DE4315260C2 - Anordnung zur Steuerung der Datenübertragung - Google Patents
Anordnung zur Steuerung der DatenübertragungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Steuerung der Daten
übertragung in einem seriell-multiplexen Datenübertragungssy
stem, wobei in einem seriellen Datenstrom Sende- und Empfangs
steuer- und Nutzinformationen durch n-unterschiedliche Kanal
nummern bezeichnet sind.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster G 90 06 238.8 ist eine Steu
ervorrichtung mit einer Einsteckkarte für die Datenübertragung
in einem Fernsprechnetz bekannt. Die dort gezeigte Einsteck
karte für mit einem digitalen, datenübertragenden Fernsprech
netz gekoppelte Personalcomputer soll ohne einen zusätzlichen,
auf der Einsteckkarte ansonsten anzuordnenden Prozessor aus
kommen. Zur Abwicklung der für die Datenübertragung notwendi
gen Steuer- und Datenkanalprotokolle wird auf handelsübliche
HDLC-Bausteine und auf den im Endgerät ohnehin vorhandenen
Prozessor zurückgegriffen. Der Prozessor des Endgerätes kann
über einen Datenbus direkten Zugriff zu den HDLC-Bausteinen
nehmen. Für eine Anschaltung der HDLC-Bausteine ist ein
Adressblock vorgesehen, welcher im Zusammenwirken mit einem
speziellen Interrupt-Baustein das Auslesen von Daten in einer
entsprechenden Interrupt-Routine gewährleistet. Die HDLC-Bau
steine sind getrennt, einmal für den D-Steuerkanal und zum an
deren für zwei B-Anwendungskanäle, vorgesehen. Es werden also
Steuerinformationen im sogenannten D-Kanal des Netzes übertra
gen und die Anwendungs- oder Nutzinformationen über maximal
zwei B-Kanäle geleitet. Sogenannte S-Schnittstellen haben die
Aufgabe, einen virtuellen Multiplexrahmen für die erwähnten B-
Kanäle und den D-Kanal zu bilden, zu trennen und das Aufsyn
chronisieren eines externen Taktes zu gewährleisten. Das hier
durch erreichte Multiplexen erfolgt dann lediglich zeitsyn
chronisiert ohne das Erkennen spezifischer Kanalnummern, das
bei üblicherweise vorhandenen zwei B-Kanälen auch nicht not
wendig ist.
Der in der Lehre des G 90 06 238.8 erwähnte HDLC-Controller
dient dem Nachrichtenaustausch im Steuerinformationskanal,
d. h. dem D-Kanal. Wahlweise kann jedoch ein solcher HDLC-
Controller auch dazu verwendet werden, um Informationen im B-
Kanal zu protokollieren und durch Parität oder ähnliches zu
prüfen, so daß sich die Datenübertragungssicherheit erhöht.
Hierfür sind jedoch Pufferspeicher notwendig, um eine Block
bildung und die Paritätsprüfung sowie eine Prüfbiterkennung
durchführen zu können.
Aus Bärwald, W., Nachrichtentechnik, Elektronik, Berlin 41
(1991) 4, Seiten 138 bis 143, ist ein OSI-Referenzmodell be
kannt, welches internationalem Standard entsprechend zur Defi
nition von Kommunikationsdiensten und Telekommunikationsendge
räten verwendet wird. Das dort gezeigte OSI-Referenzmodell be
schreibt Verbindungsprozeduren, transportorientierte Leistun
gen und Diensteeigenschaften. Zu den transportorientierten
Leistungen zählen im Netz bestimmte Mechanismen zur Adressie
rung der Nachrichtenströme und zur Sicherung gegen Übertra
gungsfehler. Dazu gehört beispielsweise die Angabe bestimmter
Übertragungsprotokolle und das Vornehmen bestimmter Prüf- und
Paritätsoperationen, um Übertragungsfehler auszuschließen.
Eine untere, sogenannte physikalische Ebene 1 definiert die
Übertragungshardware. Einzelheiten, wie eine entsprechende
Hardware aufzubauen ist, sind jedoch nicht erläutert.
Die Fig. 7 zeigt eine bereits vorgeschlagene bekannte seri
elle Datenübertragungssteuerung, bei der Datenleitungen (TXD,
RXD) nicht multiplexiert sind. Fig. 8 zeiget ebenfalls eine
bereits vorgeschlagene bekannte serielle Datenübertragungs
steuerung, die zwei Kanäle aufweist, wobei aber die Datenlei
tungen der Kanäle A und B voneinander getrennt sind. Nachste
hend wird der Betrieb dieser Steuerungen beschrieben. Die in
Fig. 7 gezeigte Datenübertragungssteuerung gibt Übermitt
lungsdaten (TXD) ab und empfängt Empfangsdaten (RXD) synchron
mit einem Taktgeber (CLK). Außerdem werden von einer CPU Daten
eingeschrieben und ausgelesen.
Die Datenübertragungssteuerung von Fig. 8 hat jeweils zwei
Datenleitungen für Übermittlungs- und für Empfangsdaten, an
sonsten aber ist der Betrieb ähnlich wie zur Fig. 7 erläu
tert.
Aufgrund des beschriebenen Aufbaus der bekannten Datenübertra
gungssteuerungen muß die Zahl der notwendigen Schaltkreise
gleicher Konfiguration mit wachsender Kanalzahl erhöht werden,
um entsprechende Operationen durchführen zu können. Da die An
zahl hochintegrierter Schaltkreise erhöht werden muß, ergeben
sich nicht unwesentliche Kostensteigerungen. Außerdem tritt
das Problem auf, daß der CPU-Bus ausschließlich für den direk
ten Speicherzugriff genutzt werden kann, um Daten aus einem
externen Speicher zu übertragen, so daß die Leistungsfähig
keit, d. h. der Datendurchsatz, bekannter Steuerungen bzw. An
ordnungen reduziert ist.
Aus dem Vorgenannten ist es daher Aufgabe der Erfindung, eine
Anordnung zur Steuerung der Datenübertragung derart auszubil
den, daß diese in einem seriell-multiplexen Datenübertragungs
system in der Lage ist, mit reduziertem Hardwareaufwand ein
Datenempfangs- und -sendemanagement hoher Betriebssicherheit
durchzuführen.
Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einem Gegen
stand gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1, wobei die
Anordnung eine Einrichtung zum Empfang von Kanalnummern auf
weist, die wiederum mit einem Adressenmultiplexer in Verbin
dung steht. Der Adressenmultiplexer dient der Bereitstellung
einer Vielzahl von kanalspezifischen Adressen. Ein vorhandener
peripherer Speicher besitzt entsprechend der Kanalanzahl
Speicherbereiche zur Aufnahme von Steuer- und Nutzinformatio
nen aus dem Datenstrom. Entsprechend der jeweiligen Kennzeich
nung der jeweiligen Daten, d. h. der Kanalnumerierung, werden
die Daten in den jeweiligen Speicherbereichen abgelegt, modi
fiziert und zum Senden bereitgestellt.
Durch die vorstehend beschriebenen Maßnahmen ist es möglich,
nacheinander übertragene Datenpakete, die auf wenigen Daten
leitungen empfangen bzw. gesendet werden, quasi so zu decodie
ren oder zu codieren, daß ein möglichst realer Multiplexbe
trieb möglich ist.
Die Erfindung wird nachstehend
anhand der Beschreibung von Ausfüh
rungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen naher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in:
Fig. 1 ein Schema, das die Konfiguration einer
Mehrkanal-Multiplex-Datenübertragungsanordnung
gemäß einem Ausführungsbeispiel
zeigt;
Fig. 2 ein Blockschema der Mehrkanal-Multiplex-
Datenübertragungsanordnung gemäß dem Aus
führungsbeispiel;
Fig. 3 ein Schema, das die interne Konfiguration des
Informationsspeichers des Ausführungsbeispiels
zeigt;
Fig. 4(a) ein Schema, das eine Operationsfolge des Aus
führungsbeispiels erläutert;
Fig. 4(b) ein Schema, das eine Operationsfolge des Aus
führungsbeispiels erläutert;
Fig. 5 eine Impulsübersicht des Ausführungsbeispiels;
Fig. 6 ein Schema, das die Konfiguration einer
Mehrkanal-Multiplex-Datenübertragungsanordnung
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
zeigt;
Fig. 7 ein Schema eines Beispiels einer konventionellen
seriellen Datenübertragungssteuerung; und
Fig. 8 ein Schema eines weiteren Beispiels einer kon
ventionellen seriellen Datenübertragungs
steuerung.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel wird unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen beschrieben. In Fig. 1 bezeichnet 1 eine
Datenübertragungs-Verarbeitungseinheit, die von sämtlichen
Kanälen gemeinsam genutzt wird, 2 ist ein (peripherer) Speicher zur
Speicherung von Steuer/Status-Information und Übermitt
lungs/Empfangs-Daten für jeden Kanal. Das Blockschema von
Fig. 2 zeigt die Funktionsbauteile der Datenübertragungs-
Verarbeitungseinheit. Fig. 3 zeigt die interne Konfiguration
des Speichers 2, in dem Steuer/Status-Informationen für
jeden Kanal gespeichert sind. Die Fig. 4(a), (b) zeigen die
Operationsfolge dieses Ausführungsbeispiels. Fig. 5 ist eine
Impulsübersicht für serielle Multiplex-Daten und Kanalnum
mern.
Der Betrieb des Ausführungsbeispiels wird nachstehend er
läutert. In Fig. 1 werden serielle Multiplex-Übermitt
lungsdaten (TXD) von der Datenübertragungs-Verarbeitungs
einheit 1 abgegeben, und gleichzeitig werden serielle
Multiplex-Empfangsdaten (RXD) und eine Kanalnummer (SEL 7-0)
in die Datenübertragungs-Verarbeitungseinheit 1 eingegeben,
und zwar synchron mit einem Taktgeber (CLK). Fig. 5 ist eine
Impulsübersicht für diese seriellen Übertragungsdaten und
Kanalnummern. Die Datenübertragungs-Verarbeitungseinheit 1
steuert den Speicher 2 zur Speicherung der Steuer/Status-
Information und der Übermittlungs/Empfangs-Daten für jeden
Kanal und führt eine Übermittlungs/Empfangsoperation aus,
während sie gleichzeitig Steuer/Status-Information und
Übermittlungs/Empfangs-Daten für einen durch die
Eingabekanalnummer (SEL 7-0) gewählten Kanal ausliest, modi
fiziert und einschreibt. Die Datenübertragungs-Verarbei
tungseinheit 1 führt indirekt die Leseoperation von
Steuer/Status-Information für jeden Kanal von der CPU aus,
d. h. den Zugriff zu dem Speicher 2, in dem Steuer/Status-
Information und Übermittlungs/Empfangs-Daten für jeden Kanal
gespeichert sind. Daher ist die Mehrkanal-Datenübertragung
möglich, soweit die Speicherkapazität und die Anzahl von
Kanalnummer-Eingangsanschlüssen das zulassen.
Anschließend wird Fig. 2 erläutert. Die Datenübertragungs-
Verarbeitungseinheit 1, die von sämtlichen Kanälen gemeinsam
zu nutzen ist, wird von dem zentralen Leitwerk 3 (interner Kontroller) gesteuert.
Das zentrale Leitwerk 3 liest, modifiziert und schreibt
Steuer/Status-Information und Übermittlungs/Empfangs-Daten
für einen Kanal, der durch eine Eingabekanalnummer gewählt
ist, während es gleichzeitig seine internen Komponenten
steuert, beispielsweise einen Übermittlungsdatenselektor 4,
einen Empfangsdatenselektor 5, einen Übermitt
lungs/Empfangsdaten-Nummernzähler 6, einen Datenspeicher
adreßzähler 7, einen CRC/Paritäts-Rechner 8, einen Daten
multiplexer/Separator 9 und einen Adressenmultiplexer 10. Der
Speicher 2, in dem Steuer/Status-Information und Über
mittlungs/Empfangs-Daten für jeden Kanal gespeichert sind,
umfaßt Übermittlungs-Steuer/Status-Information 12, Über
mittlungsdatennummer-Information 13, Übermittlungs-
CRC/Paritäts-Information 14, Übermittlungs-Speicherposi
tions-Information 15, Empfangs-Steuer/Status-Information 16,
Empfangsdatennummer-Information 17, Empfangs-CRC/Paritäts-
Information 18, Empfangsdaten-Speicherpositions-Information
19, Übermittlungsdaten 20 und Empfangsdaten 21 für jeden
Kanal. Jedesmal, wenn die Datenübertragungs-Verarbei
tungseinheit 1 Daten übermittelt/empfängt, werden alle
obigen Daten für einen gewählten Kanal modifiziert und
eingeschrieben. Das ist notwendig, damit eine einzige Ver
arbeitungseinheit eine Vielzahl von Kanälen behandeln kann.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 4(a), (b) wird eine Operations
folge beschrieben. Wenn eine Kanalzahl eingegeben wird, wird
Übermittlungs-Steuer/Status-Information gelesen, und dann
wird die Zahl der restlichen Übermittlungsdaten gelesen.
Wenn die Zahl der restlichen Übermittlungsdaten Null wird,
ist die Übermittlung beendet. Danach wird die Übermittlungs
daten-Speicherpositionsinformation gelesen, und es wird
Information hinsichtlich der Speicherposition von zu über
mittelnden Daten erhalten. Diese Information wird jedesmal,
wenn Daten übermittelt werden, modifiziert, so daß die
Speicherposition der folgenden Daten bezeichnet wird. Die so
erhaltene Positionsinformation wird dann in Adreßinformation
umgewandelt, um echte Übermittlungsdaten zu erhalten. Danach
wird die Übermittlungs/CRC/Paritäts-Information gelesen,
eine CRC- oder Paritäts-Operation wird ausgeführt, und die
Information wird jedesmal modifiziert, wenn Daten übermit
teilt werden. Danach werden in der obigen Folge modifizierte
Informationen sequentiell in dem Speicher gespeichert. Die
Empfangsoperation wird in der gleichen Reihenfolge, wie sie
oben beschrieben ist, durchgeführt.
Bei dem obigen Ausführungsbeispiel empfängt die Datenüber
tragungs-Verarbeitungseinheit 1 eine CPU-Adresse und CPU-
Daten. In Fig. 6 kann die Datenübertragungs-Verarbei
tungseinheit 1 nur ein CPU-Steuersignal empfangen, so daß
eine CPU-Adresse und CPU-Daten von einem Gatter 23 gesteuert
werden können. Bei einem solchen Aufbau kann die Anzahl von
Eingabeanschlüssen erheblich vermindert werden. Das Aus
führungsbeispiel 1 hat acht Kanaleingabeanschlüsse, und es
können bis zu 256 Kanäle gewählt werden, aber diese Zahlen
können fakultativ gewählt werden. In Fig. 4 sind vier
Kanaleingabeanschlüsse vorgesehen, und es können bis zu 16
Kanäle gewählt werden. Ferner wird bei dem obigen Aus
führungsbeispiel auf
HDLC- und SDLC-Protokolle zurückgegriffen, worin keine
Beschränkung zu sehen ist.
Da, wie vorstehend beschrieben, die
seriellen Daten multiplexiert werden und Kanalnummer
eingabeanschlüsse und ein peripherer Speicher zur Spei
cherung von verschiedenen Informationsarten in bezug auf
jeden Kanal vorgesehen sind, ist die Zahl der Hardware-
Einheiten für die Mehrkanal-Behandlung gegenüber dem Stand
der Technik kleiner.
Claims (2)
1. Anordnung zur Steuerung der Datenübertragung in einem
seriell-multiplexen Datenübertragungssystem, wobei in ei
nem seriellen Datenstrom Sende- und Empfangssteuer- und -
Nutzinformationen durch n-unterschiedliche Kanalnummern
bezeichnet sind mit folgenden Merkmalen:
- - eine Einrichtung zum Empfang der n-Kanalnummern, wel che mit einem Adressenmultiplexer (10) zur Bereit stellung kanalspezifischer Adressen verbunden ist,
- - einen peripheren Speicher (2), welcher n-Speicherbe reiche zur Aufnahme von Steuer- und Nutzinformationen aufweist und die n-Speicherbereiche durch die kanal spezifischen Adressen beschreib- und lesbar sind, wo bei die empfangenen Daten des Datenstromes in den je weiligen der n-Speicherbereiche unter Steuerung mittels eines internen Controllers (3) abgelegt, mo difiziert und zum Senden auslesbar angeordnet sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine externe CPU in direkten Zugriff auf den Adressen- und
Datenbereich des peripheren Speichers (2) vorgesehen ist.
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