer Berechnung einer
Phasenkompensierungskomponente, abhängig vom
Drehmomentsensor-Ausgangssignal, wird eine berechnete
Unterschiedskompensierung umso größer, je größer die
Änderungsrate eines Fehlersignals mit niedrigem Pegel ist,
so daß die Motorstromsteuerung in einer unerwünschten
oder nachteiligen Richtung erfolgt.
Die DE 29 49 204 A1 betrifft eine Anlage mit automatisch
gesteuerten Fahrzeugen. Die Fahrzeuge sind für einen
Gleiswechselbetrieb auf vorbestimmten Fahrstrecken
vorgesehen. Dabei wird aus Signalen von Sender-Empfänger-
Einheiten die Summe und die Differenz gebildet, um zu
überwachen, daß gleichzeitig die Differenz Null ist und die
Summe dem Doppelten eines Mittelwerts entspricht. Eine
Servosteuerung von Lenkorganen des Fahrzeugs erfolgt, wenn
die Differenz der Signale im Mittelwert nicht Null ist.
Die DE 39 09 472 C2 zeigt ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Überprüfen eines Drehmomentsensors in einer elektrischen
Servolenkanordnung für Fahrzeuge. Dabei ist nur ein
Drehmomentsensor vorgesehen.
Die DE 37 32 864 A1 zeigt eine motorisch angetriebene
Servolenkanlage mit zwei Drehmomentsensoren, die die auf die
Lenkanlage ausgeübte Lenkkraft erfassen. Ein Mikrorechner
wählt ein Signal eines der Drehmomentsensoren zur Steuerung
des Motors aus.
Ausgehend von einer derartigen bekannten Servolenkanlage
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Steuervorrichtung für ein mit einem Motor ausgestattetes
Servolenksystem zu schaffen, mit der eine genaue Erfassung
eines Versagens eines Drehmoment- bzw. Lenkmomentsensors
ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird gemäß Patentanspruch 1 durch derartiges
Weiterbilden einer bekannten Steuervorrichtung gelöst, daß
eine Mittelwertbildungs-Vorrichtung zum Bilden eines
Mittelwerts aus den Ausgangssignalen der Sensoren vorgesehen
ist. Weiterhin ist eine Erfassungsvorrichtung vorgesehen, die
prüft, ob ein Versagen bzw. ein Ausfall vorliegt. Falls dies
der Fall ist, wird es der Steuervorrichtung angezeigt.
Eine der Anzeige entsprechende Ansteuerung der
Steuervorrichtung erfolgt beispielsweise derart, daß die
Stromzufuhr zum Motor abgeschaltet wird.
Vorteilhaft erfolgt durch die Verwendung eines Mittelwerts
zum Steuern des Motorstroms eine genauere Steuerung. Durch
den gleichzeitigen Einsatz einer Erfassungsvorrichtung zum
Feststellen, ob ein Sensor tatsächlich ausgefallen ist, wird
einerseits vermieden, daß der Strom voreilig abgeschaltet
wird, und andererseits erfolgt während der Zeit, zu der die
Erfassungsvorrichtung in Betrieb ist, eine Steuerung, die den
wirklichen Verhältnissen am nächsten kommt. Das bedeutet, daß
keine Steuerung in einer für den Motor nachteiligen oder
einseitigen Richtung erfolgt, da durch die Mittelwertbildung
sowohl ein Erhöhen als auch ein Erniedrigen des Motorstroms
erfolgen kann.
Vorteilhafterweise umfaßt die Vorrichtung ferner eine
Erfassungsvorrichtung für ein Lenkmomentsensorversagen, um
ein Versagen der Lenkmomentsensoren zu ermitteln. Die
Motorstrom-Steuervorrichtung schaltet die Stromzufuhr zum
Motor ab, wenn die Erfassungsvorrichtung für ein
Lenkmomentsensorversagen ein Lenkmomentsensorversagen
ermittelt.
Vorteilhafterweise umfaßt die Vorrichtung ferner eine
Kupplungssteuervorrichtung, um selektiv eine Kupplung
einzuschalten und auszuschalten, die die Übertragung einer
Hilfskraft vom Motor zu lenkbaren Rädern des Fahrzeuges
steuert. Die Kupplungssteuervorrichtung wird betrieben, um
die Kupplung zu lösen, wenn die Erfassungsvorrichtung für
ein Lenkmomentsensorversagen ein Lenkmomentsensorversagen
ermittelt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die
Erfassungsvorrichtung für ein Lenkmomentsensorversagen:
eine Erfassungsvorrichtung für einen
Lenkmomentunterschied, die derart angeschlossen ist, um
die Ausgangssignale aus den Lenkmomentsensoren zu
empfangen, um zu ermitteln, ob das Ausgangssignal eines
jeden der Lenkmomentsensoren innerhalb eines vorgegebenen
Normalbereiches liegt, wobei die Erfassungsvorrichtung für den
Lenkmomentunterschied betreibbar ist, um zu ermitteln, ob
der Absolutwert eines Unterschiedes zwischen beliebigen
zwei der Lenkmomentsensor-Ausgangssignale einen
vorgegebenen Wert nicht überschreitet und ein
Ausgangssignal zu erzeugen, falls das Ausgangssignal
irgendeines der Lenkmomentsensoren außerhalb des normalen
Bereiches liegt oder falls der Absolutwert des
Unterschiedes der Lenkmomentsensor-Ausgangssignale einen
vorgegebenen Wert überschreitet; und eine Zählvorrichtung
zum Zählen der Ausgangssignale der Erfassungsvorrichtung
für den Lenkmomentunterschied und zur Erfassung eines
Versagens der Lenkmomentsensoren, wenn die Anzahl der
Ausgangssignale der Erfassungsvorrichtung für den
Lenkmomentunterschied einen vorgegebenen Wert innerhalb
einer vorgegebenen Zeitspanne überschreitet.
Die vorstehend aufgeführten und weitere
Aufgabenstellungen, Merkmale und Vorteile der Erfindung
ergeben sich mühelos aus der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung in Verbindung mit den anliegenden Zeichnungen;
es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines
Servolenksystems, das mit einer
erfindungsgemäßen Steuervorrichtung
ausgestattet ist;
Fig. 2 ein Blockschaltbild, das den Aufbau einer
Steuereinheit und ihrer zugeordneten Teile
nach der Vorrichtung der Fig. 1 darstellt;
und
Fig. 3 eine Ablaufdarstellung des Betriebes der
Steuervorrichtung nach Fig. 1.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nunmehr
im einzelnen unter Bezugnahme auf die anliegenden
Zeichnungen beschrieben.
Fig. 1 stellt den allgemeinen Aufbau eines
Servolenksystems dar, das mit einer erfindungsgemäß
aufgebauten Steuervorrichtung ausgestattet ist. In Fig. 1
ist ein Lenkrad 1, das zum Lenken durch den Fahrer eines
Fahrzeuges gedreht werden soll, mit einer Lenkachse oder
Lenksäule (2) verbunden, die einen ersten
Lenksäulenabschnitt (2a) umfaßt, der an seinem oberen
Ende mit dem Lenkrad (1) verbunden ist, einen zweiten
Lenksäulenabschnitt (2b), der an seinem oberen Ende mit
einem unteren Ende des ersten Lenksäulenabschnittes (2a)
verbunden ist, und einen dritten Lenksäulenabschnitt (2c),
der an seinem oberen Ende mit einem unteren Ende des
zweiten Lenksäulenabschnittes (2b) über eine erste
Gelenkkupplung (4a) verbunden ist. Ein erster
Drehmomentsensor (3a) ist am ersten Lenksäulenabschnitt
(2a) befestigt, um ein auf diesen ausgeübtes Drehmoment zu
erfassen und ein entsprechendes Ausgangssignal (T1) zu
erzeugen, und ein zweiter Drehmomentsensor (2b) ist auf
dem zweiten Lenksäulenabschnitt (2b) befestigt, um ein auf
diesen ausgeübtes Drehmoment zu erfassen und ein
entsprechendes Ausgangssignal (T2) zu erzeugen. Der dritte
Lenksäulenabschnitt (2c) ist über eine zweite
Gelenkkupplung (4b) mit einer ersten Ritzelwelle (5)
verbunden. Eine Zahnstange (6), die einen ersten, mit
Verzahnung versehenen Abschnitt (6a) und einen zweiten,
mit Verzahnung versehenen Abschnitt (6b) aufweist, ist an
ihrem einen Ende über ein erstes Kugelgelenk (7a) mit
einem Ende einer ersten Spurstange (8a) verbunden, deren
anderes Ende an ein nicht dargestelltes, erstes lenkbares
Rad angeschlossen ist, und an ihrem anderen Ende über ein
zweites Kugelgelenk (7b) an ein Ende einer zweiten
Spurstange (8b), deren anderes Ende an ein nicht
dargestelltes zweites lenkbares Rad angeschlossen ist. Der
erste, mit Verzahnung versehene Abschnitt (6a) der
Zahnstange (6) steht in Eingriff mit der ersten
Ritzelwelle (5), so daß sie in Fig. 1 zu einer Bewegung
nach rechts und links in Einklang mit der Drehung der
ersten Ritzelwelle (5) veranlaßt wird.
Eine Steuereinheit (9) ist angeschlossen und empfängt die
Ausgangssignale aus dem ersten und zweiten
Drehmomentsensor (3a, 3b), und ein Ausgangssignal aus dem
Geschwindigkeitssensor (10), der die Geschwindigkeit des
Fahrzeuges erfaßt. Die Steuereinheit (9) ist ferner an
eine Stromversorgung in Gestalt einer Batterie (11) mit
einem dazwischengeschalteten Zündschlüssel (12)
angeschlossen, wobei der Zündschalter (12) geschlossen
wird, um einen nicht dargestellten Fahrzeugmotor zu
starten.
Ein als Gleichstrommotor (13) ausgebildeter Motor steht in
Wirkverbindung mit der Zahnstange (6) über eine
Kupplung, die als Elektromagnetkupplung (14) ausgebildet
ist, ein Untersetzungsgetriebe (15) und eine zweite
Ritzelwelle (18) als Hilfskraft für den Lenkvorgang der
vom Fahrer über das Lenkrad (1) veranlaßt wird.
Insbesondere ist die Elektromagnetkupplung (14)
unmittelbar an eine Ausgangswelle des Motors (13) zur
Drehung mit dieser angeschlossen. Das
Untersetzungsgetriebe (15) umfaßt einen Spindeltrieb
(15a), der fest mit einer Ausgangswelle der Kupplung (14)
verbunden ist, und ein Schneckenrad (15b), das in Eingriff
mit dem Spindeltrieb (11a) steht, so daß es durch den
Spindeltrieb mit einer vorgegebenen Untersetzung gedreht
wird. Die zweite Ritzelwelle (18) ist an ihrem einen Ende
fest mit dem Mittelpunkt des Schneckenrades (15b) zur
Drehung mit diesem verbunden, und steht in Eingriff mit
dem zweiten, mit der Verzahnung versehenen Abschnitt (6b)
der Zahnstange (6), um diese in Einklang mit ihrer
Drehbewegung nach rechts und links gemäß Fig. 1 zu
bewegen. Der Motor (13) und die Kupplung (14) werden von
der Batterie (11) über die Steuereinheit (9) mit Strom
versorgt.
Fig. 2 stellt in Blockform den detaillierten Aufbau der
Steuereinheit (9) dar. Wie in dieser Figur gezeigt ist,
umfaßt die Steuereinheit folgende Elemente. Eine
Motorstrom-Meßvorrichtung (903) erfaßt einen dem Motor
(13) zugeführten Motorstrom und erzeugt ein entsprechendes
Ausgangssignal. Eine
Lenkmoment-Mittelwertbildungsvorrichtung (904) ist derart
angeschlossen, daß sie die Ausgangssignale aus dem ersten
und zweiten Drehmomentsensor (3a, 3b) aufnimmt und ihren
Mittelwert bildet, um ein Durchschnittslenkmomentsignal zu
liefern, das einer
Phasenkompensierungsfaktor-Berechnungsvorrichtung (910)
zugeführt wird, die dann einen Phasenkompensierungsfaktor
berechnet und ein entsprechendes Ausgangssignal einer
Motorstrom-Steuervorrichtung (906) und einer
Kupplungssteuervorrichtung (907) zuführt. Eine
Geschwindigkeitsmeßvorrichtung (905) ist derart
angeschlossen, daß sie das Ausgangssignal vom
Geschwindigkeitssensor (10) empfängt und ein
entsprechendes Geschwindigkeitssignal erzeugt, das der
Motorstrom-Steuervorrichtung (906) und der
Kupplungssteuervorrichtung (907) zugeführt wird. Eine
Erfassungsvorrichtung (908) für einen
Lenkmomentunterschied ist derart angeschlossen, daß sie
die Ausgangssignale (T1, T2) aus dem ersten und dem
zweiten Drehmomentsensor (3a, 3b) zur Feststellung eines
zwischen ihnen vorliegenden Unterschiedes erhält. Abhängig
von den Lenkmomentsensor-Ausgangssignalen (T1, T2)
bestimmt die Erfassungsvorrichtung (908) für einen
Lenkmomentunterschied, ob der erste und zweite
Lenkmomentsensor (3a, 3b) normal arbeiten, d. h. ob die
Lenkmomentsensor-Ausgangssignale (T1, T2) nicht kleiner
als ein unterer Grenzwert (Tmin) und nicht größer als ein
oberer Grenzwert (Tmax) sind und ob der Absolutwert eines
Unterschiedes (T) zwischen den ersten und zweiten
Lenkmomentsensor-Ausgangssignalen (T1, T2) nicht größer
als ein vorgegebener Wert (delta T) ist. Die Vorrichtung
erzeugt ein Ausgangssignal für eine Zählvorrichtung in
Gestalt eines Zeitgebers (912), wenn mindestens eine der
vorstehenden Bedingungen nicht erfüllt ist, d. h., wenn
T1, T2 < Tmin; oder T1, T2 <Tmax; oder |T1-T2| < delta T.
Der Zeitgeber (912) umfaßt einen Zähler, um die Anzahl
der Ausgangssignale aus der Erfassungsvorrichtung (908)
für einen Lenkmomentunterschied zu zählen und um ein
Ausgangssignal zu erzeugen, wenn der Zählwert des Zählers
einen vorgegebenen Wert innerhalb einer vorgegebenen
Zeitspanne erreicht. Die vorgegebene Zeitspanne beginnt,
wenn ein Ausgangssignal aus der Erfassungsvorrichtung
(908) für einen Lenkmomentunterschied erstmals in den
Zeitgeber (912). nach der Rückstellung des Zählers
eingegeben wird, was jedesmal erfolgt, wenn der Zähler
ein Ausgangssignal erzeugt.
Eine Motorspannung-Meßvorrichtung (911) mißt eine dem
Motor (13) zugeführte Motorspannung und erzeugt ein
entsprechendes Ausgangssignal für die
Kupplungssteuervorrichtung (907). Die
Motorstrom-Steuervorrichtung (906) steuert einen dem Motor
(13) zugeführten Motorantriebsstrom abhängig von den
Ausgangssignalen aus der
Phasenkompensierungsfaktor-Berechnungsvorrichtung (910),
der Geschwindigkeitsmeßvorrichtung (905) und der
Motorstrom-Meßvorrichtung (903), und sie schaltet die
Stromzuführung zum Motor (13) bei Empfang eines
Ausgangssignals aus dem Zeitgeber (912) ab. Die
Kupplungssteuervorrichtung (907) schaltet selektiv die
Kupplung (14) abhängig von den
Ausgangssignalen aus der Geschwindigkeitsmeßvorrichtung
(905), der
Phasenkompensierungsfaktor-Berechnungsvorrichtung (910)
und der Motorspannung-Meßvorrichtung (911) ein und aus, und sie löst
oder trennt die Kupplung (14) bei Empfang eines
Ausgangssignals aus dem Zeitgeber (912).
Der Betrieb der vorstehend beschriebenen Ausführungsform
wird nunmehr unter Bezugnahme auf die Ablaufdarstellung
der Fig. 3 beschrieben. In dieser Figur wird zunächst in
der Stufe (301) die Steuereinheit (9) initialisiert, um
ihren Betrieb zu starten, und anschließend wird in der
Stufe (302) das Ausgangssignal (T1) des ersten Dreh- oder
Lenkmomentsensors (3a) der
Lenkmoment-Mittelwertbildungsvorrichtung (904) eingegeben,
und in der Stufe (303) wird das Ausgangssignal (T2) des
zweiten Lenkmomentsensors (3b) der
Lenkmoment-Mittelwertbildungsvorrichtung (904) zugeführt.
In der Stufe (304) bestimmt die Erfassungsvorrichtung
(908) für einen Lenkmomentunterschied, ob jedes der
Ausgangssignale (T1, T2) nicht größer als ein
vorgegebener oberer Grenzwert (Tmax) und nicht geringer
als ein vorgegebener unterer Grenzwert (Tmin) ist. Ist die
Antwort auf diese Frage in der Stufe (304) negativ, so wird
in der Stufe (306) ein Fehlerzähler im Zeitgeber (912)
inkrementiert, und es wird darauffolgend in der Stufe
(307) bestimmt, ob der Fehlerzähler im Zeitgeber (912)
einen vorgegebenen Zählwert erreicht. Trifft dies zu, so
wird in der Stufe (308) die Stromzufuhr zum Motor (13)
durch die Motorstrom-Berechnungsvorrichtung und
Motorantriebsvorrichtung (906) abgeschaltet, um die
Hilfskraft zur Lenkung zu beenden, und gleichzeitig wird
die Kupplung (14) durch die Kupplungssteuervorrichtung
(907) für den Kupplungszustand ausgeschaltet oder gelöst.
Anschließend beendet in der Stufe (309) die Steuereinheit
(9) ihren Steuerbetrieb.
Wird jedoch in der Stufe (304) bestimmt, daß das erste
und zweite Lenkmoment (T1, T2) innerhalb des normalen
Bereiches liegen (d. h. Tmin T1 Tmax und
Tmin T2 Tmax), so geht die Steuerung weiter zur Stufe
(305), in welcher die Erfassungsvorrichtung (908) für
einen Lenkmomentunterschied bestimmt, ob der Absolutwert
eines Unterschiedes zwischen dem ersten und zweiten
Lenkmoment (T1, T2) nicht größer als ein vorgegebener
Wert (delta T) ist, (d. h. |T1- T2| delta T). Trifft
dies zu, so wird bestimmt, daß der erste und zweite
Lenkmomentsensor (3a, 3b) normal arbeiten, und
anschließend wird in der Stufe (310) der Fehlerzähler im
Zeitgeber (912) gelöscht. Ist andererseits die Antwort in
der Stufe (305) negativ (d. h. |T1-T2|) delta T), so
geht der Vorgang weiter zur Stufe (306).
Nach der Stufe (310) oder der Stufe (307) geht der Vorgang
weiter zur Stufe (311), in welcher die
Lenkmoment-Mittelwertbildungsvorrichtung (904) einen
Durchschnittswert (T) des ersten und zweiten Lenkmomentes
(T1, T2) bildet [d. h. T = (T1 + T2)/2]. In der Stufe (312)
berechnet, abhängig von dem somit erhaltenen
Durchschnittswert (T), die
Phasenkompensierungsfaktor-Berechnungsvorrichtung (910)
einen Phasenkompensierungsfaktor entsprechend einer
bestimmten Gleichung oder Maßgabe. In der Stufe (313)
mißt oder berechnet die Geschwindigkeitsmeßvorrichtung
(905) die Fahrzeuggeschwindigkeit aus dem Ausgangssignal
des Geschwindigkeitssensors (10) und in der Stufe (314)
berechnet die Motorstrom-Berechnungsvorrichtung und
Motorantriebsvorrichtung (906) auf der Grundlage des
Phasenkompensierungsfaktors und der
Fahrzeuggeschwindigkeit einen geeigneten Wert eines
Motorservostroms, der dem Motor (13) zur Betätigung
desselben zugeführt wird. In der Stufe (315) erfolgt eine
Rückkehr zur ersten Stufe (301).
Obgleich zwei Lenkmomentsensoren bei der vorstehenden
Ausführungsform verwendet werden, können mehr als zwei
Lenkmomentsensoren je nach Bedarf verwendet werden, und in
diesem Falle erfaßt die Erfassungsvorrichtung (908) für
einen Lenkmomentunterschied, ob das Ausgangssignal eines
jeden der Lenkmomentsensoren innerhalb eines vorgegebenen
normalen Bereiches ist, und desgleichen, ob der
Absolutwert eines Unterschiedes zwischen beliebigen der
Lenkmomentsensor-Ausgangssignale nicht einen vorgegebenen
Wert überschreitet. Sie erzeugt ein Ausgangssignal, falls
das Ausgangssignal aus irgendeinem der Lenkmomentsensoren
außerhalb des normalen Bereiches liegt oder falls der
Absolutwert des
Lenkmomentsensor-Ausgangssignalunterschiedes einen
vorgegebenen Wert überschreitet.
Claims (4)
1. Steuervorrichtung für ein motorbetriebenes
Servolenksystem mit
einer Anzahl von Lenkmomentsensoren (3a, 3b), die jeweils ein Lenkmoment erfassen und ein entsprechendes Ausgangssignal erzeugen, und
einer Motorstrom-Steuervorrichtung (906), die den Strom des Motors des Servolenksystems durch ein von den Ausgangssignalen abhängiges Steuersignal steuert,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Lenkmoment-Mittelwertbildungs-Vorrichtung (904) einen Mittelwert der Ausgangssignale als Steuersignal zur Ansteuerung der Motorstrom-Steuervorrichtung (906) bildet, und
eine Erfassungsvorrichtung (908) ein weiteres von den Ausgangssignalen abhängiges Steuersignal zur Ansteuerung der Motorstrom-Steuervorrichtung (906) bildet, das ein Versagen wenigstens eines der Lenkmomentsensoren (3a, 3b) anzeigt.
einer Anzahl von Lenkmomentsensoren (3a, 3b), die jeweils ein Lenkmoment erfassen und ein entsprechendes Ausgangssignal erzeugen, und
einer Motorstrom-Steuervorrichtung (906), die den Strom des Motors des Servolenksystems durch ein von den Ausgangssignalen abhängiges Steuersignal steuert,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Lenkmoment-Mittelwertbildungs-Vorrichtung (904) einen Mittelwert der Ausgangssignale als Steuersignal zur Ansteuerung der Motorstrom-Steuervorrichtung (906) bildet, und
eine Erfassungsvorrichtung (908) ein weiteres von den Ausgangssignalen abhängiges Steuersignal zur Ansteuerung der Motorstrom-Steuervorrichtung (906) bildet, das ein Versagen wenigstens eines der Lenkmomentsensoren (3a, 3b) anzeigt.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Motorstrom-Steuervorrichtung
(906) die Stromzufuhr zum Motor (13) ausschaltet, wenn
die Erfassungsvorrichtung (908, 912) ein Versagen eines
der Lenkmomentsensoren (3a, 3b) ermittelt.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Kupplungssteuervorrichtung (907)
zum selektiven Ein- oder Ausschalten einer Kupplung (14),
die die Übertragung einer Hilfskraft vom Motor (13) zu
den lenkbaren Rädern des Fahrzeugs steuert, betätigbar
ist, wenn die Erfassungsvorrichtung (908, 912) ein
Versagen eines der Lenkmomentsensoren (3a, 3b) ermittelt.
4. Steuervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Erfassungsvorrichtung
(908, 912) folgendes aufweist:
eine Vorrichtung (908) zum Erfassen eines Lenkmomentunterschieds, die zum Empfangen von Ausgangssignalen aus den Lenkmomentsensoren (3a, 3b) angeschlossen sind, um zu ermitteln, ob das Ausgangssignal eines jeden der Lenkmomentsensoren innerhalb eines vorgegebenen Normalbereichs liegt, wobei die Erfassungsvorrichtung (908) derart betreibbar ist, daß sie ermittelt, ob der Absolutwert eines Unterschieds zwischen beliebigen zwei der Lemkmomentsensor- Ausgangssignale einen vorgegebenen Wert nicht überschreitet, und ein Ausgangssignal erzeugt, falls das Ausgangssignal irgendeines der Lenkmomentsensoren außerhalb des normalen Bereichs liegt oder der Absolutwert des Unterschieds der Lenkmomentsensor- Ausgangssignale einen vorgegebenen Wert überschreitet; und
eine Zählvorrichtung (912) zum Zählen der Ausgangssignale der Erfassungsvorrichtung (908) und zur Erfassung eines Versagens der Lenkmomentsensoren, wenn die Anzahl der Ausgangssignale der Erfassungsvorrichtung (908) innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne einen vorgegebenen Wert überschreitet.
eine Vorrichtung (908) zum Erfassen eines Lenkmomentunterschieds, die zum Empfangen von Ausgangssignalen aus den Lenkmomentsensoren (3a, 3b) angeschlossen sind, um zu ermitteln, ob das Ausgangssignal eines jeden der Lenkmomentsensoren innerhalb eines vorgegebenen Normalbereichs liegt, wobei die Erfassungsvorrichtung (908) derart betreibbar ist, daß sie ermittelt, ob der Absolutwert eines Unterschieds zwischen beliebigen zwei der Lemkmomentsensor- Ausgangssignale einen vorgegebenen Wert nicht überschreitet, und ein Ausgangssignal erzeugt, falls das Ausgangssignal irgendeines der Lenkmomentsensoren außerhalb des normalen Bereichs liegt oder der Absolutwert des Unterschieds der Lenkmomentsensor- Ausgangssignale einen vorgegebenen Wert überschreitet; und
eine Zählvorrichtung (912) zum Zählen der Ausgangssignale der Erfassungsvorrichtung (908) und zur Erfassung eines Versagens der Lenkmomentsensoren, wenn die Anzahl der Ausgangssignale der Erfassungsvorrichtung (908) innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne einen vorgegebenen Wert überschreitet.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP23128691A JP2983714B2 (ja) | 1991-09-11 | 1991-09-11 | 電動パワステアリング制御装置 |
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| DE4230516A1 DE4230516A1 (de) | 1993-03-18 |
| DE4230516C2 true DE4230516C2 (de) | 1996-09-12 |
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