DE4324196C2 - Sicherheitseinrichtung für Notausstiege - Google Patents
Sicherheitseinrichtung für NotausstiegeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitseinrichtung für Not
ausstiege an senkrechten oder schrägen Flächen von Bauwerken.
Notausstiege an der Außenfassade von Gebäuden sind regelmäßig
dann erforderlich, wenn innerhalb der Gebäude keine Flucht
wege bestehen, die den Sicherheitsvorschriften entsprechen.
Das ist häufig dann der Fall, wenn Gebäude nachträglich um-
und ausgebaut werden und die Sicherheitsbestimmung im Inneren
der Gebäude nicht eingehalten werden können. Z. B. kann die
Absicht bestehen, in vorhandene Dachgeschosse nutzbare Räume
einzubauen, obwohl nur ein schmaler Zugang zu den Räumen
innerhalb des Gebäudes besteht. Wenn die sicherheitstechni
schen Bestimmungen in derartigen Fällen einen zweiten Flucht
weg verlangen, besteht nur die Möglichkeit, die Fenster als
Notausstieg für die Räume zu nutzen. In derartigen Fällen
müssen meist unansehnliche und optisch oder funktionell
störende Notausstiege und Treppen mit aufwendigen Geländern
an der Außenfassade der Gebäude angebracht werden. Derartige
Lösungen sind vertretbar, wenn sich die jeweilige Außenfassa
de der Gebäude z. B. zu Hinterhöfen oder an anderen abge
schirmten Seiten befindet. In öffentlichen Orts- und Stadt
lagen sind derartige festinstallierte Notausstiege nach
allgemeiner Ansicht nicht vertretbar. Im besonderen Maße
werden derartige Notausstiege an Gebäuden mit historischem
Wert von Organen des Denkmalschutzes untersagt. Infolgedessen
können die beabsichtigten Dachausbauten nicht realisiert
werden oder innerhalb der Gebäude müssen unvertretbare Auf
wendungen für einen zweiten Fluchtweg geschaffen werden.
Für vertikale Gebäudeflächen sind bereits verschiedene Notausstiege
bekannt, die unterhalb von Fenstern an der Wand
montiert sind und in der Ruhelage an dieser anliegen. Im
Notfall wird der jeweilige balkonartige Notausstieg unter
Ausnutzung der Schwerkraft in eine horizontale Position geschwenkt,
wo er von oben mittels Ketten o. ä. gehalten wird.
In der DR 11 035 wird eine herablaßbare und drehbare Plattform
beschrieben, die an der Fassade eines Gebäudes vor einem
Fenster montiert ist. Beidseitig der Umrahmung des Fensters
weist die Plattform Rahmenstangen auf, die an ihrem unteren
Ende drehbar an der Fassade drehbar gelagert sind. An ihren
oberen Enden sind die Rahmenstangen mit einer Traverse verbunden.
In der Notlage kann die Plattform in die horizontale
Lage gebracht werden und in dieser Lage durch Ketten von oben
gehaltert werden. Eiserne Querlatten, Netze o. ä. zwischen den
Rahmenstangen dienen als Standfläche der zu bergenden Personen.
Die US 4 090 585 beschreibt einen balkonartigen Notausstieg
vor einem Fenster, der aus stabilen Boden- und Geländerteilen
besteht. In der Ruhelage ist der Notausstieg zusammengefaltet
und mit dem drehbar am Bauwerk montierten Bodenteil nach oben
an die vertikale Fläche des Bauwerks geklappt. Im Notfall
wird der Notausstieg unter Ausnutzung der Schwerkraft nach
unten in die Horizontale geschwenkt und aufgefaltet.
Alle bekannten Lösungen haben den Nachteil, daß sie ausschließlich
an vertikalen Gebäudeflächen angebracht werden
können. Vor Fenstern in schrägen Dachflächen können die
bekannten Notausstiege nicht eingesetzt werden. Ein weiterer
Nachteil besteht darin, daß diese Lösungen im wesentlichen
die Schwerkraft ausnutzen, um den Notausstieg in die Gebrauchslage
zu bewegen. Die auftretenden Kräfte beim Absenken
des Notausstieges und die Lasten der zu bergenden Personen
müssen von oben am Bauwerk befestigten Halteelementen aufgenommen
werden. Das ist mit erheblichen Unsicherheiten verbunden,
da die Halteelemente selbst reißen oder aus ihren
Verankerungen gerissen werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicherheits
einrichtung für Notausstiege zu schaffen, die in der Ruhelage
im wesentlichen unsichtbar an senkrechten oder schrägen
Außenflächen des Gebäudes anliegt und zur Gebrauchslage mit
einfachen Handgriffen vor den Notausstieg bewegt werden kann.
Die Erfindung löst die Aufgabe durch die in den kennzeichnen
den Teilen der Ansprüche 1 und 2 genannten Merkmale. Weiter
bildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekenn
zeichnet. Die Lösungen nach Anspruch 1 und 2 beinhalten
gemeinsam einen Sicherheitsbügel, der am Bauwerk schwenkbar
gehaltert ist und in der Ruhelage, also wenn der Notausstieg
nicht benutzt wird, unterhalb des Notausstieges möglichst
dicht an der Außenhaut des Gebäudes anliegt. Im Gefahrens
fall, wenn der Notausstieg benutzt werden soll, wird der vom
Notausstieg leicht zugängliche Sicherheitsbügel angehoben und
in seine Gebrauchslage gebracht. Dabei gleiten nach Anspruch
1 die am Sicherheitsbügel schwenkbar gelagerten Stützen in
der Längsrichtung der Führungsschienen frei nach unten, über
schreiten die Lotrechte zu den Führungsschienen im Schwenk
lager der Stützen und stützen sich an den unteren Enden der
Führungsschienen am Anschlag ab. In dieser Position bildet
der Sicherheitsbügel mit den Stützen in den Führungsschienen
einen festen, stabilen Rahmen für eine Sicherheitseinrichtung
außerhalb des jeweiligen Bauwerkes.
Bei der Lösung nach Anspruch 2 sind die Stützen schwenkbar am
Bauwerk gelagert und die anderen Enden der Stützen sind in
Längsrichtung frei beweglich an den Schenkeln des Sicher
heitsbügels geführt, derart daß sie in der Ruhelage parallel
zu den Enden der Schenkel des Sicherheitsbügels liegen. Beim
Anheben des Sicherheitsbügels durch den Bediener in die
Gebrauchslage gleiten die Stützen, in äquivalenter Weise zur
Lösung nach Anspruch 1, durch das Schwergewicht der Stützen
oder durch Zwangsmittel an den Schenkeln bis zu den Anschlä
gen im Bereich der Ecken des Sicherheitsbügels. In dieser
Position ist ebenfalls eine stabile Sicherheitseinrichtung um
den Notausstieg geschaffen. Als erfindungswesentliches Mittel
weisen beide Lösungsvarianten ein Sicherheitsnetz auf, wel
ches sich mindestens zwischen dem gesamten Quersteg des
Sicherheitsbügels und dem Bauwerk erstreckt. Während der
Sicherheitsbügel ansich keine ausreichende Sicherheit bietet,
da Personen, die den Notausstieg benutzen unter diesem hin
durch rutschen könnten, schließt das Sicherheitsnetz den
gesamten Bereich des Notausstieges mit hoher Wirksamkeit ab.
Im Ruhezustand der Sicherheitseinrichtung befindet sich das
Sicherheitsnetz zusammengefaltet vorzugsweise in einer ent
sprechenden Aufnahme an der Oberfläche des Bauwerkes unter
halb des Notausstieges.
Je nach der konkreten Ausbildung des Bauwerkes ist es erfor
derlich, daß sich innerhalb des Sicherheitsbügels in der
Sicherheitsstellung eine ausreichende Trittfläche für die
Personen, die den Notausstieg benutzen, befindet. Das können
Flächen am Bauwerk selbst sein oder es wird eine gesonderte
Trittfläche geschaffen, die am Bauwerk fest oder schwenkbar
angeordnet ist, derart daß sie in der Ruhelage des Sicher
heitsbügels am Bauwerk anliegt und in der Sicherheitslage des
Sicherheitsbügels vom Bauwerk weg in eine horizontale Ge
brauchslage geschwenkt wird.
Beim Einsatz der erfindungsgemäßen Sicherheitseinrichtungen
können sich die in Not befindlichen Personen mit hoher Si
cherheit auf den Notaustritt außerhalb des Gebäudes begeben
und dort aufhalten. Damit wird in einer ersten Stufe gesi
chert, daß die Personen an sicherer Position mit Frischluft
versorgt werden können. In der zweiten Stufe werden die
Personen durch Hilfskräfte vom Notausstieg abgeholt, oder sie
können sich selbst von dort mit bekannten Mitteln, z. B.
einer Strickleiter, auf den Boden bringen.
Die Erfindung hat den wesentlichen Vorteil, daß die jeweili
gen Personen auf dem Notausstieg gegen Absturz gesichert
sind. Gegenüber Notbergungen über Fenster oder Balkonbrüstun
gen wird eine wesentliche Erhöhung der Sicherheit erzielt und
die Bergung wird wesentlich beschleunigt.
Die konkrete Ausführung des Sicherheitsnetzes richtet sich
insbesondere nach den örtlichen Gegebenheiten am konkreten
Bauwerk. In jedem Fall muß die Möglichkeit bestehen, daß die
Personen unterhalb des festen Sicherheitsbügels den Bereich
des Sicherheitsnetzes passieren können. Das kann z. B. eine
stets freie Seite sein oder es können leicht lösbare Ver
bindungen innerhalb des Sicherheitsnetzes vorhanden sein, die
insbesondere von Helfern geöffnet werden, damit die Personen
durch das Sicherheitsnetz hindurch befreit werden können.
Die Erfindung kann mit zusätzlichen Merkmalen weiter verbes
sert werden. Z. B. kann es vorteilhaft sein, den Sicherheits
bügel mit Öffnungshilfen auszurüsten, damit das Anheben im
Gefahrenfalle leicht möglich ist. Das können insbesondere
Gegengewichte, mechanische Federn oder Gasfedern sein. Des
weiteren ist es möglich, die Öffnungsmittel des Notausstieges
mit Zwangsmechanismen oder automatischen Mitteln auszurüsten,
daß in jedem Falle bei Öffnung des Notausstieges die Sicher
heitseinrichtung selbsttätig in die Sicherheitsstellung
bewegt wird.
Insbesondere an Gebäuden, an denen derartige Sicherheitsein
richtungen möglichst nicht sichtbar sein sollen, kann die
Sicherheitseinrichtung in der Ruhelage insgesamt oder teil
weise in der Oberfläche des Bauwerkes versenkt angeordnet
oder abgedeckt werden.
Die Erfindung soll nachstehend an drei Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt eine Sicherheitseinrichtung in der Ruhestellung
an einer Dachgaupe.
Fig. 2 zeigt eine Sicherheitseinrichtung in Sicherheits
stellung an einem geöffneten Dachkippfenster.
Fig. 3 zeigt eine Sicherheitseinrichtung in Sicherheits
stellung an einer vertikalen Hauswand.
In Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Sicherheitseinrichtung in
der Ruhestellung an einer Dachgaupe dargestellt. Das Gebäude
steht beispielsweise unter Denkmalschutz und die hier nicht
näher dargestellte künstlerisch wertvolle Dachgaupe 1 auf dem
Dach 2 soll als Notausstieg 3 genutzt werden können. In der
Höhe von ca. 20 bis 40 Metern ist zur Sicherung der Personen,
die den Notausstieg benutzen, eine Sicherheitseinrichtung 4
vorhanden, die aus der erheblichen Entfernung vom Boden in
ihrer Ruhestellung im wesentlichen unsichtbar ist. Von der
Sicherheitseinrichtung sind in der Fig. 1 nur der Sicher
heitsbügel 4 und der Notaustritt 5 erkennbar. Die weiteren
Einzelheiten sind in den nachfolgenden Beispielen näher
beschrieben. Die Fig. 1 zeigt anschaulich, daß die erfin
dungsgemäße Sicherheitseinrichtung in ihrer Ruhelage optisch
kaum wahrnehmbar ist.
In Fig. 2 ist an einem schrägen Dach 2 ein Dachkippfenster 6
dargestellt, welches gleichzeitig als Notausstieg dienen
soll. Dazu befindet sich außerhalb vor dem Dachkippfenster 6
ein Notaustritt 5. Zur Sicherung der Personen, die den Not
austritt 5 benutzen, ist eine erfindungsgemäße Sicherheits
einrichtung vorhanden. Beidseitig des Dachkippfensters 6
befinden sich je eine Führungsschiene 7, die fest am Dach 2
montiert ist. Am oberen Ende der Führungsschiene 7 befindet
sich ein Schwenklager 8, an dem ein Schenkel 9 des Sicher
heitsbügels 4 gelagert ist. Der Sicherheitsbügel 4 umschließt
mit seinen zwei Schenkeln 9 die gesamte Breite des Dachkipp
fensters 6. Vor dem Dachkippfenster 6 und dem Notaustritt 5
wird der Sicherheitsbügel 4 vom Quersteg 10 abgeschlossen.
Beidseitig im Eckbereich des Sicherheitsbügels 4 sind an den
Schenkeln 9 jeweils eine Stütze 12 schwenkbar angeordnet. Das
andere Ende jeder Stütze 12 weist ein Laufwerk 13 auf, wel
ches innerhalb der Führungsschiene 7 in der Längsachse frei
bewegbar ist. In der Ruhestellung befinden sich die Laufwerke
13 der Stützen 12 parallel zu den Enden der Schenkel 9. Beim
Anheben des Sicherheitsbügels 4 am Griff 14 rollen die Lauf
werke 13 innerhalb der Führungsschiene 7 frei nach unten bis
an einen Anschlag 15. Dieser Anschlag befindet sich unterhalb
der Lotrechten 16 zur Führungsschiene 7, die durch das
Schwenklager 11 geht. In dieser Stellung ist der Sicherheits
bügel 4 über die Stützen 12 stabil abgestützt und bildet
einen sicheren Rahmen um den gesamten Notausstieg. Zusätzlich
kann es vorteilhaft sein, daß die Führungsschienen 7 nach
unten leicht gespreizt werden. Damit werden auch die Stützen
12 leicht schräg nach außen gestellt und die Stabilität der
Sicherheitseinrichtung wird weiter erhöht. Zwischen dem
Sicherheitsbügel 4, bestehend aus den beiden Schenkeln 9
sowie dem Quersteg 10, und der Dachoberfläche des Daches 2
ist ein Sicherheitsnetz 17 angeordnet, welches den Notaus
tritt 5 umschließt. In der Zeichnung nicht näher dargestellt,
wird das Sicherheitsnetz 17 in der Ruhelage in einem ent
sprechenden rinnenartigen Behälter zusammengelegt. Als vor
teilhaft hat es sich erwiesen, das Sicherheitsnetz aus kreuz
weise verbundenen Stahlketten zu fertigen.
Etwa in der Mitte des Quersteges 10 sind mehrere Netzkreuze
des Sicherheitsnetzes mit einem leicht lösbaren Verbindungs
bolzen miteinander verbunden. Im Bereich der Schwenklager 8
sind desweiteren in der Zeichnung nicht näher dargestellte
Federn angeordnet, die das Gewicht der Sicherheitseinrichtung
ausgleichen, und damit das Anheben des Sicherheitsbügels 4 im
Notfall erleichtern.
Die Schenkel des Sicherheitsbügels 4 befinden sich in der
Ruhestellung der Sicherheitseinrichtung parallel zu den
Führungsschienen 7 dicht an der Oberfläche des Daches 2 und
sind optisch in keiner Weise störend. Im Notfall, wenn Perso
nen in Gefahr sind, wird das Dachkippfenster 6 geöffnet und
der Sicherheitsbügel 4 nach oben gezogen. Dabei wird unmit
telbar die korbähnliche Sicherheitseinrichtung vor dem Not
ausstieg installiert. Damit sind die gefährdeten Personen in
einem ersten Schritt in der Lage, aus dem Innenraum des
Gebäudes an die Luft zu treten. In einem zweiten Schritt wird
durch Nothelfer, insbesondere von der Feuerwehr, die sichere
Bergung der Personen von der Sicherheitseinrichtung ermög
licht. In der Zwischenzeit sind die Personen auf dem Notaus
tritt 5 an dem schrägen Dach 2 gegen Absturz gesichert. Bei
den folgenden Bergungen müssen keine Fenster, Brüstungen
o. ä. überwunden werden, der Notaustritt kann mit großer
Sicherheit betreten werden. Zur Bergung der Personen wird von
den Nothelfern der Verbindungsbolzen im vorderen Teil des
Sicherheitsnetzes 17 geöffnet und die in Not befindlichen
Personen können den Umständen entsprechend sicher den Notaus
tritt verlassen.
In Fig. 3 ist eine erfindungsgemäße Sicherheitseinrichtung
an einer vertikalen Hauswand dargestellt. Derartige Sicher
heitseinrichtungen können aus neueren sicherheitstechnischen
Bestimmungen insbesondere an älteren Hochhäusern nachträglich
angebaut werden.
Im Beispiel ist die Sicherheitseinrichtung vor einem Fenster
19 an einer Hauswand 20 montiert. Das Fenster 19 soll im
Notfall gleichzeitig als Notausstieg dienen. Die Sicherheits
einrichtung weist einen Sicherheitsbügel 21 auf, dessen zwei
Schenkel 22 in zwei Schwenklagern 23 an der Hauswand 20
schwenkbar gelagert ist. Unterhalb des Fensters 19 befinden
sich in der vertikalen Ebene der Schenkel 22 des Sicherheits
bügels 21 in je einem Schwenklager 24 schwenkbar gelagerte
Stützen 25. Die oberen Enden der Stützen 25 gegenüber dem
Schwenklager 24 sind mit einem Gleitstein 26 ausgerüstet, der
innerhalb der Schenkel 22 in der Längsrichtung frei ver
schiebbar ist. Im Eckbereich des Sicherheitsbügels befinden
sich geeignete Anschläge für die Gleitsteine. Zwischen dem
Quersteg 27 des Sicherheitsbügels 21 und der Vorderkante des
Notaustrittes 28 befindet sich ein Sicherheitsnetz 29. Der
Notaustritt 28 ist in einem Schwenklager 30 an der Hauswand
20 schwenkbar gelagert und über zwei seitliche Halteketten 31
gesichert.
In der Ruhelage sind alle Teile der Sicherheitseinrichtung,
der Notaustritt 28, die Stützen 25 und der Sicherheitsbügel
21 einschließlich des Sicherheitsnetzes 29 an die Hauswand
angelegt. Der Sicherheitsbügel 21 ist dabei so gestaltet, daß
das Fenster 19 nicht abgedeckt wird, d. h. daß keine Sicht
behinderung besteht. Dabei kann die Sicherheitseinrichtung
auch derart innerhalb des Mauerwerkes der Hauswand 20 ver
senkt angeordnet werden, daß die Sicherheitseinrichtung in
der Ruhelage optisch weitgehend unsichtbar ist.
Im Notfall wird das Fenster 19 geöffnet und der leichtzugäng
lich unterhalb der Fensteröffnung liegende Quersteg 27 des
Sicherheitsbügels 21 wird nach vorn und oben gedrückt. Dabei
fallen die Stützen 25 in ihrer Gleitlagerung in den
Schenkeln 22 nach außen bis zu einem Anschlag unterhalb der
Lotrechten 32 zu den Schenkeln 22 im Schwenklager 24 und
stützen den Sicherheitsbügel 21 ab. Gleichzeitig fällt der
Notaustritt 28 nach außen bis die Haltekette 31 gespannt ist.
Mit dem Anheben des Sicherheitsbügels 21 entfaltet sich auch
das Sicherheitsnetz 29 und unmittelbar nach dem Ausklappen
der Sicherheitseinrichtung kann der Notaustritt 28 betreten
werden. Die Bergung der in Not geratenen Personen erfolgt wie
im vorangegangenen Beispiel.
Claims (15)
1. Sicherheitseinrichtung für einen Notausstieg an senkrechten
oder schrägen Außenflächen von Bauwerken, mit einem
Sicherheitsbügel, dessen Schenkel in der Ruhelage parallel
an der Außenfläche des Bauwerks und beidseitig
neben dem Fenster liegen, und der in der Sicherheitslage
etwa horizontal vor das Fenster geklappt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Ruhelage der Quersteg (10) des
Sicherheitsbügels (4) unterhalb des Fensters liegt und
die Enden der Schenkel (9) gegenüber dem Quersteg (10)
oben am Bauwerk schwenkbar gehaltert sind, daß am Sicherheitsbügel
(4) beidseitig je eine Stütze (12) schwenkbar
angeordnet ist, deren andere Enden an je einer Führungsschiene
(7) gelagert sind, die am Bauwerk, im wesentlichen
parallel zur Ruhelage der Schenkel (9), verankert
sind, daß die Lager der Stützen (12) in der Längsachse
der Führungsschienen (7) bis zu einem am unteren Ende der
Führungsschienen (7) angebrachten Anschlag (15) frei
verschiebbar ist, wobei sich der Anschlag (15) unterhalb
der Lotrechten (16) zur Führungsschiene (7) im Schwenklager
(11) der Stützen (12) befindet, und daß mindestens
zwischen dem Quersteg (10) des Sicherheitsbügels (4) und
dem Bauwerk ein Sicherheitsnetz (17) vorhanden ist,
welches in der Sicherheitslage des Sicherheitsbügels (4)
einen Notaustritt (5) umschließt.
2. Sicherheitseinrichtung für einen Notausstieg an senkrechten
oder schrägen Außenflächen von Bauwerken, mit einem
Sicherheitsbügel, dessen Schenkel in der Ruhelage parallel
an der Außenfläche des Bauwerks und beidseitig
neben dem Fenster liegen, und der in der Sicherheitslage
etwa horizontal vor das Fenster geklappt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Ruhelage der Quersteg (27) des
Sicherheitsbügels (21) unterhalb des Fensers liegt und
die Enden der Schenkel (22) gegenüber dem Quersteg (27)
oben am Bauwerk schwenkbar gehaltert sind, daß an den
Schenkeln (22) je eine Stütze (25) in der Längsachse frei
verschiebbar angeordnet ist, deren andere Enden an der
Oberfläche des Bauwerkes schwenkbar gelagert sind, derart
daß die Stützen (25) in der Ruhelage im wesentlichen
parallel zu den Schenkeln (22) des Sicherheitsbügels (21)
liegen, daß an den Schenkeln (22), vorzugsweise im Bereich
der Ecken des Sicherheitsbügels (21) je ein Anschlag
für die Stützen (25) vorhanden ist, wobei sich der Anschlag
unterhalb der Lotrechten (32) zur Längsachse der
Schenkel im Schwenklager (24) der Stützen (25) befindet,
und daß mindestens zwischen dem Quersteg (27) des Sicherheitsbügels
(21) und dem Bauwerk ein Sicherheitsnetz (29)
vorhanden ist, welches in der Sicherheitslage des Sicherheitsbügels
(21) einen Notaustritt (28) umschließt.
3. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß innerhalb des Schwenkbereiches des
Sicherheitsbügels (4, 21) und unterhalb oder horizontal
vor dem Notausstieg (3) ein Notaustritt (5, 28) vorhanden
ist.
4. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Notaustritt (5) am Bauwerk fest an
geordnet ist.
5. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Notaustritt (28) am Bauwerk schwenkbar
angeordnet ist, derart, daß er in der Ruhelage des Si
cherheitsbügels (21) am Bauwerk anliegt und in der Si
cherheitslage des Sicherheitsbügels (21) vom Bauwerk weg
in eine horizontale Gebrauchslage schwenkbar ist.
6. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die schwenkbare Lagerung der Schenkel (9)
des Sicherheitsbügels (4) am Bauwerk an den oberen Enden
der fest am Bauwerk verankerten Führungsschienen (7)
erfolgt.
7. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1 bzw. 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die verschiebbare Lagerung der Stüt
zen (12, 25) innerhalb der Führungsschienen (7) bzw. an
den Schenkeln (22) des Sicherheitsbügels (21) mittels
Gleitsteinen oder Laufwerken (13) erfolgt.
8. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sicherheitsbügel (4, 21) einen
oder mehrere Griffe (14) zum Anheben aufweist.
9. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß Zwangsmechanismen oder automatische
Mittel vorhanden sind, die den Sicherheitsbügel (4, 21)
beim Öffnen des Notausstieges (3) zwangsweise bzw. auto
matisch von der Ruhestellung in die Sicherheitsstellung
bewegen.
10. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß unterhalb des Bereiches der Ruhelage
des Quersteges des Sicherheitsbügels (4, 21) ein Auffang
behälter für das Sicherheitsnetz (17, 21) vorhanden ist.
11. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Sicherheitsnetz (21) aus Ket
tengliedern besteht.
12. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sicherheitseinrichtung in der
Ruhelage mindestens teilweise in der Oberfläche des
Bauwerkes versenkt angeordnet ist.
13. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sicherheitseinrichtung in der
Ruhelage, vorzugsweise in der visuellen Erscheinung der
Oberfläche des Bauwerkes, abgedeckt ist.
14. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Sicherheitseinrichtung Öff
nungshilfen wie Federn, Gewichte oder Gasfedern vorhanden
sind.
15. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß am Sicherheitsnetz (17, 29) eine
leicht lösbare Verbindung vorhanden ist, mit der das Si
cherheitsnetz (17, 29) derart geöffnet werden kann, daß
Personen das Sicherheitsnetz passieren können.
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