DE42308A - Verfahren zur Oxydation von Thran und Fischfett - Google Patents

Verfahren zur Oxydation von Thran und Fischfett

Info

Publication number
DE42308A
DE42308A DE1887SC4589 DESC4589 DE42308A DE 42308 A DE42308 A DE 42308A DE 1887SC4589 DE1887SC4589 DE 1887SC4589 DE SC4589 DESC4589 DE SC4589 DE 42308 A DE42308 A DE 42308A
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fat
oxidation
fish fat
tane
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1887SC4589
Other languages
English (en)
Original Assignee
SCHILL & SEILACHER in Stuttgart
Filing date
Publication of DE42308A publication Critical patent/DE42308A/de
Application filed by SCHILL & SEILACHER in Stuttgart filed Critical SCHILL & SEILACHER in Stuttgart
Pending legal-status Critical Current

Links

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT'
Wenn man in den mittelst geschlossener Dampfschlange auf 900 C. erhitzten Thran oder das Fischfett, oder in eine ebenso erhitzte Emulsion von 100 Theilen Thran (bezw. Fischfett), 15 Theilen Wasser und 0,1 Theil Soda, welche sich in einem hohen cylindrischen Gefä'fs befindet, einen fein vertheilten Strom von atmosphärischer Luft leitet, so wirkt der Sauerstoff derselben oxydirend auf das Fett ein und man erhält je nach der Dauer der Einwirkung ein Product, welches dieselben Eigenschaften besitzt wie das im Haupt-Patent beschriebene.
Wie bereits in der Beschreibung des Haupt-Patentes erwähnt wurde, kann man die Oxydation des Thranes und Fischfettes auch durch die Einwirkung chemischer oxydirender Agentien erzielen, wie z. B. durch unterchlorigsaure Salze, Chlorsäure, Salpetersäure, Chromsäure, Uebermangansäure und Wasserstoffsuperoxyd.
Von diesen ist nur das Wasserstoffsuperoxyd geeignet, ein technisch werthvolles Product zu erzeugen, da die übrigen auch bei nachfolgendem möglichst sorgfältigen Auswaschen immer noch geringe Mengen der entsprechenden Mineralsubstanzen zurücklassen, die einen nachtheiligen Einflufs auf das Leder ausüben. Das Wasserstoffsuperoxyd dagegen zersetzt sich, mit Thran vermischt, schon bei mäfsiger Temperatur vollständig, indem es das Fett oxydirt und selbst zu Wasser reducirt wird.
Beispiel.
In einem mit doppeltem, entgegengesetzt laufendem Rührwerk und mit einer geschlossenen Heizschlange versehenen Holzgefäfs erwärmt man das Fett auf etwa 300C. und läfst unter-Umrühren eine 2 bis 3 proc. Lösung von Wasserstoffsuperoxyd in Wasser in einem dünnen Strahl aus einem passend aufgestellten Fafs zufliefsen. Schon nach kurzer Zeit wird die wässerige Lösung vom Fett vollständig aufgenommen und unter schwacher Temperaturerhöhung verdickt sich die Masse bis zum talgartigen Brei.
Nach Einwirkung von beinahe 1,5 Theilen Wasserstoffsuperoxyd auf 100 Theile Fett ist der gewünschte Grad der Oxydation erreicht, und nun wird unter heftigem Umrühren durch Kochen der gröfste Theil des Wassers verdampft.

Claims (2)

  1. Patent-AnSprüche:
    ι. Als Ergänzung des im Haupt - Patent geschützten Verfahrens zur Oxydation von Thran und Fischfett das Verfahren, dafs man durch das auf 900 erhitzte Fett oder durch eine Emulsion desselben, bestehend aus 100 Theilen Thran, 15 Theilen Wasser und 0,1 Theil Soda, einen fein vertheilten Strom von atmosphärischer Luft leitet.
  2. 2. Als Ersatz des im Haupt-Patent und im vorstehenden Anspruch 1. geschützten Verfahrens zur Oxydation von Thran und Fischfett das Verfahren, dafs man Thran und Fischfett mit einer Lösung von Wasserstoffsuperoxyd in Wasser innig vermischt.
DE1887SC4589 1887-04-12 Verfahren zur Oxydation von Thran und Fischfett Pending DE42308A (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE42308A true DE42308A (de)

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE42308A (de) Verfahren zur Oxydation von Thran und Fischfett
DE752580C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserhaltigen, salbenartigen Paraffin-Emulsionen
AT92319B (de) Verfahren zur Verlängerung der katalytischen Wirkungsdauer von Quecksilberverbindungen.
DE546336C (de) Verfahren zur Darstellung von loeslichen organischen Verbindungen, vorzugsweise Saeuren
DE658751C (de) Reinigungs-, Emulgierungs-, Netz- und Fettungsmittel in der Lederindustrie
AT76930B (de) Verfahren zur Herstellung von Seife und Seifenemulsionen.
DE714489C (de) Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Herstellung und Gewinnung von Fettsaeuren durch Oxydation von Kohlenwasserstoffen
DE890045C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumseifen hochmolekularer Fettsaeuren
DE549725C (de) Verfahren zur Darstellung von Dichloressigsaeure neben Acetylchlorid
DE927872C (de) Verfahren zum Mercerisieren
DE388628C (de) Verfahren zum Gerben tierischer Haeute
AT103894B (de) Verfahren zur Herstellung eines kaliumhaltigen Stickstoffdüngmittels.
DE896697C (de) Lederfettungsmittel
DE504693C (de) Verfahren zur Herstellung von desinfizierend wirkenden Stoffen
DE530894C (de) Verfahren zur Darstellung von aromatischen Sulfonsaeuredihalogenamiden
AT133715B (de) Verfahren zum Beizen von tierischen Fasern, insbesondere Haaren u. dgl., für die Filzherstellung.
AT106018B (de) Verfahren zur Gewinnung von Kondensationsprodukten aus den bei Herstellung von Kondensationsprodukten aus Phenolen und Formaldehyd abfallenden Ab- und Waschwässern und Destillaten.
DE416072C (de) Verfahren zum Konzentrieren von Ameisensaeure
DE744601C (de) Schwimmaufbereitungsmittel
AT24519B (de) Verfahren zur Behandlung von Häuten und Fellen.
DE827831C (de) Verfahren zum Bleichen von Glycerinestern
DE553822C (de) Verfahren zur Geruchsverbesserung von Loesungsmitteln
CH127257A (de) Verfahren zur Darstellung von 3-Nitropyridin.
DE441769C (de) Verfahren zum Gerben tierischer Haeute
AT41281B (de) Verfahren zur Gewinnung von Fettsäuren.